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  • #46
AW: Religion

Ich möchte, dass sie ihre Eltern als eine Einheit erleben, um so zu emotional gesunden Menschen heranzureifen und in aller Loslösung und Freiheit die Welt zu erobern.
es schadet kindern nichts, wenn sie schon in der familie, anhand der elternteile auf eine gewisse meinungspluralität vorbereitet werden, die ihnen dann auch in der großen welt begegnet. unterschiedslose einheit ist nicht die alternative zu unlösbaren konflikten. und die rede von "emotional gesund" hat in dem zusammenhang in meinen ohren einen etwas unsympathischen beigeschmack.
aber ich glaub, der beitrag ist ehrlich. das gefällt mir.
 
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  • #47
AW: Religion

Es würde jedem hier gut tun, bei sich selber die Reset Taste zu drücken und seine Natur - die auch von Gott kommt - in Ordnung zu bringen.
Meine Natur ist in Ordnung. Und nach einem Reset würde es wieder ganz genauso laufen. Es sei denn, man tauscht vorher mein Gehirn aus, aber das bin ja dann nicht mehr ich.
 

vhe

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  • #48
AW: Religion

Ich hab einfach in mein Profil reingeschrieben, was ich von Religion halte (höflich), so kann mich jede, die damit ein Problem hat, gleich aussortieren.

Gegenseitige Bereicherung und Dinge mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, ist für mich in einer Beziehung schon wichtig, aber ich find, in den großen Dingen sollte man doch eine gewisse Übereinstimmung haben. Und da gehört die weltanschauliche Richtung für mich halt dazu.
 
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  • #49
AW: Religion

@mil

Natürlich gibt es Auseinandersetzungen in der Familie. Das ist ganz wichtig und das ergibt sich automatisch. Bei uns zu Hause wurde über Gott und die Welt geredet. Wir hatten ein sehr offenes Haus und sehr viel Besuch aus der ganzen Welt mit kunterbunten Ansichten. Einfach bereichernd. Im Freundeskreis philosophieren wir auch schon mal über ein Thema.

Es geht mir hier um einen Grundkonsens. Ich kenne konfessionsverschiedene Ehen, wo auch eine Einheit gelebt wird. Allerdings sagen die aber auch, es geht, ideal ist es nicht. Ich weiß auch ein Ehepaar, sie Katholisch, er Atheist, die Kinder wachsen Katholisch auf und der Vater ist dadurch Katholisch geworden. Niki Lauda ist auch wieder in die Kirche eingetreten, als seine Kinder getauft worden sind. Gibt es alles und ist auch wunderbar. Ich habe es ja auch selbst erlebt mit einem Freund, der Katholisch geworden ist.

Emotionen: Das ist eine Lebensaufgabe. Menschen finde ich spannend. Ich bin im Management tätig und meine Entscheidungen haben Tragweite und Wirkung. Und dafür habe ich eine Verantwortung. Die nehme ich gerne wahr und als Unterstützung mache ich immer wieder mal ein Coaching. Zu verstehen, warum ich so ticke, wie ich ticke und auch um meine Mitmenschen besser zu verstehen. Das hat mir schon ganz tiefe Erkenntnisse gebracht. Was Forscher herausgefunden haben, das kann ja auch mal hilfreich sein. Ich muß ja nicht jeden Tag das Rad neu erfinden. Und die sagen, je tiefer die negativen Erlebnisse in der Kindheit liegen, desto tiefer gräbt sich dieses Erleben durch das Leben. - Natürlich auch die positiven Seiten.- Und was gelöst ist, bleibt gelöst. Wenn ich damit Frieden geschlossen habe, dann habe ich Freude und das strahle ich auch aus.

Kinder wollen Eltern immer verbinden, weil sie aus dieser Verbindung stammen. Die Bindung, die Kinder durch ihre Eltern haben, haben ja noch niemals die Eltern untereinander. Deshalb sind Trennungen und Scheidung der Eltern für Kinder so dramatisch entwurzelnd. Prof. Tomatis schreibt, ob die Eltern sich im Guten trennen oder im größten Krach sich trennen. Für das Kind ist das Ergebnis das gleiche. Das Kind wird bis in die letzte Nervenzelle zerrissen, da es zu 50% aus Mama und zu 50% aus Papa besteht. Klar, das Leben geht weiter. Wer weiß, wofür es gut ist. Es hat alles seinen Sinn! Wie schreibt Anselm Grün, an den Narben des Lebens bleiben wir dünnhäutiger und sind so empfänglicher für unsere Mitmenschen mit gleichen Erlebnissen. Und wo wir zerbrechen, brechen wir auf zum Leben. Ein sehr trostreicher Satz, finde ich.

Je tragfähiger eine Beziehung/Ehe ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es gut geht. Das ist meine Erkenntnis und da tue ich was für. Kinder haben Pflichten, aber auch Rechte. Und wenn mir Kinder anvertraut werden sollten, dann möchte ich sie ins Leben begleiten und Stufe für Stufe los lassen. Das bedeutet auch emotionale Gesundheit. Das darf in der Pupertät ruhig knallen. Heute grüne, morgen rote Haare ect. Vor Jahren wäre es für mich schwer gewesen, das auszuhalten. Erlebe das gerade bei meinen Nichten und Neffen. Heute kann ich das, weil ich es jetzt verstanden habe, was es heißt, nicht nur älter, sondern auch erwachsen zu werden.
 
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  • #51
AW: Religion

naja, wenn man sich mal die betulichkeit oder das jammern anschaut, die hier doch massiv vertreten sind, fühlt man sich doch schon halb zuhause in den christenklischees alter zeiten. da brauchts kein anderes board. vielleicht sind die entsprechenden personen hier anonyme christen, also ohne es zu wissen.
 
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  • #52
AW: Religion

Das wäre mal ne Idee! Oder eine Mischung: "Christ sucht Atheist". Wäre dann aber sicher eine Randgruppenplattform :)
 
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  • #53
AW: Religion

@polly: na, wenn die wissenschaft festgestellt hat, daß kindliche erlebnisse nicht unwichtig sind, dann wollen wir das natürlich ernstnehmen.
ob es nötig ist, daß eltern demselben religiösen bekenntnis anhängen oder nicht, ohne sich zu prügeln, sondern dem kind harmonie trotz gegensätze vorleben, ist eine ganz andere frage.
du sprichst viel von einheit. einheit ist aber nicht einfach gleichschaltung, eben.
kinder brauchen gerade keine clone als eltern.
in welchen bereichen übereinstimmung und in welchen auch konfliktfähigkeit einübende verschiedenheit förderlich ist, hängt auch nicht so sehr von den überkategorien religion/atheismus ab, sondern von der jeweiligen ausprägung und insbesondere charakterlichen merkmalen der beiden eltern.
 
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  • #54
AW: Religion

insbesondere bei häufigem vorkommen von formulierungen wie "gute kinderstube", "manieren", "niveau" höre ich noch die klosterschülerin raus. ist das der gegenwärtige zustand der säkularisierung?
 
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  • #55
AW: Religion

Liebe Forums-Mitglieder,

an dieser Stelle schließen wir den Thread, dessen Diskussion mittlerweile stark am Thema vorbeigeht.

Viele Grüße

Das Team vom PARSHIP-Forum
 
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