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  • #1

Umgang mit Tabuthema

Mich bewegt zur Zeit das Thema, ob ich mich in einer Singlebörse (und wenn ja, in welcher) anmelden möchte..

Über die Vor- und Nachteile brauche ich ja nichts zu schreiben, da hat sich ja bestimmt jede/r sein eigenes Bild gemacht. Über die „allgemeinen“ Regeln zum Umgang miteinander auch. Dass Tabuthemen zunächst mal ausgespart bleiben, klar, mann/frau will ja ein unterhaltsames date haben und kein „Problemgespräch“ ;)

Nur - wie geht man – also in dem Fall ich – damit um, wenn ein Tabuthema ein Teil der Lebensrealität ist?

Ich versuche das jetzt mal sachlich zu schreiben.
Ich bin Single, seit meine letzte Beziehung vor fast zwei Jahren kurz nach dem Unfalltod meines Sohnes zu Ende ging. Wie man sich vorstellen kann, war das nicht die leichteste Zeit in meinem Leben, und Partnersuche war wirklich das letzte, was in der akuten Trauerphase angesagt war. Zum Glück habe ich einen sehr unterstützenden Freundeskreis und konnte auch verschiedene professionelle Angebote nutzen. Für mich ist es zwischenzeitlich „Normalität“ geworden – das hört sich jetzt etwas eigenartig an – es ist, wie es ist, und ich kann es nicht ändern. Ich möchte ihn auch nicht „verleugnen“, also am angenehmsten ist es mit Menschen, die Bescheid wissen, und ich ganz normal aus meinem Leben erzählen kann (schließlich war er 20 Jahre Teil davon).

Im Gespräch mit Menschen, die davon nichts wissen, ist das allerdings schon ein „Killerthema“. Wenn ich z.B. (oberflächliche) Bekannte treffe, die ich länger nicht gesehen habe, die fragen „Na wie geht’s?“, sage ich mittlerweile gar nichts mehr. In einem speziellen eher freizeitorientierten Kontext weiß es auch keiner, was ich einerseits angenehm finde (der „Mitleidfaktor“ entfällt), aber andererseits merke ich schon, dass ich mehr darauf achte, was ich sage und mich irgendwie nicht so ganz als authentisch empfinde.

Bezogen auf eine Singlebörse fängt es ja schon mit Informationen zu Kindern im Profil an. Ich weiß jetzt nicht genau, wie diese Rubrik bei Parship ausgestaltet ist; aber ich würde mir vorstellen, dass das zumindest Thema in einer Konversation wäre (wie alt usw).

Natürlich hat es auch mein Leben verändert. Z.B. kann ich jetzt etwas mit Meditation anfangen, habe mich naturgemäß auch mit spirituellen Themen auseinandergesetzt, ohne der „Eso-Fraktion“ anzugehören. Auf gewisse Weise bin ich nachsichtiger geworden, ich trenne anders in Wichtig und Unwichtig, ich kann über mehr Dinge hinwegsehen. Andererseits bin ich auch allergischer gegen „Jammern auf hohem Niveau“. Ich lebe „intensiver“, kann das Leben und viele kleine Dinge viel bewusster genießen – ja ich freue mich, wenn die Sonne scheint (scheint ja hier irgendwie verpönt zu sein ;)). Ich lebe mehr im Moment. Und ich kann die Worte „Resilienz“ und „Introspektion“ nicht mehr hören ;)

(und manchmal haut’s mich immer nochmal weg…)

Es ist kein Problem für mich, mit einem fremden Menschen Smalltalk zu machen – Kommunikation gehört an sich zu meinen Stärken und ist auch Teil meines beruflichen Umfelds.

Nur ist die Situation bei einem Date etwas anders gelagert – man will sich ja gegenseitig kennenlernen (klarerweise keine „Therapiestunde“, aber auch nicht nur „Fassade“)

Und damit zu meinen Fragen – vorwiegend an die Männerwelt:

- Würdet ihr ein Profil kontakten (das ansonsten in die Auswahlkriterien fallen würde), wenn darin vom Tod eines Kindes die Rede wäre ? (der einzige Mann in meinem Bekanntenkreis, den ich dazu befragen konnte, da ich weiß, dass er im Onlinedating unterwegs ist, sagte nein [wenn er mich nicht kennen würde], den Stress würde er sich nicht antun - das kann ich gut nachvollziehen. Andererseits wäre es für mich die ehrlichste Variante

- Würdet ihr es gerne vor einem ersten realen Treffen wissen wollen?

- Wie würdet ihr reagieren, wenn es erst nach einigen Treffen zur Sprache käme – würdet ihr Euch getäuscht fühlen?

Also: eure Meinung würde mich interessieren – selbstverständlich auch die von Frauen, sofern sie hier einen Tipp beisteuern können… auch gerne Hinweise auf bereits existierende Themen (über die Suchfunktion habe ich nichts gefunden).

Hört sich grad ein wenig absurd an, wenn ich das so lese… naja ich lass das mal so stehen.

Danke fürs Lesen - und vielleicht ein paar (ehrliche) Antworten…
 
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  • #2
AW: Umgang mit Tabuthema

Tabuthema Tod...
Es gibt schon einige, die mit dem Tod in Berührung gekommen sind. Ich bin kein Mann, also kann ich dir nicht sagen, wie es auf mich bei der Partnersuche wirken würde.

Mir ist mein wichtiger, lieber Mensch gestorben und ja, es hat mich umgehauen.

Ich habe den Umstand nicht geleugnet, weder im realen Leben, noch bei der Internetsuche. Auch nicht, was es mit mir gemacht hat, wie es mich verändert hat. Und ja, ich empfinde es auch so: ich lebe seitdem intensiver.

Ein alter Schulfreund, mit dem ich neulich unvermittelt reden konnte - von ich ich irgendwie erfahren hatte, dass er ein Kind verloren hat - den konnte ich nach seinen Kindern fragen, auch nach dem, das gestorben ist. Und ich merkte auf der anderen Seite Ruhe, Erzählen, was passiert war. Ich war froh, dass wir beide so damit umgehen, nicht gekünstelt oder vermeidend.

Meine Empfehlung: nicht ins Profil offensiv schreiben, wohl aber, wenn du dich austauscht, das ins Gespräch / in die Briefe einbringen. Bei den Angaben Kinder würde ich an deiner Stelle die Anzahl schreiben, die du empfindest, du hast die Erfahrung als Mutter, bist Mutter, auch wenn dein Kind gestorben ist.


HTH - auch wenn keine männliche Position. Ich wünsche dir Kraft und Geduld und Ausdauer, bis du im Leben (wieder) einen Partner findest, der dich ganz annehmen kann, auch mit den Narben auf der Seele, die zu dir gehören.
 
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  • #3
AW: Umgang mit Tabuthema

liebe tina,

dein thema ist sehr bewegend und du hast meine hochachtung für dein vertrauen und deinen mut es hier im forum einzustellen, genauso wie für deinen umgang und deine verarbeitung des ganzen. aus deinen zeilen spricht viel kraft und eine positive lebenseinstellung. das finde ich bewundernswert.

zu deinen fragen: du schwankst, wie ich dich verstanden habe, zwischen einer offenen angabe im profil und der option, es erst nach einem persönlichen kennenlernen zu erzählen. rein bezogen auf das dating würde ich zu zweiterem tendieren und diesen teil deines lebens erst persönlich und nach intuitiver einschätzung des mannes, der dann vor dir sitzt (ob er dich überhaupt in real anspricht und du ihm zutraust das thema zu "stehen"), beim ersten oder zweiten date erzählen. ehrlichkeit bedeutet für mich nicht alle meine lebensrealitäten und -intimitäten von vornherein preiszugeben.

darüber hinaus steht dein profil in konkurrenz zu einer menge anderer: und so wie dein freund meinte, wenn ich eine person noch gar nicht kenne, gar nicht weiß, wie toll oder sympathisch sie ist, kann dies den ausschlag geben, sie im vergleich zu "einfacher klingenden" profilen wegzuklicken. was nicht heissen muss, dass dieser mann damit in real nicht mit dir und deiner situation umgehen könnte. außerdem hätte ich bedenken eventuell männer mit "helfersyndrom" anzuziehen..

ein anderer punkt, den du erwähnst, ist dein bekenntnis zu deinem sohn und ob es quasi richtung "verleugnung" geht, über ihn nicht zu schreiben. nein, sehe ich nicht so: du weisst für dich, dass dies garantiert nicht so ist und er immer einen platz in deinen gedanken und deinem herzen haben wird. und dem mann, der dich interessieren wird, würdest du dies ja erzählen. und jeden beliebigen xy am "ps-wühltisch" ginge das nichts an. (bei ps ist es so, dass du angibst, ob du kinder hast und wenn ja, ob sie im gemeinsamen haushalt leben.)

so wie du schreibst und klarerweise hat dich dieser schicksalsschlag geprägt und deine sichtweisen und lebenshaltungen verändert. insofern ist vielleicht eine weitere überlegung, ob und wie du dies überhaupt in einer selbstdarstellung von dir trennen kannst bzw. überhaupt willst? ich würde dazu tendieren, den ist-zustand zu beschreiben ohne auf die gründe einzugehen.

liebe grüße
 
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  • #4
AW: Umgang mit Tabuthema

Zitat von No_Kitty:
Mir ist mein wichtiger, lieber Mensch gestorben und ja, es hat mich umgehauen.
dito

Für mich hat die Frage zwei Seiten: meine eigene und die eines möglichen zukünftigen Partners.

Von mir aus gesehen ist es klar, dass ich es schon im Profil nenne. Es ist so prägend für mein Leben, dass es dazugehört.
Und es bringt m.E. auch nichts, es zu verschweigen. Weil die Frage nach frühreren Beziehungen, deren Dauer und deren Ende oft auftaucht. Spätestens bei einem Treffen in echt.
Und wenn dann schon die Fakten klar sind, ist es einfacher für mich. Ich kann dann sagen "lass uns nicht drüber reden, ist immer noch schwierig für mich" (das geht im Trockenen). Aber wenn mich eine Frage kalt erwischt, und ich breche in Tränen aus ... ich denke viele Herrren würden nach so einem Date überfordert die Beine in die Hand nehmen ... ;-).

Von der Seite des zukünftigen Partners aus gesehen:
es gab hier im Forum schon mal eine Diskussion: "datet ihr verwitwete?" und der Tenor war: ja, wenn es lange genug her ist (= verarbeitet). Also so nach 10 Jahren ;-).
Weil die Herren haben ja die Auswahl ... warum also jemand anschreiben, dessen Profil schon "schwierig!" oder "kompliziert!" schreit ...

Egal, welche Handikaps hier jemand mitbringt ... eine Partnerschaft klappt nur mit jemand, der damit umgehen kann.
Also kann der Filter auch ganz am Anfang gesetzt werden.

Ich habs im Profil genannt, aber auch viel von meinem sonstigen Leben dazugestellt. Damit es nicht zu abschreckend wirkt. Und klar wird, was mich sonst noch ausmacht.
 
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  • #5
AW: Umgang mit Tabuthema

- Würdet ihr ein Profil kontakten (das ansonsten in die Auswahlkriterien fallen würde), wenn darin vom Tod eines Kindes die Rede wäre ? (der einzige Mann in meinem Bekanntenkreis, den ich dazu befragen konnte, da ich weiß, dass er im Onlinedating unterwegs ist, sagte nein [wenn er mich nicht kennen würde], den Stress würde er sich nicht antun - das kann ich gut nachvollziehen. Andererseits wäre es für mich die ehrlichste Variante.


Wenn ich die uneindeutigen Avatare hier richtig deute Tina, bin ich der erste antwortende Mann auf deine Frage und die Antwort lautet eindeutig "Ja".

Wobei natürlich das sonstige Gefallen zwingend gegeben sein muss.
Ob ich jetzt, mit einem ähnlichen Schicksal verhaftet (meine Tochter starb 1996 mit knapp 2 Jahren), anders reagiere, als der Rest der Männerwelt, mag ich nicht beurteilen.

Es liegt aber auf der Hand, dass potentielle Partner >40 die Narben der Zeit tragen, die einen tiefere, die anderen mehr oberflächliche. Insofern ist es ein offensives Vorgehen mit dem Dich am meisten bewegenden Schicksalsschlag deines Lebens.
Interessieren würde mich dabei die Intention deines offensiven Vorgehens.
Was möchtest Du dadurch bewirken? Dir die Zeit ersparen Dich mit Männern zu beschäftigen, die damit nicht umgehen können?
Das werden die meisten selbst nicht beurteilen können, maximal werden sie verschreckt.
Du wirst in deinem Profil nicht ausführlich beschreiben können, wie Du damit umgehst und welche Auswirkungen das Erlebte auf Dich hat, ohne absonderlich zu wirken.

Meine Erfahrung lehrt mich, das es gut ist damit offen und frühzeitig umzugehen, das dies aber kein Thema für den allerersten Kontakt ist.

Tina, ich wünsche Dir alles Gute, Kraft, Gesundheit, Liebe, Glück, Zufriedenheit und alles was Du Dir so wünscht.

LG

Ingo
 
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  • #6
AW: Umgang mit Tabuthema

Zitat von tina*:
- Würdet ihr ein Profil kontakten (das ansonsten in die Auswahlkriterien fallen würde), wenn darin vom Tod eines Kindes die Rede wäre ?
Das käme sicher sehr auf die Art und Weise an in der das thematisiert wird.
Sofern ein konstruktiver Umgang mit einem solchen Schicksalsschlag und ein gewisser Grad an Verarbeitung erkennbar wird wirkt das auf mich nicht nur nicht abschreckend, sondern weckt ggf. sogar Interesse an der Person und der Persönlichkeit hinter dem Profil. So merkwürdig das vielleicht klingt und so gerne man auf solche Erfahrungen verzichten würde, aber man kann daraus auch viel Positives für das eigene Leben mitnehmen. Wem das so halbwegs gelingt, die oder der ist sicher schon mal kein „08/15—Mensch“ mit „Standardpersönlichkeit“ mehr, sondern hat oft mehr und farbigere Facetten zu bieten als viele Menschen die derart extreme Erfahrungen nicht machen mussten.

Ich würde allerdings an der einen oder anderen Stelle sehr genau "hinschauen", welche Spuren das hinterlassen hat. Gibt es da ggf. überzogene Verlustängste, "Ich habe schon ein Kind verloren, ich will nicht auch noch meinen neuen Partner verlieren"? Schuldgefühle,"Hätte ich dieses oder jenes gemacht oder nicht gemacht wäre das nicht passiert?" Oder hat da jemand, bei aller Traurigkeit die da sicher immer mal wieder durchbrechen wird, für sich einen halbwegs konstruktiven Umgang damit gefunden? Gibt es in Bezug auf dieses Thema nur offene Wunden oder auch das eine oder Pflaster in Form der Erkenntnis, dass man einen geliebten Menschen immerhin bis zu seinem Tod zur Seite hatte?

Zitat von tina*:
- Würdet ihr es gerne vor einem ersten realen Treffen wissen wollen?
Hmm, schwierige Frage. Das ist sicher kein Thema, mit dem man unbedingt haussieren geht, sondern im Zweifel eher etwas sehr privates. Andererseits fände ich es durchaus angemessen das Thema anzuschneiden, wenn sich das im Rahmen von eMails oder Telefonaten anbietet. Die Offenheit mit der man damit umgeht wäre für mich auch ein Indikator für den Grad der Verarbeitung. Wer an der Stelle eine dicke hohe Mauer aufgebaut hat hat vermutlich noch mehr Verarbeitungsbedarf als jemand, der darüber in angemessener Art reden kann.

Zitat von tina*:
- Wie würdet ihr reagieren, wenn es erst nach einigen Treffen zur Sprache käme – würdet ihr Euch getäuscht fühlen?
S.o., wenn sich vorher keine passende Gelegenheit ergeben hat das Thema anzusprechen gäbe es sicher keinen Grund sich getäuscht zu fühlen. Wenn es vorher ein halbes Dutzend Gelegenheiten gegeben hätte an denen es gut in den Gesprächsverlauf gepasst hätte würde es mich ggf. eher abschrecken --- weniger, weil ich mich „getäuscht“ fühlen würde, sondern eher, weil das eben auf die oben erwähnte innere Mauer und noch viel Verarbeitungsbedarf schließen lässt.
 
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  • #7
AW: Umgang mit Tabuthema

Zitat von SineNomine:
Sofern ein konstruktiver Umgang mit einem solchen Schicksalsschlag und ein gewisser Grad an Verarbeitung erkennbar wird
wie geht man denn deiner vorstellung nach konstruktiv mit sowas um??
so nach dem motto, klasse, nun muss ich dem kind kein studium mehr finanzieren oder wie?
(ironie)

manchmal denk ich echt manche hier schweben in einer kompletten phantasiewelt.

Zitat von SineNomine:
Andererseits fände ich es durchaus angemessen das Thema anzuschneiden, wenn sich das im Rahmen von eMails oder Telefonaten anbietet. Die Offenheit mit der man damit umgeht wäre für mich auch ein Indikator für den Grad der Verarbeitung.
du findest es also ok im rahmen der kennenlernphase , wenn man noch gar nicht weiss ob man zueinander findet, solche dinge mit einem fremden zu erörtern und wenn man das nicht tut ist das ein zeichen mangelnder verarbeitung? ne, oder? :)
 
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  • #8
AW: Umgang mit Tabuthema

Zitat von Freitag:
wie geht man denn deiner vorstellung nach konstruktiv mit sowas um??
Hmm, schwierig, das kurz und knapp zu formulieren. Ich versuche es trotzdem mal:
Indem man für sich einen Weg findet den Verlust anzuerkennen ohne sich und das eigene Leben von ihm beherrschen zu lassen. Indem man sich erinnern, die Vergangenheit in sein Leben einbeziehen kann und dabei trotzdem in und für die Gegenwart und Zukunft lebt.

Ich habe selbst keine Kinder, aber ich denke, ein Kind zu verlieren ist so mit der schlimmste Schicksalsschlag den es für einen Menschen geben kann. Aus einem solchen Ereignis selbst kann man sicher nichts positives ziehen, duchaus aber aus dem eigenen Umgang damit. Man kann sich auf Dauer der Trauer und dem Schmerz ergeben oder aber, und das wäre eben ein konstruktiver Umgang damit, nach einer Weile in ein eigenes, nach vorne gerichtetes Leben zurückfinden.


Zitat von Freitag:
du findest es also ok im rahmen der kennenlernphase , wenn man noch gar nicht weiss ob man zueinander findet, solche dinge mit einem fremden zu erörtern und wenn man das nicht tut ist das ein zeichen mangelnder verarbeitung?
Wenn etliche Gelegenheiten auch diesen Aspekt der eigenen Persönlichkeit zum Thema zu machen verstreichen, dann kann das durchaus ein Indiz für mangelnde Verarbeitung sein, ja.
Je selbstverständlicher dieser Teil der Vergangenheit Teil der Gegenwart ist ohne sie zu dominieren, desto besser dürfte er verarbeitet und angenommen sein.
 
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  • #9
AW: Umgang mit Tabuthema

och freitag ...

bitte nicht so draufhauen auf die Beiträge anderer ...

Wäre interessant gewesen, was Deine eigene Meinung dazu ist ... würdest Du? oder lieber nicht?

Und SineNomine hat - als Nichtbetroffener - einen ganz normalen Beitrag geschrieben. Wie er das sieht. Genau danach war gefragt!

Ich denke, es fällt Betroffenen leichter, mit dem Thema und den damit verbundenen Gefühlen umzugehen. Auch falls ein geliebtes Elternteil schon verstorben wäre, "weiß man, wie es ist". Und kann beim Gegenüber dessen Schmerz usw. aushalten.
Und es gibt auch einige Nicht-betroffene Männer, die damit umgehen können. Weil sie empathiefähig sind, gefühlvoll, oder ...
@tina*: wahrscheinlich hast Du von Barbara Pachl-Eberhardt gehört ("Vier minus drei"). Sie hat ihren neuen Partner nur wenige Monate "danach" kennengelernt. Und er hat das mit ihr ausgehalten und die Liebe ist zwischen ihnen gewachsen. Ein Beispiel das Mut macht.
Liebe Grüße
 
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  • #10
AW: Umgang mit Tabuthema

Zitat von luisa:
Wäre interessant gewesen, was Deine eigene Meinung dazu ist ... würdest Du? oder lieber nicht?
ich werde mich hüten zu so einem sensiblen thema pseudokluge pauschale ratschläge zu erteilen, wie und wann und wie ausfürhlich sie es thematisieren soll.
 
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  • #11
AW: Umgang mit Tabuthema

ja, das ist doch fein - keine pseudoklugen pauschalen Ratschläge von Freitag ;-).

Aber vielleicht ein paar Antworten - um eine Rückmeldung als Mann zu geben?
Weil Tina hat drei konkrete Fragen gestellt, an die Männer als Adressaten einer Kontaktanzeige.

Und wenn noch weitere Männer antworten, kann sie einschätzen, wie es ankommt.
 
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  • #12
AW: Umgang mit Tabuthema

Zitat von tina*:
- Würdet ihr ein Profil kontakten (das ansonsten in die Auswahlkriterien fallen würde), wenn darin vom Tod eines Kindes die Rede wäre ?

- Würdet ihr es gerne vor einem ersten realen Treffen wissen wollen?

- Wie würdet ihr reagieren, wenn es erst nach einigen Treffen zur Sprache käme – würdet ihr Euch getäuscht fühlen?
1. kann ich so pauschal nicht sagen. der rest des profils spielt ja auch eine rolle, ob es mich anspricht oder nicht.

2. nein, warum auch?

3. theoretisch schwer zu beantworten, wenn man nicht weiss, welche themen vorher auf den tisch kamen und das auch sicher auf den einzelfall ankommt. generell bin ich der ansicht daß man nicht jede tragik seines lebens beim oder vorm 1. date (ausführlich) schildern muss.
 
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  • #13
Tabu?

Tina schreibt, es höre sich offensichtlich ein wenig absurd an, wenn sie das Geschriebene noch einmal lese. Absurd kam es mir nicht vor, aber irritierend.

Irritierend, weil ich nicht nachvollziehen kann, warum gerade dieses Thema für das Profil in einer Singlebörse eine Rolle spielen soll. Das kann eigentlich nur sein, wenn Tina ihrerseits noch keinen Frieden mit ihm gemacht hat. Ich werde das Gefühl nicht los: es geht nicht ums Daten, sondern um das Ereignis an sich, das nur rudimentär verarbeitet ist.

Weil ich glaube, dass es anderen ebenso geht (das aber, sehr einfühlsam, hier niemals schreiben würden), werde ich also wieder einmal unsensibel. Jede Erwähnung im Profil wirft die Frage auf, warum das wichtig sei. Ich kenne Frauen, die solche (und schlimmere) Schicksalsschläge erlitten haben. Sie tragen sie nicht vor sich her. Wenn also so etwas im Profil steht, würde ich dahinter keine potentielle Partnerin vermuten, sondern einen Pflegefall. Alle Alarmglocken würden angehen.

Das heißt ja nicht, dass es sich um ein Thema handelt, das nicht berührt werden dürfte. Es ist auch meines Erachtens kein Tabu-Thema, sondern gehört zum Leben wie vieles andere auch. Nur wird es Tina nicht helfen, wenn sie sich dabei verbiegt. So oder so wird herauskommen, wie sehr es sie beschäftigt. Die bohrende Verzweiflung der Frage «Warum gerade ich?» ist Alltag eines Krankenhausseelsorgers. Aber einen professionellen Umgang damit wird man von Männern auf einer Dating-Plattform nicht erwarten können.

Ach so, ja – Täuschung? Welche Täuschung?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
J

jolie_geloescht

  • #14
AW: Umgang mit Tabuthema

Liebe Tina*
Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich darauf verzichten würde es im Profil zuerwähnen. Es heisst ja nicht, dass du ihn dadurch nicht liebst,vergessen hast oder ihn verschweigst. Ich persönlich kann nicht mit jedem über alles reden und wenn Leute meinen, ich erzähl vieles über mich, dann muss ich lächeln. Diesen Teil der Vergangenheit würde ich bei einem persönlichen Treffen irgendwann erzählen und auch nur wenns passt.
Hmm, wie soll ich es sagen? Ich glaube, in einer Singlebörse geht es eher um die Zukunft. Die Vergangenheit, kann man mit und mit erzählen. Zumindestens sehe ich es so.
Dir alles Gute, J.
 
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  • #15
AW: Tabu?

Zitat von Pit Brett:
Absurd kam es mir nicht vor, aber irritierend.

Irritierend, weil ich nicht nachvollziehen kann, warum gerade dieses Thema für das Profil in einer Singlebörse eine Rolle spielen soll. Das kann eigentlich nur sein, wenn Tina ihrerseits noch keinen Frieden mit ihm gemacht hat. Ich werde das Gefühl nicht los: es geht nicht ums Daten, sondern um das Ereignis an sich, das nur rudimentär verarbeitet ist.

Jede Erwähnung im Profil wirft die Frage auf, warum das wichtig sei. Ich kenne Frauen, die solche (und schlimmere) Schicksalsschläge erlitten haben. Sie tragen sie nicht vor sich her. Wenn also so etwas im Profil steht, würde ich dahinter keine potentielle Partnerin vermuten, sondern einen Pflegefall. Alle Alarmglocken würden angehen.

Ach so, ja – Täuschung? Welche Täuschung?
Interessanter (weil provokativer) Beitrag.

"Welche Täuschung"?
Gemeint ist wohl, dass Männer sich getäuscht fühlen könnten, wenn ihnen viel nicht so Wesentliches erwähnt wird bei den ersten Kontakten. Aber etwas sehr Wesentliches verschwiegen wird. Getäuscht durch weglassen.

"Seinen Frieden machen", "nur rudimentär verarbeitet"
Sorry, Brettl - das klingt für mich "wie der Blinde von den Farben".
Sind schöne theoretische Begriffe, stimmt. Aber ich denke dass jemand der da mal mitten drin war, nicht so reden würde. Auch nicht, falls es ihm/ihr gelungen wäre seinen Frieden damit zu machen und es zu verarbeiten.

Und diese Vergleicherei, was schlimmer ist, hilft auch nicht (die anderen Frauen mit den "schlimmeren" Schicksalsschlägen aus Pitts Bekanntenkreis).
Dann gings uns hier allen nämlich jeden Tag super, weil in Afrika Kinder verhungern. Nicht?

"Keine potentielle Partnerin, sondern ein Pflegefall"
Naja. Das ist jetzt sehr Schwarz-Weiß. Weil auch mit Kummer im Herzen kann ich beruflich meine Frau stehen, eine gute Freundin sein, das Leben genießen. Sogar bewußter als davor.
Aber doch eine klare Rückmeldung von Pitt:
Männer, die in einer Beziehung nicht fürsorglich sein möchten, und für die Kummer bedeutet die Partnerin als "Pflegefall" abzuwerten, werden davon abgeschreckt.
-> Prima.
 
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  • #16
AW: Umgang mit Tabuthema

Danke schon mal für die verschiedenen Rückmeldungen (gerne mehr). Ich werde später noch im Einzelnen darauf eingehen, bin jetzt gleich unterwegs.

Tina
 
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  • #17
AW: Umgang mit Tabuthema

Liebe Tina,

ich habe letzten Sommer auch ein Kind verloren, am Ende meiner Schwangerschaft. Auch wenn ich mir im Moment noch nicht vorstellen kann, da jemals drüber weg zu kommen, glaube ich nicht, dass man das vergleichen kann mit Deiner Situation, wenn ein Kind schon - so lange - bei einem war. Den Schmerz, meinem anderen Kind könnte etwas zustoßen, kann ich gar nicht ermessen.

Ich antworte Dir daher nicht mit der Anmaßung, unsere Situation vergleichen zu wollen, sondern nur in Hinblick auf Deine Frage zu dem Tabuthema. Ich war ebenfalls Single und habe mich im Herbst letzten Jahres auf Parship angemeldet, weil ich das tiefe Bedürfnis hatte, nicht allein mit all dem Schmerz zu stehen (in meiner Stadt gibt es keine entsprechende Selbsthilfegruppe und mein Freundeskreis war eher eine Enttäuschung als eine Hilfe).

Abgesehen davon, dass ich in den drei Monaten Parship-Zeit (ich habe mein Profil jetzt auf unsichtbar) gemerkt habe, dass ich vor lauter Trauer noch gar nicht fähig bin, mich auf einen anderen Menschen einzulassen, ist meine Erfahrung - und das war ja Deine Frage - mit dem Umgang mit diesem Thema unglaublich gut. Ich bin mit dem Thema bereits in den ersten Mails (nicht im Profil) absolut offen umgegangen, habe viel von meinem Schmerz preisgegeben und den Smalltalk des Kennenlernens komplett übergangen - sozusagen vollkommen atypische Dating-Kommunikation.

Meinen Schmerz preisgegeben habe ich natürlich nur einigen wenigen Kontakten, bei denen ich mich durch das Profil und die ersten wenigen Mails grundsätzlich wohl gefühlt habe. Und in der Tiefe erst nach einiger Zeit. Aber das Thema benannt habe ich grundsätzlich ziemlich direkt von Anfang an.

Ich habe keine einzige negative Reaktion erhalten - auch nicht Befremden, keine Floskeln, kein schnelles Verabschieden, kein oberflächlicher Trost. Mit einem Mann habe ich fast zwei Monate geschrieben und er hat meine Trauer mit mir geteilt, obwohl er diese Erfahrung nicht hatte. Verlieben war kein Thema, wir waren irgendwie auf einer "Meta-Ebene". Mit ein paar anderen Männern habe ich kürzere, aber auch sehr persönliche Mails ausgetauscht.

Nach meinem Eindruck habe ich niemanden damit abgeschreckt, eher im Gegenteil. Es entstand ein viel unmittelbarer Zugang, es ging nicht mehr darum, zu imponieren oder zu gefallen, sondern etwas zu teilen. Die Männer haben sehr ehrliche Dinge von sich erzählt und es entstand eine Tiefe im Kennenlernen und der Kommunikation, die sonst wohl so nicht möglich gewesen wäre und die ein Geschenk war, auch wenn sie nicht in eine Partnerschaft mündete (was eher an mir lag, weil ich noch gar nicht offen bin).

Dein Verlust, auch wenn Du mittlerweile damit leben kannst, hat Dich für immer geprägt. Genauso wie das Leben und die Liebe zu Deinem Sohn. Steh zu Dir und Deinem Leben von Anfang an. Das wäre mein Rat. Du willst ja als der Mensch geliebt werden, der Du bist.

Und meine Erfahrung ist, nach der Geburt eines Kindes und nach dem Tod eines Kindes liebt man ohnehin anders als je zuvor. Oberflächlich geht sowieso nicht mehr wirklich. Und die meisten Männer bei Parship schienen dankbar zu sein, den lockeren Anfangs-Smalltalk einfach lassen zu können.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute
w 41
 
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  • #18
AW: Umgang mit Tabuthema

@luisa

Ich finde es schade, dass du Pit Bretts Beitrag so negativ auseinandernimmst.
Es wurde gefragt, wie ein Hinweis im Profil aufgenommen werden würde und genau dazu hat er Stellung genommen - nicht mehr und nicht weniger.

Und jetzt sitzt er gleich in der Kategorie "Männer, die nicht fürsorglich sein wollen" - das ging ja schnell....

Ein Profil ist erstmal nur eine Art Deckblatt, wie bei einem Buch. Und die PS-Bibliothek ist ziemlich groß. Welches Buch ausgewählt wird, liegt wohl auch sehr am Deckblatt. Jeder und jede muss selber entscheiden, was sie oder er dort reinschreibt, da kann eigentlich niemand reinreden. Aber man kann eben drüber nachdenken, wie das Deckblatt bei anderen ankommt - und dann wieder ganz allein entscheiden, ob das Einfluss auf die eigene Entscheidung hat oder nicht.

Wer eine neue Liebe sucht, möchte erstmal viele rosarote Dinge erleben und wird daher bei so viel Auswahl in den Regalen nicht zu den "Büchern" greifen, die nach "schwerer Kost" aussehen. Deshalb sind es nicht gleich nicht-fürsorgliche Menschen , deshalb ist vielleicht jemand trotzdem berührt von einem Schicksal. Und wenn er anfängt, sein Herz für jemanden zu öffnen, wird er vielleicht dann auch die "schwere Kost", die sich erst etwas später offenbart, gerne und liebevoll in Kauf nehmen...
 
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  • #19
AW: Umgang mit Tabuthema

@schreiberin:

schöner Vergleich mit dem Buch, und dem Umschlag.
Da sind wir wieder bei der Frage, die auch schon anderswo angesprochen wurde:
sollen möglichst viele mit mir Konktakt aufnehmen - oder eher wenige.

Wenn ich das Buch bin, sollen dann möglichst viele mich aus dem Regal nehmen und vom schönen Cover angesprochen interessiert darin blättern?
Und einige stellen es dann gleich wieder zurück: ... Och nö, da sind ja auch traurige Szenen drin ... nix für mich ... dabei sah es so schön aus.
Oder möchte ich "stimmig" sein, d.h. der Umschlag soll dem Inhalt entsprechen.
Auch wenn dann weniger ins Buch reingucken möchten.

Und das mit dem "nicht fürsorglich" war tatsächlich auch Schwarz-Weiß gemalt.
Da ist mir dann der Gaul durchgegangen ...

Bei Pitts Beitrag musste ich zehnmal tief durchatmen, wegen vielleicht gedankenloser Sätze, die sich für mich schrecklich anhören.
Man kann das ja denken, wenn es nicht anders geht. Muss es aber nicht so drastisch und flapsig formulieren, gegenüber einem Betroffenen. Wie man an jolies Beitrag sieht kann man eine Empfehlung auch mit ganz anderen Worten aussprechen.
 
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winzling_geloescht

  • #20
AW: Umgang mit Tabuthema

Hallo tina*,

ich finde es außerordentlich mutig von dir, ein wirklich sensibles Thema hier so offen anzusprechen. Das verdient allerhöchsten Respekt.

Wenn du ein eigenes Profil erstellst, entwirfst du ja sozusagen ein Bild von dir. Der Betrachter soll möglichst gut erkennen, wer und wie du jetzt bist. Dabei ist es doch zunächst einmal unerheblich, ob du früher anders warst und warum du jetzt eben so bist. Du schreibst ja hier, du kannst dich an vielen kleinen Dingen erfreuen, die du ja im Profil benennen kannst. Ich tendiere also eher dazu, dass du in einem Profil dich und dein Leben so beschreibst, wie es jetzt ist.

Du schreibst auch, dass du den Tod deines Sohnes nicht erwähnst, wenn du Bekannte triffst, die dir eben nicht so nahe stehen. Triffst du einen potenziellen Partner bei einem Date, bist du in einer ähnlichen Situation. Man kennt sich halt noch nicht. Da müsstest du dann für dich gucken, wann es dir angebracht erscheint, darüber zu reden bzw. ob du das überhaupt möchtest.

Ich glaube, wenn Nähe entsteht, wenn es wirklich tiefer geht und nicht nur eine nette Bekanntschaft bleibt, dann wirst du deinem Gegenüber auch davon erzählen können. Dein Sohn wird immer einen Platz in deinem Leben haben und eben diesen Platz muss ihm auch dein Partner in deinem Leben einräumen (können). Da wird es Tage geben, an denen es dir nicht so gut geht oder du wirst durch irgendetwas an deinen Sohn erinnert, worüber du lächeln oder vielleicht sogar lachen musst. Wenn du dich deinem Partner nicht erklärst, wie soll er dich dann verstehen und wissen, was dir in solchen Momenten guttut.

Es wird vom Gegenüber abhängen, ob, wann und wie du mit ihm über deinen Schmerz, deine Trauer und deine Gedanken dazu sprechen kannst und möchtest. Lass es auf dich zukommen, schau ihn dir in Ruhe an, hör ihm zu, fühl dich gut und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dann wirst du/werdet ihr es merken. Alles braucht seine Zeit, auch das.

Alles Gute!
 
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  • #21
AW: Umgang mit Tabuthema

Ich bin der Meinung, dass der Tod des eigenen Kindes etwas zu Persönliches ist und nichts in einem öffentlichen Profil auf einer Internetseite zu suchen hat.

Beim ersten Date mit einer Internetbekanntschaft würde ich es auch nicht erwähnen. Du wirst sehen, Tina - bei vielen dieser Bekanntschaften wird es auch nur bei einem Date bleiben, auf dem keine weitere folgen werden, außer du hast außerordentlich viel Glück und triffst bereits beim ersten Versuch den Mr. Right. Es ist keine gute Idee, dein Herz gleich vor einem Unbekannten auszuschutten. Lügen solltest du natürlich nicht, aber du musst nicht gleich so viel Persönliches preisgeben. Wenn du gefragt wirst, ob du Kinder hast, kannst du einfach mit nein antworten (sofern du keine weitere Kinder hast).

Sollte sich zwischen dir und dem Mann, den du datest, mehr entwickeln, und sofern er dir das Gefühl von Sicherheit gibt, kannst du es ihm bei einem der nächsten Treffen erzählen. Übrigens: mein damals zukünftiger Ehemann hatte mir ein halbes Jahr lang verschwiegen, dass seine Eltern verstorben sind. Geheiratet habe ich ihn trotzdem.
 
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  • #22
AW: Umgang mit Tabuthema

Um erstmal die eigentliche Frage der Threaderstellerin zu beantworten:

Mich persönlich würde eine solche Angabe in Deinem Profil nicht davon abhalten, Kontakt mit Dir aufzunehmen. Natürlich muss man das sehr differenziert betrachten, jedoch finde ich nicht, dass eine solche Angabe für mich ein Grund wäre, Abstand zu nehmen.

Allgemein zu einer solchen Angabe im Profil:

Du präsentierst Dein Profil einer ganzen Menge potenzieller Interessenten. Sie alle sind Dir fremd und Du hast mit ihnen erstmal nichts gemeinsam. Eine solche Information würde ich daher nicht im Profil erscheinen lassen, auch wenn es sich um einen wichtigen Aspekt handelt, der natürlich permanent präsent ist in Deinem Leben. Dafür halte ich die Information für zu intim.

Mit dieser "fehlenden" Angabe verleugnest Du die Tatsache nicht, Du bist damit nur wählerisch, wem gegenüber Du Dich offenbaren möchtest.

Zu den Dates:

Mir persönlich würde es ausreichen, wenn man über das Geschehene spricht, wenn es in den Gesprächsverlauf passt. Das wird eventuell beim ersten Date sein, vielleicht aber auch erst beim vierten. Es sollte halt möglichst ungezwungen sein, auch wenn es ein schwieriges Thema ist. Allerdings gilt auch hier für mich: Ein Date ist ein Date und kein bester Freund. Man kennt sich in der Regel nicht, sondern lernt sich kennen. Je nach Sympathie würde ich auch spontan entscheiden, ob ich diese Thematik mit meinem Gegenüber überhaupt besprechen möchte.

Nennen wir es einfach mal diplomatisch "Bauchgefühl". Darauf solltest Du Dich wohl am ehesten verlassen. Tu' das, wobei Du Dich wohl fühlst. Du wirst so oder so unterschiedliche Reaktionen erhalten, das wird sich wohl nicht vermeiden lassen.

Viel Glück :)
 
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  • #23
AW: Umgang mit Tabuthema

Wenn für mich etwas wichtig ist, wenn es für mich relevant ist, dass ES einfach von vorn herein gewusst wird, weil ich es bin, ohne Hehl, dann sage ich es. Und wenn dann 5000 Unbekannte aus diesem Grund nicht mit mir Kontakt aufnehmen, wuwei. Da "schäme" ich mich auch nicht, wofür denn bitte? Da erspare ich mir vielleicht so einiges. Diese Unbekannten können mir dann sozusagen gestohlen bleiben.

Wenn ich nicht will, dass ES gewusst wird, aus welchen Gründen auch immer, dafür gibt es jede Menge, dann sage ich es nicht sofort. dann fällt das nicht in meine Selbstdarstellung. dann handhabe ich es anders, dann ist es erst einmal tabu.

Beide Möglichkeiten finde ich total legitim. Keine ethischer als die andere.

ICH bestimme, was ich freimütig offenbare, weil es für MICH wichtig und richtig ist.
Ohne Rücksicht auf Verluste.
Ich bin ein Mensch und keine Dose, die Käufer anlocken will.
 
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Gast

  • #24
AW: Umgang mit Tabuthema

Vielen Dank an alle für die Beiträge.

Zunächst mal eine allgemeine „Vorrede“: ja ich bin mir bewusst, was ich schreibe. Und wenn ich das mal kurz absurd finde, dann deshalb, weil ich die internette Öffentlichkeit scheue. Dass ich jetzt in einem öffentlichen Forum schreibe, ist schon ein ziemlicher Schritt aus der Anonymität.

Und dass ich mir jetzt langsam wieder eine Beziehung vorstellen könnte, ist auch ein bewusster Entschluss. Natürlich hätte ich auch die letzten zwei Jahre gerne jemand gehabt, der den Schmerz mit mir trägt. Aber das ist m.E. keine Basis für eine Beziehung. Erst wenn ich selbst wieder etwas zu geben habe, ist die Zeit dafür reif. Und das ist jetzt so.

Ich habe mich die letzten beiden Jahre sehr intensiv damit auseinander gesetzt. Ich habe auch vorher schon Trauererfahrungen gemacht, aber das eigene Kind zu verlieren, ist etwas anderes. Es ist gegen die Natur. Und für mich gibt es da nur drei Möglichkeiten: entweder du wirst verrückt (oder depressiv), oder verbittert, oder du versuchst irgendwie damit fertig zu werden. Ich habe mich für letzteres entschieden.

Ich bin ein sehr positiv und manchmal auch pragmatisch denkender Mensch. Das Leben wird vorwärts gelebt, das ist mir klar, und ich habe viel Freude in meinem Leben.

Ich weiß, dass andere sich verzweifelt bemühen, ein Kind zu bekommen, und ihnen diese Freude nie vergönnt ist. Ich bin dankbar und glücklich, dass ich das zwanzig Jahre erleben durfte. Ich habe viel von ihm bekommen und viel von ihm gelernt. Und trotzdem wird immer eine Lücke sein, bei jedem Familienfest z.B., das finde ich auch ganz normal und insofern hat das auch was mit der Zukunft zu tun.

Was ich höchst überraschend finde, ist die Meinung vieler, dass ich das Thema nicht ansprechen könnte. Das kann ich schon. Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass die wenigsten damit umgehen können. Niemand wird gerne mit dem Thema Tod konfrontiert, es erinnert an die eigene Sterblichkeit. Und jeder möge selbst mal in sich gehen, wie er reagieren würde, wenn das Gegenüber sagt „mein Sohn ist gestorben“. Ich habe da echt schon ziemlich krasse Reaktionen erlebt, von distanzlosen Umklammerungen mit Heularien (als ich grade relativ gefasst war) bis zu „das ist ja eine ärgerliche Sache“. Ich verübele das auch niemandem – in unserer Kultur ist das nunmal absolutes Tabu.

Ich habe mir schon Gedanken darüber gemacht, wie ich damit in einer Singlebörse umgehen könnte, wo ja eher die Oberflächlichkeit regiert. Fakt ist, ich weiß es nicht. Daher erhoffe ich mir hier neue Impulse oder innere Klarheit, vielleicht ja auch die Erkenntnis, dass ich es lasse.

Meine (laienhafte) Vorstellung ist, dass ein Profil eine Vorstellung über das Gegenüber vermitteln soll. Wenn da überall nur kurze Phrasen stehen, ist das ja nicht wirklich aussagekräftig (kann man ja hier öfters lesen). Und wenn ich nur von meinem Übermut, meiner Abenteuerlust, von Musik, Tanzen, Reisen usw. schreibe, ist das halt nur das halbe Bild.

Und wie ich das bei einem ersten oder zweiten date „plötzlich“ sagen könnte, geht auch über meine Vorstellungskraft. Weil meine Vorstellung von einem date eher eine nette kurzweilige Angelegenheit ist, flirty, unterhaltsam. Abgesehen davon, dass ich, wenn ich die ganze Zeit darauf achten muss, nichts falsches zu sagen, auch nur angestrengten Smalltalk machen könnte.

Und wie ich bereits in dem Nachbarthread schrieb, muss bzw. kann ich mit der Reaktion leben. Ich bin ja schon groß und auch nicht debil – das Ausweichen der Diskussion in den Thread „Mitleid erregen" finde ich viel eher deplatziert als hier klare Ansagen zu machen (Mitleid erregen wäre wirklich nie meine Intention).

Ich antworte anschließend noch auszugsweise…
 
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Gast

  • #25
AW: Umgang mit Tabuthema

@No_Kitty
Danke für deinen Beitrag und deine guten Wünsche. Ich gebe sie gerne zurück.

Zitat von No_Kitty:
Ein alter Schulfreund, mit dem ich neulich unvermittelt reden konnte - von ich ich irgendwie erfahren hatte, dass er ein Kind verloren hat - den konnte ich nach seinen Kindern fragen, auch nach dem, das gestorben ist. Und ich merkte auf der anderen Seite Ruhe, Erzählen, was passiert war. Ich war froh, dass wir beide so damit umgehen, nicht gekünstelt oder vermeidend.
Ja, das erlebe ich auch als ungekünstelt. Das sind schon bleibende Veränderungen.




@nuit

Zitat von nuit:
wenn ich eine person noch gar nicht kenne, gar nicht weiß, wie toll oder sympathisch sie ist, kann dies den ausschlag geben, sie im vergleich zu "einfacher klingenden" profilen wegzuklicken
tja, das ist ja die Frage, ob das dann nicht eine passende Vorauswahl ist (wenn es jemand „einfacher“ haben will, ist er bei mir halt an der falschen Adresse)
Zitat von nuit:
außerdem hätte ich bedenken eventuell männer mit "helfersyndrom" anzuziehen..
Auf diese Idee wäre ich gar nicht gekommen. Ich hatte aber auch nicht die Idee, da eine Mitleidsschiene draus zu machen.
Ich glaube aber, damit würde ich gar nicht in Resonanz gehen.





@luisa

Danke für deine Beiträge! Ich wollte einzelne Zeilen rauskopieren, aber habe dann gemerkt dass sie fast alle passen… Danke! Lass dich mal umarmen – virtuell (
 
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Gast

  • #26
AW: Umgang mit Tabuthema

@Königin

Danke für deinen Post, ich umärmel dich auch mal… (
 
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  • #28
AW: Umgang mit Tabuthema

Zitat von tina*:
Ich bin ja schon groß und auch nicht debil – das Ausweichen der Diskussion in den Thread „Mitleid erregen" finde ich viel eher deplatziert als hier klare Ansagen zu machen (Mitleid erregen wäre wirklich nie meine Intention).
zur erklärung: ich habe, gerade weil es mir um freitags diskussionsstil ging und NICHT um dich oder dein thema, in "seinem" thread (aggressives sprücheklopfen war mein bezug, nicht mitleid) eine replik auf freitag geschrieben. meine intention war eben nicht in deinem thread eine diskussion darüber loszutreten. schade, dass das bei dir so ankam.
und passend dazu:
Zitat von tina*:
Auf diese Idee wäre ich gar nicht gekommen. Ich hatte aber auch nicht die Idee, da eine Mitleidsschiene draus zu machen.
ich habe auch nicht dir unterstellt eine mitleidsschiene fahren zu wollen. ich hab mir halt gedanken gemacht, nicht nur über die männer, die eventuell zurückscheuen, sondern auch über MÖGLICHE motive derjenigen, die dies anzieht.

alles gute bei der partnersuche oder -findung! :)
 
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  • #29
AW: Umgang mit Tabuthema

@Freitag

Als Betroffene des Themas spricht mir Dein Kopfschütteln über die Einlassung, es solle ein konstruktiver Umgang mit dem Verlust erkennbar sein, aus der Seele. Es gehört vermutlich zum Grund-Bedürfnis unserer Alles-ist-möglich-Gesellschaft, dass es zu jedem Ereignis eine konstruktive - auch innerseelische - Lösung gibt, zu jedem Problem einen Ratschlag (vgl. Thread RM).

Dem ist nicht so: Meine Psychiaterin sagt, die Weltgesundheitsorganisation hat eine jahrzehntelange Forschung in Auftrag gegeben, was die schlimmsten Traumata für Menschen sind. Ergebnis: Der Tod eines Kindes übersteigt alles - Naturkatastrophen, Folter, Krieg, Kriegsgefangenschaft, Vertreibung, Vergewaltigung. Es gibt weltweit kaum Menschen, die dieses Ereignis überwinden. Es gibt auch keine Lösung dafür, das Kind ist tot.

Dass es keine Lösung für etwas gibt, ist für die meisten Menschen in unserer modernen Welt schwer auszuhalten. Wir glauben, uns gegen alles versichern zu können, es gibt Verträge, Kontoauszüge, Kündigungsschutz und wenn alles nichts hilft, Psychotherapie. In Wahrheit ist alles zerbrechlich, das Leben, die Liebe, und wie man in Thread über RM sieht, auch das harmonische Gleichgewicht in gruppendynamischen Prozessen. Die großen Dinge im Leben sind nach wie vor archaisch, fragil und nicht beherrschbar.

Deine Bemerkung, dass Du Dir nicht anmaßen willst, auf bestimmte Schicksalsschläge mit vordergründigen Ratschlägen zu antworten ("Der schlimmste Schlag ist der Ratschlag" hat mal jemand gesagt), sowie Deine Einsicht, dass nicht alles im Leben lösbar ist, sprechen für eine wahrhaftigere Empathie als manche vor sich her getragene. "Einen Trostlosen trösten, heißt ihn verspotten," hat auch mal jemand gesagt. Dass Du ob dieser Fähigkeit als "Gutmensch" diskreditiert wirst, zeigt das Selbstverteidigungsbedürfnis des Diskreditierers.

Dein Umgang mit RM und hier in diesem Thread zeigt Achtung und Respekt gegenüber Opfern und die Weisheit, dass man nicht jede Erfahrung im Leben antizipieren kann. Manchmal ist Nichts-Sagen die größere Wertschätzung. Und man kann auch nicht jedes Thema diskutieren wie die Wahl eines Urlaubsortes. Da geht es mehr um Achtung als um Meinung.

Daher danke für Deine Beiträge.

PS: Irgendwo hast Du die Frage gestellt, warum Menschen häufig mit Stereotypien und Aggressionen auf Opfer reagieren. Dazu gibt es ebenfalls lange Forschungen. Unter dem Stichwort "Blaming the victim" (Ryan, 1971) ist dieses Phänomen in der Psychologie hinlänglich bekannt.

Es gibt eine ganze Forschungsrichtung "Viktimologie" (siehe Wikipedia), die sich nur damit befasst. Darüber hinaus hat Theodor W. Adorno et al. in seinen "Studien zum autoritären Charakter" nach dem Holocaust Grundsatzforschung dazu betrieben, mit der Fragestellung, warum werden gerade "Andersartige" (im 3. Reich Juden, heute Ausländer) sowie Schwächere (Randgruppen, Menschen mit Einschränkungen etc.) oft angegriffen werden (das ist übrigens auch das Ergebnis der Victimologie: klassische Opfer sind strukturell, psychisch und physisch geschwächt und werden AUFGRUND dieser Eigenschaften zu Opfern). Opfer von Gewalterfahrung werden ebenfalls überhäufig wiederholt zu Opfern (Stichwort "Erlernte Hilflosigkeit", ebenfalls bei Wikipedia).

Ganz vereinfacht gesagt, neigen die Menschen zur Opferstigmatisierung, weil sie

a) das Bedürfnis haben, eine externe Kontroll-Illusion aufrecht zu erhalten, dass alles, was einem widerfährt, "lösbar" sei
b) das Bedürfnis haben, "Kapitän der eigenen Seele" (feststehender Begriff; internes Kontrollbedürfnis) zu sein, sprich jederzeit die Kontrolle über die eigene Seele zu haben.
c) Menschen Opfer stigmatisieren, weil sie in sich selbst Schwäche ablehnen, verachten und/oder fürchten
d) i.d.R. autoritär/zwanghaft erzogen wurden

Adorno hat einen Fragebogen zur Erkennung des "Autoritären Charakters" entwickelt, der seitenweise Merkmale auflistet.

Nicht jeder, der in einem Forum wütend wird, weil der Fragesteller trotzdem nicht klar kommt, hat einen autoritären Charakter, nicht jeder verachtet damit das Fremde, Ausländer oder darf in Bezug zum Holocaust gesetzt werden!!

Aber die Verteidigung von Tätern und die Stimatisierung von Opfern, ist ein Klassiker, der im ganz Kleinen anfängt (eine Gruppe im Büro zieht gemeinsam über einen Einzelnen her, der nicht in die Gruppendynamik passt), und je nach Rigidität der Erziehung und Charakterstruktur im Großen enden kann. Und die unsere ganze Gesellschaft durchzieht.

Ein Must-have-Standard-Werk dazu ist auch Erwin Goffman "Stigma"; Judith Herman, Harvard-Professorin für Traumatologie, beschreibt in ihren einleitenden Kapiteln sehr eindringlich, die Tendenz der Gesellschaft, sich mit Tätern zu identifizieren statt mit Opfern; und Fischer/Riedesser positionieren sich mit der "Psychotraumatologie"-Forschung ("Handbuch der Psychotraumatologie") fundamental gegen die Stigmatisierung von Gewalt-Opfern. Außerdem kann ich noch Alain Ehrenberg (franz. Soziologe, Psychologe) empfehlen "Das erschöpfte Selbst", darin erklärt er, warum man eben nicht "Kapitän der eigenen Seele" ist und gerade die Depression als Krankheit der "Alles-ist-möglich-Ideologie-/Epoche" die Antwort auf diesen Imperativ ist.

Das gehört jetzt eigentlich alles in den anderen Thread über "Warum reagieren wir mit 'in Mitleid baden'" etc., aber was soll's.

Es war ein Danke und ein Special für Freitag. ;)

Lg, w41
 
G

Gast

  • #30
AW: Umgang mit Tabuthema

Liebe nuit,
entschuldige bitte, du hast recht, da habe ich nicht aufmerksam gelesen (war wohl schon durch die Thread-Überschrift etwas angetriggert).

Ich hätte vielleicht nicht heute nacht in einer „tour de force“ antworten sollen…manchmal muss das einfach erst mal etwas sacken. Und oft sind es die kontroversen Beiträge, die etwas in Bewegung bringen (Pit Bretts Beitrag hat mich auch getriggert, wie an meiner etwas piefigen Antwort erkennbar). Da kann ich ja jetzt noch mal in mich gehen und mich fragen, wieso (das werde ich auch tun ;) )

Danke!
 
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