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  • #76
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von delfin 1988:
Aber dann ist klare Kommunikation noch mehr das A&O. Sonst beginnt eben genau das, dass der Nähesuchendere durch die Unklarheit immer klammernder wird. Das kann nur schief laufen, weil Teufelskreis.
Ja, das sehe ich auch so. Wenn man realisiert, dass man in einem wichtigen Punkt unterschiedlich ist UND dann auch noch das Reden darüber schwierig bis unmöglich.... Da kann man doch eigentlich nur noch den Koffer packen....
Schwierigkeiten gibt es schon noch genug, wenn man eine Weile zusammen ist und der erste verblendete Blick sich klärt.... Wenigstens am Anfang sollten die Schwierigkeiten nicht schon so turmhaft im Weg liegen, finde ich....
 
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  • #77
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

@Schreiberin

Hast Du recht! Und wenn man dann richtig heftig verliebt ist, kann es passieren, man bleibt in der Situation kleben und leidet.
 
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  • #78
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Liebe Carlo,
wie geht es dir denn heute? Sicher hat der berufliche Alltag dich gut abgelenkt? Gab es denn nach gestern Mittag noch wieder eine Kommunikation zwischen Euch?
 
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  • #79
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Hallo in die Runde,

ich habe gar nichts Neues beizutragen, lese jedoch noch fleissig mit und möchte nur kurz bemerken, dass ich diesen Thread sehr spannend finde.

Herzlichen Dank an Carlo und alle!
 
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  • #80
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Hallo ihr Lieben,

nach einem mässig langen Arbeitstag, der aber montäglich mit sehr (!) frühem Aufstehen begann und einer seit Wochen, ja Monaten herbeigesehnten und heute spontan gelungenen, langen Duettprobe (!!) bin ich ziemlich geschafft!

Ich danke euch allen für eure wirklich interessanten und so warmherzigen Kommentare. Mir gibt das viel. Ich spüre, da steckt was für mich. Ich habe eure Kommentare gelesen, weiß nicht genau, ob ich gerade jetzt allem gerecht werden kann, will aber wenigstens kurz schreiben:

Ja, er hat mich an der Angel. Wobei ich durch dieses gestrige Durchwalken – vor allem auch hier im Forum – plötzlich doch viel gelassener und realistischer bin. Ich habe das Gefühl, ich hätte was verstanden, von dem, was da in mir abläuft und von meinem Anteil an der Situation. Eure ganz unterschiedlichen Beiträge helfen mir, meine eigene Position und damit meine eigene Erwartungshaltung besser zu verstehen. Und darum ging es mir ja ursprünglich. Ich bin ein Kopfmensch und ein Gefühlsmensch. Wenn ich etwas verstanden habe, dann kann ich das auch Stück für Stück in meiner emotionalen Welt verankern. Danke! An Euch alle!! Das ihr mir so wertvolles Futter dafür gebt. Ich werde alle eure Beiträge noch mehrmals lesen und genau für mich auswerten.

Ein spannendes Thema, das ihr aufgebracht habt in verschiedenen Posts ist die Frage, worum es denn nun eigentlich geht: Nähe/Distanz? Macht/Ohnmacht? Umgangsformen? Empathie? Ganz ehrlich glaube ich, es ist eine Mischung von allem. Jemand, der Angst vor Nähe hat und sich gleichzeitig ohnmächtig fühlt und sehr auf Umgangsformen bedacht ist, wird halt gar keine Beziehung beginnen. Das was ich gerade erlebt habe scheint mir da mehr dem Typ machtbewusster Freidenker zu entsprechen, der er durchaus ist und was mich ja an ihm fasziniert. So scheint es ja oft zu sein im Zwischenmenschlichen Miteinander: Es geht nicht um ein Thema, es sind mehrere Komponenten miteinander verquickt.

Ob ich die ganze Situation durch Unklarheit und Selbstunsicherheit heraufbeschworen habe? Schon möglich. Ich habe meine Themen und gestern war ich ziemlich durch den Wind. Aber daraus gleich eine „sehr unsichere Frau“ zu machen? Das entspringt für mich einmal mehr einem zu forschen Hineinlesen von scheinbaren Erkenntnissen in Beschreibungen eines letztlich fremden Menschen. Ich mag die vielen Missverständnisse jetzt gar nicht aufdröseln, sonst gibt das hier wieder so eine endloses Rechtfertigungsarie. Mir ist aber wichtig, das kurz anzusprechen, weil ich denke, dass solche Zuweisungen dazu führen, dass Mancher hier nichts über sich schreiben mag und auch ich hatte das lange überlegt, bis die Emotion überwog. Damit führen diese schnellen Urteile über einen Menschen, den man gar nicht kennt, der aber gerade erkennbar nicht in seiner Kraft ist, zu einer Verarmung der Diskussion hier. Vielleicht kann das doch den/die eine(n) oder andere(n) beim nächsten Mal dazu bringen, eher noch mal zu fragen, bevor man urteilt und wenn man denn urteilen muss, sich etwas in der Aussage zurück zügeln.

Und wie geht es jetzt weiter? Bislang keine Nachricht von ihm und ich bin gerade sehr gut beschäftigt. Es tut ein bisschen weh, aber im Moment nicht sehr. Die Ambivalenz, die in ihm steckt und der ich jetzt sehr klar in´s Auge sehe, legt einen sehr deutlichen Schatten über seinen Glanz. Ich mag klare Menschen und gerade das hatte mich an ihm fasziniert. Ich bin aber noch nicht ganz sicher, wie groß mein Anteil daran war, was passiert ist.

Wait and see.

Viele liebe Grüße
Carlo
 
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  • #81
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Liebe Carlo,
ich wünsche dir, dass du diese Gelassenheit, in der du gerade schreibst, bei behältst!
scheinst auch so ein Montag-Freitag-hab-ich-alles-im-griff-Typ zu sein.....woher kenne ich das bloß.......;-)
 
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  • #82
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Machtbewusster Freidenker. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie anziehend genau dieser Typ Mann ist. Ich hätte seinerzeit alles darum gegeben, mit einem Mann scheinbar ähnlichen Kalibers wie der Deinige zusammenzukommen. Wirklich alles. Heute, im Rückblick, tut er mir beinahe leid, wie er letztlich nach Liebe suchend immer noch herumirrlichtert, auch wenn er alles auf die leichte Schulter zu nehmen scheint.
 
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  • #83
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Liebe Carlo,

ich weiss gar nicht viel zu sagen, ausser: Ich finde es gut, dass Du Dich bisher von dem dringlichen Impuls, Dich bei ihm zu melden, distanziert hast. Dich distanzieren hast können!

In dem Post von Sid #66 steckt für mich sehr viel Wahrheit. Aber wir alle kennen weder Dich noch ihn.

Liebe Grüsse
 
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  • #84
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von carlo:
Ob ich die ganze Situation durch Unklarheit und Selbstunsicherheit heraufbeschworen habe? Schon möglich. Ich habe meine Themen und gestern war ich ziemlich durch den Wind. Aber daraus gleich eine „sehr unsichere Frau“ zu machen? Das entspringt für mich einmal mehr einem zu forschen Hineinlesen von scheinbaren Erkenntnissen in Beschreibungen eines letztlich fremden Menschen.
Liebe Carlo !
Wir fischen hier eben immer auch gehörig im Trüben - Vermutungen, Möglichkeiten, Überspitzungen, um einen Gedanken klarer herauszustellen....
Verwechsel es bitte nicht mit festgelegten Abstempelungen - ich glaube nicht, dass irgendein regelmäßiger Leser/Leserin jemals dachte, du seist ein Fähnlein im Winde...
Zumindest mir ging es nur darum zu verdeutlichen, wie andere Wahrnehmungen sein KÖNNEN .....LG
 
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  • #85
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von carlo:
Liebe Carlo,

so ganz wohl fühle ich mich nicht dabei, wenn ich noch einen draufsetze. Es arbeitet ja schon kräftig in Dir.
Es ist auch keinesfalls mein Ziel, Dir diese Beziehung auszureden, und ich hoffe, dass ich richtig verstanden wurde.
Gut nachvollziehen kann ich, das Dir erst einmal im Kopf etwas klar sein muss, bevor Du es "Stück für Stück in Deiner emotionalen Welt verankern" kannst. Wenn mich Gefühle überwältigen, brauche ich meist Distanz, um mich wieder zu sammeln.

Ich halte es für entscheidend, was es mit seiner vielzitierten "Ambivalenz" auf sich hat. Der Beitrag von Sid zur Ambivalenz hat mich auch beeindruckt; aber ich weiß nicht, ob es hier wirklich um "Ambivalenz" geht. Es besteht (leider) auch die Möglichkeit, dass es sich um ein Kalkül handelt.
Entschuldige bitte, wenn ich jetzt etwas tiefer in die Mottenkiste greife: Es gibt Menschen (Frauen und Männer), die mögliche Partner/innen erst "anfixen" ("Du bist der Mann/die Frau, auf den/die ich mein Leben lang gewartet habe" und ähnliches) und sich, wenn er/sie angebissen hat, immer wieder wohl dosiert zurückziehen. Ziel ist, jemanden "handzahm" zu machen: Der/die "emotional abhängigere" Partner/in ist froh, wenn es endlich wieder ein schönes, harmonisches Treffen gibt und wird es auf keinen Fall riskieren wollen, diese Harmonie mit "einem blöden Thema" zu stören ...

Wenn Du dies ausschließen kannst, dann sollte es möglich sein, Umgangsformen so abzustimmen, dass Ihr beide gut damit leben könnt.

"Grundsätzlich" spricht in meinen Augen nichts gegen einen "machtbewussten Freidenker", sofern er seiner Partnerin dieselben Rechte zugesteht, die er sich einräumt. Ist dem nicht so, ist etwas faul.

Liebe Grüße
 
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  • #86
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Hallo Carlo, entschuldige, dass ich hier so reinplatze! Mir geht es ähnlich! Zudem habe ich das Gefühl , dass ich nicht die einzige bin. Handelt es sich bei dir vielleicht auch um einen Anwalt aus Aachen?? Lieber Gruß Lillli
 
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  • #87
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Danke Raphaela, das so klar zu lesen. hat mich schon selbst betroffen, wobei ich beobachtete, wie handelnder Mann nach diesem schema sich dessen gar nciht bewußt war. der machte das seit Jahren so mit allen. Der konnte schon gar nicht mehr anders. Soll keine Entschuldiung sein.
Und dir Carlo, wünsch ich dies nicht ...
Wenn deine begegnung mit Mr. X eine Wendung bekommt, die hoffentlich bald mehr zu deinem Wohlbefinden beiträgt, dann würde mich das sehr freuen. Auch symbolisch, weil ich dann glauben könnte, dass die Liebe oder zumindest eine intensive Begegnung noch Raum für immer neue antworten findet und nciht aufgibt.
 
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  • #88
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

@Raphaela

Das hast Du fabelhaft formuliert! Kenne ich auch von früher: Das Anmelden eigener Bedürfnisse wurde mit Rückzug von ihm "bestraft". Da fragte ich mich dann doch, was bei mir dahintersteckt, dass ich derartige Spielchen mitmache. Solche Begegnungen eignen sich zumindest dazu, viel über sich selbst zu lernen.
 
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  • #89
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Hallo Carlo,

ich habe diesen Thread aufmerksam verfolgt.
Ich sehe einige Parallelen zu eigem Erleben und muss auf Grund dessen leider feststellen, dass ich wenig Grund zu der Annahme sehe, dass es mit der Zeit (einige Jahre) recht viel besser wird.
Wenn jemand prinzipiell unzuverlässig und unberechenbar ist, dann kannst du nur mit ihm/ihr klar kommen, wenn du k(l)eine Erwartungen hegst bzw. stets damit rechnest, dass du dich auf nichts verlassen kannst. Also immer wenn du dich auf etwas freust auch damit rechnen musst, dass deine Vorfreude ein jähes Ende finden kann.

Ich hoffe, dass in eurem Fall die Sache anders liegt und es sich nur um Anlaufschwierigkeiten handelt die sich bald legen werden.
 
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  • #90
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von carlo:
Ob ich die ganze Situation durch Unklarheit und Selbstunsicherheit heraufbeschworen habe? Schon möglich. Ich habe meine Themen und gestern war ich ziemlich durch den Wind. Aber daraus gleich eine „sehr unsichere Frau“ zu machen? Das entspringt für mich einmal mehr einem zu forschen Hineinlesen von scheinbaren Erkenntnissen in Beschreibungen eines letztlich fremden Menschen. Ich mag die vielen Missverständnisse jetzt gar nicht aufdröseln, sonst gibt das hier wieder so eine endloses Rechtfertigungsarie. Mir ist aber wichtig, das kurz anzusprechen, weil ich denke, dass solche Zuweisungen dazu führen, dass Mancher hier nichts über sich schreiben mag und auch ich hatte das lange überlegt, bis die Emotion überwog. Damit führen diese schnellen Urteile über einen Menschen, den man gar nicht kennt, der aber gerade erkennbar nicht in seiner Kraft ist, zu einer Verarmung der Diskussion hier. Vielleicht kann das doch den/die eine(n) oder andere(n) beim nächsten Mal dazu bringen, eher noch mal zu fragen, bevor man urteilt und wenn man denn urteilen muss, sich etwas in der Aussage zurück zügeln.
Hallo Carlo,

schade, dass es keine direkte bzw. zitierte Antwort ist. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du mich meinst und deshalb schreibe ich noch mal etwas dazu.
Ich habe in keinster weise geschrieben, dass Du die ganze Situation allein heraufbeschworen hast, denn zu solchen Situationen gehören meistens zwei und das hast Du ja auch beschrieben. Ich habe lediglich meine Vermutung zu Deinem Anteil ( bzw. zu Deinen Zeilen ) dazu geäußert. Ob diese Vermutung stimmt, habe ich jedoch Dir überlassen. Des Weiteren schrieb ich, es erweckte für MICH den Eindruck einer unsicheren Frau. Ich habe so geschrieben, wie es bei mir ankommt, nicht wie es ist bzw. sein könnte. Wie es letztendlich ist, weiß ich nicht und möchte ich auch gar nicht beurteilen. Andere Foristen haben Dir ja etwas anderes dazu geschrieben. Was Du davon annimmst, weiß ich ja nicht. Ich habe sogar dazu geschrieben, dass ich es nicht abwertend ( hier wäre evtl. urteilend besser gewesen) meine. Außerdem antwortete ich Dir Situationsbezogen und in diesem Moment/Situation erschien es mir halt so. Ich sage damit nicht aus, dass Du immer unsicher bist. Jetzt im Nachhinein hätte ich es wohl auch anders geschrieben, evtl. eine Frau in einer momentanen unsicheren Situation? Ich weiß es nicht.
Es stimmt mich jedoch nachdenklich und ein wenig traurig, wieso Du gleich von Zuweisungen schreibst, ohne selbst nachzufragen, wie es denn von mir gemeint sein könnte. Zumal ich ja auch keine unbekannte Foristin ( oder doch für Dich?) bin. Vielleicht hab ich das dann anders eingeschätzt und vielleicht liegt es daran.
Wenn ich z.B. durch den Wind bin, nehme oder lese ich auch manchmal nur das, wie ich es gern lesen würde, jedoch nicht, was wirklich da steht. Dann kann es mir passieren, dass ich mich nicht verstanden fühle. Jedoch muss ich dieses, wenn ich es denn möchte, dann mitteilen. Und zwar direkt. Und schade, dass Du es schon vorweg nimmst, dass wir die Missverständnisse nicht aufdröseln können und sogar von Rechtfertigungsarie schreibst, obwohl noch keine Antwort von mir darauf vorliegt. Ich wollte über Dich in keinster weise urteilen und habe das auch nicht getan. Für mich bedeutet diese Antwort hier keine Rechtfertigung sondern ist eher ein Versuch, etwas zu verdeutlichen. Ob mir das gelingt, weiß ich auch nicht. Ich habe Dir gestern und jetzt geantwortet, weil ich Dich hier im Forum schätze. Ich kann mich vielleicht schriftlich nicht immer so gewandt ausdrücken, doch das habe ich ja hier auch schon ein paar Mal erwähnt.
 
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