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Deleted member 24688

  • #122
Fleur, ich weiß kaum wo ich da anfangen soll. Threads wie diesen hatten wir ja gefühlt schon so um die einhundert Mal.

Überhaupt scheinen mir die Kriterien (Größe, beruflicher Erfolg, Geld, ...), die für "Stärke" und "Schwäche" herangezogen werden, diskussionswürdig.

Ein Mann, dessen Partnerin mehr verdient als er, soll also stark sein. Warum eigentlich ? Was für eine "Stärke" soll das denn sein ???

Eine Frau, deren Partner mehr verdient als sie, ist demnach ... auch stark? Oder schwach? Oder hat das dann hier plötzlich keine argumentative Bedeutung mehr ??? Oder dreht sich hier die Argumentation schnell mal um 180 Grad ...
Ich persönlich denke ja, sich über den Verdienst oder über das Geld zu definieren was Stärke anbelangt ziemlich schwach ... :rolleyes: ... Mal im ernst: jeder bodenständige Unternehmer weiß, dass morgen die Welt ganz anders aussehen kann. Auftraggeber die plötzlich nicht mehr zahlen können ... das zieht eine Spur hinter sich her, die keiner ahnen kann. Nicht nur für den Unternehmer problematisch, auch für die Angestellten ... Freunde von mir haben mal in einem Jahr die Hälfte an Umsatz verloren, weil zwei Unternehmer pleite waren ... da braucht ein Betrieb Jahre, um das wieder aufzufangen. Insofern sehe ich das mit dem Verdienst ... gelinde ausgedrückt: kurz gedacht.

Was ist stark? ... Hab mir auch Gedanken gemacht, ich werfe mal den Stichpunkt: Verantwortungsbewusstsein ein. Verantwortung für sein handeln, was auch Interaktionen mit anderen Menschen einschließt, wenn das jemand kann, finde ich persönlich das eine Wertwolle Eigenschaft ... Stark? ... Es wäre dann ja der schwach, der es nicht kann. Was aber auch wieder Gründe hat ... :rolleyes: ... ja du hast Recht, ein Thema .... mit vielen Fragen .... :)
 
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Deleted member 21128

  • #123
Männer meines Jahrgangs sind zwar noch fit (bin ich ja auch), aber: Sie haben Prinizipien! Und sie wollen nicht, dass die Frau denkt, sie wird für das schwache Geschlecht gehalten... Deshalb: Kümmert sie sich bitte selbst um ihren Koffer, ist ja schließlich ihr Zeug, was sie mitnimmt....
Ich kenne jetzt auch deinen Jahrgang nicht, bin aber immer davon ausgegangen, dass unter Männern Ü50 eher noch mehr Kavaliere verbreitet sind, die gerne helfen. Sofern sie noch keinen Buckel haben... :rolleyes:
 
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Deleted member 22756

  • #124
Hmm, was würde @Synerge dazu sagen?
 
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Deleted member 23883

  • #127
@Anthara und @Look .
Ich mag euch beide und eure wohlüberlegten emotional zurückhaltenden Beiträge sehr.
Da ich oftmals das Gegenteil von euch bin, weiß ich das sehr zu schätzen. :)

Und eure Likes sagen mir, dass ihr beide sehr offen im Denken seid und über den Tellerrand hinausseht. Das finde ich "Amazing!" ;) Und nein, ich meine nicht (nur) die likes, die ihr mir gebt. Pfff..

LG Lou

P.S. Habe den Beitrag nach deinem like bearbeitet @Anthara, darfst ihn also gerne zurückziehen, wenn du willst, bin nicht böse..
 
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  • #129
Starke Männer - ja! Wo sind die nur?

Feigheit bzw. geringes Selbstbewusstsein ist mir in einer Beziehung oft gegenüber gestanden.
Simples und total dummes Beispiel:
Trivial Pursuit mit seiner Familie mittels Playstation gespielt. Den Gesamtscore, (mehrere Spiele über ein paar Wochen), führte ich mit einigem Abstand gegenüber allen Teilnehmern an - damit hatte ich nicht gerechnet.

Noch weniger gerechnet hatte ich aber damit, dass es für meinen damaligen Partner nicht tragbar war, dass ich mehr wusste als sein Vater. Dass ich mehr wusste als er, war für ihn ok. Aber über seinem Vater durfte niemand stehen.
So spielten wir immer wieder und er hoffte, dass sein Vater aufholen würde. Aber der Abstand wurde immer größer. Es ging so weit, dass er die Playstation
irgendwann verschwinden ließ, um nicht mehr an diese Schmach erinnert zu werden.

Ich schüttelte nur den Kopf und versuchte, das Ganze nicht zu ernst zu nehmen. Doch es blieb ernst und irgendwann wars vorbei mit uns.:rolleyes:
Übrigens waren wir alle keine Kinder mehr... o_O
Kenne ich auch. Gesellschaftsspiele, wo man mit Grips oder Taktik weiterkam, führten fast immer - also immer, wenn er nicht gewann :oops: - zu mieser Stimmung und pampigem Verhalten.
 
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Deleted member 21128

  • #130
Kenne ich auch. Gesellschaftsspiele, wo man mit Grips oder Taktik weiterkam, führten fast immer - also immer, wenn er nicht gewann :oops: - zu mieser Stimmung und pampigem Verhalten.
Man muss ja nur gucken, was beim Sport so abgeht. Ist bei uns nicht anders, wenn man verliert, kotzt's einen oft schon an. Vor allem, wenn man mit sich selbst unzufrieden ist. Da gehört einfach etwas Disziplin dazu, sich das nicht allzu sehr anmerken zu lassen.
 
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  • #131
Ääähmm... woran macht ihr denn fest, dass der Mann unterlegen ist? Ist es nicht bzw. sollte es nicht so sein, dass man sich in einer Partnerschaft ergänzt und unterstützt anstatt immer nur neidisch auf die Fähigkeiten des anderen zu blicken? Die Dame meines Herzens kann (noch) viele Dinge besser als ich, aber sie schmiert mir das nicht aufs Brot. Umgedreht ist es genauso, denn natürlich habe auch ich Fähigkeiten, die sie (noch) nicht hat, aber das ist doch total in Ordnung.

Oder geht es nur um den Job und das Einkommen? Wenn ja, würde ich das echt ein wenig armseelig finden, denn wenn Mann ein Problem damit hat, dass Frau erfolgreicher ist oder besser verdient, scheint er sich ja in erster Linie über den Job zu definieren. Bei uns ist es so, dass sie besser verdient als ich, weitaus länger arbeitet und auch öfter berufsbedigt im Ausland ist. Ja und... warum sollte ich mich jetzt deshalb irgendwie kleiner oder unwichtiger fühlen? Ganz im Gegenteil finde ich das sogar total gut, weil ich so die Chance habe ihr den Stress etwas zu nehmen und derjenige in ihrem Leben zu sein, bei dem sie sich fallen lassen kann und der ihr Kraft gibt, das überhaupt durchzustehen. Genau das macht mich ja auch für sie enorm wichtig (wenn es jemandem wirklich darum gehen sollte) und ich würde es viel schlimmer finden, wenn ich jetzt krampfhaft versuchen müsste noch mehr zu verdienen, noch mehr zu arbeiten, noch erfolgreicher zu sein, nur damit ich "über ihr" stehe und das uralte Rollenbild bedient wird. Das wäre echt nichts für mich und viel zu stressig für beide.
Gestern Abend hab ich im Auto - zumindest ein bisschen - ein Interview mit Ildikó von Kürthy gehört
https://www.ndr.de/info/sendungen/talk/Ildiko-von-Kuerthy-im-Gespraech,sendung933276.html
Sie meint, dass Männer sich eher über ihren beruflichen Erfolg, Frauen eher über ihre Persönlichkeit definieren.
Das würde auch zu meiner Beobachtung passen, dass zumindest meine Partner schlecht damit klarkamen, wenn ich mit meinem formalen sozioökonomischen Status (Beruf, Verdienst) „über ihnen“ war.
 
D

Deleted member 7532

  • #132
Sie meint, dass Männer sich eher über ihren beruflichen Erfolg, Frauen eher über ihre Persönlichkeit definieren.
Stimmt, erlebe ich ähnlich. Und auch, dass Männer dann im Alter wesentlich mehr damit zu kämpfen haben als Frauen , wenn diese Identifikationsmöglichkeit wegfällt, oder die körperliche Leistungsfähigkeit nachlässt. Da spielen sich manchmal echte Dramen ab, die auch für Beziehungen ganz schön herausfordernd werden können.
 
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  • #133
# des Pudels Kern...
Du wirst nicht als Frau geboren, du wirst es erst"
 

beo

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  • #134
Wir können ja mal Fragen: Wer hier hatte schon eine Beziehung, in der die Frau mehr verdient hat? Wer hat so eine Beziehung angestrebt, die sich dann nicht ergeben hat?

Also ich hatte so eine Beziehung noch nicht, obwohl mein Einkommen zum Familienernährer reicht. Angestrebt habe ich so eine Beziehung zwei mal. Ich kenne zwei Paare, wo die Frau Alleinverdienerin ist, in beiden Fällen ist der Mann gesundheitlich nicht in der Lage einen Beruf auszuüben. Einer kommt damit zurecht, der andere nicht.

Und dann kenne ich noch ein Paar, bei dem der Mann zugunsten seiner Partnerin auf seine eigene Promotion verzichtet hat. Sie hat richtig Karriere gemacht und er ist "nur" normal erfolgreich im Beruf, ich habe selten einen Mann gesehen, der so verliebt ist, und das wo die Kinder schon aus dem Haus sind. Das ist dann die absolute Ausnahme von der Regel.
 
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  • #135
Wir können ja mal Fragen: Wer hier hatte schon eine Beziehung, in der die Frau mehr verdient hat? Wer hat so eine Beziehung angestrebt, die sich dann nicht ergeben hat?
Mit Frauen mit "höherwertigern Jobs" hatte ich schon Kontakt, mehr verdient haben die aber nicht.
Bisserl minderwertig kam ich mir da schon vor und es gibt schon Frauen, denen es wichtig ist, dass ihr Mann was darstellt.
Mir wars daher schon auch etwas unangenehm kein GF oder Vorstand zu sein, hab das irgendwie verpasst, zuviel Rad gefahren und Wein getrunken. :(

Achso, bei viel mehr Geld hätte ich vermutlich auch bisserl Probleme wenn sie es gerne ausgibt.
Ansonsten wärs mir egal
 
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