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  • #91
AW: Sexismus in Deutschland

@ Heike : Zustimmung.

Die Frage ist somit, wie man bei unterschiedlicher Bewertung mit einer solchen Äußerung am besten umgeht ?

Bleiben wir ruhig bei Herrn Brüderle ('s ist gerade so schön "griffig" ;-) ) : Zunächst könnte man sich auf den Standpunkt stellen, das sei ja durchaus ein Kompliment. Da kommt es doch sehr auf Intonation, Sprachmelodie und Situation an. Unterstellen wir einfach mal, es war mehr als das, stellt sich weiter die Frage, ob es die Grenze überschritten hat oder nicht, was - wie wir ja schon festgestellt haben - eben nicht objektiv meßbar ist.

Damit reduziert sich die Frage darauf, wie Frau damit umgehen soll ?

Vorschläge ... ?
 
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  • #92
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Traumichnich:
Ich nochmal.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß das Problem womöglich erst dadurch entsteht, daß es als solches benannt wird : In der Diskussion kochen die Emotionen hoch, und dann ist eh' alles zu spät.

Ist es *wirklich* notwendig, so einen Bohei um das Thema zu machen ? Wäre ihm und allen Beteiligten nicht viel mehr damit gedient, wenn man das Ganze viel - wie soll ich sagen ? - viel "selbstverständlicher" handhabt ?

So kann ich zwar nachvollziehen, daß Frau ihen Kleidungsstil nach einem solchen Vorfall ändert, aber richtig finde ich es nicht : Damit räumt sie doch - womöglich unbewußt - eine "Mitschuld" ein ! Das kann doch nicht angehen !

Es muß "in diesem unserem Lande" doch möglich sein, daß nicht nur jeder seine Meinung frei äußern, sondern auch die Kleidung tragen kann, die sie (er) möchte, ohne daraus irgendwelche Argumentationen abzuleiten ! Vielmehr : Sollte das nicht völlig selbstverständlich sein ?

Die Frage ist, ob ein derart "vorauseilender Gehorsam" letzten Endes dann nicht sogar kontraproduktiv ist, negative Verhaltensmuster zementiert anstatt sie beseitigt !?!

Und nur um das gleich klarzustellen : Nein, das ist keine Schuldzuweisung, lediglich eine Frage von (möglicher) Ursache und Wirkung !

Wie seht Ihr das ? Damit sind vor allem die Damen angesprochen ... !?

Ich sehe das sehr aehnlich wie Du.

Den Bruederle-Zwischenfall haette man sicherlich auch ganz anders regeln koennen. Jetzt wird es allerdings von den Medien so hochgepuscht, dass es die Fronten nur verhaertet und sich irgendwelche Personen profilieren.
Man kann schon wieder das Gefuehl haben, einen gewissen Stempel aufgedrueckt zu bekommen, wenn man in dieser Debatte nicht auf der richtigen Seite steht. Ich bezweife, dass man so erreichen kann, dass Menschen einsichtig werden. Man kann den Eindruck bekommen, schon wieder (von oben) bevormundet zu werden.

Gerade auf professioneller Ebene sollte man solche Sachen doch anders kaleren koennen.

Ich war bei dem Bruederle-Vorfall nicht dabei und gehe bewusst nicht auf die Berichterstattung aus den Medien ein, aber ich bin mir sicher, dass das alles ein gewisses Vorspiel hatte, dass Worte aus dem Kontext gerissen wurden / werden.....

Aber muss man das nun als Anlass nutzen, um in DEU eine Debatte ueber Sexismus zu fuehren? In der heutigen Zeit? Das wundert mich schon.

(Ich moechte nur anfuegen, dass ich mich auf Sexismus beziehe - nicht auf sexuelle Uebergriffe oder sexuellen Missbrauch.)
 
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  • #93
AW: Sexismus in Deutschland

Wow! heavy matter. Ich dachte zuerst, das Thema betrifft mich gewiss nicht...aber das ist hier öfter einmal ein Fehlschluss. Und - nicht alles muss einen selber direkt betreffen.
synthetische Gedanken dazu vor dem Mittagessen:

1. So sehr ich gegen dieses . "woanders ist es viel schlimmer" bin, ist es dennoch woanders möglicherweise viel schlimmer. z.B. wohin soll/kann SIE sich wenden? maskuline patriarchalistische Vorrechte etc.etc.
Das heisst nicht, dass man sich nur als glücklich und privilegiert betrachten soll, und ergo kein Recht auf Beunruhigung hat, wenn man in einem emanzipationsfreudigem Rechtsstaaat lebt.
und die Tatsache, dass es unzähligen Menschen/Frauen viel schlechter geht als mir, ihre Situation viel auswegloser ist als meine, heisst nicht, dass ICH mich in meiner spezifischen Situation also gar nicht schlecht/beunruhigt fühlen darf. (sonst müsste ich mich eigentlich ganz einfach nur freuen, dass ich noch nie vergewaltigt oder ermordet wurde = extreme example)
Aber ab und zu ein switch zwischen mikro und makro relativiert. Und das kann sich auch positiv auf mein Verständnis auswirken.

2. es gibt so etwas wie Hausverstand. = wenn ich mich wider mein besseres Wissen auf bestimmte Art in eine gewisse Situation begebe, geht das nicht immer glimpflich aus. Das könnte man z.B. auch beim Kleidungscodex anwenden. (n.b. ich muss ständig und in vielerlei Hinsicht Hausverstand anwenden)

Wenn ich provoziere, muss ich dabei auch mit vorhersehbaren unangenehmen Reaktionen rechnen..

Wenn ich mich auf extremely sexy zurechtstyle, kann es auch missverstanden werden.

Nicht alle Frauen sind Engel... und auch nicht alle Männer.


3. Es gibt so etwas wie Sensibilität (anderen codes etc. gegenüber)

4. Es gibt leider auch Situationen, wo ich es nicht hätte besser machen können. Überall.
 
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  • #94
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Else:
Mitnichten räume ich eine Mitschuld ein. (...)

In der Außenwirkung (Empfängerhorizont !) erzeugst Du damit aber *genau den* Effekt !

Eben deshalb halte ich es ja für falsch - zumal das "Wasser auf die Mühlen" dieser Männer ist : Wer so "so" kleidet, will es ja nicht anders !

Ich gebe zu : Ich bin auch nicht unbedingt der Schlagfertigsten einer. Meistens fallen mir die wirklich tollen Antworten erst ein, lange nachdem die Situation vorbei ist. Aber es hilft eine gewissse, ich nenne es mal "Judo-Mentalität" : Sich auf das Spiel des Gegners einlassen und seinen Schwung für den eigenen Angriff nutzen. Klappt in aller Regel besser als eigene "Angriffe".

Übertragen heiß das : Bei körperliche Übergriffen *sofort* - reflexartig zuschlagen, lautstark schimpfend (dafür gibt' sogar Kurse, das kann - und muß ! - Frau üben !), bei verbalen Übergriffen auf das Spiel einsteigen und kontern, bei "Ausfüllen des Dirndels" etwa mit "Sie zahlen ?" Damit wäre die Situation entschärft und Frau hätte eindeutig den "Sieg" errungen.
 
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  • #95
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Heike:
Zur anderen gehört: Etwa die prozierende Äußerung, wie das nun so sei, in seinem Alter noch in der Politik durchstarten usw.

Es ging doch nicht um "durchstarten", sondern darum, dass er "Hoffnungsträger" sei. Was mich, im Zusammenhang mit einem Berufspolitiker, der bereits seit Jahrzehnten in der Politik ist und schon diverse Partei- und Ministerämter inne hatte, als Begriff auch befremdet. Was gäbe es denn da noch zu hoffen?
Im Unterschied dazu: den Bundespräsidenten Gauck habe ich als 'Neueinsteiger' durchaus auch als "Hoffnungsträger" wahrgenommen.
 
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  • #96
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von faraway:
1. So sehr ich gegen dieses . "woanders ist es viel schlimmer" bin, ist es dennoch woanders möglicherweise viel schlimmer. z.B. wohin soll/kann SIE sich wenden? maskuline patriarchalistische Vorrechte etc.etc.
Das heisst nicht, dass man sich nur als glücklich und privilegiert betrachten soll, und ergo kein Recht auf Beunruhigung hat, wenn man in einem emanzipationsfreudigem Rechtsstaaat lebt. (...)

Versteh ich nicht. Was wills Du damit sagen ?

Zitat von faraway:
2. es gibt so etwas wie Hausverstand. = wenn ich mich wider mein besseres Wissen auf bestimmte Art in eine gewisse Situation begebe, geht das nicht immer glimpflich aus. Das könnte man z.B. auch beim Kleidungscodex anwenden. (n.b. ich muss ständig Huasverstand anwenden)

Wenn ich provoziere, muss ich dabei auch mit vorhersehbaren unangenehmen Reaktionen rechnen.. (...)

Also doch "Mini-Rock-Regel" ?
 
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  • #98
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Julia Engel:
Sehr vernünftig.

inakzeptabel.

diskussionsfähig.

Na, wenn es so einfach wäre ...
dann wäre die Threadfrage längst beantwortet: Wir leben in einem nichtsexistischen Land, weil Männer und Frauen gleiche Rechte haben.
(Oder hat jemand ein Gegenbeispiel? Das einzige was mir einfällt ist Familienrecht, da gibt es Rechte, die Frauen haben, aber Männer nicht. Insofern würden wir also in einem sexistischen Land leben, aber eben zuungunsten der Männer.)
Aber mit “Rechte” sind eben vermutlich nicht einfach Rechte in diesem Sinn gemeint. Sondern irgendwas anderes. Etwa wenn der Macho sagt, er nehme sich einfach mal das Recht heraus, der Bedienung auf den Hintern zu tatschen. Einige dieser “Rechte” und “Pflichten” werden hier ja hier auch immer wieder munter diskutiert. Etwa daß der Mann die Bezahlpflicht beim ersten Date hat, die Frau das Recht, sich einladen zu lassen, die Frau die Pflicht zur Aufhübschung, der Mann das Recht, daß die Frau auch hübsch bescheiden ist, beide haben das Recht auf einen tollen Partner, der sie nicht betrügt usw.
Steht natürlich in keinem Gesetzbuch. Aber um solche “Rechte” und “Pflichten” scheints zu gehen.
Und diese Diskussion wird man nicht mit einem einfachen “inakzeptabel” erledigen lassen.
 
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  • #99
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Traumichnich:
In der Außenwirkung (Empfängerhorizont !) erzeugst Du damit aber *genau den* Effekt !

Eben deshalb halte ich es ja für falsch - zumal das "Wasser auf die Mühlen" dieser Männer ist : Wer so "so" kleidet, will es ja nicht anders !

Das interessiert mich jetzt aber wirklich. Also: Früher trug ich enge, figurbetonte Kleidung mit dem Ergebnis, dass es häufig zu verbalen und handgreiflichen Übergriffen kam, ohne dass ich das gewollt hätte. Dann zog ich, um das zu verhindrn, und keine Blicke auf gewisse Vorzüge meiner Figur zu lenken, eher weite Kleidung an. Damit machte ich mich aber in deinen Augen mitschuldig? Das verstehe ich nicht. Ich versuchte lediglich mich zu schützen, denn wie schon geschreiben. Damals war ich nicht so drauf, mich direkt zu wehren oder ebenfalls handgreiflich zu werden. Was ich aber eigentlich auch ablehne. Weise ich aber heute solch eine Anmache verbal zurück, bin ich zickig und ich soll mich nicht so anstellen. Also wie ich es dreh und wende, ich bin als Frau die Dumme, oder werde von den übergriffigen Männern so hingestellt. Und: ich bewege mich nicht in Anmacherschuppen oder dergleichen.
 
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Löwefrau_geloescht

  • #100
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Traumichnich:
I

Ich gebe zu : Ich bin auch nicht unbedingt der Schlagfertigsten einer. Meistens fallen mir die wirklich tollen Antworten erst ein, lange nachdem die Situation vorbei ist. Aber es hilft eine gewissse, ich nenne es mal "Judo-Mentalität" : Sich auf das Spiel des Gegners einlassen und seinen Schwung für den eigenen Angriff nutzen. Klappt in aller Regel besser als eigene "Angriffe".


Übertragen heiß das : Bei körperliche Übergriffen *sofort* - reflexartig zuschlagen, lautstark schimpfend (dafür gibt' sogar Kurse, das kann - und muß ! - Frau üben !), bei verbalen Übergriffen auf das Spiel einsteigen und kontern, bei "Ausfüllen des Dirndels" etwa mit "Sie zahlen ?" Damit wäre die Situation entschärft und Frau hätte eindeutig den "Sieg" errungen.

Und eben das kritisiere ich. Warum müssen Frauen sich "irgendwie" kleiden, damit es nicht passiert. Warum sollen Fauen schlagfertig sein und Kurse zur Selbstverteidigung besuchen.
in einer respektvollen Umgebung sollten diese Dinge nicht passieren.

Warum gehen Männer einfach nicht in Kurse, in denen sie sensibilisiert werden, was bei Frauen Grenzübertretung ist. Lernen Höflichkeit und Repsekt gegenüber anderen Menschen.


Und nein...ich meine nicht den Flirt an der Bar.
Ich meine Zoten, blöde körperbetonte Anmachsprüche, verbale Übergriffe und eben auch körperlich Übergriffe, die unerwünscht in der Öffentlicheit oder aber in Abhängigkeitsverhältnissen passieren. Wenn der Chef einem immer so nah kommt, dass sein Arm den Busen berührt. Sagt die Frau, dass sie das nicht will...zack....vorbei ists mit der Karriere.

Schlimmstenfalls gehts ins Mobbing und dann kann sie zusehen, dass sie schnellsmöglich sich einen neuen Job sucht....und dass, weil ein Mann der Meinung ist...sie solle sich nicht so haben. Das mögen doch die blöden Weiber.

Und ja, um genau diese Vorgänge muss diskutiert werden...und ich bin eigentlich ganz dankbar dafür, dass der Fall Brüderle einen Aufhänger dafür gegeben hat, diese TATSACHEN mal wieder ein wenig in den Mittelpunkt zu spielen.

Und Frauen, denen das nicht passiert ist: Good Luck...aber kehrt es nicht unter den Tisch und stellt uns Frauen, denen das passiert ist bitte weder als Lügnerin dar, noch als Flittchen.
 
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  • #101
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Traumichnich:
Versteh ich nicht. Was wills Du damit sagen ?



Also doch "Mini-Rock-Regel" ?

1) ich lebe nicht nicht in einem Rechtsstaat. Also bekomme ich direkter mit, was das bedeuten kann.

2) definiere ich lieber als Hausverstand oder Sensibilität (bin kein Regel freak)
 
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  • #102
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Frauen-Versteher:
was ist beim "gutgemeinten" Annäherungsversuch im Zuge bspw. eines romantischen Abends oder bei sonst einem Glas etc., wenn sich nachher herausstellt, dass frau gar nicht oder nicht recht will? Den ersten Annäherungsversuch (was für ein Unwort...) macht man(n) ja normalerweise (oder??)...
Dass der Mann den Anfang machen müsse, ist ja nicht nur eine vielfach angemahnte "Konvention" ("rule"), sondern auch ein gern gegebener Ratschlag z.B. an Schüchterne, doch einfach mal im Supermarkt eine Frau anzusprechen oder jemandem auf der Straße einfach mal ein nettes Kompliment zu machen. Interessanterweise beziehen sich insbesondere "Komplimente" ja praktisch immer aufs Äußere (klar, wenn man jemanden überhaupt nicht kennt, kann man zu seinem Wesen ja auch kaum was sagen.).

Wenn man(n) also immer den Anfang macht, läuft er aus rein statistischen Gründen auch als einziger Gefahr, in ein Fettnäpfchen zu treten. Denn selbst beim besten Willen kann man(n) es nicht jedem recht machen. Also die Ermutigung betreffs ersten Schritt machen: "Was kann dir schon groß passieren außer ein 'Nein'?" ist doch etwas zu einfach. Auch der "todsichere" Tipp, dass niemand sich beschweren wird, wenn man dabei höflich und nett ist, ist so todsicher nicht. Denn darunter versteht jeder was anderes, jeder hat überhaupt andere Grenzen.

Wir können uns der Einfachheit halber auch auf die stinkenden sabbernden Bauarbeiter kaprizieren und diesen Thread schließen, da Dissenz wohl kaum bestehen dürfte. Aber ich denke, die Sache ist doch etwas breitgefächerter. Ein Punkt ist in meinen Augen, dass das, was ich eben beschrieb, auf eine fatale Art von Gegenseitigkeit beruht. In diesen Konventionen ist mir zuviel Unklarheit und "Ja, aber ..." drin. Ein Mann soll "rangehen", aber ... Eine Frau soll sich "aufhübschen", aber ...
 
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  • #103
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Foristin:
Ja, ich finde ja auch, dass man - wenn man kein Geld hat, um sich Dinge zu kaufen - einfach Schaufensterscheiben einschlagen sollte, in denen Waren verführerisch präsentiert werden.

Es ging doch um Worte. NIcht ums Einschlagen oder Zugreifen. Wer was im Schaufenster sieht und kein Geld hat, es sich zu kaufen, der darf auch kein Wort darüber verlieren? Der darf nicht schwärmen? Ein seltsames SChaufenster wäre ddas. Irgendwie verwirrend dein Vergleich. Denn mit "Schaufenster" betonst du ja gerade den Auslage-Charakter.
 
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  • #104
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Andre:
Wir können uns der Einfachheit halber auch auf die stinkenden sabbernden Bauarbeiter kaprizieren und diesen Thread schließen, da Dissenz wohl kaum bestehen dürfte. Aber ich denke, die Sache ist doch etwas breitgefächerter. .

Ja, denn manchmal unterscheidet sich ein Vorstandsvorsitzender oder ein Politiker in seinem Verhalten eben nicht vom sabbernden Bauarbeiter.
 
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  • #105
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Else:
Das interessiert mich jetzt aber wirklich. Also: Früher trug ich enge, figurbetonte Kleidung mit dem Ergebnis, dass es häufig zu verbalen und handgreiflichen Übergriffen kam, ohne dass ich das gewollt hätte. Dann zog ich, um das zu verhindrn, und keine Blicke auf gewisse Vorzüge meiner Figur zu lenken, eher weite Kleidung an. Damit machte ich mich aber in deinen Augen mitschuldig? (...) ich bin als Frau die Dumme, oder werde von den übergriffigen Männern so hingestellt.(...)

Nein, nein, nein, da hast Du ich mißverstanden . Ich habe nicht gesagt, daß Du mitschuldig *bist*, sondern daß die übergriffigen Männer das als "Schudeingeständnis" *werten* ! Dazu paßt auch der letzte Satz des o.g. Zitates.

Else, ich habe auch keine Universallösung dafür, deshalb hatte ich ja gefragt ! Nach meinem Eindruck hat es aber eine selbstbewußte Frau, die *klare Grenzen* setzt, *immer* leichter als eine, die versucht, lediglich "dem Ärger aus dem Weg zu gehen".
 
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  • #106
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Traumichnich:
Else, ich habe auch keine Universallösung dafür, deshalb hatte ich ja gefragt ! Nach meinem Eindruck hat es aber eine selbstbewußte Frau, die *klare Grenzen* setzt, *immer* leichter als eine, die versucht, lediglich "dem Ärger aus dem Weg zu gehen".

Ja, das sehe ich jetzt auch so.
 
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  • #107
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Heike:
Es ging doch um Worte. NIcht ums Einschlagen oder Zugreifen. Wer was im Schaufenster sieht und kein Geld hat, es sich zu kaufen, der darf auch kein Wort darüber verlieren? Der darf nicht schwärmen? Ein seltsames SChaufenster wäre ddas. Irgendwie verwirrend dein Vergleich. Denn mit "Schaufenster" betonst du ja gerade den Auslage-Charakter.

In Pollys Post, auf den sich mein 'Vergleich' bezieht, ging es explizit ums Zugreifen:

Ich kann leider nicht alle meine Geschlechtsgenossinnen in Schutz nehmen. Manch eine spaziert aufdringlich ihres Weges, dass Mann fast schon gar nicht anders kann, als wie zugreifen.
 
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  • #109
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Löwefrau:
(...)Und Frauen, denen das nicht passiert ist: Good Luck...aber kehrt es nicht unter den Tisch und stellt uns Frauen, denen das passiert ist bitte weder als Lügnerin dar, noch als Flittchen.

Du irritierst mich etwas : Wer hat das hier wann getan, bitte ?!?
 
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  • #110
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Traumichnich:
Du irritierst mich etwas : Wer hat das hier wann getan, bitte ?!?

Es gab hier eine Reihe von Beiträgen, in denen Foristinnen aufgrund fehlender eigener Übergriffs-Erfahrungen und fehlender Erfahrungen im Bekanntenkreis die Existenz solcher Vorkommnisse grundsätzlich verneinten.
 
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Löwefrau_geloescht

  • #111
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Heike:
Es ging doch um Worte. NIcht ums Einschlagen oder Zugreifen. Wer was im Schaufenster sieht und kein Geld hat, es sich zu kaufen, der darf auch kein Wort darüber verlieren? Der darf nicht schwärmen? Ein seltsames SChaufenster wäre ddas. Irgendwie verwirrend dein Vergleich. Denn mit "Schaufenster" betonst du ja gerade den Auslage-Charakter.

Es ging um Pollys Post nr 18 - sie schrieb von "Zugreifen" insofern finde ich Foristins Vergleich gut gewählt.
 
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  • #113
AW: Sexismus in Deutschland

@ Löwenfrau : Ich glaube nicht, daß Du mit Pauschalisierung und Generalverdächtigung viel wirst bewegen können, im Gegeneil : Damit nimmst Du selbst die Männer, die *eigentlich* Deine Position dem Grunde nach womöglich teilen, gegen Dich und - was schlimmer ist - gegen die Sache ein.

Und vielleicht magst Du einmal selbst in Deinen Erfahrungen nachforschen, auf welche Weise Du erfolgreicher warst : Militant, brachial oder subtil, charmant ?

Ich denke, in der Sache sind wir gar nicht so weit auseinander, wohl aber in der Art und Weise der Durchsetzung ... !
 
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  • #115
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Foristin:
Es gab hier eine Reihe von Beiträgen, in denen Foristinnen aufgrund fehlender eigener Übergriffs-Erfahrungen und fehlender Erfahrungen im Bekanntenkreis die Existenz solcher Vorkommnisse grundsätzlich verneinten.

Ich habe keinen einzigen solcher Beiträge gelesen, der das Vorkommen solcher Fälle grundsätzlich geleugnet hätte. Das wäre auch völliger Unsinn. Es ging immer um eine Einschätzung des Ausmaßes und Gewichts.
 
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  • #116
AW: Sexismus in Deutschland

Sorry, aber wieso zum zehnten Mal einen einzigen Pollysatz zitieren? Nicht nur so ein Satz, sondern inbesondere der Umgang damit bestimmt das Niveau der Debatte.
Es sind genug Vorschläge da, das Thema feiner anzugehen.
Wer aber, statt dies zu tun, immer auf einem einzigen Satz herumreitet, den sowieso sonst kaum jemand vertritt, gibt nicht zur Vermutung Anlaß, wirklich am Verständnis der Thematik interessiert zu sein.
 
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Löwefrau_geloescht

  • #118
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Heike:
Ich habe keinen einzigen solcher Beiträge gelesen, der das Vorkommen solcher Fälle grundsätzlich geleugnet hätte. Das wäre auch völliger Unsinn. Es ging immer um eine Einschätzung des Ausmaßes und Gewichts.

Maribo Post Nr 2
Anaj post 7
Mrs Post 22 - grenzwertig - du wirst es sicher als ihre erfahrung oder sonstwas auslegen
 
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  • #119
AW: Sexismus in Deutschland

Zitat von Heike:
Sorry, aber wieso zum zehnten Mal einen einzigen Pollysatz zitieren? Nicht nur so ein Satz, sondern inbesondere der Umgang damit bestimmt das Niveau der Debatte.

Weil sich mein Beitrag, den Du zitiert hast, und meintest, mich darauf hinweisen zu müssen, dass es doch nur um Worte ging, direkt auf diesen Post von Polly bezog, in dem es ganz konkret ums "Zugreifen" ging.
 
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