Beiträge
11
Likes
9
  • #1

tragisches Ende einer Parship Begegnung

Ich möchte hier meine/ seine traurige Geschichte erzählen. Zum einen um sensibel und aufmernsam zu machen und zum anderen, weil es mir vielleicht ein wenig hilft alles was passiert ist zu verarbeiten.
Wir haben uns im Februar hier kennengelernt , ich habe ihn "angelächelt" und er hat mir gleich geantwortet.
Seine Worte und seine Bilder waren so symphatisch und auch unsere Wohnorte lagen nicht allzu weit voneinander weg.
Es folgte ein sehr angenehmer schriftlicher Austausch, der sehr bald hauptsächlich über WhatsApp stattfand. Bald merkte ich, dass irgendwas nicht stimmt..er sich manchmal tagelang nicht medet und Termine zum persönlichen Treffen immer wieder verschob.
Als ich schon nicht mehr an ein Treffen glaubte, nahm er in der Nacht zum 1. Mai meine spontane Einladung plötzlich an und wir verbrachten einen sehr netten Abend, bei dem ich aber auch spürte, dass er seine Trennung noch nicht überwunden hat .
In den folgenden Tagen und Wochen wurde unser schriftlicher Dialog noch intensiver und offener. Er erzählte immer mehr von sich, war aber zu keinem weiteren Treffen bereit.
Ich war zwar ungeduldig , aber ich versuchte ihm Zeit zu lassen. Am Muttertag , nachdem ich wieder 2 Tage nichts gehört hatte und ihm meine Meinung dazu auch deutlich mitgeteilt habe, folgte in einem dramatischen Chat die ganze Wahrheit. Er war tief verzweifelt, steckte in einer tiefen Lebenskrise und sah für sich keine Hoffnung mehr.
Er gab offen zu immer wiederkehrende Suizidgedanken zu habe , von denen aber auch Familie und Freunde wussten. Er erzählte mir immer von den Bemühungen seines Umfelds und wie alle versuchten ihn zu einem erneuten Klinikaufenthalt zu überreden, den er aber nicht wollte und in den er auch keine Hoffnung mehr hegte.
Eine sehr emotionale und sehr belastende Zeit auch für mich, die er zu seiner Vertrauten gemacht hatte.
Die letzten Nachrichten klangen positiv ..er sagte, dass die Familie etwas in die Wege leitet für den nächsten Tag und er hoffe, dass wir uns dann wieder begegnen können, wenn er wieder er selbst ist.
Ich hatte Hoffnung, machte mir seit Wochen zum ersten mal keine Sorgen als ich nichts hörte, wähnte ihn ja in der Klinik.
Bis zum Anruf seiner Frau.
Er hat sich letzte Woche nur wenige Minuten nachdem er mir einen lieben Gruß schickte das Leben genommen.
Ich bin gebrochen, tief traurig und fühle mich schuldig .
Und vor allem frage ich mich nach dem Sinn. Warum musste ich diesem Mann noch in den letzten Monaten seines Lebens emotional so nahe kommen, wenn ich ihm letztendlich doch nicht mehr gut tun und helfen konnte?
 
A

*Andrea*

  • #2
Liebe remember!

Du hast da etwas tief Trauriges erlebt, ich hoffe dass es dich nicht zu stark durcheinander bringt. Wenn ein Mensch entscheidet, dass er nicht mehr leben mag, dann ist das für die Zurückgebliebenen immer ein grosser Schock, der oft ganz unterschiedliche und manchmal widersprüchliche Gefühle und Emotionen auslöst. Man ist traurig ob des Verlustes, aber auch traurig darüber, dass ein Mensch so verzweifelt sein musste, so stark leiden musste, dass er keinen Ausweg mehr sah, keinen Lebensmut, keine Hoffnung mehr aufbringen konnte. Man ist enttäuscht, dass man nicht helfen konnte und dass auch der Mensch, der einen für immer verlassen hat, keine Zuversicht mehr aus der Beziehung zu einem schöpfen konnte. Man fühlt sich schuldig, fragt sich, was man noch hätte tun können oder gar sollen, ist gleichzeitig vielleicht aber auch wütend, dass das geschehen ist. Es ist ja auch eine Tat gegen die Beziehung, die man mit dem Menschen hatte, der sich das Leben genommen hat, oder zumindest gegen die Vorstellung, die man davon hatte oder auch die Hoffnungen und Zukunftswünsche, die man in dieser Beziehung sah und hegte.

Du fragst dich nach dem Sinn. Ich weiss es nicht. Es ist eine schwierige Frage, die du vielleicht nur selbst irgendwann beantworten kannst, oder vielleicht auch nicht. Vielleicht musst du sie auch gar nicht beantworten können. Vielleicht liegt gerade darin ein Sinn, vertrauen zu lernen, dass die Dinge auf eine Art gut sind, wie sie sind, obwohl sie schwer sind, obwohl sie auf uns lasten und obwohl wir selbst keine Antwort auf die Frage nach ihrem Sinn finden können. Da geht es vielleicht um ein Vertrauen in die Verantwortung des Menschen, der gegangen ist, und seine sicher umfassenden Versuche, ein Vertrauen, dass sein Engagement für sein Leben da war, soweit es eben möglich war. Vielleicht auch um ein Vertrauen in etwas Höheres oder in das Leben an sich. Vielleicht auch um ein Loslassen des Bedürfnisses, auf alles eine (intellektuelle) Antwort finden zu müssen. Vielleicht geht es einfach ganz simpel ums Annehmen dessen, das ist, mit allem, was da ist, mit allem, was zu fehlen scheint. Um einen Frieden zu finden damit. Das wünsche ich dir von ganzem Herzen!

Vielleicht hilft dir auch der Gedanke, dass sein Weggang nicht bedeuten muss, dass du und deine Nähe für ihn nichts bedeutet hätten, möglicherweise sogar im Gegenteil. Es könnte ja auch sein, dass du und dein Dasein ihn insoweit mit dem Leben versöhnt haben, dass er es abzuschliessen vermochte.

Ich wünsche dir Kraft und gute Menschen um dich herum, die dich begleiten in deiner Trauer und deinen Zweifeln. Alles Gute!
 
Beiträge
391
Likes
457
  • #3
Liebe Remember, ja, das ist eine wirklich traurige Geschichte und ich wünsche Dir die nötige Kraft, das Geschehene zu überwinden.
Keinesfalls solltest Du aber Schuldgefühle entwickeln. Du bist nicht schuld an dem Geschehenen!
Depressionen, unter denen er scheinbar gelitten hat, sind schrecklich und häufig mit Suizidgedanken verbunden. Aber sie sind eben eine Krankheit, die nicht allein geheilt werden kann durch eine mehr oder weniger intensive Zweierbeziehung. Ich denke, Du hast alles getan und Selbstvorwürfe wären wirklich verfehlt. Viel Glück für die Zukunft wünsche ich Dir von ganzem Herzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
6.850
Likes
10.871
  • #4
Ich möchte hier meine/ seine traurige Geschichte erzählen. Zum einen um sensibel und aufmernsam zu machen und zum anderen, weil es mir vielleicht ein wenig hilft alles was passiert ist zu verarbeiten.
Wir haben uns im Februar hier kennengelernt , ich habe ihn "angelächelt" und er hat mir gleich geantwortet.
Seine Worte und seine Bilder waren so symphatisch und auch unsere Wohnorte lagen nicht allzu weit voneinander weg.
Es folgte ein sehr angenehmer schriftlicher Austausch, der sehr bald hauptsächlich über WhatsApp stattfand. Bald merkte ich, dass irgendwas nicht stimmt..er sich manchmal tagelang nicht medet und Termine zum persönlichen Treffen immer wieder verschob.
Als ich schon nicht mehr an ein Treffen glaubte, nahm er in der Nacht zum 1. Mai meine spontane Einladung plötzlich an und wir verbrachten einen sehr netten Abend, bei dem ich aber auch spürte, dass er seine Trennung noch nicht überwunden hat .
In den folgenden Tagen und Wochen wurde unser schriftlicher Dialog noch intensiver und offener. Er erzählte immer mehr von sich, war aber zu keinem weiteren Treffen bereit.
Ich war zwar ungeduldig , aber ich versuchte ihm Zeit zu lassen. Am Muttertag , nachdem ich wieder 2 Tage nichts gehört hatte und ihm meine Meinung dazu auch deutlich mitgeteilt habe, folgte in einem dramatischen Chat die ganze Wahrheit. Er war tief verzweifelt, steckte in einer tiefen Lebenskrise und sah für sich keine Hoffnung mehr.
Er gab offen zu immer wiederkehrende Suizidgedanken zu habe , von denen aber auch Familie und Freunde wussten. Er erzählte mir immer von den Bemühungen seines Umfelds und wie alle versuchten ihn zu einem erneuten Klinikaufenthalt zu überreden, den er aber nicht wollte und in den er auch keine Hoffnung mehr hegte.
Eine sehr emotionale und sehr belastende Zeit auch für mich, die er zu seiner Vertrauten gemacht hatte.
Die letzten Nachrichten klangen positiv ..er sagte, dass die Familie etwas in die Wege leitet für den nächsten Tag und er hoffe, dass wir uns dann wieder begegnen können, wenn er wieder er selbst ist.
Ich hatte Hoffnung, machte mir seit Wochen zum ersten mal keine Sorgen als ich nichts hörte, wähnte ihn ja in der Klinik.
Bis zum Anruf seiner Frau.
Er hat sich letzte Woche nur wenige Minuten nachdem er mir einen lieben Gruß schickte das Leben genommen.
Ich bin gebrochen, tief traurig und fühle mich schuldig .
Und vor allem frage ich mich nach dem Sinn. Warum musste ich diesem Mann noch in den letzten Monaten seines Lebens emotional so nahe kommen, wenn ich ihm letztendlich doch nicht mehr gut tun und helfen konnte?
So sehr ich deinen Kummer auch verstehe und das sicher alles sehr sehr schlimm ist, so denke ich, dass das Forum nicht der richtige Ort ist, darüber zu "reden" und glaube auch nicht, dass du hier die Hilfe bekommst, die du jetzt wohl benötigst. Dafür ist das viel zu Ernst und hier sind zuviele Hobby-Psychologen unterwegs.
Schau doch mal, ob du vielleicht professionelle Hilfe bekommst (muss ja jetzt keine Ewig-Therapie sein, sondern vielleicht helfen dir schon ein oder zwei Gespräche? In vielen Städten gibt es den Verein "Frauen helfen Frauen" oder ähnliche Angebote.
Ich wünsche dir viel Kraft und gute Unterstützung.
 
Beiträge
2.308
Likes
1.414
  • #5
Weshalb??? Es ist NICHT deine Verantwortung!
Meinst du jetzt weshalb du ihn getroffen hast? --> Schicksal.
Oder weshalb er sich suizidiert hat? --> Weil es für ihn der EINZIGE Ausweg aus seinem Leid war.
Da gibt es auch nichts zum Verstehen, da brauchst du dir gar keine Gedanken drum machen. Menschen mit solch einem Vorhaben, haben eine gänzlich andere Wahrnehmung und andere Glaubenssätze, das ist für Aussenstehende möglicherweise nur nachvollziehbar, wenn sie selber bereits an dieser Schwelle standen oder sie überschritten und überlebt haben.
Ist das deine Aufgabe oder Verantwortung?
Ich denke nicht, wenn du nicht gerade seine Therapeutin gewesen wärest.

Zum einen um sensibel und aufmernsam zu machen und zum anderen, weil es mir vielleicht ein wenig hilft alles was passiert ist zu verarbeiten.
Ein öffentliches an eine Partnerbörse angeschlossenes Forum kann keine kompetente therapeutische Leistung erbringen. Schon gar nicht kostenlos. Dafür ist es auch nicht gedacht.
Wenn du über das Internet therapeutische Leistungen in Anspruch nehmen möchtest, braucht es dafür ein spezielles Portal mit entsprechenden Fachkräften dahinter. Die Uni Zürich hatte/hat so ein Projekt. Ob es noch läuft weiss ich nicht. Aber auch das ist kostenpflichtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
M

Multixx

  • #6
So sehr ich deinen Kummer auch verstehe und das sicher alles sehr sehr schlimm ist, so denke ich, dass das Forum nicht der richtige Ort ist, darüber zu "reden" und glaube auch nicht, dass du hier die Hilfe bekommst, die du jetzt wohl benötigst. Dafür ist das viel zu Ernst und hier sind zuviele Hobby-Psychologen unterwegs.
Schau doch mal, ob du vielleicht professionelle Hilfe bekommst (muss ja jetzt keine Ewig-Therapie sein, sondern vielleicht helfen dir schon ein oder zwei Gespräche? In vielen Städten gibt es den Verein "Frauen helfen Frauen" oder ähnliche Angebote.
Ich wünsche dir viel Kraft und gute Unterstützung.
Ich würde dir auch raten mit einer Fachkraft darüber zu reden. Ist absolut keine Schande znd die Situation ja auch grenzwertig. Ein Psychologe ist geschult, weiss wie man solche Situationen handelt und kennt auch das Thema Depressionen.
 
Beiträge
11
Likes
9
  • #7
Danke , für die zahlreichen und lieben Worte!
Ich kann nicht auf alle persönlich eingehen, aber ich habe alles sehr genau gelesen.
Es ist mir bewusst, dass ich in so einem Forum keine professionelle Hilfe bekomme....denke auch, dass ich diese nicht brauche.
Mir hilft es hier Anteilnahme und Menschlichkeit zu spüren.
Die habe ich auch in meinem Umfeld und ich habe auch einen sehr guten Arzt mit dem ich bereits geredet habe.
Meine Therapie ist es zur Zeit, immer und immer wieder unsere Gespräche zu lesen und mich selbst dabei ehrlich zu fragen wo ich falsch oder auch richtig reagiert habe.
Ich habe immer versucht keinen zusätzlichen Druck auszuüben oder irgendwelche guten Ratschläge zu geben...hab ihm versucht einfach zuzuhören und ihm zu signalisieren, dass ich ihn verstehe.
Das konnte ich auch, bis zu einem gewissen Punkt. Auch ich hatte eine Zeit im Leben in der ich diese seelischen Schmerzen und diese absolute Hoffnungslosigkeit durchlebt habe jedoch ohne dabei jemals Suizid Gedanken zu haben.
Ich wusste, dass die Familie alles tut...oft genug hat er davon erzählt wie sehr er sein Umfeld belastet und allen weh tut.
Viele Fragen blieben offen ...ob schon vor der Trennung psychische Probleme waren z.B.
Er hat immer vom nächsten Treffen gesprochen und davon, dass er mir noch soviel erzählen möchte.
Jetzt bin ich ihm dankbar, dass er letztendlich dieses Treffen die letzten Wochen immer wieder geblockt hat..wer weiss wie es mir ansonsten gehen würde.
Vielleicht war ich ja für ihn doch so etwas wie ein klitzekleiner Hoffnungschimmer und konnte wenigstens zeitweise noch einige positive Gedanken schenken.
Mein Kopf weiss alles: dass ich keine Schuld habe, ihn nicht hätte retten können und auch welch furchbare und so oft tödliche Krankheit Depressionen sein können, aber mein Herz trauert um einen sehr wertvollen Menschen und wohl auch um eine für mich verlorene Hoffnung.
Auch leide ich mit der Familie, obwohl ich sie nicht persönlich kenne.
Ich habe versucht schriftlich mitzuteilen dass da keine Vorwürfe waren und mit wieviel Liebe er immer von allen gesprochen hat.
Habe eine sehr liebe Antwort erhalten und auch den Wunsch bzw. das Angebot von seiner Frau uns , sobald die dazu fähih ist auszutsuschen...vielleicht hilft uns das beiden.
Er hat mehrmals erwähnt, dass er 50 Jahre vielleicht zuviel Sonnenschein hatte, zuviel Glück im Leben.
Ich hoffe er hat jetzt seinen Frieden und die schrecklichen Qualen haben ein Ende.
Gestern hatte ich den Gedanken...vielleicht ist auch der Freitot einfach vorbestimmt .
Genauso wie der Tod durch eine andere schwere Krankheit und wir können das nur nicht erkennen.....
 
Beiträge
488
Likes
215
  • #8
Liebe remember,

was Sie erlebt haben, ist schrecklich und nur schwer zu verstehen und ins Leben zu integrieren.
Wie gut, dass Sie sich in Ihrem Umfeld austauschen und auf diese Weise, Schritt für Schritt, das Geschehene verarbeiten können.
Es ist extrem wichtig, sich bei einem so traumatischen Erlebnis nicht nach innen zu kehren, sondern sich mitzuteilen, über die eigenen Gedanken und Empfindungen zu sprechen und den Kontakt nach außen zu suchen. Ich finde es wunderbar, dass Sie das tun!
Sie schreiben selbst, dass Ihnen klar ist, dass hier keine therapeutische Aufarbeitung stattfinden kann - gut, dass Ihr Arzt involviert ist und er Ihnen - bei Bedarf - entsprechende Unterstützung empfehlen könnte.
Auch Ihren Beitrag hier im Forum sehe ich als einen wichtigen Schritt bei der Verarbeitung und Bewältigung dieses Schicksalsschlages.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Kraft!
Herzliche Grüße,
Markus Ernst
 
Beiträge
11
Likes
9
  • #9
Danke!!
 
Beiträge
2.782
Likes
2.674
  • #10
@remember
Das ist wirklich eine tragische Geschichte, die mich sehr berührt. Ich habe gerade im Realen Leben jemanden kennengelernt, der suizidgefährdet ist und mir letzte Woche abends plötzlich ohne Zusammenhang schrieb ich möchte nicht mehr leben.
Gerade heute hab ich mit einer Kollegin darüber gesprochen, die dieses Verhalten sehr gut kennt. Ich bin kein Hobbypsychologe und weiß auch nicht wie ich damit umgehen soll oder kann.
Und jetzt Deine Geschichte....
 
Beiträge
11
Likes
9
  • #11
Liebe Inge,
Kann Dir nur raten dass Du Dich sofort an jemanden wendest der sich auskennt und
Dich berät!!!
Ich wusste, dass sein ganzes Umfeld Bescheid weiss und alles mögliche versucht wird
 
Beiträge
2.782
Likes
2.674
  • #12
Liebe Inge,
Kann Dir nur raten dass Du Dich sofort an jemanden wendest der sich auskennt und
Dich berät!!!
Ich wusste, dass sein ganzes Umfeld Bescheid weiss und alles mögliche versucht wird
Danke für Deinen Rat. Ich habe beschlossen die Finger weg zu lassen, ich muss mich da selbst schützen. Ich kann auch mit dem ständigen up und down nicht umgehen. Und die Illusion, dass er sich ändert hab ich nicht.
 
Beiträge
15.196
Likes
7.626
  • #13
Danke für Deinen Rat. Ich habe beschlossen die Finger weg zu lassen, ich muss mich da selbst schützen. Ich kann auch mit dem ständigen up und down nicht umgehen. Und die Illusion, dass er sich ändert hab ich nicht.
Finde ich eine sehr gute Einstellung, sich selbst zu schützen.

Liebe Remember, warum bist du diesen Weg nicht gegangen, die Finger von der Bekannschaft zu lassen, zudem der Mann ja noch verheiratet war?
 
F

fleurdelis*

  • #14
Danke für Deinen Rat. Ich habe beschlossen die Finger weg zu lassen, ich muss mich da selbst schützen. Ich kann auch mit dem ständigen up und down nicht umgehen. Und die Illusion, dass er sich ändert hab ich nicht.
Mir ist mal so etwas ähnliches passiert. Eine Bekannte hat ständig davon gesprochen sich umzubringen. Einmal hat sie es mir eindringlich versichert und war dann nicht mehr erreichbar. Ich habe daraufhin die Polizei informiert und die sind dann mit Feuerwehr und Notarzt in ihre Wohnung. Bei so etwas übernehme ich keine Verantwortung sondern, wenn mir jemand ernsthaft vermittelt sich umzubringen gibt es drei Möglichkeiten: Polizei, Psychosozialen Notdienst anrufen, oder über einen Arzt einweisen lassen, mit der Begründung, dass diese Person eine Gefahr für sich selbst darstellt. Alle Institutionen unterhalten sich erstmal ausführlich mit einem, wie ernsthaft die Situation ist, und reagieren dann auch dementsprechend. Für denjenigen, der den Suizid plant ist es dann auch wichtig, etwas zu unternehmen, vor allem weiß er dann auch, dass man seine Warnung ernst nimmt.
 
A

*Andrea*

  • #15
Finde ich eine sehr gute Einstellung, sich selbst zu schützen.

Liebe Remember, warum bist du diesen Weg nicht gegangen, die Finger von der Bekannschaft zu lassen, zudem der Mann ja noch verheiratet war?
Ja, Menta, es gibt Leute, denen liegt massivst am Herzen, sich zu schützen, offenbar sogar, wenn sie unterdurchschnittlich sensibel sind. Andere interessieren und engagieren sich manchmal auch für andere Menschen.