naturspiel

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  • #61
AW: sicher, dass karrierefrauen so gute chancen haben?

Wenn Karriere + Kinder + Unabhängigkeit + Freunde + Gesundheit + Glaube + Schönheit +... = erfülltes Leben, dann freut sich frau wohl eher über Mann, der diese Summe noch ergänzt und somit reicher macht - mit Selbst-Vertrauen, Zuverlässigkeit, Freude am Tun und am Ruhen, Loyalität - so dass sich auch eine solche Frau hingeben kann, fallen lassen kann. ganz im Sinne von Goethe: gemeinsam zweisam sein, manchmal auch allein ohne einsam zu sein, um dann wieder zusammen zu finden zweisam gemeinsam.
 

Mentalista

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  • #62
AW: sicher, dass karrierefrauen so gute chancen haben?

Zitat von Nettmann:
Was ich ausdrücken wollte, ist, daß Männer mehr Probleme damit haben,
-- zuzugeben, daß sie versagt haben,
-- zuzugeben, daß sie Angst haben zu versagen
Diese Probleme resultieren oft daraus, daß sie nicht aus dem Rollenbild herauskommen, das man ihnen seit früher Jugend "eingetrichtert" hat. Ein Rollenbild, in dem Versagen nicht vorkommt, der Mann stark zu sein hat, die Beschützerrolle übernehmen soll.
Dieser Mensch trifft nun in eine Phase, in der er als Verlierer gelten muß, er hat es ja z.B. nicht geschafft, erfolgreich seine Familie vor dem Auseinanderbrechen zu retten oder überhaupt erst zu gründen und trifft nun eine Frau, bei der erfolgreiches Handeln ihm wie ein Spiegel seines eigenen "Versagens" vors Gesicht gehalten wird. Wird er begeistert zugreifen?

Hoffe, damit für etwas weniger Unklarheit gesorgt zu haben.
Nettmann

p.s. möchte jetzt aber nicht weiter am thread mitschreiben

Oh, danke Nettmann für die klärenden Zeilen. Jetzt weiss ich warum es bei mir nicht klappt. Ich bin ein "Spiegel". So erklärt sich vielleicht, dass viele Männer an mir interessiert waren, aber letztendlich ihr Spiegelbild nicht ertragen konnten und dann auch noch "fies" werden mussten, oder ihr "wahres" Gesicht gezeigt haben, um ihr Gesicht vor sich selber wahren zu können.

Auf der einen Seite die unbewusste Anziehung der "erfolgreich handelnden" Frauen, die Sehnsucht danach, wenn man so eine Frau hat, sich was abkuppfern zu können, aber dann letztendlich sich doch eingestehen zu müssen, dass Mann es nicht kann, oder nicht will bzw. die Basics dafür nicht hat, selber erfolgreich zu handeln.

Ich persönlich erkläre mir jetzt auch, warum manchmal so wenig erfolgreich handelnde Frauen, die manchmal auch wenig attraktiv sind, tolle und erfolgreich handelnde Männer abbekommen haben.

Ich hoffe, man kann woanders von dir lesen?
 

t.b.d.

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  • #63
AW: sicher, dass karrierefrauen so gute chancen haben?

Zitat von carlo:
Wo ist da der Unterschied zum "Karrieremann" ??

C.

Aber Carlo das hatte ich doch geschrieben. :)
Ich kann doch auch nichts dafür, dass die TE mit Karrierefrauen angefangen hat.
Wir könnten dem Karrieremann einen eigenen Thread widmen, denn dieser hier ist wirklich schon unübersichtlich genug.
 

t.b.d.

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  • #65
AW: sicher, dass karrierefrauen so gute chancen haben?

Zitat von suzanne:
«Oder bestanden hat»? Das heisst, für Dich ist auch «Karrierefrau», wenn man mal so verfahren ist? Und das wäre dann ein NoGo?

Hui, das ist harter Tobak. Nahezu jede Frau, die im akademischen Kontext unterwegs ist, scheidet dann für Dich aus? Einfach aufgrund der Tatsache, dass ihre Anstellungsverhältnisse immer zeitlich beschränkt waren? Auch, wenn diese es mittlerweile nicht mehr sind?

Das gibt mir zu Denken, so habe ich das noch nicht gesehen.

Ein wenig differenzierter sehe ich es schon.
Jemand der sich gewissen Sachzwängen beugen muss zähle ich da nur bedingt hinzu.
Für mich ist es eine Frage der inneren Einstellung, wie jemand seine/ihre Prioritäten setzt.
Gerade im akademischen Umfeld sind viele Menschen leider gezwungen private Opfer zu bringen, damit sie überhaupt ihren Lebensunterhalt verdienen können.
Man könnte ja auch mal fragen, warum das so ist? Wer hat sich das ausgedacht? Wer setzt es gnadenlos durch und warum? Was sind das für Leute, denen es egal ist, dass ihre Mitarbeiter die Jahre in denen man früher eine Familie gegründet hat in völliger sozialer Unsicherheit verbringen müssen. Was sind das für Menschen, die strukturmäßig lieber alle zwei Jahre einen neuen Mitarbeiter einarbeiten lassen, als einen, der sich bewährt hat, unbefristet zu übernehmen?
Aber dafür ist dieser thread nicht geeignet.

Die Eingangsfrage lautete sinngemäß warum eine Karrierefrau nur Alphas und Devote anzieht und ob es nicht etwas dazwischen gäbe.
Die Konklusion der Karrierefrauen war: Normale Männer können mit erfolgreichen Frauen nicht umgehen weil diese Minderwertigkeitskomplexe haben, die neben einer solchen Frau offen ausbrechen.

Ich behaupte a) dass die Priorität der Werte einer Karrierefrau den Partner automatisch in eine Position drängt in der sich ein Mensch mit herkömmlicher Wertepriorität gemindert fühlt.
und b) dass einer solchen Karrierefrau möglicherweise die soziale Kompetenz fehlt diesen Zusammenhang zu erkennen.

Ich weiß nicht ob ich richtig liege und lasse mich gern eines besseren belehren.
 

Heike

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  • #66
AW: sicher, dass karrierefrauen so gute chancen haben?

Zitat von t.b.d.:
Ich behaupte a) dass die Priorität der Werte einer Karrierefrau den Partner automatisch in eine Position drängt in der sich ein Mensch mit herkömmlicher Wertepriorität gemindert fühlt.
und b) dass einer solchen Karrierefrau möglicherweise die soziale Kompetenz fehlt diesen Zusammenhang zu erkennen.

Ich finde das plausibel. Ein kleines Schräubchen scheints mir aber bei a) zu geben. Insofern nämlich der Partner mit der "herkömmlichen" Wertepriorität die eigene Hintantstellung nicht notwendig als Minderung auffassen muß. Was ihm vorgezogen wird, ist schließlich kein anderer Partnerkandidat, sondern eben etwas ganz anderes, die Karriere. Das ist so verschieden, daß es möglich wäre, sich emotional damit leichter zu arrangieren. Wie man sich auch damit arrangieren kann, daß Kinder, sind sie einmal da, in gewissen HInsichten oberste Priorität bekommen können. In wieder anderen nicht. Und das kann durchaus auch bei den Karrierefrauen und dem Partner so sein.

P.S. Problematisch an dem Ausdruck "Karrierefrau" ist natürlich auch die Betonung des Formalen. Da hat man dann jemanden vor Augen, der Karriere nur um der Karriere machen will. Ihr wird dann gegenübergestellt jemand, der die Familie höhergewichtet. Ganz aus dem Blick gerät, daß es ihr vielleicht nicht um Karriere geht, sondern um ihren Beruf, also inhaltlich die Tätigkeit.
Es ist jedermans gutes Recht, eine Partnerin zu bevorzugen, die - um es klischeehaft auszudrücken - ihren Beruf nicht über Familie und Haushaltstätigkeit stellt. Man muß sich das dann aber nicht so rechtfertigen, daß die Frau karrieregeil ist und es ihr nur ums höher schneller weiter geht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

suzanne

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  • #67
AW: sicher, dass karrierefrauen so gute chancen haben?

@Nettmann & @t.b.d.

Herzlichen Dank für Eure Antworten, die ich beide nachvollziehen kann.
 

Manou

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  • #68
AW: sicher, dass karrierefrauen so gute chancen haben?

Ich möchte gerne noch etwas zu den "Minderwertigskeitskomplexen" sagen. Ich wollte damit gar nicht pauschalisieren, nur ich habe selber die Erfahrung gemacht, daß es Männer gibt, die mit beruflich engagierten Frauen nicht umgehen können. Mein ehemaliger Partner hat mir immer wieder gesagt, ich solle doch meine Firmenanteile verkaufen und mir wieder einen "normalen" Job suchen. Sobald wir über irgendwelche Dinge diskutiert haben, hat er mich jedes Mal darauf hingewiesen, daß ich doch mit meinem Abitur eh immer recht hätte usw. Er hat zu Freunden gesagt, daß er eine Frau suche, deren Job nicht über seinem stehen dürfe. Das sind natürlich nur meine eigenen Erfahrungen, aber in einem Umfeld erlebe ich ähnliche Situationen, Freundinnen von mir wurden betrogen, weil sich der Partner dann endlich wieder als Mann fühlen konnte (das waren die Begründungen der Männer). Das ist auch nur ein Ausschnitt von echten Geschichten, die passiert sind. Mittlerweile bin ich selber so verunsichert, daß ich mich gar nicht mehr traue, einen Mann an mich heranzulassen, der nicht mindestens beruflich so etabliert ist. Davon gibt es aber natürlich nicht so viele, die dann auch noch gerade Single sind und dann wäre es ja noch schön, wenn man sich gegenseitig auch mag :) ... ich will ja nicht herumjammern, aber es ist nicht so ganz einfach.
 

nuit

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  • #69
AW: sicher, dass karrierefrauen so gute chancen haben?

Zitat von Heike;72710 Problematisch an dem Ausdruck "Karrierefrau" ist natürlich auch die Betonung des Formalen. Da hat man dann jemanden vor Augen:
t.b.d., heike
find ich gut, was ihr in euren letzten beiträgen aufgedröselt habt. geht es mir allerdings mehr um das inhaltliche, würd ich mich oder andere da nicht eher als workaholic bezeichnen, statt als karrierefrau? letzteres assoziiere ich neben viel arbeit mit dem streben nach geld, macht und einfluss.
in diesem sinne: back to work ;).
 

equinox

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  • #70
AW: sicher, dass karrierefrauen so gute chancen haben?

Zitat von nuit:
.... karrierefrau (... ) assoziiere ich neben viel arbeit mit dem streben nach geld, macht und einfluss.
jep, vor allem macht und einfluss (geld, und vor allem auch noch viel davon, tät man ja schon gern mitnehmen, solange das nicht unmittelbar mit viel arbeit daherkommt, find' ich jedenfalls) - und der sozialtypus, für den das strfeben nach macht und einfluss essentielle und persönlichkeitsprägende bedürfnisse sind, gehört im allgemeinen nicht zu den angenehmeren zeitgenosssInnen, egal ob in männlicher oder weiblicher variation. ohne skrupellosigkeit und emotionale kälte (ugs: ellenbogen) wird das schließlich nichts mit dem aufstieg und der karriere.

ob das geeignete persönlichkeiten für verlässliche partnerschaften sind, sei generell dahingestellt. aber bei frauen fällt die diskrepanz aufgrund der üblicherweise erwarteten und zugeschriebenen rolle nur noch stärker auf und kollidiert mit traditionellen männererwartungen (nicht nur an die frau, sondern auch an sich selbst, da haben wir doch diesen einen netten parallel-thread dazu ...).
 

Nettmann

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  • #71
AW: sicher, dass karrierefrauen so gute chancen haben?

Zitat von equinox:
jep, vor allem macht und einfluss (geld, und vor allem auch noch viel davon, tät man ja schon gern mitnehmen, solange das nicht unmittelbar mit viel arbeit daherkommt, find' ich jedenfalls) - und der sozialtypus, für den das strfeben nach macht und einfluss essentielle und persönlichkeitsprägende bedürfnisse sind, gehört im allgemeinen nicht zu den angenehmeren zeitgenosssInnen, egal ob in männlicher oder weiblicher variation. ohne skrupellosigkeit und emotionale kälte (ugs: ellenbogen) wird das schließlich nichts mit dem aufstieg und der karriere.

ob das geeignete persönlichkeiten für verlässliche partnerschaften sind, sei generell dahingestellt. aber bei frauen fällt die diskrepanz aufgrund der üblicherweise erwarteten und zugeschriebenen rolle nur noch stärker auf und kollidiert mit traditionellen männererwartungen (nicht nur an die frau, sondern auch an sich selbst, da haben wir doch diesen einen netten parallel-thread dazu ...).

Hallo equinox,
bitte tu uns einen Gefallen und verwende Groß-/Kleinschreibung, es liest sich leichter.
Danke im Voraus
Nettmann
 

carlo

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  • #72
AW: sicher, dass karrierefrauen so gute chancen haben?

Hi t.b.d.

Ja, DU hast ganz unten in deinem Post auch gesagt, dass das gleichermassen für Karrieremänner gilt. Mich stört die Verengung auf die "Karrierefrau" mehr im ganzen Thread, denn in deinem Post. Daher habe ich es hier "aufgespiesst" - entschuldige, dass dein Post dafür herhalten musste (unkorrekterweise...). Ich vertraue mal darauf, dass du das aushältst.

Zitat von t.b.d.:
... Die Eingangsfrage lautete sinngemäß warum eine Karrierefrau nur Alphas und Devote anzieht und ob es nicht etwas dazwischen gäbe.....

Ich frage mich, ob diese Eingangsfrage auf eine falsche Fährte führt. Eine Frau hat den Eindruck, dass sie nur Alphas und Devote anzieht und führt das auf ihre Selbstzuschreibung zurück. Darin stecken eine Menge Annahmen und subjektive Wahrnehmungen. Was meint sie überhaupt mit Karrierefrau? Warum empfindet sie die einen als Alphas, die anderen als Devote? Warum meint sie, dass sie gerade diese anzieht? Usw., usf. Leider hat sich die TE hier seit einer Weile nicht zu Wort gemeldet...

Umso spannender, dass sich gleich so ein lebhafter Austausch hier entwickelt hat... :-DD Scheint doch ein allgemein interessierendes Thema zu sein. :cool:

LG
Carlo
 
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nuit

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  • #73
AW: sicher, dass karrierefrauen so gute chancen haben?

Zitat von Nettmann:
Hallo equinox,
bitte tu uns einen Gefallen und verwende Groß-/Kleinschreibung, es liest sich leichter.
Danke im Voraus
Nettmann

ach nettmann, sei nicht so streng. ich finde das sehr entgegenkommend von equinox :).
 

equinox

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  • #74
AW: sicher, dass karrierefrauen so gute chancen haben?

Zitat von Nettmann:
Hallo equinox,
bitte tu uns einen Gefallen und verwende Groß-/Kleinschreibung, es liest sich leichter.
Danke im Voraus
Nettmann

... lieber Nettmann,
doch ich kann auch Großschreibung, wenn's denn sein muss und muss es halt doch meist sein, so oft, dass man sich richtig daran gewöhnt hat, so wie auch an die an und für sich ja saublöden und hässlichen "ss" bei "daß", aber ... (und bis hierhin könnte es sogar Großschreibung gewesen sein) ... aber hier im forum darf man schließlich a) innovativen trends nachgehen und b) vor allem darf man auch (kleine) zeichen setzen. letzteres erlaube ich mir manchmal. ansonsten sei daran erinnern, dass der eingangsthread schließlich in kleinschreibung eröffnet wurde ... und mal ehrlich, sooo schwer kann das gar nicht zu lesen sein, oder gibt es inhaltlichen erklärungsbedarf?
 

Nettmann

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  • #75
AW: sicher, dass karrierefrauen so gute chancen haben?

ok, sorry, ich hab vorhin etwas überreagiert, hatte leider kurz vorher schon einen längeren text nur in kleinschreibung lesen "dürfen".
nettmann
:)