A

authentisch_gelöscht

  • #151
Zitat von chiller7:
Ich habe jetzt mir mal diesen Thread durchreflektiert und zu Gemüte geführt. Der Erkenntnisgewinn hält sich jedoch in Grenzen.
Einerseits wird für Psychologie plädiert, andererseits wird sie als unnütz erachtet.
Wenn du schwarz-weiss Malen willst, ist meines Erachtens klar, dass dich das nicht weiter bringt. Es geht doch nicht darum, ob die Psychologie gut oder unnütz ist. Die Fragen müssten eher sein: Wann und wie ist sie hilfreich? Wie könnte sie verbessert werden?
 
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  • #152
Zitat von Marlene:
Man wusste Alles von Allen, hat darüber getratscht und hat aber leben lassen. Oder - verklär ich das jetzt?
Ja.

Aus solch einem Dorf bin ich geflüchtet, vor vielen, vielen Jahren, und habe nicht die allergeringste Ambition mich wieder in solch eine Situation zu bringen. Nie wieder Dorf.
 
G

Gast

  • #153
authentisch, ich stelle mir andere Fragen als Du. Und weiß ist ein Gemisch aus allen Farben, schwarz dient der Tiefeninformation, ohne schwarz würde man nur flächig sehen.
Ich will Dir Dein Sujet auch nicht schlecht machen, das empfindest Du nur so.
 
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  • #154
Zitat von chiller7:
Ich habe jetzt mir mal diesen Thread durchreflektiert und zu Gemüte geführt. Der Erkenntnisgewinn hält sich jedoch in Grenzen.
Einerseits wird für Psychologie plädiert, andererseits wird sie als unnütz erachtet. Eine exakte Wissenschaft scheint sie nicht zu sein. Zu viele Schulen, zu viel Interdisziplinäres. Letzteres ist in Forschung und Lehre jedoch oft positiv besetzt. Vielleicht ist mit der Psychologie so wie mit dem erweiteren Kunstbegriff.
Natürlich ist es keine Wissenschaft im naturwissenschaftlichen Sinne.

Mich haben (einige wenige) Fachleute aus diesem Bereich schon zu Wutanfällen getrieben, sie werden aber (leider) auch dringend gebraucht und können unglaublich hilfreich sein. Es hat sich auch viel gebessert in den letzten zwanzig Jahren, sowohl in Bezug auf das Verständnis von Krankheiten als auch die zur Verfügung stehenden Medikamente.

Zum Glück für die Betroffenen gibt es viele Betroffene, es ist finanziell lukrativ in diesem Bereich zu forschen und deshalb wird es sicher weitere Innovationen geben, mit denen dann weiter verdient werden kann. Zudem wird fröhlich psychosomatische Reha verordnet, wodurch es viele relativ gute Angebote gibt. Ein klein bisschen zynisch, ich weiß...

Aber das verständnisvolle, frühzeitig reagierende und stabilisierende soziale Umfeld, das vielen ernsthafteren Erkrankungen vorbeugen würde, können wir halt auch nicht herzaubern. Dann brauchen wir die diversen Reparaturbetriebe, man kann die Menschen ja auch nicht einfach sich selbst überlassen, das wäre ja wohl menschenverachtend.
 
G

Gast

  • #155
Aber selbstverständlich ist Psychologie eine Wissenschaft, und teilweise auch im naturwissenschaftlichen Sinne.
Psychologie ist nicht zu verwechseln mit Psychotherapie. Und nicht mal von der handelt der Artikel primär, sondern eben von deren Abstrahlungen.

Im Übrigen glaube ich, daß der Erfolg mancher Phrasen auch damit zu tun hat, daß ihre Sprecher klug erscheinen wollen. Deswegen sprechen sie nicht einfach frei Schnauze, sondern schalten in so einen künstlichen Modus. Dummheit hat ja viel mit Klugerscheinenwollen zu tun.
Aber das erklärts sicherlich nicht allein. Es gibt offenbar so einen Hilfsmodus. Man hat gehört, Helfen ist was Tolles, man will also helfen, und man hat gelernt, welche Sprachformen dazu verwendet werden, also verwendet man diese. Helfen ist weitenteils so gut beleumundet, daß der Anlaß für Selbstreflexion (!) dabei so gering ist. Ja sogar schädlich, denn das Zweifeln ist der Feind des Helfens.
Im Professionellen ist das ein bißchen anders. Da gibts viel Methodik und auch Supervision.
Die gehört allerdings mit ins System.
 
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D

Dr. Bean

  • #157
Zitat von Butte:
Aber selbstverständlich ist Psychologie eine Wissenschaft, und teilweise auch im naturwissenschaftlichen Sinne.
Psychologie ist nicht zu verwechseln mit Psychotherapie. Und nicht mal von der handelt der Artikel primär, sondern eben von deren Abstrahlungen.

Im Übrigen glaube ich, daß der Erfolg mancher Phrasen auch damit zu tun hat, daß ihre Sprecher klug erscheinen wollen. Deswegen sprechen sie nicht einfach frei Schnauze, sondern schalten in so einen künstlichen Modus. Dummheit hat ja viel mit Klugerscheinenwollen zu tun.
Aber das erklärts sicherlich nicht allein. Es gibt offenbar so einen Hilfsmodus. Man hat gehört, Helfen ist was Tolles, man will also helfen, und man hat gelernt, welche Sprachformen dazu verwendet werden, also verwendet man diese. Helfen ist weitenteils so gut beleumundet, daß der Anlaß für Selbstreflexion (!) dabei so gering ist. Ja sogar schädlich, denn das Zweifeln ist der Feind des Helfens.
Im Professionellen ist das ein bißchen anders. Da gibts viel Methodik und auch Supervision.
Die gehört allerdings mit ins System.
Die Frage ist dann auch, woraus das Interesse am Hilfsmodus entspringt. Gerade mit Bezug zum Flüchtlingsthema wird darüber diskutiert, ob dort das Helfen dann aus einer Art Selbstverwirklichungsaufgabe entsteht. Wo man einen Teil von sich selbst in die Welt geben will, die ansonsten nur aus unbefriedigendem Material- oder Existentialismus besteht.