syntagma

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  • #91
Überall Apokalypse und Verfall der Sitten. Diese Klage eint ja die Klimakids und olle Querdenker. Anstatt sich in einem fort wechselseitig den Vorwurf des Dramatisierens an den Kopf zu werfen, könnten doch beide mal erkennen, daß sie längst ne neue Querfront bilden. Schöne Jugend und häßliche Altschwaben marschieren gemeinsam, jugendlicher Überschwang mit ich-muß-doch-auch-mal-übertreiben-sonst-kriege-ich-keine-Aufmerksamkeit. Alle sind auch bestens versorgt, von klein- bis gutbürgerlich, das neue Mittelmaß oder die neue Mittelmäßigkeit im vereinten Feldzug sowohl gegen "die da oben" als auch gegen die proletarische Masse. Die einen weit entfernt, sodaß man sie ungestraft anbellen kann, die anderen drohen einem auf den Pelz zu rücken. Insofern: Apokalypse!
 

sy-alexa

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  • #94
Kann ein Mann, der selbst näht, kocht, seine Wäsche aufhängt und eigenständig an den Geburtstag seiner Mutter denkt nicht als stark, männlich und unabhängig angesehen werden?

Natürlich nicht, eine Nummer dieser Art erzählt mir mein Zahnarzt, während er eine Wunde versorgt: " Seit dem meine Frau weiß, dass ich sehr gut Wunden vernähen kann, muss ich zu Hause immer die Knöpfe annähen"

Im vollen Bewusstsein, dass ich ihm in diesem Moment mit offenem Mund und "Sauger" nicht widersprechen kann...eine coole und fachlich versierte Socke!. Seine Mutter erwähnte er bisher noch nicht!!!
 
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  • #95
Natürlich nicht, eine Nummer dieser Art erzählt mir mein Zahnarzt, während er eine Wunde versorgt: " Seit dem meine Frau weiß, dass ich sehr gut Wunden vernähen kann, muss ich zu Hause immer die Knöpfe annähen"
Natürlich ist es ungewöhnlich, wenn ein Mann das kann aber why not? Was ist so schlimm daran wenn ein Mann im Haushalt Hand anlegt und sich selbst ohne die Hilfe einer Frau versorgen kann. Ist ja nicht immer so...
 
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  • #96
Natürlich ist es ungewöhnlich, wenn ein Mann das kann aber why not? Was ist so schlimm daran wenn ein Mann im Haushalt Hand anlegt und sich selbst ohne die Hilfe einer Frau versorgen kann. Ist ja nicht immer so...
Manchmal frage ich mich hier wirklich ... was ist daran ungewöhnlich, dass ein Mann einen Knopf annähen kann?
In einem anderen Thread werde ich komisch von der Seite angemacht, weil ich das Tragen von Kondomen beim Sex als selbstverständlich erachte.
Entweder haben Frauen von Männern eine total wirre Meinung oder ...
 
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  • #97
Ich will nicht mehr stark sein in dem Sinne wie @syntagma es meint. Das war wohl mein Fehler in meiner Ehe. Wenn Frau die Hose anhat und alles übernimmt, läuft es irgendwann schief. Habe ich zumindest gelernt.
Und genau das ist der Trick: Frauen, die fast ausnahmslos "stark" sind und (fast) alles besser können als Männer, halten sich zurück und geben dem Mann noch ein wenig "Lebensraum", um ihm zu ermöglichen, vermeintliche "Stärke" zeigen zu können.
In Wirklichkeit haben sie selbstverständlich längst die Hosen an und ziehen im Hintergrund die Fäden. Männer sind im Versuchsaufbau "Leben" lediglich der "Pawlow'sche Hund" - mehr nicht. Sie glauben lediglich, dass sie ab und zu auch mal etwas die Geschicke lenken könnten.
 
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  • #98
Und genau das ist der Trick: Frauen, die fast ausnahmslos "stark" sind und (fast) alles besser können als Männer, halten sich zurück und geben dem Mann noch ein wenig "Lebensraum", um ihm zu ermöglichen, vermeintliche "Stärke" zeigen zu können.
In Wirklichkeit haben sie selbstverständlich längst die Hosen an und ziehen im Hintergrund die Fäden. Männer sind im Versuchsaufbau "Leben" lediglich der "Pawlow'sche Hund" - mehr nicht. Sie glauben lediglich, dass sie ab und zu auch mal etwas die Geschicke lenken könnten.

stimmt, schwache Männer lenken nur ihre eigenen Geschicke
 

Hoppel

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  • #99
Und genau das ist der Trick: Frauen, die fast ausnahmslos "stark" sind und (fast) alles besser können als Männer, halten sich zurück und geben dem Mann noch ein wenig "Lebensraum", um ihm zu ermöglichen, vermeintliche "Stärke" zeigen zu können.
In Wirklichkeit haben sie selbstverständlich längst die Hosen an und ziehen im Hintergrund die Fäden. Männer sind im Versuchsaufbau "Leben" lediglich der "Pawlow'sche Hund" - mehr nicht. Sie glauben lediglich, dass sie ab und zu auch mal etwas die Geschicke lenken könnten.
Und was hältst du von dem Trick den anderen stark sein zu lassen, wenn er es ist und/oder aus Stärke keine Überlegenheit ableitest, so wie aus Schwäche keine Unterlegenheit abgeleitet werden muss, jeder sich in seinen Stärken, Schwächen einbringt und ohne Attitüde gemeinsam macht. Nix Spektakuläres, einfach und schön.
 
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  • #101
Und was hältst du von dem Trick den anderen stark sein zu lassen, wenn er es ist und/oder aus Stärke keine Überlegenheit ableitest, so wie aus Schwäche keine Unterlegenheit abgeleitet werden muss, jeder sich in seinen Stärken, Schwächen einbringt und ohne Attitüde gemeinsam macht. Nix Spektakuläres, einfach und schön.
Och, es muss auch gar nicht immer "spektakulär" sein. In der Regel ist jedoch der/die Schwächere gar nicht in der Lage "Tricks" anzuwenden, denn dafür würde es wiederum Stärke bedürfen.
 

Hoppel

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  • #103
Och, es muss auch gar nicht immer "spektakulär" sein. In der Regel ist jedoch der/die Schwächere gar nicht in der Lage "Tricks" anzuwenden, denn dafür würde es wiederum Stärke bedürfen.
Das sieht mir nach Missverständnis aus. Ich kann übrigens keine Abhängigkeit von Tricks und Stärke sehen. Ist auf "Tricks verzichten" nicht auch mögliche Stärke?

Es geht gerade um unspektakulär und wenn man stärker/schwächer außen vor lassen kann, die Gemeinsamkeit in den Mittelpunkt rückt, was in einer Partnerschaft schon nach persönlichem Gusto so sein kann oder auch nicht, dann ist auch der Fall denkbar, dass eineR in allen Belangen überlegen ist, aber über die Gemeinsamkeit für beide ein Konsens trotzdem gewinnbringend ist - schon nur, weil sich beide im Rahmen ihrer Möglichkeiten einbringen.
Warum ist es dir dann noch so wichtig am stärker/schwächer festzuhalten?

Mir fällt gerade auf, ich erlebe dich häufig geistig als besonders rege, flexibel und phantasievoll, geht es aber um Partnerschaft, dann scheint mir der Korridor des Denkbaren so eng, wie er sonst bei dir weit ist.

Ob stärker/schwächer eine Rolle spielt, respektive inwieweit, bestimmst weitgehend du selbst oder denkst du, man müsste sich unvermeidlich auf das einlassen was der andere darunter versteht? Bei so was würde ich grundsätzlich schon eine mehr oder weniger große Varianz der Sichten annehmen und man könnte sich jemanden suchen mit dem eine hinreichende Übereinstimmung besteht.
 
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  • #105
Ich kann übrigens keine Abhängigkeit von Tricks und Stärke sehen. Ist auf "Tricks verzichten" nicht auch mögliche Stärke?
Auf jeden Fall.
Es geht gerade um unspektakulär und wenn man stärker/schwächer außen vor lassen kann, die Gemeinsamkeit in den Mittelpunkt rückt, was in einer Partnerschaft schon nach persönlichem Gusto so sein kann oder auch nicht, dann ist auch der Fall denkbar, dass eineR in allen Belangen überlegen ist, aber über die Gemeinsamkeit für beide ein Konsens trotzdem gewinnbringend ist - schon nur, weil sich beide im Rahmen ihrer Möglichkeiten einbringen.
Mir geht es darum aufzuzeigen, dass der vermeintlich "Starke" viel mehr (Spiel-)Möglichkeiten hat, mit eventuell vorhandenen "Imbalancen" umzugehen, völlig unabhängig davon, wie er vom anderen gesehen wird. Wer sich selbst schwach fühlt, wird gar nicht erst an "Tricks" denken. Auch ist er oftmals gar nicht in der Lage sich vorzustellen, dass er selber Stärken haben bzw. von anderen in dieser Rolle gesehen werden könnte.
Mir fällt gerade auf, ich erlebe dich häufig geistig als besonders rege, flexibel und phantasievoll, geht es aber um Partnerschaft, dann scheint mir der Korridor des Denkbaren so eng, wie er sonst bei dir weit ist.
Mich haben diverse Erfahrungen und Eindrücke durch Beiträge weiblicher Foristen gerade hier im Forum sehr geprägt - um nicht zu schreiben - "den Schneid" (Selbstwert) gehörig abgekauft. Hinzu kommt das häufig in der Öffentlichkeit gezeichnete Bild des Mannes - aber ich komme zu weit vom Thema ab.
Ob stärker/schwächer eine Rolle spielt, respektive inwieweit, bestimmst weitgehend du selbst oder denkst du, man müsste sich unvermeidlich auf das einlassen was der andere darunter versteht?
Ein "schwacher" Mensch verfügt in der Regel eben gerade nicht über diese "Selbstbestimmheit" bzw. weiß nicht, dass er sie überhaupt hat - und lässt andere (Stärkere) über sich bestimmen bzw. fügt sich in sein Schicksal (Opferhaltung). Oftmals kommt er alleine aus dieser Einstellung gar nicht mehr heraus.
 

syntagma

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  • #106
Ein "schwacher" Mensch verfügt in der Regel eben gerade nicht über diese "Selbstbestimmheit" bzw. weiß nicht, dass er sie überhaupt hat - und lässt andere (Stärkere) über sich bestimmen bzw. fügt sich in sein Schicksal (Opferhaltung). Oftmals kommt er alleine aus dieser Einstellung gar nicht mehr heraus.
Ja. Dazu kommt, daß er, was er wenig hat, sich oft umso mehr einbildet. Also um so mehr glaubt und versichert, Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit in beträchtlichem Maß zu besitzen, und nichts so sehr scheut wie den Eindruck, er sei Opfer (weil das ja Schwäche bedeutet).
Das machts ein bißchen komplizierter und ist weit verbreitet. Der Typ des offen und aufrichtig einfach demütigen Schwachen scheint mir gegenwärtig weniger verbreitet. Eben weil er so eine schlechte Lobby hat. Schwach sein in diesem Sinn hat keine große Lobby, vielmehr eine große Gegnerschaft. Und da unterwirft sich der Schwache und tut so, als sei ers nicht.
 
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Shisha

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  • #107
Ist ja wohl das Mindeste, dass Mann selbst für seinen Haushalt sorgen kann.
 

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  • #108
Und genau das ist der Trick: Frauen, die fast ausnahmslos "stark" sind und (fast) alles besser können als Männer, halten sich zurück und geben dem Mann noch ein wenig "Lebensraum", um ihm zu ermöglichen, vermeintliche "Stärke" zeigen zu können.
In Wirklichkeit haben sie selbstverständlich längst die Hosen an und ziehen im Hintergrund die Fäden. Männer sind im Versuchsaufbau "Leben" lediglich der "Pawlow'sche Hund" - mehr nicht. Sie glauben lediglich, dass sie ab und zu auch mal etwas die Geschicke lenken könnten.

Woher weist du das alles?
 

Hoppel

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  • #109
Ich will nicht mehr stark sein in dem Sinne wie @syntagma es meint. Das war wohl mein Fehler in meiner Ehe. Wenn Frau die Hose anhat und alles übernimmt, läuft es irgendwann schief. Habe ich zumindest gelernt.
Ist mir erst jetzt untergekommen, finde es aber interessant genug um es noch einmal aufzunehmen.
Vermutlich interpretierst du @syntagma s Beschreibung anders als ich, denn die starke Frau(/der starke Mann) ist nicht per se das Problem, sondern der gemeinsame Umgang damit, was allgemein mit "Hose anhaben" bezeichnet wird.

Man kann nach Bedarf, je nach Einzelfall und Fähigkeit die "Lead" übernehmen, nur, eine gute Lead bezieht den Anderen soweit ein, dass er mit der Lead des Partners einverstanden ist.
Besser, es könnte sich aus der gemeinsamen Betrachtung eines Problems ergeben, wer was dazu am besten beitragen kann. Das ist zuerst pragmatisch und Lead genauso und verliert im besten Fall die latente und infrage zustellende Kompenente eines mit der Lead verbundenen Machtanspruchs. Das beschränkt sich nicht nur auf eine mögliche Inanspruchnahme des "Vorgesetztseins", sondern auch einem vielleicht nur empfundenen "Nachgesetztseins".

- Und ja, es gibt genug Männer, die ein Problem damit haben dem
allgemeinen Anspruch männlicher Lead entsprechen zu müssen.

- Und ja, es ist einfacher, wenn beide in halbwegs gleichen Anteilen dazu beitragen können, wird aber nicht verunmöglicht, nur weil die Talente vorwiegend bei einem Partner ausgeprägter sind. Den gemeinsamen Umgang mit der "Hose", den Spannungen lösenden Konsens halte ich für den wichtigeren Punkt.

Sollte ich je wieder mit meinem Liebsten ein Haus bauen, halte ich mich sowas von zurück. ;)
Und das löste das Problem? ^^
 
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