Lucilla

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  • #121
Zitat von Blanche:
Etwas Abstand kann auch helfen, klarer zu sehen.
Trotzdem habe ich den Eindruck, dass es verdammt schwierig ist, in so einer Situation "richtig" zu reagieren.
Man weiß einfach nie im Voraus, wie sich etwas entwickeln wird.
Manchmal kann was bei einer Person das Richtige sein, bei einer anderen Person das komplette Gegenteil bewirken.
Wichtig ist, dass Du Dich nicht verlierst und Deinen Weg gehst.
Der Rest stellt sich zu gegebener Zeit heraus.
Viel Glück Dir!

Abstand: Defintiv. Ich möchte sehen, ob und wenn ja, was kommt. In dieser Zeit werde ich mir dann Gedanken darüber machen, was ich will in Bezug auf mich selber und in Bezug auf ihn.

"Richtiges Agieren": Ja, das weiß ich selber nicht. Ich weiß aber, dass er sich ziemlich viel rausgenommen hat, was nicht in Ordnung war. D.h. für mich auch jetzt, dass ich mir selbige Zeit zum Nachdenken nehmen kann. Wenn er dies nicht akzeptieren sollte, spricht das auch wieder für sich.

Oder?
 

Blanche

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  • #122
Zitat von Lucilla:
Abstand: Defintiv. Ich möchte sehen, ob und wenn ja, was kommt. In dieser Zeit werde ich mir dann Gedanken darüber machen, was ich will in Bezug auf mich selber und in Bezug auf ihn.

"Richtiges Agieren": Ja, das weiß ich selber nicht. Ich weiß aber, dass er sich ziemlich viel rausgenommen hat, was nicht in Ordnung war. D.h. für mich auch jetzt, dass ich mir selbige Zeit zum Nachdenken nehmen kann. Wenn er dies nicht akzeptieren sollte, spricht das auch wieder für sich.

Oder?

Ich finde es schwer aus der Ferne Empfehlungen zu geben.
Ich denke, Du weißt, was Du für Dich brauchst - und was nicht.
Es sollte für beide passen.
Sich für beide gut anfühlen.
Momentan tut es das nicht.
Da gilt es zu schauen, ob noch eine Möglichkeit besteht, wieder zueinander zu finden.
Die Frage ist halt, wie viel Energie ihr beide dafür habt.
Und ob genügend Gefühle da sind.
 

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  • #123
Zitat von Andre:
Gestehen wir ihm also "altersweise" zu, dass aus diesem "Typen" noch ein Mann werden kann, so wie wir ja auch den "Typinnen" zugestehen, dass aus ihnen erwachsene Frauen geworden sind. Oder siehst du das anders? ;-)

Klar gestehe ich das dem jungen Mann/Frau zu, noch erwachsen zu werden.

Hier wurde von einem Gaul geschrieben, bei dem man rechtzeitig abspringen soll. Ich ergänze, kluge junge Frau soll sich den Stall genau anschauen, aus dem das Pferd kommt, da kann man einiges erkennen. Ich lese hier bei Mutter und Sohn eine gewisse Lebensunfähigkeit, die der Sohn sehr lange schon ausgesetzt war und psychisch und beziehungsmässig halt auch Folgen haben können bzw. vielleicht schon längst haben.
 

Mentalista

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  • #125
Zitat von Lucilla:
wie lange brauchen denn Männer zum "Rauskriechen"?

Wieder eine Buchempfehlung: Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus

Da wird dieses Verkriechen von Mann in seine Höhle gut beschrieben.

Unabhängig davon kann ein Mann sich gerne ins seine Höhle verkriechen, bei mir ist es mein Sofa. Aber respektloses Verhalten und Beschimpfen und eine gewisse Unfähigkeit sein Leben (Wohnungssuche usw.) nicht alleine auf die Reihe zu bekommen, ist bei mir Lustkiller hoch drei. Aus die Maus.
 

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  • #127
Zitat von Truppenursel:
sehr gut!!!
Der soll jetzt mal schön erstmal in seinem eigenen Saft schmoren. Bleib eisern, halte durch!

Kann ich nur zustimmen. Auf Distanz gehen, nichts zu sagen, nicht zu handeln, in sich zu Ruhen, bei sich zu bleiben und dem für mich männlichen Versuch wieder näher zu kommen, erst mal eine Grenze zu setzen. Wie einem Teenager, der sich daneben benommen hat, einfach die kalte Schulter zeigen. Funktioniert mehr, als das ständige Ansprechen. Komischer Weise kam mein Teenager dann später brav an und dann war eine gute Gesprächsebene mit klarer Ansage möglich. Gab es keine Veränderung, gab es "böse" Konsequenzen.
 

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  • #128
Zitat von Andre:
Es gibt da leider nur einen sehr verführerischen Gedanken, dem man aber widerstehen muss: nämlich zu glauben, man müsse nur hartnäckig genug an der Sache dranbleiben, dann würde man irgendwann schon zum Erfolg kommen. So nach dem Motto "Ohne Fleiß kein Preis" oder "Von nix kommt nix". Da muss man aufpassen, dass man nicht mehr von seinem Ehrgeiz getrieben wird als von der Sache selbst.

Sehr gut beschrieben! Das passt gut zu meinen Gedanken, Trennung nicht um jeden Preis, aber hier sehe ich wenig Entwicklungspotential, dazu sind beide viel zu jung, um schon feststellen zu können, dass ER/Sie der Richtige ist.
 

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  • #129
Zitat von Lucilla:
UPDATE an alle die mitlesen: Er hat mir gerade eine SMS geschickt, in der er mir viel Glück und Erfolg für die morgige Klausur wünscht und dass er mir die Daumen drücken wird.

Warum SMS? Kann er dich nicht anrufen und dir es auf diesen persönlicheren Weg wünschen? Das wäre auch irgendwie erwachsener, oder nicht?
 

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  • #130
Zitat von Lucilla:
Ich bin einer der letzten Menschen, mit dem man nicht reden kann. Und ich hab so oft das Gespräch gesucht, ich hab es ihm ja quasi noch leicht gemacht. Muss er sich erst trennen, dann um Verzeihung bitten, dann so einen "Dreck" abziehen, wenn durch ein Gespräch ein für alle Mal etwas geklärt werden könnte?

Reden ist sehr wichtig, aber reden allein kann nicht alles heilen, wenn Einer der Beteiligten aufgrund seiner familiären Vorgeschichte doch belastet zu sein scheint und auch entwicklungsmässig dir hinterher hinkt. Mag sein, dass er gar nicht merkt, wie mies er dich behandelt.

Überlege doch mal, ob ihr von der Persönlichkeit überhaupt zusammen passt? Man sollte da schon ähnlich sein, jedenfalls in den Grundzügen, Ergänzen sind auch gut, aber wenn man sich nur ergänzt, besteht eine große Gefahr, dass Einer der Dominantere ist und der Andere, meistens der Mann, dass zum Anfang toll findet, weil da viel Mami-Verhalten dabei und ER scheint eine schwache Mutter zu haben und er genoss dein sich ihn umsorgen. Aber das kippt, weil seine männliche Seele diese Dominanz nicht lange aushalten kann, weil er immer "kleiner" wurde.

Es rumort in ihm drin, er hat es dir ja geschrieben, er wehrt dein dominanten-perfektionistisches Verhalten ab, steckt zwischen Engel-Teufel-Verhalten, hat bestimmt auch Gefühle für dich, aber vielleicht ist er derzeit für eine Beziehung, wie du dir sie wünscht noch nicht reif. Schon mal daran gedacht?

Hast du auch mal selbst daran gedacht, ob du ausreichend reif für eine Beziehung bist, wenn du mit Perfektionistischer Dominanz von dem angeblich "Richtigem" schreibst?

Verzeih meiner direkten und klaren Gedanken, ich will dich nicht verletzten, ich kann mich irren.
 

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  • #131
Zitat von Lucilla:
Ich weiß einfach absolut gar nicht, was mehr richtig und falsch in dieser Angelegenheit ist.

Warum musst du immer machen, handeln?

Warum gehst du nicht einen Schritt mindestens zurück, bleibt Gedanklich bei dir, kümmere dich um dich selbst, um dein Lernen, um deine Gesundheit, denke bitte daran: Seele und Körper sind immer eins und kommunizieren miteinander.

Lass ihn kommen, lass ihn machen, wenn nichts kommt, auch gut, laufe ihm nicht hinterher, bedränge ihn nicht, rede nicht, schreibe nicht, lass los!
 

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  • #132
Zitat von Andre:
Hm, viele betrachten Liebe (das Gefühl) und Beziehung (die "praktische Ausübung" dieses Gefühles) als ein und dasselbe. Ich sehe das anders, man kann durchaus in dem Dilemma stecken, dass man Liebe empfindet, diese aber aufgrund der speziellen Beschaffenheit der Beziehung nicht ausleben/ausdrücken kann.

Ich finde es immer wieder gut, was du so schreibst.

Ja, man kann Liebe empfinden, aber man kann auch einsehen, dass aufgrund der speziellen Beschaffenheit der Beziehung die auf die speziellen Persönlichkeiten Beider beruht, eine langfristige Beziehung nicht möglich sein wird.
 

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  • #133
Zitat von beyoutiful:
Bin als Schreiberin neu, als Leserin schon länger immer wieder einmal hier.

Vieles, was du schreibst, ist mir (leider) sehr vertraut, liebe Lucilla. Mir ist bewusst, dass Du aktuell wahrscheinlich wenig Kraft/Muße/Nerv zum Lesen hast - trotzdem empfehle ich Dir einige Bücher, die für mich als Katalysatoren im Selbsterkennensprozess gewirkt haben. Am Ende stand die Erkenntnis in meinem Fall, dass die Wurzel meiner destruktiven Partnerbeziehungen meine Kindheit im Hause zweier narzisstischer Eltern war (diese tun sich leider sehr gerne zusammen). Narzissten meine ich nicht in der Schlagwortbedeutung, die in der Öffentlichkeit kursiert, sondern in der pathologischen. Ich habe sehr lange gebraucht, all das und die Zusammenhänge zu verstehen.

Wenn wir "solche" Männer in unser Leben ziehen/lassen, haben wir die entsprechenden Gift-Rezeptoren. Das passt wie Schloss und Schlüssel. Da alles sehr unbewusst geschieht, nützen auch (Selbst)Vorwürfe à la "Wie konnte eine intelligente Frau wie ich|du...." nichts.

Mein allererster Weckruf kam - es gab damals noch keine Internetforen - über ein Buch. "Wenn Frauen zu sehr lieben" von Robin Norwood. "Witzigerweise" hatte ich um dieses Buch jahrelang einen Riesenbogen gemacht. Ich wollte das nicht lesen. Dafür war ich noch nicht so weit. Dann kaufte ich es. Und: BANG! Augenöffner. Es geht um die Sucht, gebraucht zu werden.

Sehr hilfreich waren für mich weitere Bücher, die ich einfach erwähne (wie bei einem Büfett):

Nah und doch so fern von Steven Carter & Julia Sokol - bahnbrechend für mich, weil mir davor niemals klar war, dass wir zwischen den Polen passiver Vermeider und aktiver Vermeider hin- und herswitchen. Der passive Vermeider sucht sich immer wieder nicht verfügbare Partner (gebunden, weit weg, emotional unerreichbar), der aktive Vermeider rennt weg, weil er die Nähe nicht erträgt, obwohl er/sie sich diese doch sehr wünscht.

Worte, die wie Schläge sind von Patricia Evans

Ich lasse deines bei dir von Susanne Hühn

Will I ever be good enough - Healing the daughters of narcissistic mothers von Karyl McBride (bisher leider nicht ins Deutsche übersetzt)

Ich wünsche Dir auch von Herzen das Beste und dass Du Deinen (Heilungs)Weg findest.

Liebe Grüße
B

Wow, hier ist ja noch jemand direkter als ich und hat es so gut auf den Punkt gebracht. Danke.

Ich wünsche Lucilla sehr, dass sie gerade diesen Beitrag von B. sehr ernst nimmt.
 

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  • #134
Zitat von Lucilla:
Ich würde ihn halt gerne nochmal sehen, um IHN zu sehen, wenn ich bestimmte Dinge sage. Wäre es ratsam, mit ihm persönlich noch ein Mal zu reden und sich zu trennen? Oder besser, einen wohl überlegten Brief zu schreiben?

Nein, kein Brief, kein Kontakt, bitte nimm dir den Beitrag von Boytiful zu Herzen!

Gerade als zukünftige Medizinerin musst du dich mit solchen Themen beschäftigen.

Meine Meinung zur Trennung ist von mir deutlich geschrieben. Du musst sie nicht aussprechen, denn letztendlich hat er sich von dir längst getrennt, er weiss es nur nicht, bzw. merkt es selber nicht.

Ich gebe dir noch mal das Stichwort "Energie-Vampire". Leicht zu googlen.

Wo ist das Problem für dich, nichts zu tun? Du musst lernen, dass du nicht alles regeln und kontrollieren kannst und musst.
 

Lucilla

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  • #135
Ich zitiere jetzt nicht alles, damit es nicht so viel ist, sondern schreibe einfach meine Antworten nieder:


1 zu "Mein Plan". Ich möchte sehen, ob was von ihm kommt. Sprich ob von ihm Initiative kommt, Einsicht, Bemühungen, etc. Weil wenn diese nicht kommen, ist die Sache ja sowieso klar.

2. "Aus der Bahn werfen". Ja, es hat mich aus der Bahn geworfen, sodass ich gestern Abend/Nacht wieder weinend im Bett lag. Ich habe nicht mehr mit einer Nachricht gerechnet. Denn: Mir wird von Tag zu Tag immer klarer, dass mich der Verlust trauriger macht und das nicht des Verlustes wegen, sondern seinetwegen. Hier mag zwar jetzt wieder der ein oder andere sagen "ihr seid so jung das zu wissen, etc.", "er hat indiskutable Dinge gesagt/getan, etc" aber es ist Fakt. Je mehr ich in mich reinhorsche, desto mehr Kommen die Gedanken "ich werde immer trauriger und vermisse ihn, verlange aber Einsatzbereitschaft von ihm".

3. SMS. Natürlich wäre ein Anruf besser gewesen. ABer mal im ernst. Wäre ich dran gegangen? Nein. Bei einer Sms konnte er davon ausgehen, dass ich sie lese.

4. "Es rumort in ihm drin, er hat es dir ja geschrieben, er wehrt dein dominanten-perfektionistisches Verhalten ab, steckt zwischen Engel-Teufel-Verhalten, hat bestimmt auch Gefühle für dich, aber vielleicht ist er derzeit für eine Beziehung, wie du dir sie wünscht noch nicht reif. Schon mal daran gedacht?" - Naja, er hat ja nicht gesagt, dass er mein "dominant perfektionistisches Verhalten abwehrt". Das war ja reine Interpretation meinerseits basierend auf der Spekulation, was hier los ist. Wenn er noch nicht reif ist - warum lässt er sich dann auf mich ein? Zu Beginn des Kennenlernens wurde klar herausgestellt von uns beiden, dass es keine kurzfristige Beziehung sondern eine Beziehung langfristiger Art sein soll, weil wir beide, so auch er, für die Zukunft suchen.

5. "Hast du auch mal selbst daran gedacht, ob du ausreichend reif für eine Beziehung bist, wenn du mit Perfektionistischer Dominanz von dem angeblich "Richtigem" schreibst?" - Wie gesagt, "perfektionistisch + dominant" würde ich mich grundsätzlich gar nicht selber beschreiben. ja, ich bin perfektionist, und ich habe in der Vergangenheit ihm viel geholfen, ABER: das ist habe ich auch schnell zurückgerudert. Zuletzt habe ich davon kaum noch was gemacht. Sprich als Beispiel: Als die Mutter dann doch zur Erkenntnis kam, dass sie bei dem Typen ausziehen muss, habe ich nichts getan. War ihr Kram, ihr Bier.

6. "Meine Meinung zur Trennung ist von mir deutlich geschrieben. Du musst sie nicht aussprechen, denn letztendlich hat er sich von dir längst getrennt, er weiss es nur nicht, bzw. merkt es selber nicht." Ich habe einen guten Freund, der mit seiner Freundin vor selbiger Baustelle stand. Sie haben sich getrennt und jeder ist zwei Monate seiner WEge gegangen. SIe kamen zur Erkenntnis, dass es nicht ohne den anderen klappt und sind mittlerweile 4 Jahre zusammen, nachdem sie langsam wieder auf sich zugegangen sind. Meinst du, so etwas ist nicht möglich?
 

Eiterblase

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  • #136
Zitat von Lucilla:
Ich habe einen guten Freund, der mit seiner Freundin vor selbiger Baustelle stand. Sie haben sich getrennt und jeder ist zwei Monate seiner WEge gegangen. SIe kamen zur Erkenntnis, dass es nicht ohne den anderen klappt und sind mittlerweile 4 Jahre zusammen, nachdem sie langsam wieder auf sich zugegangen sind. Meinst du, so etwas ist nicht möglich?

Vielleicht wäre das für euch auch ganz gut, wenn jeder so ein / zwei Monate seiner Wege geht. Er kann dann etwas lernen, seine Dinge selbst zu erledigen und sie nicht auf dich abzuwälzen und du kannst dich von seinen Demütigungen erholen. Und dann könntet ihr wieder neu aufeinander zugehen.
Es kann sogar sehr gut sein, dass ihr beide wieder zueinander findet. Vielleicht merkt er auch gerade in der Funkstille, was du ihm bedeutest.
Er hat dir jetzt ja auch wieder geschrieben. SMS ist nicht unbedingt etwas weltbewegendes. Es zeigt allerdings, dass er an dich gedacht hat und, dass er dir alles Gute wünscht.

Und ich denke, du solltest ihm einen Brief schreiben, in welchem du ihm kurz erklärst, dass du nun etwas Abstand brauchst (von einem / zwei / drei (?) Monaten), um dich ein wenig zu sortieren. Du kannst auch schreiben, dass die Streitereien in der letzten Zeit dir sehr zugesetzt haben und du dich davon auch erholen musst. Und dass du dir aber vorstellen kannst, nach diesem Abstand wieder neu aufeinander zuzugehen. Wenn so Sachen wie bisher nicht mehr passieren.
Du darfst ruhig anklingen lassen, dass sich für dich einige Dinge ändern müssen, dass du aber auch bereit bist, dich zu ändern.

Ich würde ihm deshalb mitteilen, was du vorhast, damit er nicht vor den Kopf gestoßen ist und sich möglichst keine neuen Eskalationsfeuer bilden.

Ich denke, wenn er dich liebt, wird er das berücksichtigen und auch in der Zeit, in dem ihr beide mal komplett ohne den anderen lebt, nicht weglaufen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Mentalista

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  • #137
Zitat von Lucilla:
Ich zitiere jetzt nicht alles, damit es nicht so viel ist, sondern schreibe einfach meine Antworten nieder:
1 zu "Mein Plan". Ich möchte sehen, ob was von ihm kommt. Sprich ob von ihm Initiative kommt, Einsicht, Bemühungen, etc. Weil wenn diese nicht kommen, ist die Sache ja sowieso klar.

Gut, dann schau, was von ihm kommt. Aber wenn ich mir deine emotionalen Zeilen so anschaue, habe ich die Befürchtung, dass du derzeit seelisch gar nicht stabil bist, mit dem, was von ihm kommt, adäquat umzugehen.

Sag mal, ist er deine erste große Liebe?

2. "Aus der Bahn werfen". Ja, es hat mich aus der Bahn geworfen, sodass ich gestern Abend/Nacht wieder weinend im Bett lag. Ich habe nicht mehr mit einer Nachricht gerechnet. Denn: Mir wird von Tag zu Tag immer klarer, dass mich der Verlust trauriger macht und das nicht des Verlustes wegen, sondern seinetwegen.

Je mehr ich in mich reinhorsche, desto mehr Kommen die Gedanken "ich werde immer trauriger und vermisse ihn, verlange aber Einsatzbereitschaft von ihm".

Gut, wenn er der erste Mann in deinem Leben ist, dann kann ich deine für mich übersteigerte Emotionalität verstehen.

4. "Es rumort in ihm drin, er hat es dir ja geschrieben, er wehrt dein dominanten-perfektionistisches Verhalten ab, steckt zwischen Engel-Teufel-Verhalten, hat bestimmt auch Gefühle für dich, aber vielleicht ist er derzeit für eine Beziehung, wie du dir sie wünscht noch nicht reif. Schon mal daran gedacht?" - Naja, er hat ja nicht gesagt, dass er mein "dominant perfektionistisches Verhalten abwehrt". Das war ja reine Interpretation meinerseits basierend auf der Spekulation, was hier los ist. Wenn er noch nicht reif ist - warum lässt er sich dann auf mich ein? Zu Beginn des Kennenlernens wurde klar herausgestellt von uns beiden, dass es keine kurzfristige Beziehung sondern eine Beziehung langfristiger Art sein soll, weil wir beide, so auch er, für die Zukunft suchen.

Warum er sich auf dich eingelassen hat? Sich eingelassen? Wie klingt das denn? Hat er dir nie gesagt, warum er dich so toll findet und unbedingt mit dir eine Beziehung möchte?

Weil er ein Mann ist, da sind die Triebe ,-). und weil du so viel mütterliches und umsorgendes an dir hast, was er anscheinend nicht kennt und das gefällt einem Mann natürlich. Natürlich will er eine Beziehung, auch was langfristiges, mir scheint aber, da ist viel Theorie und Wunsch im Kopf, aber wenig Reife zum Umsetzen. Das ist der feine Unterschied. Kennst du den nicht?

5. "Hast du auch mal selbst daran gedacht, ob du ausreichend reif für eine Beziehung bist, wenn du mit Perfektionistischer Dominanz von dem angeblich "Richtigem" schreibst?" - Wie gesagt, "perfektionistisch + dominant" würde ich mich grundsätzlich gar nicht selber beschreiben. ja, ich bin perfektionist, und ich habe in der Vergangenheit ihm viel geholfen, ABER: das ist habe ich auch schnell zurückgerudert. Zuletzt habe ich davon kaum noch was gemacht. Sprich als Beispiel: Als die Mutter dann doch zur Erkenntnis kam, dass sie bei dem Typen ausziehen muss, habe ich nichts getan. War ihr Kram, ihr Bier.

Es geht doch nicht nur um dein Helfen, sondern auch um deine Fähigkeit und das Wissen, genauer hinzuschauen und sich zu wundern, warum das eine erwachsene Frau und ein erwachsener Mann (dem Alter nach) es nicht alleine auf die Reihe bekommen, sich eine Wohnung zu suchen. Es geht auch darum, sich selbst zu hinterfragen, ob man als junge Frau, mitten im Studium, wo wenig Platz zur weiteren Entwicklung der Persönlichkeit bleibt, schon so viel Reife hat, um wissen zu können, dass der Mann der Richtige ist.

Ich versuche es anders. Meine Tochter ist 19, sie hat einen lieben Klasse tollen Freund. Sie hat mir gesagt, sie hofft, dass sie noch lange zusammenbleiben, aber da er in diesem Jahr ein Studium anfängt und sie erst eine Ausbildung macht, weiss sie, dass beide sich in ihrer Persönlichkeit noch sehr verändern, weiterentwickeln können. Das kann auch bedeuten, dass sich beide auseinander entwickeln werden, da hilft auch kein viel reden, es passt dann einfach nicht mehr. Sie will, bevor sie 30 ist, weder heiraten noch Mutter werden, sondern ihre Jugend geniessen, sich ausreichend in jeder Hinsicht entwickeln, weil das Zeit braucht. All das denkt sie nicht verzweifelt, traurig oder so, sondern ganz selbstsicher, realistisch und m.E. vernünftig und in sich ruhend.

6. Ich habe einen guten Freund, der mit seiner Freundin vor selbiger Baustelle stand. Sie haben sich getrennt und jeder ist zwei Monate seiner WEge gegangen. SIe kamen zur Erkenntnis, dass es nicht ohne den anderen klappt und sind mittlerweile 4 Jahre zusammen, nachdem sie langsam wieder auf sich zugegangen sind. Meinst du, so etwas ist nicht möglich?

Dieses Pärchen sind aber andere Menschen, sind vielleicht entwicklungstechnisch in der Persönlichkeit viel weiter, kommen vielleicht beide aus einem relativ stabilen "Stall", studieren auch nicht Medizin und haben somit einen ganz anderen Hintergrund und Basics, um einen neuen Beziehungsstart zu versuchen.

Daher schau dir diesen Mann aus einem anderen Blickwinkel an:

- ist er eine psychisch stabile Persönlichkeit?
- kommt er aus einem guten stabilem Elternhaus?
- ist er strukturiert, organisiert?
- kann er differenzieren und respektvoll auf Erwachsener Ebene kommunizieren?
- kann er sich selbst hinterfragen?
- geht er mit sich selbst und seiner Umfeld Respektvoll um?

Wie sind deine Antworten auf meine Fragen?
 
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Lucilla

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  • #138
Zitat von Mentalista:
Daher schau dir diesen Mann aus einem anderen Blickwinkel an:

1) ist er eine psychisch stabile Persönlichkeit?
2) kommt er aus einem guten stabilem Elternhaus?
3) ist er strukturiert, organisiert?
4) kann er differenzieren und respektvoll auf Erwachsener Ebene kommunizieren?
5) kann er sich selbst hinterfragen?
6) geht er mit sich selbst und seiner Umfeld Respektvoll um?

Wie sind deine Antworten auf meine Fragen?

Kurz vorab: Nein, erst ist nicht mein erster Freund. Ich hatte davor bereits eine Beziehung. Er hatte zwei.

Zu deinen Fragen:

1) Ja, er hat eine stabile Persönlichkeit. Es mangelt an einigen Stellen an Rückgrat, ja. Aber zuletzt, so glaube ich, war der Punkt erreicht, dass es zu viel wurde. Und ich denke, dass sich die wenigsten Menschen davon freisprechen können, dass sie nicht Phasen der labilen Psyche hatten/haben. Ich z.B. bin momentan eine absolute Kratzbürste zu meiner Mama, die sich natürlich Sorgen macht. ich möchte das gar nicht, mir tut es auch im selben Moment immer Leid, aber ich bin so innerich aufgewühlt, dass ich Probleme habe, überhaupt mit MIR klar zukommen. Sprich: was man eigentlich ist und was man in Ausnahmesituationen ist, sind denk ich auch zwei Paar Schuhe.

2) Stabil im Sinne Elternbeziehung und Beziehung zu den Kindern - defintiv nein. Allerdings habe ich auch ein Problem damit, alle Scheidungskinder über einen Kamm zu scheren und pauschal zu sagen "die lassen sich auch alle irgendwann scheiden". Er meinte immer wieder zu mir, er wolle das nicht, er hätte Jahre lang darunter gelitten.

3) Für einen Mann ist er grundsätzlich strukturiert und organisiert, ja. Manches läuft bei ihm defintiv langsamer ab als bei mir, aber erreicht hat er trotzdem bisher alles, was er wollte. Dieses "Langsame" hat mich gestört, was aber eher dann der Fehler bei mir ist, dass ich akzeptieren muss, dass er eben das "anders" macht.

4) Naja, also das mit der Kommunikation würde ich eher mit Nein beantworten. Er kann nicht klar artikulieren, was er will, empfindet und einfach was Sache ist. Das stört mich. Ich hätte gern ein klares "Lucilla, das .... stört mich. Lass uns darüber reden." Das ewige Geschweige geht mir da eher auf die Nerven, weil Reden vieles klären würde.

5) Mh, schwierige Frage. Vor 3 Wochen jedenfalls wusste er ganz genaz wann der Zeitpunkt war, sich besser zu melden. Er hat auch 400 km Fahrt in Kauf genommen und ist SOFORT gekommen, als ich drum gebeten hat. Für ein GEspräch. Es war also defintiv Bereitschaft da und er hat auch hinterfragt, was er gemacht hat und was die "Probleme" waren. Ich denke allerdings nicht, dass er so weit hinterfragt hat, dass JETZT auch etwas für die Beziehung getan werden muss. Die "Probleme" lösen sich nicht in Luft aus, sondern müssen ausdiskutiert und zu einem Kompromiss gebracht werden.

6) Oh ja. Vor allem mit seiner Familie. Respektvoller als mir lieb ist.
 

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  • #139
Es wird hier ja seit 10 Seiten ordentlich vor des Mannes Tür gekehrt.

Wie siehts denn in Bezug auf Mentalistas Post vor der eigenen Türe bei dir, Lucilla aus?

Zitat von Mentalista:
Daher schau dir diesen Mann aus einem anderen Blickwinkel an:

- ist er eine psychisch stabile Persönlichkeit?
- kommt er aus einem guten stabilem Elternhaus?
- ist er strukturiert, organisiert?
- kann er differenzieren und respektvoll auf Erwachsener Ebene kommunizieren?
- kann er sich selbst hinterfragen?
- geht er mit sich selbst und seiner Umfeld Respektvoll um?

Wie sind deine Antworten auf meine Fragen?
 

Mentalista

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  • #141
Zitat von Lucilla:
Kurz vorab: Nein, erst ist nicht mein erster Freund. Ich hatte davor bereits eine Beziehung. Er hatte zwei.

Zu deinen Fragen:

1) Ja, er hat eine stabile Persönlichkeit. Es mangelt an einigen Stellen an Rückgrat, ja. Aber zuletzt, so glaube ich, war der Punkt erreicht, dass es zu viel wurde. Und ich denke, dass sich die wenigsten Menschen davon freisprechen können, dass sie nicht Phasen der labilen Psyche hatten/haben. Ich z.B. bin momentan eine absolute Kratzbürste zu meiner Mama, die sich natürlich Sorgen macht. ich möchte das gar nicht, mir tut es auch im selben Moment immer Leid, aber ich bin so innerich aufgewühlt, dass ich Probleme habe, überhaupt mit MIR klar zukommen. Sprich: was man eigentlich ist und was man in Ausnahmesituationen ist, sind denk ich auch zwei Paar Schuhe.

2) Stabil im Sinne Elternbeziehung und Beziehung zu den Kindern - defintiv nein. Allerdings habe ich auch ein Problem damit, alle Scheidungskinder über einen Kamm zu scheren und pauschal zu sagen "die lassen sich auch alle irgendwann scheiden". Er meinte immer wieder zu mir, er wolle das nicht, er hätte Jahre lang darunter gelitten.

3) Für einen Mann ist er grundsätzlich strukturiert und organisiert, ja. Manches läuft bei ihm defintiv langsamer ab als bei mir, aber erreicht hat er trotzdem bisher alles, was er wollte. Dieses "Langsame" hat mich gestört, was aber eher dann der Fehler bei mir ist, dass ich akzeptieren muss, dass er eben das "anders" macht.

4) Naja, also das mit der Kommunikation würde ich eher mit Nein beantworten. Er kann nicht klar artikulieren, was er will, empfindet und einfach was Sache ist. Das stört mich. Ich hätte gern ein klares "Lucilla, das .... stört mich. Lass uns darüber reden." Das ewige Geschweige geht mir da eher auf die Nerven, weil Reden vieles klären würde.

5) Mh, schwierige Frage. Vor 3 Wochen jedenfalls wusste er ganz genaz wann der Zeitpunkt war, sich besser zu melden. Er hat auch 400 km Fahrt in Kauf genommen und ist SOFORT gekommen, als ich drum gebeten hat. Für ein GEspräch. Es war also defintiv Bereitschaft da und er hat auch hinterfragt, was er gemacht hat und was die "Probleme" waren. Ich denke allerdings nicht, dass er so weit hinterfragt hat, dass JETZT auch etwas für die Beziehung getan werden muss. Die "Probleme" lösen sich nicht in Luft aus, sondern müssen ausdiskutiert und zu einem Kompromiss gebracht werden.

6) Oh ja. Vor allem mit seiner Familie. Respektvoller als mir lieb ist.

Lucilla, wie alt bist du eigentlich?

Punkt 2: Ich verallgemeine nicht, dass Kinder aus Scheidungsfamilien pauschal über einen Kamm zu scheren sind. Der Freund meiner Tochter kommt aus einer, ist aber von einer tollen Mutter zu einem angenehmen, differenzierend denkenden, trotzdem männlichen jungen Mann erzogen wurde. Aber trotzdem sollte man sich vorher genau den Stall des Pferdes anschauen, bevor man sich auf das Pferd selber setzt ,-).

Wie soll man sich mit einem Mann beziehungsmässig weiter entwickeln können, wenn der junge Mann nicht klar artikulieren kann, was er will und empfindet? Es scheint ihm auch nicht seitens des Elternhauses vorgelebt worden zu sein, wenn er so lange unter der Scheidung der Eltern gelitten hat. Aus Unfähigkeit und Unwissenheit schweigt er lieber und macht damit so viel kaputt.

400km? Heeey, Fernbeziehung?

Beziehung sollte nicht nur Arbeit sein, sondern auch Spass machen. Ich lese bei dir wenig Spass, Lebensfreude, sondern viel Arbeit, viele Erwartungen und... was treibt dich junge Frau dich so früh binden zu wollen, anstatt erstmal in Ruhe dein Medizin-Studium auf die Reihe zu bekommen, es zu beenden, mit allem Drum und Dran und deine Kräfte dafür zu nutzen/schonen, denn der rauhe Alltag später in der Klinik braucht deine volle Konzentration.

Wenn du jetzt schon so eine Kratzbürste bist, wie soll das erst später im rauen Arbeitsalltag werden?
 

Bauhaus

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  • #142
Zitat von Mentalista:
was treibt dich junge Frau dich so früh binden zu wollen, anstatt erstmal in Ruhe dein Medizin-Studium auf die Reihe zu bekommen, es zu beenden, mit allem Drum und Dran und deine Kräfte dafür zu nutzen/schonen, denn der rauhe Alltag später in der Klinik braucht deine volle Konzentration.

Wenn du jetzt schon so eine Kratzbürste bist, wie soll das erst später im rauen Arbeitsalltag werden?
Vermutlich will sie nicht so enden wie die Heerscharen verzweifelter und einsamer Ärztinnen über 40, die sich scharenweise, wie mir immer wieder gesagt wird, auf Parship tummeln und kümmert sich beizeiten um ihr privatleben.

Ich finde es vermessen, Lucilla als Kratzbürste zu betiteln. Genauso wie ich es ziemlich daneben finde, Lucilla nun komplett fertig machen zu wollen, Geht es ihr nicht schon dreckig genug? Muss das sein, ihr jetzt noch einen reinzuwürgen? Nun soll sie sich den schwarzen peter anziehen und jede Menge schlechtes an sich selber zu suchen, weil ihr Kerl sie mies behandelt?
 

Bauhaus

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  • #143
Noch was: Genau darin ist dieses Forum ganz grossartig: Wenn es den Leuten schon mies geht, wird noch mal einer draufgesetzt, damit sie sich so richtig beschissen fühlen. Ich weiss nicht, was diese Leute sich davon versprechen, einem gehts scheisse, also sorgen wir mal dafür, dass es ihm noch mieser geht, indem wir ihn nun völlig runterziehen?
 

Mentalista

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  • #144
Zitat von Bauhaus:
Vermutlich will sie nicht so enden wie die Heerscharen verzweifelter und einsamer Ärztinnen über 40, die sich scharenweise, wie mir immer wieder gesagt wird, auf Parship tummeln und kümmert sich beizeiten um ihr privatleben.

Ich finde es vermessen, Lucilla als Kratzbürste zu betiteln. Genauso wie ich es ziemlich daneben finde, Lucilla nun komplett fertig machen zu wollen, Geht es ihr nicht schon dreckig genug? Muss das sein, ihr jetzt noch einen reinzuwürgen? Nun soll sie sich den schwarzen peter anziehen und jede Menge schlechtes an sich selber zu suchen, weil ihr Kerl sie mies behandelt?

Mal ganz langsam. Wenn du anderer Meinung bist, dann ist ein konstruktiver Beitrag sicherlich sinnvoll.

Ansonsten andere Beiträge runterzumachen, abzuwerten, was hinein zu interpretieren, dass ich Lucilla was reinwürgen will, hallo...?, also Unsachlichkeit bringt dir nichts und Lucilla erst recht nicht. Hör auf zu stänkern und wer ist WIR?

Als Kratzbürste hat sie sich selber beschrieben, ich empfehle richtig zu lesen.
 

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  • #145
Zitat von Bauhaus:
Noch was: Genau darin ist dieses Forum ganz grossartig: Wenn es den Leuten schon mies geht, wird noch mal einer draufgesetzt, damit sie sich so richtig beschissen fühlen. Ich weiss nicht, was diese Leute sich davon versprechen, einem gehts ********, also sorgen wir mal dafür, dass es ihm noch mieser geht, indem wir ihn nun völlig runterziehen?

Auch ist dieses Forum darin grossartig, sich lieber über den abwesenden Partner/in zu empören und zu urteilen und ihm/ihr haufenweise Unmöglichkeiten zuzuschieben, als zuzulassen, zu hinterfragen, ob das eigene Verhalteden nicht zur Situation beigetragen hat oder was evtl. BEI SICH selbst geändert werden könnte um aus der Situation herauszukommen. Egal was unterm Strich herauskommt.

Veränderung beginnt bei sich selbst, nicht bei dem anderen...
 

Eiterblase

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  • #146
Was ich halt nicht ganz verstehe, ist, dass sie, obwohl sie einerseits schreibt, dass es ihr wirklich mies gehe wegen ihm, sie ihn unbedingt weiterhin lieben will.
Wieso will sie einen Menschen lieben, der ihr schadet? Sie schadet sich doch selbst damit. Oder nicht?

Irgendwie glaub ich, da haben sich zwei psychisch labile Menschen gefunden. So, jetzt hab ich mich geoutet. Mein Eindruck ist, dass sie gar nicht wirklich Mitgefühl und Verständnis für ihre Situation möchte, denn sonst würde sie sich selbst nicht immer tiefer hinein manövrieren.
Und dieses mal würde ich gerne das Forum in Schutz nehmen. Ich sehe hier einige ForistInnen, die sich viel Zeit nehmen, um ihr mit Rat zur Seite zu stehen und versuchen, ihre Selbstkräfte zu mobilisieren (manche benutzen gegebenenfalls einen eher ruppigen Ton dafür, aber inhaltlich lese ich heraus, dass hier mehr oder weniger alle dazu tendieren, dass sie lernt, etwas mehr an sich zu denken und eigenverantwortlich zu handeln und zu beachten, dass das Leben noch ganz andere Prüfungen für sie bereit hält, wesahlb sie sich nicht von der Liebe so torpedieren lassen sollte, dass sie nicht mehr in der Lage ist, ihr Leben zu bestehen).
Und erst zu beschreiben, dass er von Anfang an große Probleme in die Beziehung mitgebracht hat, sodass die Verliebtheit schnell vorbei war, um dann zu beteuern, dass er das erste halbe Jahr IMMER gut zu ihr war und nur die letzten zwei Monate sich so verändert habe - das wirft einige Widersprüche auf und mir entsteht ein wenig der Eindruck, dass sie manipuliert.
Sie will ihre Situation nicht ändern und schiebt das darauf, dass sie das nicht könne, weil entweder er ihr noch Antworten schulde, oder weil er sie so ausgenommen habe, oder weil er der RICHTIGE sei etc.
Also so arm dran wirkt sie mir mittlerweile nicht mehr, sondern irgendwie auch mit verantwortlich an der Situation, weil sie irgendwie nicht für sich selbst Verantwortung übernehmen will. Sie beteuert zwar immer wieder, dass sie das schon wolle, aber eben nicht könne, weil ...

Also, meine Geduld ist am Ende. Bleib so wie du bist, Lucilla. Denn ändern willst du dich doch eh nicht wirklich bzw. "schon, aber"
Machs gut.

Und an die anderen: ihr tragt auch nicht unbedingt zur Problemlösung bei, wenn ihr diesen Thread nur dazu benutzt, um übers Forum herzuziehen.

Und ich hab auch gerade den Eindruck, dass ich hier ziemlich viel Zeit verschwende und ich steige aus aus dem Forum. Mir reichts. Mir ist das hier zu blöde.
 

Blanche

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  • #147
Zitat von Eiterblase:
Was ich halt nicht ganz verstehe, ist, dass sie, obwohl sie einerseits schreibt, dass es ihr wirklich mies gehe wegen ihm, sie ihn unbedingt weiterhin lieben will.
Wieso will sie einen Menschen lieben, der ihr schadet? Sie schadet sich doch selbst damit. Oder nicht?

Irgendwie glaub ich, da haben sich zwei psychisch labile Menschen gefunden. So, jetzt hab ich mich geoutet. Mein Eindruck ist, dass sie gar nicht wirklich Mitgefühl und Verständnis für ihre Situation möchte, denn sonst würde sie sich selbst nicht immer tiefer hinein manövrieren.
Und dieses mal würde ich gerne das Forum in Schutz nehmen. Ich sehe hier einige ForistInnen, die sich viel Zeit nehmen, um ihr mit Rat zur Seite zu stehen und versuchen, ihre Selbstkräfte zu mobilisieren (manche benutzen gegebenenfalls einen eher ruppigen Ton dafür, aber inhaltlich lese ich heraus, dass hier mehr oder weniger alle dazu tendieren, dass sie lernt, etwas mehr an sich zu denken und eigenverantwortlich zu handeln und zu beachten, dass das Leben noch ganz andere Prüfungen für sie bereit hält, wesahlb sie sich nicht von der Liebe so torpedieren lassen sollte, dass sie nicht mehr in der Lage ist, ihr Leben zu bestehen).
Und erst zu beschreiben, dass er von Anfang an große Probleme in die Beziehung mitgebracht hat, sodass die Verliebtheit schnell vorbei war, um dann zu beteuern, dass er das erste halbe Jahr IMMER gut zu ihr war und nur die letzten zwei Monate sich so verändert habe - das wirft einige Widersprüche auf und mir entsteht ein wenig der Eindruck, dass sie manipuliert.
Sie will ihre Situation nicht ändern und schiebt das darauf, dass sie das nicht könne, weil entweder er ihr noch Antworten schulde, oder weil er sie so ausgenommen habe, oder weil er der RICHTIGE sei etc.
Also so arm dran wirkt sie mir mittlerweile nicht mehr, sondern irgendwie auch mit verantwortlich an der Situation, weil sie irgendwie nicht für sich selbst Verantwortung übernehmen will. Sie beteuert zwar immer wieder, dass sie das schon wolle, aber eben nicht könne, weil ...

Also, meine Geduld ist am Ende. Bleib so wie du bist, Lucilla. Denn ändern willst du dich doch eh nicht wirklich bzw. "schon, aber"
Machs gut.
(...)
Und ich hab auch gerade den Eindruck, dass ich hier ziemlich viel Zeit verschwende und ich steige aus aus dem Forum. Mir reichts. Mir ist das hier zu blöde.

Liebe Eiterblase!

Liebe ist einfach manchmal kompliziert.
Nicht unbedingt logisch.
Wenn man sie noch spürt, ist sie noch da.
Solange das so ist, ist die Chance vorhanden, dass sie weiterwächst (das erfordert Glück, Geduld, Energie - und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist und wie gut die Prognose ist - ahnen wir nur).
Deshalb hat die Threadstarterin vermutlich um unser "Feedback" gebeten.
Ich denke, wir Foristen können Denkanstöße geben. Ein wenig unsere Erfahrungen mit auf dem Weg geben. Eine mögliche Richtung zeigen.
Aber "DIE" Lösung wird es nicht geben.

Du wirkst etwas "genervt" - ich lese es so - Du (und Andere) haben hier schon so viel Nützliches & sozusagen "den richtigen" Weg gezeigt - wenn Lucilla den jetzt nicht gehen will - ist sie selbst schuld.
Darum sollte es nicht gehen.

Ich kenne es von mir - egal was der Verstand manchmal zu mir gesagt hat - wenn das Herz anderer Meinung ist - so ist man zerrissen - und versucht die Balance wieder zu finden.
Das versucht Lucilla - empfinde ich zumindest so.
Und ob der Weg, der für Dich Eiterblase "richtig" wäre, auch der "richtige" für Lucilla ist - nun - das weiß noch niemand.
Das könnte Lucilla vielleicht in ein paar Monaten hier schreiben.
Was ihr geholfen hat. Was nicht.

Die momentane Situation ist etwas verfahren - so etwas kann man nicht in 2 Tagen lösen.

Wenn ich mich ans Forum mit einem Problem wenden würden, viele Ratschläge lesen würde - ja - das ist auch erst einmal viel Input. Da ist bestimmt vieles nützlich. Hilft evtl. klarer zu sehen.
Ich denke aber nicht, dass ich in der Lage wäre, mein Verhalten von heute auf Morgen zu (ver)ändern.
Das ist doch ein Prozess.
Und ich bräuchte erst einmal Zeit, das zu sortieren.
Mir zu überlegen, was von den angebotenen "Möglichkeiten" zu mir passen.
Was ich übernehmen kann/ möchte/ will. Was ich brauche.

Dass Du hier Deine Zeit verschwendest, tut mir leid Eiterblase!

Falls Du wirklich gehst, wünsche ich Dir alles Gute!

LG

Blanche
 
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nuit

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Hallo Lucilla,
Herzeleid ist doof :(. Ich lese dich so, dass du dir erwartest, dass er sich anders verhält als er das tut. Du bist enttäuscht. Und jetzt scheinst du hartnäckig zu versuchen, dass er sich in Richtung deiner Erwartung verändert. Das kann schon funktionieren in kleinen Dingen und läuft unter Kompromiss, aber dass aus einem Schweiger auf jetzt und gleich der große Beziehungskommunikator wird, halte ich für unrealistisch. Menschen ändern sich in der Regel nicht, außer sie arbeiten gezielt daran. Und der Versuch andere zu ändern ist way to desaster: Ja, ich liebe ihn, ABER er sollte doch mehr/ weniger... Finde den Fehler.
Mich stimmt der Gegensatz eurer Problemlösungsstrategien (reden versus distanzieren) skeptisch. Ok, auch da kann man (schwierige) Wege finden, aber aus meiner Sicht INNERhalb einer Beziehung. Dieses Schlussmachen seinerseits finde ich krass. Mein Vertrauen wäre erschüttert und das würde auch nicht wieder so werden wie zuvor.
Was ich außerdem nicht verstehe: Ihr seid derzeit noch zusammen, aber sprecht seit Tagen nicht miteinander, habe ich das richtig verstanden? Und das ging zuerst von ihm aus und nun auch von dir? Im Sinne unterschiedlicher Strategien kann ich ja nachvollziehen, wenn einer zunächst mal den Rückzug braucht (ob es mir lieb ist, ist eine andere Sache), aber in meiner Welt ist so was auf länger ein Beziehungsabbruch. An deiner Stelle würde ich nicht trotzen, sondern das Gespräch suchen. Allerdings auch die Konsequenzen ziehen, falls mir mein Partner das auf Dauer verweigert.
Aber, Achtung!: Ich kann im Sinne wechselseitiger actio/ reactio allerdings auch verstehen, wenn er das Gespräch verweigert, wenn der Inhalt der Gespräche bzw. das "Probleme besprechen" sich darin erschöpft, dass er das Problem ist und sich zu ändern hat. Außerdem kann es (für beide) nervend sein, wenn >beziehen< nur mehr Problemgespräche beinhaltet. Man kann ja mal auch ein Thema ausklammern und sich trotzdem treffen, reden, was gemeinsam machen und so als Ausgleich eventuell was Schönes/ wieder Verbindendes erleben.

Wie auch immer es weiterläuft, ich wünsche Dir viel Glück. Und Erfolg hinsichtlich deines Studiums. Dort besteht zumindest eine lineare Funktion hinsichtlich Einsatzes und Ergebnis.
 
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Andre

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Zitat von nuit:
Ich kann im Sinne wechselseitiger actio/ reactio allerdings auch verstehen, wenn er das Gespräch verweigert, wenn der Inhalt der Gespräche bzw. das "Probleme besprechen" sich darin erschöpft, dass er das Problem ist und sich zu ändern hat.
Ja.

Zitat von nuit:
Außerdem kann es (für beide) nervend sein, wenn >beziehen< nur mehr Problemgespräche beinhaltet. Man kann ja mal auch ein Thema ausklammern und sich trotzdem treffen, reden, was gemeinsam machen und so als Ausgleich eventuell was Schönes/ wieder Verbindendes erleben.
Ja. Bei meiner letzten "Trennungsdiskussion", die sich auf (pro Person) einen großen "Vorwurf" zugespitzt hatte, hab ich mich irgendwann gefragt: Ist das alles, was von uns/unserer gemeinsamen Zeit übriggeblieben ist? Soll das die Quintessenz sein und alles andere so bedeutungslos, als hätte es nie stattgefunden?
 

Andre

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  • #150
Zitat von Lucilla:
3) Für einen Mann ist er grundsätzlich strukturiert und organisiert, ja. Manches läuft bei ihm defintiv langsamer ab als bei mir, aber erreicht hat er trotzdem bisher alles, was er wollte.
Und das ist doch das entscheidende.

Zitat von Lucilla:
Dieses "Langsame" hat mich gestört, was aber eher dann der Fehler bei mir ist, dass ich akzeptieren muss, dass er eben das "anders" macht.
Akzeptieren ja. Aber akzeptieren heißt ja nicht, dass du es auch gutfinden musst. Das sind zweierlei Dinge. Ihr müsst also nur herausfinden, ob du mit seiner "Langsamkeit" und er mit deiner "Hyperaktivität" auf Dauer leben könnt, und nicht, wie ihr etwas daran ändern könntet.