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  • #137
Ich finde es als (emanzipierte) Frau (mit Hoschulbildung) einfach angenehm, wenn Männer "männlich" sind und - wie wir in Frankreich sagen - galant.
Ich bin da jetzt mal voll gemein:
Kannst du mir mal verraten, wie ein Mann, besser Junge, das machen soll, in einer Gesellschaft, bei der der aufwachsende Junge zu 99% von Frauen geprägt wird? Mutter, Kindergärtnerin, Lehrerin, (Sozial)Pädagogin...

Seit der Industrialisierung wurden die Familien immer mehr "Entvätert", früher kam der Vater mittags und abends nach Hause oder hat gleich zu Hause gearbeitet, heute sieht man in vielleicht mal am Abend oder am Wochenende. Die Schulen waren aufgeteilt für Jungs und Mädels.
 
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  • #138
Ich bin da jetzt mal voll gemein:
Kannst du mir mal verraten, wie ein Mann, besser Junge, das machen soll, in einer Gesellschaft, bei der der aufwachsende Junge zu 99% von Frauen geprägt wird? Mutter, Kindergärtnerin, Lehrerin, (Sozial)Pädagogin...

Seit der Industrialisierung wurden die Familien immer mehr "Entvätert", früher kam der Vater mittags und abends nach Hause oder hat gleich zu Hause gearbeitet, heute sieht man in vielleicht mal am Abend oder am Wochenende. Die Schulen waren aufgeteilt für Jungs und Mädels.
Ich glaube nicht unbedingt, dass es an der Zeitmenge liegt, ob ein Junge etwas zum Identifizieren findet, sondern grundsätzlich an dem WAS er sieht. Ich kann bei meinen Schülern SEHR gut erkennen, was sie im Alltag vor Augen haben und die Unterschiede ergeben sich nicht aus der Tatsache, wie viel ein Vater präsent ist, sondern WIE er es ist.
 
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  • #139
Ich bin da jetzt mal voll gemein:
Kannst du mir mal verraten, wie ein Mann, besser Junge, das machen soll, in einer Gesellschaft, bei der der aufwachsende Junge zu 99% von Frauen geprägt wird? Mutter, Kindergärtnerin, Lehrerin, (Sozial)Pädagogin...

Seit der Industrialisierung wurden die Familien immer mehr "Entvätert", früher kam der Vater mittags und abends nach Hause oder hat gleich zu Hause gearbeitet, heute sieht man in vielleicht mal am Abend oder am Wochenende. Die Schulen waren aufgeteilt für Jungs und Mädels.
Das ist wohl der gleiche Spagat, den Frauen ausüben um gleichzeitig emanzipiert, weiblich, selbstbewusst, liebevoll, sexy, mütterlich etc. zu sein.

Warum fangen wir alle nicht einfach mal damit an, SELBST zu sein.
Ich finde es auch schön, wenn mir ein Mann die Tür aufhält, den Stuhl zurechtrückt etc. Kann aber genauso gut vor dem Mann ein Restaurant betreten etc. Das alles ergibt sich doch von selbst und ist situationsabhängig. Macht euch mal locker, lasst euch überraschen und haltet nicht so stur fest an bestimmte Eigenschaften und Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen. Wir sind alle nur Menschen mit verschiedenen Hintergründen, Denkweisen, Eigenarten.
Ein wenig mehr Offenheit, Zulassen und sich einlassen wünsche ich mir.
 
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  • #141
Ich glaube nicht unbedingt, dass es an der Zeitmenge liegt, ob ein Junge etwas zum Identifizieren findet, sondern grundsätzlich an dem WAS er sieht. Ich kann bei meinen Schülern SEHR gut erkennen, was sie im Alltag vor Augen haben und die Unterschiede ergeben sich nicht aus der Tatsache, wie viel ein Vater präsent ist, sondern WIE er es ist.
Ja, genau. Das ist mir durchgegangen. Kinder, besonders Jungen, lernen durch Nachmachen und Abschauen; und sie sehen nur Frauen...
 
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  • #142
Das ist wohl der gleiche Spagat, den Frauen ausüben um gleichzeitig emanzipiert, weiblich, selbstbewusst, liebevoll, sexy, mütterlich etc. zu sein.
Irgendwie nicht. "Selbstbewusst" ordne ich mal dem "emanzipiert" zu. Und da hat die Frau mal eben 150-175 Jahre Vorsprung (der Mann ist da ja erst vor 25-50 Jahren mit angefangen. War halt schon blöd, das alleine zu machen). Die anderen Attribute werden ihr naturgegeben vorgelebt.
 
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  • #143
Irgendwie nicht. "Selbstbewusst" ordne ich mal dem "emanzipiert" zu. Und da hat die Frau mal eben 150-175 Jahre Vorsprung (der Mann ist da ja erst vor 25-50 Jahren mit angefangen. War halt schon blöd, das alleine zu machen). Die anderen Attribute werden ihr naturgegeben vorgelebt.
Ich glaub, wir Um-die-50jährigen sind einfach eine aussterbende Spezies.
Die Mitte-20jährigen in meinem Umfeld sehen unser Rollengedöns ein bisschen als Relikt aus einer anderen Zeit. Die jungen Männer in meinem Umfeld reden selbstverständlich davon, wie man gemeinsam die Familienplanung wuppt und sind selbstredend fit in allen Haushaltsdingen.
Bis alles gleichberechtigt ist, wird es noch dauern, aber die Richtung passt, finde ich.
Natürlich sind die jungen Frauen weiblich gekleidet. Die Zeiten aus meiner Jugend, in denen einem oft genug beim Tragen eines Kleides gleich der Verstand abgesprochen wurde, sind glücklicherweise passé.
Ich mag es heute durchaus, spielerisch das Weibchen zu geben, aber das isses dann auch.
Ich war jetzt bei meiner Verwandtschaft in Südeuropa. Da fühlte ich mich in die 80er Jahre zurückversetzt :eek:: Natürlich ist die Frau Schuld an der Scheidung, sie hat ihren Mann nicht halten können. Jetzt lebt sie IN SCHANDE mit einem Freund! Boah - und auch von einer fetten Dosis Machismo und Mansplaining bin ich immer noch ganz erschlagen...
 
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  • #144
Irgendwie nicht. "Selbstbewusst" ordne ich mal dem "emanzipiert" zu. Und da hat die Frau mal eben 150-175 Jahre Vorsprung (der Mann ist da ja erst vor 25-50 Jahren mit angefangen. War halt schon blöd, das alleine zu machen). Die anderen Attribute werden ihr naturgegeben vorgelebt.
Der vermeintliche "Vorsprung" sagt doch nichts darüber aus, dass oder ob es Frauen einfacher haben! Aber natürlich, ich vergaß: Die "Männerrolle" ist um ein Vielfaches schwieriger als die der Frauen. Irgendwer, irgendwas muss ja schuld sein für die Misere der Männer.

Edit: Ich persönlich habe übrigens nicht das Gefühl, ich müsste mich in irgendeine "Rolle" einfügen. Ich bin wie ich bin. Und das ist gut so.
 
D

Deer One

  • #145
Macht euch mal locker, lasst euch überraschen und haltet nicht so stur fest an bestimmte Eigenschaften und Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen.
Die Kunst ist es m. E., liebe Fraunette, bestimmte Eigenschaften und Voraussetzungen zu erfüllen und TROTZDEM eine gewisse Lockerheit zu besitzen. Locker zu bleiben ohne Vorgaben und Standards hingegen ist mMn keine Kunst.

Natürlich sind die jungen Frauen weiblich gekleidet. Die Zeiten aus meiner Jugend, in denen einem oft genug beim Tragen eines Kleides gleich der Verstand abgesprochen wurde, sind glücklicherweise passé.
Echt jetz????? *Bauklötzestaun* :eek: Ich nehme es genau umgekehrt wahr und finde es beschämend, wenn frau - gleich, ob jung oder alt - sich fragen muss, ob sie ein Kleid zum Ausgehen anziehen kann, ohne von allen gleich als "nicht dem Rollenklischee entstiegen sein" zu gelten.

Könnte das mit regionalen Unterschieden zusammenhängen?
 
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  • #146
Die Kunst ist es m. E., liebe Fraunette, bestimmte Eigenschaften und Voraussetzungen zu erfüllen und TROTZDEM eine gewisse Lockerheit zu besitzen. Locker zu bleiben ohne Vorgaben und Standards hingegen ist mMn keine Kunst.


Echt jetz????? *Bauklötzestaun* :eek: Ich nehme es genau umgekehrt wahr und finde es beschämend, wenn frau - gleich, ob jung oder alt - sich fragen muss, ob sie ein Kleid zum Ausgehen anziehen kann, ohne von allen gleich als "nicht dem Rollenklischee entstiegen sein" zu gelten.

Könnte das mit regionalen Unterschieden zusammenhängen?
Regional glaube ich nicht - vielleicht noch ein paar Gesellschaftskreisen oder eventuell politische Gruppierungen.
Kleidung sagt sonst mittlerweile nichts mehr über die Verinnerlichung oder das "Entstiegen Sein" von Rollenklischees aus
 
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  • #148
In deinen Augen....
Ich finde es sehr angenehm, wenn der Mann einen Raum zuerst betritt und ich das nicht tun muss.
Der alte Sinn dahinter war, dass die Frau den Raum im Schutze des Mannes betritt und nicht offensiv mit voller Breitseite allen Blicken ausgeliefert ist. Zumal damals wahrscheinlich schon gar nicht mehr schaute, nachdem man den Mann sah, weil man wusste, welche Frau dazu gehört.
Heute wird da wohl eher extra lange geschaut, um zu sehen, ob er noch die Alte, oder schon wieder eine Neue, ausführt.
 
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  • #149
Regional glaube ich nicht - vielleicht noch ein paar Gesellschaftskreisen oder eventuell politische Gruppierungen.
Kleidung sagt sonst mittlerweile nichts mehr über die Verinnerlichung oder das "Entstiegen Sein" von Rollenklischees aus
Das glaube ich auch.
In unserer Generation gibt es noch Gender-Dinosaurier, aber sie spielen - genau wie ein paar junge Männer, die wirklich glauben, dass sie mit der Einstellung noch was reißen können - zumindest in Deutschland keine Rolle mehr.
Wenn ich aber keine Angst mehr haben muss, dass man mir den Verstand abspricht, fühle ich mich in der klassischen Frauenrolle durchaus wohl, wenn ein Mann sich als Gentleman alter Schule gibt. Das betrifft aber nur den Umgang miteinander. Bei der Rechnung sind wir wieder gleichberechtigt und klären das entsprechend, das ist mir wichtig.
Ich glaube übrigens, dass es für einen Mann in unserem Alter tatsächlich schwieriger ist als für uns Frauen. Eine Frau bekommt in der Regel Anerkennung, wenn sie “Männerzeugs“ macht. Ein Mann wird bei seinen Kumpels eher nicht darüber reden, wie gut ihm sein Hefezopf gelungen ist...