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Marlene

  • #227
Zitat von troubadix:
​Du führst mich gerade auf die Spur der "Befangenheit"

Wenn mir meine Partnerin anvertraut, dass sie in unserer Beziehung Probleme hat, bin ich befangen in dem Sinne, dass jedes Wort von mir das Ende der Beziehung bedeuten könnte. Wenn ich sie liebe, habe ich vor diesem Ergebnis Angst. Wie offen kann ich dann noch zuhören, verstehe ich wirklich das, was sie mir sagt? Oder kommt jedes Wort auf die "Ich kann dir nichts mehr Recht machen"-Goldwaage?

Kann ich gerade nicht besser formulieren, scheint aber ein guter Gedanke zu sein. Danke.
Könnte das auch so bei Dir sein?
 
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  • #228
Ich mag grad nicht. Bin nicht in der Stimmung. Lies bei Theg nach.
 
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  • #229
Zitat von fafner:
Ok, hier kommen wir der Sache vielleicht näher...

Vermutlich ist es so, daß sich viele Männer (die meisten... alle? ) sich ihrer *Partnerin* gegenüber nicht "öffnen" können (ich hab schon Probleme mit dem Begriff).

Bei Frauen, die mir nix bedeuten, da geht das.

Zitat von FAZ:

Weil, ob man (Frau) es will oder nicht, vom Mann verlangt wird einen Gefühlspanzer zu tragen. Öffnet sich der Mann "seiner" Frau gegenüber, gibt er ihr womöglich das was sie will (sich ihr öffnen), auf der anderne Seite geht er das Risiko ein zu viele Emotionen zu zeigen, was wiederum negative Auswirkungen hat (wirkt auf die Frau Unattraktiv). Das wird von der Gesellschaft seit Jahrtausenden so propagiert und gefördert und jetzt haben wir den Salat. Die Frau muss kommunizieren, dass Emotionen seitens des Mannes, egal wie stark ausgeprägt, 100% akzeptiert werden und man bei ihr im sicheren Hafen ist... aber genau das passiert nicht, viele (ich würde sogar sagen die meisten) Frauen kriegen das nicht hin. Sich der eigenen Frau gegenüber öffnen ist öfter ein Fluch als ein Segen.

Zitat von fafner:
Weil Männer und Frauen unterschiedlich sind?
Und das kommt dazu. Im Prinzip sind Frauen und Männer völlig inkompatibel.
 
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  • #230
Es hat so etwas von einer loose-loose Situation. Sagst du nichts, geht die Beziehung kaputt, sagst Du etwas, dann auch. Also wozu was sagen?
 
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Gast

  • #231
Troubadix schrieb: "
Wenn mir meine Partnerin anvertraut, dass sie in unserer Beziehung Probleme hat, bin ich befangen in dem Sinne, dass jedes Wort von mir das Ende der Beziehung bedeuten könnte."

ein sich -Öffnen muß sich doch nicht auf Beziehungsprobleme beziehen. Natürlich ist es bei solchen ganz ganz schwierig, dann passend zu reagieren.
Es geht (mir) um das Öffnen im allgemeinen. Auch bei Dingen, die gar nichts mit Beziehungsproblemen zu tun haben.
 
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Gast

  • #232
Zitat von Theg:
Weil, ob man (Frau) es will oder nicht, vom Mann verlangt wird einen Gefühlspanzer zu tragen. Öffnet sich der Mann "seiner" Frau gegenüber, gibt er ihr womöglich das was sie will (sich ihr öffnen), auf der anderne Seite geht er das Risiko ein zu viele Emotionen zu zeigen, was wiederum negative Auswirkungen hat (wirkt auf die Frau Unattraktiv). Das wird von der Gesellschaft seit Jahrtausenden so propagiert und gefördert und jetzt haben wir den Salat.

Die Frau muss kommunizieren, dass Emotionen seitens des Mannes, egal wie stark ausgeprägt, 100% akzeptiert werden und man bei ihr im sicheren Hafen ist... aber genau das passiert nicht, viele (ich würde sogar sagen die meisten) Frauen kriegen das nicht hin. Sich der eigenen Frau gegenüber öffnen ist öfter ein Fluch als ein Segen.
Ich finde es gut, wenn Männer Emotionen zeigen können. Die, die es nicht tun oder können, sind für mich unattraktiv!

Wie kann oder soll eine Frau es kommunizieren? Wie zeigt sie, daß er bei ihr in einem sicheren Hafen ist?
 
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  • #233
Zitat von fafner:
Ich bin ja darauf eingegangen.

Männer können sich nicht öffnen, in dem Sinne, wie Frauen das anscheinend erwarten. Punkt. Für mich ist das offensichtlich.

Dann hast *Du* die Diskussion abgeschossen mit dem Vorwurf, ich verwendete "Killerphrasen".
Der erste sehr wichtige Schritt ist doch: nicht zu sagen Männer können sich nicht öffnen... sondern ICH kann mich nicht öffnen. Das ist doch offensichtlich.

Was als Vorwurf aufgefasst wurde, ist kein Vorwurf sondern nur eine Feststellung. Der sich angegriffen fühlt, verwendet die Begrifflichkeit des Vorwurfes, um die schwarze Peter-Karte dem Anderen zuzuschieben, ihm ein schlechtes Gefühl zu machen, weil er selber ein schlechtes Gefühl hat, denn Er sieht schon ein, dass er selber schuld ist, wenn er Killerphrasen daher redet, kann es nur nicht ertragen und will das schlechte Gefühl auf den Anderen übertragen.

Von daher merkt euch, wenn ein Mensch sich beschwert.... höre auf mir Vorwürfe zu machen... kann man sich sicher sein, einen Treffer gelandet zu haben. Man sollte sich nur nicht den Vorwurf-Schuh anziehen .-).
 
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Gast

  • #234
Zitat von Mentalista:
Der erste sehr wichtige Schritt ist doch: nicht zu sagen Männer können sich nicht öffnen... sondern ICH kann mich nicht öffnen. Das ist doch offensichtlich.

Was als Vorwurf aufgefasst wurde, ist kein Vorwurf sondern nur eine Feststellung. Der sich angegriffen fühlt, verwendet die Begrifflichkeit des Vorwurfes, um die schwarze Peter-Karte dem Anderen zuzuschieben, ihm ein schlechtes Gefühl zu machen, weil er selber ein schlechtes Gefühl hat, denn Er sieht schon ein, dass er selber schuld ist, wenn er Killerphrasen daher redet, kann es nur nicht ertragen und will das schlechte Gefühl auf den Anderen übertragen.

Von daher merkt euch, wenn ein Mensch sich beschwert.... höre auf mir Vorwürfe zu machen... kann man sich sicher sein, einen Treffer gelandet zu haben. Man sollte sich nur nicht den Vorwurf-Schuh anziehen .-).
Danke für diesen nützlichen Beitrag.
 
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  • #235
Zitat von FAZ:
Ich finde es gut, wenn Männer Emotionen zeigen können. Die, die es nicht tun oder können, sind für mich unattraktiv!
Ich hatte fast einen Nervenzusammenbruch bei meiner Ex-Freundin. Glaube nicht, daß ich dadurch attraktiver geworden bin. Und vermutlich erzählst du mir auch gleich wieder, daß das überhaupt gar keine "Emotionen" seien, sonder "trotzig" oder so was.

Wie kann oder soll eine Frau es kommunizieren? Wie zeigt sie, daß er bei ihr in einem sicheren Hafen ist?
Wie soll man sich in einem "sicheren Hafen" befinden, wenn man eine Liste präsentiert bekommt, mit Dingen, die ihr "fehlen"? Angefangen, ganz oben, mit dem Vorwurf, mann könne sich nicht öffnen? Erklärst Du mir das?
 
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  • #236
Zitat von Mentalista:
[...]
Was als Vorwurf aufgefasst wurde, ist kein Vorwurf sondern nur eine Feststellung. Der sich angegriffen fühlt, verwendet die Begrifflichkeit des Vorwurfes, um die schwarze Peter-Karte dem Anderen zuzuschieben, ihm ein schlechtes Gefühl zu machen, weil er selber ein schlechtes Gefühl hat, denn Er sieht schon ein, dass er selber schuld ist, wenn er Killerphrasen daher redet, kann es nur nicht ertragen und will das schlechte Gefühl auf den Anderen übertragen.

[...]
Viel zu einfach gedacht.
 
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  • #238
Zitat von fafner:
Ich hatte fast einen Nervenzusammenbruch bei meiner Ex-Freundin. Glaube nicht, daß ich dadurch attraktiver geworden bin. Und vermutlich erzählst du mir auch gleich wieder, daß das überhaupt gar keine "Emotionen" seien, sonder "trotzig" oder so was.

Wie soll man sich in einem "sicheren Hafen" befinden, wenn man eine Liste präsentiert bekommt, mit Dingen, die ihr "fehlen"? Angefangen, ganz oben, mit dem Vorwurf, mann könne sich nicht öffnen? Erklärst Du mir das?
Nervenzusammenbruch ist Emotion für Fortgeschrittene :)
Es wäre gut, einfach mal mit den "kleineren" Emotionen anzufangen.

Ein Anfang wäre, in der Bemerkung, daß Du dich nicht öffnen kannst, keinen Vorwurf zu sehen, sondern eine Beobachtung.