Elli

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  • #91
AW: Things we lost in the fire

Zitat von Gulliver:
Danke Elli ! Es ist das genau die Tonart, die ich so sehr schätze. Offen, ehrlich, konstruktiv, klug, nicht belehrend. Ich selbst kann das nicht immer so gut. Es wäre sicher nicht richtig, das zu eng zu sehen, weil beiderseitige Kommunikation ja eh recht gut stattfindet.

Die Unterschiede liegen im Detail. Wenn sie mir ein Problem kommuniziert, will sie nicht Hilfe Rat oder Bestätigung, sondern Trost. Wenn ich ein Problem kommuniziere, dann suche ich nicht Trost sondern Bestätigung meiner Meinung. Z.B. "Ja, sehe ich genauso. Du wirst das sicher gut lösen können". Wenn sie mich dann in den Arm nimmt und küsst ist es natürlich auch perfekt. :)))

Hi Gulliver!
Deine Antwort war mir entgangen, sorry..
So begeistert, wie Du hier Deine Liebe und Deine Liebste schilderst (worüber ich mich immer freue) - so engagiert stelle ich mir Dich auch in der Beziehungspraxis vor - und bin sicher, daß Du das gut hinkriegst mit der Kommunikation ;-)

Wie geht ein Mann wie Du damit um, wenn er wirklich 'mal Trost braucht?
 
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Satjamira

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  • #93
AW: Things we lost in the fire

Zitat von carlo:
Ich frage mich mittlerweile, warum wir diesen Anteil an uns "Kind" nennen wollen. Vielleicht erscheint das jetzt manchem als haarspalterisch und wahrscheinlich stoße ich hier wieder einmal an die Grenzen dieses Forumsaustauschs.

Wegen der allgemeinen Bedeutung des Wortes Kind, als besonders schützenswert aber auch inkompetent, scheint mir damit eine bestimmte Richtung vorgegeben, die sich dann auch in Formulierungen wie "es will Beachtung" ausdrückt.

Ich erlebe mich selbst befreit und mir scheinen positive Veränderungen leichter zu fallen, seit ich mehr im Sinne von "das ist ein Anteil von mir, der aus der Kindheit kommt" denke/wahrnehme.

Soweit meine Erfahrungen.

C.


Wie würdest du es denn nennen? "ES" ist ein Teil, keine Sie, kein Er. Es ist nicht etwas was aus der Kindheit kommt, es ist ein wesentlicher Teil des Menschseins. Auch im Erwachsenen Leben mal kindisch sein zu dürfen, kindlich empfinden zu können, sich einzugestehen dass man die Natürlichkeit des Kindes in uns verloren hat, das man gerne spielerisch sein möchte.

Ja, den Teil haben viele verloren und vernachlässigt - sind deshalb unglücklich.
Lost in fire.
Wenn man ihn lebt hat man nichts verloren sondern nur gewonnen.
 
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Claudi

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  • #94
AW: Things we lost in the fire

Liebe hier Schreibende,
ich hab mich nicht davon gemacht und es tut mir leid dass ich noch nicht zum Antworten gekommen bin. Ich hab grad ziemlichen Stress. Krankes Kind. Ich jongliere gerade mal wieder zwischen Arztterminen und Dienstreisen. Das hier versuche ich im Gehen auf dem Bahnhof zu schreiben ;-).
Nur eins schon mal: Ich empfinde das Schreiben hier eher als gute Ergänzung zu den Beratungsgesprächen. Ich nehme manchmal Sachen von hier dorthin mit.
 

carlo

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  • #95
AW: Things we lost in the fire

Zitat von Satjamira:
Wie würdest du es denn nennen? "ES" ist ein Teil, keine Sie, kein Er. Es ist nicht etwas was aus der Kindheit kommt, es ist ein wesentlicher Teil des Menschseins. Auch im Erwachsenen Leben mal kindisch sein zu dürfen, kindlich empfinden zu können, sich einzugestehen dass man die Natürlichkeit des Kindes in uns verloren hat, das man gerne spielerisch sein möchte.

Ja, den Teil haben viele verloren und vernachlässigt - sind deshalb unglücklich.
Lost in fire.
Wenn man ihn lebt hat man nichts verloren sondern nur gewonnen.

Liebe Satjamira,

Ja es ist ein Anteil von uns. Wenn wir ihn unterdücken, verleugnen, verbiegen oder sonstwie negieren wollen, sind wir "nicht vollständig". Er ist gleichberechtigt mit unseren anderen Anteilen. Ich würde ihn vielleicht "Spiel" nennen, auch "Freude"? Es sind wohl doch mehrere Komponenten darin.

Was ich für mich in Frage stelle ist, ob ich das Konzept "inneres Kind" denn als ganzes Paket nehmen muß. Ich löse für mich die o.g. Anteile heraus als Teil meines erwachsenen Ichs. Andere, wie kindliche Angst, sind für mich kaum spürbar.

Liebe Grüße
Carlo