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  • #62
Leute, macht doch bitte einen eigenes Thema hierfür auf … es geht hier nicht um euch und euer aufgeblasenes Ego...

lg
SeTi
In den Momenten wo nichts zum Thema geschrieben wird, geht es genau darum.
Ich verstehe ehrlich gesagt im Moment nicht was dein Anliegen ist.
Du hast recht, es lohnt sich nicht darüber nachzudenken.
 
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  • #63
Er lebte seit 15 Monaten getrennt und seine Frau schon lange in einer neuen Partnerschaft. Sein Profil ist fast ein Jahr alt, am Anfang deutete nichts in unserem Kontakt darauf hin, dass da noch unverheilte Wunden sind.
Jetzt weiss ich auch, dass er in unserer Anfangszeit in einer Klinik war ...wahrscheinlich ging es ihm da besser kurzzeitig . Wir hatten schnell einen sehr engen Austausch , haben uns gut verstanden...gleiche Wellenlänge, gleicher Humor...alles was man sich eben wünscht.
Dass da noch einiges im Argen liegt hat sich erst nach und nach gezeigt , vor allem dadurch, dass er ein Treffen immer wieder hinauszögerte.
Letztendlich war ich dann Ende April auch wirklich kurz davor den Kontakt zu beenden.
Das wollte er nicht und innerhalb von 2 Stunden hatte er meine Einladung angenommen und stand vor meiner Tür.
Sicher...nach diesem Abend wusste ich, dass er noch einiges verarbeitet, vor allem auch, dass er sich die alleinige Schuld am Scheitern der Ehe gab.
Die Tendenz war aber, dass er sich eine neue Partnerschaft wünscht und sich auch dazu bereit fühlt . Nur eben langsam und vorsichtig .
Das war in meinem Sinne.
Wir hatten einen wirklich schönen Abend, auch sehr viel gelacht miteinander und es war von Anfang an nichts fremdes zwischen uns.
Ich dachte das Eis wäre jetzt gebrochen und einige Tage blieb das auch so.
Als er dann wieder damit begann Treffen abzublocken wurde ich natürlich auch sauer, dachte ich hätte mich in ihm getäuscht und teilte ihm das auch deutlich mit.
Erst dann! in den letzten 4 Wochen öffnete er sich nach und nach immer mehr und erst am Muttertag redete er auch von den Suizidgedanken und ich spürte zu erstenmal wie verzweifelt er wirklich war.
Er wollte nicht, dass ich schlecht von ihm denke und meinte sogar, dass er seit Wochen überlege was ich wohl von ihm denken würde, wenn er sich plötzlich nicht mehr meldet .......
Zu diesem Zeitpunkt war es für mich zu spät mich zurückzuziehen..er war schon viel zu tief in meinem Herzen und hätte mich nicht mehr losgelassen.
Früher oder später hätte ich wieder versucht Kontakt herzustellen...hätte nachgeforscht und ich denke...ich hätte mich dann noch schlechter gefühlt als jetzt.
Selbst in den letzten Wochen und Tagen gab es immer wieder ganz normale Unterhaltungen zwischen uns und auch hoffnungsvolle Nachrichten...zumindest hatte ich das so empfunden. Am Tag davor wollte ich ihn zum Spaziergang überreden, meinte er habe doch nix zu verlieren.
Seine Antwort war " ein wenig schon, ich brauch da einfach noch bissle Zeit, möchte schon besser drauf sein, wenn wir uns wiedersehen und ich hab keine Ahnung wann ich wieder besser drauf bin"
Liebe @remember,
Depressionen sind eine Krankheit, die professionell behandelt werden muss. Leider ist diese Erkrankung noch immer mit vielen Tabus behaftet. Liebe kann Depressionen nicht heilen und du hattest keine Chance ihm zu helfen, aber du hast ihm menschliche Wärme gegeben.
Ich weiß, wie es ist, wenn man einen lieben Menschen verliert und trauert, wenn man zweifelt und Schuldgefühle hat. Man geht durch ein Tal der Tränen und das einzige, was ich mir in dieser Zeit gewünscht habe, war Kraft. Das wünsche ich dir auch.
Alles Liebe für dich
 
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  • #64
Auch wenn sein Umfeld ihn sehr unterstützte, heißt das nicht, dass derjenige aus seinem schwarzen Loch gehoben werden kann. Die ersten unglaublich schweren Schritte muss der Betroffene unter großer Anstrengung selber gehen.
 
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  • #65
Dich hatte ich nicht gefragt;):rolleyes:... Weil ich sensibel bin, antworte ich dir aber:D.

Ob sich selbst schützen, ein Zeichen von Unsensiblität sein soll, wage ich zu bezweifeln.

Sich für andere Menschen zu interessesieren und engagieren halte ich für wichtig, aber dabei sollte der Mensch sich selbst schon einschätzen können, ob er dafür alles hat und ob er dem Anderen überhaupt helfen soll/kann, gerade wenn jemand in so eine psychischen Verfassung, wie hier beschrieben ist, und bereits ein großes Umfeld mit auch schon geleisteter Hilfe hat.

Mich da in eine fremde Familie mit Ehefrau reinzuhängen, schon aus Respekt denen gegenüber, nee, hätte ich nicht gemacht.
Danke, Du verstehst was ich meine.
Ich bin ganz bestimmt nicht unsensibel, eher das Gegenteil und ich glaub bestimmt nicht, dass ich die tolle Frau bin, die ihn retten kann, das hst seine Ex lange genug versucht.
 
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  • #66
Auch wenn sein Umfeld ihn sehr unterstütze, heißt das nicht dass derjenige aus seinem schwarzen Loch gehoben werden kann. Die ersten unglaublich schweren Schritte muss der Betroffene unter großer Anstrengung selber gehen.
das ist mir durchaus bewusst!
Er hat es auch versucht, war mehrmals in der Klinik und hatte den Glauben verloren dort Hilfe zu finden . Dort sind ja die Probleme nicht , das hat er immer wieder gesagt.
Ich weiss auch, dass er Panik vor der Zeit in der "beschützten" Station hatte , wollte dort nie mehr hin.
Ich möchte auch unbedingt noch loswerden , ich respektiere seine Entscheidung und hoffe und wünsche mir, dass er jetzt nur noch glücklich ist.
Gehe durch ein Wechselbad der Gefühle aber ich empfinde keine Wut gegen ihn.
Er war ein wertvoller Mensch, den ich unendlich vermisse
 
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  • #67
Ich möchte dir und allen anderen mal erzählen, was in einem Menschen vor geht, der in den Suizid geht.....So hart es klingt, aber in dem Moment, wo man den Entschluss fasst und vielleicht dann auch ausführt ist nichts wichtiger, als der Mensch selber.
In dem Moment, fällt jeglicher Druck und Schmerz von einem ab und ich bin mir sicher, er ist mit einem lächeln gegangen.
Ich würde mich hier eher für ihn freuen, dass er einen für sich optimalen Weg gefunden hat und den auch durchgezogen hat. Denn das war SEINE Entscheidung, und die gilt es zu akzeptieren. Ich finde, das würde von Respekt und Verständnis für ihn zeichnen.
Deine Zeilen haben mich sehr berührt. Ich habe meinen ersten Ehemann und Vater meines großen Kindes auf diese Weise verloren. Ich hatte, bei der Identifizierung, ein einziges Treffen mit dem Polizeipsychologen. Der hat mir genau das, was du hier schreibst, auf meine Frage geantwortet, wie so ein zufriedener Gesichtsausdruck möglich sei. Damals habe ich das nicht verstanden, in meinem Schmerz. Heute weiß ich, es war sein Weg, ICH konnte ihn nicht aufhalten. Nur verzögern, nicht aufhalten.
 
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  • #68
"Die Finger von der Bekanntschaft lassen" ist für mich empathiefrei und komplett daneben. Punkt.
Hast Du eine Ahnung was so was mit einem macht? Kann und soll ich nach 14 Tagen Gefühlschaos Verantwortung für einen Menschen übernehmen der schon alle möglichen Therapien hinter sich hat? So eingebildet bin ich nicht, dass ich glaube meine Liebe würde alles ändern
 
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  • #70
ich habe anfangs diesen thread gesehen und inständig gehofft, dass sich hier zurückgehalten wird. aber selbst bei einem so überaus heiklen thema wird teils aufeinander herumgehackt. traurig. finde ich angesichts der thematik äußerst taktlos und unsensibel.

@remember: ich empfehle dir, den thread von den moderatoren schließen zu lassen, falls du dich mit manchen kommentaren unwohl fühlst. und wie schon von anderen erwähnt: suche dir hilfe an anderer stelle, hier gab es ja schon diverse ratschläge. ich wünsche dir ganz viel kraft, das ganze zu verarbeiten.
 
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  • #73
@remember
Wie ist die Perspektive?
Wie willst du dein Leben weiter gestalten?
Hast du Hoffnung, noch mal ähnliche Gefühle für jemanden zu empfinden?
Oder stürtzt gerade die Welt zusammen und du fühlst dich allein und hast nicht nur eine Liebe verloren, sondern DIE Liebe?
Wie schwer mag das Herz sein, wenn man den Geliebten verliert.
Ich weiß nicht genau was wäre, wenn ich den Mann verlieren würde, den ich liebe. Wie lebt man weiter? Findet neue Perspektiven?

Edit: @chava Dein Wort zur Stunde. Du weißt, was es bedeutet, einen geliebten Menschen zu verlieren.
 
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  • #74
@remember
Wie ist die Perspektive?
Wie willst du dein Leben weiter gestalten?
Hast du Hoffnung, noch mal ähnliche Gefühle für jemanden zu empfinden?
Oder stürtzt gerade die Welt zusammen und du fühlst dich allein und hast nicht nur eine Liebe verloren, sondern DIE Liebe?
Wie schwer mag das Herz sein, wenn man den Geliebten verliert.
Ich weiß nicht genau was wäre, wenn ich den Mann verlieren würde, den ich liebe. Wie lebt man weiter? Findet neue Perspektiven?
Es war alles in den Anfängen und von meiner Seite hätte es vielleicht die Liebe werden können .
Ich habe eine große Hoffnung verloren und einen Menschen der mir in den letzten Monaten sehr ans Herz gewachsen ist und mir jetzt fehlt.
Der Schmerz wird weniger werden ...weiter denke ich nicht