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  • #31
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Völlig egal wie es riecht, es ist zu akzeptieren, dass es riechen kann.
Das wollen Maxine und Bauhaus weiterhin nicht verstehen. Jenseits der eigenen Regel ist das zwischen zweien eine individuelle Geschichte von Rücksichtnahme und Akzeptanz.

Beide fallen in das Extrem, dass solche Menschen stinken und sich am Gesäß kratzen.Maxines wertvolle Ergänzung beschränkt sich auf "Rotz hochziehen" und "Stall offen". Das hat Aussagekraft! Nicht die, die beide annehmen.
Bauhaus verdichtet schon länger ihren zwanghaften, unflexiblen und zur Sterilität neigenden Eindruck. Das ist gut zur Fernbeziehung geeignet. Zum Kennenlernen bekommt der Prinz einfach ein Flacon des bevorzugten Dufts, mit dem ihr euch zukleistert. Wenn das der Eindruck ist, den ihr zulasst, dann seid ihr uninteressant tot - aber auch dann gibt es eine männliche Entsprechung. Alles ist gut.
 

Heike

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  • #32
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von maxine195:
Zitat von Heike:
Mensch Heike, gib doch zu, dass du sehr gut verstehst, was ich meine!. Und das du auch nicht auf einen Partner stehst, der oder die in deiner Gegenwart regelmäßig ..äh Winde fahren läßt...

Das macht er oder sie im Büro doch auch nicht. (außer in Gegenwart nur von sich selbst und natürlich in voller Verantwortung für sich selbst)

Natürlich kann es mal passieren, es ist also kein absolutes NO-GO, wenn dich das trösten mag;-)
Nenn es einfach die Verantwortung vor dem anderen, ein klein bisschen Selbstkontrolle, Rücksicht ...

Maxine, tu ich doch, das verstehen. Aber ich glaube weiterhin tatsächlich, daß der Vergleich mit einem selbst für die Meinungsbildung da förderlich sein kann.
Also wenn man, wenn man allein ist, weniger Rücksicht nimmt, also etwa das eigene Hinterteil keine Rücksicht auf die eigene Nase nimmt, was bedeutet das dann? Ist das Zeichen von mangelnder Selbstliebe, weil Rücksicht doch ein Aspekt von Liebe ist? Oder ist es eher umgekehrt Zeichen von starker Selbstliebe, weil Liebe auch darin besteht, dem Geliebten zu vertrauen und ihm auch mal was zuzumuten? Das ist schon ne wirkliche Frage.

Und ich find weiterhin interessant, worin der Unterschied für dich besteht zwischen deiner Haltung zu den eigenen Winden und die vom Geliebten. Zu Vergleichszwecken können wir auch die vom eigenen Nachwuchs dazu nehmen.
Wie machst du es, wenn du allein bist und Blähungen hast: unterdrückst du die, aus Selbstkontrolle? Oder läßt der Hintern sie raus, nimmt aber Rücksicht auf die Nase, etwa indem du dafür extra auf dan Balkon gehst oder so? Auch das ne wirkliche Frage.
Inwiefern genau hast du dem anderen gegenüber Verantwortung, gegenüber der eigenen Nase aber nicht?

Der Vergleich mit dem Verhalten gegenüber Bürokollegen, möchtest du damit sagen, daß dir ein Partner genauso "fremd" ist und bleiben soll wie Geschäftspartner?
Da gibts einfach eine große Bandbreite an Vorstellungen von Nähe, Verbundenheit und Distanz bei unterschiedlichen Menschen und Paaren.
Alte Schule wäre: getrennte Schlafzimmer, man sieht sich morgens erst, wenn man sich die Zähne geputzt hat und gewaschen, frisiert, geschminkt, parfümiert und vollständig angekleidet ist, hat Sex miteinander nur im Dunkeln, und aus dem Kreißsaal bleibt der werdende Papa natürlich draußen, damit er keinen Schreck bekommt. Ich fände das als lifestyle durchaus einleuchtend. Aber es gibt andere eben auch, und muß dabei nicht nur irgendwelche Klischees von Hippies im Kopf haben, die einem die Großeltern als Sinnbild der Verkommenheit und Unkultiviertheit präsentiert haben.
 

carlo

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  • #33
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von Heike:
... Und ich find weiterhin interessant, worin der Unterschied für dich besteht zwischen deiner Haltung zu den eigenen Winden und die vom Geliebten. .....

Hallo Heike,

immer wieder interessant, mit welcher Phantasie du solche Szenarien durchspielst.

Für mich geht es mehr um die Frage der Selbstbestimmung - wenn denn so ein großes Wort solch flüchtigen Winden angemessen ist. Wenn ich mit mir allein bin, kann ich mich entscheiden, ob ich lieber die Düfte ertrage oder ob ich für eine atemluftschonende Lösung sorge. Pubst ein anderer in meine Atemluft, dann zwingt er mir mein olfaktorisches Missempfinden ungefragt auf.

Nach meiner Erfahrung ist das Übergehen der Selbstbestimmtheit eines anderen Menschen häufig Anlass für Konflikte. Und wenn mein gerade angehender Liebespartner mich hier in der beschriebenen Form fremdbestimmte, würde auch ich das als Mangel an Wertschätzung werten. Denn Mangel an guter Kinderstube sollte man in dem Lebensalter und bei dem Bildungsgrad, den die Diskutanten hier erreicht haben doch inzwischen ausgeglichen haben und Mangel an Sensibilität schließe ich wegen der Profanität des Geschehens mal aus.

Sicherlich kann es ein Zeichen von besonderer Verbundenheit und Nähe sein, sich solche menschlichen Regungen gegenseitig zumuten zu können. Da muss man als Paar aber doch erst mal hinfinden. Mir persönlich ist es wert, sich gegenseitig auch als eng verbundenes Paar seine Achtung und Wertschätzung durch Rücksichtnahme und besondere Zuvorkommenheit auch in solch alltäglichen Dingen zu zeigen.

Heike?: schminkst du dich eigentlich, wenn du nur mit dir allein bist?

LG
Carlo
 
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maxine195

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  • #34
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

@Heike

Siehst du Heike, jetzt hat es dir die Carlo auch noch mal so schön erklärt!;

Was deine Großeltern da mit den Hippies meinten, verstehe ich aber nicht so ganz, galten Hippies als Winde Lasser? Waren das nicht die mit den langen Haaren, die aber immer! frisch gewaschen waren? Gibt es die noch irgendwo außer auf Ibiza?


Was war es doch schön als endlich diese unendlich lang erscheinende anale Phase meines Nachwuchses mit Pipi und Kacka, Pupsen und hemmungslosen Lachstürmen bei allem was damit zu tun hatte vorbei war. Wirklich, immer wenn ich dachte es ist vorbei, fing es schon wieder an.

Vielleicht hier mal tiefenpsychologisch betrachtet....ach belassen wir es lieber dabei;-)
 
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Heike

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  • #35
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

@Carlo, Maxine:
Ja, Autonomiekonflikte sind oft Themen in Beziehungen. Da hängt es von den Beteiligten ab, wo sie sich zwischen extremer Selbstbestimmung und extremer Zusammengehörigkeit verorten und verorten wollen.
Förderlich für einen reifen Umgang mit der Thematik scheint mir erstmal zu sein, wenn beide Beteiligten sehen, dass die Thematik eine gemeinsame ist und es nicht zu vermeiden ist, dass mit einem Leben zu zweit auch Einschränkungen oder zumindest Modifikationen der Selbstbestimmung jedes Beteiligten verbunden sind. Es wäre ja etwa im diskutierten Fall zu kurz gedacht, wenn man meinte, nur der Windfahrenlassende würde irgendwie den Raum der Selbstbestimmung seines Partners einschränken. Umgekehrt ist es genauso. Wer allein im Bett liegend kein Problem hätte, seiner Blähung nachzugeben, das aber in Anwesenheit des Partners nicht mehr tut, hat, auch wenn er das selbst so “entscheidet”, guten Grund, das als kleine Einschränkung seiner Selbstbestimmung aufzufassen. Alles eine Frage auch des Ausmaßes. In diesem Punkt nimmt ers hin, wenn er insgesamt die Erfahrung macht, dass sein Raum zu sehr eingeschränkt wird, wirds problematisch.

Man kann aber ja die Strukturen des Zusammenlebens selbst gestalten. Die einen sind gerne ganz eng, die anderen eben lieber stärker für sich und verbringen dann ausgewählte Qualitätszeit miteinander. Getrennte Schlafzimmer, getrennte Wohnungen, gibts ja alles. Im Forum ist ja immer wieder auch mal zu lesen, dass ein Vorschlag, sich spontan zu treffen, schon respektlos ist. Insbesondere in der Anbahnungsphase. Aber wenn ein Verhalten in der Anbahnungsphase einer Partnerschaft respektlos ist, so ein immer mal wieder vorkommendes Argument, dann ist es in einer Partnerschaft auch respektlos. Andere sehen das anders und machen da deutliche Unterschiede, und stören sich sehr daran, wenn im Aufzug ein Fremder einen fahren läßt, aber finden es weniger schlimm, wenn der eigene Partner das tut.

Es ist gut zu wissen, wie man da tickt und was man will. Und es ist im Fall, wo es zu einem Konflikt mit einem Partner kommt, vielleicht lohnenswert, auch zu überlegen, ob das, wovon man immer so annimmt, dass man es will, nicht notwendig identisch mit dem sein muß, was man tatsächlich mit dieser Vehemenz will.
Das ist ja auch das Interessante am Ekel: einerseits so ganz unmittelbar, andererseits aber ist kaum etwas stärker durch Erziehung, Mode usw. geprägt. Wenn man keine bloße “Take it or leave”-Einstellung in Partnerschaftsdingen hat (die hier gerne beklagt, aber näher besehen zugleich ständig empfohlen wird), kann es lohnen, hier mal die eigenen Meinungen über die eigenen Vorlieben wirklich zu überprüfen, anstatt immer nur artig aufzusagen wie ein in der Grundschule auswendig gelerntes Gedicht.
Wenn jemand von “guter Kinderstube” spricht, entsteht bei mir meist das Bild, dass der Sprecher immer noch in seiner Kinderstube wohnt. Da hat er gelernt, was Bäh ist, und was respektlos ist und was so gar nicht geht. Genauso kategorisch wie daß man nicht über Rot geht. Wenn er älter ist, kann ers überprüfen und ein eigenes Profil ausbilden. Schön, wenn er dann mehr Figuren parat hat als nur das verkommene Ferkel einerseits und den besenstielsteifen Klemmi andererseits.

Vielleicht gibts da auch einen Bezug zu der hier letzt mal diskutierten Frage, weshalb viele Frauen mit fortgeschrittenem Alter in Sexdingen erlebnisbefreiter werden. Das könnte eben, neben anderem, auch damit zusammenhängen, dass manche so machtvolle Vorstellungsbilder der Kinderstube Macht über sie verlieren, sie eine gewisse damit verbundene “falsche”, hinderliche Scham ablegen.
Wer nun denken sollte “Aha, und das soll also bedeuten, es geil zu finden, sich wechselseitig vollzurülpsen!”, der halt entweder den Punkt nicht verstanden und gehört halt nicht zu den von Pit erwähnten vier oder fünf Auserwählten, oder aber seine Unfähigkeit, sich nichts jenseits des verkommenen Ferkels einerseits und des beselstielsteifen Klemmis andererseits vorstellen zu können, wurzelt tief (tief! Tiefenpsychologie) in einem unbewältigten Konflikt zwischen der Lust, in Exkrementen herumzustochern, und Mamas Verbot, das zu tun. :)
Mein Vorschlag in dem Fall wäre: raus aus der Kinderstube, lüften!
 

maxine195

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  • #36
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

@Heike

Genau lüften, das ist jetzt unbedingt das Mittel der Wahl, du hast es wieder einmal erfasst!

Und wenn ich jetzt nicht zum Club der auserwählten Heike-Versteher gehören sollte, so ist das natürlich bitter.

Das wird mich dennoch nicht davon abhalten können mich bei gewissen Beiträgen von dir, wie zu deinen Erfahrungen mit der Mensa, gut zu amüsieren. Vielleicht habe ich es dann einfach nicht verstanden, macht ja nichts, da trägst du dann eben unabsichtlich zur guten Stimmung bei:)
 

Heike

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  • #37
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Für den Rest der Menschheit hab ich ja extra ein Smiley gesetzt!
 

Fantasia

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  • #38
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von Bauhaus:
Ein anderer sagte ähnliches nach einem Hinweis auf sexuelles, daß seine Frau immer zufrieden war, es an mir liegen müsse und jeder selbst für seinen Orgasmus verantwortlich sei und damit war für ihn auch das Thema beendet.
Laute Blähungen ohne Entschuldigung empfinde ich als Respektlosigkeit.

Hallo Bauhaus, Hallo an Euch alle,
vielen Dank für Eure guten Zuschriften und Antworten. Das gibt mir doch insgesamt noch mehr zu denken.
Die Meinung, dass frau alleine für ihren Orgasmus zuständig ist, habe ich auch schon vernommen, allerdings sehe ich das dann so, dass ich es in diesem Fall dann auch ganz alleine kann und keinen Mann dafür brauche!

Zu den vielen anderen Antworten: das ist ja das Verflixte, dass in der Kennenlernphase, wenn Verliebtheit oder was weiß ich im Spiel ist, der genaue Blick fehlt, der Andere wird idealisiert wahrgenommen. Und das passiert leider altersunabhängig immer wieder! Schwubdiwupp ist man in einer Beziehung drin, die man so schnell vielleicht gar nicht wollte - wenn man bei klarem Verstand gewesen wäre. Ja, ich war sogar soweit und habe an Heiraten gedacht. Zum Glück hat er sich nicht getraut zu fragen (er wollte auch!) Später wieder auf Abstand zu gehen ist eigentlich unmöglich, verständlicherweise erwartet der Partner dann eine Erklärung.
Ich frage mich halt nur, was ich von dieser Entwicklung zu halten habe, das kann doch dann nicht DIE LIEBE sein. Für den Richtigen hatte ich ihn anfangs schon gehalten, ich habe seine Stärken bewundert: echte Anteilnahme, Rücksicht, Höflichkeit, Anstand, Intelligenz, Aufrichtigkeit, auch sein Äußeres gefiel mir. Wahrscheinlich waren das aber Dinge, die ich in vorherigen Beziehungen etwas vermisst hatte - man sucht wohl immer das, was man nicht hat.... Die Sache, dass er nicht der Glücksbringer im Bett ist, wollte ich lange nicht wahrhaben, obwohl schon das erste Mal ein Desaster für mich war. Ich glaubte an ein gemeinsames Entwicklungspotential. Gewissermaßen gab es das auch - aber sehr beschränkt. Für ihn war das eine ganz große Sache, alles war neu und spannend für ihn, aber zum Meisterschüler konnte ich ihn offenbar nicht machen... ;-( Und so träume ich schon lange von anderen imaginären Liebhabern...
 

Fantasia

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  • #40
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von BellaDonna:
Und ja, ich plädiere für mehr Toleranz gegenüber dem menschlichen Sein.
Auch wenn mir DbC s Doggengeschichte sehr gut gefallen hat :))

Ich weiss nämlich, dass der Umgang mit diesen Schwächen und die Toleranz diesen gegenüber letztendlich mir selbst zugute kommen, wenn ich eine eigene Schwäche habe.
Aber die Parteigänger der NoGo Partei haben selbstverständlich nicht eine einzige Schwäche.

Ich mache mir da wirklich Sorgen, ob da nicht schon technisch genormte Wesen unter uns sind.

Liebe BellaDonna,

Du magst nicht unrecht haben.
Ich schrieb aber von keinen Einzelfällen, sondern von sich wiederholenden Dingen. Nein, niemand ist frei von Schuld... auch ich ganz sicher nicht. Aber wenn man in einer Beziehung dann eines Tages solche Dinge anspricht, weil man schon lange zugeschaut (-gehört und -gerochen) hat, und es geht dann nach 14 Tagen Pause wieder erneut weiter - wie lange soll man denn tolerant sein? Ich vermute, solche Dinge schleichen sich ein, wenn Menschen allein sind, und es ist schwer, sich das wieder abzugewöhnen. Aber das muss doch dennoch möglich sein, denn "in Gesellschaft", draußen, je nachdem, wo er ist, macht er das nämlich auch nicht! Es ist also eine Frage des Respekts und der Achtsamkeit - für mich jedenfalls. Das gleiche betrifft die Tischmanieren.
 
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  • #41
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Manche neigen schon zu polarisierenden oder schwarzweißen Antworten. So wie BellaDonna habe auch ich versucht die Relativität der Akzeptanz, Toleranz solcher Macken heraus zu stellen.
Das reicht schon für andere nach meinem Aussehen fragen und mich für schmuddelig und stinkend halten zu können. Das bin ich natürlich nicht. Meine Schönheit würde ich gerne unter einen Scheffel stellen, allerdings finde ich keinen ausreichend großen. ^^ Spaß beiseite, es bewegt sich in einem für dich, oder Belladonnas oder Bauhaus oder jedermanns, auch meinem unterschiedlichen Rahmen, der idealerweise gut zu dem des Partners passt.
Das ist wichtig und es hilft dir nicht, wenn dir andere ihre subjektive Sicht auftischen. Mir z.B. genügte das von dir Geschilderte um mich einfach nur abzudrehen! Das kann man noch überprüfen, aber ich sehe schon eine starke Abhängigkeit von solch zumutendem Verhalten und entsprechend geringer ausgeprägter Rücksicht. Dass das sexuell nicht erfüllend ist, ist ein weiterer, individuell abzuwägender Punkt und wie weit das insgesamt passt/nicht passt, kannst nur du befinden.

Ich habe mich für eine Kompromislosigkeit in der (subjektiven, d.h. meiner) Qualität der Beziehung entschieden. Auch wenn das Problem später zutage träte, bliebe das ein KO-Kriterium. Das ist selbstverständlich meine, nicht allgemeingültige Sicht der Dinge.

Relativierend muss ich dazu sagen, dass ich mir bei meiner Partnerin weniger die Eigenschaften im Einzelnen ansehe, die sind mir allenfalls Indiz,. Wichtiger ist es mir, dass es grundsätzlich stimmt, dann ergibt sich der Rest einfach und ist passend. Es erlaubt dann auch leicht mögliche Verhaltensänderungen.
Bei deiner Partnerschaft hätte ich Zweifel bezüglich der unterschiedlich scheinenden Rücksichtnahme - was sich dann in den von dir beschriebenen Erscheinungen äußern kann. Wenn das auf einen grundsätzlichen Unterschied an Rücksichtnahme zurückzuführen ist, dann wird es immer knirschen.
Dass es sexuell nicht passt, gäbe mir auch erheblich zu denken. Wobei ich das nicht beurteilen kann, gehöre aber zu denen, die "passend" für wichtig halten.

DbC
 
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Mentalista

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  • #42
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von Death by Chocolate:
Dass es sexuell nicht passt, gäbe mir auch erheblich zu denken. Wobei ich das nicht beurteilen kann, gehöre aber zu denen, die "passend" für wichtig halten.
DbC

Tragisch finde ich es, wenn es sexuell klappt, aber der Mann ansonsten charakterlich usw. nicht passend ist.

Die gesamte Passung, hinsichtlich Sexuallität, Intellektuallität, Typ, Aussehen, riechen, Verhalten, Charakter, Vorlieben, Wertvorstellungen usw. ist sehr sehr schwer zu finden. Für mich jedenfalls. Mich machte es traurig, dass z.B. einer der letzten Männer, wo es nach 80% Passung aussah, letztendlich daran gescheitert ist, dass er ein Egozentriker und Mamasöhnchen war.
 
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  • #43
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Es ist aufwändig, umso aufwändiger, je konsequenter die Suche nach passend ist. Das wusste ich und hatte wirklich nicht mit einem Treffer gerechnet. Faszinierend wie eindeutig das dann war.
Unterschiede ergeben sich aus unseren vergangenen Beziehungen. Ich habe funktionierend schon erlebt, Sie hatte eine sehr langjährige, schlecht funktionierende, die auch darüber zu erklären ist, dass sie sich abschließend bindet. Wegen dieser tiefen Bindung hat Sie Angst vor einer neuen. Ich bin auch so einer, bin aber wegen meiner positiven Erfahrungen viel schneller als Sie. Ich habe mich schon entschieden, ich kann ihr viel schneller vertrauen als Sie mir. Sie hat noch einiges aufzuarbeiten. Egal, ich bin mir ihrer schon sicher und sie wird erfahren, dass ich Ihrer bin. Das hat nichts mit Reden zu tun, sondern mit Wissen.
 

Fantasia

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  • #44
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von Death by Chocolate:
Es ist aufwändig, umso aufwändiger, je konsequenter die Suche nach passend ist.
Egal, ich bin mir ihrer schon sicher und sie wird erfahren, dass ich Ihrer bin. Das hat nichts mit Reden zu tun, sondern mit Wissen.
Das finde ich sehr schön - diese Gewissheit, die Du beschreibst. Davon träume ich manchmal, in letzter Zeit öfter.
Meine derzeitige Beziehung ist sehr harmonisch - nach außen hin fehlt nichts! Dennoch habe ich diese Träume. In mir drinnen ist etwas, das mich abhält davon, fortführt. Irgendwie fühlt es sich eben NICHT richtig an. Das habe ich aber leider anfangs nicht bemerkt. Und daran leiden ja am Ende zwei. Er liebt mich sehr... Für ihn passt es durchaus und er tut alles, damit das so bleibt.
 

Blanche

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  • #45
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von Fantasia:
Irgendwie fühlt es sich eben NICHT richtig an.

Liebe Fantasia!

Hast du es schon mal angesprochen, dass es sich nicht richtig anfühlt?
Oder nicht, weil du es vielleicht nicht festmachen kannst, woran es liegt?
Ignorieren sollte man so ein Gefühl nicht.
 

Fantasia

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  • #46
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von Blanche:
Liebe Fantasia!

Hast du es schon mal angesprochen, dass es sich nicht richtig anfühlt?
Oder nicht, weil du es vielleicht nicht festmachen kannst, woran es liegt?
Ignorieren sollte man so ein Gefühl nicht.

Es war mir selbst bisher nicht so klar. Andererseits möchte ich ihn auch nicht verletzen, ich mag ihn ja sehr! Und es gibt auch so viele gute und schöne Seiten in unserer Beziehung. Und gibt es überhaupt eine total "richtige" Beziehung - wo alles passt?
Wahrscheinlich muss noch etwas Zeit vergehen, bis sich herauskristallisiert, was richtig ist - für uns beide. Mir liegt auch sein Glück am Herzen, ich wünsche mir, dass es ihm nie schlecht geht.
 

Blanche

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  • #47
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Liebe Fantasia!

Solange du ihn liebst - und es sich insgesamt gut anfühlt...
Natürlich gibt es in jeder Beziehung Phasen, in denen nicht alles "perfekt" ist.
Um mich herum habe ich schon öfters erlebt, dass Mann oder Frau eine Beziehung schnell beendet hat "weil es nicht mehr so wunderschön ist"...
Zum Teil sehr hohe Ansprüche und die fehlende Bereitschaft, daran zu "arbeiten"...
Finde ich schade... (Meistens haben dann aber genau diese Menschen in der nächsten Beziehung den gleichen Punkt der Unzufriedenheit rasch wieder erreicht...)
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute!

LG Kathrin
 

Raphaela

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  • #48
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von Blanche:
Um mich herum habe ich schon öfters erlebt, dass Mann oder Frau eine Beziehung schnell beendet hat "weil es nicht mehr so wunderschön ist"...
Zum Teil sehr hohe Ansprüche und die fehlende Bereitschaft, daran zu "arbeiten"...

Da trifft auf die TE m.E. nicht zu.

Der Sex war von Anfang an (mehr?) als lau; sie hat schon vieles versucht, daran "gearbeitet".

Sie scheint sich zu fragen: "War das alles?" - Und möchte gleichzeitig die Annehmlichkeiten, Vorteile und auch das Bequeme in der Beziehung nicht missen. Jedenfalls kommt es mir so vor.

Wenn jemand den Bestand einer Beziehung am "Furzen" festmacht, dann fehlt für meine Begriffe der Mut, sich mit Wesentlichem auseinander zu setzen.
 

Blanche

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  • #49
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von Raphaela:
Da trifft auf die TE m.E. nicht zu.

Der Sex war von Anfang an (mehr?) als lau; sie hat schon vieles versucht, daran "gearbeitet".

Sie scheint sich zu fragen: "War das alles?" - Und möchte gleichzeitig die Annehmlichkeiten, Vorteile und auch das Bequeme in der Beziehung nicht missen. Jedenfalls kommt es mir so vor.

Wenn jemand den Bestand einer Beziehung am "Furzen" festmacht, dann fehlt für meine Begriffe der Mut, sich mit Wesentlichem auseinander zu setzen.

Hoppla! Ja Raphaela - da hast du recht - also - habe nochmal nachgelesen - folgendes ist passiert - ich habe den 42. Beitrag gelesen (bin damals auf die letzte Seite gegangen und habe mich nicht durch die ersten Seiten gelesen) und die vorherigen Beiträge von Fantasia nicht gelesen bzw. übersehen (dachte, es sei der 1. Beitrag, den sie als Antwort auf DbC schrieb). Somit - ist mein Beitrag natürlich nicht ganz passend!
Also auch @Fantasia - habe es nur auf Beitrag 42 bezogen ohne die "Vorgeschichte" bzw. "weiteren Details" zu kennen...

(fand es jetzt aber gut, ne Rückmeldung zu bekommen, hätte ich sonst nie gemerkt) :)
 

Bauhaus

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  • #50
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von Blanche:
Hoppla! Ja Raphaela - da hast du recht - also - habe nochmal nachgelesen - folgendes ist passiert - ich habe den 42. Beitrag gelesen (bin damals auf die letzte Seite gegangen und habe mich nicht durch die ersten Seiten gelesen) und die vorherigen Beiträge von Fantasia nicht gelesen bzw. übersehen (dachte, es sei der 1. Beitrag, den sie als Antwort auf DbC schrieb). Somit - ist mein Beitrag natürlich nicht ganz passend!
Also auch @Fantasia - habe es nur auf Beitrag 42 bezogen ohne die "Vorgeschichte" bzw. "weiteren Details" zu kennen...
Das macht gar nichts, es ist hier nicht unüblich, nur irgendeinen Beitrag zu lesen anstatt den ganzen Thread und seinen Senf abzulassen. :)
 

Fantasia

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  • #51
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von Raphaela:
Da trifft auf die TE m.E. nicht zu.

Der Sex war von Anfang an (mehr?) als lau; sie hat schon vieles versucht, daran "gearbeitet".

Sie scheint sich zu fragen: "War das alles?" - Und möchte gleichzeitig die Annehmlichkeiten, Vorteile und auch das Bequeme in der Beziehung nicht missen. Jedenfalls kommt es mir so vor.

Wenn jemand den Bestand einer Beziehung am "Furzen" festmacht, dann fehlt für meine Begriffe der Mut, sich mit Wesentlichem auseinander zu setzen.

Hallo Raphaela,

Danke für die deutlichen Worte.
Ich frage mich nun, ob das stimmt, was Du schreibst - dass es am Mut fehlt.
Ich denke nicht. Ich würde ja sonst gar nicht fragen.
Kannst Du mir sagen, was das Wesentliche in einer Beziehung ist?
Eine Beziehung besteht aus sehr vielen Dingen - die Art, wie man miteinander umgeht, wie (und ob) man sich respektiert, vertraut; nicht unwichtig ist, ob man eher ähnlich oder unähnlich ist in seinen Ansichten und Lebensvorstellungen - aber eine Beziehung besteht nunmal auch aus Alltag und einer Aneinanderreihung von Kleinigkeiten, all das fließt ein. Nun gibt es Menschen, die gerne die Sorgenvollen und Aufopfernden sind, andere wieder möchten den Ton angeben. Nicht jeder Mensch ist für jeden gut.
Bin ich ein ruhiger, gefühlvoller Mensch, wird mich vielleicht ein lauter Mensch sehr stören. Bin ich hyperaktiv-temperamentvoll, nervt mich der zurückgezogene "Langweiler".
Das sind alles Aspekte im persönlichen Wesens-Vergleich der Partner. Hinzu kommen andere Aspekte - Alter (-sunterschied), Lebenspläne, Erfahrungen, Bindungswille, Zukunftsdenken oder Vergangenheitshang usw.
Dann gibt es ja auch noch den Sex... ;-) Die körperliche Ebene.

Wo meinst Du sollte ich ansetzen, wenn Du vom Wesentlichen sprichst?

PS: Furzen ist für mich insofern auch wesentlich, als es meine Privatsphäre betrifft.Es hat im weitesten Sinne auch etwas mit Respekt (-losigkeit) zu tun.
 

carlo

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  • #52
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von Fantasia:
...Kannst Du mir sagen, was das Wesentliche in einer Beziehung ist?
Eine Beziehung besteht aus sehr vielen Dingen - ....

Ich denke, mindestens zu einem gewissen Teil muss das jeder für sich selbst entscheiden. Dazu gehört nicht nur, was von diesen vielen Dingen uns wichtig ist in einer Beziehung sondern auch - vielleicht sogar besonders - was uns weniger wichtig ist. Und dabei reicht es ja noch nicht einmal zu sagen, es sei z.B. der Respekt - den finden die meisten von uns wohl wichtig. Aber was genau drückt für mich Respekt vor dem anderen aus? Für den einen ist es das Nicht-Pubsen, für den anderen ist es etwas ganz anderes ;-)

Die meisten von uns haben wohl den Wunsch, dass Etwas am anderen uns so fasziniert, dass wir darüber ein paar andere Dinge "übersehen" können. Das scheint manchen Menschen leichter zu fallen, als anderen. Der Faszination im Alltagsgewühl dann immer so nachzuspüren fällt da wohl manchmal schwer....

Was hilft? Für mich: die Highlights besonders geniessen und immer wieder bewusst machen. Und: über das Pubsen gemeinsam lachen !! Gelingt nicht immer, aber ich glaube auch nicht, dass man immer glücklich sein kann.

LG
Carlo
 

Raphaela

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  • #53
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von Fantasia:
Ich frage mich nun, ob das stimmt, was Du schreibst - dass es am Mut fehlt.
Ich denke nicht. Ich würde ja sonst gar nicht fragen.

Liebe Fantasia,

ich meinte nicht, dass es (Dir) an Mut fehlt, sich mit "den Dingen" auseinanderzusetzen. Auch hatte ich Dich bewusst nicht persönlich angesprochen, weil ich Dir nicht direkt ein Fehlen von Mut unterstellen wollte. Und dieser Beitrag zeigt ja, dass Du nicht "kneifst".

Es war eher ein verallgemeinerndes Sinnieren. Ich kenne es nämlich auch von mir, dass mich "die kleinen Dinge" richtig nerven, wenn ich eigentlich mit etwas Größerem unzufrieden bin, was ich entweder nicht direkt abstellen kann oder womit ich mich genau in dem Moment nicht auseinandersetzen möchte oder kann.

Zitat von Fantasia:
Kannst Du mir sagen, was das Wesentliche in einer Beziehung ist?

Das ist eine sehr klare Frage. Eine ganz klare Antwort von mir KANN aber nicht allgemeingültig sein. Ich schrecke auch ein wenig davor zurück, eine "richtige" Antwort zu geben. Alles, was ich nämlich nicht erwähnen würde, würde ich automatisch in den Ordner "unwichtig" schieben.

Folgendes halte ich aber für wichtig: Das Gefühl, die innere Gewissheit, dass ich mit genau diesem Menschen zusammen sein, gemeinsame Dinge erleben und auch immer wieder dazulernen möchte.

Zitat von Fantasia:
Eine Beziehung besteht aus sehr vielen Dingen - die Art, wie man miteinander umgeht, wie (und ob) man sich respektiert, vertraut; nicht unwichtig ist, ob man eher ähnlich oder unähnlich ist in seinen Ansichten und Lebensvorstellungen - aber eine Beziehung besteht nunmal auch aus Alltag und einer Aneinanderreihung von Kleinigkeiten, all das fließt ein. Nun gibt es Menschen, die gerne die Sorgenvollen und Aufopfernden sind, andere wieder möchten den Ton angeben. Nicht jeder Mensch ist für jeden gut.
Bin ich ein ruhiger, gefühlvoller Mensch, wird mich vielleicht ein lauter Mensch sehr stören. Bin ich hyperaktiv-temperamentvoll, nervt mich der zurückgezogene "Langweiler".
Das sind alles Aspekte im persönlichen Wesens-Vergleich der Partner. Hinzu kommen andere Aspekte - Alter (-sunterschied), Lebenspläne, Erfahrungen, Bindungswille, Zukunftsdenken oder Vergangenheitshang usw.

Jau.

Zitat von Fantasia:
Dann gibt es ja auch noch den Sex... ;-) Die körperliche Ebene.

Tja, so wie Du formulierst - "ja auch noch" - weiß ich natürlich nicht (und bitte, Du brauchst Dich hier NICHT zu outen!), ob Du das generell so siehst oder ob Du das speziell bei Deinem jetzigen Partner so siehst.

Es ist natürlich nicht schön, immer (?) nur "dem Anderen zuliebe" mitzumachen. Nach einer gewissen Zeit baut sich automatisch Abwehr auf: Das ist bei allem so, was man selbst nicht wirklich gerne macht. Und wenn man sich dann nicht traut, aus welchen Gründen auch immer, andere Möglichkeiten ins Auge zu fassen und/oder andere Grenzen zu ziehen, sucht sich das Unbehagen andere Wege, um Gehör zu finden.

Zitat von Fantasia:
Wo meinst Du sollte ich ansetzen, wenn Du vom Wesentlichen sprichst?

Für mich ist wesentlich, was und wie ich empfinde. Was und wie ich empfinde, ist nicht gut oder schlecht, ist eben, was und wie ich empfinde.
Für andere Menschen ist es wichtiger, mit ihrem Verstand oder mit ihrer Willenskraft zu "arbeiten".
(Das bedeutet nicht, dass Verstand und Wille unwesentlich für mich sind!)

Zitat von Fantasia:
PS: Furzen ist für mich insofern auch wesentlich, als es meine Privatsphäre betrifft.Es hat im weitesten Sinne auch etwas mit Respekt (-losigkeit) zu tun.

Es kommt darauf an, ob jemand aus Versehen oder aus Gewohnheit furzt. Und bei der Gewohnheit kann man schauen, ob es "dem Furzer" völlig egal ist, was ein/e Andere/r davon hält oder eben nicht. Das kann man herausfinden. Und dann kann man ja erklären, wie man das selber sieht.

Liebe Grüße
 
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carlo

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  • #54
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Zitat von Raphaela:
.... Ich kenne es nämlich auch von mir, dass mich "die kleinen Dinge" richtig nerven, wenn ich eigentlich mit etwas Größerem unzufrieden bin, was ich entweder nicht direkt abstellen kann oder womit ich mich genau in dem Moment nicht auseinandersetzen möchte oder kann....

Ich auch. ;-))

C.
 

Chillwoman

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  • #55
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Hm, wenn ich die Eröffnungsnachricht zu diesem Thread lese, stelle ich fest: Das hatte ich auch schon, alles in einem Mann (bis auf den Mundgeruch) und in ähnlicher Form. Es handelte sich insgesamt um einen sehr unangepassten Mann. Und wisst ihr was? Ich kam damit klar! Sicher habe ich mir darüber meine Gedanken gemacht und auch einiges aus- und angesprochen. Vieles ist ihm mit der Zeit und in der Gesellschaft mit mir auch aufgefallen - und er hat es aus freien Stücken geändert, weil es für ihn Sinn machte. Dadurch konnte ich sehen: Er ist entwicklungsbereit. Das war mir wichtiger als alles andere.

An den Tischmanieren hat er z. B. erst einmal nichts verändert. Ein Bekannter machte ihn mal darauf aufmerksam, das fand ich lustig. Es muss ja nicht immer die Partnerin sein, die herummeckert! Ich habe mir damals, als mir das unangenehm auffiel, andere Männer anderer Frauen angeschaut. Was habe ich da erlebt? Die aßen teilweise noch viel schlimmer und die Frauen legten sicher noch mehr Wert auf Etikette als ich ...

Mein Fazit: Ein wertvoller Mensch kann auch in einem Mann mit rüden Manieren stecken. Allerdings teile ich etwas die Meinung meiner Vorposterinnen, dass möglicherweise etwas "Größeres" nicht stimmt, wenn die Kleinigkeiten so übel aufstoßen.

Es grüßt Chillwoman
 

Marvin

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  • #57
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Wenn man nach und nach ins Zweifeln gerät - hat man sich vom ersten Eindruck täuschen lassen - wollte vielleicht zu Beginn auch nicht sehen - das es nicht passt. Ich hatte eine ähnliche Situation Anfang des Jahres - nur rechtzeitg den Absprung geschafft. Bloss keine 'bedeutungslose' Beziehung - das rockt nicht - das nervt nur :)- Ist man wirklich verknallt - liebt man selbst die Macken - egal wie bescheuert die sind. Dann gibt es keine Zweifel.
 
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Fantasia

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  • #58
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von Raphaela:
Folgendes halte ich aber für wichtig: Das Gefühl, die innere Gewissheit, dass ich mit genau diesem Menschen zusammen sein, gemeinsame Dinge erleben und auch immer wieder dazulernen möchte.

Da gebe ich Dir zu 100 % Recht. Das muss ich für mich tatsächlich hinterfragen. Bzw. ich spüre, dass ich das eigentlich nicht zwingend brauche, sondern auch lange Zeit ohne ihn ein erfülltes Leben lebe.

Auch diesen Aspekt finde ich interessant:

Zitat von Raphaela:
Es ist natürlich nicht schön, immer (?) nur "dem Anderen zuliebe" mitzumachen. Nach einer gewissen Zeit baut sich automatisch Abwehr auf: Das ist bei allem so, was man selbst nicht wirklich gerne macht. Und wenn man sich dann nicht traut, aus welchen Gründen auch immer, andere Möglichkeiten ins Auge zu fassen und/oder andere Grenzen zu ziehen, sucht sich das Unbehagen andere Wege, um Gehör zu finden.

Es passiert wohl in Beziehungen immer wieder, dass es genau dazu kommt, dass man dort landet, obwohl man das ja nicht plant und will. Es ist ja auch nicht so, dass man den Sex generell nicht will („was man selbst nicht wirklich gerne macht“), sondern dass es oft nur die spezielle Ausprägung in einer Beziehung ist, die einem irgendwann öde und wenig gewinnbringend erscheint. Sicherlich kann man andere Möglichkeiten ins Auge fassen (Fremdgehen z. B.) – diese nützen aber oftmals der Beziehung wenig – höchstens dem eigenen Lustgewinn. Und da auch nur temporär.
Ich habe zudem auch die Erfahrung gemacht, dass es sehr oft eine Diskrepanz gibt in Beziehungen - zumindest in meinen: entweder ist der Sex gut, dafür hapert's am Intellekt oder am Seelisch-Menschlichen, oder umgekehrt. Schade eigentlich. Alles zusammen zu finden ist wohl wie einen Sechser (Sexer?) im Lotto zu gewinnen.

Über Deinen Beitrag zum Gewohnheits- oder Verlegenheitsfurzer musste ich lachen – vergib mir!
Aber wenn jemand aus seinen eingefahrenen Gewohnheiten nicht mehr heraus kommt – sorry – aber muss das eine Beziehung wirklich aushalten? Kann man nicht ein bißchen mehr Höflichkeit erwarten (er kann ja die ganze Zeit über furzen was das Zeug hält, wenn ich nicht da bin – was er ja auch ausgiebig tun wird – aber in Anwesenheit des Partners könnte man sich ja vielleicht doch etwas mäßigen – oder nicht?)
 

Gulliver

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  • #60
AW: Sich riechen können - Eigenheiten und Macken, die man/ frau erst später feststell

Zitat von Marvin:
Ist man wirklich verknallt - liebt man selbst die Macken ...
Ja eh klar :). Aber wie kommt es zu diesem "wirklich verknallt", das ja von Anfang an da sein muss, bevor die erste zu tolerierende Macke auftaucht? Mit laaange brauchen, auuusgiebig hineinschauen, gaaanz genau kennenlernen, Checklisten abarbeiten, Test-Sexen und sonstigem QuaQua, bevor ... usw und dann hoffen auf einen zündenden Funken?

Nun Ja! Starke Zweifel tauchen auf in mir. Fluchtgedanken detto.