Nordwind

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Soll ich mich entschuldigen?

Lieber Herr Ernst,
​hoffentlich bekomme ich von Ihnen einen Rat für mein folgendes Problem:
​Am vergangenen Wochenende wollten mein Freund und ich eine Kunstausstellung besuchen, auf die ich mich sehr gefreut habe. Vorher wollte er noch mit seiner Ex-Freundin essen gehen und dann zu unserem vereinbarten Treffpunkt kommen. Von diesem Vorschlag war ich nicht wirklich begeistert, weil ich Schwierigkeiten damit habe, dass mein Freund noch Kontakt zu ihr pflegt. Da die Beziehung aber nur von kurzer Dauer war, über 16 Jahre zurück liegt, mir diese Frau auch vorgestellt wurde und sie selbst in einer langjährigen Partnerschaft ist, wollte ich meinen Freund nicht mit meinem eifersüchtigen Verhalten belasten und reagierte auf seinen Vorschlag gelassen. Trotzdem sagte ich ihm, dass ich mich in dieser Situation nicht gut fühle.
​Als mein Freund erwähnte, dass sich uns seine Ex zusammen mit ihrem Partner beim Ausstellungsbesuch anschließen würden, falls sich die Gelegenheit ergibt, zeigte ich mich auch noch tolerant. Als er mich jedoch am vereinbarten Treffpunkt empfing und ich entsetzt feststellen musste, dass er diese Frau dabei hatte, und zwar allein, ohne ihren Freund, war ich gänzlich enttäuscht von ihm. Ich musste mit den Tränen kämpfen. Der Tag sollte uns gehören, als Paar. Wir verbringen lediglich die Wochenenden miteinander, ich hatte mich so sehr darauf gefreut. Erst trifft sich mein Freund mit seiner Ex im charmantesten Restaurant im schönsten Stadtbezirk und dann bringt er sie auch noch mit zur Kunstschau!
​Natürlich gab ich seiner Ex artig die Hand zur Begrüßung. Ich habe nichts persönlich gegen sie, auf sie zu treffen, ist mir aber unangenehm, und sicherlich wusste sie auch nichts von meinen Emotionen. Ich habe mich dann von den beiden separiert, vermied es, vor dem gleichen Bild zu stehen, im selben Raum zu sein. Als mein Freund mich auf mein Verhalten ansprach, sagte ich nur kurz, dass ich enttäuscht und traurig bin, das so bestimmt nicht mit mir abgesprochen wurde.
​Auf dem Weg nach Hause erklärte ich ihm ausführlich, wie ich die Situation empfunden habe. Mein Freund verstand nicht, brachte keine Empathie für mich auf, behauptet, er hätte mit mir alles besprochen und ich hätte zugestimmt, dabei weiß er um meine Einstellung.
​Mittlerweile möchte er von mir, dass ich mich bei seiner Ex entschuldige, da sie sicherlich meine Befangenheit bemerkt habe und er sie als gute, alte Freundin nicht verlieren möchte. Ich solle bei meiner Entschuldigung aber nicht ins Detail gehen. Für mich ist das demütigend, ich sehe vielmehr meinen Freund in der Pflicht, die Angelegenheit zu klären.
​Meinen Sie, ich habe mich nicht angemessen verhalten und sollte mich doch zu einer Entschuldigung durchringen?
​Vielen Dank für Ihre Antwort.
 

Markus Ernst

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Liebe „Nordwind“,
was zunächst mal positiv auffällt, ist, dass Sie und Ihr Partner offenbar miteinander kommunizieren. Sie haben ihm im Vorhinein mitgeteilt, dass Sie sich in dieser Situation mit seiner Ex-Partnerin nicht gut fühlen. Auch Ihr Partner scheint ja von Beginn an mit offenen Karten gespielt zu haben, indem er ihnen seine Ex-Freundin vorgestellt hat. Diese Konstellation scheint für Außenstehende weiter an Brisanz zu verlieren, wenn Sie schreiben, dass sie Kurzbeziehung ihres Partners mit dieser Frau über sechzehn Jahre zurückliegt und die Dame mittlerweile in einer neuen Beziehung lebt. So viel zu den Fakten.
Nun gehen Menschen aber sehr unterschiedlich mit derartigen Situationen um: für die einen stellt der/die Ex grundsätzlich eine (bewusste oder unbewusste) Bedrohung dar, andere haben kein Problem damit, wenn der eigene Partner mit ihm/ihr in den Urlaub fährt. Sie kommen nicht damit klar, dass Ihr Partner in der beschriebenen Form mit Ihnen umgeht und das haben Sie ihm auch mitgeteilt – finde ich richtig und gut. Die Art und Weise wie Sie Ihr Verhalten beschrieben haben, spricht aus meiner Sicht nicht dafür, dass Sie übertrieben eifersüchtig reagiert hätten. Sie haben sich schließlich auf ein gemeinsames Wochenende mit Ihrem Partner gefreut und er hat viel Zeit mit seiner Ex-Freundin verbracht.
Die Idee Ihres Partners, dass Sie sich bei seiner Ex entschuldigen sollen, erscheint mir ziemlich absurd und ich kann verstehen, dass Sie diesen Vorschlag als demütigend empfinden. Wichtiger wäre aus meiner Sicht, dass Ihr Partner Ihnen erklärt, warum er die knappe Zeit, die sie beide gemeinsam zur Verfügung haben (Wochenend-Beziehung), offenbar bevorzugt gemeinsam mit seiner Ex-Freundin verbringen wollte. Das ist der springende Punkt.

Herzliche Grüße aus Hamburg,
Markus Ernst
 
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lisalustig

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Hallo Nordwind,

ein empathischer Mensch scheint Dein Partner ja eher im Bezug auf seine Ex zu sein. Es ist ihm offenbar wichtiger, wie sie empfindet. Dass Du Dich unwohl im Zusammensein mit seiner Ex fühlst, ignoriert er und bringt Dich in eine Situation, von er er im Vorfeld weiß, das Du sie nicht möchtest. Da ist eine Menge Konfliktpotential, das ihr ausräumen müsst.
 
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Hafensänger

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Hi Nordwind,

nur eine Sache. Die Freundin deines Freundes ist nur Freundin! Sie als seine Ex zu betrachten trifft es nicht. Das Kapitel ist für die beiden längst erledigt. Sie ist keine Konkurrentin. Ihr Lebensgefährte müsste ein Problem mit deinem Freund haben, aber hat er das? Du kannst dich auf eure Beziehung konzentrieren und evtl. auch Grenzen ziehen.
 
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lisalustig

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@BF
Auch wenn es längst erledigt ist, kann sie damit gefühlsmäßig schwer umgehen.Zumal sich die zwei nur an den Wochenenden sehen.

Also könnte er solche Situationen doch vermeiden. Er war ja nun schon mit seiner Ex essen. Warum musste er sie dann noch zu der Ausstellung mitnehmen - ohne ihren Partner? Hätte er mit Rücksicht auf die Gefühle seiner Partnerin auch sein lassen können.
 

sugar

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Dein Freund ruiniert dir einen gemeinsamen Tag, auf den du dich sehr gefreut hast, schleppt eine Freundin von ihm mit an und erwartet dann eine Entschuldigung von dir. Arg verquer.
 
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Hafensänger

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(QUOTE=lisalustig)
@BF
Auch wenn es längst erledigt ist, kann sie damit gefühlsmäßig schwer umgehen.Zumal sich die zwei nur an den Wochenenden sehen.
(/QUOTE)

Ja, aber die Kamelle ist 16 Jahre her, da ist der Drops längst gelutscht! Das ist als Einsicht zumutbar, kostet sonst nur unnötige Energie.

Ich war auch mal in meiner Jugend mit einer zusammen. Sie war vorher schon meine Freundin in der Clicque und die Nummer mit Beziehung war zwar sehr spaßig, hielt aber nicht lange. Und danach war sie eine Freundin für's Leben. Das kommt schon mal vor. Und mit ihrem Mann, meinem Nachfolger, verstehe ich mich blendend. Ist allerdings schon erschreckend lange her.

(QUOTE)
Also könnte er solche Situationen doch vermeiden. Er war ja nun schon mit seiner Ex essen. Warum musste er sie dann noch zu der Ausstellung mitnehmen - ohne ihren Partner? Hätte er mit Rücksicht auf die Gefühle seiner Partnerin auch sein lassen können.
(/QUOTE)

Ne, fand ich auch nicht gut, aber du hattest dich ja schon dazu geäußert, das reichte.
 
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Nordwind

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Hallo,
​danke für Eure bisherigen Antworten.

Zitat von BoiledFrog:
Hi Nordwind,

nur eine Sache. Die Freundin deines Freundes ist nur Freundin! Sie als seine Ex zu betrachten trifft es nicht. Das Kapitel ist für die beiden längst erledigt. Sie ist keine Konkurrentin. Ihr Lebensgefährte müsste ein Problem mit deinem Freund haben, aber hat er das? Du kannst dich auf eure Beziehung konzentrieren und evtl. auch Grenzen ziehen.

​In meinen Augen ist die Frau ein Problem. Ist sie in der Nähe, bin ich Luft für meinen Freund, er behandelt mich dann auf eine Art gering. Nach meinen Beobachtungen "gockelt" er förmlich um sie herum. Als ich ihm von meinen Wahrnehmungen berichtete, erklärte er sein Verhalten mit der großen Freude, die er empfindet, seine Ex nach längerer Zeit mal wieder zu sehen. Und da beide in der Woche sehr beschäftigt seien, habe diesmal das Treffen am Wochenende stattgefunden.
​Ich weiß auch, dass er sich damals nicht sehr um die Partnerschaft mit ihr bemühte. Er hatte längst eine neue Freundin, obwohl die Trennung von dieser, die mein Problem ist, noch nicht vollzogen wurde.
​Leider wünscht er sich weiterhin, dass ich ein Telefonat mit seiner Ex-Freundin führe. Ich solle es nicht als Entschuldigung, eher als Erklärung für mein distanziertes Verhalten in der Kunsthalle betrachten. Seine Befürchtung, sie als Freundin zu verlieren aufgrund möglicher Verunsicherungen, ist groß, meint er. Ich wandte ein, dass eine telefonische Erklärung ja erst recht suspekt wirken könnte. Die Ex würde unweigerlich bemerken, dass sie Gegenstand unseres Konfliktes ist. Zudem fühle ich mich, allein schon durch die Vorstellung, mit ihr zu sprechen, weiterhin gedemütigt, in meinem Stolz verletzt. Ich verstehe nicht, wieso es mir obliegen soll, alles zu klären. Entweder mein Freund übernimmt die Aufgabe oder, was mir lieber wäre, die Angelegenheit wird einfach nicht weiter verfolgt.
​Aber ich befürchte, dass mein Freund darauf beharren wird, wir einen regelrechten Machtkampf deswegen austragen werden. Was ist, wenn unsere Beziehung daran Schaden nimmt oder sogar zerbricht?
 
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fleurdelis

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Zitat von Nordwind:
Mittlerweile möchte er von mir, dass ich mich bei seiner Ex entschuldige, da sie sicherlich meine Befangenheit bemerkt habe und er sie als gute, alte Freundin nicht verlieren möchte.

Würde ich nicht machen, wenn er sie nicht verlieren will, ist das seine Sache. Ich glaube mir wäre sogar eine Ausrede eingefallen, um von der Ausstellung zu verschwinden. Ich hätte die beiden ganz alleine gelassen. Zumal es sich um eine freiwillige Begegnung handelt. Wäre es ein Termin, bei dem nun mal die Vergangenheit mit anwesend ist, wäre das was anderes.
 

Markus Ernst

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Zitat von Nordwind:
Aber ich befürchte, dass mein Freund darauf beharren wird, wir einen regelrechten Machtkampf deswegen austragen werden. Was ist, wenn unsere Beziehung daran Schaden nimmt oder sogar zerbricht?

Guten Morgen Nordwind,

nicht Sie müssen seiner Ex-Freundin Ihr Verhalten erklären, er muss Ihnen sein Verhalten erklären. Diesen "Machtkampf" mit Ihrem Partner werden Sie austragen müssen, weil es um sehr grundlegende Dinge zwischen ihnen beiden geht: wie steht er zu Ihnen? Wie wichtig sind ihm Ihre Gefühle und Empfindungen? Inwiefern beeinträchtigt Ihre Enttäuschung über sein Verhalten an diesem Wochenende die Freundschaft zu seiner Ex-Freundin? Diese Punkte müssen sie klären - evtl. auch mit Unterstützung von außen. Bleibt dieser Konflikt einfach so im Raum stehen, wird es zukünftig immer wieder zu ähnlichen Situationen kommen, die Ihre Partnerschaft belasten werden.

Alles Gute und herzliche Grüße,
Markus Ernst
 

fafner

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Zitat von Nordwind:
Ich weiß auch, dass er sich damals nicht sehr um die Partnerschaft mit ihr bemühte.
Warum ist sie dann jetzt anscheinend wichtiger als Du? Frag ihn das doch mal.

Also ich würde, so lange sich alle Beteiligten noch nicht so gut kennen, da vorher genau erklären, wer wer ist, und einfach fragen, inwieweit jemand mit der Situation ok ist oder nicht. Und bei "oder nicht" gehen die Wünsche des Partners immer vor. Ist doch ganz einfach. Eigentlich. Daß er Dich da jetzt zu was zwingen will, find ich nicht gut.
 

IPv6

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@ Herr Ernst + Nordwind
Beim Lesen kam mir spontan folgender Kommunikationsklassiker zwischen Mann + Frau in den Sinn (Ich habe das vor langer Zeit in einer Abhandlung zu Kommunikationsverhalten gelesen).

Ein Ehepaar fährt im Auto über die Autobahn. Die beiden unterhalten sich über Gott und die Welt. Als sie an einem Hinweisschild für eine Raststätte vorbei fahren, fragt die Frau ihren Mann: "Heinz, möchtest du was trinken oder essen?" Darauf ihr Mann: "Nein Danke. Ich habe keinen Durst und keinen Hunger."
Sie fahren an der Raststätte vorbei und unterhalten sich nicht mehr. Die Frau ist sichtlich unzufrieden.

Die beiden haben auf unterschiedlichen Ebenen kommuniziert. Stichwort: Nachrichtenquadrat, 4-Ohren-Modell.
Die Aussage vor dem Treffen ist von ihm als Information ihres Befindens aufgenommen worden, während sie es als Appell gemeint hat. Da passt für mich dann auch ihr Verhalten mit der Separation ins Bild. Auch ist dann sein "Unverständnis" auf der Heimfahrt erklärt, ihm war nicht bewusst, dass er hätte was tun sollen, offensichtlich das gemeinsame Treffen absagen.

Also nochmals zusammensetzen und reden und abchecken ob auch beide dieselbe Ebene haben.
 

lisalustig

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Dein Freund setzt eigenartige Prioritäten. Offenbar ist ihm die jeweilige Partnerschaft nicht so wichtig. War bei seiner Ex, wie Du schreibst, auch so.

Auf den Machtkampf wirst Du Dich einlassen müssen. Wenn ihm seine Ex wichtiger ist, als Du, weißt Du doch Bescheid. Ich würde ihm klar sagen, dass Du nicht beabsichtigst, mit der Ex zu telefonieren und er es selbst klären möchte. Schließlich hat er Dich in diese Situation gebracht. Vielleicht ist ihm gar nicht klar, dass hier Eure Beziehung auf dem Spiel steht?
 

Markus Ernst

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Zitat von IPv6:
@ Herr Ernst + Nordwind
Beim Lesen kam mir spontan folgender Kommunikationsklassiker zwischen Mann + Frau in den Sinn (Ich habe das vor langer Zeit in einer Abhandlung zu Kommunikationsverhalten gelesen).

Guten Abend IPv6,

ja, dieses Modell eignet sich wunderbar, um die Entstehung von Konflikten durch Kommunikation zu erklären und dann auch zu verändern.

(vereinfachte Erklärung/wikipedia//:
Das übergeordnete Ziel bei dieser Modellbildung besteht darin, zu beobachten, zu beschreiben und zu modellieren, wie zwei Menschen sich durch ihre Kommunikation zueinander in Beziehung setzen.
Nachrichten können aus vier unterschiedlichen Richtungen angesehen und unter vier unterschiedlichen Annahmen gedeutet werden – dies sind die vier Aspekte oder Ebenen, die Schulz von Thun als „Seiten einer Nachricht“ bezeichnet:

-Auf die Sache bezogener Aspekt: die beschriebene Sache („Sachinhalt“, „Worüber ich informiere“)

- Auf den Sprecher bezogener Aspekt: dasjenige, was anhand der Nachricht über den Sprecher deutlich wird („Selbstoffenbarung“, „Was ich von mir selbst kundgebe“)

- Auf die Beziehung bezogener Aspekt: was an der Art der Nachricht über die Beziehung offenbart wird („Beziehung“, „Was ich von dir halte oder wie wir zueinander stehen“)

- Auf die beabsichtigte Wirkung bezogener Aspekt: dasjenige, zu dem der Empfänger veranlasst werden soll („Appell“, „Wozu ich dich veranlassen möchte“)

Auf diese Weise kann die „Nachricht als Gegenstand der Kommunikationsdiagnose" verwendet werden. Störungen und Konflikte kommen zustande, wenn Sender und Empfänger die vier Ebenen unterschiedlich deuten und gewichten. Das führt zu Missverständnissen und in der Folge zu Konflikten.)


Zitat von IPv6:
Die Aussage vor dem Treffen ist von ihm als Information ihres Befindens aufgenommen worden, während sie es als Appell gemeint hat. Da passt für mich dann auch ihr Verhalten mit der Separation ins Bild. Auch ist dann sein "Unverständnis" auf der Heimfahrt erklärt, ihm war nicht bewusst, dass er hätte was tun sollen, offensichtlich das gemeinsame Treffen absagen.

Allerdings hat sie ihm gesagt, dass sie sich nicht gut fühlt in dieser Situation mit der Ex-Freundin. In einer funktionierenden Partnerschaft muss man (spätestens) dann erwarten dürfen, dass beim Gegenüber das Empathievermögen einsetzt und es nicht noch zu einer Ausweitung der belastenden Situation kommt.

Herzliche Grüße,
Markus Ernst
 
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IPv6

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Zitat von Markus Ernst:
In einer funktionierenden Partnerschaft muss man (spätestens) dann erwarten dürfen, dass beim Gegenüber das Empathievermögen einsetzt und es nicht noch zu einer Ausweitung der belastenden Situation kommt.

Herzliche Grüße,
Markus Ernst

Tja, über Ersteres, also die funktionierende Partnerschaft, wissen wir ja níchts...

Nordwind, magst du uns etwas darüber erzählen?
 
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Liebe Nordwind, er sammelt Frauen für seine Selbstbestätigung...entweder du sammelst Männer oder du stellst ihn umgehend vor die Entscheidung: entweder ich oder all die anderen... und dann sei konsequent! Er lohnt sich nicht..er macht dich kaputt...
Seine Ex ist für ihn wichtig, weil sie ihn anhimmelt, obwohl sie einen neuen Freund hat..er fühlt sich ihrem Freund überlegen und baut mit ihr sein Ego auf...du bist sicherer Besitz und damit nahezu wertlos...
 
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fleurdelis

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Zitat von gwen:
...du bist sicherer Besitz und damit nahezu wertlos...

Ich hoffe deine Diagnose nimmt nicht jeder allzu wörtlich ..... es geht nicht immer nur um schwarz oder weiß. Und wie hier im Thread mal gut beschrieben wurde, gibt es die Möglichkeit der Kommunikation um Unklarheiten zu beseitigen in dem man darüber redet. Den eigenen Standpunkt zu definieren und den des anderen zu verstehen. Es muss nicht immer mit einem Holzhammer drauf gehauen und als wertlos betrachtet werden. Viel interessanter wäre herauszufinden, wieso jemand ein bestimmtes Verhalten an den Tag legt, und die Mentalität: in Nano-Sekunden zu sagen, mach halt Schluss ... gibt ja genug Männer .... spiegelt genau das Verhalten wieder, worüber hier so oft echauffiert wird. Passt nicht ... Nächster .... Der Singlemarkt ist ja ein Supermarkt geworden. Quantität ersetzt aber nicht Qualität. Es kann einem auch ein Mensch wichtig sein, mit dem man sich auseinander setzen möchte, auch wenn es ein wenig Mühe kostet, aber dieser Mensch es wert ist und man selbst sich auch.
 
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Zitat von fleurdelis:
Es muss nicht immer mit einem Holzhammer drauf gehauen und als wertlos betrachtet werden. Viel interessanter wäre herauszufinden, wieso jemand ein bestimmtes Verhalten an den Tag legt, und die Mentalität: in Nano-Sekunden zu sagen, mach halt Schluss ... gibt ja genug Männer .... spiegelt genau das Verhalten wieder, worüber hier so oft echauffiert wird. Passt nicht ... Nächster .... Der Singlemarkt ist ja ein Supermarkt geworden. Quantität ersetzt aber nicht Qualität.

Welche Qualität??? Da wird überlegt, ist das jetzt "Freundschaft+" oder ist das ein "soundsoding" oder ist das "Beziehung"... und es wird doch hier im Forum Frauen ständig geraten, sich nicht festzulegen, da Männer doch frei sein wollen und Leichtigkeit brauchen... Frau soll auf ihn zugehen, ihm hinterherrennen und auch wenn er sagt, du bist mir nichts, vielleicht doch noch mal nachfragen....

Nö...wie blöd muss man sein um soetwas mitzumachen?

Wenn er blöd kommt, kommt Schema F ...etwas Neues ist dank Börsen nicht weit...so ist eben das Leben, auch für Männer..


Zitat von fleurdelis:
Es kann einem auch ein Mensch wichtig sein, mit dem man sich auseinander setzen möchte, auch wenn es ein wenig Mühe kostet, aber dieser Mensch es wert ist und man selbst sich auch.

so ein Zeugs hab ich auch mal geglaubt, das ist aber schon länger her und gehört ins Reich der Jugendsünden... Man wird eines Besseren belehrt, wenn man bereit ist, dazu zu lernen ..
 
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fleurdelis

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Zitat von gwen:
da Männer ...... und Leichtigkeit brauchen....


Ich habe kein Problem mit Leichtigkeit .... wenn eine Frau relativ klein und zierlich ist, ists bestimmt leichter für einen Mann ..... so mit dem handling meine ich ....

Außerdem rennt man nur jemandem hinterher der davon läuft. Aber dass auch Männer möglicherweise durch Erlebnisse unsicher geworden sind .... und nachdem was man hier so an gewisser Gnadenlosigkeit von Frauen gegenüber Männern liest, kann ich das auch gut nachvollziehen. Da bricht man sich keinen Zacken aus der Krone auch mal auf einen Mann zuzugehen. Außerdem wäre eine Frau die einem Mann nur hinterher läuft auch langweilig. Die Gesamtheit deiner Kommentare zeigt einfach eine riesen Enttäuschung über deine Erlebnisse, jedoch prägen sie Gott sei Dank nicht das gesamte Weltbild.
 

Nordwind

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Zitat von gwen:
Liebe Nordwind, er sammelt Frauen für seine Selbstbestätigung...entweder du sammelst Männer oder du stellst ihn umgehend vor die Entscheidung: entweder ich oder all die anderen... und dann sei konsequent! Er lohnt sich nicht..er macht dich kaputt...
Seine Ex ist für ihn wichtig, weil sie ihn anhimmelt, obwohl sie einen neuen Freund hat..er fühlt sich ihrem Freund überlegen und baut mit ihr sein Ego auf...du bist sicherer Besitz und damit nahezu wertlos...

Na ja, ich habe nicht das Gefühl, dass sie ihn anhimmelt, aber sie wirkt etwas traurig. Sie hat die Trennung von meinem Freund damals vollzogen, weil sie mit seinen Eigenarten nicht zurecht kam. In ihrer derzeitigen Beziehung scheint sie aber ebenso unglücklich zu sein. Mit ihr habe ich ja auch kein Problem. Mein Freund verhält sich einfach nicht loyal und partnerschaftlich mir gegenüber.

Lieber Herr Ernst,
vielen Dank für Ihre bisherigen Ausführungen, welche ich meinem Freund auch gezeigt bzw. vorgetragen habe. Er distanziert sich von meiner Darstellung, meint weiterhin, ich sei damit einverstanden gewesen. Ich hätte andere Erwartungen gehabt, als mit ihm kommuniziert worden sei. Wie bereits erwähnt, weiss er aber um meine Ansichten, zumal es in der Vergangenheit schon zu einem Streit kam, als er mit dieser Frau allein ein Ballett ( auch noch zum Thema "Liebe & Leidenschaft" ) besuchte. Zudem wies er mich auf die Unmöglichkeit hin, seiner Ex-Freundin eine plötzliche Absage des Ausstellungsbesuchs beizubringen. Von meinem Vorschlag, er möge die Situation in der Kunsthalle seiner Freundin selbst erklären, da ich ihn als Verursacher betrachte, war er ein wenig überrascht und kommentierte diesen nicht weiter.
Zudem gelangte er zu dem Schluss, dass es in Zukunft nur noch Treffen zu viert geben solle und er sich lieber allein mit seiner Ex verabredet. Wie sehen Sie diesen Kompromiss? Um ganz ehrlich zu sein, ist die Vorstellung, dass mein Freund mich dann völlig ausschliesst, mir vielleicht nicht einmal davon berichtet, schwer zu ertragen. In meinen Gedanken werden dann Bilder generiert, die mich unsicher und erst recht eifersüchtig werden lassen, mir das Gefühl vermitteln, dass er mit seiner Ex mehr teilt als mit mir, ich ihm nicht genüge ( obwohl ich die Hoffnung hege, dass diese Treffen eher sporadischer Natur sein werden ). Das ist ein Zustand, den ich vermeiden wollte. Andererseits steht mir auch nicht das Recht zu, meinem Freund Kontakte oder Treffen zu verbieten. Ich befürchte, dass unsere Partnerschaft dadurch in ernste Schwierigkeiten gerät. Wissen Sie einen Weg, wie ich besser damit umgehen kann?
 

Markus Ernst

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Liebe Nordwind

gut, dass sie beide offen über die Probleme sprechen und v.a. auch Sie sich nicht scheuen, Ihrem Freund von Ihren negativen Gefühlen zu berichten. Das ist die beste Voraussetzung, um diesen Konflikt gemeinsam zu bewältigen.

Eine Beziehung führt man im Normalfall aus freiem Willen und weil man großer Zuneigung zu einem Menschen empfindet. Konflikte und unterschiedliche Ansichten in bestimmten Bereichen sind völlig normal und gehören dazu. Auch das Eingehen von Kompromissen in einer Partnerschaft ist notwendig und wichtig.
Sie haben Ihrem Freund nun offenbar mehrfach sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass es Ihnen nicht gut damit geht, wenn er alleine mit seiner Ex-Partnerin etwas unternimmt. Egal, wie lange die Beziehung der beiden nun schon her ist und wie sie beendet wurde - ich glaube, es würde vielen Menschen in Ihrer Situation sehr ähnlich gehen und es bedarf m.E. nicht einer übertriebenen Eifersucht, um sich mit so einer Situation unwohl zu fühlen. Ihr Partner zeigt aber - so wie Sie schreiben - wenig Verständnis für Ihre Gefühlslage. Es macht den Eindruck, als suche er die Schuld für diesen Konflikt alleine bei Ihnen. Haben Sie ihn mal gefragt, wie es ihm damit ergehen würde, wenn Sie sich in der knappen gemeinsamen Zeit mit Ihrem Ex-Freund treffen würden?
Sein „Kompromissvorschlag“, sich zukünftig nur noch unter vier Augen mit seiner Ex-Partnerin zu treffen, ist kein Entgegenkommen und trägt auch nicht zur Entspannung der Situation bei -– im Gegenteil. Ein echter Kompromiss wäre zum Beispiel, diese Treffen ausschließlich zu viert zu planen.
Solange es offenbar so ist, dass Ihr Partner seinen Wunsch, die Ex-Freundin zu treffen auf die beschriebene Art und Weise durchsetzt und damit auch bewusst in Kauf nimmt, dass es Ihnen damit schlecht geht, stimmt etwas in ihrem Verhältnis nicht. Das muss geklärt werden – evtl. auch mit Unterstützung von außen.

Herzliche Grüße und einen guten Wochenbeginn,
Markus Ernst
 
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Nordwind

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Lieber Herr Ernst,
für Ihre Worte und Ratschläge bin ich Ihnen sehr dankbar. Ich habe das Gefühl, dass Sie viel Verständnis für meine Situation aufbringen und meinem Partner und mir Lösungswege in unserem Konflikt vorschlagen. Nun ist es jedoch so, dass mein Freund in der Verfolgung dieses Threads mittlerweile großen Protest angemeldet hat. Er fühlt sich nach eigenen Worten nicht verstanden und von Ihnen falsch eingeschätzt. Da ich ihm gegenüber gerecht bleiben möchte und auf Ausgleich bedacht bin, habe ich meinem Freund daher vorgeschlagen, sich selbst dazu zu äußern:
Ihre Äußerungen zeigen mir, dass Sie offenbar von einer unzutreffenden Sachlage ausgehen. Die meiste Zeit verbringen und unternehmen wir etwas zusammen. Die Begegnungen mit meiner alten Freundin sind sehr sporadisch und die letze Begegnung mit meiner Freundin liegt mehrere Monate zurück. Der besagte Tag war besprochen und ich sah keine Möglichkeit die Verabredung ohne den Preis des Befremdens seitens der alten Freundin abzubrechen oder zu revidieren. Im übrigen handelt es sich um einen Ausnahmefall! Da meine Partnerin offenbar eine Begegnung zu Dritt nicht gut findet, war mein Kompromissvorschlag darauf gerichtet, ihr diese Art von Begegnungen zu ersparen.
Im übrigen hege ich ebenfalls Eifersuchtsgefühle. Seit vielen Monaten machen 2 Männer meiner Partnerin sehr aufdringlich den "Hof" und äußern sich zudem abfällig und beleidigend über mich. Meine Partnerin hatte in beiden Fällen Kontakte und Begegnungen mit diesen Männern, die auch gemeinsame Übernachtungen beinhalteten, sei es im Rahmen einer Geburtstagseinladung oder einer "Arbeitswoche", weil sie im Gegensatz zu mir z.T. recht spät die wahren Absichten einer der besagten Kandidaten erkannte. Es besteht nach wie vor der Kontakt zu einem dieser Männer. Ich respektiere aber den Wunsch meiner Partnerin nach Austausch bzw. anregenden Gesprächen und vertraue ihr, dass sie zu unserer Partnerschaft steht. Da ich meine Gefühle aus den besagten Gründen sehr zurückhaltend geäußert habe, ist offenbar der Eindruck entstanden, das mir die Kontakte und Begegnungen mit den besagten Männern gleichgültig sind. Zugute letzt hat sie einen weiteren Mann kennengelernt, der ebenfalls für mich erkennen lässt, dass er meine Partnerin gern "näher kennenlernen" würde.
 

Nordwind

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Lieber Herr Ernst,

über die Darstellung meines Freundes bin ich sehr verärgert. Ich finde, er versucht eine falsche Relation zu erzeugen.
Als ich im Laufe unserer Beziehung immer wieder durch Dritte oder durch Zufall, manchmal auch durch meinen Partner selbst, erfuhr, dass er sich mit Ex-Freundinnen, Ex-Affären, Ex-Freundschaft-Plus-Frauen trifft, hat mich das sehr verletzt. Aus diesem Grunde gab es in unserer Beziehung wiederholt belastende Situationen. Als mein Freund im letzten Jahr gegen meinen Willen und trotz meiner Tränen sogar über mehrere Tage seine Ex-Freundin besuchte, sogar unseren gemeinsamen Osterurlaub vergass und ich diesen absagen musste, sagte ich ihm, dass ich in diesem Falle die Geburtstagseinladung meines "Verehrers" annehmen werde. Das war meine Art von Protest gegen sein Verhalten mir gegenüber.
Ich sehe es als Ausgleich an, dass ich mich ebenso mit Männern treffe wie mein Freund sich auch mit Frauen trifft, die ich teilweise nicht einmal kenne, geschweige denn, dass ich wüsste, in welchem Verhältnis die beiden zueinander standen und stehen. Zu diesen erwähnten Männern hatte ich niemals eine Liebes- , oder sexuelle Beziehung, ich möchte mit ihnen ausschliesslich eine Freundschaft. Dass sich zwei, drei in mich verliebt haben, ist mir sehr unangenehm. Es war nicht meine Intension, Gefühle dieser Art bei ihnen zu erzeugen. Mein Partner hat mir auch nie gesagt, dass er Eifersucht empfindet oder Probleme damit hat. Er geniesst immer absolute Priorität. Wenn ihn der harmlose Kontakt zu diesen Männern belasten würde, fiele meine Entscheidung immer zugunsten meiner Beziehung mit ihm aus. Ich habe aber den Eindruck, dass er mit zweierlei Maß misst, ich ihm absolute Sicherheit gewähren soll, während er mir sein Verhalten weiterhin zumuten will.

Ihr unterbreiteter Kompromissvorschlag gefällt mir persönlich sehr gut, mein Freund sieht für sich Schwierigkeiten darin, seiner Ex-Freundin beizubringen, dass es nur noch zukünftige Treffen zu viert geben soll. Ich habe das Gefühl, dass er prinzipiell die eingefahrenen Bahnen der letzten Jahre nicht verlassen möchte, vielleicht ist es ihm sogar vor seiner Ex peinlich. Es wirkt so, als würde er sich schämen oder genieren, ihr dieses Novum zu vermitteln. Haben Sie eine Idee, wie ihm diese Befürchtung genommen werden kann?
 

Markus Ernst

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Liebe Nordwind, lieber "Partner von Nordwind",

es ist in der Tat das erste Mal, dass sich hier in dieser Rubrik des Forums nach und nach beide Partner zu Wort melden und ihre jeweilige Sicht der Dinge schildern. Es ist mir leider nicht möglich, in diesem Rahmen hier detailliert auf die Probleme zwischen ihnen beiden einzugehen. Natürlich wird aber deutlich, wie wichtig es zur Klärung des Konflikts ist, beide Seiten/Sichtweisen bei der Lösungssuche miteinzubeziehen.
Es geht zusammengefasst aus meiner Sicht darum, die entstandenen Kränkungen und Verletzungen mit Unterstützung von außen zu besprechen: wer hat sich warum in welcher Situation nicht vom anderen gesehen und genug beachtet gefühlt? Wie kann beschädigtes Vertrauen wieder hergestellt werden? Wäre es - gerade vor dem Hintergrund einer Fernbeziehung - wichtig, sich direkter zu sagen, was der andere einem bedeutet? Ich bin mir sicher, dass es noch einige weitere Fragen gibt, die sie beide klären müssen - aber auch können. Wie gesagt, mit Unterstützung einer neutralen Person von außen wird dies leichter und effektiver gelingen.

Herzliche Grüße und ihnen beiden alles Gute,
Markus Ernst
 

Nordwind

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Lieber Herr Ernst,
vielen Dank für Ihre abschliessenden Worte. Ich respektiere es, wenn Sie aus der Distanz die Details der Beziehung zwischen meinem Partner und mir nicht bewerten können oder möchten. Angesichts der aktuellen Entwicklung wünsche ich mir sehr, Sie nochmals zu bemühen und wäre Ihnen wirklich sehr verbunden für eine kurze Beantwortung:
In der von mir beschriebenen Angelegenheit ist zunächst einmal Ruhe eingekehrt - eine zu große Ruhe meinem Empfinden nach. Meine dunkle Ahnung hat mich nun verleitet, im Smartphone meines Freundes zu spionieren. Dem Nachrichtenverlauf musste ich nun entnehmen, dass mein Freund sich nun heimlich mit seiner Ex-Freundin trifft. Sicherlich möchte er auf diesem Wege weiteren Konflikten mit mir aus dem Wege gehen, gleichzeitig sind meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt, mein Vertrauen sehr verletzt (gut, in sein Smartphone hätte ich natürlich auch nicht sehen sollen, ich weiss, dass diese Handlung falsch war).
Für mich ist es enttäuschend, zu sehen, dass mein Freund allen Gesprächen zum Trotz mir gegenüber so wenig Respekt und Rücksicht zeigt. Er glaubt, sein Handeln einfach fortsetzen zu können. Wenn ich Sie um Ihre aufrichtige Einschätzung bitten darf, würden Sie mir zur Trennung raten?
 

lisalustig

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@Nordwind

Wie viele Bestätigungen brauchst Du denn noch? In diesem und dem anderen Thread hast Du doch vielfach Ratschläge / Einschätzungen bekommen. Ist Herr Ernst für Dich der entscheidende Messias? Kannst Du selbst nicht erkennen, was in Deiner "Beziehung" falsch läuft? So blind kann man doch gar nicht sein. Nimm die rosa Brille ab und stelle Dich den Realitäten! Auch wenn es Dir schwer fällt.
 

IPv6

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Zitat von Nordwind:
Für mich ist es enttäuschend, zu sehen, dass mein Freund allen Gesprächen zum Trotz mir gegenüber so wenig Respekt und Rücksicht zeigt. Er glaubt, sein Handeln einfach fortsetzen zu können. Wenn ich Sie um Ihre aufrichtige Einschätzung bitten darf, würden Sie mir zur Trennung raten?

Ja, was denn nun? Vor Kurzem hast du doch noch über Kinder mit ihm nachgedacht?

Es pass alles irgendwie nicht zusammen. Ich kann es nicht genau erfassen was, aber da ist was.

So wie du deinen Freund hier darstellst, wie kommst du noch auf einen Kinderwunsch?

Entweder fehlen hier ganz essentielle Informationen, oder ich weiss nicht.

Herr Ernst, schauen sie sich doch bitte mal die beiden anderen Threads an.
 

Nordwind

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Lieber IPv6,
​bevor Du Dich weiterhin als kleiner Denunziant betätigst, will ich Dich darauf hinweisen, das ich den anderen Beitrag zuerst geschrieben habe bzw. er zu einem anderen Zeitpunkt freigegeben wurde.
​Es ist doch normal, dass sich Konflikte in Beziehungen wieder entspannen können. Dann schöpft man wieder Hoffnung, wird sich vor allem bewusst, was man an dem Partner hat, versucht, in die Zukunft zu blicken.
​Meine Frage an Herrn Ernst bezieht sich auf diesen Thread, weil ich erneut sehr enttäuscht wurde und wissen möchte, ob eine neutrale und vor allem kompetente Person zu einem solch drastischen Schritt wie einer Trennung raten würde.
 

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Zitat von Nordwind:
Lieber IPv6,
​bevor Du Dich weiterhin als kleiner Denunziant betätigst, will ich Dich darauf hinweisen, das ich den anderen Beitrag zuerst geschrieben habe bzw. er zu einem anderen Zeitpunkt freigegeben wurde.
Mit was habe ich dich denunziert und welchen Vorteil sollte mir das bringen?
Falls du die Denunzierung aus meiner Ansprache von Herrn Ernst interpretierst, so ist das ein Missverständnis. Herr Ernst ist hier der Faqchmann, der sich mit derartigen Thematiken täglich und beruflich beschäftigt und daher über eine entsprechende Kompetenz verfügen wird, im Gegensatz zu mir, der sich hier aus Spass und Freude betätigt.
In dem Thread habe ich dir auch geschrieben, dass mein Eindruck ein anderer sein könnte, wenn ich dich persönlich und länger kennen würde. Das tue ich aber nicht, so wie alle anderen Foristen hier auch nicht, und ich kann nur aus deinem Auftreten hier und deinem Schreiben schlussfolgern, beeinflusst durch mein persönliches Wissen und Unwissen.
 

Markus Ernst

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Zitat von Nordwind:
Wenn ich Sie um Ihre aufrichtige Einschätzung bitten darf, würden Sie mir zur Trennung raten?

Guten Abend Nordwind,

es wäre nicht seriös, wenn ich Ihnen jetzt zu einer Trennung von Ihrem Partner raten würde. Für so einen weitreichenden Schritt wäre für mich Voraussetzung, beide Partner persönlich und über eine längere Zeit gesprochen zu haben.

Unabhängig davon steckt die Beziehung zwischen ihnen beiden in einer Krise, die gelöst werden muss. Möglicherweise steht am Ende eine Trennung, vielleicht gibt es aber auch eine andere Perspektive. In jedem Fall würde ich ihnen beiden empfehlen - vorausgesetzt beide haben Interesse an einer Lösung des Konflikts - eine neutrale, dritte Person hinzuzuziehen.

Herzliche Grüße und alles Gute,
Markus Ernst