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  • #76
Also das verstehe ich überhaupt nicht!
Was soll denn das mit Macht zu tun haben? Das Gegenteil ist der Fall. Wer als Schummler oder Lügner ( je nachdem, wie groß die Unwahrheit ist) dasteht, steht doch ganz wackelig. Und muss damit rechnen, ein Nimmerwiedersehen zu bekommen. Oder bestenfalls hat der andere Verständnis für die Schummelei..
Aber Machspiele bringen doch gar nichts. Willst du Machtspiele oder willst du Liebesspiele?
Liebesspiele.
Ja, der Lügner muß natürlich die Entdeckung fürchten, oder zumindest bestimmte Reaktionen als mögliche Konsequenzen der Entdeckung.
Aber hier gehts ja nicht nur um die Perspektive der Lügner, sondern ebenso um die derjenigen, die Lügner ablehnen. Weshalb sollten sie das nun tun, also die Lügner ablehnen, wenn nicht deswegen, weil sie da irgendwas befürchten?
Dieser Furcht korrespondiert eine (tatsächliche oder zugeschriebene) Macht auf Seiten der (tatsächlichlichen oder beurteilten) Lügner.
Natürlich mußt du das Spiel nicht spielen. Du kannst auch einfach keine Angst vor (möglichen) Lügnern haben.
 
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Deleted member 22756

  • #77
@WolkeVier
Nein, ich glaube, es liegt eher daran, dass ich mich "eingenebelt" fühle von diesen Volten und Haken.
Hat sicher mit mir zu tun.
Das sind für mich "red flags", wenn man so will.
Sicher verstehe ich vieles nicht, was @syntagma schreibt, aber mich macht das trotzdem aggressiv.
Deshalb halte ich mich zukünftig davon fern. Auch wenn ich es gerne lese.
 
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Deleted member 21128

  • #78
Das "in Frage stellen"? Sicher. Aber irgendwie fühle ich mich verarscht, wenn ich mit jemandem in einen Austausch gehen will, und derjenige ständig seine Position verändert; oder gar keine bezieht, weil er nur noch hinterfragt.
Ja mei, sie wird halt auch hier sein, um ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, und nicht um die Erwartungen anderer zu erfüllen. So wie wir auch.
Was immer du daraus machst.
Das sind für mich "red flags", wenn man so will.
Ja, für mich auch, wenn vielleicht auch andere.
Sicher verstehe ich vieles nicht, was @syntagma schreibt, aber mich macht das trotzdem aggressiv.
Du machst dich aggressiv und du nebelst dich ein. Das ist wichtig.
@WolkeVierDeshalb halte ich mich zukünftig davon fern. Auch wenn ich es gerne lese.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie man sich hier von jemandem fernhalten kann, außer das Forum zu verlassen. Man kann höchstens nicht reagieren, also nach außen.
Was spricht dagegen, nur auf das nicht zu reagieren, was man verurteilt?
 
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  • #79
Also schreibt man einfach, was (vermutlich) gut ankommt?
Unabhängig davon, wie alt und groß man wirklich ist?
Das hat zur Folge, dass man Menschen trifft die,
1. nicht so sind, wie man erwartet hat, weshalb man ent-täuscht ist und
2. es offenbar mir der Wahrheit nicht so genau nehmen.
Ich bin dann raus, bezahle (nur) meine Kaffee und sage leb wohl.
So irgendwie - und beim ersten Date fliegt alles auf :eek:. Mein allererstes Parship-Date hatte sich schon eben mal 10 Jahre jünger geschummelt. Auf meine Frage nach dem Grund kam doch tatsächlich die Antwort, wenn er sein wahres Alter angebe lerne er nicht die Frauen kennen die er kennenlernen möchte.
Ritsch - ratsch - Datingratsche :D:D

Und auch DAS würde nicht lange funktionieren - als Karateka (und überhaupt ) bin ich nicht unterwürfig :D:D. Aber als Test wäre es sicher interessant.
Liebe Männer, wie wäre es denn mal mit einer Partnerschaft auf Augenhöhe?

lass den akademischen Grad stehen und schreib ins Zitat, dass du sehr unterwürfig bist und dich gerne an eine starke Schulter anlehnen kannst. Würd mich interessieren, ob das Einfluß hätte... :)
 
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  • #80
Ich finde das sehr wertvoll.
... Die finde ich jetzt ganz klar.
Wertvoll. Ein großes Wort. Klar ist das Geschriebene von @syntagma eigentlich immer, aber mir persönlich fehlt etwas.
Wenn man neue Aspekte einbringt, weil man einen Standpunkt vertritt, dann erkennt man mit der Zeit zumindest die Konturen einer Person. Wortakrobatik, Geschriebenes einfach umbauen und weitertreiben, selten klare Standpunkte vertreten, nichts Persönliches beitragen, sich nicht (an)greifbar machen - da kannst Du Dich wahrscheinlich auch mit KI unterhalten. Textgeneratoren bauen angeblich inzwischen auch ganz brauchbare Texte, allerdings ohne andere vorzuführen. Anregend wären diese Worte dann auch, es bliebe genauso unnahbar.
 
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  • #83
Pablo Neruda:
Bei den Themen Alter, Kinder und Familienstand gibt es nichts zu diskutieren. Ich möchte schon wissen, ob meine potentielle Partnerin noch verheiratet ist oder nicht. Ich möchte schon wissen, wie lange die Trennung her ist.
Das sind nun rein formale Kriterien. Sie können keinesfalls die persönliche Einschätzung ersetzen, ob die andere Person tatsächlich bereit und fähig ist, eine neue Beziehung einzugehen.

Mafalda
Die Intelligenz einer Frau hat auf dem Partnermarkt den Wert Null. Das hab ich mal irgendwo gelesen.
Dieser 'Partnermarkt' scheint ja doch ein merkwürdiger Markt zu sein, der zumindest meinen Erfahrungen nach nichts mit den Realitäten bestehender Paarbeziehungen zu tun hat. Preisfrage: Wie kommen die zustande?

Baudolino:
Die Wahrheit ist das Alter, das im Ausweis steht. Nicht wie man aussieht und noch viel weniger, wie man auszusehen glaubt.
Die Frage ist dabei allerdings, was ist Wahrheit. Es dürfte aber richtig sein, dass der Abgleich von äußerem Erscheiungsbild und amtlich dokumentiertem Alter auch Auskunft über die Lebensweise der Person gibt.

Mondblume:
Und manchmal schaue ich ein Profilbild an- und denke, das Alter stimmt nicht.
Inkompatibilitäen zwischen dem Äußeren und dem formalen Alter kommen allerdings auch gelegentlich im richtigen Leben vor, und zwar in beide Richtungen ...

Dass Schumeleien nicht nur unschön sind, sondern vor allem etwas über die Unsicherheiten und Ängste der Schummelnden aussagen, ist eine Sache. Eine Partnersuche, die vor allem formale Kriterien fokussiert (jenseits der persönlichen Präferenzen, die es bewusst oder unbewusst immer gibt), scheint mir aber ebenso Ausdruck von Unsicherheit.
 
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  • #85
Dieser 'Partnermarkt' scheint ja doch ein merkwürdiger Markt zu sein, der zumindest meinen Erfahrungen nach nichts mit den Realitäten bestehender Paarbeziehungen zu tun hat. Preisfrage: Wie kommen die zustande?
Ja der Online - Markt ist irre - vor allem der Optimierungswahn. Bisschen zu gross (1 cm kann da schon reichen, hatte ich tatsächlich mal als Argument ), klein, alt, jung, etc...und du bist raus. Es "warten" ja noch 300 andere Partnervorschläge.
Im richtigen Leben lernt man sich oft "einfach so" kennen - und es entstehen Paare, die im Online Dating gegenseitig durch alle Raster gefallen wären.
Kennst du das Buch "The Rosie Project"? Ein Professor der Uni Melbourne, der unter Asperger leidet, entwirft darin einen 16-seitigen Fragebogen mit einem detaillierten Anforderungsprofil. Seine Zukünftige sollte Wert auf Pünktlichkeit legen, organisiert und keine Veganerin sein, nicht rauchen, nicht trinken und ihre Zeit nicht mit dem Lesen von Horoskopen verschwenden.
Und dann kommt Rosie in sein Leben.
Rosie ist nichts von alledem - und sie werden ein Paar.
Wie war das:
Life is what happens to you while you are busy making other plans.
 
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  • #86
Mafalda: Im richtigen Leben lernt man sich oft "einfach so" kennen ... und was hindert dich daran, Wege zu suchen, diese Erfahrungen aus dem 'richtigen Leben' auch auf die SB-Situation zu übertragen? Und davon auszugehen, dass es andere gibt, die das ebenso tun. Wie die jeweils zu finden und anzusprechen sind, hängt natürlich von den individuellen Interessen und der jeweiligen Lebenssituaition ab. Profile bei PS (oder anderswo) enthalten oft weitaus mehr Informationen über die Personen als nur formale Kriterien. Man/frau muss sie allerdings lesen können.
 
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  • #87
Dass Schumeleien nicht nur unschön sind, sondern vor allem etwas über die Unsicherheiten und Ängste der Schummelnden aussagen, ist eine Sache.
Oder vielmehr über die Unsicherheiten und Ängste derjeniger, die einem (möglichen) Schummelnden gegenüberstehen.

Wir müssen auch nicht überpsychologisieren. Ein Schummler kann das Schummeln einfach für opportun halten, er muß nicht gleich an seinem Selbstwert zweifeln, wenn er sich ein paar Jahre jünger macht. Sondern er kann auch einfach glauben, auf diese Weise in mehr Suchanfragen zu erscheinen. Und ja, wenn er so rechnet, dann rechnet er wohl auch damit, daß nicht alle derjenigen, in deren Suchanfragen er dann erscheint, ihn bei Bekanntgabe der Schummelei zum Teufel jagen. Auch das eine durchaus nicht völlig irrationale Annahmen.

Und wie sähe das für die Aversion gegenüber dem Schummeln aus: wie könnte man sie erklären, ohne Ängste anzuführen?

Eine Partnersuche, die vor allem formale Kriterien fokussiert (jenseits der persönlichen Präferenzen, die es bewusst oder unbewusst immer gibt), scheint mir aber ebenso Ausdruck von Unsicherheit.
Ja. Und zugleich eröffnet so eine Dominanz formaler Kriterien, mit ihnen zu spielen. Wie es womöglich so mancher Lügner tut.