Bauhaus

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  • #1

Umgang mit Katastrophen wie Flugzeugabsturz bei der Partnersuche

Hallo,
1. sprecht ihr mit euren Kontakten über solche Ereignisse oder tut man so, als sei nichts gewesen, um die Harmonie und den Zauber des neuen Kontaktes nicht zu stören?
2. wie reagieren eure Kontakte, wenn ihr sagt, dass euch das mitnimmt und ihr daher jetzt momentan nicht fröhlich weiter schreiben wollt, um euch erst mal zu sammeln? Schweigen sie oder kommt dann etwas was daraud eingeht?
3. wie sehr beeinflusst euch die Reaktion dieser Kontakte, ob ihr den Kontakt weiterführen wollt?
4. Falls ihr einen Partner habt, wie findet ihr es, wenn er so gar nicht auf eure Gefühlslage angesichts des Unglücks eingeht? Lässt euch das an der Beziehung zweifeln?
 

Blanche

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  • #2
Das hängt in erster Linie davon ab, wie "eng" der Kontakt mit demjenigen ist.
Wenn ich zum Beispiel in der "Telefonierphase" wäre, dann würde das im Gespräch vermutlich auch einen Platz finden.
Jede Katastrophe ist für sich "schrecklich" - doch nicht jede Katastrophe nimmt jeden gleichermaßen mit.

Jeder Mensch geht anders mit so einer Situation um.
Wenn mir ein Kontakt schreiben würde, dass es ihn mitnimmt - dann wäre das ok.
Wenn ein Kontakt dieses Thema nicht erwähnt, wäre es auch ok.
Ich würde je nachdem was er wie schreibt, vermutlich schon darauf eingehen.

Ich habe gestern meine Nachrichten beantwortet - ohne das Thema zu erwähnen.
Hat aber nichts damit zu tun, dass ich die Harmonie/ Zauber zerstören würde oder das mich dieses Unglück nicht berührt.
Ich hatte kein Bedürfnis darüber zu schreiben. (Kann Dir deshalb zu 2.) nichts schreiben)...
Wenn der Kontakt noch nicht so eng ist - rede ich dann doch eher mit Familie oder Freunde darüber.
 

fafner

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  • #3
1. Ich würde es selbst nicht ansprechen.
2. -
3. Das käme drauf an. Wenn man "nur" über die Medien betroffen ist, hielte ich eine starke Reaktion für übertrieben. Würde mich dann auch fragen, ob das dann entsprechend oft vorkommt, was ich net so prall fänd...
4. Wir reagieren ziemlich ähnlich, also kein Problem damit.
 
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Erratic

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  • #4
Ich würde sowas nur dann ansprechen, wenn es unsere Beziehung direkt betrifft. Ansonsten unterhalt ich mich lieber über das was mich oder sie interessiert, nicht was die Medien uns an Themen vorgeben.
 

Arthur

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  • #5
Ich hab letztens einen Partnervorschlag gelesen, wo gleich im Profil stand, dass die Dame einen Ersatz für ihren vor kurzem am Berg verunglückten Partner sucht.

Stimmungskiller², auch wenn es mich betroffen und traurig macht.
 

Blackangel

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  • #6
Zitat von Bauhaus:
Hallo,
1. sprecht ihr mit euren Kontakten über solche Ereignisse oder tut man so, als sei nichts gewesen, um die Harmonie und den Zauber des neuen Kontaktes nicht zu stören?
2. wie reagieren eure Kontakte, wenn ihr sagt, dass euch das mitnimmt und ihr daher jetzt momentan nicht fröhlich weiter schreiben wollt, um euch erst mal zu sammeln? Schweigen sie oder kommt dann etwas was daraud eingeht?
3. wie sehr beeinflusst euch die Reaktion dieser Kontakte, ob ihr den Kontakt weiterführen wollt?
4. Falls ihr einen Partner habt, wie findet ihr es, wenn er so gar nicht auf eure Gefühlslage angesichts des Unglücks eingeht? Lässt euch das an der Beziehung zweifeln?

zu 1. nein, spreche es nicht bewusst an. Würde das Thema nicht thematisieren .... nur wenn es sich ergibt.
zu 2. noch nicht erlebt.
zu 3. dito
zu 4. fände ich furchtbar! Aber deshalb gleich an der ganzen Beziehung zweifeln? Neeee ... da muss schon mehr vorgefallen sein.
 

fafner

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  • #9
Im Grunde war das ein Amoklauf. Das passiert. Sehr tragisch.
 

Pit Brett

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  • #10
Hallo Bauhaus,

ich war gespannt, wie das Thema seinen Weg in das Forum finden würde. Allerdings: an die Perspektive, die du eingenommen hast, habe ich überhaupt nicht gedacht. Deshalb möchte ich eigentlich deine Fragen an dich zurückgeben, weil mich deine Antworten interessieren.

Wie du weißt, gehöre ich zu der Fraktion, die sich einbildet, den rationalen Diskurs zu pflegen. Die wirklichen Zahlen zeigen, dass es ungeheuer unwahrscheinlich ist, von irgend einem unangenehmen Ereignis betroffen zu werden. Und sei es nur ein kleiner Raubüberfall. In einem anderen Thread habe ich erwähnt, dass ich mich keiner Umfrage entziehen kann. Und tatsächlich bin ich vor einer kleinen Weile dazu befragt worden, für wie wahrscheinlich ich irgendwelche Ereignisse hielte. Der Lottogewinn (selbstverständlich der Maximalgewinn) war ebenso dabei wie der terroristische Anschlag und der Flugzeugabsturz. Also immer der Fall, dass der Befragte selbst davon betroffen wäre.

Die Umfrage war so aufgebaut, dass man unter vier oder sechs Möglichkeiten wählen konnte. Eins zu zehn, eins zu tausend, eins zu hunderttausend, eins zu einer Million. Oder so. Die Umfrage hat mich deshalb so beeindruckt, weil die geringste angebotene Wahrscheinlichkeit immer noch dramatisch unter der tatsächlichen -- noch wesentlich geringeren -- Wahrscheinlichkeit lag. Weil ich annehme, dass solche Umfragen ein Design bekommen, das es den Befragten auch ermöglicht, eine von ihnen für realistisch gehaltene Wahrscheinlichkeit anzugeben, möchte ich daraus schließen, dass die Vorstellungen in der Bevölkerung um etliche Zehnerpotenzen verschoben sind. In Richtung Angst.

Und damit hängt es zusammen, glaube ich wenigstens, dass bei solchen Katastrophen eine Welle des Mitgefühls ausbricht. Ich kann das nicht nachvollziehen und konnte das auch bei anderen Gelegenheiten schon nicht. In Deutschland sterben im Jahr über 700 mal mehr Menschen am Rauchen. Behandlungsfehler in Kliniken bringen etwa 120 mal so viele Leichen, der Alkohol 100 mal so viele, und der Straßenverkehr immer noch über 20 mal so viele; die Schweigeminuten dazu halten sich in Grenzen. Will sagen: ich erfasse schlicht nicht, wie einen das Unglück, die besondere Situation und die näheren Umstände so bewegen könnten, dass es ein beherrschendes Thema wird.

Vielleicht kannst du an meinem Unverständnis etwas ausrichten. Das meine ich ernst. Und gleich beigeben, was bei Dir passiert, wenn sich ein Partnerschaftsbewerber als derartiger Stoffel entlarvt.
 
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  • #11
Ich verstehe Bauhaus. Im Grunde finde ich es eindeutig gut, wenn sich jemand emotional engagiert, aber es wäre mir nicht einfach damit umzugehen, denn bei bei mir überwiegt auch die Sicht der Wahrscheinlichkeiten.
Es ist ein Spagat!
 
G

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  • #12
1. sprecht ihr mit euren Kontakten über solche Ereignisse oder tut man so, als sei nichts gewesen, um die Harmonie und den Zauber des neuen Kontaktes nicht zu stören?
2. wie reagieren eure Kontakte, wenn ihr sagt, dass euch das mitnimmt und ihr daher jetzt momentan nicht fröhlich weiter schreiben wollt, um euch erst mal zu sammeln? Schweigen sie oder kommt dann etwas was daraud eingeht?
3. wie sehr beeinflusst euch die Reaktion dieser Kontakte, ob ihr den Kontakt weiterführen wollt?
4. Falls ihr einen Partner habt, wie findet ihr es, wenn er so gar nicht auf eure Gefühlslage angesichts des Unglücks eingeht? Lässt euch das an der Beziehung zweifeln?


Zum 1 : Spreche ich überhaupt nicht von solchen Unglücken, wenn es keinen betrifft. Als Thema fürs Gespräch würde ich es meiden über die Schicksale der anderen zu reden. Darauf kann man keine Freundschaft, Bekanntschaft oder Partnerschaft aufbauen.
Zum 2 und 3 : Kann ich nichts schreiben.
Zum 4 : Nein! Ich würde nicht an ihr zweifeln, nur weil Sie nicht so fühlt wie ich es tue. Wenn es jedoch um Persönliche Schicksale geht, wie Freunde oder Familie ist es schon ganz anders.
Da habe ich auch eine frage, können zwei trauernde sich gegenseitig trösten ? Im besten falle gibt es die Schulter zum anlehnen, aber das gibt es in dieser Situation nicht.
 

Mentalista

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  • #13
Zitat von Pit Brett:
Und damit hängt es zusammen, glaube ich wenigstens, dass bei solchen Katastrophen eine Welle des Mitgefühls ausbricht. Ich kann das nicht nachvollziehen und konnte das auch bei anderen Gelegenheiten schon nicht. In Deutschland sterben im Jahr über 700 mal mehr Menschen am Rauchen. Behandlungsfehler in Kliniken bringen etwa 120 mal so viele Leichen, der Alkohol 100 mal so viele, und der Straßenverkehr immer noch über 20 mal so viele; die Schweigeminuten dazu halten sich in Grenzen. Will sagen: ich erfasse schlicht nicht, wie einen das Unglück, die besondere Situation und die näheren Umstände so bewegen könnten, dass es ein beherrschendes Thema wird.

Ich sehe es ähnlich und ergänze an den Krankenhaus-Keimen sterben in Deutschland jährlich über 15000 Menschen. Das ist für mich fahrlässige Tötung, den das Problem ist bekannt, aber es wird zu wenig dagegen gemacht.

Tragisch das mit dem Flugzeugabsturz, ja Amoklauf, vielleicht auch Liebeskummer, Spielschulden, oder der Beginn einer neuen psychosen Phase und aus Angst davor, dass alles wieder anfängt wie damals, als der junge Mann seine Ausbildung für 1 1/2 Jahre wegen psychischen Problemen unterbrechen musste. Es diesmal nicht wieder schaffen zu können und nun komplett mit dem Fliegen aufhören zu müssen, hat ihn vielleicht zu diesem Kurzschluss gebracht, in einem Flugzeug sterben zu wollen.
 

Bauhaus

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  • #14
Zitat von Mentalista:
Tragisch das mit dem Flugzeugabsturz, ja Amoklauf, vielleicht auch Liebeskummer, Spielschulden, oder der Beginn einer neuen psychosen Phase und aus Angst davor, dass alles wieder anfängt wie damals, als der junge Mann seine Ausbildung für 1 1/2 Jahre wegen psychischen Problemen unterbrechen musste. Es diesmal nicht wieder schaffen zu können und nun komplett mit dem Fliegen aufhören zu müssen, hat ihn vielleicht zu diesem Kurzschluss gebracht, in einem Flugzeug sterben zu wollen.
Du bist schlecht informiert. Die Unterbrechung war 6 Monate, nicht 18 Monate.
Auch war er seit Jahren im fliegerischen Einsatz und er "schaffte" jeden Tag seine Aufgaben. Das ist aber jetzt nur ein Nebenschauplatz.

Ich denke, ich muß jetzt nicht Unterschiede erläutern zwischen Krankenhauskeimen, Grippetoten und ähnlichem. Denn der Vergleich zu den Ereignissen dieser Woche hinkt völlig.
 
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  • #16
Gerade solch ein Spekulatius, wie von Mentalista zelebriert, hält mich davon ab so etwas zum Thema zu machen. Das wird am ehesten zum Thema mit Arbeitskollegen, mit meiner Frau habe ich noch nicht darüber gesprochen, werde ich von mir aus auch nicht anstoßen. Emotionalere Menschen werden solch ein Thema eher aufgreifen. Das ist erst mal genausowenig ein Fehler wie es nicht zu tun. Bei Übertreibungen im Umgang damit wird's halt merkwürdig.
 

anaj

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  • #17
Zitat von Unbewusst:
Ich verstehe Bauhaus. Im Grunde finde ich es eindeutig gut, wenn sich jemand emotional engagiert, aber es wäre mir nicht einfach damit umzugehen, denn bei bei mir überwiegt auch die Sicht der Wahrscheinlichkeiten.
Es ist ein Spagat!

Eigentlich finde ich es auch gut, wenn jemand emotional engagiert ist, aber es muss im normalen / gesunden Rahmen sein. Es muss m.M.n. auch situationsanhaengig sein. Ist jemand uebertrieben emotional, dann empfinde ich es als unecht, anstrengend und nervig.

Die Wahrscheinlichkeiten spielen fuer mich nur eine geringe Rolle. Fuer mich ist entscheidend, ob ich einen Bezug und eine Verbundenheit zu einem bestimmten Ereignis habe. Dementsprechend wirken Ereigniss auf mich.

Zitat von Bauhaus:
Hallo,
1. sprecht ihr mit euren Kontakten über solche Ereignisse oder tut man so, als sei nichts gewesen, um die Harmonie und den Zauber des neuen Kontaktes nicht zu stören?
2. wie reagieren eure Kontakte, wenn ihr sagt, dass euch das mitnimmt und ihr daher jetzt momentan nicht fröhlich weiter schreiben wollt, um euch erst mal zu sammeln? Schweigen sie oder kommt dann etwas was daraud eingeht?
3. wie sehr beeinflusst euch die Reaktion dieser Kontakte, ob ihr den Kontakt weiterführen wollt?
4. Falls ihr einen Partner habt, wie findet ihr es, wenn er so gar nicht auf eure Gefühlslage angesichts des Unglücks eingeht? Lässt euch das an der Beziehung zweifeln?

1: Was mich bewegt, thematisiere ich auch. Das ist auch bei einem Email-Austausch oder beim 1. Date so.
Solange es nicht das einzige Thema ist, finde ich auch nicht, dass dadurch irgendein Zauber verloren geht. Durch Gespraeche lernt man sich schliesslich kennen und daher ist es auch ok, wenn man darueber redet.

2: Dazu kann ich nichts sagen. Sowas hatte ich noch nie. Da ein Kennenlernen ist fuer mich aber keine Pflichtveranstaltung, erwarte ich, dass mein Gegenueber (so wie ich auch) Verstaendnis dafuer hat, dass man manchmal nicht in der Stimmung zum Schreiben oder Telefonieren oder sonstwas ist.

3: Das ist eine sehr gute Frage. Die Reaktionen eines potentiellen Partners auf bestimmte Themen ist mir wichtig. Denn an den Reaktionen kann ich ablesen, ob wir vom Typ her zueinander passen wuerden oder nicht. Mir ist es wichtig, dass mein Partner und ich zueinander passende Einstellungen, Ansichten und Interessen haben. Deshalb habe ich schon immer unterschiedliche Themen in der Kennlernphase thematisiert – aktuelle Ereignisse sind da natuerlich eingeschlossen.

4: Nein. Ich wuerde es eher bedenklich finden, wenn ich an meiner Beziehung zweifle, nur weil mein Partner mal nicht auf meine Gefuehlslage angesichts eines Ungluecks eingeht, von dem wir nicht direkt betroffen sind.
 

Mentalista

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  • #18
Zitat von Bauhaus:
Du bist schlecht informiert. Die Unterbrechung war 6 Monate, nicht 18 Monate.
Auch war er seit Jahren im fliegerischen Einsatz und er "schaffte" jeden Tag seine Aufgaben. Das ist aber jetzt nur ein Nebenschauplatz.

Ich denke, ich muß jetzt nicht Unterschiede erläutern zwischen Krankenhauskeimen, Grippetoten und ähnlichem. Denn der Vergleich zu den Ereignissen dieser Woche hinkt völlig.

Ah, da muss jemand wieder versuchen rein zu hauen... du kannst gerne deine Meinung haben, es hat dich auch keiner hier um eine Erläuterung der Unterschiede gebeten ,-:).
 

Bauhaus

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  • #19
Zitat von Mentalista:
Ah, da muss jemand wieder versuchen rein zu hauen... du kannst gerne deine Meinung haben, es hat dich auch keiner hier um eine Erläuterung der Unterschiede gebeten ,-:).
Doch, denn wenn Unwahrheiten im Internet verbreitet wird, lasse ich es nichr stehen.
Ungeachtet dessen, von welcher Person es kommt. Nimm nicht immer alles so persönlich.
 

Bauhaus

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  • #20
Zitat von anaj:
3: Das ist eine sehr gute Frage. Die Reaktionen eines potentiellen Partners auf bestimmte Themen ist mir wichtig. Denn an den Reaktionen kann ich ablesen, ob wir vom Typ her zueinander passen wuerden oder nicht. Mir ist es wichtig, dass mein Partner und ich zueinander passende Einstellungen, Ansichten und Interessen haben. Deshalb habe ich schon immer unterschiedliche Themen in der Kennlernphase thematisiert – aktuelle Ereignisse sind da natuerlich eingeschlossen.

4: Nein. Ich wuerde es eher bedenklich finden, wenn ich an meiner Beziehung zweifle, nur weil mein Partner mal nicht auf meine Gefuehlslage angesichts eines Ungluecks eingeht, von dem wir nicht direkt betroffen sind.
3. so sehe ich es auch. Es kommt gerade bei solchen Themen vieles durch an Denkweisen des Anderen, was man sonst vielleicht erst nahc Jahren und erst bei echten persönlichen Konflikten entdecken würde. Einstellungen, Sichtweisen, Vorurteile. Zu Themen wie Vorurteile ggü bestimmten Berufsgruppen, Erkrankungen, juristischen Fragestellungen.

4. Dazu muss man erstmal herausfinden, OB der andere nicht vielleicht doch direkt oder indirekt betroffen ist.
Ich fühle mich zB auch betroffen, wenn ich als architektin am Bau des Gebäudes der Germanwings beteiligt war. Oder wenn ich nächste Woche einen Flug mit ihnen gebucht habe. Oder mal an dem Ort des Crashs gelebt habe. Oder meine Schwester dort gearbeitet hat. Wenn das der Partner nicht in einen Zusammenhang bringen kann, dann gibt mir das zu denken.
 

Mentalista

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  • #21
Zitat von Bauhaus:
Doch, denn wenn Unwahrheiten im Internet verbreitet wird, lasse ich es nichr stehen.
Ungeachtet dessen, von welcher Person es kommt. Nimm nicht immer alles so persönlich.

Wie bitte, ich soll es nicht persönlich nehmen? Tue ich doch gar nicht, sondern du. Bitte projiziere nicht. Du scheinst es nicht zu merken.

Bitte zum Thema zurück.
 

anaj

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  • #22
Zitat von Unbewusst:
Gerade solch ein Spekulatius, wie von Mentalista zelebriert, hält mich davon ab so etwas zum Thema zu machen. Das wird am ehesten zum Thema mit Arbeitskollegen, mit meiner Frau habe ich noch nicht darüber gesprochen, werde ich von mir aus auch nicht anstoßen. Emotionalere Menschen werden solch ein Thema eher aufgreifen. Das ist erst mal genausowenig ein Fehler wie es nicht zu tun. Bei Übertreibungen im Umgang damit wird's halt merkwürdig.

Ich denke nicht, dass nur emotionale Menschen solch ein Thema aufgreifen. Ich finde es wichtig, dass man sich mit einem Partner und im Freundeskreis auch ueber aktuelle und politische Ereignisse unterhalten kann.

Da Bekannte, Familienmitglieder oder ich mehr oder weniger mit German Wings fliegen, ergreift mich das Thema allein schon deshalb ganz automatisch und deshalb moechte ich mich darueber auch privat unterhalten – vor allem mit meinem Partner.
 

Bauhaus

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  • #26
Zitat von anaj:
Ich denke nicht, dass nur emotionale Menschen solch ein Thema aufgreifen. Ich finde es wichtig, dass man sich mit einem Partner und im Freundeskreis auch ueber aktuelle und politische Ereignisse unterhalten kann.
man muss nicht jeden Sack Reis thematisieren, aber ein Thema, was so nah dran ist an uns, was so viele Menschen momentan beschäftigt, sollte auch mit nahestehenden Menschen besprochen werden.
Wenn sogar comedysendungen heute abend nicht ausgestrahlt werden, Trauerstunden im Bundestag stattfinden, alle Fahnen auf Halbmast sind, Gedenkminuten im Land und am Arbeitsplatz oder in Schulen unserer Kinder stattfinden, ist das kein Thema mehr wie Grippetote.
 
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  • #27
Zitat von anaj:
Ich denke nicht, dass nur emotionale Menschen solch ein Thema aufgreifen. Ich finde es wichtig, dass man sich mit einem Partner und im Freundeskreis auch ueber aktuelle und politische Ereignisse unterhalten kann.

Da Bekannte, Familienmitglieder oder ich mehr oder weniger mit German Wings fliegen, ergreift mich das Thema allein schon deshalb ganz automatisch und deshalb moechte ich mich darueber auch privat unterhalten – vor allem mit meinem Partner.

Bei uns geht es gerade unter,, wir sind busy. Ich denke bei sowas eher über die Vermeidung weiterer Unglücke dieser Art nach. In diesem Fall ist es besonders unglücklich gelaufen. Meist ist Sicherheit auch eine Kostenfrage, aber menschliches Versagen wird es immer geben.

Es wird auch fürchterlich spekuliert und unterstellt werden, ich kann im Moment nicht mehr denken als dass der Copilot krank war.

2.edit: Kam gerade im Radio, es wurde in seiner Wohnung eine zerrissene Krankmeldung gefunden. Die galt auch für den Tag des Fluges.
 
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Mentalista

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  • #28
Zitat von Bauhaus:
man muss nicht jeden Sack Reis thematisieren, aber ein Thema, was so nah dran ist an uns, was so viele Menschen momentan beschäftigt, sollte auch mit nahestehenden Menschen besprochen werden.
Wenn sogar comedysendungen heute abend nicht ausgestrahlt werden, Trauerstunden im Bundestag stattfinden, alle Fahnen auf Halbmast sind, Gedenkminuten im Land und am Arbeitsplatz oder in Schulen unserer Kinder stattfinden, ist das kein Thema mehr wie Grippetote.

Du hast doch vollkommen recht, aber hast meinen anderen Blickwinkel nicht verstanden, der Bezug nehmend auf Pritt Pett seinen nahm, den haste nicht angezickt, sondern gleich mich und siehst nur deinen Blickwinkel als den einzig wahren an.

Wer diesen nicht hat, wird gleich angemahnt, dazu in einem Schreibton, mir von dir aus immer so gegenüber, der bei mir sehr unangenehme Empfindungen auslöst.
 
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  • #29
Zitat von Bauhaus:
Ich denke, ich muß jetzt nicht Unterschiede erläutern zwischen Krankenhauskeimen, Grippetoten und ähnlichem. Denn der Vergleich zu den Ereignissen dieser Woche hinkt völlig.

Was hinkt denn daran?
Ein unfassbares Unglück mit grosser Anteilnahme und noch grösserer medialer Verwertbarkeit gegen 41 sich täglich wiederholende Schicksalsschläge.