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  • #76
AW: schreibender Umgang

Zitat von Wasserfee:
Mein Weg ist der zu versuchen, die Menschen hier ernst zu nehmen. Das mag naiv sein. Doch es ist selbst gewählt, denn nur wenn ich das tue, kann es auch von andern erwarten.
Das alleine ist nicht naiv, ich mache das auch. Mir stellt sich nur die Frage, ab wann wird manches unglaubwürdig und da scheinen wir ja alle höchst unterschiedliche Schwellen zu haben.

Vielleicht bin ich doch zu pragmatisch für die virtuelle Welt...
 
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Wasserfee

  • #77
AW: schreibender Umgang

Zitat von Heike:
Ist die Frage, wie weit man das "wertschätzend" und "ernst nehmen" versteht. Das ist auch eine Temperamentsfrage.
Meinem Eindruck nach bedeutet ein konfliktumgehendes Vermeiden in vielen Fällen auch gerade keine Wertschätzung dem anderen gegenüber.
Und man nimmt dohc jemanden wirklich ernst auch nur dann, wenn man auch sein stacheliges Verhalten erst nimmt, anstatt es einfach abzutun.
Und das kann eben auch bedeuten, Konfrontation zu wählen.
Temperamentsfrage: Ja. Vielleicht auch eine Sache der emotionalen Betroffenheit. Wir sind alle an verschiedenen Stellen betroffen, der eine mehr, die andere weniger. Wenn wir jedoch nicht emotional betroffen sind, können wir sehr wohl überlegen, was wir schreiben. Wenn wir emotional betroffen sind, können wir das sagen: "Ich fühle mich veräppelt." Das ist absolut legitim und eine andere Aussage als: "Du veräppelst doch hier alle nur!"

Darum geht's mir hier: Für sich selbst einstehen, ohne den anderen zu verletzen.

Zitat von Heike:
Es ging ja nicht nur darum, irgendeine einzelne Äußerung zu ignorieren, weil sie nicht zum Thema (da sind sicherlich einer Meinung), sondern gleichsam eine ganze Person oder zumindest das Tun einer person.
Mir geht es bei "Ignorieren" wirklich um Einzeläußerungen, die hier getätigt werden und die ich als provokant empfinde. Ich würde nie den ganzen Menschen ignorieren wollen. Ich kann mich jedoch bewusst aus einer Diskussion heraushalten.
 
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Wasserfee

  • #78
AW: schreibender Umgang

Zitat von Oliver:
Ganz ehrlich, Du glaubst diese ganzen Absonderlichkeiten, die alle einer Person in kürzester Zeit passieren?
Danke, Oliver, für die Aufklärung! Ich erinnere mich an deine Aussage. Solche Absonderlichkeiten können tatsächlich in Massen (nicht: Maßen) auftreten, wenn man den Fokus darauf legt (wenn auch unbewusst). Die Antennen sind ausgefahren, dann nimmt man die Dinge auch so wahr. Mir sind sicher auch schon absonderliche E-Mail-Adressen begegnet. Nur mache ich mir keine Gedanken darüber, weil es nicht mein Thema ist.

Wie dem auch sei. Wir werfen alle unsere Augen und Ohren irgendwo hin. Jeder sieht, hört und fühlt etwas anderes, noch dazu in unterschiedlicher Intensität. Inwieweit er/sie das zulässt, ist wiederum höchst individuell und liegt an jedem selbst. Wenn dann jemand kommt, der das nicht verstehen kann: Okay! Dann darf er mir gerne die andere Seite zeigen, wenn ich darum gebeten habe (wovon ich in einem Forum wie diesem ausgehe), deshalb steht es ihm aber nicht zu, mich zu verletzen.
 
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  • #79
AW: schreibender Umgang

Zitat von Wasserfee:
Temperamentsfrage: Ja. Vielleicht auch eine Sache der emotionalen Betroffenheit. Wir sind alle an verschiedenen Stellen betroffen, der eine mehr, die andere weniger. Wenn wir jedoch nicht emotional betroffen sind, können wir sehr wohl überlegen, was wir schreiben. Wenn wir emotional betroffen sind, können wir das sagen: "Ich fühle mich veräppelt." Das ist absolut legitim und eine andere Aussage als: "Du veräppelst doch hier alle nur!"

Darum geht's mir hier: Für sich selbst einstehen, ohne den anderen zu verletzen.
Ich verwendete die Ich-Botschafterei auch öfter. Aber sie ist alles andere als ein Allheilmittel. Meist nur eine andere sprachliche Verpackung, reine Oberfläche. Der ausgesagte Gehalt ist oft derselbe.
Wichtig finde ich wie du, auch das Ausmaß der eigenen Sicherheit zu kommuzieren, also ob man etwas bloß erwägt, gute Gründe für die Vermutung hat oder es für ziemlich klar und gewiß hält. - Mag sein, daß mein oftmals satirischer Ton das etwas verwischt, aber in vielen Fällen mache ich das glaube ich schon auch klar.
Im übrigen attackiere ich primär wenn nicht nahezu ausschließlich Posts, die ausdrücklich oder implizit andere attackieren. Da habe ich dann auch weniger Skrupel, wenn sich jemand verletzt fühlen sollte dadurch, daß seine eigenen Attacken auf Dritte beim Namen genannt werden.
Ich reagiere mit Posts auf Posts. Das heißt für mich: Forum.
 
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Wasserfee

  • #80
AW: schreibender Umgang

Zitat von Heike:
Ich verwendete die Ich-Botschafterei auch öfter. Aber sie ist alles andere als ein Allheilmittel. Meist nur eine andere sprachliche Verpackung, reine Oberfläche. Der ausgesagte Gehalt ist oft derselbe.
... Mag sein, daß mein oftmals satirischer Ton das etwas verwischt, aber in vielen Fällen mache ich das glaube ich schon auch klar.
Die eigentliche Aussage hängt doch sehr stark von der Tonalität ab. Und die fehlt uns hier leider. Ich sage nur "satirischer Ton" ... ;-)
 
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  • #81
AW: schreibender Umgang

Zitat von Wasserfee:
Die eigentliche Aussage hängt doch sehr stark von der Tonalität ab. Und die fehlt uns hier leider. Ich sage nur "satirischer Ton" ... ;-)
Ja, aber es gibt schon auch andererseits die Möglichkeit, sein Gehör zu schärfen.
Auch wenn sich manche hier über Wahrnehmen schon dadurch lustig machen zu können glauben, indem sie es Interpretieren oder Analysieren nennen. :)
 
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Wasserfee

  • #82
AW: schreibender Umgang

Zitat von Heike:
Im übrigen attackiere ich primär wenn nicht nahezu ausschließlich Posts, die ausdrücklich oder implizit andere attackieren.
Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich bedaure das (Ich-Botschaft). Ich beobachte das (generell, nicht auf dich bezogen). Und manchmal frage ich eben nach, warum.
 
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  • #83
AW: schreibender Umgang

Zitat von Wasserfee:
Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich bedaure das (Ich-Botschaft). Ich beobachte das (generell, nicht auf dich bezogen). Und manchmal frage ich eben nach, warum.
Angekommen. :)
Aber meine Antwort hoffentlich auch. Ich mag eine solche Atmosphäre nicht und ich mache es halt in meinem Stil und käme mir seltsam vor, wenn ich ein zu nannyhaftes Benehmen an den Tag legen würde.
Aug um Aug, Zahn um Zahn war zu damaligen Zeiten übrigens eine humane Errungenschaft gegenüber dem Prinzip für ein Auge zwei zu nehmen.
Wie reagierst du, wenn du beim Friseur miterlebst, wie sich zwei Kundinnen auf fiese Weise ausländerfeindlich äußern?
 
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Wasserfee

  • #84
AW: schreibender Umgang

Zitat von Heike:
Aug um Aug, Zahn um Zahn war zu damaligen Zeiten übrigens eine humane Errungenschaft gegenüber dem Prinzip für ein Auge zwei zu nehmen.
**Lach** Ja, ...

Zitat von Heike:
Wie reagierst du, wenn du beim Friseur miterlebst, wie sich zwei Kundinnen auf fiese Weise ausländerfeindlich äußern?
Oh, falsche Frage ... ;-) In der Tat ein Thema, das mich betroffen machen würde. Da könnte ich dir in der Theorie jetzt viel erzählen und in Wirklichkeit doch ganz anders reagieren. Das ist eben mal wieder der Unterschied zwischen Schreiben und Erleben.
 
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  • #85
AW: schreibender Umgang

Zitat von Wasserfee:
Oh, falsche Frage ... ;-) In der Tat ein Thema, das mich betroffen machen würde. Da könnte ich dir in der Theorie jetzt viel erzählen und in Wirklichkeit doch ganz anders reagieren. Das ist eben mal wieder der Unterschied zwischen Schreiben und Erleben.
Na, hauptsache wir sind uns einig, daß es durchaus angemessen sein kann, auch mal ein Gegenstatement zu setzen. Und nicht nur so, daß dann zwei Meinungen hübsch nebeneinander im Raum sitzen und voreinander ja so Achtung und Respekt haben.
Wie man dann sein Gegenüber qualifizieren könnte oder sollte, finde ich eine interessante Frage. Ich finde es etwa häufig schief, einfach auf die Dummheitsschiene zu setzen.
Aber das ist sicherlich off topic.
Also, bis zum nächsten Problem! :)
 
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  • #86
AW: schreibender Umgang

Zitat von Oliver:
Ganz ehrlich, Du glaubst diese ganzen Absonderlichkeiten, die alle einer Person in kürzester Zeit passieren?
Ich weiss nicht, ob ich glauben kann, dass diese ganzen Absonderlichkeiten einer Person tatsächlich passieren können. Es kann sein, dass Kimchi nur provozieren will, wie Oliver es annimmt. Es kann auch sein, dass sie ihr Augenmerk mehr auf solche Dinge richtet als andere. Oder vielleicht erzählt sie auch Geschichten, die nicht nur ihr npassiert sind sondern teilweise z.B. einer oder mehrerer Freundinnen.

Es kann aber auch sein, dass sie (warum auch immer) wenig Selbstbewusstsein hat. Ich habe einmal den Spruch gelesen, dass andere Menschen so zu einem sind, wie man selbst zu sich ist. Sprich wer gut zu sich selbst ist und sich selbst achtet wird automatisch von anderen geachtet. Wer sich selbst nicht achtet, wird auch von anderen nicht oder wenig geachtet (z.B. der Mann lässt ihr die Tür an den Kopf fallen oder schreibt ihren Namen nicht). Beruflich ist mir mal eine Person begegnet, die bereits mehrfach von verschiedenen Personen vergewaltigt worden war; die Täter waren zumindet teilweise rechtskräftig verurteilt. Auf einer Fortbildung hat mir dann eine Psychologin, die ich fragte wie sowas sein könne gesagt: Geringes Selbstwertgefühl, das Milieu oder Zufall oder eben alles zusammen.

Ob Kimchi nun provozieren will oder ob ihr tatsächlich all diese Dinge passiert sind kann man hier sehr schlecht beurteilen, da man keine reale Person zu Gesicht bekommt, also nicht sieht ob sie tatsächlich feixt oder ob eine kranke verschüchterte Person herumhuscht.
 
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  • #87
AW: schreibender Umgang

Zitat von Wasserfee:
Danke, Oliver, für die Aufklärung! Ich erinnere mich an deine Aussage. Solche Absonderlichkeiten können tatsächlich in Massen (nicht: Maßen) auftreten, wenn man den Fokus darauf legt (wenn auch unbewusst).
Das war ja nur ein kleiner Ausriß welchen ich sofort gefunden hatte.

Das Muster ist doch immer das Gleiche, man werfe ein provokantes Thema in den Raum oder garniere einen bestehenden Thread mit einer solchen Aussage, das ganze ein bisschen "dumm/dreist/naiv" und schon hast Du die Diskussion am Kochen. Siehe das Thema "Auto", nachdem viele sich gemeldet hatten, aus umweltpolitischen Gründen auf eines zu verzichten, schmeißt man mal eben in den Raum, dass solche Leute nicht in der Lage sind zu genießen usw. Was hat man? Genau, bisserl Theater, weil diese Leute das nicht auf sich sitzen lassen wollen.

Nur, wie gesagt, ich habe den Eindruck, die Themengebiete werden immer abgedrehter und man guckt wie weit man gehen kann.
 
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  • #89
AW: schreibender Umgang

Zitat von Oliver:
Mir ist schleierhaft, warum das hier so gehandhabt wird, dass jemand der offensichtlich nichts anderes im Sinn hat, die -teilweise- leichtgläubigen Menschen hier zu veräppeln und teilweise versucht zu manipulieren, einfach Narrenfreiheit zu genießen scheint.
Ich bin ja schon ein paar Tage dabei, und vorher gab es eine Userin "Jenny Treibel", die nach dem gleichen Muster agiert hat, als einige gemekt hatten was da für ein Spiel getrieben wurde, war diese Nutzerin gelöscht und hat ihre legitime Nachfolgerin gefunden. Da ich ein Mensch bin, der immer nach der Wahrscheinlichkeit vorgeht, frage ich allen Ernstes, wie wahrscheinlich ist es, dass in diesem klitzekleinen Forum mit so wenigen Mitgliedern, zwei nahezu identische SEHR außergewöhnliche Figuren angemeldet sind???
davor gab es auch schon Trolle
Ich lese auch häufiger hier als zu schreiben. Es ist kein Problem etwas unkommentiert zu lassen. Es gibt Menschen, die können nicht verletzen, egal wie böse sie klingen, weil sie nicht ernstgenommen werden sollten.
Ich glaube es gibt Mitglieder, die ihr Profil löschen und ein neues Profil anlegen um weiter stören zu können.
Das hat nichts mit "Friede, Freude, Eierkuchen" zu tun. Schließlich erhalte ich durch dieses Forum Denkanstöße und eine andere Sicht auf manche Dinge.
 
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  • #90
AW: schreibender Umgang

Zitat von Wasserfee:
Plädiere ich jetzt dafür, dass wir alle wertschätzend miteinander umgehen, kommt sicher von irgendwoher ein: "Wir wollen doch hier nicht kuscheln."
Das hat sicher auch damit zu tun, dass nicht alle gleichermaßen über die Fähigkeit verfügen zwischen der Person und einer von dieser vertretenen Position zu unterscheiden.
Man kann Menschen sehr schätzen, obwohl und bisweilen gerade /weil/ sie andere Positionen als die eigenen gut und fundiert vertreten und man sich mit ihnen auf der Sachebene so herrlich streiten kann.
 
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