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Deleted member 21128

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  • #61
Deswegen, komisch, wer sich da so angesprochen fühlt, ohne das er gemeint ist. Interessant.
Darum geht’s doch nicht. :rolleyes: Ich fühle mich nicht angesprochen. Ich finde nur diese pauschale Gesellschaftskritik, mit der er sich ja ganz klar auch über diese erhebt, sehr egomäßig.
Natürlich ist das wertend, wir wurden doch um eine Bewertung gebeten. :rolleyes:
Findest du das fair? Ist das reflektiert? Oder ist es ein bisschen.... anmaßend?
Warum muss man denn jetzt plötzlich so persönlich werden, nur weil andere eine andere Meinung vertreten?
 
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Deleted member 24688

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  • #62
Ich selbst finde den Text nach wie vor subooptimal,
Im übrigen: nicht alles, was mal irgendwo im Internet verstreut worden ist und ein paar nette Floskeln enthält, ist sofort Lyrik, geschweige denn GUT.
Wenn erwachsen werden im übrigen heisst: sich allem, was man selbst als minderwertig qualifiziert hat, zu entziehen: Schön, wer das ökonomisch kann. Ich persönlich habe zu arbeiten, bis ich 68 Jahre alt bin, sofern das Rentensystem nicht noch weiter reduziert wird. Ich kann mir daher NICHT erlauben, mich von sämtlichen eingebildeten oder tatsächlichen Wichtigtuern, Mittelmässigen, Unfähigen, Intriganten, Heuchlern.... abzusetzen. Weil: mir gehört leider keine einsame Mittelmeerinsel.

Es scheint als lebest du in festen Strukturen und festgesetzten Regeln, ordnungsgemäßen Prinzipien. Denke, du solltest dich nicht darüber grämen, dass dieser Mann dich nicht verstehen konnte.
 
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apfelstrudel

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  • #63
@WolkeVier
Es ist ok den text zu interpretieren und zu werten, wie auch inmer.
Doch du wertest die menschen, die aus dem text was positives rauslesen und unterstellst dem verfasser niedrige beweggründe.
Wenn du mich fragst ist der text wie das bild, das wir alle kennen. Das den kopf einer alten hexe zeigt, oder den körper einer jungen attraktiven frau...
Wenn man rückschlüsse dieser persönlichen interpretation auf den charakter eines menschen ziehen könnte, wäre das schlicht genial.
Kollateralschaden gibts immer.... aber dieses sieb würd schon verdammt gut sieben, könnt ich mir vorstellen.

was @syntagma betrifft, so bin ich überzeugt, dass sie den konjunktiv als solchen erkannt hat und auch eine allerweltsfrage wird sie nicht persönlich nehmen. Da steht sie zweifellos drüber. Oder täusch ich mich da, @syntagma ?
 
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Deleted member 21128

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  • #64
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Mestalla

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  • #66
Ich mußte beim Lesen des Textes ganz spontan an einen Film denken, der letzten Mittwoch lief
https://www.daserste.de/unterhaltun...s/was-wir-wussten-risiko-pille-video-100.html
Ein Pharma-Konzern entwickelt eine Antibabypille für Teenager, die möglicherweise gesundheitsgefährdend ist. Als ein Mitarbeiter des Konzerns die Pille bei seiner Tochter entdeckt, gerät er in einen Gewissenskonflikt.

Ich fasse den Text nicht als allgemeine Gesellschaftskritik auf, sondern einer speziellen (beruflichen) Situation geschuldet.
 
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syntagma

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  • #68
Oder würde es dir gefallen, wenn ich deine kompetenz in beziehungsanbahnung mal ganz leicht anzweifle, allein mit der begründung deiner nicht unerheblichen präsenz hier? Traurig nur, dass ich damit sehr wahrscheinlich näher liegen würde, als du mit deiner wertung über den mann, der zu dem fred animiert hat.
Das eine hat mit dem anderen doch gar nichts zu tun.

Na, auf jeden!

was @syntagma betrifft, so bin ich überzeugt, dass sie den konjunktiv als solchen erkannt hat und auch eine allerweltsfrage wird sie nicht persönlich nehmen. Da steht sie zweifellos drüber. Oder täusch ich mich da, @syntagma ?
Also, was auch immer du mit "Drüberstehen" meinen solltest (und was für "traurig nur" fehlt, ist sicherlich kein Konjunktiv), es muß mich doch hoffentlich nicht davon abhalten, deine Zeilen als in der Sache eher dämlich zu lesen. Aber ja, meinetwegen auch als Symptom. Ich nehme zur Kenntnis, daß bei dir da was abgeht. Vielleicht so was ähnliches wie bei Fleurdelis. Ich vermute, es hat was damit zu tun, daß der Textschreiber so Wörter wie "Mittelmäßigkeit" verwendet, über die er sich erhebt. Fleurdelis hat dann ja gleich die Geschichte vom Regenbogenfisch gepostet.
I see the problem.
 

fafner

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  • #69
Nennst du auch bitte die Textstellen, in denen jemand die Wahrheit für sich beansprucht?
Das meinte ich ja nicht, sondern daß so manche Leute finden, sie müßten ihre ganz persönliche Wahrheit (sie verwechseln das zumeist mit ihrer Meinung) einem Date mitteilen dürfen und dieses dürfe dann gefälligst nicht irritiert reagieren. Bzw. wenn es das tue, dann wäre es sowieso als möglicher Partner unten durch.
Und eine Möglichkeit hier könnte sein, daß der TE genaus das passiert ist. Oder anders ausgedrückt:
B) War es unklug oder möglicherweise verletzend, das Gedicht zu kritisieren?
Ja.
 
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apfelstrudel

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  • #70
"drüberstehn" ist für mich nicht negativ behaftet.... aber du hast Recht, die Wortwahl ist nicht ganz glücklich. Klingt irgendwie, als würd jemand auf einem hohen Ross sitzen. Aber das ist doch nicht der Fall... oder?
was für "traurig nur" fehlt, ist sicherlich kein Konjunktiv
Ich bin gespannt... was fehlt da?
es muß mich doch hoffentlich nicht davon abhalten, deine Zeilen als in der Sache eher dämlich zu lesen
ist ok. nicht jeder kann mit kritik umgehen. das ist voll ok.
Aber ja, meinetwegen auch als Symptom. Ich nehme zur Kenntnis, daß bei dir da was abgeht. Vielleicht so was ähnliches wie bei Fleurdelis. Ich vermute, es hat was damit zu tun, daß der Textschreiber so Wörter wie "Mittelmäßigkeit" verwendet, über die er sich erhebt.
mhm... interessant. und übrigens. du bist mittelmaß. ok? das bedeutet, du bist besser als 50%. zufrieden? =) ist doch schön. ich z.b. bin gern eher ein wenig drunter, das gibt mehr Freiheiten. Ab und an beweg ich mich auf die Null zu, das ist dann auch abenteuerlich.
Auch wenn der Autor die Worte verwendet und auch wenn er beruflichen Frust abgeladen hat. Sagt das rein garnichts darüber aus, welches Gefühl ihn dazu getrieben hat das zu schreiben. Die Verurteilung, die hier stattfindet, ist nicht fair.
Dann teil es mir und @fleurdelis bitte mit, danke.
Bitte klare Worte in kurzen Sätzen.
Stell dir vor, du erklärst es einem 10-jährigen....
 
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Fredda2019

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  • #71
So mancher Austausch hier dürfte 'vor der Tür' weitergehen, finde ich.
 

syntagma

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  • #72
"drüberstehn" ist für mich nicht negativ behaftet.... aber du hast Recht, die Wortwahl ist nicht ganz glücklich. Klingt irgendwie, als würd jemand auf einem hohen Ross sitzen. Aber das ist doch nicht der Fall... oder?
Ist doch vollkommen egal.

Das Verb. Vermutlich so was wie "ist" oder "find ich", im INdikativ.

ist ok. nicht jeder kann mit kritik umgehen. das ist voll ok.
Ach so, du wolltest mich kritisieren.

mhm... interessant. und übrigens. du bist mittelmaß. ok? das bedeutet, du bist besser als 50%. zufrieden? =) ist doch schön. ich z.b. bin gern eher ein wenig drunter, das gibt mehr Freiheiten. Ab und an beweg ich mich auf die Null zu, das ist dann auch abenteuerlich.
Ich verstehe, daß dich das Thema "Mittelmaß" triggert. Aber schlage vor, es nicht ad hominem so durchzuspielen, daß du nun die suchst, die Mittelmaß sind. Es geht doch darum, wie Leute das "Gedicht" lesen.

Auch wenn der Autor die Worte verwendet und auch wenn er beruflichen Frust abgeladen hat. Sagt das rein garnichts darüber aus, welches Gefühl ihn dazu getrieben hat das zu schreiben. Die Verurteilung, die hier stattfindet, ist nicht fair.
Es geht doch überhaupt nicht um den Autor und schon gar nicht um seine Verurteilung. Es geht um das "Gedicht", was es in unterschiedlichen Lesarten zum Ausdruck bringt, was sein Verschicken beim Onlinekennenlernen auf einer Partnerbörse bedeuten kann und wie damit umzugehen ist, wenn es einer Adressatin nicht gefällt.


So mancher Austausch hier dürfte 'vor der Tür' weitergehen, finde ich.
Ich versuch, es zurück zum Thema zu bewegen.
 
D

Deleted member 24688

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  • #73
Ich verstehe, daß dich das Thema "Mittelmaß" triggert. Aber schlage vor, es nicht ad hominem so durchzuspielen, daß du nun die suchst, die Mittelmaß sind. Es geht doch darum, wie Leute das "Gedicht" lesen.

Ich lach mich kaputt. Selbstüberschätzung kann mit Substanz oder ohne sein. Dass du sie hier so hervorragend in letzterer Art und Weise vorführst, finde ich herrlich. Lass dir dein süßes Gift des Hochmuts gut schmecken. .... Schenk dir noch ein paar Pralinen dazu. ... Das Problem an der Geschichte ist, du möchtest doch so gerne allen hier Inkompetenz zuschreiben, und denkst das würde deine übertünchen. ... Praline? .... :)
 

Dancing

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  • #74
Liebes Forum,
ein eigentlich sehr interessanter Mann hat mich gefragt, ob ich das untenstehende Gedicht kenne: "Meine Seele hat es eilig". (Angeblich von Mario de Andrade, andere sind der Meinung, es stamme von Ricardo Gondim.)
Ich habe das Gedicht gegoogelt und auch sofort in einem 50+ Forum gefunden.
Ich war nicht wirklich von dem Gedicht begeistert, weil aus meiner Sicht das kein Gedicht ist, allenfalls ein Text, und zwar ein Text der zum einen eine Binsenwahrheit aufbereitet (game nearly over, sozusagen), zum anderen zu 50 Prozent aus "ich will nicht" besteht, und der Lösungsansatz aus "ich will" besteht und zwar aus "ich will nur noch von bestimmten Menschen umgeben sein."
Aus meiner Sicht formuliert der Text eine sehr begrenzte Sichtweise, die Veränderungen bei sich selbst ausschließt. (Ganz offenbar gehört man ja bereits zu den Erwählten, kämpft unentwegt gegen Mittelmässigkeit)
Aus mir selbst nicht vollständig nachvollziehbaren Gründen ist mir der Text irgendwie komplett unsympathisch.
Also, ich habe geschrieben, dass mir der Text nicht gefällt, mit einigen Begründungen.
Seither: nichts mehr gehört.
Meine Frage dazu:
A) Wie findet Ihr den Text? Ist es das, was man mit Mitte 50 umsetzen kann und sollte?
B) War es unklug oder möglicherweise verletzend, das Gedicht zu kritisieren? Aus meiner Sicht war es ein Text und nicht die Person, die mich darauf hingewiesen hat.
Hier das Gedicht:





________________________

*Meine Seele hat es eilig.*

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.
Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten isst sie mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig sind, begann es, sie wirklich zu genießen.
Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.
Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen , die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.
Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.
Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.
Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.
Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.
Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süssigkeiten in der Packung.

Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind.
Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden.
Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen.
Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten.
Es ist das, was das Leben lebenswert macht.
Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren.
Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.

Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden.
Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.
Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.
Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.
Wo bitte ist da das Gedicht? Ich kann keins darin erkennen, der Text ist mir zu negativ, klingt sehr nach Selbstbemitleidung und wäre für mich etwas, was ich schon nach den ersten Zeilen in die Ecke werfe, geradewegs in die Rundablage.
Gedichte sind für mich soetwas wie "Herr von Ribbeck" oder "John Maynard", "Hunnensturm", ... da reimt sich was. Gerne auch solche von Heinz Erhard, wie "Die Made".
 
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Mestalla

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  • #75
Ich würde das für mich so zusammenfassen:
Bei dem Autor kommen möglicherweise beruflicher Frust und Midlife Crisis zusammen. Ob das lyrisch gelungen ist, kann ich schwer beurteilen. Es gibt Passagen, die mir gefallen, andere weniger.
Verschickt hätte ich es nicht, zumindest nicht einer Kennenlernphase beim OD.
 
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  • #76
Ich lach mich kaputt. Selbstüberschätzung kann mit Substanz oder ohne sein. Dass du sie hier so hervorragend in letzterer Art und Weise vorführst, finde ich herrlich. Lass dir dein süßes Gift des Hochmuts gut schmecken. .... Schenk dir noch ein paar Pralinen dazu. ... Das Problem an der Geschichte ist, du möchtest doch so gerne allen hier Inkompetenz zuschreiben, und denkst das würde deine übertünchen. ... Praline? .... :)

Klasse geschrieben!
 
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Mentalista

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  • #77
Ich würde das für mich so zusammenfassen:
Bei dem Autor kommen möglicherweise beruflicher Frust und Midlife Crisis zusammen. Ob das lyrisch gelungen ist, kann ich schwer beurteilen. Es gibt Passagen, die mir gefallen, andere weniger.
Verschickt hätte ich es nicht, zumindest nicht einer Kennenlernphase beim OD.

Da gehe ich mit dir. Wenn ich mir überlege, was Männer sonst so schreiben, finde ich diese "lyrischen" Zeilen harmlos.
 

Hoppel

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  • #78
Da gehe ich mit dir. Wenn ich mir überlege, was Männer sonst so schreiben, finde ich diese "lyrischen" Zeilen harmlos.
Schon, aber es geht hier auch um die Passung und indirekt wollte er wohl schon eine Information transportieren.
Auch wenn das im gewählten Mittel nicht gelungen ist, muss man daraus nicht generell auf unpassend schließen. Halt in diesem einen Punkt! Sonst war es @Erigeneia ja ganz interessant und sie könnte ihn fragen *was* er denn transportieren wollte und nicht die Qualität der Prosa so in den Mittelpunkt rücken. Es könnte genau so gut sein, dass er eine lyrische Schwäche hat, aber @Erigeneia sich im Umgang mit dieser nicht ganz unverdient sein Schweigen erarbeitet hat oder deutlich, sie bei ihm durchs Raster gefallen ist.
 
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Meerechse

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  • #79
Wer lebt schon auf einer einsamen Mittelmeerinsel :)) Noch immer kein "Klick" Es geht nicht darum, wie man sich den komischen Menschen dieser Welt entzieht, (Mittelmeerinsel) sondern, welche innere Einstellung man sich zu ihnen aneignet. Eben keine Zeit und keine Energie auf die Egoshuter dieser Welt zu vergeuden, sich nicht darüber aufzuregen und damit Energie zu verschwenden, sondern INNERLICH (die Seele hat keine Zeit für Spielchen, es berührt sie nicht mehr) gelassen zu bleiben. Denn worüber man sich aufregt, hat noch sehr viel mit der eigenen inneren Unruhe zu tun. Es geht nicht um DEN Menschen, es geht nur um sein VERHALTEN. Deswegen ist das doch keine schlechter Mensch, nur noch auf einem anderen Entwicklungsgrad (noch in Aufregung, was vom wesentlichen ablenkt) , kein Problem!! Der Schreiber des Gedichtes wünscht sich lediglich seinen Entwicklungsgrad, den eine Leserin daran erkennen kann und das ist mal eine gestige Haltung als Basis. Mal was anderes abgefragt als: "wat machse als Sport?" :) Übrigens, schit Wetter heute, Wertung, sorry Petrus ;-)
 
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  • #80
nur noch auf einem anderen Entwicklungsgrad (noch in Aufregung, was vom wesentlichen ablenkt) , kein Problem!! Der Schreiber des Gedichtes wünscht sich lediglich seinen Entwicklungsgrad, den eine Leserin daran erkennen kann und das ist mal eine gestige Haltung als Basis.
Viel interessanter finde ich die "Haltung" von Menschen / Foristen, die sich auf einem bestimmten "Entwicklungsgrad" wähnen gegenüber solchen uaf "anderem Entwicklungsgrad"; insbesondere dann, wenn indiriekt Kritik an dieser "Haltung" (über so ein Prosastück wohl teilweise ausgedrückt) geübt wird. Da ist´s dann plötzlich essig mit der kolportierten Gelassenheit.
Deshalb glaube ich, erfüllt so ein angebotener Text schon seinen Zweck. Allerdings würde ich die Herangehensweise, die @Hoppel vorschlägt vielleicht auch für die klügere halten; allerdings fürchte ich , dass meine Reaktion auch eher die von @Erigeneia gewesen wäre..
 
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Erigeneia

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  • #81
Ein Gedicht von Friedrich Hölderlin (erschienen 1804)

Ich sehe, dass hier die Fahnen klirren:):oops:
@Meerechse : Falls Du es immer noch nicht verstanden hast: dieser Text stammt NICHT von einer Privatperson, sondern kursiert im Internet, nicht einmal die Autorenschaft ist gesichert.
Es geht auch nicht darum, jemanden zu bewerten, der mich auf den Text hingewiesen hat.
Es ist auch kein GEDICHT, da es in keinster Weise eine FORM aufweist, es ist allenfalls ein Manifest, welches eigentlich überhaupt keine Interpretationsspielräume zulässt, oder eine Seite aus einem Ratgeber für Ältere.
Und da es KEIN Gedicht ist, kann man sich nur mit dem Inhaltlichen auseinandersetzen.
Wenn mir jemand den katholischen Katechismus, das Parteiprogramm einer politischen Partei, das Kommunistische Manifest, oder die Vereinssatzung des Strickclubs Castrop-Rauxel übersendet, habe ich auch im wesentlichen zwei Alternativen: zu sagen, ja, da finde ich mich wieder oder nein: ich sehe die Welt anders.


Untenstehend ein GEDICHT von Friedrich Hölderlin. Es hat eine Form, Sprachbilder und lässt Raum für Interpretation.


Hälfte des Lebens


Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.
 
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Erigeneia

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  • #82
Ich mußte beim Lesen des Textes ganz spontan an einen Film denken, der letzten Mittwoch lief
https://www.daserste.de/unterhaltun...s/was-wir-wussten-risiko-pille-video-100.html
Ein Pharma-Konzern entwickelt eine Antibabypille für Teenager, die möglicherweise gesundheitsgefährdend ist. Als ein Mitarbeiter des Konzerns die Pille bei seiner Tochter entdeckt, gerät er in einen Gewissenskonflikt.

Ich fasse den Text nicht als allgemeine Gesellschaftskritik auf, sondern einer speziellen (beruflichen) Situation geschuldet.[/QUOTE

Ich habe den Film nicht gesehen. Ich glaube aber: wenn der Film einen "Helden" hat, wird sich dieser mit den Strukturen befassen müssen, was bei einem solchen Thema mit Sicherheit nicht ungefährlich ist.
Die meisten Menschen erleben nicht derartig starke Komflikte, bzw nehmen sie zum Schutz ihrer Arbeitsplätze konsequent nicht wahr.
Es kann natürlich eine Lösung sein, sich dann aus allem, einschliesslich Arbeit herauszuziehen.
 

tina*

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  • #83
Untenstehend ein GEDICHT von Friedrich Hölderlin. Es hat eine Form, Sprachbilder und lässt Raum für Interpretation.
Also wenn mir einer den Hölderlin schicken würde zum Einstieg, der wäre ja gleich raus :).
"Wir passen nicht zusammen. Wie kommst du darauf, mir so einen Schwenkarm zu schicken? Mit Sodomie habe ich nichts am Hut. Knutschende Schwäne, also wirklich. Und dann noch die Birnen im Wasser vergammeln lassen, da hättste ja auch Kompott draus machen können, wegen der Umwelt. Bleib halt in deiner ungemütlichen Wohnung mit den kalten Mauern hocken, wenn du zu geizig bist, dir Blumen zu kaufen. Du bist ja total bedürftig!"

Also Leute gibt's ... tzzz tzzz
:)
 

Meerechse

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  • #84
Ja genau! Hilfe ich lach` mich schlapp. Vielleicht wäre es das Einfachste, zu fragen, was er denn genau mit diesem Gedicht, Manifest :) , Prosa, Zitat, Gedankenjogging oder vielleicht zum besseren Versändnis für alle -- einfach Text? (!) sagen will. Besser is.. und wer weiß was daraus dann werden kann ...
 
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AnnaConda

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  • #85
Ja genau! Hilfe ich lach` mich schlapp. Vielleicht wäre es das Einfachste, zu fragen, was er denn genau mit diesem Gedicht, Manifest :) , Prosa, Zitat, Gedankenjogging oder vielleicht zum besseren Versändnis für alle -- einfach Text? (!) sagen will. Besser is.. und wer weiß was daraus dann werden kann ...
Ja kann man machen, muss man aber nicht. Es gibt Texte, Programme, Gedichte.. Whatever.. die stoßen sofort ab. Gut, man könnte fragen, ob derjenige es genauso sieht, erfahrungsgemäß werden aber eher Texte geteilt in der Kennenlernphase, die man gut findet oder wenn weniger gut, dann gleich mit Wertung.

Natürlich kann man sich immer auf alles erstmal einlassen, habe ich am naiven Anfang meiner OD-Phase auch gemacht. Herauskristallisiert hat sich aber, dass man an solchen Texten schnell erkennt, wie jemand tickt, wenn er sie gut findet. Und da trennt sich halt schnell die Spreu vom Weizen. Natürlich ist es nicht so, dass mein Empfinden bei sowas das allgemein Richtige ist. Andere ticken anders, nur passt das dann eben nicht zu mir. Zu anderen vermutlich schon. Sowas wabert ja nicht umsonst überall rum.
 
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Darrough

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  • #86
Ich finde es sprachlich unbeholfen, als Lyrik taugt es damit nicht, denn hier offenbaren sich ja gerade die Meister der Sprache wie etwa Trakl. Der Titel schreckt bereits ab, er klingt doof. Wo ist die Tonne?
 

syntagma

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  • #87
Die Seele sollte nicht denen überlassen werden, die gerne von ihr reden.
 

Darrough

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  • #88
Was haltet ihr von Friedrich Schiller? Wie ist ein Produkt wie "Die Glocke" einzustufen, wo siedelt ihr es an? Ich meine, Knüttelverse, Schiller war wohl etwas beknackt. Dafür spricht auch der Reim, der auf unserem Stadttheater prangt: "Aus der Kräfte schön vereintem Streben ergibt sich wirkend erst das wahre Leben." Vielleicht täusche ich mich, vielleicht hat er sich verstellt. Marcel Reich-Ranicki hat sich und die Situation immer mit dem Spruch gerettet, Schiller wäre oft falsch verstanden worden. Vor Alexander von Humboldt hat er - FS - jedenfalls einen Heidenrespekt, um nicht zu sagen, Angst, gehabt, wegen seines "schneidenden Verstandes."
 
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syntagma

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  • #89
Ja, der ist schon lustig, der Herr Schiller. Aber ohne blöd zu sein. Das ist schon mal nicht so schlecht.
Im übrigen sind die bekannten Gedichte der bekanntesten Dichter nicht unbedingt die interessantesten.
Und manch einem sind sie auch verleidet, weil Schullektüre.

Es gab hier mal eine Foristin, die hat über ihre Posts immer "Schreibstube" geschrieben.
Das hat sie dann irgendwie kostbarer gemacht, offenbar.
Man könnte auch einfach über jedes Post "Gedicht" schreiben und guckt, ob sich dann für einen was ändert.
 

Mestalla

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  • #90
Was wär ein Apfel ohne -Sine,
Was wären Häute ohne Schleim?
Was wär'n die Vita ohne -Mine,
Was wär'n Gedichte ohne Reim?
Was wär das E ohne die -llipse,
Was wär veränder ohne -lich?
Was wär ein Kragen ohne Schlipse,
Und was wär ich bloß ohne Dich?
(Heinz Erhardt)


:)
 
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