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  • #31
Ja, kommt halt öfter vor, daß jemand nur teilweise liest und dann aus der Hüfte schießt. Der Titel ist nicht ganz richtig gewählt. Du hast es ja trotzdem erfaßt. Vermutlich spürst Du mehr als andere. :)
 
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  • #33
Das hängt wohl ganz einfach davon ab, wieviel Nähe jemand in einer Beziehung sucht. Es gibt sicher auch viele Männer, die gerne ein bisschen Freiraum haben und froh sind, wenn ihre Partnerin diesen auch zu schätzen weiss. Wenn allerdings einer jede freie Minute mit dem anderen verbringen will und der andere eher der/die sehr Eigenständige ist, dann wird's wohl schwierig...

Die andere Frage wäre allerdings, ab wann man Schwäche und den Wunsch nach Nähe preisgeben würde, bei einem ersten Date wäre ich damit sicherlich vorsichtig.

Zu der DIskussion von yin und fafner, bzgl. yins "ich-Sätze": ich finde auch, dass es wichtig ist, alleine glücklich sein zu können, um dann auch eine erfüllte Partnerschaft zu haben... wenn man sein Glück ausschliesslich an einer Beziehung festmacht, baut das viel zu viel Druck auf. Von daher sehe ich da keinerlei Widerspruch, wenn man viele Dinge auch alleine gut kann, im Gegenteil.
 
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Gast

  • #34
Ich weiß oft nicht, was gesucht wird. Neulich sagte mir ein Mann, daß bei mir gar nicht deutlich würde, daß ich einen Partner brauchen würde. Daß mein "Leidensdruck", oder Sehnsucht danach nicht deutlich genug erkennbar wäre. Daß ich zu wenig "bedürftig" wäre.
Andere Männer beklagten sich aber, ich würde zu sehr danach "riechen", unbedingt einen Partner haben zu wollen. Daß ich zu "bedürftig" wäre.
Da soll noch einer durchsteigen..
 
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  • #35
Nolita: das ist wohl, weil die jeweiligen Männer selbst unterschiedliche Wünsche haben. Derjenige, der findet, dass du zuwenig Sehnsucht hast, wird selbst viel Nähe suchen. Derjenige, der sagt, dass du "bedürftig" bist, ist wohl eher jemand, der seinen Freiraum sehr schätzt. Woher man dann allerdings vorab wissen soll, wer was möchte..... ;-)
 
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  • #36
Interessantes Thema. Ab wann beginnt "stark"? Selbst was handwerklich machen zu können (und gern zu machen) ist da bei weitem noch nicht alles ... glaube es kommt immer auf die persönliche Definition an, was einem wichtig ist. Bei mir ist es eine komische Mischung, ich fühl mich emotional eher schwach, aber dafür sehr willensstark. Wobei, eine komische Mischung ist es wohl bei den meisten.

@Töltine:
Ich hab es vor kurzem mal riskiert: ich sehne mich sehr nach emotionaler Nähe und hab das meiner "Kandidatin" auch per Mail erzählt ... lustigerweise hat sie genau das Beispiel mit "gerne mal was handwerklich selbst machen" gebracht, also ich bin gespannt wie ihre Antwort ausfällt, nachdem ich sie jetzt gefragt hab, ob sie sich ein Treffen vorstellen kann :D
Ich finde durchaus, dass man Fragen nach dem Nähewunsch schon frühzeitig anpacken sollte, oder (wenn man beispielsweise nicht das tolle PS-Diagramm hat, auf anderen SB z.B. :D)?
 
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  • #37
Zitat von Yin:
Ich verstehe also nach wie vor nicht, warum eine Frau, die auch alleine klar kommt, für eine Beziehung uninteressant wird....
Nur diese sind m.E. interessant, sie bereichern die Beziehung u.a. dadurch, dass sie eine Unabhängigkeit und Freiheit mitbringen und dadurch kein Müssen sie motiviert, sondern ein Wollen. Letzteres ist im Unterschied nicht marginal. Das gilt für beide Geschlechter.

Über solcherlei sollte man sich eigentlich spätestens seit den 70er-Jahren keine Gedanken mehr machen müssen und außerhalb dieses Forums stoße ich selten auf solche Debatten.
 
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Dr. Bean

  • #38
Zitat von Nolita:
Ich weiß oft nicht, was gesucht wird. Neulich sagte mir ein Mann, daß bei mir gar nicht deutlich würde, daß ich einen Partner brauchen würde. Daß mein "Leidensdruck", oder Sehnsucht danach nicht deutlich genug erkennbar wäre. Daß ich zu wenig "bedürftig" wäre.
Andere Männer beklagten sich aber, ich würde zu sehr danach "riechen", unbedingt einen Partner haben zu wollen. Daß ich zu "bedürftig" wäre.
Da soll noch einer durchsteigen..
Hängt ja sehr von der Person ab, ich glaube eine Faustformel für alle Männer oder alle Frauen gibt es eh nicht.
Ich habe mir gemerkt, nicht auf andere Menschen zu hören, die mir sagen wollen, wie ich wirke. Ich finde diese Menschen unhöflich und sehe sie eher als problembelastet an. Ich finde es wichtiger so zu sein, wie ich bin und dass das nicht perfekt ist, nehme ich in Kauf. Aber wenigstens kann ich bequem damit leben. :)
 
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  • #39
Zitat von Töltine:
Nolita: das ist wohl, weil die jeweiligen Männer selbst unterschiedliche Wünsche haben. Derjenige, der findet, dass du zuwenig Sehnsucht hast, wird selbst viel Nähe suchen. Derjenige, der sagt, dass du "bedürftig" bist, ist wohl eher jemand, der seinen Freiraum sehr schätzt. Woher man dann allerdings vorab wissen soll, wer was möchte..... ;-)
Genau, woher soll man das vorher wissen, was der andere will :)
Damit wird das Erstellen eines Profils noch mehr zur Gratwanderung. Also, am besten gar nichts ausfüllen :)))
Oft kommt ja auch erst nach vielen Gesprächen irgendetwas im Kontakt heraus, was den anderen dann doch sehr anspricht. Wenn ich mich also als handwerklich unbegabt sehe, aber nie erwähnt habe, daß ich mich gut mit Fernsehtechnik auskenne (das als Beispiel), weil ich selber das nicht als handwerklich einstufen würde, der andere aber schon :)
 
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  • #40
Zitat von wieauch:
Selbstständige, selbstbewußte Partnerinnen sind für eher ängstliche Männer, die vielleicht schon mehr als einmal verlassen wurden, schwer auszuhalten, weil da die Angst ist, dass sie ihn im Notfall eben tatsächlich nicht existentiell braucht, eine reale Option hat, auch ohne ihn zu leben..
Gut beschrieben, selbst erlebt.
 
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  • #41
Zitat von Dr. Bean:
Ich habe mir gemerkt, nicht auf andere Menschen zu hören, die mir sagen wollen, wie ich wirke. Ich finde diese Menschen unhöflich und sehe sie eher als problembelastet an. Ich finde es wichtiger so zu sein, wie ich bin und dass das nicht perfekt ist, nehme ich in Kauf.
Schade, wenn dir also eine Frau sagt, dass sie dich toll findet, findest du das unhöflich und problembelastet?

Ich denke, ein selbstbewusster Mensch sollte doch mit Meinungen anderer Menschen zu seiner Wirkung, ob positiv oder negativ, umgehen können. So ein Mensch kann sich auch von Dingen, die nicht stimmen, oder wo er/sie einen anderen Blickwinkel haben, gesund abgrenzen. Das Recht aber Menschen abzusprechen, dem Anderen zu sagen wie er auf einen wirkt und sie somit als unhöflich abzustempeln sehe ich als Schwäche, die dann auch noch dem Anderen gezeigt wird.
 
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Dr. Bean

  • #42
Eine Sache erkenne ich auf jeden Fall: Frauen suchen häufig nach Gründen, nach denen es Mann an gewisen Eigenschaften fehlt zur Partnerbildung und die Männer gehen in Flirtkurse um zu lernen, wie man es den Frauen recht macht. Ähnlich sehe ich das auch mit der Selbstbezeichnung "Ich bin eine zu starke Frau für die Männer". Bei mir gehen da alle Alarmglocken an und ich vermute einen extremen Problemfall dahinter. Denn wenn ich eins gelernt habe im Leben, ist das Abwälzen von schuld auf jemand anderes immer nur der eigene Weg um sich aus aller Verantwortung zu ziehen. An einem Menschen, der so einen Charakter hat, werde ich nichts Gutes finden können.
 
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  • #43
Zitat von Howlith:
So richtig versteht das glaube ich keiner hier.

Die Antworten hierzu bewegen sich zumeist im Dunst von Bedürftigkeit, dem Unabhängigkeits-Dogma, dem Ich-brauche-keinen-Mann-mit-dem-Fuß-aufstampf-Imponiergehabe, dem Ich-bin-als-Mann-überflüssig-wenn-Frau-alles-alleine-kann-Irrtum. Helfersyndrome nicht zu vergessen. Das Gefühl gebraucht zu werden. Und noch einiges mehr.

Offensichtlich braucht es (für viele / einige) mehr so "praktische Gründe" für eine Beziehung, die dem Ganzen dann wohl so was wie Sinn & Stabilität verleihen sollen.
Ein Loch bohren oder einen Nagel in die Wand schlagen ist ungefähr so kompliziert wie eine Dosensuppe warm machen oder ein Ei braten. Man kann auch das versauen, aber wer´s kann ist noch lange kein König. Und selbst wer irgendwas perfekt kann kann noch lange nicht alles gut.
Gegeseitig Ergänzung ist bestimmt eine gute Sache. Ebenso wie Aufgabenteilung nach Fähigkeiten und Neigungen. Aber ich denke nicht, dass der Kitt einer Beziehung nur darin besteht, dass man gegenseitig Kompetenzunterschiede ausgleicht.

Da gefällt mir Yins Ansatz deutlich besser. Nicht nur der Teil mit den Orgasmen. (Es sei denn, man würde Sex ausschließlich betreiben um schnell einen Orgasmus zu erleben.)
Sie schreibt da etwas das ich sehr wichtig finde. Eine Partnerschaft ist einfach eine andere Art zu leben. Es ist kein Singleleben plus Sahnehäubchen. Wer darauf aus ist, ist mit Casual Dating vielleicht doch besser bedient.

Der Startpost bezieht sich ja auf eine Nebendiskussion aus dem CD Threat. Die begann ursprünglich mit einer Frage ob man daraus weitere Rückschlüsse ziehen kann, dass jemand aufgrund der Häufigkeit gut Trennungen verarbeiten und allein zurecht kommen kann. Sinngemäß, ob man sich als Partnersuchender lieber von so jemand fern halten sollte, weil derjenige möglicherweise dazu neigt eine Beziehung schneller zu beenden.

Im Grunde also eine Frage, ob jemand der offensichtlich über Kompetenz A verfügt automatisch Kompetenz B abgesprochen werden kann.

Kompetenz B wäre hier die Fähigkeit gemeinsam mit einem Partner eine Beziehung zu gestalten und bei Bedarf auch zu heilen. Sicherlich bedarf es dazu eines Erfahrungsschatzes, den man eher im Laufe langjähriger Beziehungen erwirbt als durch häufige Trennungen oder langjähriges Singledasein.

Der Rückschluss, dass jemand der lange in einer Beziehung gelebt hat generell über gute Beziehungsfähigkeit verfügt ist aber ohne nähere Betrachtung auch wacklig. Es könnte ja sein, dass derjenige einfach großes Glück hatte und kaum etwas tun musste um die Beziehung zu gestalten und zu erhalten. Oder sie dümpelte einfach die meiste Zeit auf Sparflamme vor sich hin weil man beispielsweise "der Kinder wegen" sehr lange zusammen blieb.

Nun gibt es aber auch Leute, die ihr Leben lang keine Langzeitbeziehung hatten, anscheinend aber immer gut allein klar kamen und so mit sich im Reinen sind, dass ihnen eigentlich überhaupt nichts fehlt, aber angeblich nur deshalb keine Beziehungserfahrung vorweisen können weil sie nie jemanden fanden, der annähernd so beziehungsfähig gewesen wäre wie sie selbst...

Wenn also jemand ausschließlich Kompetenz A geübt hat, aber kaum je Gelegenheit hatte Kompetenz B zu erwerben, dann scheint Skepsis durchaus angebracht.

Ebenso hielte ich Skepsis für angebracht, wenn eine Langeitbeziehung überwiegend oder gar ausschließlich deshalb Bestand hatte, weil sie auf Abhängigkeit oder einseitiger Unterordnung basierte.
 
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  • #44
Zitat von Dr. Bean:
Eine Sache erkenne ich auf jeden Fall: Frauen suchen häufig nach Gründen, nach denen es Mann an gewisen Eigenschaften fehlt zur Partnerbildung und die Männer gehen in Flirtkurse um zu lernen, wie man es den Frauen recht macht. Ähnlich sehe ich das auch mit der Selbstbezeichnung "Ich bin eine zu starke Frau für die Männer". Bei mir gehen da alle Alarmglocken an und ich vermute einen extremen Problemfall dahinter. Denn wenn ich eins gelernt habe im Leben, ist das Abwälzen von schuld auf jemand anderes immer nur der eigene Weg um sich aus aller Verantwortung zu ziehen. An einem Menschen, der so einen Charakter hat, werde ich nichts Gutes finden können.
Warum vermutest du da einen Problemfall? Wenn es wirklich so ist, dass die Frau zu stark für einen dir völlig unbekannten Mann war? Warum schreckt dich so was ab? Meinst du, dass es dir auch so ergehen könnte? Wo ist das dein Selbstbewusstsein? Was wäre, wenn die Frau diesen Satz nicht sagt, aber dafür lebt? Kämmst du damit eher zurecht? Worte sind doch oft nur Hülsen, die Tat ist doch viel wichtiger, oder?

Ausserdem sehe ich das nicht als Abwälzen von einer Schuld, sondern einfach nur eine Feststellung. Warum interpretierst du da was rein, was die Frau nicht gesagt hat? Du unterstellst ihr damit was, ist dir das bewusst? Warum überträgst du deine Lebenserfahrungen auf eine dir fast völlig wildfremde Frau?
 
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Dr. Bean

  • #45
Zitat von Mentalista:
Warum vermutest du da einen Problemfall? Wenn es wirklich so ist, dass die Frau zu stark für einen dir völlig unbekannten Mann war? Warum schreckt dich so was ab? Meinst du, dass es dir auch so ergehen könnte? Wo ist das dein Selbstbewusstsein? Was wäre, wenn die Frau diesen Satz nicht sagt, aber dafür lebt? Kämmst du damit eher zurecht? Worte sind doch oft nur Hülsen, die Tat ist doch viel wichtiger, oder?

Ausserdem sehe ich das nicht als Abwälzen von einer Schuld, sondern einfach nur eine Feststellung. Warum interpretierst du da was rein, was die Frau nicht gesagt hat? Du unterstellst ihr damit was, ist dir das bewusst? Warum überträgst du deine Lebenserfahrungen auf eine dir fast völlig wildfremde Frau?
Naja Frauen interpretieren ja auch in Alles was Mann sagt etwas hinein. Ich hab mir das jetzt auch angewöhnt. :)

Für mich ist ein Mensch, der sagt er sei zu stark, unehrlich mit sich selbst. Weil man kann ja in einer Partnerschaft nicht wirklich zu stark sein, außer man will seinen Partner dominieren. Man kann nur zu schwach und bedürftig sein. Deswegen ist das "zu stark" attribut für mich ein Zeichen, dass da etwas anderes im Argen ist.
Dann finde ich es arrogant, sich selbst stärker als andere zu sehen und sich so einzuordnen. In dem man sagt, ich bin zu stark, also fallen für mich gewisse Partner flach. Es mag zwar stimmen aber höflicher wäre es, wenn man dann einfach nicht drüber spricht oder potentiellen Kandidaten sagt: du bist nicht mein Typ.

Ich kenne mich ein wenig aus mit sehr starken Frauen, meistens sind sie der Typ Frau, auf den ich stehe. Das liegt daran, weil ich in der Partnerschaft gerne jemanden habe, auf den ich bauen kann, mit dem ich planen kann. Dennoch laufe ich nicht durchs Leben und sage, die meisten Frauen sind zu schwach für mich. Das wäre einfach furchtbar unhöflich. Von daher schließe ich auf den Charakter von Menschen, die so etwas sagen, dass sie zumindest in puncto Höflichkeit und Demut nicht viel zu bieten haben. Solche Leute mögen wir nciht im Kohlenpott. :)
 
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Philippa

  • #46
Wenn ich einen Mann brauche, ist keiner da.
 
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Dr. Bean

  • #48
Zitat von Philippa:
Ja, die machen sich auch mitterweile alle rar. Ich habe selbst gemerkt, wie häufig ich von Frauen aus meinem Umfeld "um kleine Gefallen" gebeten werde. Da soll man mal ne milch aus der Mittagspause mitbringen oder nen Ikea-Schrank abholen. Aber bezahlt wird Mann nie dafür...

ich mache sowas auch nicht mehr. I.d.R. sag ich nur noch: mach deinen Scheiß selbst :)
 
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Philippa

  • #49
Zitat von Dr. Bean:
Ja, die machen sich auch mitterweile alle rar. Ich habe selbst gemerkt, wie häufig ich von Frauen aus meinem Umfeld "um kleine Gefallen" gebeten werde. Da soll man mal ne milch aus der Mittagspause mitbringen oder nen Ikea-Schrank abholen. Aber bezahlt wird Mann nie dafür...

ich mache sowas auch nicht mehr. I.d.R. sag ich nur noch: mach deinen Scheiß selbst :)
Wenn eine Frau sagt, sie brauche keinen Mann, dann sagen die Männer, die Frauen könnten nicht mehr lieben.
Wenn eine Frau sagt, es sei kein Mann da, wenn sie einen brauche, dann wird ihr vorgeworfen, sie würde ihn nicht bezahlen.
 
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Dr. Bean

  • #52
Zitat von Philippa:
Wenn eine Frau sagt, sie brauche keinen Mann, dann sagen die Männer, die Frauen könnten nicht mehr lieben.
Wenn eine Frau sagt, es sei kein Mann da, wenn sie einen brauche, dann wird ihr vorgeworfen, sie würde ihn nicht bezahlen.
Ja, jetzt wisst ihr mal, wie es uns Männern geht. Sind wir zu nett, sind wir Weicheier, machen wir was wir wollen, sind wir ***********. :)
 
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  • #53
Ursprünglich ging es übrigens nicht ums Nageleinschlagen und auch nicht um sogenannte "starke" Frauen. Bemerkenswert, daß das Brauchen so sehr an geschlechterspezifisch markierten Verhaltensweisen festgemacht wird. Da finde ich den Weg, den t.b.d.s Betrag einschlägt, irgendwie freier und weniger gestrig. Differenziert er zu viel? Braucht es immer platte Versicherungen, weil Ambivalenz so wenig auszuhalten ist? Weshalb fällt es offenbar schwer zuzugestehen, daß Dinge meist mehrere Seiten haben, und es Verbindungen zwischen Autonomisierung, Vereinzelung und Bindungsauflösungen geben könnte? Vielleicht wird das geleugnet, weil man irgendwie schließen müßte, wenn heute nicht alles einseitig supi ist, dann bliebe nur der Weg zurück in die 50er Jahre. Nur Mut, das ist ein FEhlschluß. Also, was meint ihr, was sind eure Erfahrungen: steckt da eher Angst dahinter oder Verständnisfaulheit?
 
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  • #54
Man könnte auch mal so fragen: Braucht man sich eigentlich selbst?
Wenn ja, wofür?
 
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  • #55
Zitat von Mentalista:
Warum vermutest du da einen Problemfall? Wenn es wirklich so ist, dass die Frau zu stark für einen dir völlig unbekannten Mann war? Warum schreckt dich so was ab? Meinst du, dass es dir auch so ergehen könnte? Wo ist das dein Selbstbewusstsein? Was wäre, wenn die Frau diesen Satz nicht sagt, aber dafür lebt? Kämmst du damit eher zurecht? Worte sind doch oft nur Hülsen, die Tat ist doch viel wichtiger, oder?
Jeder kann selbst bestimmen, was er in seinem Profil über sich preisgibt. Ich gehe davon aus, dass derjenige, der einen Satz in sein Profil schreibt, sich darüber bewusst ist, dass der Satz beim Leser etwas auslöst (sonst würde man den Satz ja auch weglassen können), sozusagen eine Botschaft enthält. Was ist denn bitte die Botschaft hinter "Ich bin eine (zu) starke Frau"? Das heißt für mich, dass der Mann schon ordentlich was bieten muss, um mitzuhalten.
Gibt es andere Interpretationen (mal in die Runde gefragt?)
Da ich keine Lust auf irgendwelche Statusspielchen habe, wäre die Frau raus.
Meiner Erfahrung nach lässt sich "stark" in diesem Zusammenhang 1:1 mit "zickig" übersetzen. Immer seinen Kopf durchzusetzen, hat nichts mit Stärke zu tun...

Zitat von Mentalista:
Warum interpretierst du da was rein, was die Frau nicht gesagt hat? Du unterstellst ihr damit was, ist dir das bewusst? Warum überträgst du deine Lebenserfahrungen auf eine dir fast völlig wildfremde Frau?
Menta, wir alle übertragen unsere Erfahrungen auf neue Situationen, neue Menschen. Das mag im Einzelfall völlig unberechtigt sein, aber es gibt im Leben allzuoft Muster, die sich wiederholen, und es hat sich für den Menschen als positiv erwiesen, aus Erfahrungen zu LERNEN. Du kannst das als falsch empfinden, wenn ich davon ausgehe, dass jemand der Bomberjacke und Springerstiefel zur Glatze trägt, in der rechten Ecke der Gesellschaft vermute, ich werde damit aber in 95% der Fälle richtig liegen. Und genauso schließe ich, da ich bereits 2 Freundinnen hatte, bei denen die Beziehung am Pferd (=keine Zeit für mich) gescheitert ist, dass ich keine weitere Frau mit Pferd kennenlernen möchte, "weil die immer zu wenig Zeit haben". Ja, ich bin total unfair. Zumindest dieser einen Frau mit Pferd gegenüber, die sich wirklich viel Zeit für ihren Partner nimmt.
Wenn du deine Lebenserfahrung nicht auf fremde Menschen überträgst, bist du (sorry!) vollkommen naiv. Fängst du ernsthaft bei jedem neuen Menschen in deinem Leben mit nem "weißen Blatt Papier" an? Kann ich nicht glauben.
 
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  • #57
Zitat von Heike:
Ursprünglich ging es übrigens nicht ums Nageleinschlagen und auch nicht um sogenannte "starke" Frauen. Bemerkenswert, daß das Brauchen so sehr an geschlechterspezifisch markierten Verhaltensweisen festgemacht wird. Da finde ich den Weg, den t.b.d.s Betrag einschlägt, irgendwie freier und weniger gestrig. Differenziert er zu viel? Braucht es immer platte Versicherungen, weil Ambivalenz so wenig auszuhalten ist? Weshalb fällt es offenbar schwer zuzugestehen, daß Dinge meist mehrere Seiten haben, und es Verbindungen zwischen Autonomisierung, Vereinzelung und Bindungsauflösungen geben könnte? Vielleicht wird das geleugnet, weil man irgendwie schließen müßte, wenn heute nicht alles einseitig supi ist, dann bliebe nur der Weg zurück in die 50er Jahre. Nur Mut, das ist ein FEhlschluß. Also, was meint ihr, was sind eure Erfahrungen: steckt da eher Angst dahinter oder Verständnisfaulheit?
Differenzierung ist grundsätzlich immer gut, denn selten gibt es eine Regel ohne jegliche Ausnahme. Nur manchmal verliert man über die Diskussion von Ausnahmen die eigentliche Regel aus dem Blick.

Bzgl. "Back to the 50`s": Ich glaube nicht, dass die Masse der Männer zurück zum klassischen Rollenbild will, wo er für alles Technische und das Finanzielle und sie für Haushalt und Kindererziehung zuständig ist. Betrachtet man aber die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, dann ist nicht zu leugnen, dass die zunehmende Emanzipation steigende Scheidungsraten begünstigt hat. Früher war ein Paar eben eine "Wirtschaftsgemeinschaft" mit klar definierten Aufgabengebieten, heute können beide Geschlechter (zumindest in der Theorie) alles gleich gut und somit muss jedes Paar für sich entscheiden, wer was macht. Und dass Frauen dank eigenen Einkommens finanziell unabhängig sind, hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass man sich heute früher/einfacher trennt als noch vor 60 Jahren.
Was "uns" als Gesellschaft mittlerweile gut zu Gesicht stünde, wäre mMn wieder mehr zu betonen, wo denn die Unterschiede von Frau und Mann liegen und nicht zwanghaft alle gleichmachen zu wollen. Wir können ja gerne mal bei Sportarten die Geschlechtertrennung aufheben, dann würde keine Frau mehr mit Tennis oder Fußball Geld verdienen können. Denn diese Gleichmacherei verleugnet, dass es grundlegende biologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Und das ist auch gut so! (bezogen auf die Unterschiede!)
 
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  • #58
Zitat von Git80:
Differenzierung ist grundsätzlich immer gut, denn selten gibt es eine Regel ohne jegliche Ausnahme. Nur manchmal verliert man über die Diskussion von Ausnahmen die eigentliche Regel aus dem Blick.

Bzgl. "Back to the 50`s": Ich glaube nicht, dass die Masse der Männer zurück zum klassischen Rollenbild will, wo er für alles Technische und das Finanzielle und sie für Haushalt und Kindererziehung zuständig ist. Betrachtet man aber die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, dann ist nicht zu leugnen, dass die zunehmende Emanzipation steigende Scheidungsraten begünstigt hat. Früher war ein Paar eben eine "Wirtschaftsgemeinschaft" mit klar definierten Aufgabengebieten, heute können beide Geschlechter (zumindest in der Theorie) alles gleich gut und somit muss jedes Paar für sich entscheiden, wer was macht. Und dass Frauen dank eigenen Einkommens finanziell unabhängig sind, hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass man sich heute früher/einfacher trennt als noch vor 60 Jahren.
Was "uns" als Gesellschaft mittlerweile gut zu Gesicht stünde, wäre mMn wieder mehr zu betonen, wo denn die Unterschiede von Frau und Mann liegen und nicht zwanghaft alle gleichmachen zu wollen. Wir können ja gerne mal bei Sportarten die Geschlechtertrennung aufheben, dann würde keine Frau mehr mit Tennis oder Fußball Geld verdienen können. Denn diese Gleichmacherei verleugnet, dass es grundlegende biologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Und das ist auch gut so! (bezogen auf die Unterschiede!)
Nicht einfach zunehmende Frauenemanzipation, sondern womöglich allgemeine Individualisierung und Autonomisierung. Das ist ja eben, was ich interessant finde: daß hier solche Dinge meist an der Emanzipationsbewegung festgemacht werden, die dann häufig ambivalent gesehen wird, und selten an der Individualisierungs- und Autonomisierungsbewegung, die hier vergleichsweise sehr selten ambivalent gesehen wird. Dafür ist auch dieser Thread hier wieder ein gutes Beispiel.

Unterschiede gibts übrigens nicht nur zwischen Männern und Frauen, sondern zwischen Mann und Mann und Frau und Frau. Ich weiß, damit wird es für viele schon wieder unübersichtlich. Und weil Simplizität das Leben leichter macht, so sehr Verliebtheit ersehnt wird und diese ja schließlich was Pubertäres hat und zugleich der Nerd- bzw. Kaffeekränzenanteil in diesem Forum besonders hoch ist, geht es dann ständig um "der Mann" und "die Frau" und insbesondere den Kampf zwischen diesen beiden Gesellen. Das ist ein Dauerbrenner, der über alle Niveauunterschiede hinwegzieht, das hat jeder was von, das weiß nicht nur Mario Barth.
 
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Dr. Bean

  • #59
Zitat von Heike:
Nicht einfach zunehmende Frauenemanzipation, sondern womöglich allgemeine Individualisierung und Autonomisierung. Das ist ja eben, was ich interessant finde: daß hier solche Dinge meist an der Emanzipationsbewegung festgemacht werden, die dann häufig ambivalent gesehen wird, und selten an der Individualisierungs- und Autonomisierungsbewegung, die hier vergleichsweise sehr selten ambivalent gesehen wird. Dafür ist auch dieser Thread hier wieder ein gutes Beispiel.

Unterschiede gibts übrigens nicht nur zwischen Männern und Frauen, sondern zwischen Mann und Mann und Frau und Frau. Ich weiß, damit wird es für viele schon wieder unübersichtlich. Und weil Simplizität das Leben leichter macht, so sehr Verliebtheit ersehnt wird und diese ja schließlich was Pubertäres hat und zugleich der Nerd- bzw. Kaffeekränzenanteil in diesem Forum besonders hoch ist, geht es dann ständig um "der Mann" und "die Frau" und insbesondere den Kampf zwischen diesen beiden Gesellen. Das ist ein Dauerbrenner, der über alle Niveauunterschiede hinwegzieht, das hat jeder was von, das weiß nicht nur Mario Barth.
Das ist sehr richtig. Ich habe nach meiner Trennung vor drei Jahren mal wieder angefangen in so Foren zu lesen, wie dem hier und anderen und war dann auch sehr überrascht, wie viel es auschließlich um den Mann/Frau Unterschied geht und die Emanzipation noch eine so große Rolle spielt. Dachte bis dato die wäre erfolgreich abgeschlossen. Aber es ist in der Tat so, dass es verallgemeinde Themen braucht, um sich auszutauschen und das macht ja auch Sinn. Kann ja nicht jeder bis ins mega Detail gehen mit allem, wir haben ja auch noch was anderes zu tun. :)
 
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  • #60
Zitat von Dr. Bean:
Das ist sehr richtig. Ich habe nach meiner Trennung vor drei Jahren mal wieder angefangen in so Foren zu lesen, wie dem hier und anderen und war dann auch sehr überrascht, wie viel es auschließlich um den Mann/Frau Unterschied geht und die Emanzipation noch eine so große Rolle spielt. Dachte bis dato die wäre erfolgreich abgeschlossen. Aber es ist in der Tat so, dass es verallgemeinde Themen braucht, um sich auszutauschen und das macht ja auch Sinn. Kann ja nicht jeder bis ins mega Detail gehen mit allem, wir haben ja auch noch was anderes zu tun. :)
Ich hab immer den Eindruck, die Leute haben zu wenig zu tun, deswegen insznieren sie ständig Mann-gegen-Frau- und Frau-gegen-Mann-Gefechte.
Interessieren würde mich auch, wie das auf Homosexuelle wirkt. Da lesen doch sicherlich auch ein paar mit.

Ein Phänomen ist aber auch die Nibelungentreue zur Individualisierung und Autonomisierung. Auf die darf man ncihts kommen lassen. Die ist so rein und unschuldig, oder auch einfach so ersehnt wie sonst nur der Selbstwert.
Dabei ist doch der Feuilleton seit vielen Jahren voll von Berichten auch über die Schattenseiten.
Und auch hier im Forum werden von Zeit zu Zeit ja Links gesetzt.
Hat nicht Howlith eben erst was zur Bindungsmüdigkeit von Männern gepostet?
Und gabs nicht vor einigen Wochen hübsche Artikel zum Phänomen der Selbstheirat?
http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/egoismus-ich-heirate-mich-ld.113355