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  • #1

Romantik versus Angebot und Nachfrage

Ich bin gespannt auf eure Gedankensprünge:

Im realen Leben: Frau sieht Mann, Mann sieht Frau - der eine lächelt den anderen an, fragt, ob der Kuchen genauso fein ist, wie der eigene - versucht ein Gespräch zu initiieren, über die Anmerkung, dass gerade erlebtes Theaterstück begeistert hat und so weiter und so weiter. Das interessierte Gegenüber achtet auf Signale von Interesse und versucht charmant (manchmal gekonnter, manchmal etwas ungeschickt) eine Verbindlichkeit herzustellen.

Und wie ist es im www. mit der Kontaktaufnahme bestellt: Breites Angebot lockt Abchecklisten anzuwenden. Charme: manchmal, aber kein Muss. Man ist ja anonym und das Angebot ist soooo groß. Das Angebot.... das Angebot.... hmm, läuft da was falsch liebe Individuen? Ich freue mich über eure Beiträge, was ihr der "Angebotshaltung" entgegensetzt; wie ihr mit der Online-Suche umgeht, um gespannt die Frau/den Mann hinter dem Profil entdecken zu können.
 
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  • #2
AW: Romantik versus Angebot und Nachfrage

Irgendwie hilft es mir nur, den Heuhaufen halmweise zu betrachten, um die Nadel zu finden. Wenn man das eine Weile getan hat, stellt man gewisse Stereotypen fest. Es gibt (als Mann kann ich nur für Frauenprofile sprechen) zwei Dinge, die mir häufig auffallen: Suche nach dem Versorger und Partner als Krücke für die eigene Leere im Leben - die fallen bei mir leider aus. Leider gibt es wenig Frauen, die das Profil zu einer echten Plattform für die Darstellung ihrer eigenen Persönlichkeit machen, dabei wäre es so einfach, sie müßten nur auf die Standardfloskeln verzichten und aussagekräftige Fotos einstellen. Ich schreibe nur noch jemanden an, der sich was bei seinem Profil gedacht hat und bisher waren das ohne Ausnahme freundliche und charmante Kontakte, auch wenn Mrs Right noch nicht darunter war... Man muß glaub ich auch Zeit investieren (= Geduld haben).
 
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  • #3
AW: Romantik versus Angebot und Nachfrage

Zitat von Anna lacht:
Ich freue mich über eure Beiträge, was ihr der "Angebotshaltung" entgegensetzt; wie ihr mit der Online-Suche umgeht, um gespannt die Frau/den Mann hinter dem Profil entdecken zu können.
ich stelle immer viele fragen. das kommt aber meistens nicht gut an. vielleicht sind meine fragen auch oft zu unbequem.
 
J

jolie_geloescht

  • #4
AW: Romantik versus Angebot und Nachfrage

Fragen stellen, so wie Freitag schon sagte. Fragen zu beantworen, aber keine Biografie schreiben. Dann auf das Profil eingehen, etwas lustig sein, aber kein Clown. Sich nicht verstellen, auf die Rechtschreibung achten ggfs.ein Wort nachschlagen oder ein anderes dafür wählen.
Per schreiben war ich noch nie romatisch, stelle es mir komisch vor. Aber ich bin auch nicht wirklich romatisch. Glaube ich. Was sollte ich da auch schreiben? Sitze vor dem Rechner, trinke Rotwein und habe Kerzenlich? Nee, dann könnte er meinen ich sei total bekloppt...
Zu dem Angebot, ja es gibt viele Singles, aber ich führe keine Strichliste, mit wievielen ich in.Kontakt bin. Ich will ja auch nicht alle daten, sondern die, die für mich in Frage kämen.. Wo ich denke, wir sind ungefähr auf dem gleichen Level. Und dann sehe ich Dates inzwischen locker. Ich habe keine Liste mehr, sondern wähle die Anziehsachen Situaionsbedingt aus. Ich will mir selbst den Druck nehmen. Vielleicht mache ich einen Fehler, wenn ich nach einem netten Date keinen anderen erstmal daten möchte, aber so ist mein denken nunmal.
 
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  • #5
AW: Romantik versus Angebot und Nachfrage

Liebe Mitschreiber und -denker,

möchte mich erst einmal kurz vorstellen: Bin m, 40 und geschieden.

Beteiligte mich gerne mit meinen Gedanken an der aufgeworfenen Frage von Anna lacht, da genau diese Frage mich auch beschäftigte:

Ich bin ein Bauch- und Gefühlsmensch, was Beziehungen angeht. Da war es für mich anfangs auch schwer, gewohnte "Jagdmuster", wie Du eines davon beschrieben hast, mit Ansehen, Flirten, etc. erfolgreich anzuwenden. Trotzdem wollte ich das Onlinedating und dabei vor allem die Möglichkeit der "Vorselektion" nutzen.

Die Matchingpunkte hatten ihren Zauber schnell verloren, als ich die absoluten Topfavoriten kontaktierte. Dachte mir, ne so wird das nix :)

Daraufhin bin ich dazu übergegangen mir die Eigenschaften einzelner Profile detailliert anzusehen und nach den für mich entscheidenden Kriterien auszuwerten. Natürlich suche ich diese Profile unter bestimmten Gesichtspunkten. Das beschränkte sich allerdings lediglich auf Alter und Wohnort (+- 5 Jahre, max 50 km). Ein Überangebot kann ich ab diesem Zeitpunkt schon nicht mehr feststellen und ich wohne immerhin in einer Großstadt :)

Wenn ich so ein - in meinem Sinn - interessantes Profil gefunden habe, gings los ... wenn ich dann eine nette Antwort bekommen habe, gebe ich immer die Bilder frei, was im interessierten Fall dann auch erwidert wird. Kann ich den Fotos etwas abgewinnen, dann geht's erst richtig los, wenn die potenzielle Dame meines Herzens gleiches Ansinnen signalisiert.

Wenn es soweit gekommen ist, dann ist ein erstes Treffen nicht weit und ich freue mich auf eine romantische und flirtreiche Zusammenkunft ... Ach ja, bei den ersten Telefonaten vor einem Treffen musste ich romantische Ansinnen meist auch zurückstellen, konnte mich aber dafür auf Fragen und Antworten konzentrieren.

Zugegeben, ist mir so erst einmal passiert, aber das ist doch ein Anfang.

@jolie: Das du nach einem interessanten Date kein anderes machst, finde ich spannend. Dachte, so mache das nur ich. Ich konzentriere mich sofort auf die eine Person, wenn ich sie (vermeintlich) gefunden habe. Da bin ich völlig unvirtuell und nicht angebotsorientiert :)

Liebe Grüße von einem pragmatischen Individuum