fafner

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  • #241
Zitat von Mentalista:
Zu denken, ein mit sich zufriedener Single hat angeblich keine Krisen, Probleme und Sorgen, sorry, dass ist für mich sehr schwarz-weis denkend.
Aha. Nur trägst Du doch grad hier immer wieder das Zufriedenheitsmantra vor und ich bin der advocatus diaboli, der findet, daß es Dauerzufriedenheit gar nicht geben kann. Na, egal. Schön, daß wir das geklärt haben.

Es kann sogar sein, dass ein Single gerade zufrieden ist, ein Single zu sein, weil er/sie Baustellen hat, die leichter abzubauen bzw. zu händeln sind, als wenn man in einer Beziehung wäre.
Das finde ich jetzt aber arg konstruiert.

"Mein Leben ist grad so ein Murks, aber zum Glück bin ich wenigstens Single, das macht es einfacher". So denkt jemand?
 

Pat65

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  • #242
Zitat von m0rph3us:
Sehe ich genau so. Ich gehe noch einen Schritt weiter in dem ich behaupte, dass ein Mensch der mit sich selbst unzufrieden ist, dies auch unbewusst nach außen trägt und unattraktiv wirkt. So findet man keinen Partner und wenn doch, wird die Beziehung nicht halten.

Glaube ich auch. Solange man Single ist, kann man dann die fehlende Beziehung für sein Unglück anschuldigen. Hat man jemanden gefunden und fühlt sich weiterhin zerrissen, dann ist es eben der falsche Partner usw. usw.
Man hat seine Persönlichkeit immer dabei. Wenn man mit sich im Reinen ist, geht vieles besser - auch die Partnersuche...
 
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Pat65

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  • #243
Zitat von fafner:
Aha. Nur trägst Du doch grad hier immer wieder das Zufriedenheitsmantra vor und ich bin der advocatus diaboli, der findet, daß es Dauerzufriedenheit gar nicht geben kann. Na, egal. Schön, daß wir das geklärt haben.

Das finde ich jetzt aber arg konstruiert.

"Mein Leben ist grad so ein Murks, aber zum Glück bin ich wenigstens Single, das macht es einfacher". So denkt jemand?

Zumindest für die Suche nach einem Partner gilt das für mich auf jeden Fall. Ich bin Chefin eines kleinen Betriebes und war damals alleinerziehend mit 3 Kindern. Ein Aufbau einer neuen Partnerschaft wäre damals nicht vernünftig gegangen. Also habe ich aktiv niemanden gesucht - und war trotzdem zufrieden. Ging damals eben nicht anders.
 

Heike

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  • #245
Ich denk, das mit halbvollem oder halbleerem Glas ist zu kurz konstruiert. Der Punkt ist eher die weite Verbreitung der Haltung, das eigene Glas als voll, die anderen Gläser als leer zu sehen.
Während mein Vorschlag ja immer ist, sich über sich und über andere etwa gleichviel (oder auch gleich wenig) vorzumachen.
Wer das tut oder nicht tut finde ich ne sinnigere Sortierung als die in "optimistische" und "pessimistische" Menschen.

Wie ist es eigentlich mit einem Zufriedenen, der sich ne Menge über sich und seinen Zustand vormacht, und einem weniger Zufriedenen, der sich (und anderen) weniger vormacht: wen würdet ihr lieber als Partner wollen? Und wer wäret ihr selbst lieber?
 
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  • #246
Zitat von fafner:
Aha. Nur trägst Du doch grad hier immer wieder das Zufriedenheitsmantra vor und ich bin der advocatus diaboli, der findet, daß es Dauerzufriedenheit gar nicht geben kann. Na, egal. Schön, daß wir das geklärt haben.

Zitier doch bitte mal den Beitrag, in dem etwas von "man muss in jeder Sekunde seines Lebens 110% zufrieden sein, sonst stirbt man einsam" steht... Komm mal bitte von dieser schwarz-weiß-Denke weg, die hilft keinem weiter, weil sie völlig an der Realität vorbeigeht.

Zitat von fafner:
Das finde ich jetzt aber arg konstruiert.

"Mein Leben ist grad so ein Murks, aber zum Glück bin ich wenigstens Single, das macht es einfacher". So denkt jemand?

Beispiel: Jemand ist im Job unzufrieden, will aber die Arbeitsstelle nicht wechseln, weil er im Umkreis keine andere Arbeit findet, er aber auch keine Fernbeziehung möchte.
 
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  • #247
Zitat von Mentalista:
Es kann sogar sein, dass ein Single gerade zufrieden ist, ein Single zu sein, weil er/sie Baustellen hat, die leichter abzubauen bzw. zu händeln sind, als wenn man in einer Beziehung wäre.
Unangenehm wird es, wenn dieser Single dennoch mit jemandem anbändelt, ihm dann seine Baustellen einfallen und dann schnell den Beziehungsversuch aus ebendiesem Grunde beendet, weil es ihm dann doch zuviel wird. Ich glaube sogar fast, daß aus diesem Grunde vieles endet, bevor es fester wird.
 

Yvette

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  • #248
Zitat von Nolita:
Unangenehm wird es, wenn dieser Single dennoch mit jemandem anbändelt, ihm dann seine Baustellen einfallen und dann schnell den Beziehungsversuch aus ebendiesem Grunde beendet, weil es ihm dann doch zuviel wird. Ich glaube sogar fast, daß aus diesem Grunde vieles endet, bevor es fester wird.

Manchmal kann es auch sein, dass ihm die Baustellen erst durch den Beziehungsversuch bewusst werden, weil da endlich jemand ist, in dem man sich "spiegelt" / spiegeln kann ...
 
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  • #249
Zitat von Pat65:
Solange man Single ist, kann man dann die fehlende Beziehung für sein Unglück anschuldigen. Hat man jemanden gefunden und fühlt sich weiterhin zerrissen, dann ist es eben der falsche Partner usw. usw.
Oh ja. Ich glaube, das ist auch der Grund, wieso mich mein letzter Freund verlassen hat. Er hat es sich damit sehr einfach gemacht.
Zitat von Pat65:
Man hat seine Persönlichkeit immer dabei. Wenn man mit sich im Reinen ist, geht vieles besser - auch die Partnersuche...
Ich kenne kaum Leute, die mit sich im Reinen sind. Was immer dieses "Reine" sein soll. Wenn es solche gibt, dann sind sie gebunden oder, falls nicht, bleiben sie auch ungebunden, weil sie ein solches reines Wesen wie sie selber sind, nur selten finden.
 
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  • #250
Zitat von Yvette:
Manchmal kann es auch sein, dass ihm die Baustellen erst durch den Beziehungsversuch bewusst werden, weil da endlich jemand ist, in dem man sich "spiegelt" / spiegeln kann ...
Das kann sein, angenehmer wird es dadurch auch nicht für den anderen.
Ich glaube, das ist auch so der typische Fall, man schreibt mit jemandem, alles ist gut, dann der plötzliche Abbruch wegen Scheidungsterror oder sonstigem.
 
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  • #251
Zitat von fafner:
Was machen eigentlich zwei zufriedene Singles, die auf Grund ihrer Zufriedenheit sich so sexy fanden und ein Paar wurden, wenn plötzlich mal einer nicht mehr so ganz zufrieden ist? Trennt sich dann der andere sofort? Wäre ja eigentlich die logische Konsequenz, wenn Zufriedenheit das Maß aller Dinge für erfolgreiche Partnerschaft ist.
Ja!
 

Yvette

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  • #252
Zitat von Nolita:
Das kann sein, angenehmer wird es dadurch auch nicht für den anderen.
Ich glaube, das ist auch so der typische Fall, man schreibt mit jemandem, alles ist gut, dann der plötzliche Abbruch wegen Scheidungsterror oder sonstigem.

Die Assoziation verstehe ich nicht ganz, erklär bitte - mal abgesehen davon, muss man doch nicht immer gleich von dem worst case, der hier offenbar beschrieben wird, ausgehen.
 
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  • #253
Uuuhhh...also diese selbstzufriedenen Typen, die meinen, sie seien die Allroundperfektion sind doch sowas von grauslig...ist garnicht meins. Da fehlt der Sexappeal. Solche Leute machen sich IMMER selbst was vor und sind extrem empfindlich, wenn mal was nicht klappt (meistens klappt dann überhaupt nichts mehr, weil sie es nicht verkraften). Ein Mann der um seine Schwächen weiß ist süß. Er darf ruhig mal Unterstützung brauchen, das ist schön in einer Partnerschaft. Jemand, der so tut, als sei er vollkommen mit sich zufrieden, ist weder ehrlich noch strahlt er Wärme aus. Ich mag solche Showkasperln nicht. Sie geben nur hohles Geschwätz von sich und ihnen fehlt vollkommen die Empathie. Sie sind ja mit sich zufrieden...was brauchts also noch? Nichts mehr!
Super finde ich den Gedanken: Was passiert, wenn zwei Perfekte zusammen sind und einer ist plötzlich nicht mehr perfekt..sie trennen sich. Fazit: sie sind beziehungsunfähig, sie wissen nicht, was menschlich ist. Beide sollten sich eine Plastikpuppe zulegen, eine, die immer selbstzufrieden lächelt...
Wenn ein Mann, der sich selbst perfekt wähnt, eine perfekte Frau will, braucht er die doch nur, um vor seinen Freunden anzugeben..seht her, mit der habe ich...so oft und soundso...ja, war gut..(hab ich hier schon gelesen, dass Männer sowas tun..). Tolle Partnerschaft..so tiefgründig...
 
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fleurdelis

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  • #254
Zitat von evelina:
Uuuhhh...also diese selbstzufriedenen Typen, die meinen, sie seien die Allroundperfektion sind doch sowas von grauslig...ist garnicht meins. Da fehlt der Sexappeal. Solche Leute machen sich IMMER selbst was vor und sind extrem empfindlich, wenn mal was nicht klappt (meistens klappt dann überhaupt nichts mehr, weil sie es nicht verkraften). Ein Mann der um seine Schwächen weiß ist süß. Er darf ruhig mal Unterstützung brauchen, das ist schön in einer Partnerschaft. Jemand, der so tut, als sei er vollkommen mit sich zufrieden, ist weder ehrlich noch strahlt er Wärme aus. Ich mag solche Showkasperln nicht. Sie geben nur hohles Geschwätz von sich und ihnen fehlt vollkommen die Empathie. Sie sind ja mit sich zufrieden...was brauchts also noch? Nichts mehr!
Super finde ich den Gedanken: Was passiert, wenn zwei Perfekte zusammen sind und einer ist plötzlich nicht mehr perfekt..sie trennen sich. Fazit: sie sind beziehungsunfähig, sie wissen nicht, was menschlich ist. Beide sollten sich eine Plastikpuppe zulegen, eine, die immer selbstzufrieden lächelt...
Wenn ein Mann, der sich selbst perfekt wähnt, eine perfekte Frau will, braucht er die doch nur, um vor seinen Freunden anzugeben..seht her, mit der habe ich...so oft und soundso...ja, war gut..(hab ich hier schon gelesen, dass Männer sowas tun..). Tolle Partnerschaft..so tiefgründig...

Ja, als Selbsterklärung oder Selbstentschuldigung dient so eine Darstellung doch perfekt. Fasziniert mich immer wieder.
 
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  • #255
Zitat von Nolita:
Unangenehm wird es, wenn dieser Single dennoch mit jemandem anbändelt, ihm dann seine Baustellen einfallen und dann schnell den Beziehungsversuch aus ebendiesem Grunde beendet, weil es ihm dann doch zuviel wird. Ich glaube sogar fast, daß aus diesem Grunde vieles endet, bevor es fester wird.


Unangenehm ist es, wenn so ein Selbstbetrüger dich als Partner nutzt, um seinen Selbstwert aufzubessern und dann irgendwann feststellt, dass deine Eigenschaften nicht auf ihn übergehen, sondern bei dir bleiben und es ihm nichts nutzt...dann ist es gut für dich, nichts investiert zu haben...
 
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  • #256
Zitat von evelina:
Unangenehm ist es, wenn so ein Selbstbetrüger dich als Partner nutzt, um seinen Selbstwert aufzubessern und dann irgendwann feststellt, dass deine Eigenschaften nicht auf ihn übergehen, sondern bei dir bleiben und es ihm nichts nutzt...dann ist es gut für dich, nichts investiert zu haben...
Wie geht eine Partnerschaft, ohne etwas zu investieren??
 

Pat65

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  • #261
Zitat von Yvette:
Die Diskussion ging m. E. nicht um zufrieden oder unzufrieden.

Und wenn damals jemand dich "aktiv gesucht" hätte? Hättest du ihn abgewiesen?

Ich hatte in dieser Zeit sogar eine Partnerschaft, aber habe nicht aktiv, damit meine ich z.B. in einer Partnerbörse, gesucht, hat sich dann so ergeben und war auch ok.
 

Yvette

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  • #262
Zitat von Pat65:
Ich hatte in dieser Zeit sogar eine Partnerschaft, aber habe nicht aktiv, damit meine ich z.B. in einer Partnerbörse, gesucht, hat sich dann so ergeben und war auch ok.

Das freut mich für dich, so hatte ich es auch gemeint. Also, dass man trotz oder vielleicht sogar gerade wegen größter anderer Herausforderungen, doch ein wenig Glück haben kann oder darf. Damit kann man die "anderen Anforderungen" doch vielleicht auch viel besser "ertragen"? So ging es mir jedenfalls, auch wenn es nicht für immer war und auch nicht dauernd optimal.
 

Pat65

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  • #263
Zitat von fafner:
Genau. Deshalb wirken Leute mit zur Schau gestellter Zufriedenheit ja so unecht. Unmenschlich eben. :)

Was machen eigentlich zwei zufriedene Singles, die auf Grund ihrer Zufriedenheit sich so sexy fanden und ein Paar wurden, wenn plötzlich mal einer nicht mehr so ganz zufrieden ist? Trennt sich dann der andere sofort? Wäre ja eigentlich die logische Konsequenz, wenn Zufriedenheit das Maß aller Dinge für erfolgreiche Partnerschaft ist.

Ich verstehe den Grundtenor der Botschaft irgendwie nicht. Zufriedenheit geht nur in einer Partnerschaft? Und wer von sich sagt, dass er zufrieden ist oder in sich ruht, ist unglaubwürdig?
Ich habe jede Menge Macken und in Partnerschaften muss man sich natürlich aneinander reiben.
Trotzdem kann ich doch trotz meiner Macken und Unvollkommenheiten zufrieden sein.
Zufriedenheit ist doch nicht eine rosarote Wolke der Perfektion, sondern, dass man sich und ggf. seinen Partner mit all seinen Macken und Unvollkommenheiten annimmt.
Ich prüfe für mich, ob ich was ändern kann oder möchte, wenn etwas nicht so gut läuft. Kann oder möchte ich nichts ändern, muss ich es halt annehmen.
Das ist nicht immer einfach, aber wer sagt, dass das Leben einfach ist? ;))
 

Pujobba

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  • #264
Zitat von Yvette:

Das war IRONIE!!!!
Bezogen auf das angegebene Zitat

Ich bin weder unmenschlich noch eine Maschine.
Allerdings gibt es solche "Exemplare" auch im Forum.
Foristen, die nichts von ihrer Persönlichkeit preisgeben, sich aber Opfer suchen, auf denen sie herum hacken, oder andere denen es Spaß macht, den Menschenfeind zu geben.
 
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  • #266
Ihr zwei seid süß. :)
 

fafner

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  • #268
Zitat von Pat65:
Ich verstehe den Grundtenor der Botschaft irgendwie nicht.
Ich erklär's.

Zufriedenheit geht nur in einer Partnerschaft?
Nein.

Und wer von sich sagt, dass er zufrieden ist oder in sich ruht, ist unglaubwürdig?
Genau. Wer's wirklich ist, muß das nicht von sich sagen. Schon gar nicht dauernd hier im Forum. :)

Ich habe jede Menge Macken und in Partnerschaften muss man sich natürlich aneinander reiben.
Trotzdem kann ich doch trotz meiner Macken und Unvollkommenheiten zufrieden sein.
Zufriedenheit ist doch nicht eine rosarote Wolke der Perfektion, sondern, dass man sich und ggf. seinen Partner mit all seinen Macken und Unvollkommenheiten annimmt.
Ich prüfe für mich, ob ich was ändern kann oder möchte, wenn etwas nicht so gut läuft. Kann oder möchte ich nichts ändern, muss ich es halt annehmen.
Das ist nicht immer einfach, aber wer sagt, dass das Leben einfach ist? ;))
Du machst das schon richtig so. :)
 

Mentalista

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  • #270
Zitat von Nolita:
Unangenehm wird es, wenn dieser Single dennoch mit jemandem anbändelt, ihm dann seine Baustellen einfallen und dann schnell den Beziehungsversuch aus ebendiesem Grunde beendet, weil es ihm dann doch zuviel wird. Ich glaube sogar fast, daß aus diesem Grunde vieles endet, bevor es fester wird.

Ja, da könnte was dran sein. Für mich gehört somit auch Selbstdisziplin dazu, wenn man selbst so gehandelt hat, bzw. auch "Opfer" war, sich einzugestehen, dass man dieses Verhalten sich und anderen nicht wieder antun soll, solange die Baustellen noch exisitieren bzw. noch so groß sind, dass ein erneuter "Versuch" wieder nach hinten los geht.

Daher bin ich sehr vorsichtig geworden und höre genau hin und beobachte, wenn ich einen Mann kennenlerne. War ich rückblickend schon immer, daher ist mir vieles erspart geblieben, was auch dazu beitrug, das ich mit mir und meinem Single-Leben zufrieden bin.

Vorsichtig bin ich besonders bei den Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, es nicht ertragen können, es ständig anzweifeln usw., dass jemand zufrieden ist, mit was auch immer.

Ich gönne es anderen Menschen von Herzen, wenn sie ihre Zufriedenheit, gefunden haben.