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  • #61
(...) Ein Blick in die Vergangenheit kann manchmal helfen.
Ein Blick ist ok, man darf sich nur nicht darin verlieren : Der Blick nach vorne ist das Entscheidende, da spielt die Musik - Stichworte „zukunftsorientiert“ (wo will ich hin, was will ich eigentlich erreichen ?) und „lösungsorientiert“ (was muß passieren, damit es so wird ?) !

Sollte / Darf man dabei IMVHO nicht aus dem Blick verlieren ! ;)
 
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  • #64
Leicht kann dann abgetan werden: "na ... dann kümmer' dich mal drum, dass dich das nicht so verletzt", schlimmstenfalls wird die "Schuld" noch demjenigen gegeben, der sich aufgrund des verletzt fühlen, betroffen fühlen muss/soll.
Ein Mensch, der wirklich verstanden hat, wo Eigenverantwortlichkeit liegt, würde doch gar nicht auf die Idee kommen, diese Erkenntnis als Waffe einzusetzen. Es sei denn vielleicht, er hat stark narzisstische Tendenzen.
 
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  • #65
Leicht kann dann abgetan werden: "na ... dann kümmer' dich mal drum, dass dich das nicht so verletzt", schlimmstenfalls wird die "Schuld" noch demjenigen gegeben, der sich aufgrund des verletzt fühlen, betroffen fühlen muss/soll.
Schönes Beispiel im Forum dafür war der Umgang mit IMHO, dem wurde das etwas fast wörtwörtlich so "geraten".
Gern wird dafür auch die Formulierung verwendet, jemand müsse sich einen hingestellten Schuh doch nicht anziehen.
 
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  • #66
Ich glaube, vielen Menschen ist es sehr bewusst, wenn Sie jemanden verletzt haben.

Manche tragen das dann ne ganze Weile als Last mit sich herum.

Tief verletzen kann man nur Menschen, denen man etwas bedeutet und meistens hat der andere dann ein schlechtes Gewissen und muss damit zurechtkommen. Leute verletzen dadurch sich selbst meist gleich mit, wenn ihnen bewusst wird, was sie getan haben.
 
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Deleted member 21128

  • #67
Die von dir gestellten Fragen, deren Beantwortung ich als nicht zielführend erachte, können doch erst - wenn überhaupt - mit etwas Abstand näher betrachtet werden.
Wenn man kapiert hat, dass es an einem selbst liegt, was (und wie sehr) einen verletzt und dass man das tatsächlich verändern kann, hat man auch schon deutlich mehr Abstand.
Wenn man den anderen Menschen kennt und weiß wie er "tickt", weiß man auch sehr gut, was den anderen verletzt.
Richtig. Und wenn man sich selbst sehr gut kennt und weiß wie man tickt, weiß man auch sehr gut, was einen selbst verletzt.
Und erkannt dann, dass einen Dinge verletzen, die andere nicht verletzten und umgekehrt. Da stellt sich aber dann doch die Frage, ob man das nicht verändern kann und will?
Aber oft ist dieses "Ich armer, ich bin ja so verletzt und dem hilflos ausgeliefert" halt auch nützlich. Nicht nur, weil es bequemer erscheint, sich nicht seiner Verantwortung zu stellen, sondern weil man damit ja auch prima manipulieren kann. Schließlich weiß ja der andere genau, was einen verletzt und hat den Auftrag, sich 'korrekt' zu verhalten. Und wenn er das nicht tut, ist ja er schuld daran, dass ich jetzt verletzt bin.
Wenn man solche Konzepte nicht mal überprüft und verändert, muss man sich imo nicht wundern, wenn Beziehungen nicht gut funktionieren.
Ich biete mal ein Beispiel an, damit hab ich hier schon super Erfahrungen gemacht. ;)
Heinz ist immer echt verletzt, wenn Erna nach der Arbeit mit ihren Kollegen noch was trinken geht.
Erna ist immer echt verletzt, wenn Heinz übersieht, dass sie beim Frisör war.
 
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  • #68
....geht s hier jetzt weiterhin um Verletzungen, Verzeihen oder Verärgerung?
 
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  • #69
....geht s hier jetzt weiterhin um Verletzungen, Verzeihen oder Verärgerung?
Ja, denn das hängt alles zusammen.

@WolkeVier s vorhergehender Beitrag ist hohes Selbstreflektionsniveau. Das heisst aber nicht, dass Vergnügt jetzt bitte ratzfatz nicht mehr verletzt sein soll. Nein, sie soll in Ruhe die Phasen durchlaufen, die es braucht, bis ihre Verletzung heilt.

Was hier als Eigenverantwortung oder Verantwortung sich selbst gegenüber bezeichnet wird, könnte man auch als Selbstheilungskraft verstehen.
Es heisst, die Zeit heile alle Wunden, aber auch wir selbst können uns heilen. Im Falle einer Verletzung eben dadurch, dass wir erkennen, dass wir uns nicht verletzt fühlen müssen. Dass heisst nicht, dass der Vorfall nicht passiert ist - der Vorfall ist passiert und darf Konsequenzen haben. Aber wir müssen nicht darunter leiden.

Bei Ärger gilt übrigens das gleiche: Nicht der andere ärgert uns mit seinem Verhalten. Sondern wir ärgern uns über ein Verhalten des anderen.
Sobald man das so herum betrachtet, fühlt man sich nicht mehr als leidendes Opfer, sondern versteht, dass man selber entscheiden kann, ob man Ärger spüren möchte oder nicht. Man ist wieder Herr der Lage.

Verzeihen muss nicht heissen, dass man alles vergisst und den anderen wieder lieb hat. Ich sehe verzeihen eher als ein "inneren Frieden schliessen" mit einem Ereignis. Dabei muss ich dem anderen nichts sagen, ihm nichts zeigen. Inneren Frieden zu schliessen ist etwas, dass ich mit mir allein ausmache, um nicht mehr unter der Situation zu leiden.

Vielleicht kommt das Verständnis vom Verzeihen als eine Alles-ist-wieder-gut-Geste aus der Religion. Da habe ich noch nicht weiter drüber nachgedacht.
 
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  • #74
Natürlich nicht. Der Thread bin ja nicht ich, er wurde nur von mir erstellt. Es geht hier um ein Thema, zu dem jede/r Forist/in hier beiträgt und das sich im Threadverlauf weiterentwickelt. Das finde ich ja u.a. so spannend am Forum. Ein Forum, in dem sich Threadthemen nicht weiterentwickeln dürften, sondern immer am Ursprungsthema verhaftet blieben, fände ich langweilig.

Was ich zum Thema gefunden habe:

Verletzte Menschen verletzen Menschen...
https://mymonk.de/verletzte-menschen/
 
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  • #75
Ich hatte mir am "Anfang" einer schwierigen Beziehung mal das Buch "Ab heute kränkt mich niemand mehr" bestellt. Aber dann nie gelesen.
Nach einigen schlaflosen Jahren hab ichs aber wohl verarbeitet. Ein Problem mit verzeihen hab ich nicht, vergessen kann ich nicht so gut. Wenns mir wichtig ist, kann ich alles verzeihen, bisher gabs noch nichts Unverzeihliches.
 
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  • #76
@Vergnügt
Ich übergehe bewußt die “Kommentare”, wenn auch quer gelesen ( sind immer die gleichen).

Ein Mann hat sich entschuldigt und vermutlich damit keinerlei weiteres Interesse bekundet, ist nicht unsterblich verliebt. Warum also als “Opfer” in eine “Seifenoper” verpacken????

Ich wiederhole es als Frau gerne, hier schreiben “Damen” offen wie Scheunentore als abschreckendes Beispiel. Obwohl die "Befindlichkeiten" längst in professionelle Hände gehören und besser aus der privaten "Schatulle" bezahlt werden.
 
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  • #77
Um verletzt zu sein bedarf es neben des Auslösers eines erheblichen Eigenanteils das als verletzend zu empfinden.

Der Eigenanteil ist dann auch der Bereich auf den man selbst einwirken kann und sollte.
... "sollte" ... hm ... wirklich? ... Kann: ja, nur müssen muss niemand. Man geht natürlich leichter durchs Leben, wenn man Verletzungen abschütteln kann, und sich entscheiden kann: Nö, diese Worte verletzen den guten Geschmack, aber nicht mich ... ist einfacher gesagt, als getan.
Sicher. Von müssen habe ich ja auch nichts geschrieben.
"Abschütteln" ist auch nicht der richtige Ausdruck. Oft ist es etwas, das erst einmal zu akzeptieren ist, vor allem hinsichtlich des begrenzten eigenen Einflusses und wenn man das dann nicht persönlich nehmen muss, sondern mit Abstand sachlich betrachten, dann kann man nur gewinnen. Für Worte gilt das sowieso, aber auch für Handlungen!

Mit Härte oder Druck funktioniert das nicht gut. Die Frage: warum hat mich das verletzt würde gut zur Klärung dienen, selbst da steht aber noch der Umgang des anderen mit der Situation im Raum.
Mit Gewalt hebt man vielleicht einen Ziegenbock hinten herum. ^^
IdR wird das viel persönlicher wahrgenommen als es das ist und den eigenen Einfluss auf jemand anderen richtig einzu- und nicht zu überschätzen ist ein weiteres Feld. Darin kann man sich üben.

Muss man natürlich nicht! ^^
 
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  • #78
Du bist zu hart , er möchte dich bestimmt wieder sehen !
 
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