E

Evi

  • #1

So schön... :-)

Von goldmarie im "Gedichte-Thread" eingestellt...
Eher ein Gedanke als ein Gedicht und dann auch noch ein realistischer...

Wenn man jemanden liebt, so liebt man ihn nicht die
ganze Zeit, nicht Stunde um Stunde auf die ganz gleiche
Weise.
Das ist unmöglich.
Es wäre sogar eine Lüge, wollte man diesen Eindruck
erwecken. Und doch ist es genau das, was die meisten
von uns fordern.
Wir haben so wenig Vertrauen in die Gezeiten des
Lebens, der Liebe, Beziehungen.
Wir jubeln der steigenden Flut entgegen und wehren uns
erschrocken gegen die Ebbe.
Wir haben Angst, sie würde nie zurückkehren.
Wir verlangen Beständigkeit, Haltbarkeit und Fortdauer;
und die einzig mögliche Fortdauer des Lebens wie der
Liebe liegt im Wachstum, im alltäglichen Auf und Ab –
in der Freiheit; einer Freiheit im Sinne von Tänzern,
die sich kaum berühren und doch Partner in der gleichen
Bewegung sind.
(Anne Morrow Lindbergh)

Schöne Sichtweisen, solche Gedanken schaffen gute Voraussetzungen, Liebe zu leben.
 
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  • #2
AW: So schön... :)

Zitat von Evi:
Schöne Sichtweisen, solche Gedanken schaffen gute Voraussetzungen, Liebe zu leben.
...solche Gedanken wollen erfahren und erlernt werden.
Liebe Güte, was hatte ich Erwartungen an meine früheren Männer,
die armen Seelen. Bis dann mal einer einen Spiegel dabei hatte -
und keine Scheu, ihn auch einzusetzen.Ich hab nicht gern reingesehen,
aber was ich gesehen habe, war äußerst heilsam.
 
E

Evi

  • #3
AW: So schön... :)

Zitat von goldmarie:
...solche Gedanken wollen erfahren und erlernt werden.
Liebe Güte, was hatte ich Erwartungen an meine früheren Männer,
die armen Seelen. Bis dann mal einer einen Spiegel dabei hatte -
und keine Scheu, ihn auch einzusetzen.Ich hab nicht gern reingesehen,
aber was ich gesehen habe, war äußerst heilsam.
Solange ich noch da bin, antworte ich darauf, weil mir solche Selbsterkenntnisse total gut gefallen. Sie machen irgendwie frei und unbeschwerter, finde ich.

Ja, das ist Lernen über Erfahrungen ;-). Ja, echt gut :).
Das selbstverständliche Bemühen um gegenseitige Fairness und Achtung sind für mich *die* wesentliche Voraussetzungen um mit- und aneinander wachsen zu können, auch schon um sich zu verlieben und zu lieben. Überzogenes Erwartungsdenken, erstrecht wenn einseitig, muss doch zur Überlagerung von Wertvollem führen. Wo bleibt dabei das Wahrnehmen der gegenseitigen Stärken? Oder auch Schwächen, die eigentlich einen empathischen und behutsamen Umgang bräuchten? Wenn Nebensächlichkeiten zu wichtig, also überbewertet oder gar entscheidend werden, dann bräuchte man ganz dringend so jemanden mit Spiegel ;-).

Woher kommt unangemessenes Erwartungsdenken?
Was bedeutet es, wenn Nebensächlichkeiten zu wichtig werden?
Welche Rückschlüsse wären zu ziehen, wenn Achtung und Fairness als Grundvoraussetzung nicht gegeben sind?
Was wird geliebt? - die eigenen Erwartungen / Wünsche oder der (potentielle) Partner / die Partnerin?
 
E

Evi

  • #4
W

Wasserfee

  • #5
AW: So schön... :)

Zitat von goldmarie:
Liebe Güte, was hatte ich Erwartungen an meine früheren Männer,
die armen Seelen. Bis dann mal einer einen Spiegel dabei hatte -
und keine Scheu, ihn auch einzusetzen.Ich hab nicht gern reingesehen,
aber was ich gesehen habe, war äußerst heilsam.
Das hast du sehr schön geschrieben, liebe Goldmarie! Insbesondere der letzte Satz berührt mich!
 
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  • #6
AW: So schön... :)

@Evi

"Überzogenes Erwartungsdenken, erstrecht wenn einseitig, muss doch zur Überlagerung von Wertvollem führen. Wo bleibt dabei das Wahrnehmen der gegenseitigen Stärken? Oder auch Schwächen, die eigentlich einen empathischen und behutsamen Umgang bräuchten?"

Damit sprichst Du mir aus der Seele!
 
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  • #7
AW: So schön... :)

Da schließe ich mich an. Total schön!!