akku1987

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  • #1

Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Hallo,
mir ist aufgefallen, dass wenn ich bei der Suche den Bildungsstand auf "alle" anstatt dem Parship-Prinzip umstelle, es auf einmal viel mehr Profile gibt, wo drin Sachen drinstehen, wie z.B: "Suche jemanden, der mit beiden Beinen fest im Leben steht". Wenn das eine Akademikerin erwartet, so ist das ja irgendwo selbstverständlich. Die Frau will ja nicht für den Kerl alles bezahlen müssen. Aber wenn ich das bei irgendwelchen Studentinnen oder Schülerinnen lese, denke ich mir, dass die nur jemanden sucht, die Sie finanziert.
Bei den Profilen von Frauen, die schon einen festen Job haben oder ihr Studium schon abgeschlossen haben, liest man das, meiner Meinung nach, sehr selten. Ist ja bei dieser Typ von Frau auch irgendwo selbstverständlich.

Mit den vorgeschlagenen Frauen nach "Parship-Prinzip" komme ich auch besser ins gespräch und erhalten auch mehr antworten als andersherum.

Wie sieht ihr das? Was ist eure Erfahrung? Gibt es das oder ähnliches bei den Männer-Profilen?
Wie habt ihr eure Partnersuche eingestellt?
 

carlo

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  • #2
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Hallo Akku1987,

hm, ich weiß nicht, "mit beiden Beinen fest im Leben" kommt bei mir (w, 54) ganz anders an; für mich heißt das noch nicht, dass frau einen Versorger sucht. Solch eine Frau würde sich doch ganz anders "bewerben".

Vielleicht wollen die jüngeren Frauen, während sie selbst noch nicht im Beruf stehen damit Männer ansprechen, die eine klare berufliche Perspektive anstreben. Später, wenn sie dann selbst soweit sind, ergibt sich das, wie du ja auch sagst, von selbst. Wegen des "downdatings" werden sie dann gar nicht mehr von Männern, denen berufliches Fortkommen weniger wichtig ist, angesprochen.

Ist doch schön, wenn es mit diesen Frauen und nach dem PS-Prinzip gut klappt. Dann bleib doch dabei.

C.
 

Chillwoman

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  • #3
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Hi!

Ich würde das mit "beiden Beinen im Leben stehen" auch anders interpretieren. Das heißt für mich nicht, eine Arbeit haben und Geld verdienen. Meine Gedanke dazu wäre: "Oh, die will, dass ich nicht wie ein großer Bub noch die Wäsche zu Mama bringe und von Freitag bis Sonntag durchsaufe."
Auf eigenen Beinen stehen, heißt für mich, die Verantwortung für sein Leben selbst in die Hand nehmen können (und wollen).

Grüße von Chillwoman
 

Fantasia

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  • #4
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Zitat von akku1987:
"Suche jemanden, der mit beiden Beinen fest im Leben steht". Wenn das eine Akademikerin erwartet, so ist das ja irgendwo selbstverständlich. Die Frau will ja nicht für den Kerl alles bezahlen müssen. Aber wenn ich das bei irgendwelchen Studentinnen oder Schülerinnen lese, denke ich mir, dass die nur jemanden sucht, die Sie finanziert.

Der monetäre Status scheint nach wie vor eine große Rolle zu spielen. Gerade bei Geringverdienern. Denn diese wollen nicht noch den Partner mit aushalten müssen, sondern wünschen sich ein Miteinander MINDESTENS auf diesem Niveau, auf dem sie sich selbst befinden. (Wieso allerdings tolerierst Du die Suche nach einem gewissen finanziellen Status bei Akademikerinnen und nicht bei Studentinnen? Erstere könnten es sich ja ggf. eher leisten, jemanden mit durchzufüttern ;-)
Ich kenne einen aktuellen Fall: Single-Frau, ungebunden, mit gerade ausreichendem Einkommen, lernt Single-Mann, geschieden, unterhaltspflichtig für 2 Kinder, kennen. Ihm bleibt der Mindest-Eigenbedarf, der nur ein asketisches Leben ermöglicht. Sie kommt gerade so aus mit ihrem Einkommen, möchte sich aber nicht "verschlechtern", sondern erwartet von ihm div. Einladungen, Geschenke, Urlaube etc. Ein gemeinsames Kind ist schon aus diesen defizitären finanziellen Gründen tabu. Ein Mann wird sich in dieser Situation sicherlich auch nicht wohlfühlen. Also welche Chance hat eine solche Beziehung?
Will sagen, es kommt auf die Erwartung der jeweiligen Personen an. Da muss in den meisten Fällen schon eine sehr große Liebe im Spiel sein, die es schafft, solche finanziellen Defizite auszugleichen. So tickt nunmal unsere Gesellschaft.
 

Heike

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  • #5
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Zitat von Chillwoman:
Ich würde das mit "beiden Beinen im Leben stehen" auch anders interpretieren. Das heißt für mich nicht, eine Arbeit haben und Geld verdienen. Meine Gedanke dazu wäre: "Oh, die will, dass ich nicht wie ein großer Bub noch die Wäsche zu Mama bringe und von Freitag bis Sonntag durchsaufe."
Auf eigenen Beinen stehen, heißt für mich, die Verantwortung für sein Leben selbst in die Hand nehmen können (und wollen).

Was an den beschriebenen Tätigkeiten (Wäsche zu Mama bringen, Wochenende durchsaufen) hindert es, daß er Verantwortung für sein Leben in die Hand nimmt?
 

Chillwoman

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  • #6
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Zitat von Heike:
Was an den beschriebenen Tätigkeiten (Wäsche zu Mama bringen, Wochenende durchsaufen) hindert es, daß er Verantwortung für sein Leben in die Hand nimmt?

Dann sage ich es eben andersherum: Mit "beiden Beinen im Leben stehen" heißt für mich, Verantwortung für sein Leben übernehmen können und wollen.
Eine ausgeprägte Mutterbeziehung/-abhängigkeit und ein ausgeprägt teenagerhaftes Verhalten bekämen von mir nicht den Stempel "Verantwortung" in der oben genannten Form. Obwohl ich da eher an Menschen in meiner Altersregion (40+) denke - bei denen, um die es im Ausgangsthread geht, sind genannte Ausprägungen in meinen Augen (noch) nicht so dramatisch.
 

Heike

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  • #7
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Zitat von Chillwoman:
Dann sage ich es eben andersherum: Mit "beiden Beinen im Leben stehen" heißt für mich, Verantwortung für sein Leben übernehmen können und wollen.
Eine ausgeprägte Mutterbeziehung/-abhängigkeit und ein ausgeprägt teenagerhaftes Verhalten bekämen von mir nicht den Stempel "Verantwortung" in der oben genannten Form.

Es mag ja sein, daß du dieses Verhalten dir bei einem Partner nicht wünschst oder generell für Ü40er nicht angemessen findest. Aber was hat das mit Verantwortung oder nicht zu tun? Jemand kann es doch verantworten, die Wäsche von seiner Mama waschen zu lassen und sich wochenends zu besaufen.
Wie man jemandem, der eine andere Meinung hat als man selbst, nicht schon eigenständige Meinungsbildung absprechen muß, so muß man doch jemandem, der eine andere Lebensweise pflegt als man selbst, nicht schon Verantwortung absprechen.
Wenn man "mit beiden Beinen im Leben stehen" identifizieren möchte mit "9to5, Heirat, Reihenhaus, Kind, Hund", kann man das ja direkt im Vokabelheft so festschreiben, muß nicht den Umweg über so ein anspruchsvolles Konzept wie Verantwortung gehen.
 

BellaDonna

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  • #8
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Ich sehe Verantwortung in verschiedenen Kontexten.
Ist sie nur bei mir und für mich selbst, so kann ich innerhalb meines Rahmens (und der üblichen Gesetze) tun und lassen was sich will. Ich kann das Wösche Waschen ganz sein lassen. Müsste dann vielleicht die Konsequenz tragen, dass meine Mitmenschen irgendwann von mir abrücken - im Bus, oder so.
Dann kann ich die Verantwortung übernehmen z.B. Für ein Tier. Das ist ja i.d.R. Abhängig von mir. Ich muss es füttern und dafür sorgen, dass es überlebt.

Für einen anderen Menschen die Verantwortung übernehmen ist dann auch nochmal differenzierter zu betrachten. Ein Baby ist abhängig, würde ohne meine Hilfe wohl verhungern.
Vielleicht auch die Studentin. ;-)
Innerhalb einer Partnerschaft übernehme ich nicht die Verantwortung, dass es dem Partner gut geht, wohl aber, dass es ihm durch mich nicht schlechter geht - wenn ich nicht möchte, das er mich verlässt.

Mir beiden Beinen im Leben stehen ist für mich einfach eine Bullshitphrase, die alles und nichts aussagt.
Das kann auch der Lebenskünstler Tun, der jeden Tag einen anderen Job macht und dabei noch ganz individuell ist.
 

Heike

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  • #9
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Zitat von BellaDonna:
Innerhalb einer Partnerschaft übernehme ich nicht die Verantwortung, dass es dem Partner gut geht, wohl aber, dass es ihm durch mich nicht schlechter geht - wenn ich nicht möchte, das er mich verlässt.
Da gibts unterschiedliche Modelle. Ich mag lieber mehr Verantwortung in einer Partnerschaft. Und überhaupt, wie will man das schon messen?

Mir beiden Beinen im Leben stehen ist für mich einfach eine Bullshitphrase, die alles und nichts aussagt.
Das kann auch der Lebenskünstler Tun, der jeden Tag einen anderen Job macht und dabei noch ganz individuell ist.
Ja. Vielleicht ist sie eher inhaltslos. Aber sie könnte ja dennoch Erkennungszeichen für Partnersuchende sein, einfach dadurch, daß manche so eine Phrase verwenden, andere nicht.
Ich bitte übrigens, "mit beiden Beinen fest im Leben stehen" zu unterscheiden von "auf eigenen Füßen stehen". :)
 

Chillwoman

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  • #10
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Zitat von Heike:
Es mag ja sein, daß du dieses Verhalten dir bei einem Partner nicht wünschst oder generell für Ü40er nicht angemessen findest. Aber was hat das mit Verantwortung oder nicht zu tun? Jemand kann es doch verantworten, die Wäsche von seiner Mama waschen zu lassen und sich wochenends zu besaufen.

Natürlich kann man das verantworten. Wieso auch nicht? Ich persönlich (= meine Meinung) würde das eben nicht gleichsetzen mit "mit beiden Beinen im Leben stehen". Ich wollte dem Threadstarter lediglich weiter Optionen aufzeigen, wie man diesen Ausdruck lesen kann.

Zu "mag ja sein, dass du dir dieses Verhalten nicht wünschst" kann ich nur sagen: In der Welt, in der ich lebe, kann ich dir sofort mehrere Beispiele von Frauen geben, deren Männer (trotz Ehering und gemeinsamen Kindern) nicht "mit beiden Beinen im Leben stehen", weil sie nicht gelernt haben, für sich selbst zu sorgen. Ich könnte jetzt konkrete Beispiele aufzeigen, halte das aber für unsinnig, weil ich gerade den Eindruck habe, dass ich hier zerpflückt werde.

Zitat von Heike:
Wie man jemandem, der eine andere Meinung hat als man selbst, nicht schon eigenständige Meinungsbildung absprechen muß, so muß man doch jemandem, der eine andere Lebensweise pflegt als man selbst, nicht schon Verantwortung absprechen.

Habe ich geschrieben, dass ich mit beiden Beinen im Leben stehe? Habe ich geschrieben, dass ich Verantwortung für mein Leben übernehme? Bitte nicht von dem, was ich über die Interpretation eines bestimmten Ausdrucks schreibe, darauf schließen, dass ich mich dem als perfekt gegenüberstelle!

Ich lebe mein Leben, ich beobachte Menschen und lese alleine von Berufs wegen viel über zwischenmenschliche Probleme, gerade im partnerschaftlichen Umfeld. Ob das nun die von Mutti gewaschene Wäsche ist oder Kontrollbesuche von Papa: Die Probleme entstehen dadurch, dass keine Loslösung stattgefunden hat - darüber sind sich erstaunlich viele normale Menschen und Fachautoren einig. Wer sich loslösen kann, handelt verantwortlich für sich selbst.

Zitat von Heike:
Wenn man "mit beiden Beinen im Leben stehen" identifizieren möchte mit "9to5, Heirat, Reihenhaus, Kind, Hund", kann man das ja direkt im Vokabelheft so festschreiben, muß nicht den Umweg über so ein anspruchsvolles Konzept wie Verantwortung gehen.

Warum ist Verantwortung ein anspruchsvolles Konzept? Was steht denn in deinem Vokabelheft?
9to5 und der ganze Rest, den du hier aufführst kann ich auch leben, ohne Verantwortung für mein Leben zu tragen. Ich weiß nicht, woraus du dieses Konzept ableitest.

Um ehrlich zu sein, weiß ich gerade gar nicht, was das hier soll!?

Ach ja: Natürlich ist es nicht mein Job, Verantwortung für meinen Partner zu übernehmen - zumindest nicht, solange er bei vollster Gesundheit ist. Darum ging es ja in meinen Ausführungen auch nicht.
 

Heike

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  • #11
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Zitat von Chillwoman:
Zu "mag ja sein, dass du dir dieses Verhalten nicht wünschst" kann ich nur sagen: In der Welt, in der ich lebe, kann ich dir sofort mehrere Beispiele von Frauen geben, deren Männer (trotz Ehering und gemeinsamen Kindern) nicht "mit beiden Beinen im Leben stehen", weil sie nicht gelernt haben, für sich selbst zu sorgen. Ich könnte jetzt konkrete Beispiele aufzeigen, halte das aber für unsinnig, weil ich gerade den Eindruck habe, dass ich hier zerpflückt werde.
Nein, konkrete Beispiele zerpflücke ich am wenigsten. Die sind ja konkret und haben Substanz. Ich zerpflücke tendenziell eher bloße abstrakte Phrasen.

Habe ich geschrieben, dass ich mit beiden Beinen im Leben stehe? Habe ich geschrieben, dass ich Verantwortung für mein Leben übernehme? Bitte nicht von dem, was ich über die Interpretation eines bestimmten Ausdrucks schreibe, darauf schließen, dass ich mich dem als perfekt gegenüberstelle!
Hab ich überhaupt nicht geschlossen. Ich interessiere mich wie du für die Interpretation des Ausdrucks. Mit konkreten Beispielen oder auch ohne. Beispiele müssen auch keine Bekenntnisse aus dem Leben der Männer der Freundinnen bestehen noch aus dem eigenen. Es könnten sogar rein ausgedachte Beispiele sein. Sie sollen ja nicht als Beleg herhalten, sondern zur Erläuterung.
Ob das nun die von Mutti gewaschene Wäsche ist oder Kontrollbesuche von Papa: Die Probleme entstehen dadurch, dass keine Loslösung stattgefunden hat - darüber sind sich erstaunlich viele normale Menschen und Fachautoren einig. Wer sich loslösen kann, handelt verantwortlich für sich selbst.
Da gibt es viele unterschiedliche Ebenen. Es ist durchaus möglich, daß sich jemand von Mama die Wäsche waschen läßt und sich emotional gut von ihr gelöst hat; wie es auch möglich ist, daß sich jemand von Mama nicht die Wäsche waschen läßt und sich emotional, weltanschaulich, wertemäßig usw. wenig gelöst hat. Mich interessieren ja hier im Forum stark die Phrasen. Und was deiner Beurteilung das Wäschewaschenlassen von Mama, ist mir dann beispielsweise das Verwenden der Phrase der "Kinderstube".

9to5 und der ganze Rest, den du hier aufführst kann ich auch leben, ohne Verantwortung für mein Leben zu tragen.
Das war ein Vorschlag, was Leute im Sinn haben, wenn sie die Phrase von "mit beiden Beinen mitten im Leben stehen" verwenden. Wie gesagt, für die Erläuterung dessen scheint mir Heranziehen von Verantwortung nicht so recht geschickt zu sein, weil halt vermutlich noch unklarer ist, was Verantwortung ist. Worin unterscheidet sich für dich denn ein Mensch mit festem Beruf, Familie, Eigenheim, Lebensversicherung usw., der Verantwortung für sein Leben trägt, von einem Mensch mit festem Beruf, Familie, Eigenheim, Lebensversicherung usw., der keine Verantwortung für sein Leben trägt?

Ach ja: Natürlich ist es nicht mein Job, Verantwortung für meinen Partner zu übernehmen - zumindest nicht, solange er bei vollster Gesundheit ist.
Sag ich doch, da hat jeder andere Vorstellungen. Bei mir ist es zwar auch nicht mein Job, aber ich tu es gern, Verantwortung für meinen Partner übernehmen, und mag es, wenn er es für mich tut. Für mich ist das sogar ein sehr zentraler Punkt in einer Partnerschaft. So wichtig, daß ich ohne ihn gar nicht wüßte, was eine Partnerschaft eigentlich von einer Nichtpartnerschaft unterschiede.
 

Chillwoman

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  • #12
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Zitat von Heike:
Nein, konkrete Beispiele zerpflücke ich am wenigsten. Die sind ja konkret und haben Substanz. Ich zerpflücke tendenziell eher bloße abstrakte Phrasen.

Wenn ich Beispiele genannt hätte, wäre mir das wie eine Rechtfertigung vorgekommen. Deshalb habe ich es gelassen, nicht aus Sorge, sie könnten zerpflückt werden. Wobei sie natürlich als Basis hätten dienen können, die Sache mit der Verantwortung und dem auf eigenen Beinen stehen zu überprüfen ...

Zitat von Heike:
Da gibt es viele unterschiedliche Ebenen. Es ist durchaus möglich, daß sich jemand von Mama die Wäsche waschen läßt und sich emotional gut von ihr gelöst hat; wie es auch möglich ist, daß sich jemand von Mama nicht die Wäsche waschen läßt und sich emotional, weltanschaulich, wertemäßig usw. wenig gelöst hat.

Da bin ich vollkommen deiner Meinung. Meiner Erfahrung nach deutet das Wäschewaschen jedoch eher auf ein Loslöseproblem hin als auf keines. Das war einfach ein aus der Luft gegriffenes Beispiel.

Zitat von Heike:
Das war ein Vorschlag, was Leute im Sinn haben, wenn sie die Phrase von "mit beiden Beinen mitten im Leben stehen" verwenden. Wie gesagt, für die Erläuterung dessen scheint mir Heranziehen von Verantwortung nicht so recht geschickt zu sein, weil halt vermutlich noch unklarer ist, was Verantwortung ist.

Okay, jetzt habe ich verstanden, was du meinst.

Zitat von Heike:
Worin unterscheidet sich für dich denn ein Mensch mit festem Beruf, Familie, Eigenheim, Lebensversicherung usw., der Verantwortung für sein Leben trägt, von einem Mensch mit festem Beruf, Familie, Eigenheim, Lebensversicherung usw., der keine Verantwortung für sein Leben trägt?

In den Feinheiten. In der alltäglichen Lebensgestaltung. Der eine ist präsent. Der andere rennt weg. Der eine kümmert sich um seine Kinder. Der andere sieht das als Aufgabe der Frau an (die wiederum darunter leidet). Der eine jammert die ganze Zeit, wie übel das Leben ist. Der andere versucht, mit allem umzugehen, was das Leben so bietet. Und so weiter und so fort. Dass es das auf Frauenseite genauso gibt und sich vielleicht etwas anders äußert, sehe ich als selbstverständlich an!

Zitat von Heike:
Sag ich doch, da hat jeder andere Vorstellungen. Bei mir ist es zwar auch nicht mein Job, aber ich tu es gern, Verantwortung für meinen Partner übernehmen, und mag es, wenn er es für mich tut. Für mich ist das sogar ein sehr zentraler Punkt in einer Partnerschaft. So wichtig, daß ich ohne ihn gar nicht wüßte, was eine Partnerschaft eigentlich von einer Nichtpartnerschaft unterschiede.

Ich versuche, Verantwortung für die Beziehung und die Qualität der Beziehung zu übernehmen, weil ich glaube, dass das der Teil einer Partnerschaft ist, der es am meisten braucht (einmal abgesehen von mir selber).
 

Heike

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  • #13
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Zitat von Chillwoman:
Da bin ich vollkommen deiner Meinung. Meiner Erfahrung nach deutet das Wäschewaschen jedoch eher auf ein Loslöseproblem hin als auf keines. Das war einfach ein aus der Luft gegriffenes Beispiel.
Ja, denke ich auch. Und ich würde auch sagen, daß die Phrase "mit beiden Beinen fest im Leben steht" eher Menschen in den Blick nimmt, die eine Waschmaschine besitzen als solche, die das Mama machen lassen, und vermutlich auch eher als solche, die einen Waschsalon aufsuchen müssen. Schwierig wirds mit der Anwendung auf Menschen, die Hausangestellte haben, die die Wäsche machen. Also ob jemand, der so Hausangestellte beschäftigt, noch Ziel der Rede davon ist, mit beiden Beinen voll im Leben zu stehen, oder ob er, wie dann ja auch gerne formuliert wird, die Bodenhaftung verloren hat.
Dasselbe auch in Richtung Toppolitiker oder Topmanager oder andere Tops, in bezug auf die das gerne so gesehen wird. Weil die nicht mehr wissen, wie es ist, im Supermarkt einzukaufen, oder wenig Zeit für ihre Kinder haben, wird denen dann auch abgesprochen, mit beiden Beinen im Leben zu stehen? - Ich glaube, da wird diese PHrase einfach nicht so sehr verwendet. Dann kommt eher so was wie "Bodenhaftung verloren".

In den Feinheiten. In der alltäglichen Lebensgestaltung. Der eine ist präsent. Der andere rennt weg. Der eine kümmert sich um seine Kinder. Der andere sieht das als Aufgabe der Frau an (die wiederum darunter leidet). Der eine jammert die ganze Zeit, wie übel das Leben ist. Der andere versucht, mit allem umzugehen, was das Leben so bietet. Und so weiter und so fort.
Ja, das sind alles wichtige Dinge. Aber ich glaube eben, daß die nicht so sehr für die Beine-Phrase eine Rolle spielen.
Mein Vorgehen bei solchen Fragen wie der nach dem Gehalt der Beine-Phrase wäre ja ganz simpel, daß ich einfach schaue, in welchen Zusammenhängen die auftritt. Und im hiesigen Kontext meist in Äußerungen wie "Ich bin eine tolle Frau und stehe mit beiden Beinen im Leben. Ich habe meine Ausbildung beendet, einen guten Job, in dem ich mich engagiere, ein Kind, keine Schulden und stehe finanziell ganz gut dar, habe Hobbys, denen ich mich widme, und einen guten Freundeskreis."
Ich glaube, mit der Beine-Phrase geht es schon so darum, daß man sich im Leben gewissermaßen selbst institutionalisiert hat.

Ich versuche, Verantwortung für die Beziehung und die Qualität der Beziehung zu übernehmen, weil ich glaube, dass das der Teil einer Partnerschaft ist, der es am meisten braucht (einmal abgesehen von mir selber).
Ja, versteh ich gut. Ich selber koppele vielleicht die Partnerschaft weniger vom Partner ab. Da gibts ja auch wieder viele Unterschiede, auch bei den Suchenden. Manche suchen eher eine Partnerschaft, manche eher einen Partner. Und dieser Unterschied ist nicht nur als Witz gemeint.
 

LunaLuna

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  • #16
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Zitat von akku1987:
Hallo,
mir ist aufgefallen, dass wenn ich bei der Suche den Bildungsstand auf "alle" anstatt dem Parship-Prinzip umstelle, es auf einmal viel mehr Profile gibt, wo drin Sachen drinstehen, wie z.B: "Suche jemanden, der mit beiden Beinen fest im Leben steht". Wenn das eine Akademikerin erwartet, so ist das ja irgendwo selbstverständlich. Die Frau will ja nicht für den Kerl alles bezahlen müssen. Aber wenn ich das bei irgendwelchen Studentinnen oder Schülerinnen lese, denke ich mir, dass die nur jemanden sucht, die Sie finanziert.

Mit diesen Formulierungen ist das so eine Sache - ich verstehe unter "mit beiden Beinen fest im Leben stehen", dass jemand eine realistische Vorstellung von sich und seinem Leben hat, weiß, was er/sie will.
Mit Finanzen hat das für mich nichts zu tun.
 

LunaLuna

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  • #17
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Zitat von akku1987:
Mit den vorgeschlagenen Frauen nach "Parship-Prinzip" komme ich auch besser ins gespräch und erhalten auch mehr antworten als andersherum.
Dann ist das "Parship-Prinzip" vielleicht keine schlechte Sache. Du könntest doch dem einfach folgen.
Ich habe diesen Filter nie abgeschaltet, weil die Masse an Profilen ohnehin schon so erschlagend war.
 

Lilly29

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  • #18
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

Wenn das Profil ansonsten sehr interessant ist, dann würde ich bei der Person einfach nachfragen, wie dieser Satz gemeint ist. Ich denke, nicht jeder meint exakt das Gleiche, wenn er sowas schreibt. Und wenn ich weiß, wie es gemeint ist, dann kann ich entscheiden, ob ich das will.
Im Übrigen können auch Frauen einen Versorger suchen, die Akademikerinnen sind und soetwas nicht in ihrem Profil erwähnen.
 

equinox

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  • #19
AW: Suchen Frauen mit geringerem Bildungsstand nur einen Versorger?

man könnte ja auch die hypothese aufstellen, dass es eher frauen mit höherem bildungsstand (gewisse attraktivität vorausgesetzt) sind, die es sich leisten können, nach einem "versorger" ausschau zu halten. weil die haben schließlich auch etwas anzubieten, denn für einen gutsituierten versorger ist möglicherweise der repräsentationswert der gattin wichtiger als deren berufliche eigenständigkeit.