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  • #76
@Sarah: zwei Anmerkungen. Ich möchte nicht "bei Frauen gut ankommen", sondern bei genau einer (bzw. einem bestimmten "Typ"). - Und es ist nicht "nunmal das prickelnde Spiel", es ist nur ein Spielart von mehreren - es ist *deine* Art, aber andere haben eine andere.
 
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  • #77
@ Andrè
Ich will „dieses Spiel“ auch nicht pauschalisieren, im Gegenteil. Ich schreibe natürlich ganz aus meiner Perspektive, meinen Erfahrungen und meinem Wertehorizont. Und warum sollte ich Deine „Spielart“ infrage stellen wollen, die es Dir ermöglicht, Dich mit einem anderen Menschen wohlzufühlen oder auch nur ihn sympathisch zu finden. Ich glaube nur nicht an die „bedingungslose Liebe“. Spätestens hier - auf diesem Forum - wird mir bewusst, an wie viele Bedingungen selbst Sympathie geknüpft ist, ganz zu schweigen von Liebe. Und darin liegt für mich eben das Unaustauschbare und Unverwechselbare, dass diese Bedingungen (die wir alle stellen, ob hoch-oder niederschwellig) wenigstens in ihren Grundzügen übereinstimmen
 
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  • #78
@Sarah: Natürlich muss der Mensch, in den wir uns verlieben können, bestimmte Eigenschaften haben, damit wir uns überhaupt verlieben können. Ich bin vor vielen Jahren an einen Punkt gekommen, an dem ich nicht mehr umhinkam, meine Vorstellungen nochmal komplett und schonungslos in Frage zu stellen. Da sind so nach und nach Dinge, die mir bis dahin wichtig erschienen, in meiner "Prioritätenliste" weit nach hinten gerutscht, und bis dahin eher unbeachtete Dinge haben sich ganz nach vorn geschoben. Also diese "innere Liste" auf das Wesentliche reduziert; da war allerlei - wie du sagtest, niederschwelliges Zeugs dabei.

Einiges davon ist auch heute noch da, jeder hat ja so seine speziellen Vorlieben, um nicht zu sagen "Marotten". Da kann ich nicht aus meiner Haut. Aber es gab auch sehr wohl Dinge, die lediglich auf Konventionen, Denkgewohnheiten oder der eigenen mangelnden Vorstellungskraft basierten, die also gar nicht aus mir herauskamen. Die zu entlarven und loszuwerden, war wie ein Befreiungsschlag. Damit hatte ich mir nur selbst im Wege gestanden.

Andersherum bedeutet das aber auch, dass man sich eine gewisse Großzügigkeit wachsen lassen muss; man darf nicht alles zu genau nehmen, wenn die wesentlichen Dinge stimmen - oder besser gesagt: wenn sie überhaupt eine Chance haben sollen, dass sie sowas wie Liebesgefühle hervorbringen können. Klar, wünscht man sich manchmal, dass es doch schön wäre, wenn auch dieses und jenes auch noch stimmen/passen würde, aber wenn man sich in diese Wünsche verbeißt, kommt man am Ende zu gar nichts.

André
 
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  • #79
@André
Ein sehr schöner Beitrag. Danke.
 
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  • #80
Old School

Die alte Schule ist kein Feind der Emanzipation, sie ist eine der Hauptblüten des Charmes und des Anstandes.
Es geht nicht darum sich ausnutzen zu lassen, oder das die Frau zu schwach, zu arm, zu dumm oder was auch immer ist.
Es geht nicht darum zu schleimen, oder chauvinistisch zu sein - sie ist eine Form des Respekts.
 
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  • #81
@ Andre

auch von mir: ein sehr schöner Beitrag!
 
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  • #82
@ LunaLuna und hagenve: oh, danke :)
 
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  • #83
@ Andrè # 78

Ich kann Deine Argumentation nachvollziehen, sicherlich kann Sturheit in Bezug auf Prioritätenlisten ein Hindernis darstellen, um ein gutes (Liebes) -Team zu werden, weil eine gemeinsame Entwicklung dann vielleicht wirklich nicht möglich ist. Aber- wie oft häutet sich der Mensch im Laufe seines Lebens? Will sagen, es gibt Marotten, die können sogar liebenswert sein, es gibt Züge, die man am anderen nicht so mag, damit lässt sich umgehen, aber es gibt auch Eigenschaften, da weiß ich von vorneherein, dass ich das nicht will. In Bezug auf diese Diskussion mag das bei der einen oder dem anderen Geiz, Kleinkrämerei oder Kleinkariertheit sein (im Denken und im Handeln), was ihr/ihm unerträglich ist. Für den anderen ist das etwas, womit er großzügig und gelassen umgehen kann. Jetzt kannst Du natürlich dagegen argumentieren, dass es kleinkariert ist, darauf zu beharren, dass der Mann die Cola beim ersten Date zahlt. Darüber ließe sich nachdenken, über diese, meine Bewertung der genannten Eigenschaften eher (noch) nicht.
 
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  • #84
Re: Old School

@Aldin - ich finde, Du triffst den Nagel auf den Kopf. Ich bin sicherlich weder sexistisch noch chauvinistisch, aber allein als Zeichen der Wertschätzung und Respektsbekundung werde ich immer darauf bestehen, dass ich die Rechnung zahle. Ebenso geht es mir mit solchen Dingen wie dem Aufhalten der Tür, dem In-die-Jacke-Helfen, Tragen schwerer Gegenstände etc.: Da geht es nicht darum, Mademoiselle als schwaches Weiblein zu belächeln, sondern es ist einfach ein Gebot von Höflichkeit und Respekt. Und das finde ich auch heute nicht antiquiert. Chauvinismus hingegen sehr.
 
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  • #85
Bemerkenswert...

... welche Strahlkraft so eine triviale Frage entwickeln kann :)
 

max

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  • #86
Höflichkeit und Respekt können auch Frauen Männern gegenüber erbringen.

Außer beim Tragen von schweren Gegenständen (bei denen ein kräftiger Mann oft besser geeignet ist als eine zierliche Frau) gibt es keinen Grund, warum zwanghaft der Mann diese Höflichkeiten ausüben sollte und nicht genausogut und situationsangebracht auch die Frau.
Ich hebe z.B. grundsätzlich den Leuten die mir folgen die Tür auf, egal ob Frau oder Mann und das selbe erwarte ich von dem der vor mir durch eine Tür geht, auch egal ob Mann oder Frau.

Die Alte Schule ist ein Gesamtkonzept aus der Zeit, als die Frau gesellschaftlich nicht dem Mann gleichgestellt war. Als Frau sollte man sich immer bewusst sein, das der Mann evtl. auch andere Ein- und Vorstellungen aus dieser Zeit hat.
 
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  • #87
Ich muss gestehen: Find's ganz nett, wenn ein Mann mir *mal* die Tür aufhält beim ersten Date. Aber dieses oberbemühte "Ich-bezahle-ich-helfe-dir-in-den-Mantel-ich-rücke-dir-den-Stuhl-zurecht-und-alles" geht mir ziemlich gegen den Strich. Beim ersten Date bin ich bereit, Wertschätzung für das Bemühen zu zeigen - und durchaus auch zu fühlen. Grundsätzlich aber brauche ich solchen Schnickschnack nicht. Den Mantel kann ich mir allein anziehen (mache ich täglich); auch ich lade gern mal ein; und den Stuhl rücke ich mir wirklich *viel* lieber selbst dahin, wo ich ihn brauche.
Ach, arme Männer ... *so* unterschiedlich sind die Frauen! ;-)
 
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  • #88
PS: Ich habe nicht grundsätzlich was gegen Tür aufhalten. Mache ich auch, wenn hinter mir jemand folgt ... egal ob Männlein oder Weiblein. Das sehe ich genauso wie Max.
 
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  • #89
@ max

Dein sozialhistorischer Ansatz gibt mir einen guten Anlass, mal wieder ein bisschen pauschalisierend gendern zu gehen. Uns Frauen ist es ja geradezu über Jahrtausende in die Wiege gelegt worden, zu dienen, respektvoll und einfühlsam dem Mann gegenüber zu sein und seine Bedürfnisse zu erfüllen. Diese neue Eigenständigkeit und Selbstbestimmung ist also relativ jung und frisch. Und beide Seiten werden in diesem Prozess gerade selbstsicherer, nicht ohne Probleme, wie man sieht. Ja, wir haben den Altruismus einfach in unserem schönen weiblichen Wesen. Und da ist es nur recht und billig, selbst wenn wir euch die Tür vor der Nase zuschlagen und ihr habt 7 Bierkästen im Arm und den Kater auf dem Kopf, dass ihr milde bleibt (so als Form der Wiedergutmachung für die lange Knechtung) und uns noch auf die Bierkästen setzt und die U-Bahn-Treppe herauf tragt. Wir werden euch nett anlächeln und denken, endlich lernen die, was wir ohnehin schon können :).
 
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  • #90
Aufmerksamkeit ist das Zauberwort:
Mann sollte merken wann er die Grenze erreicht hat:
Mann muss ja nicht das volle Programm fahren, ungeachtet der Verluste.
Alle Menschen reagieren unterschiedlich auf die Art und Weise, wie wir ihnen begegnen.
Mann sollte nicht zu sehr drauf bestehen seine Art durchzuziehen und damit die Autonomiegrenzen seines Gegenübers zu bestimmen.
 
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