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  • #136
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von t.b.d.:
Da ist was dran. Wenn ich mit ihr summa summarum unglücklicher bin als ohne sie, dann ist der Fall eigentlich klar... und sie hätte ich ja auch die Chance eine Frau kennenzulernen, mit der ich glücklicher werde als allein.
Die große Frage dabei ist, wie man das "bilanziert". Was wird wie gewichtet. Wo sind die persönlichen Grenzen, wann ist Alarm und wann ist endgültig Schluss mit lustig.

Gerade darüber versuche ich mir immer noch klar zu werden.

Ihr kennt ja sicher Fipsi Röslers Frosch-Gleichnis....

Aller Anfang ist schwer und eine tragfähige Beziehung baut sich nicht einfach von ganz allein. Es müssen aber beide erkennbar mitbauen bzw. mitbauen wollen. Außerdem sollte Konsens darüber bestehen, was das Ziel ist. So wie ich Carlo verstehe sind beide noch nicht an dem Punkt, an dem sie gemeinsam entschieden haben, dass sie zusammen sind. Sie sind ja noch dabei, einander zu zeigen und zu beschnuppern.
Lieber t.b.d.,

jetzt habe ich dein Post hier doch noch gefunden...

Das sind ja genau die Fragen, die sich aus meiner Sicht stellen. Was nehme ich auf mich, um die Beziehung mit einem bestimmten Menschen zu „leben“. Wo stelle ich meine persönlichen Erwartungen und Wünsche auch mal zurück. (Darin steckt ja auch eine Menge persönliches Wachstum.) Wo sind die Grenzen, die ich nicht verändern kann?

Für mich geht im „normalen Leben“ alles mit dem Ziel los. Wenn ich das klar habe, ist es in der Regel „einfach“. Schwierigkeit bei unserem Thema hier ist für mich, dass sich die Zielsetzung bei Projektbeginn noch nicht so klar besprechen lässt. Auch hierzu gibt es ja mehrere Diskussionen. Und es scheint gerade in Liebesdingen so zu sein, dass wir eben sehr klare Erwartungshaltungen haben, die uns aber nicht so bewusst sind. (gilt jedenfalls für mich, daher der Thread.)

Dazu kommt, dass mindestens für mich in einer Beziehung etwas Neues entstehen sollte, das ich vorher noch nicht kennen kann. Ich weiß also eigentlich gar nicht, „wofür“ ich etwas auf mich nehme.

Und nicht zuletzt ist das ganze mit diesen teils wunderbaren großen Emotionen verbunden, die einem die klare Sicht auf die Dinge ganz schön vernebeln können.

Für mich ist das Ganze daher nicht rational lösbar. Und soll es auch nicht sein. Sicher ist es gut, sich in einer ruhigen Minute ein paar Gedanken dazu zu machen. Aber im „richtigen Leben“ muss ich mich verlieben und alles Rationale ein Stück zur Seite schieben, sonst geht´s wohl nicht.

LG
Carlo
 
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  • #137
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Liebe Carlo,
nun ist wieder fast eine Woche vergangen, seit dem vermasselten Sonntagstreffen.
Was ist denn zwischenzeitlich von seiner Seite aus gekommen? Oder auch von deiner Seite?
Wie ist der aktuelle Stand? Hab öfter mal an dich gedacht und mich gefragt, wie es denn wohl weiterging in dieser Woche......
 
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  • #138
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Hallo winzling,

danke für deine Mühe und Anregung. Darum schreibe ich ja hier, weil ich für mich auch Antworten suche.

Es ist übrigens nicht so, dass das nur Kindern im Teanageralter passiert. Es scheint da noch andere Zusammenhänge zu geben.


Zitat von winzling:
Und genau so schreibst du es nicht. Wir hatten diese Diskussion schon an anderer Stelle und es scheint ja nicht nur bei mir so anzukommen. Mal eine Anregung von mir an dich.

LG
Carlo
 
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  • #139
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Liebe Dreamerin,

vielen Dank für deine Nachfrage. Es geht mir gut, abgesehen von meiner dicken Schnupfennase. Die Woche war sehr voll mit Arbeit und Reisen - von daher "einfach".

"Wir" haben auch wieder zaghaften Kontakt miteinander aufgenommen. Mal sehen was wird. Ich bin immer noch unsicher, ob es ein Kommunikationsproblem ist, oder ob wir zu unterschiedliche Vorstellungen von Verbindlichkeit in einer "ernsthaften" Beziehung haben.

Dir ein schönes Wochenende.

Carlo
 
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  • #140
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von carlo:
D. Es schiene mir daher ratsam nochmal nachzufragen, bevor man sich so sicher ist, wie jemand tickt, über den man jemand Drittes in emotionaler Aufruhr hat schreiben lesen.

Stellt sich die Frage, warum ansonsten reflektierte Leute immer wieder in diese Falle tappen.
Eine Antwort darauf KÖNNTE sein, weil diese ansonsten so reflektierten Leute, nur auf Deine emotionale Aufruhr/Schreiben antworten können. Andere Informationen liegen uns sonst nicht vor. Wenn sich Deine emotionale Aufruhr gelegt hat, liegt es wohl am Threadersteller/in diese Emotionalität klarer darzustellen und mitzuteilen. Oder in der Emotionalität zu antworten, was der/die Reflektierte wohl für Dich "falsch" heraus gelesen hat. Dann können die reflektierten Leute nochmals darauf eingehen. Jedoch sollte dann die/der Threadsteller/in auch zitieren oder die Personen klar benennen. Dann können diese gezielt antworten, wie es gemeint sein könnte.Ggf. sich entschuldigen. Und ich glaube auch nicht, dass sich hier alle bei ihren Antworten sicher sind. Man antwortet hier auf das, was geschrieben wird. Sicher ist da nichts. Die Entscheidung, was Du annimmst und interpretierst liegt bei Dir, genauso was Du für Info´s freigibst. Letztendlich möchtest Du doch eine Lösung/Tipp und nicht die reflektierten Leute. Von daher fände ich das schön, wenn Du das auch berücksichtigen könntest. Auch die ansonsten reflektierten Leute sind nicht perfekt und können schonmal etwas übersehen. Und vielleicht spielt es ja auch manchmal noch eine Rolle, wer wem antwortet.Das ist doch auch ein Stück weit normal. Es gibt also immer viel zu berücksichtigen, für beide Seiten.

Ein schönes Wochenende Euch allen.
 
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  • #141
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Liebe Carlo,

gehe bewußt diesen Weg des wieder zart vorhandenen Kontaktes. ich glaube, du kannst es grad eh nicht anders. Dein Wunsch ist/ war zu groß, das wieder anzugehen.
Aber: im realen Leben seinen Weg mit Ziel zu beginnen, wie du es beschrieben hast, ist nicht richtig. Es wird dir nie gelingen, für zwei menschen ein gemeinsames Ziel festzulegen, dass deinen Erwartungen entspricht. Damit übergehst du nciht nur ihn, sondern auch dich selbst. Du solltest schon entwicklungsbezogen beobachten, schritt für Schritt langsam sich nähern. Ohne Erwartungen geht das für keinen von uns mehr. das ist mir klar. Aber halte dich zurück, ihm etwas zu überschreiben.
Das einizige Ziel, dass du dir stecken kannst, bleib dir selbst immer treu. und das scheint mir deine große Schwäche. Eine von meiner Seite verzeihbare Schwäche. Aber eine Kennenlernphase nimmt darauf keine Rücksicht, weil der andere einfach selbst schaut, was ihm am nächsten liegt, was er will. und wenn du nicht bei dir selbst bleibst, wird dich der andere übergehen oder sich wundern, wer du bist oder was du willst, wenn deine Grenzen, wünsche etc. nicht offen sichtbar sind. Dann kann er nicht anders als zu gehen, den Abstand zu vergrößern, sich nach etwas anderem (parallel) umzuschauen.
Ein ziel kann und sollte sein, Wünsche und gedanken anzusprechen, was man sich vom kennenlernen wünscht. Aber selbst der zeitpunkt ist schon wieder ein ganz eigener Schritt, kann sich bei jedem anders anfühlen. Vor allem möchte der eine darüber reden, der andere nicht - weil das Zusammensein oft viele Fragen obsolet macht.
Sei heiter, locker, freu dich auf ihn, aber fixier dich nciht auf ihn. Dein Leben hat mehr zu bieten.
Wie alt ist er eientlich? Darf ich das fragen? und du sprachst manchmal vom "Musiker"?
 
W

winzling_geloescht

  • #142
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Carlo, ich verwende beim Darlegen meiner Gedanken nicht explizit den Konjunktiv, und wenn ich als Gedankenexperiment in eine Situation reingeh, dann bin ich da drin und ein Konjunktiv störte mich nur. Das darf dann also gern alles in Frage gestellt, widerlegt, verworfen werden. Allein deswegen schreib ich's hier ja hin. Ich lese deinen Wunsch nach dem Konjunktiv heraus, für mich bei Gesagtem/Geschriebenen eher äußere Form und oft hinderlich beim Denken, für dich inhaltlich von Belang, wie's scheint.
 
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  • #143
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von carlo:
"Wir" haben auch wieder zaghaften Kontakt miteinander aufgenommen. Mal sehen was wird. Ich bin immer noch unsicher, ob es ein Kommunikationsproblem ist, oder ob wir zu unterschiedliche Vorstellungen von Verbindlichkeit in einer "ernsthaften" Beziehung haben.
Das finde ich erstmal schön und der Rest wird sich dann entwickeln. Auch das ist etwas "ernsthaftes".
 
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  • #144
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von winzling:
(...) Für mich erstaunlich übrigens, auch weil ich mich an seiner Stelle darauf gar nicht eingelassen hätte, dieses Wegbringen vor dem Morgengrauen.
Hmmm, die geschilderte Situation hat auf mich ganz anders gewirkt. Ich fand das wohl mehr so aus der Notwendigkeit heraus improvisiert. Und zum Schmunzeln. - Wenn zwei nur wenig Zeit haben, muss doch auch so was mal möglich sein.

Wo ist das Problem ... ?
 
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  • #145
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Jou, Howlith,

die Formulierung sollte an der Stelle die hohe Verbindlichkeit von beiden Seiten unterstreichen.

Er hat es auf sich genommen, mich zu besuchen, obwohl das wieder eine kurze Nacht bedeutete. Ich habe damit auch ganz klar seine Stelle an meiner Seite den "anderen" gegenüber gezeigt, dass ich eben den Abend früher mit ihm verlassen habe und nicht mit ihnen später geflogen bin.

Der Dialog hier zeigt mir ein weiteres Mal, wie schwer Kommunikation sein kann, wenn man ganz unterschiedliche Muster im Kopf hat. Und wie leicht, wenn´s passt. ... Bloß weiß man es halt nie vorher...

Dir ein schönes Wochenende!

Carlo
 
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  • #146
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von winzling:
Carlo, ich verwende beim Darlegen meiner Gedanken nicht explizit den Konjunktiv, und wenn ich als Gedankenexperiment in eine Situation reingeh, dann bin ich da drin und ein Konjunktiv störte mich nur. Das darf dann also gern alles in Frage gestellt, widerlegt, verworfen werden. Allein deswegen schreib ich's hier ja hin. Ich lese deinen Wunsch nach dem Konjunktiv heraus, für mich bei Gesagtem/Geschriebenen eher äußere Form und oft hinderlich beim Denken, für dich inhaltlich von Belang, wie's scheint.

Ich hab noch einen ganz anderen Gedanken, allerdings gibt's hier leider keine Möglichkeit der Privatnachrichten. Ich frage mich, ob der frühe Verlust deiner Mutter etwas mit dem zu tun hast, was du aus meiner Sicht hier unverhältnismäßig oft durchlebst. Ich halte dich für klug genug, um dem zumindest einmal selbst nachzuspüren. Sobald du mir Kenntnisnahme signalisiert hast, lösch ich das wieder.
Hallo winzling,

das kann hier alles so stehen bleiben. Ich habe ja dieses lebensgeschichtliche Detail mit Absicht hier geschrieben und auch geschrieben, dass ich dem schon nachgegangen bin (was eine Verklausulierung von "professioneller Unterstützung" ist), und dass ich mich gerade wieder nach Zusammenhängen frage. Insoweit ist das alles schon da und gut.

Mir fällt halt bei deinen Posts immer wieder auf, dass du sehr bei dir bist. Das macht für mich das Dialogische schwer. Bei mir kommt dein Duktus so an dass, du die Regeln setzt und vorgibst, wie etwas zu sehen ist und wo jemand steht. Deine Sprache ist für mich oft wertend. Ich weiß, du wirst das jetzt ebenso wenig sehen (wollen), wie ich meine blinden Flecken.

Dann würde ich es gerne einfach stehen lassen. Ich glaube nicht an den Wert dieser Endlosschleifen hier, bei denen am Ende eigentlich keiner mehr zu wissen scheint, worum es geht.

Just my two cents
Carlo
 
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  • #148
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von FrauMeier:
... Aber: im realen Leben seinen Weg mit Ziel zu beginnen, wie du es beschrieben hast, ist nicht richtig. Es wird dir nie gelingen, für zwei menschen ein gemeinsames Ziel festzulegen, ...
Jetzt doch noch mal: genau das habe ich ja geschrieben. ;-)

Carlo
 
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  • #149
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Liebe Carlo,

erstmal, ich kann deine Situation irgendwie nachfühlen, mag es anmassend sein, aber meine Gefühle sind halt so.

Erstmal gute Besserung für dich. Tja, Ganz ehrlich, ich sehe bei euch beiden eine heiß beginnende Bekanntschaft, aber ich nachdem ich all deine Beiträge gelesen habe, sehe ich nichts von einer Beziehung oder einer Partnerschaft.

Und ich bleibe weiterhin dabei, da ist mir zuviel Ambivalenz, zu viel Respektlosigkeit, Unverbindlichkeit, da liest sich bei mir zuviel, ja ein bissel rumspielen, warmhalten, sich von einer Frau das Ego streicheln lassen, ja eine Beziehung mit einer Frau haben wollen, aber nein, es dann doch nicht wollen/können, es könnte ja zu eng werden, was? die Frau will Verbindlichkeit?, nee, warum?, ich will ja doch nichts ernstes, obwohl, es war ja so nett mit ihr, ach ich schreibe ihr doch mal wieder, mal schauen, was sich noch so machen lässt....

Ein Mann, der wirklich für eine Frau brennt, so hatte er sich dir ja zum Anfang gegenüber geäußert, der verhält sich anders. Der ist klar, denn er will ja die Frau für sich gewinnen und nicht sie durch vielleicht unachtsames Verhalten verlieren.

Als ich im Internet den Beitrag über "Der infantile Mann" las, wurde mir schlagartig klar, auf welchen Typ von Mann ich bei meiner Bekanntschaft gestossen bin.
 
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  • #150
AW: Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen

Zitat von carlo:
Dann würde ich es gerne einfach stehen lassen. Ich glaube nicht an den Wert dieser Endlosschleifen hier, bei denen am Ende eigentlich keiner mehr zu wissen scheint, worum es geht.

Just my two cents
Carlo
Wow, ich bin beeindruckt von diesem souveränen Beitrag. Respekt, Carlo!