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  • #1

Schwindler

Liebes Team,
nach gestriger Fassungslosigkeit bin ich heute sehr verunsichert. Mir ist folgendes passiert: Ich bekomme hier bei Parship Kontakt mit einem Herrn, der, promovierter Chemiker, 62 Jahre, verwitwet, sehr gut aussehend mich anschreibt. Wir schreiben ein paar Mal und er lädt mich am letzten Freitag in ein gutes Lokal ein. Er spricht über seine Tätigkeit in der Kosmetikforschung bei Bayer, über sein Zuhause in Kamp Lintfort, über seine krebskranke Frau, die vor 10 Jahren verstorben ist. Und erzählt mir die hässliche Tragik des Endes seiner letzten 5 Jahre andauernden Beziehung, die er zu Weihnachten beendet hat. Zum Schluss unseres Treffens äußerte er den Wunsch, mich wieder zu sehen. Da ich in ihm einen feinen, gebildeten Mann sah, er sich mir auch so privat aufgeschlossen hat bin ich mit Glücksgefühlen nach Hause gefahren.
Ich kürze jetzt ab: Alles ist unwahr. Er lebt nicht in Kamp L. sondern in Köln. Er arbeitet nicht in der Kosmetikforschung und er ist verheiratet. Es ist nur richtig, dass er promov. Chemiker ist bei Bayer.
Dieser Mann müsste hier in diesem Portal gesperrt werden. Ich bitte um schnellstmögliche Antwort.
 
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  • #2
AW: Schwindler

Hallo Arita,

das klingt nach einem sehr erschütternden Erlebnis für sie. Bitte teilen Sie dieses dem Kundenservice mit, so dass unser Kundenservice diesem Mann zur Rede stellen kann, um entsprechendes einzuleiten, wenn dieses sich als wahr herausstellt. Wir müssen dieses natürlich erst überprüfen, da es leider auch vorkommt, dass eine Person aus Kränkung oder Ablehnung bewusst falsch beschuldigt wurde.
Bitte senden Sie eine Email an:
kundenservice@parship.de , um weiteres zu veranlassen.

Ihr Lars Schöning
 
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  • #3
AW: Schwindler

Mit 62 macht der noch so'ne Show? Ist das nicht ein bischen stressig und macht das sein Herz noch lange mit? ;-)
 
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  • #4
AW: Schwindler

Wie hast Du das rausgefunden?
 
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  • #5
AW: Schwindler

Nach dem Treffen mit dem Dr.Dipl.Chem. kam mir komisch vor, dass er mich wiedersehen wollte, mir aber nicht seine Telefonnummer, Visitenkarte o.ä. gab. Eine befreundete Journalistin, der ich über den interessanten Abend berichtete, fand aber, dass da "etwas" dahintersteckt, googelte und bekam heraus, dass er nicht in Kamp L. wohnt sondern in Köln. Sie rief dann auch auf der Kölner Nummer an. Dort meldete sich eine Frau, die dann auf eine Geschichte hin, die sich meine Freundin ausgedacht hat, IHREN MANN an den Apparat holte....
 
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  • #6
AW: Schwindler

Namensgleichheit?
Also ich finde, Du unterstellst etwas, was nicht belegt ist.
Spätestens bei einem privaten Treffen hättest Du doch gesehen, ob da noch eine Ehefrau lebt oder eben nicht.
Findest Du solche Detektivmethoden sinnvoll, um eine Beziehung zu beginnen?
 
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  • #7
AW: Schwindler

Zitat von mager:
Namensgleichheit?
Also ich finde, Du unterstellst etwas, was nicht belegt ist.
Spätestens bei einem privaten Treffen hättest Du doch gesehen, ob da noch eine Ehefrau lebt oder eben nicht.
Findest Du solche Detektivmethoden sinnvoll, um eine Beziehung zu beginnen?
Wenn man mit dem (eigentlich wünschenswerten) Urvertrauen mal in die Falle getappt ist, wird man vorsichtig. Und leider auch ziemlich oft 'fündig'. Ich könnte Dir da auch einige Beispiele nennen, bei denen sich eine schlüssig erscheinende Legende, die sich sicher eine ganze Zeit lang hätte aufrecht erhalten lassen, in wesentlichen Punkten (z.B. Familienstand) als faustdicke Lüge entpuppt hat.
Schade finde ich allerdings, dass das Misstrauen leider auch immer wieder die Falschen trifft. Da würde ich mir dann etwas Verständnis für die 'Umstände' des Misstrauens wünschen und die Größe, es nicht gleich persönlich zu nehmen.
 
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  • #8
AW: Schwindler

Zitat von mager:
Also ich finde, Du unterstellst etwas, was nicht belegt ist.
Spätestens bei einem privaten Treffen hättest Du doch gesehen, ob da noch eine Ehefrau lebt oder eben nicht.
Findest Du solche Detektivmethoden sinnvoll, um eine Beziehung zu beginnen?
Es ist eben ganz sicher belegt.
Und du meinst im Ernst, dass ein "privates Treffen" stattgefunden hätte mit der Ehefrau im Hintergrund ?? Soweit wollen wir es doch gar nicht kommen lassen, oder? Ich meine, dass man nicht vorsichtig genug sein kann. Es ist schade, dass es so ist und die Zeit einem das gelehrt hat. Aber besser so, als hereinzufallen, wenn es schon fast zu spät ist.
 
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  • #9
AW: Schwindler

Eine gewisse Achtsamkeit lohnt sich. Das hat nichts mit Detektiv sein zu tun. Mir schrieb einer mit vollem Namen, sandte mir täglich nette von seiner eigenen Mail auf meine private Mail , Photos von sich und seinem Sohn, sagte er wohne in Zürich seit 5 Jahren, schien aber keine Ahnung zu haben, dass mein Dorf 10 km davon weg ist.
Da ich FB Nutzerin bin habe ich ihn dort gesucht und mit Foto gefunden. Doch komischerweise stimmte dort einiges nicht überein. Ok, das kann ja sein. Da er sich als Ingenieur ausgab im selbständigen Beruf (auch eine Masche die mehrfach benutzt wird, klingt ja seriös) suchte ich ihn bei Xing, fand wieder sein Profil mit Foto und da stand ein anderer Ort woher er stammt. Im Profil stand er wohne in Köln, auch das konnte ich noch schlucken. Er hatte aber nur eine deutsche Handynummer auf welcher ich ihn anrufen könne und sei jetzt kurzfristig nach Deutschland gegangen, hätte geschäftlich zu tun und wenig Zeit. Als ich ihn auf seinem FB-Profil anschrieb mit einer Freundschaftsanfrage, hat dieser Mann nicht geantwortet. Vermutlich war das gar nicht dieser Mann der mir geschrieben hatte.
Ich habe es gemeldet und er wurde gelöscht.

Dasselbe passierte mir mit einem (auch Ingenieur) der angab in London zu leben, wir kamen bis zum Punkt wo wir telefonierten und SMS sandten. Als er mir aber schon nach 3 Wochen von einem geschäftlichen Glücksfall in Afrika schrieb, er brauche Geld um seine importierten Teile vom Zoll zu holen und ich nicht bereit dazu war, endete der Kontakt sofort. Auch ihn habe ich gemeldet.


Sobald nur etwas suspekt ist, möchte ich dem auf den Grund gehen, so geschieht schnelle Klärung. Den jetzigen Datingmann, Schweizer habe ich getroffen, seine geschäftliche Handynr. steht auf dem Auto, er ist registriert auf seinem Fachgebiet mit Wohn- und Geschäftsadresse und bei der Begegnung machte er mir einen super netten Eindruck. Da lasse ich den Rest auf mich zukommen.
 
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  • #10
AW: Schwindler

Leider werde auch ich nun mehr detektivisch tätig sein. Gerade wäre ich nämlich beinahe einem Betrüger aufgesessen. Nur hat er die Rechnung nicht mit der Juristin, die ich bin gemacht. Es schien anfangs alles sehr nett. Ein Witwer mit Tochter, Ingenieur und selbstständig, viel unterwegs, auch wenig Zeit. Dann musste er geschäftlich nach Dubai. Er schrieb schöne und liebevolle Mails, obwohl wir uns noch gar nicht gesehen hatten. Das tat natürlich gut. Schnell ist frau da emotional eingewickelt! Und plötzlich: Probleme mit dem Projekt. Verunfallte Arbeiter ohne Krankenversicherung, er müsse alles selber zahlen... 8000.- wollte er. Ich verlangte eine Offenlegung seiner Identität, seiner Bankverbindung, eine Schuldanerkennung. Er wand sich und wich aus und beklagte sich über den Druck, den ich ausübte. Spät aber immerhin, stellte ich fest, dass seine Handynummer aus den Emiraten kommt, dass sein vermeintlicher Name im Google nicht auffindbar war... Kurz ich teilte ihm mit, dass er es vergessen könne und mich dazu. Ich hatte also noch Glück und nur einen "Gefühlsschaden".
Parship hat ihn übrigens bereits gelöscht. Aber schon findet sich ein Asset Manager, auch Englisch schreibend, ohne Foto und mit nur allgemeinen Hinweisen über sich, in Parship. Frau wird misstrauisch und das ist schade für die ehrlichen Mitglieder unter uns.
 

Jan

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  • #11
AW: Schwindler

Zitat von carine:
Aber schon findet sich ein Asset Manager, auch Englisch schreibend, ohne Foto und mit nur allgemeinen Hinweisen über sich, in Parship. Frau wird misstrauisch und das ist schade für die ehrlichen Mitglieder unter uns.
Liebe Carine,

ein Glück, dass Sie sich da so beispielhaft verhalten haben. Sie haben Recht: dass sich solche Betrüger in die Partnersuche einschleichen ist für alle sehr ärgerlich.
Es wäre daher gut, wenn Sie auch das neu aufgetauchte Profil melden würden (falls Sie es nicht sowieso bereits getan haben).

Viele Grüße,

Ihr Jan.