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  • #1

Schüchternheit bekämpfen

Hallo, ich such jetzt einfach mal hier Rat. Seit etwa einem halben Jahr bin ich jetzt wieder auf der Suche.

Zur Zeit sprühe ich eigentlich nur vor Energie, fühle mich wohl und habe auch erstaunlich viele Frauen um mich...allerdings stelle ich dabei fest, dass ich ein altes Problem nicht ablegen kann. Ich bin eigentlich ein sehr kontaktfreudiger extrovertierter Mensch, rede gern und viel, bin für jeden Spaß zu haben. Ich habe bereits mehrere Freunde über das Internet kennengelernt und habe keinerlei Probleme damit auf neue Leute zuzugehen.

Das klingt alles ja absolut prima...wenn das alles nicht plötzlich wie weggeweht wäre, sobald ich bei einer Frau aktiv werden müsste. Sämtliches Selbstbewusstsein ist total verschwunden, ich weiß genau wann ich was tun müsste bzw welche Signale zu senden sinnvoll wären...aber ich bin nicht in der Lage dieses Wissen umzusetzen. Ein krasses Beispiel nur wenige Tage her: eine durchaus attraktive junge Dame kuschelt sich so halbwegs an mich, die erste Reaktion war ein völlig unlogisches zurückzucken. Sie sagt noch ich könne ruhig so sitzenbleiben und kuscheln, ich leistete dem zwar Folge, war dann aber wie versteinert. Von wegen mal Arm um sie legen oder ähnliches, konnt ich alles vergessen. Ihr könnt euch sicher vorstellen wie nervig sowas ist.

Dazu kommt noch, dass die meisten Frauen mich total nett finden. Was das Wort nett bedeutet ist ja wohl klar. Ich habe nicht nur einmal den Kampf um eine Frau durch meine Passivität auf der einen Seite und meine nette Art auf der anderen Seite verloren. Die Frauen bevorzugen dabei eben doch eher den Bad Boy.

Das bringt mich jedoch nicht weiter. An meiner Nettigkeit will ich eigentlich gar nichts ändern. Ich bin gern freundlich und höflich zu anderen Menschen (es wäre schön wenn alle Menschen so wären) und vor allem: in meiner letzten Beziehung haben nicht wenige meine Frau um ihren Traummann beneidet (nicht meine Wortwahl wohlgemerkt)...insofern kann das ganze so falsch ja nicht sein.

Was ich aber definitiv ablegen will ist diese sinnlose Schüchternheit...nein schon fast Verklemmtheit wenn es ernster mit einer Frau wird. Anfangs hatte ich überhaupt keine Ahnung wie ich das angehen soll, da ich keinen Grund erkennen konnte. Nach viel googlen bin ich aber auf einen sehr guten Ansatz gestoßen: Man sollte sich nicht als Bittsteller sehen, sondern quasi als Angebot. Ich habe eigentlich sofort erkannt, dass dort der Hase im Pfeffer begraben liegen dürfte.

Allerdings ist damit maximal das Problem erkannt, jedoch keine Lösung gefunden. Wie stelle ich das an? Eigentlich bin ich recht selbstbewusst und weiß auch, was ich einer Frau bieten kann und will, trotzdem bin ich nicht in der Lage mich auch entsprechend anzubieten. Ich hatte in meinem Leben nicht allzuviel Glück mit Frauen, daher dürfte auch meine Schüchternheit kommen. Jedoch brauch ich wirklich hilfreiche Tips, wie ich diese wieder ablegen kann. Es kann doch nicht sein, dass ich mir jedes mal selbst im Weg stehe...

Ich hoffe ihr könnt erkennen wo mein Problem liegt und mir entsprechende Tips geben. Ich bin da nämlich mit meinem Latein am Ende. Ich habe die Nase voll davon schüchtern zu sein, ich will endlich selbstbewusst Frauen gegenüber treten können. In Gedanken klappt das ja ganz gut...aber in der Realität...zum vergessen.

So jetzt bin ich mal gespannt was ihr mir raten könnt :)
 
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  • #2
@Erfurter: Ich gehe davon aus, du weißt schon wie es geht.
 
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  • #3
Wenn dem so wäre, würde ich hier ja nicht fragen. Das angesprochene Beispiel (davon könnt ich dutzende aufzählen) stellt den Ist-Zustand dar. Ich weiß einfach nicht wie ich das abstellen kann. Normalerweise bin ich total selbstsicher (wie z.B. hier auch im Forum, da habe ich keinerlei Problem offen zu sprechen), kommt es aber drauf an, ist davon nichts mehr drüber. Ich habe durch diese Passivität nicht erst eine mögliche Beziehung in meinem Leben verpasst. Es gibt da einfach einen Punkt über den ich nicht hinwegkomme, eine Blockade die ich mir nicht wirklich erklären kann. Ich weiß genau was zu tun wäre, bin aber absolut nicht in der Lage dieses auch zu tun, mein Körper gehorcht quasi meinem Kopf nicht. Ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll...
 
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  • #4
Falls doch nicht, immerhin hat es ja schon einmal geklappt mit dem anbandeln, mit Deiner früheren Freundin hier eine Idee:

Eine Möglichkeit wäre, zu einer privaten Partnervermittlung zu gehen. Wenn es eine gute ist, kostet es natürlich einen gewissen Betrag.

Nur wenn diese Vermittlung gut ist, wird Der Vermittler eine Frau vorstellen, mit der es dann geht.

Da sie Dir ja direkt vorgestellt wird und ihr beide in der gleichen Situation seit, dürfte es etwas leichter sein für Dich.

Mir fallen zwei Paare ein, die sich über solch eine Partnervermittlung kennengelernt haben. Bei einem der Paare würde ich sagen,

dass der Mann eher ein etwas zurückhaltender Typ ist und er damals eine kluge Entscheidung getroffen hat nämlich diesen Weg der

Partnerwahl zu nutzen. Es muss natürlich eine seriöse Partnervermittlung sein.

Es hat ja noch mal eine andere Qualität, wenn " eine geeignete Person " zwei Menschen zusammenführt .Du wirst ja dann

zunächst den/die Vermittlerin kennenlernen und im Gespräch feststellen können, ob Dir die Person geeignet erscheint. Falls nicht, suche zweite Adresse auf.

Vielleicht kennst Du sogar jemanden im Freundeskreis, der ebenfalls auf diese Wiese seinen Partner gefunden hat.

Ich wünsche Dir Mut....Mrs.Right
 
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  • #5
Es hat sogar schon zweimal funktioniert in meinem Leben. Allerdings war es beide Male nicht wirklich mein Verdienst, viel eher waren es die Frauen, die die Initiative ergriffen haben. Ich erinnere mich noch sehr gut an den ersten Kuss (auch wenn es schon lange her ist inzwischen)...ich würde wohl heute noch untätig neben der Frau sitzen, im Kopf den Gedanken das ein Kuss jetzt genau das richtige wäre, aber eben nicht in der Lage dieses auch in Angriff zu nehmen, wenn nicht die Frau mir die Entscheidung abgenommen und einfach mich geküsst hätte. In diesem Augenblick fiel auch die gesamte Blockade von mir ab (in beiden Fällen) und der Rest lief dann quasi wie von selbst. Die Beziehungen hielten auch durchaus lange (einmal 7 und die letzte 2,5 Jahre), was eigentlich zeigen sollte, das ich schon in der Lage bin eine Beziehung zu führen.

Ich kann und will aber nicht immer davon abhängig sein ob die Frau zum Angriff übergeht, ich will selbst die Initiative ergreifen. Zwischen wollen und können liegt aber eben ein riesen Abgrund. Ich bin seit November bei einigen Singlebörsen angemeldet, hatte auch schon Kontakt zu Frauen und dort keinerlei Probleme diesen Schriftlich (aber eben unverbindlich) aufrecht zu erhalten. Zu einem Date kam es bisher, da kam es aber gar nicht soweit, dass ich hätte irgendeine Initiative ergreifen müssen. Das nächste steht im Februar an, wie das laufen wird weiß ich logischerweise noch nicht. Jedoch habe ich an der guten Freundin von der ich oben sprach gesehen, das die alten Probleme absolut noch existent sind...und das will ich einfach ändern. Partnerbörsen sind dabei ja nur gut um eine Frau zu finden, jedoch wenn es dann zum Treffen kommt und weiter gehen soll, stehe ich wieder vor dem Problem. Ich erhöhe maximal die Chance eine Frau zu finden, die dann ihrerseits die Initiative übernimmt. Darauf allein will ich mich aber nicht verlassen, zumal ich ja durchaus auch im normalen Leben interessanten Frauen über den Weg laufe...
 
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  • #6
Ich werde mir mit dieser Aussage vermutlich wieder den Unmut der anderen zuziehen, aber ich denke, je mehr du dich über deine Schüchternheit oder Verklemmtheit ärgerst, desto schlimmer wird es nur. Und ich finde nicht, dass du "perfekt" sein brauchst. Ich würde an deiner Stelle eher deine guten Seiten mehr zur Geltung bringen.
Stell dir mal vor, das was du oben schreibst, träfe nicht auf dich, sondern auf einen anderen zu, sagen wir mal einen Freund. Würdest du dann auch so über den reden: Furchtbar wie verklemmt der ist. Das ist ja nicht zum aushalten.
Oder würdest du nicht eher diesen Menschen seiner guten Eigenschaften wegen mögen und dir eher denken, dass er eben eine besondere Frau braucht, die etwas feinfühliger ist und damit umgehen kann, aber auch, dass er mal so eine finden wird, weil er ein toller Kerl ist.
Ich glaube, ein Mensch, der anderen so freundlich gesinnt ist wie du es bist, darf auch sich selber gegenüber etwas freundlicher gesinnt sein :)
(Im Übrigen hatte ich früher auch öfter mit dieser Art von Schüchternheit zu "kämpfen" wie du sie oben beschrieben hast. Und es ist mir erst gelungen, sie abzulegen als ich aufgehört hatte, dagegen zu kämpfen. Das ging so leicht, ich hab es nicht einmal bemerkt, nur irgendwann hab ich mich dabei erwischt, in Situationen unbeschwert und mutig zu reagieren, in denen ich früher geglaubt hatte, das nie zu können.)
 
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  • #7
Nun das klingt so schön einfach...wie aber höre ich auf zu "kämpfen"? ich versuche eigentlich immer einfach ich selbst zu bleiben, ich denke zumindest bewusst gar nicht an die schüchternheit bzw blockade...sie kommt aber eben von ganz allein. als würde jemand einen schalter umlegen. Wie hast du das denn gemacht, wie hast du quasi aufgehört zu kämpfen?
 
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  • #8
Ich finde nicht, dass die Schüchternheit bekämpft werden muss. Ich mag sie sehr.
 
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  • #9
Ich finde schon, wenn sie wie in meinem Fall ein Hindernis darstellt, dass sie bekämpft werden muss.
 
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  • #11
Ok, das ist auch der Weg den ich gerade versuchen will zu gehen. Einfach nicht an mögliche Folgen denken und natürlich bleiben. Ich versuche mir auch grad selbst klar zu machen, dass ich ja eigentlich nichts zu verlieren habe in einem solchen Fall, da sie entweder ablehnend reagiert, dann hab ich zwar am Ende eine Korb...aber darauf wäre es ja eh früher oder später hinausgelaufen. Oder sie lehnt nicht ab, dann wäre ja alles super. Ich denke einfach, mein Unterbewußtsein will die mögliche Aussicht auf Erfolg nicht riskieren...denn wenn ich agiere muss ich ja immer mit einer Entscheidung rechnen. Riskiere ich nichts, kann ich nichts gewinnen aber auch nichts verlieren...das Gefühl der Hoffnung bleibt. Hier sehe ich mein Problem.

Allen Analysen zum Trotz muss ich trotzdem die Umsetzung des Natürlichbleibens noch auf die Reihe bekommen...drückt mir die Daumen, dass ich das vllt endlich mal in den Griff bekomme.
 
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  • #12
Und zur Not kannst du ja mal schauen, ob du dir sowas wie einen Coach holen möchtest, der dir hilft über deinen Schatten zu springen. Und - normalerweise mag ich es nicht so, wenn hier den Problemstellern immer gleich geraten wird, zum Psychologen zu gehen, aber vielleicht kann ein analytisches Gespräch mit einer professionellen Person dir auch weiterhelfen. Wenn du denkst, dass du alleine doch mit deinen Blockaden eher überfordert bist, dann kannst du ja auch darüber nachdenken.
 
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  • #13
Zitat von Eiterblase:
Ich werde mir mit dieser Aussage vermutlich wieder den Unmut der anderen zuziehen, aber ich denke, je mehr du dich über deine Schüchternheit oder Verklemmtheit ärgerst, desto schlimmer wird es nur. Und ich finde nicht, dass du "perfekt" sein brauchst. Ich würde an deiner Stelle eher deine guten Seiten mehr zur Geltung bringen.
Stell dir mal vor, das was du oben schreibst, träfe nicht auf dich, sondern auf einen anderen zu, sagen wir mal einen Freund. Würdest du dann auch so über den reden: Furchtbar wie verklemmt der ist. Das ist ja nicht zum aushalten.
Oder würdest du nicht eher diesen Menschen seiner guten Eigenschaften wegen mögen und dir eher denken, dass er eben eine besondere Frau braucht, die etwas feinfühliger ist und damit umgehen kann, aber auch, dass er mal so eine finden wird, weil er ein toller Kerl ist.
Ich glaube, ein Mensch, der anderen so freundlich gesinnt ist wie du es bist, darf auch sich selber gegenüber etwas freundlicher gesinnt sein :)
(Im Übrigen hatte ich früher auch öfter mit dieser Art von Schüchternheit zu "kämpfen" wie du sie oben beschrieben hast. Und es ist mir erst gelungen, sie abzulegen als ich aufgehört hatte, dagegen zu kämpfen. Das ging so leicht, ich hab es nicht einmal bemerkt, nur irgendwann hab ich mich dabei erwischt, in Situationen unbeschwert und mutig zu reagieren, in denen ich früher geglaubt hatte, das nie zu können.)

Du hast gute Ratschläge gegeben. ;) Ich weiß auch wie es ist, ruhig/schüchtern zu sein. Man kann sich nicht 100%ig ändern, man kann nur jemanden finden, der einen versteht und der "passt".
 
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  • #14
Ich habe von jemandem gehört, der Autogenes Training genutzt hat um weniger schüchtern,"so entspannt wie nötig zu sein."

Es gibt beim Autogenen Training eine sogenannte "Ankerübung", mit deren Hilfe man die Schüchternheit auch etwas verwandeln könnte.
Es wird mit Ankersätzen gearbeitet. Ein Satz könnte heißen: " ich bin nicht übertrieben aufgeregt, ich bleibe locker."
Ich habe im Alltag schon mehrere Menschen kennengelernt, die recht angetan waren von der Methode und sie über Jahre für sich genutzt haben. Man wird immer besser mit dem längeren üben.
Viele Manager wenden diese Methode an, um z,B. mit stressigen Situationen besser zurechtzukommen meinetwegen während einer Sitzung. Du müsstest nur etwas
Geduld aufbringen. Es gibt Kurse oder auch CDs. Es handelt sich um eine Entspannungstechnik, welche über Autosuggestion funktioniert.

Dr. Lindemann z.B. nutzte die Methode, um sich mental auf eine große Reise vorzubereiten, die Überquerung des Atlantiks mit einem Faltboot.
 
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  • #15
Hallöchen,

ich mußte mir auch einen Weg suchen, wie gehe ich mit Klausuren um ....., denn ich hatte immer Prüfungsangst.
Zu der Zeit war Autogenes Trainining noch ein Fremdwort. Ratschläge wie Schokolade Nüsse...., ja wenn es denn so einfach wäre. Mein Prof. meinte stell Dir die Prüfer in Unterhosen vor....., nein, manche möchte ich nicht in Unterhosen sehen.
Ich mußte es so schaffen, meinen sozusagen inneren Schweinehund überwinden. Heute macht es mir nichts mehr aus auf Kongressen vor 130 Managern oder ebenso vielen Auditoren Referate zu halten.

Vielleicht sind es bei Die noch sogenannte Altlasten, dass Du die letzte Beziehung noch nicht verarbeitet hast.
Du kannst Autogenes Training auch bei Therapeuten lernen, dass ist dann intensiver als in Gruppen.

Gruß

Annette
 
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  • #16
Diese "Schüchternheit" kann man nur überwinden indem man sich immer und immer wieder in die Situation begibt und durch Erfahrung selbstsicherer wird.

Probier mal Speeddating aus, da musst du in kurzer Zeit sehr viele "Erstgespräche" mit sehr unterschiedlichen Charakteren führen, vielleicht nutzt das etwas.

Da ich bei dir aber eher davon ausgehe, dass es am Gespräch nicht scheitern wird, sondern du einfach nicht den Mut zusammenbekommst körperlich zu werden, mein Lösungsvorschlag (bitte mit Vorsicht genießen): etwas Alkohol hilft immer. Also vielleicht erstes Treffen in einer Cocktailbar.

Ansonsten mal über körperliche Eskalation nachlesen.
 
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