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  • #1

Tipps und Erfahrungen: Ambivalenz, Bindungsangst / Angst vorm Leben

Hallo Zusammen,

ich habe gesucht und bin nicht fündig geworden im Forum. Finde, dass hier viel Wissen, Weisheit und Lebenserfahrung versammelt ist (und auch einiges an offenen Rechnungen und Abwertung, aber das ist wohl nur allzu menschlich).. jedenfalls meine Frage und Bitte:
Was sind Eure Tipps & hilfreiche Schritte bei (passiver/ aktiver) Bindungsangst, Ambivalenz und ggf genereller Lebensangst?

Z.B. hab ich von Stefanie Stahls Büchern hier gehört... Und eins halb gelesen in meinem Regal gefunden - da lese ich gleich mal weiter.

Mein Hintergrund ist... (nachträglich entfernt auf Wunsch der Thread-Erstellerin)

...ich wünsche mir sehnlichst einen Partner, aber was tue ich:

-bloß niemanden anlächeln, außer ich halte ihn für schwul
- mich an den Unnahbaren 'abarbeiten'
-mir einreden, dass es mein Schicksal ist resp alle 'vernünftigen' Männer vergeben sind resp an die Unnahbaren denken (*augenroll-smiley über mich selbst*)

Lange Rede, kurzer Sinn:
Ich hab tierische Angst vor Gefühlen und boykottiere mich selbst.

Kennt Ihr das und wenn ja, was hat Euch geholfen?

LG,
J
 
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Deleted member 4363

  • #2
Hallo Jacinta,
was hast du denn schon unternommen, um aus deiner Klemme zu kommen?
Gegebenheiten die es dir schwer machen, dich auf einen Mann einzulassen, scheinst du ja schon gefunden zu haben.
Was ist mit deinen Beziehungen zu Frauen. Hast du Freundinnen?
 
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  • #3
Hallo Mohnblume,

wahrscheinlich ist die Antwort auf meine Frage auch einfach: Risiken wagen und rein ins Leben, aber ich brauchte irgendwie etwas Austausch dazu...

Ich hab an wirklich guten Selbsterfahrungsseminaren teilgenommen, viel über meine Beziehungserfahrungen und mein tendenzielles Helfersyndrom reflektiert und versuche immer wieder mal, Schritte zu wagen, bin dann aber oft blockiert.

Hab sehr gute Freundinnen, manches wird auch dort offenkundig, an meinem Verhalten und ich bin sehr glücklich über die Unterstützung und ehrliche Rückmeldungen von insbesondere zweien - da lerne ich natürlich auch so einiges.

Vielleicht braucht es noch etwas Zeit, hab mein Leben ziemlich verändert und vielleicht ist es zu früh für eine Partnerschaft.

Die Sehnsucht ist aber da... :)
 
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Deleted member 4363

  • #4
Hallo Mohnblume,
wahrscheinlich ist die Antwort auf meine Frage auch einfach: Risiken wagen und rein ins Leben, aber ich brauchte irgendwie etwas Austausch dazu...
Ich bin überzeugt davon, dass jeder Mensch gute Gründe für sein Verhalten hat. Manchmal hat man diese Verhalten in der Kindheit, oder in verletzenden, herausfordernden Situationen entwickelt und für den damaligen Zweck waren sie gut. Leider sind sie oft sehr anhänglich und hindern uns als Erwachsene oder als sich verändernde Menschen daran, so zu leben, wie es jetzt angesagt wäre.
Ich finde "Andere Wege gehen" von Jacob/van Genderen und Seebauer gut.
Lies mal rein :)
 
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  • #5
Danke @Mohnblume ja das denke ich genauso :) bestell ich mir, danke für den Tipp :)
 
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Deleted member 20013

  • #6
Darf ich fragen wie alt du bist?
(10er Bereich reicht auch schon, wenn du es nicht genau sagen magst)
 
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  • #7
Ich glaube, einen ganz entscheidenden Schritt hast du schon gemacht: Du bist dir bewusst, dass du mit einem Problem zu kämpfen hast, mit dem du dir selbst im Weg stehen kannst. Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen, dass es alleine schon seine Zeit braucht, das erst einmal selbst festzustellen! In diesem Sinne bist du schon ein Stück weiter als viele andere, die ähnliches unbewusst mit sich rumtragen.

Ich weiß nicht, wie viel Bücher hier helfen können, ehrlich gesagt. Ich glaube, immer dann wenn es um die Persönlichkeit geht, dann helfen Ratgeber und deren Rezepte herzlich wenig. Ein Dialog kann da viel eher helfen. Zu verstehen, dass du nicht für immer an die jetzigen Verhaltensmuster gekettet bist und dass es mitnichten dein Schicksal sein muss nur 'Unnahbare' zu finden ist da ganz wichtig. Mit wem du diesen Dialog führst, ist deine Entscheidung. Eine gute Freundin könnte da helfen, aber wenn es tiefer geht und dir wirklich Kopfzerbrechen macht, so sehr, dass du dich langfristig unwohl fühlst, könnte auch ein Therapeut helfen. Ich finde, da wird in unserer Gesellschaft viel zu schnell abwertend reagiert wenn man professionelle Hilfe in Anspruch nimmt. Wenn es dir damit besser geht, dann probier es :)

Gleichzeitig ein Wort der Warnung: Es gibt Dinge im Kopf, die kriegt man nicht einfach so weg. Die bleiben für immer da und es wird deine Aufgabe sein, jeden Tag daran zu feilen und damit zu leben. Das heißt nicht, dass es niemals besser werden wird! Es heißt nur, dass es Tage geben wird, an denen du wieder in bestimmte Verhaltens- und Denkmuster fallen wirst. Sei dann gut zu dir und nimm solche Tage hin und erinner dich dann an die Tage an denen du erfolgreich gegen deine Dämonen angekämpft hast.
 
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Philippa

  • #8
  • seinen eigenen dunklen Seiten und Fehlern ins Auge schauen
  • schwierige Emotionen aushalten, ohne etwas dagegen tun zu wollen
  • Schritte vorwärts nicht schon als eine Bindung für alle Ewigkeiten erachten
  • sich gut überlegen, welche Partner-Eigenschaften wirklich zu einem passen und eventuell lernen, auf Dinge zu verzichten, die zwar attraktiv scheinen, aber sich eigentlich mit den eigenen Eigenschaften nicht vertragen
  • über sich selbst lachen können
Alles Gute!
 
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  • #10
38 @Synergie

@tigersleep danke für deinen Beitrag, ja das ist wichtig: zu akzeptieren, dass manche Themen bleiben und damit umgehen lernen. Danke auch für die weiteren Tipps bzw Erfahrungswerte.

@Philippa danke dir! Super Liste :) ich druck mir den Thread am besten aus :)

@fafner Sport treibe ich 4-5x/ Woche, habe auch einen wunderbaren Freundeskreis und wenn mir doch die Decke auf den Kopf fällt bin ich über spontacts aktiv, aber eine Paar-Beziehung, Zärtlichkeit und so weiter ist ja doch etwas anderes, wenngleich die Übergänge manchmal fließend sein können, in meinem Fall wahrscheinlich nicht, zumindest gibt es im Freundeskreis auf beiden Seiten keine derartigen Wünsche ;-) vielleicht trinken wir alle zu wenig Alkohol ;-))
Selbstliebe ist zentral, das ist sicherlich noch ausbaufähig - vielleicht spielt das schon mit hinein.
Du hast das wohl eher lapidar gemeint, aber so ganz verkehrt sind diese Ansätze bestimmt nicht. Dennoch darf ja beides da sein.. Unvollkommenheit und Sehnsucht, wahrscheinlich wären wir sonst alle nicht hier, metaphysisch und motivational und so ;-))

Danke für Eure Beiträge, macht mir Mut :)
 
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Deleted member 20013

  • #12
Vergiss nicht, die Definition von Sport ist recht flexibel... (ich sage nicht, dass eine freizügige Anwendung hier vorliegen könnte)
 
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  • #15
Danke für die elektronische Musik @Dr. Bean - ich höre mal rein ;-)

Haha ja.. @Definition von Sport..
Ich bin für meine Verhältnisse sportlich, das muss reichen ;)
Fahrrad, joggen, klettern. Letzteres erst sehr frisch und nur 1x/Woche, also da sich bitte keine drahtige Amazone vorstellen, eher so Pandabärin mit genussvollen Pausen ;-)
 
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Dr. Bean

  • #16
Ouh Klettern, sehr schön :). Ich kletter jetzt seit 2 Jahren in der Halle und mein Kletterbuddy wird grade immer sicherer im 7er Bereich. Ich kämpfe noch mit der 6, weil ungelenk und 95 kg schwer :). Ist aber ein schöner Ausgleich zum Kraftsport und es macht Spaß kopfüber unter der Decke zu hängen.

Am liebsten geh ich bouldern :)
 
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  • #17
Respekt...! :)

5- war bisher meine beste Leistung, aber im Anfängerbereich, kein toprope oder wie das heißt ;) irgendwann will ich einen Technikkurs besuchen, derzeit ist mir unklar, wie manches jemals klappen könnte ... Finde es total beeindruckend, wie elegant Manche schwierigste Touren absolvieren. Das ist jedenfalls ein tolles Gefühl, wenn etwas klappt, was vor wenigen Wochen nicht ging. Bouldern, na da fehlt mir das Seil ;-)))
 
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Dr. Bean

  • #19
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  • #20
Wenn wir Alle kommendes Frühjahr Alleinstehend (oder eben nicht in Honeymoonphase-versunken) sind, Forumstreffen in der Kletterhalle? Anschließend Mediation bei Bedarf und vielleicht gibt es noch einen Vortrag zu Selbstliebe / viel Alkohol/ Mousse au Chocolat? :)
 
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Dr. Bean

  • #21
Kannst du versuchen aber ich glaub die meisten girls über 50 hier kriegst du nur auf nen Shopping Marathon eingeladen :)
 
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  • #24
In der Kletterhalle ist auch ein Shopping Laden, zumindest Outdoor Kleidung wäre da zu finden. ;-) Ich behalte es mal im Hinterkopf. Shopping ist nie verkehrt :) (Wirtschaft, Arbeitsplätze usw ;-)

Danke für Eure Beiträge, hat mir gut getan und ich werde mich noch weiter damit auseinander setzen..
 
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  • #27
Kannst du versuchen aber ich glaub die meisten girls über 50 hier kriegst du nur auf nen Shopping Marathon eingeladen :)
Hey B, ist ja wohl dreist, so ein Spruch!
„Noch tragen mich meine Beine, noch habe ich keine Ermüdungserscheinungen, daher schleppe ich meinen Kadaver noch ein bisschen durch“, sagte schon Miro Klose, als ihn die Presse wegen seines Alters nervte.
Unterschätze nie Ü50-Mädels!!!
@Jacinta : Dann schau‘n mer mal, ob ich meinen Kadaver so ne Kletterwand raufbringe... Kannst mich für Dein Kletter-Event vormerken :).
 
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Deleted member 4363

  • #29
Ich glaube, einen ganz entscheidenden Schritt hast du schon gemacht: Du bist dir bewusst, dass du mit einem Problem zu kämpfen hast, mit dem du dir selbst im Weg stehen kannst. Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen, dass es alleine schon seine Zeit braucht, das erst einmal selbst festzustellen! In diesem Sinne bist du schon ein Stück weiter als viele andere, die ähnliches unbewusst mit sich rumtragen.
:)
Ich weiß nicht, wie viel Bücher hier helfen können, ehrlich gesagt. Ich glaube, immer dann wenn es um die Persönlichkeit geht, dann helfen Ratgeber und deren Rezepte herzlich wenig............................
Sie können schon ein guter Wegbereiter für eine eventuelle Suche nach einer professionellen Hilfe sein. In "Andere Wege gehen" z.B. geht es um Schematherapie, gut verständlich beschrieben und eindrucksvoll.
:)
 
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