Yin

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  • #1

Sind "starke Frauen" beziehungsfähig bzw. uninteressant als Partnerin?

Um den Thread "Swimming with the sharks" von Claudi nicht zu sprengen, habe ich für die Diskussion ein eigenes Thema eröffnet.

Zitat von fafner:
(...)Bekommt Dein Gegenüber, beim Date etwa, den Eindruck, daß Du genau so gut auch alleine "funktionierst", dann erlischt halt sein Interesse.

Ist daran irgendetwas unverständlich? :)
Zitat von Yin:
Ja, daran ist für mich (ganz ehrlich) einiges missverständlich. Wann genau erlischt das Interesse deiner Meinung nach? Wenn ich erzähle, ich habe letztens meine Gardinenstangen/ Küchenschränke selber angebaut (einfacher Nebensatz, weil es im Zusammenhang passte. Nicht als - "Hör mal, was ICH kann" gedacht"!) oder dass ich schon das ein oder andere Mal alleine in der Urlaub gefahren bin (auf Nachfrage wo ich zuletzt Urlaub gemacht habe... Da gebe ich aber immer zu Bedenken, dass ich lieber mit Partner verreise)? Oder erst dann, wenn ich beim Bezahlen mein Portemonnaie hervor hole, weil ich nicht automatisch davon ausgehe, dass der Mann zahlen muss?
Und das klingt vielleicht biestig, aber meine Frage ist durchaus ernst gemein. Ich erwecke sicher den Eindruck, dass ich recht gut alleine klar komme. Aber ich trage das nicht die ganze Zeit vor mir her.

Und selbst wenn das so sein sollte? WARUM erlischt dann deiner Meinung nach das Interesse?

Aber vielleicht sollte man das an anderer Stelle diskutieren, denn das sprengt hier definitiv das Thema! Gibt s dazu schon einen Thread? Welchen Titel hätte er dann?
Zitat von fafner:
Weil ich nicht nur für Freizeit und Sex da sein will. Das ist mir zu wenig. Ich möchte das ganze Leben teilen. Ich habe halt mal schwache Momente, in denen ich eine Partnerin "brauche". Aber umgekehrt muß ich das Gefühl haben, sie braucht mich auch. Wenn sie das nicht tut, dann kann sie auch mit irgendwem eine Freundschaft+ führen. Sie muß, für mich, bei sich selbst auch mal Schwäche zulassen können, wo ich dann Stärke zeigen kann. Das kann auf ganz verschiedenen Wegen sein. Es muß nur sein.
DAS kann ich vollkommen verstehen... aber ein gemeinsames Leben führen ist doch mehr, als dass er die Spinnen beseitigt und für das Aufbauen der Möbel verantwortlich ist...
Ich kann für meine Orgasmen selber sorgen - wünsche mir aber lieber einen liebevollen Mann, mit dem ich Sexualität leben kann.
Ich schaue mir interessante Filme alleine auf DVD an, würde mich aber lieber im Kino an einen Mann, den ich liebe, kuscheln und hinterher über den Film sprechen.
Ich kann die Welt alleine bereisen - gemeinsame Urlaube finde ich aber viel spannender und erfüllender.
Ich kann meinen Lebensstandard selber finanzieren - mit zwei Einkommen ließen sich aber vielleicht auch noch andere Träume erfüllen.
Ich komme meistens mit meinem Alltag klar - möchte mich aber gerne anlehnen, mich fallen lassen und nicht immer alles alleine bewerkstelligen.

Ich verstehe also nach wie vor nicht, warum eine Frau, die auch alleine klar kommt, für eine Beziehung uninteressant wird....
 
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  • #2
Zitat von Yin:
Um den Thread "Swimming with the sharks" von Claudi nicht zu sprengen, habe ich für die Diskussion ein eigenes Thema eröffnet.


DAS kann ich vollkommen verstehen... aber ein gemeinsames Leben führen ist doch mehr, als dass er die Spinnen beseitigt und für das Aufbauen der Möbel verantwortlich ist...
Ich kann für meine Orgasmen selber sorgen - wünsche mir aber lieber einen liebevollen Mann, mit dem ich Sexualität leben kann.
Ich schaue mir interessante Filme alleine auf DVD an, würde mich aber lieber im Kino an einen Mann, den ich liebe, kuscheln und hinterher über den Film sprechen.
Ich kann die Welt alleine bereisen - gemeinsame Urlaube finde ich aber viel spannender und erfüllender.
Ich kann meinen Lebensstandard selber finanzieren - mit zwei Einkommen ließen sich aber vielleicht auch noch andere Träume erfüllen.
Ich komme meistens mit meinem Alltag klar - möchte mich aber gerne anlehnen, mich fallen lassen und nicht immer alles alleine bewerkstelligen.

Ich verstehe also nach wie vor nicht, warum eine Frau, die auch alleine klar kommt, für eine Beziehung uninteressant wird....


Natürlich "kann" Frau das. Aber für die eine hat es eben schon fast den gleichen Stellenwert wie eine Beziehung und die andere vermisst einfach immerzu etwas dabei. Für letztere hat ene Beziehung eine ungleich höhere Bedeutung und kann durch nichts zufriedenstellend ersetzt werden. Für manche Männer ist ersteres Modell eben reizvoller, für andere letzteres.
 
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Philippa

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  • #3
Wenn fafner eine Frau möchte, die ihn stark braucht, dann müssen sich deswegen nicht alle Frauen, die auch allein durchkommen, im Hinblick auf den Partnerwunsch in Frage gestellt fühlen, sondern es sagt in erster Linie etwas über fafner aus. Über das, was er sich wünscht, aber natürlich auch darüber, wie er geprägt wurde resp. vielleicht auch einfach, was ihn im Moment beschäftigt.
 
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Marlene

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  • #4
Ich versteh das auch nicht. Ist doch gut, wenn man alleine klar kommt, schöner und bereichernder ist es aber zu zweit. Und mit dem Alleine-klar-Kommen ist es doch auch so, dass das mal besser und mal schlechter geht. Läuft doch nicht immer auf dem gleichen super tollen Level, man kommt halt klar, das ist doch gut, dass Frau nicht untergeht und hilflos rumschwimmt. Sondern ihr Leben auf die Rolle bekommt. Wäre doch schlimm für den Zukünftigen, wenn er sie retten müßte. Trotz des Alleine-Klar-Kommens ist er der Wichtigste u.a. und wird "gebraucht" (ich nehme das Wort jetzt mal, weil fafner es genommen hat und ich schon oft von Männern diesen Wunsch gehört habe und ich den auch gut finde), weil mit ihm alles erfüllender ist und er Teile übernimmt, die nicht alleine erfüllbar sind.
 
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  • #5
Zitat von Philippa:
Wenn fafner eine Frau möchte, die ihn stark braucht, dann müssen sich deswegen nicht alle Frauen, die auch allein durchkommen, im Hinblick auf den Partnerwunsch in Frage gestellt fühlen, sondern es sagt in erster Linie etwas über fafner aus. Über das, was er sich wünscht, aber natürlich auch darüber, wie er geprägt wurde.


Ich würde sagen, es hat weder explizit mit fafner noch mit den eigenständigen Frauen zu tun. Im Profil dürfte zB. unter "Bedürfnis nach Partnernähe" soetwas angesprochen worden sein, Es ist ein Aspekt, der variieren kann. Richtig oder falsch gibt es hier nicht, nur den jeweils richtigen oder falschen Partner dazu.

Insofern kann der Titel höchstens noch diskutiert werden, wieviele solche Frauen gibt es und wieviele passende potentielle Partner. Ich denke, es gibt sehr viele passende Partner für solche Frauen.
 

wieauch

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  • #6
Zitat von gwen:
Natürlich "kann" Frau das. Aber für die eine hat es eben schon fast den gleichen Stellenwert wie eine Beziehung und die andere vermisst einfach immerzu etwas dabei. Für letztere hat ene Beziehung eine ungleich höhere Bedeutung und kann durch nichts zufriedenstellend ersetzt werden. Für manche Männer ist ersteres Modell eben reizvoller, für andere letzteres.

​Die eine wie die andere können immerzu etwas vermissen.... Wo liegt die ungleich höhere Bedeutung? Wenn jemand nicht oder nur sehr schlecht alleine leben kann, emotional oder finanziell? Dann macht sich das Fehlen einer Beziehung natürlich deutlicher bemerkbar, die Notwendigkeit ist höher wieder in Beziehung zu leben.
 

wieauch

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  • #7
Yin, deine Worte kann ich alle so unterschreiben! Und schon packt mich die Sehnsucht...
 

Yin

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  • #8
Zitat von Philippa:
Wenn fafner eine Frau möchte, die ihn stark braucht, dann müssen sich deswegen nicht alle Frauen, die auch allein durchkommen, im Hinblick auf den Partnerwunsch in Frage gestellt fühlen
Ich wollte hier gar nicht explizit fafners Einstellung in Frage stellen oder diskutieren. und so richtig in Frage stelle ich mich auch nicht, denn ich kann mich jetzt ja nicht hilfsbedürftiger machen, als ich bin.
Ich frage mich nur, ob das grundsätzlich eher "abschreckt", denn ich habe in der Tat schon mal eine sehr irritierte Nachfrage gehabt, als ich irgendwas handwerkliches erzählt habe. Ich finde das heutzutage überhaupt nicht mehr ungewöhnlich.....

Zitat von Marlene:
Ich versteh das auch nicht. Ist doch gut, wenn man alleine klar kommt, schöner und bereichernder ist es aber zu zweit. (...) Wäre doch schlimm für den Zukünftigen, wenn er sie retten müßte.
So habe ich das eigentlich auch immer gesehen. Deinen gesamten Beitrag unterschreibe ich vollkommen!!
 
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Pat65

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  • #9
Gemeint hat er, glaube ich, etwas anderes - und den Gedanken finde ich wichtig: Ein starker Mensch investiert in Krisenzeiten möglichweise nicht viel in eine Beziehung, sondern kommt schneller zu dem Schluss, dass er als Single wieder besser dran wäre.
Da ist was dran, denke ich.
 

Fackel

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  • #13
Zitat von Mentalista:
Warum ein Stück Schwachsinn? Irgendwo her muss der Grund herkommen, warum das behauptet wird? Was steckt dahinter?
Warum fafner diese Behauptung aufstellt, bleibt sein Geheimnis.
Wie man sie als Schwachsinn enttarnt: man überlege eine Millisekunde lang und finde währenddessen ein, nur ein einziges Gegenbeispiel!
 

wieauch

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  • #14
Naja, ich kann mir schon vorstellen, was er gemeint hat und das diese Aussage vor allem auf ihn selbst bezogen ist. Ich glaube ihm schwebt dabei auch eine Frau vor, die dauernd signalisiert, ich brauche dich nicht . Eine Frau, die dauernd Stärke zeigt . Das möchte man doch eigentlich weder bei Frau noch bei Mann.

Ob das Gegenteil davon dann die abhängige Frau wäre, die ohne Mann nicht leben kann, emotional oder finanziell?
Die meint er wahrscheinlich auch nicht und falls doch, ist er selbst dran schuld!;-)

Selbstständige, selbstbewußte Partnerinnen sind für eher ängstliche Männer, die vielleicht schon mehr als einmal verlassen wurden, schwer auszuhalten, weil da die Angst ist, dass sie ihn im Notfall eben tatsächlich nicht existentiell braucht, eine reale Option hat, auch ohne ihn zu leben.

Und?
Wozu gab es die letzten Jahrzehnte der Emanzipation? Um diese fatalen Abhängigkeitsverhältnisse aufzulösen, ganz wesentlich.
 
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Deleted member 4363

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  • #15
Zitat von Yin:
Ich frage mich nur, ob das grundsätzlich eher "abschreckt", denn ich habe in der Tat schon mal eine sehr irritierte Nachfrage gehabt, als ich irgendwas handwerkliches erzählt habe. Ich finde das heutzutage überhaupt nicht mehr ungewöhnlich.....

...................und wenn? Was machst du dann? Deine Selbständigkeit einstellen? Ich kenne einige Männer, die handwerklich überhaupt nicht begabt sind. Was sollen die dann machen? Werden die dann auch nicht für gut befunden?
Wenn du einen Mann findest, der dich interessiert und dein Interesse auf Gegenseitigkeit beruht, meinst du, dann stört er sich daran, dass du deine Löcher selber bohrst? Für mich macht es wenig Sinn über solche Dinge nachzudenken, weil das Nachdenken zu nichts führt.
 

Yin

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  • #16
Zitat von Mohnblume:
und wenn? Was machst du dann? Deine Selbständigkeit einstellen? (...) Für mich macht es wenig Sinn über solche Dinge nachzudenken, weil das Nachdenken zu nichts führt.
Nö, meine Selbständigkeit einstellen werde ich natürlich nicht. Ich schrieb ja schon, dass ich mich nicht hilfsbedürftiger machen werde, als ich bin. :)

Und dass solche Diskussionen und Gedanken zu nichts führen, mag sein... Also, wenn man darauf aus ist, dass sich dadurch bei mir oder dem anderen was ändert. Mir ging es ja aber eher um Gedankenaustausch.

Sorry, fafner, wenn ich dich jetzt nochmal hervorzerre.... aber unsere Posts waren nunmal der Anlass, diesen Thread zu eröffnen. Mir wurde nicht so recht deutlich, was er/du/fafner genau meinte/st. Außerdem fand und finde ich es immer noch interessant, aber wann die Selbständigkeit eines Menschen "abschreckend" wirkt, um als Partner in Frage zu kommen.


Deswegen finde folgendes aus dem Post von wieauch gut:

Zitat von wieauch:
Ich glaube ihm schwebt dabei auch eine Frau vor, die dauernd signalisiert, ich brauche dich nicht . (...)
Ob das Gegenteil davon dann die abhängige Frau wäre, die ohne Mann nicht leben kann, emotional oder finanziell?
Die meint er wahrscheinlich auch nicht und falls doch, ist er selbst dran schuld!;-)
---
Zitat von Mohnblume:
Wenn du einen Mann findest, der dich interessiert und dein Interesse auf Gegenseitigkeit beruht, meinst du, dann stört er sich daran, dass du deine Löcher selber bohrst?
Keine Ahnung....
 
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Aitutaki

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  • #17
Bisher werde ich bewundert, für das was ich gemacht, gelebt, erlebt und mir erarbeitet habe. Egal, ob das in Zeiten als Single war oder in einer Partnerschaft.
Und bin ich jetzt eine starke Frau?
​Kein Mensch würde auf die Idee kommen, dass ich deshalb beziehungsunfähig, bzw. uninteressant bin.

Sorry, diese Gedankengänge muss man nicht verstehen.
 
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Marlene

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  • #18
Eigentlich ist das ja oft so ein Hin und Her. Ein Ausgleichen. Bei mir habe ich immer gemerkt, dass in den Bereichen, in denen der Eine schwach ist, der Andere plötzlich stark wird und dort, wo der Eine seine Stärken hat, lehnt man sich gerne zurück. Manches macht man auch nicht gerne, obwohl man es durchaus kann, wenn der Andere es gerne macht, umso besser, wenn der Andere es nicht kann, dann macht man es halt, weil man es ja sowieso auch alleine machen muss. Usw.usw. Zu zweit geht Alles leichter, finde ich.
Schwierig wird es nur, wenn man sich gegenseitig z.B. die Bohrmaschine aus der Hand reißt, weil man denkt, man kann es besser.:)
 
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lisalustig

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  • #19
Zitat von Yin:
DAS kann ich vollkommen verstehen... aber ein gemeinsames Leben führen ist doch mehr, als dass er die Spinnen beseitigt und für das Aufbauen der Möbel verantwortlich ist...

Ich verstehe also nach wie vor nicht, warum eine Frau, die auch alleine klar kommt, für eine Beziehung uninteressant wird....

Das verstehe ich auch nicht - vielleicht betrifft das hauptsächlich "sogenannte" schwache Männer, die sich dann noch schwächer fühlen.
 

fafner

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  • #20
Zitat von Yin:
... aber ein gemeinsames Leben führen ist doch mehr, als dass er die Spinnen beseitigt und für das Aufbauen der Möbel verantwortlich ist...
Den Müll raustragen hast Du noch vergessen. :)

Viele Frauen beklagen sich in einer Beziehung, daß er sich zu wenig am Haushalt beteiligt. Das könnte auch daran liegen, daß sie ihm immer das Gefühl gibt, alles auch selbst und womöglich noch besser zu können...

Möbel aufbauen kann man auch besser zu zweit. Für die Spinnen oder den Müll braucht's nur einen. Spülmaschine ist auch noch so mein Revier. :)

Ich kann für meine Orgasmen selber sorgen - wünsche mir aber lieber einen liebevollen Mann, mit dem ich Sexualität leben kann.
Ich schaue mir interessante Filme alleine auf DVD an, würde mich aber lieber im Kino an einen Mann, den ich liebe, kuscheln und hinterher über den Film sprechen.
Ich kann die Welt alleine bereisen - gemeinsame Urlaube finde ich aber viel spannender und erfüllender.
Ich kann meinen Lebensstandard selber finanzieren - mit zwei Einkommen ließen sich aber vielleicht auch noch andere Träume erfüllen.
Ich komme meistens mit meinem Alltag klar - möchte mich aber gerne anlehnen, mich fallen lassen und nicht immer alles alleine bewerkstelligen.
Mir fällt schon auf, daß "ich kann alleine" bei Dir immer zuerst genannt wird. Ich hatte in meiner Gedankenblase bei PS immer drinstehen: "Vieles im Leben geht zu zweit wesentlich einfacher oder macht mehr Spaß". Ich hatte nicht drinstehen: "Ich kann alles im Leben alleine erreichen, aber ..."

Ich verstehe also nach wie vor nicht, warum eine Frau, die auch alleine klar kommt, für eine Beziehung uninteressant wird....
Das hab ich so nicht gesagt. Ich habe gesagt, wenn sie das vermittelt, dann erlischt bei mir das Interesse. Und zwar um so mehr, je deutlicher sie das vermittelt. Es geht mir dann die Aussicht auf Spaß an der Zweisamkeit verloren.

Zitat von Philippa:
Wenn fafner eine Frau möchte, die ihn stark braucht, dann müssen sich deswegen nicht alle Frauen, die auch allein durchkommen, im Hinblick auf den Partnerwunsch in Frage gestellt fühlen, sondern es sagt in erster Linie etwas über fafner aus. Über das, was er sich wünscht, aber natürlich auch darüber, wie er geprägt wurde resp. vielleicht auch einfach, was ihn im Moment beschäftigt.
So ist es. Aber auch bei Frauen hab ich hier schon den Wunsch beobachtet, sie wollten "wirklich geliebt" werden. Und nein, ich laß mich jetzt nicht auf eine Diskussion mit Dir ein, daß das ja gaaanz was anderes sei. :)

Zitat von Marlene:
Trotz des Alleine-Klar-Kommens ist er der Wichtigste u.a. und wird "gebraucht" (ich nehme das Wort jetzt mal, weil fafner es genommen hat und ich schon oft von Männern diesen Wunsch gehört habe und ich den auch gut finde), weil mit ihm alles erfüllender ist und er Teile übernimmt, die nicht alleine erfüllbar sind.
Danke für die Zustimmung, ich nehm es mal als solche. Etwas mehr Verve hätt ich mir noch gewünscht. :)

Zitat von Yin:
Und so richtig in Frage stelle ich mich auch nicht, denn ich kann mich jetzt ja nicht hilfsbedürftiger machen, als ich bin.
Das mußt Du auch keinesfalls und es geht auch nicht um "hilfsbedürftig". Es ist wohl schwierig, das zu beschreiben. Es geht um Gemeinsamkeit. Den Wunsch, etwas gemeinsam zu tun oder zu erschaffen. Zumindest die Vision muß für mich spürbar sein, denn realistischerweise kann man das zu Beginn des Kennenlernens gar nicht erkennen. Aber es hat halt Frauen, die durch ihr Auftreten bereits diese Vision zerstören. :-/ Bei mir jedenfalls.

Ich frage mich nur, ob das grundsätzlich eher "abschreckt", denn ich habe in der Tat schon mal eine sehr irritierte Nachfrage gehabt, als ich irgendwas handwerkliches erzählt habe. Ich finde das heutzutage überhaupt nicht mehr ungewöhnlich.....
Nein, grundsätzlich würde ich das sicher nicht sagen. Mir würde es durchaus gefallen.

Zitat von Fackel:
Da gibt es auch nichts zu verstehen. Die Behauptung ist, so wie sie formuliert wurde, einfach ein Stück Schwachsinn.
Vielen Dank für Deinen, äh, "gehaltvollen" Beitrag. Die Frau, welche Dich mal abbekommt, kann sich auf sehr bereichernde Unterhaltungen mit Dir freuen. :)

Zitat von Mentalista:
Warum ein Stück Schwachsinn? Irgendwo her muss der Grund herkommen, warum das behauptet wird? Was steckt dahinter?
Allein die Resonanz, die das Thema erzeugt, zeigt schon, daß etwas dahintersteckt, nicht?

Zitat von wieauch:
Naja, ich kann mir schon vorstellen, was er gemeint hat und das diese Aussage vor allem auf ihn selbst bezogen ist. Ich glaube ihm schwebt dabei auch eine Frau vor, die dauernd signalisiert, ich brauche dich nicht . Eine Frau, die dauernd Stärke zeigt . Das möchte man doch eigentlich weder bei Frau noch bei Mann.

Ob das Gegenteil davon dann die abhängige Frau wäre, die ohne Mann nicht leben kann, emotional oder finanziell?
Die meint er wahrscheinlich auch nicht und falls doch, ist er selbst dran schuld!;-)
Vielen Dank, daß Du mich verstanden hast!

Und?
Wozu gab es die letzten Jahrzehnte der Emanzipation? Um diese fatalen Abhängigkeitsverhältnisse aufzulösen, ganz wesentlich.
Ja aber sie begibt sich doch nicht gleich wieder in fatale Abhängigkeit, wenn sie mal diese Ich-kann-auch-gut-ohne-Dich-Standarte fallenläßt, oder?

Ich date ja derzeit nicht, treffe mich nur gerne mit Frauen zum Gespräch. :) Siehe da, eine stellte dann fest, daß diese ganzen Jahrzehnte der Emanzipation zu einer großen Verunsicherung bei "den Männern" geführt habe. Das ist wohl so. Und ist frau damit zufrieden? Ich glaube nicht. Niemand will etwas zurückdrehen. Bloß, wie machen wir hier weiter?

Zitat von Mohnblume:
Ich kenne einige Männer, die handwerklich überhaupt nicht begabt sind. Was sollen die dann machen? Werden die dann auch nicht für gut befunden?
Ich schrieb ja extra, es "kann auf ganz verschiedenen Wegen sein".

Wenn du einen Mann findest, der Dich interessiert und dein Interesse auf Gegenseitigkeit beruht, ...
Tja, aber beschweren sich hier nicht so viele, daß kein Interesse vom Gegenüber kommt...? Woran liegt das? "Die sind halt alle doof"? Könnte natürlich sein...

Für mich macht es wenig Sinn über solche Dinge nachzudenken, weil das Nachdenken zu nichts führt.
Denken führt zu Erkenntnis. Manchmal jedenfalls.

Zitat von Yin:
Sorry, fafner, wenn ich dich jetzt nochmal hervorzerre....
Kein Problem, im Gegenteil. Es signalisiert mir, daß ich "gebraucht" werde... ;-)

Mir wurde nicht so recht deutlich, was er/du/fafner genau meinte/st. Außerdem fand und finde ich es immer noch interessant, ab wann die Selbständigkeit eines Menschen "abschreckend" wirkt, um als Partner in Frage zu kommen.
Nicht die Selbständigkeit an sich ist das Problem, sondern die ostentative Zurschaustellung. Für mich.

Zitat von Marlene:
Eigentlich ist das ja oft so ein Hin und Her. Ein Ausgleichen. Bei mir habe ich immer gemerkt, dass in den Bereichen, in denen der Eine schwach ist, der Andere plötzlich stark wird und dort, wo der Eine seine Stärken hat, lehnt man sich gerne zurück. Manches macht man auch nicht gerne, obwohl man es durchaus kann, wenn der Andere es gerne macht, umso besser, wenn der Andere es nicht kann, dann macht man es halt, weil man es ja sowieso auch alleine machen muss. Usw.usw. Zu zweit geht Alles leichter, finde ich.
Bingo, nichts anderes wollte ich sagen. Aber dazu gehört doch, daß jeder auch mal "Schwäche zuläßt". Vielleicht können viele Männer das sogar noch viel weniger. Und vielleicht finden (manche/viele?) Frauen das auch gar nicht attraktiv bei einem Mann? Aber dann, wiederum, wie sollte dieses Hin und Her sonst entstehen können?
 
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Yin

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  • #21
Zitat von fafner:
Viele Frauen beklagen sich in einer Beziehung, daß er sich zu wenig am Haushalt beteiligt. Das könnte auch daran liegen, daß sie ihm immer das Gefühl gibt, alles auch selbst und womöglich noch besser zu können...
Da mag sogar was dran sein.....


Zitat von fafner:
Mir fällt schon auf, daß "ich kann alleine" bei Dir immer zuerst genannt wird. Ich hatte in meiner Gedankenblase bei PS immer drinstehen: "Vieles im Leben geht zu zweit wesentlich einfacher oder macht mehr Spaß". Ich hatte nicht drinstehen: "Ich kann alles im Leben alleine erreichen, aber ..."
Es war eine einfache Gegenüberstellung.... ich finde es aber interessant, wie das auf dich gewirkt hat. Der Nachsatz mit aber sollte je eigentlich eher verdeutlichen, dass es DAS ist, was ich mir wünsche, nicht das erste.


Zitat von fafner:
Das mußt Du auch keinesfalls und es geht auch nicht um "hilfsbedürftig". Es ist wohl schwierig, das zu beschreiben. Es geht um Gemeinsamkeit. Den Wunsch, etwas gemeinsam zu tun oder zu erschaffen. Zumindest die Vision muß für mich spürbar sein, denn realistischerweise kann man das zu Beginn des Kennenlernens gar nicht erkennen. Aber es hat halt Frauen, die durch ihr Auftreten bereits diese Vision zerstören. :-/ Bei mir jedenfalls.
Stimmt. Ich finde auch, dass man das am Anfang nicht erkennen kann, deswegen ist es ja interessant zu wissen, wie das ein oder andere wirkt.


Zitat von fafner:
Kein Problem, im Gegenteil. Es signalisiert mir, daß ich "gebraucht" werde... ;-)
:-D


Zitat von fafner:
Bingo, nichts anderes wollte ich sagen. Aber dazu gehört doch, daß jeder auch mal "Schwäche zuläßt".
Ok... dann kann ich das jetzt anders einordnen und glaube, wir sind da gar nicht so weit auseinander...
 
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Fackel

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  • #22
Zitat von fafner:
Vielen Dank für Deinen, äh, "gehaltvollen" Beitrag. Die Frau, welche Dich mal abbekommt, kann sich auf sehr bereichernde Unterhaltungen mit Dir freuen. :)

Gerne.
Und gerne immer wieder.
Wenn der Kaiser keine Kleider an hat, äußere ich das.
Und wenn eine verallgemeinernde Aussage hohl ist, auch.
Nicht immer, aber immer wieder mal.
Und dann auch gerne.
 

fafner

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  • #23
Zitat von Yin:
Es war eine einfache Gegenüberstellung.... ich finde es aber interessant, wie das auf dich gewirkt hat. Der Nachsatz mit aber sollte je eigentlich eher verdeutlichen, dass es DAS ist, was ich mir wünsche, nicht das erste.
Ist mir schon klar. Nur in so manchen Profilen lese ich dann etwas ähnliches, wo ich mich dann frage, "zu was sucht sie jetzt eigentlich wen...?"

Wenn ich mir die Frage nicht beantworten kann, dann ist das Profil wohl auch nicht so interessant für mich. Aber klar, ich bin auch nicht relevant. :)
 
P

Philippa

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  • #24
Zitat von fafner:
So ist es. Aber auch bei Frauen hab ich hier schon den Wunsch beobachtet, sie wollten "wirklich geliebt" werden. Und nein, ich laß mich jetzt nicht auf eine Diskussion mit Dir ein, daß das ja gaaanz was anderes sei. :)

Ich will auch nicht mit dir diskutieren, sondern dich daran erinnern, dass es fünf Sprachen der Liebe gibt (mindestens). Ich spreche und verstehe vielleicht eine andere Sprache als du.

PS: Wer nicht weiss, was mit den fünf Sprachen der Liebe gemeint ist, schaue sich mal den entsprechenden Wikipedia-Artikel an.
 

Howlith

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  • #27
Zitat von Yin:
Ich verstehe also nach wie vor nicht, warum eine Frau, die auch alleine klar kommt, für eine Beziehung uninteressant wird....

So richtig versteht das glaube ich keiner hier.

Die Antworten hierzu bewegen sich zumeist im Dunst von Bedürftigkeit, dem Unabhängigkeits-Dogma, dem Ich-brauche-keinen-Mann-mit-dem-Fuß-aufstampf-Imponiergehabe, dem Ich-bin-als-Mann-überflüssig-wenn-Frau-alles-alleine-kann-Irrtum. Helfersyndrome nicht zu vergessen. Das Gefühl gebraucht zu werden. Und noch einiges mehr.

Offensichtlich braucht es (für viele / einige) mehr so "praktische Gründe" für eine Beziehung, die dem Ganzen dann wohl so was wie Sinn & Stabilität verleihen sollen.
 
D

Dr. Bean

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  • #28
Ich seh das Problem weniger darin, ob eine Frau eigenständig ist, als mehr darin, ob sie ein Mannsweib ist. Ähnliche wie Frauen keine Softies mögen, mögen Männer keine Mannsweiber. Viele "erfolgreiche Karrierefrauen, um die 30" die heute keinen Partner finden, schieben glaube ich den Sündenbock allzu gerne auf die erfundene Tatsache, dass Männer nicht mit eigenständigen Frauen klarkommen. Für mich ist dieses Gerücht aber weibliche Fiktion, denn eben diese Frauen - ich kenne ein paar - hatten auch schon zu Teenagerzeiten keinen Erfolg bei Männern. Weil sie einfach schwierig sind.
Ich glaube dieses Gerücht nicht.
Meine Partnerinnen waren bisher vom Bildungsstand und Einkommen immer gleichauf oder sogar manchmal über mir. Das juckte mich nie die Bohne. Ganz im Gegenteil wäre es für mich ein Nogo, wenn ich sie bezahlen müsste oder mich bezahlen ließe in der Beziehung.
 

fafner

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  • #29
Zitat von Howlith:
Offensichtlich braucht es (für viele / einige) mehr so "praktische Gründe" für eine Beziehung, die dem Ganzen dann wohl so was wie Sinn & Stabilität verleihen sollen.
Welche Gründe braucht es denn bei Dir für Sinn & Stabilität? Gar keine? Oder einfach "nur Liebe"?

Zitat von Dr. Bean:
Ich seh das Problem weniger darin, ob eine Frau eigenständig ist, als mehr darin, ob sie ein Mannsweib ist.
Ja, hat auch nie jemand behauptet, daß die Eigenständigkeit ein Problem sei. Leider haben hier manche - interessanterweise überwiegend Männer - was reingelesen, das gar nicht drin steht und sich dann über etwas aufgeregt, was ihrer falschen Wahrnehmung entsprang. Schade, aber wohl nicht zu ändern.
 
D

Dr. Bean

Gast
  • #30
Ich hab mich nur auf den Eingangspost bezogen, die Zitate in dem Post hab ich gar nicht gelesen :)