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  • #1

Rechtschreibung versus Rechtschreibreform

Es gibt ja den uralten Tipp, dass man beim Online Dating auf die Rechtschreibung achten sollte.

Aufgrund der Rechtschreibreform kann es sein, dass zwei Varianten einer bestimmten Schreibweise richtig sind.
Stellt sich die Frage: Weiß das die Frau? Schaut sie auf google nach wenn sie was stört? ;-)
Nicht das der Eindruck entsteht, der anschreibende Mann macht Fehler beim Schreiben, die in Wirklichkeit
keine Fehler sind. Das wäre bestenfalls unschön...


Zwei Beispiele, die mir spontan in den Sinn kommen:

Ich fahre gern mit dem Fahrrad ins Grüne
Ich fahre gern mit dem Fahrrad ins grüne

Ich war gestern im Schwimmbad Bahnen schwimmen.
Ich war gestern im Schwimmbad bahnen schwimmen.

Was meint ihr? (Oder: Was meint Ihr? ... ;-) ...)
 
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  • #2
Auch nicht schlecht: "Ich bin gut zu Vögeln"
 
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  • #3
@ Ronzheimer: Stimmt. Solche Sätze gibts auch noch. Kann man ja mal einer Ornithologin schreiben. ;-)
 
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  • #4
Bin ich froh, noch vor 1996 das Schreiben gelernt zu haben. Ich kann sogar noch ein "ß" richtig verwenden.
 
H

Hafensänger

  • #5
Erstaunlicherweise habe ich seit der Reform eher Probleme mit der Groß-/Kleinschreibung. Es macht mich öfters Grübeln ob substantivisch oder nicht. Die beiden Beispiele schriebe ich zweifelsfrei groß. Auch mit den Kommas (Kommata ^^) ist mir das nicht unproblematisch. Liegt aber auch an meiner unglücklichen Neigung zu zu verschachtelten Sätzen. Das ist der Spagat zwischen sowohl wünschenswert(en,) einfachen Sätzen als auch präzisem Ausdruck. Die Kommaregeln sind weitgehend geregelt, aber immer noch so kompliziert, umfangreich, dass nur Auswendiglernen hilft. Ich kann es mir auf Dauer nicht alles merken.
Dafür ist das nun mit s, ss und ß sinnvoll geregelt und ich wundere mich, warum noch an der alten Schreibweise festgehalten wird.

Wie auch immer, solange eine Schreibe nicht durch mangelhafte Orthograph/fie in der Aussage beeinträchtigt wird, solange ist es mir wurscht. BTW, "solange" ist auch nicht ohne. Im Grunde hatte ich immer Schwierigkeiten und in meiner Schulzeit war meine Rechtschreibung getrost als elend zu bezeichnen. Eine ungünstige Kombination mit einem selbständigen Werbetexter als Vater. Mit Legasthenikern habe ich kein Problem, aber wenn notorische Kleinschreiber mir mit ihrer zugemuteten, eigenen Bequemlichkeit die Augen bluten machen, hört's auf. dasisteinmangelankonsequenzundwirdhäufigmitdenabsurdestenbegründungenverargumentiert
 
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  • #6
In der Tat macht es auch IMVHO die Reform nicht einfacher, wenn mehrere Varianten zulässig sind (die meisten "alten" Schreibweisen sind nach wie vor "geduldet", auch wenn sie nicht mehr den aktuellen Regeln entsprechen). Aber man kann an Hand der Schreibweise in der Regel ganz gut auf das Alter der/des Schreibenden schließen ... ;-)

Deshalb stören mich mittlerweile eher Kommafehler (auch wenn ich selbst sicher nicht davor gefeit bin) - vor allem fehlende Kommata - und ganz besonders verkrüppelte "klassische" Ausdrucksweisen : Wie oft liest man heute selbst in renomierten Blättern "Er versicherte ihm seine Unterstützung." statt "Er versicherte ihn seiner Unterstützung." - da sträuben sich mir die Nackenhaare, das geht gar nicht !

Wenn ich das so lese, könnte man vielleicht sagen : Ich schaue mir eher an, wie die/der Schreiber/in mit Sprache umgeht.
 
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  • #7
Man sollte Menschen nicht nur aufgrund ihrer Rechtschreibung beurteilen. Ich gebe Fehlern eine Chance. :)
Darf nur nicht zu extrem sein. Da macht doch eh nur einer keine Fehler, der sich damit schwerpunktmäßig beschäftigt und auch der muss Sachen nachgucken.
Lehrer wissen z.B. nicht alles, sie wissen nur, wo sie nachschlagen müssen. ;-)
Grammatikfehler finde ich da schon schwerer zu akzeptieren, da die Menschen dann meistens auch so sprechen. *gruselgraus*

Wer Fehler findet, darf sie behalten ;-)
 
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  • #8
Finde ich gut das es noch Personen gibt ,die sagen "es ist zu verkraften" ich selber habe ja auch ein paar Macken das hat aber andere Ursachen.
 
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  • #9
Zitat von Traumichnich:
(...) und ganz besonders verkrüppelte "klassische" Ausdrucksweisen : Wie oft liest man heute selbst in renomierten Blättern "Er versicherte ihm seine Unterstützung." statt "Er versicherte ihn seiner Unterstützung." - da sträuben sich mir die Nackenhaare, das geht gar nicht !
Ja, ja. Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod.
Trotzdem ist "Er versicherte ihn seiner Unterstützung" falsch.

Wer oder Was versichert Unterstützung? Er
Wessen Unterstützung wird versichert? Seine (nicht seiner)
Wem wird Unterstützung versichert? Ihm (nicht ihn)
Wen oder Was wird versichert? Die Unterstützung.

Du kannst höchstens schreiben "Er versicherte sich seiner Unterstützung".

Wessen versicherte er sich? Seiner Unterstützung. (Genitiv Ahoi!)
 
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  • #10
Ja, ich versichere dem Christiano seine Beine oder so.
 
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  • #12
Christianos Tante ist aber noch schlimmer dran, die wohnt nah am Fluß. Ich versichere deswegen nicht nur Christiano seine Beine, sondern auch Christiano seine Tante gegen Wasserschäden.
 
D

Dr. Bean

  • #13
Ey ! Dat ist Ruhrpottdialekt, dat is nich falsch !

Mir ist Rechtschreibung egal, die Deutschen sterben eh aus. Reicht wenn ich englisch und sie französisch kann :).
 
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  • #14
Schakkeline, komm wech von die Regale

Dialog zwischen zwei Kindern im Warner Brothers Movie World: Wo is Mischelle hin? Mischelle is, wo der Bahn am gehen tut!

Brüllt ein Mann über die Straße, weil sein Auto zugeparkt ist: Wem ist die Mopped? Ein anderer: Ich!

Letztens im WalMart: Ein Mann sucht seine Frau. Er holt tief Luft und schreit: Komm ma schnell nach misch!
 
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  • #15
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