Eli

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  • #16
Ich kann dazu auch nicht allzu viel schreiben, ich habe ja derzeit auch was "Spezielles".

Ich selber bin eine, die sehr, sehr gerne kuschelt und gerne einen "Partner" hat, doch bin ich dann auch wieder sehr gerne für mich alleine.
Bin wesentlich älter und habe keine Kinder.

War ja erst auf einer Sportwoche , wir waren 28 Personen, die ständig gemeinsam etwas unternommen hatten.

Froh war ich, dann wieder alleine sein zu können.

Es war aber nach meiner Scheidung, das ist l a n g e her, war damals 28 - musste mühsam das alleine sein lernen und alleine etwas zu unternehmen. Es klappt und manchmal habe ich auch das Bedürfnis...grad nicht alleine zu sein - wenns nicht anders geht.

Und Beziehungen von anderen zu beneiden...auch das kenne ich von MIR , doch guckt man/Frau manchmal dahinter, entdeckt man viele Dinge, die gar nicht soooo toll sind und viele bleiben beisammen aus diversen Gründen.

Es ist nicht alles Gold was glänzt. Sag ich auch zu mir selbst.

@Rockit : Alles Gute für Dich, dieser Mann hat vermutlich nicht zu Dir gepasst, klar bist du mal eine Zeit lang traurig. Viel Kraft für Dich
 
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  • #17
Je mehr ich analysiere, desto mehr muss ich objektiv feststellen, dass es wirklich oft schwierig für mich war und ich ihm das Gefühl gegeben habe, dass ich durch sein Verhalten unglücklich war. Aber das hätte ich alles auf mich genommen, nur um ihn als Partner zu haben.
Nun steh ich an Tag 4 nach der Trennung, muss mich aufraffen, überhaupt die alltäglichen Dinge wie einkaufen oder Wäsche waschen zusammenzubringen und frage mich, ob das noch normal ist.
 
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  • #18
Zitat von Eli:
@Rockit : Alles Gute für Dich, dieser Mann hat vermutlich nicht zu Dir gepasst, klar bist du mal eine Zeit lang traurig. Viel Kraft für Dich
Wieso passt hier IMMER nur der abwesende Dritte nicht zum TO?


Ich würde mal davon ausgehen, das der TO nicht zum Datingpartner passt. Das eröffnet nämlich die Möglichkeit die eigenen Passungsvorstellungen zu hinterfragen um eventuell selbige vielleicht zu ändern oder aber für passend zu befinden.

Aber dann liegts an einem selber und nicht am Datingpartner/Abwesenden. Der ist wie er ist. Und wenns einem selbst nicht gefällt,ist das das eigene Problem und nicht das des anderen.

Dieser Betrachtungswinkel ist mir wesentlich sympatischer, bringt er doch mehr Ich und weniger DU in diese Thematik.
 
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  • #19
Zitat von IPv6:
Wieso passt hier IMMER nur der abwesende Dritte nicht zum TO?


Ich würde mal davon ausgehen, das der TO nicht zum Datingpartner passt. Das eröffnet nämlich die Möglichkeit die eigenen Passungsvorstellungen zu hinterfragen um eventuell selbige vielleicht zu ändern oder aber für passend zu befinden.

Aber dann liegts an einem selber und nicht am Datingpartner/Abwesenden. Der ist wie er ist. Und wenns einem selbst nicht gefällt,ist das das eigene Problem und nicht das des anderen.

Dieser Betrachtungswinkel ist mir wesentlich sympatischer, bringt er doch mehr Ich und weniger DU in diese Thematik.
Ja. Deshalb habe ich vorsichtig formuliert mit : Beide nicht zu 100% kompatibel.
 

Eli

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  • #20
Ja stimmt...die beiden haben halt nicht zueinander gepasst.

Und ja...das ICH ist wichtig.

Habe trotzdem gewisse Wünsche und Vorstellungen, die m i r wichtig sind und wenns nicht klappt - dann passt es nicht zu m i r.

Es liegt doch meist an Beiden. Wir kennen ja nur die Beschreibungen von Rockit.

Früher wars so...meine Mutter und mein Vater haben Begebenheiten oft sehr unterschiedlich erzählt. Sache der Perspektive - für ihn/sie wars die Wahrheit.

Vielleicht ein bissl ähnlich ????
 
G

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  • #21
Die Kategorie des "Passens" ist ja eigentlich dafür da, die Frage der Zuständigkeit und insbesondere der Schuld als unpassend zu erachten. Wenn Topf und Deckel nicht zueinander passen, dann liegt das weder am Topf noch am Deckel.
Die allgemeine Tendenz ist aber nun, das sehe ich wie IPv6, dem anderen sein Sosein vorzuwerfen und von sich selbst zu sagen, man sei halt so. Gemessen an vergleichbaren Threads macht das hier die Threadstarterin aber in eher geringerem Maße. Und auch der Forumsgerichtshof hält sich ncoh eher zurück.

Andererseits ist die Kategorie des Passens/Nichtpassens auch nicht einfach unschuldig, sondern gehört eben zu so einer verdinglichenden, technisch-individualistischen Sicht der Dinge. Jeder ist so wie er ist und dann gibt es ein Matching in Zahlenwerten, und wenn in einer Beziehung Probleme auftauchen, dann wird nichts getan, sondern nur erkannt: ah, man paßt eben nicht zueinander und guckt schnell weiter im Katalog.
Aber auch hier wieder: im Vergleich mit anderen Konstellationen scheint es mir aufgrund der gegebenen Informationen naheliegender, von einem Nichtpassen zu sprechen. Hier gehts ja nicht so sehr um saure Trauben, sondern offenbar liegen deutlich utnerschiedliche Nähe/Distanz-Bedürfnisse usw. vor.
 
G

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  • #22
Zitat von rockit:
Je mehr ich analysiere, desto mehr muss ich objektiv feststellen, dass es wirklich oft schwierig für mich war und ich ihm das Gefühl gegeben habe, dass ich durch sein Verhalten unglücklich war. Aber das hätte ich alles auf mich genommen, nur um ihn als Partner zu haben.
Gewissermaßen "durch sein Verhalten" und auch gewissermaßen dadurch, daß er ist, wie er ist, aber immer in Relation zu dir und deinen Erwartungen und Bedürfnissen. Das heißt eben nicht, daß er dran schuld ist und dafür verantwortlich. Das ist ein feiner Unterschied, dessen Nichtbeachtung aber immense Probleme verursachen kann. Etwa wenn man dem Partner ständig unterschwellig zu verstehen gibt, daß man unter ihm leidet. Und das zementiert man noch, indem man ihm zu verstehen gibt, daß man ja so an ihm hängt, daß man sogar ihn und sein so unglücklich machendes Verhalten auf sich nimmt. - Aber wenn das wirklcih so ist, finde ich die Ehrlichkeit auch gut. Und ich bin sicherlich auch weniger Fan eines Ideals vorzüglichster Unabhängigkeit von anderen Menschen als viele andere hier. Einfache Lösung hab ich leider keine für dich.
 
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  • #23
Zitat von rockit:
Ich muss mit mir selbst ins reine kommen und lernen, dass es ok ist, keine Beziehung zu haben.
Es ist überhaupt nicht ok, keine Beziehung zu haben.

Ich bin richtig neidisch auf meine Freundinnen, weil sie in funktionierenden Partnerschaften sind. Daneben fühle ich mich unwohl und klein.
Na ja. Du brauchst doch die Beziehung für Dich und nicht, um neben Deinen Freundinnen bestehen zu können...
 
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  • #24
Zitat von rockit:
Nun steh ich an Tag 4 nach der Trennung, muss mich aufraffen, überhaupt die alltäglichen Dinge wie einkaufen oder Wäsche waschen zusammenzubringen und frage mich, ob das noch normal ist.
Du bist in tiefer Trauer, Trauer findet prozesshaft statt. Erlaube es dir doch zu trauern, sei gut zu dir selbst und nicht so streng.
 
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  • #25
Zitat von fafner:
Es ist überhaupt nicht ok, keine Beziehung zu haben.

Na ja. Du brauchst doch die Beziehung für Dich und nicht, um neben Deinen Freundinnen bestehen zu können...
Naja, jetzt hab ich nunmal keine Beziehung, und das sollte ich irgendwann zumindest ok finden. Glücklich werd ich damit wahrscheinlich nie werden.
Und immer höre ich: der andere ist nicht da, um dich glücklich zu machen, das musst du vorher schon sein, nur dann wird die Beziehung auch klappen.
 
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  • #26
Ich bin nicht sehr geduldig, in allen Belangen des Lebens nicht. Und daher ist dieser Zustand für mich momentan die Hölle, das Akzeptieren, dass es mir schlecht geht.
 
G

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  • #27
Zitat von rockit:
Und immer höre ich: der andere ist nicht da, um dich glücklich zu machen, das musst du vorher schon sein, nur dann wird die Beziehung auch klappen.
Er ist auch nicht primär dafür da. Aber natürlich kann man sich das von ihm wünschen und muß es nicht als Zugangsberechtigung schon sein. Diese Phrase würde ich eher als Quark einstufen, auch wenn sie so häufig zu hören ist.
 
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Hafensänger

  • #28
Hi rockit,

wenn ihr so gut zusammen auskommt, zusammen Lachen und Reden könnt und viele gemeinsame Interessen habt, dann passt ihr. Dass ihr wohl charakterliche Gegensätze mitbringt, die auf der einen Seite einander anziehend und ergänzend wirken, auf der anderen Seite aber unterschiedliche Bedürfnisse zur Folge haben können, ist etwas mit dem nicht leicht umzugehen ist. Da besteht bei mangelnder Kompromisbereitschaft, festgefahrenen eigenen Vorstellungen wie etwas zu funktionieren hat, ungenügender Flexibilität, wie man das auch immer nennen mag, schon einiges Problempotenzial. Inwieweit das bei euch eine Rolle spielt, vermag ich nicht zu beurteilen, aber jenseits dessen spielt für ihn möglicherweise seine "Heimatverbundenheit" eine größere Rolle und könnte den Ausschlag für seine Entscheidung gegeben haben.

Glücklich wird er nur, wenn er sich mit des anderen Nähe und du dich mit seiner Distanz arrangierst.Da muss am Ende des Tages jeder seinen Bedarf ausreichend decken können.Wenn er erkennt deinen Bedarf nicht decken zu können oder sich von dir überfordert fühlt, ist das ein weiterer möglicher Grund für die Trennung. Das Umgehen mit diesen Gegensätzen in der Beziehung ist heikel und lässt sich entweder mühsam in der Beziehung erarbeiten oder man sucht sich, soweit man das zu erkennen vermag, jemanden der sich das schon erarbeitet hat. Einem selbst erspart auch ein solcher Partner die notwendig zu machenden Erfahrungen, die Einsichten nicht.Wenn man da vor die Wand läuft, dann kann es am Partner liegen, an einem selbst, an beiden und schlimmerweise können auch noch einer oder beide völlig problemblind sein. Lezteres ist am schlimmsten, weil dann der Lösungsansatz fehlt. Dann kann - ohne darauf abzuzielen dir das vorzuschlagen - eine Therapie eine gute Sache sein.
 
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  • #29
Prüfe doch für Dich, ob Du an seiner Stelle die Beziehung weitergeführt hättest! Welche Kompromisse ist Er aus seiner Sicht eingegangen, bzw. welche wurden in der Beziehung auf beiden Seiten gemacht...
Welche Ziele in der Beziehung waren gleich? Oder gab es am Ende keine....
Zum Schluss bleibt aus eigener Erfahrung nur eine Sache.... Will einer von Beiden mehr Nähe, Liebe Sex oder....was auch immer! Setzt ein Leidensprozess ein wenn der Betroffenen Partner der es halt nicht so braucht sich darauf nicht einlassen kann...
Klare Kommunikation aus der eine Erkenntnis gezogen werden kann, ist hier wichtig!
 
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  • #30
Normalerweise rate ich zum Kompromiss. In der Situation klingt es aber ein bisschen, als ob mit einem Kompromiss (bezüglich der Fragen Nähe / Distanz, Kuschelbedürfnis, Kindererziehung) der Kompromiss nur beide unglücklich gemacht hätte...