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  • #17
Was bitte ist Tiffeltöffelkram?
 
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  • #22
Zitat von Mentalista:
Vielleicht ist es eher das etwas herausgestellt wirkende völlige Fehlen von Selbstzweifeln, was irritiert. So geht es mir jedenfalls. Und wenn Selbstzweifel fehlen, was bleibt dann noch...?

Interessant auch, daß das Buch auf Amazon sagenhafte 4,8 von 5 Sternen hat. Auch der zitierte Rezensent, der, so hab ich es jedenfalls verstanden, für Kritik bürgen sollte, gab 5 Sterne.

Anyway, ich wollte hier ja nicht für ein Buch Reklame machen. Ich finde es nur immer wieder abwechslungsreich, wenn mal einer aus einer Zunft als Nestbeschmutzer auftritt. Und als in letzter Zeit Extremselbstreflektierer, Coach- und Ratgegersucher kamen mir persönlich halt Zweifel, ob ich da nicht auch etwas übertreibe...
 
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  • #24
Zitat von hmm:
ich denke, es geht um tinas Geschichte (wenn ich das jetzt richtig einordne) und ist sicher nicht geschmacklos.
Das empfinde ich auch so. Auch mal merken und reflektieren, was andere über sich schreiben, im Laufe der Zeit (fafner, du bist schon lange genug dabei). Und nicht immer nur den Focus auf diesen Moment des Schreibens und auf sich selbst setzen. Auch mal ein Bild reflektieren, was hat diese Person schon öfters von sich geschrieben/angedeutet hat. Setzt natürlich voraus, dass man sich auch für den Menschen hinter dem Avatar interessiert und für sich persönlich reflektiert und abspeichert. Und, Emphatie ist leider auch nicht jedermanns/fraus Sache hier.
 
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  • #25
tinas* Beiträge sind meistens brillant. Und da ist nichts geschmacklos. Und wenn man gelesen hat, was sie einst schrieb, dann schweigt man und hört auf, dummes Zeug zu verzapfen, fafner.
 
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  • #26
Zitat von tina*:
Wird ja auch mal Zeit. So ein Tiffeltöffelkram, wenn das eigene Kind plötzlich stirbt. Das muss man doch mal praktisch sehen. Was man für ein Geld spart für Lebensmittel und sonstige Unterhaltskosten, oder für Studiengebühren. Weniger Lärm im Haus, weniger Abnutzung von Möbeln. Und man hat wieder ein Zimmer frei. Ist doch töfte! Und gut, wenn man zwei hatte, da bleibt ja immer noch eins über.
(vermutlich ist mein Pragmatismusbalken auch ganz schön hoch).
Ich finde das geschmacklos und wenig "brillant".
 
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  • #28
Bei mir sind bisher "nur" die Eltern gestorben und mein ältester Freund, was sich anfühlte wie ein Bruder.

Vielleicht können wir uns darauf einigen, daß jeder anders trauert und keine Trauer "höherwertiger" als die eines anderen ist?

Offenbar sind die Unterschiede auch noch so gravierend, daß der eine die Art der anderen als sehr irritierend empfindet und sich dadurch in seinen Gefühlen verletzt sieht.
 

hmm

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  • #29
Auch wenn es anfangs missverständlich war, sollte doch spätestens jetzt der auch nur ein klein wenig emphatische Forist ins überlegen kommen, was hinter den Zeilen von tina* stehen könnte, wie sie zu verstehen sind. Ohne das sie sich hier womöglich noch erklären müßte. Dann mal lieber rückwärtsblättern. Oder schweigen.
 
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  • #30
Danke Leute.

Zitat von fafner:
Ja, das Geschmacklossein muss ich ja auch mal üben.
We are united in our differences.

Das hat mich doch tatsächlich a weng getriggert. Den Artikel fand ich schon ... hmm naja. Z.B. solche Aussagen "Aber andererseits ist der sekundäre Krankheitsgewinn (krankgeschrieben und nicht mehr arbeiten zu müssen) für viele so verlockend, dass auch empathisch-kommunikative Hochartistik diese Individuen nicht erreichen wird" finde ich angesichts dreier Burnoutfälle im Kollegenkreis einfach nur zynisch. Und dann die Buchbeschreibung :( - hat mich gar nicht angesprochen.
Ich bin ja bekennender Fan von Selbstverantwortung und gegen Opferhaltung. Deswegen muss aus meiner Sicht allerdings kein Rundumschlag gegen Selbsthilfebücher oder Psychologische/beratende Unterstützung gemacht werden. Ich habe jetzt auch nicht den Eindruck, dass die Masse so superreflexiv unterwegs ist. Meiner Meinung könnten eher mal ein paar so über ihr Leben nachdenken, wie sie ihr Leben sinnvoll statt trostlos einsetzen (anwesende Foranten selbstverständlich nicht gemeint).

Zitat von fafner:
Interessant auch, daß das Buch auf Amazon sagenhafte 4,8 von 5 Sternen hat. Auch der zitierte Rezensent, der, so hab ich es jedenfalls verstanden, für Kritik bürgen sollte, gab 5 Sterne.
Fühlst du dich jetzt persönlich angegriffen? Da geht’s doch nicht um beweisen oder bürgen, sondern meine Meinung. Und eine fast 5 Sternebewertung sagt für mich nicht so viel aus, ob ich das Buch für mich interessant finde oder nicht.
Schau dir mal den Ratgeber "Meine Trauer wird dich finden" an - hat 4,7 von 5 Sternen, bei über 100 Rezensionen und hunderten von Hilfreichvotes. Würdest du ja eher auch nicht kaufen.
Ich bin froh und dankbar, dass es solche Bücher gibt. Und froh und dankbar über jede beratende Unterstützung, mal mehr, mal weniger hilfreich, die mir zuteil wurde. Da finde ich es halt nicht ansprechend, das so abzuwerten.

völlige Fehlen von Selbstzweifeln, was irritiert. So geht es mir jedenfalls. Und wenn Selbstzweifel fehlen, was bleibt dann noch...?
Aha. Da hat wahrscheinlich jeder ein anderes Ziel. Ich reflektiere ja nicht, um Selbstzweifel zu schüren (das mögen die nicht). Eher um mehr Lebenslust zu gewinnen ;)
(ich würde solche Fragen "Wie fühlt sich das an, fühle ich mich da wohl, was macht das mit mir, möchte ich das jetzt wirklich?" auch nicht als Wellnessdiktatur bezeichnen, und die stehen bei mir nicht im Gegensatz zu Hinwendung zur Welt).

Und als in letzter Zeit Extremselbstreflektierer, Coach- und Ratgegersucher kamen mir persönlich halt Zweifel, ob ich da nicht auch etwas übertreibe...
Der Trend geht zum Zweitbuch. Nur weil du mal den Schnarch liest, besteht noch keine Gefahr ;)


Zitat von fafner:
Vielleicht können wir uns darauf einigen, daß jeder anders trauert und keine Trauer "höherwertiger" als die eines anderen ist?
War ja eigentlich gar nicht Thema hier (mein Trigger kam ja durch die Buchbeschreibung).

Offenbar sind die Unterschiede auch noch so gravierend, daß der eine die Art der anderen als sehr irritierend empfindet und sich dadurch in seinen Gefühlen verletzt sieht.
Mein Fehler. Ich dachte, du wolltest über Artikel oder Buch diskutieren.
Immer wieder erstaunlich, was so als Verletzung empfunden werden kann - wenn eine mit einem Artikel nichts anfangen kann, den ein anderer gut findet?? Das geht doch nicht gegen dich.

Notiz an mich selbst: nix mehr in fafner-threads schreiben. Einfach nicht kommunikationskompatibel.