templar

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  • #1

Psychische Verletzung durch BDSM

Eine Freundin von mir wurde vor Kurzem bei ihren ersten BDSM Versuchen von einem sogenannten "Dom" körperlich verletzt.
Ich weiß nicht wo und wie es geschehen ist, sie hat mich gebeten es nicht anzuzeigen, obwohl ich diesen Mann kenne.
Sie sagt zwar das steckt sie weg, jedoch habe ich den Eindruck, dass neben der körperlichen Verletzung auch eine Psychische entstanden ist.
Ich tu mir schwer sie darauf anzureden, bemerke aber wie ruhig sie ist - leicht depressiv.
Ich mache mir einfach Sorgen um sie, will ihr helfen, doch wie ?
Hat die Community einen Tipp für mich ?
Danke
 
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Deleted member 20013

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  • #2
Meine Sicht:
Hilft alles nix. Wenn du nähere Umstände erfahren möchtest, dir ein Bild davon machen möchtest was wie abgelaufen sein könnte, wirst du über deinen Schatten springen müssen und behutsam mit ihr sprechen bzw. ihr die Möglichkeit einräumen sich dir weiter zu öffnen. Dass du überhaupt von ihren ersten Schritten in der BDSM-Welt weißt und sie dir von der Verletzung berichtet hat, deutet darauf hin, dass sie dir zumindest ein klitze kleines bisschen vertraut.
Ansonsten: Beobachten, ob es sich wiederholt, schauen was die Zeit bringt und als nicht-verurteilender Gesprächspartner verfügbar sein.
 
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Julianna

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  • #3
Synergie hat das schon richtig geschrieben. Du wirst das Gespräch suchen müssen, um eine Hilfestellung geben zu können. Sonst hast du leider wenig Handlungs-spielraum.

Mein Tip dazu:
Versuch nicht zu direkt darauf zu sprechen zu kommen. Schaff erstmal eine angenehme und vertraute Atmosphäre. Treff dich mit ihr unter einem anderen Vorwand. Geht zusammen ein Glas Wein trinken (in einer Bar wo man angenehmen Geräuschepegel hat und sich unterhalten kann) oder macht einen Waldspatziergang oder schlendert durch den Zoo. Was auch immer dir einfällt. Dann erstmal andere Gesprächsthemen aufwerfen. Gemeinsam lachen und Spaß haben. Erst später dann das Thema auf BDSM lenken. Und auch hier lieber erstmal allgemeine Fragen stellen. Reines Interesse zeigen. Zb. "Was gefällt dir daran? Wie kamst du darauf? usw... also erstmal nur Interesse am Thema selbst zeigen. Dem Gegenüber Spielraum geben, selbst zu entscheiden, etwas mehr preiszugeben. Gut zuhören. Auch mal ein Schweigen aushalten. Und abwarten bis der andere innerlich Wort geformt hat.
 
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Deleted member 20013

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  • #4
Synergie hat das schon richtig geschrieben. Du wirst das Gespräch suchen müssen, um eine Hilfestellung geben zu können. Sonst hast du leider wenig Spielraum.

Mein Tip dazu:
Versuch nicht zu direkt darauf zu sprechen zu kommen. Schaff erstmal eine angenehme und vertraute Atmosphäre. Treff dich mit ihr unter einem anderen Vorwand. Geht zusammen ein Glas Wein trinken (in einer Bar wo man angenehmen Geräuschepegel hat und sich unterhalten kann) oder macht einen Waldspatziergang oder schlendert durch den Zoo. Was auch immer dir einfällt. Dann erstmal andere Gesprächsthemen aufwerfen. Gemeinsam lachen und Spaß haben. Erst später dann das Thema auf BDSM lenken. Und auch hier lieber erstmal allgemeine Fragen stellen. Reines Interesse zeigen. Zb. "Was gefällt dir daran? Wie kamst du darauf? usw... also erstmal nur Interesse am Thema selbst zeigen. Dem Gegenüber Spielraum geben, selbst zu entscheiden, etwas mehr preiszugeben. Gut zuhören. Auch mal ein Schweigen aushalten. Und abwarten bis der andere innerlich Wort geformt hat.

Wenn ich mich da in die Rolle der Frau hineinversetze, dann würde ich so ein Vorgehen von hinten rum ganz und gar nicht prickelnd finden. Ich bin mir sicher, dass ich ein solches Vorgehen durchschauen würde, zumal ihm (dem TE) bereits von dem BDSM faux pas erzählt worden ist.

Ich fänd es da angebrachter, wenn er offen und ehrlich sagt, dass er sich Sorgen macht, dass sie sich ihm anvertrauen kann, wenn sie möchte und dass ihr dann Raum gegeben wird dies zu tun, wenn sie will. Z.B. während man o.g. Dinge unternimmt. Dieses Rantasten ans Thema über 'unverfängliche' Fragen und gestelltes allgemeines Interesse halte ich hier für fehl am Platze. Mag mich aber irren.
 
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Julianna

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  • #5
Wenn ich mich da in die Rolle der Frau hineinversetze, dann würde ich so ein Vorgehen von hinten rum ganz und gar nicht prickelnd finden. Ich bin mir sicher, dass ich ein solches Vorgehen durchschauen würde, zumal ihm (dem TE) bereits von dem BDSM faux pas erzählt worden ist.
Ich fänd es da angebrachter, wenn er offen und ehrlich sagt, dass er sich sorgen macht, dass sie sich ihm anvertrauen kann, wenn sie möchte und dass ihr dann Raum gegeben wird dies zu tun, wenn sie will. Z.B. während man o.g. Dinge unternimmt. Dieses Rantasten ans Thema über 'unverfängliche' Fragen und gestelltes allgemeines Interesse halte ich hier für fehl am Platze. Mag mich aber irren.
Ich meinte das nicht im Sinne von "hinterrücks". Denn da besteht doch echtes Interesse dem Gegenüber helfen zu wollen oder zumindest einfach "da zu sein".Dazu muss man aber präsent sein. Und auch die Freundschaft stärken.Das ist keine Manipulation, sondern wie ich finde ein guter freundschaflticher Umgang miteinander.Und nicht jeder mag es, vor den Kopf gestoßen zu werden.
Ist der/die TE ein Mann? War irgendwie von einer Frau ausgegangen.
 
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Deleted member 20013

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  • #6
Ist der/die TE ein Mann? War irgendwie von einer Frau ausgegangen.
Stimmt. Wissen wir gar nicht. Ich war irgendwie von einem Mann ausgegangen.

Wahrscheinlich haben wir ein unterschiedliches Verständnis von "einfach da sein".
Beim "einfach da sein" bin ich ganz bei dir.
Das was du beschreibst, ist für mich aber deutlich mehr als "einfach da sein" und käme bei mir gar nicht gut an.
 
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Julianna

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  • #7
@Synergie Ich bin grundsätzlich auch eher der Typ Mensch, der die direkte Kommunikation bevorzugt. Nur habe ich im Laufe der Zeit die Erfahrung gemacht, dass nicht alle Menschen damit umgehen können. Stichwort: Reaktanz. Um das widerstrebende Element bzw. die Schwelle zur Reaktanz niedirg zu halten, macht dann durchaus Sinn, dass Gegenüber nicht direkt zu bedrängen und etwas Vorlauf zu lassen.
Ist einer meiner "Lernprozesse" und ich fahre damit eigentlich ganz gut.
Umso mehr schätze ich dann Menschen, mit denen man sich auf direkte Art unterhalten kann. Davon gibt es leider nicht so viele. Die meisten sind sensibel.
 
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  • #8
(...) dass Gegenüber nicht direkt zu bedrängen und etwas Vorlauf zu lassen.
Nur nimmst du dir raus zu erahnen welcher Art dieser Vorlauf wohl am besten sein sollte. Ich auch, aber ich glaube mit einem ehrlichen Angebot gefolgt von möglichem Schweigen oder einfach unverfänglich guter gemeinsamer Zeit kann man weniger falsch machen als mit einem Stock im Dunkeln rumzustochern. Sie ist ihm offen gegenübergetreten und hat von dem Vorfall erzählt. Ich finde, diese Offenheit kann er spiegeln.

Das mit der Reaktanz mag generell vielleicht so sein.
Dieses Bedrängen sehe ich aber gerade in deinem Vorschlag.
Was ich in diesem speziellen Fall hier sehe, ist die recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass er* mit seinen allgemein interessierten BDSM Fragen auf Themen stößt, zu denen sie sich eigentlich gar nicht äußern möchte. Somit löst er* eventuell schon mehrfach vorher Unwohlsein und Unbehagen (u.U. Reaktanz) bei ihr aus, bevor er* überhaupt zum eigentlichen Thema (dem faux pas) vorgedrungen ist. Beim Thema BDSM sind selbst 'allgemeine' Frage etwas recht persönliches und intimes. Möglicher Weise sind es auch Fragen, auf die sie selbst (noch) gar keine Antwort hat, was eine andere Art von Unwohlsein auslösen kann.
 
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Julianna

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  • #9
Nur nimmst du dir raus zu erahnen welcher Art dieser Vorlauf wohl am besten sein sollte. Ich auch, aber ich glaube mit einem ehrlichen Angebot gefolgt von möglichem Schweigen oder einfach unverfänglich guter gemeinsamer Zeit kann man weniger falsch machen als mit einem Stock im Dunkeln rumzustochern.
Ich meine das auch als "Angebot" und als "verfügbar sein" zum Reden. Im Sinne von "nicht erzwingen". Wenn das Gegenüber keinen Bedarf hat, etwas zu erzählen, dann sollte man das selbstverständlich auch akzeptieren. Nur hat man dann klar vermittelt, dass man zur Verfügung steht (auch zu einem anderen Zeitpunkt).


Das mit der Reaktanz mag generell vielleicht so sein.
Dieses Bedrängen sehe ich aber gerade in deinem Vorschlag.
Da haben wir wohl unterschiedliche Auffassungen. Ich sehe hier eben "kein Bedrängen". Sondern einfach nur ein "dem anderen die Chance geben, drüber zu sprechen" (diese muss nicht ergriffen werden). Deswegen ja gerade kein Bedrängen. Welche Alternative schwebt dir denn da vor?


Was ich in diesem speziellen Fall hier sehe, ist die recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass er* mit seinen allgemein interessierten BDSM Fragen auf Themen stößt, zu denen sie sich eigentlich gar nicht äußern möchte. Somit löst er* eventuell schon mehrfach vorher Unwohlsein und Unbehagen (u.U. Reaktanz) bei ihr aus, bevor er* überhaupt zum eigentlichen Thema (dem faux pas) vorgedrungen ist.
Halte ich für reine Spekulation. Weiß man nicht.


Beim Thema BDSM sind selbst 'allgemeine' Frage etwas recht persönliches und intimes.
Ich habe eine Freundin, die da auch mal auf den Geschmack gekommen ist. Und da ich neugierig bin und interessiert an meinen Freunden/innen, frage ich da schon mal nach. Und für sie war es kein Problem, da mal was zu erzählen. Das setzt natürlich Vertrauen vorraus. Sie konnte getrost davon ausgehen, dass ich darüber nicht mit Dritten quatsche. Dinge für sich zubehalten ist für mich höchstes Heiligtum in einer Freundschaft. Klatsch-Tanten kann ich nicht aushalten.
 
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  • #10
@Julianna : Ich teile @Synergie 's Eindrücke Deiner Posts in vollem Umfang : Auch ich empfinde das von Dir geschilderte Vorgehen eher als neugierig, bedrängend denn hilfreich.

Manchmal ist weniger mehr.
 
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Sandbank

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  • #11
Mir wäre in dem Fall auch die Art von @Julianna näher, sie wirkt auf mich nicht bedrängend, sondern im Gegenteil raumlassend. Auch in Anbetracht der Beschreibung der/des TE, dass die Freundin sehr ruhig, fast depressiv wirkt und er/sie sich zusätzlich anscheinend auch scheut, die Freundin überhaupt anzusprechen.
 
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fleurdelis*

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  • #12
Eine Freundin von mir wurde vor Kurzem bei ihren ersten BDSM Versuchen von einem sogenannten "Dom" körperlich verletzt.
Ich weiß nicht wo und wie es geschehen ist, sie hat mich gebeten es nicht anzuzeigen, obwohl ich diesen Mann kenne.
Sie sagt zwar das steckt sie weg, jedoch habe ich den Eindruck, dass neben der körperlichen Verletzung auch eine Psychische entstanden ist.

Sie wird es nicht einfach wegstecken .... ich hätte hier den Verdacht, dass ihr sicher nicht bewusst war, worauf sie sich da wirklich eingelassen hat. Und das ist dann noch mal eine ganz andere Hausnummer, mit zusätzlicher Verletzung. Wenn sie auf das was sie erlebt hat, so reagiert, dass sie psychisch verletzt wurde, war sie bereits vorher nicht in der Lage, sich dieser Praktik zu widmen und hat dadurch erst recht eine tiefe Verletzung erlitten, die auch behandelt werden sollte. Für mich hört sich das nach einem Traumata an, ich glaube ich würde ihr das so erklären und dann versuchen, sie in eine Traumaambulanz zu bringen.

Es könnte möglicherweise hilfreich sein, dass du ihr vermittelst, dass da etwas aus dem Ruder lief, wofür sie keine Verantwortung trägt und sie zum Opfer wurde und um weitere Folgen abzumildern, Hilfe braucht.
 
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  • #13
Es ist nicht meine Welt, aber mir nicht unbekannt. Es sollte vorher ein Einvernehmen hergestellt worden sein, dass eine Geste bzw. ein Codewort STOP signalisiert. Da das STOP nicht deutlich war oder es ignoriert wurde, sind Grenzen verletzt worden.

Oft kennen Menschen, die ins BDSM eintauchen diese Grenzverletzungen aus früheren (Kindheit-) Erfahrungen, Nicht selten kommt damit ein lang und tief verdrängtes Trauma wieder an die Oberfläche.

Vielleicht ist ein Gesprächseinstieg über das Thema Grenzen spüren - Grenzen setzen möglich. Ich würde jedoch vorher mich jedoch schon Mal nach Möglichkeiten einer professionellen Beratung umschauen und mich in die Thematik ein wenig einlesen.

Die Anteilnahme kann schnell in Richtung voyeuristische Neugier kippen, wenn es an Achtsamkeit fehlt. Es ist ein sehr hohes Mass an Sensibilität erforderlich.
 
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  • #14
Zwei sind sich einig, dass sie Haue wollen und danach wundern sie sich, dass es weh tut. Muss ich das verstehen?
 
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Deleted member 21128

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  • #16
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Trial

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  • #18
Wir wissen nicht, was vorher vereinbart wurde. Wir wissen nicht, ob der Dom vorher vereinbarte Grenzen überschritten hat. Wir wissen nicht, ob die Dame sich vorher informiert hat und wusste, worauf sie sich einlässt. Wir wissen nicht, was mit "körperlich verletzt" gemeint ist (das reicht von einem kleinen blauen Fleck bis körperliche Schäden mit Dauerfolge).
Kurzum: wir wissen nicht, was vorgefallen ist und können daher keine sinnvollen Aussagen über Schuld oder Unschuld der Beteiligten treffen.
 
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fleurdelis*

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  • #19
Wir wissen nicht, was vorher vereinbart wurde. Wir wissen nicht, ob der Dom vorher vereinbarte Grenzen überschritten hat. Wir wissen nicht, ob die Dame sich vorher informiert hat und wusste, worauf sie sich einlässt. Wir wissen nicht, was mit "körperlich verletzt" gemeint ist (das reicht von einem kleinen blauen Fleck bis körperliche Schäden mit Dauerfolge).
Kurzum: wir wissen nicht, was vorgefallen ist und können daher keine sinnvollen Aussagen über Schuld oder Unschuld der Beteiligten treffen.

.... Jura, oder Theologie? ..... ;)
 
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t.b.d.

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  • #21
Ich finde Trials Einwand berechtigt. Wir wissen nicht einmal ob an der Geschichte irgendetwas dran ist.
Davon abgesehen dreht sich die eigentliche Frage doch darum wie mit der Freundi und deren scheinbar angeknacksten Seele umzugehen ist.
Vor allem in welche Richtung soll es gehen. Falls es ihr möglichst bald wieder besser gehen soll muss man wohl darüber nachdenken wie das zu bewerkstelligen ist.
Wie also muntert man eine Freundin auf der es gerade schlecht geht?
Da habe ich schon gute Vorschläge gesehen. Zeigen dass man für sie da ist und ein offenes Ohr hat. Nicht penetrant sein sondern einfühlsam. Hatten wir schon erwähnt dass Lachen die beste Medizin ist und dass die Zeit alle Wunden heilt?
Man muss vor allem aufpassen dass man die Freundin nicht noch weiter runter zieht.
 
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Deleted member 20013

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  • #23
Für die, die ohne hinreichende Informationen einen Dumm-Dom vermuten.
Für die, die ohne hinreichende Informationen eine bewusste Grenzüberschreitung vermuten.
Für die, die ohne hinreichende Informationen aufgebrochene Traumata vermuten und eine Traumatherapie empfehlen.

Da der/die TE eventuell eh nicht mehr da ist (weil Schweigen im Walde von der Seite) lohnt eine Auseinandersetzung, in meinen Augen, nicht.
 
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Friederike84

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  • #24
Ich finde Trials Einwand berechtigt. Wir wissen nicht einmal ob an der Geschichte irgendetwas dran ist.
Davon abgesehen dreht sich die eigentliche Frage doch darum wie mit der Freundi und deren scheinbar angeknacksten Seele umzugehen ist.
Vor allem in welche Richtung soll es gehen. Falls es ihr möglichst bald wieder besser gehen soll muss man wohl darüber nachdenken wie das zu bewerkstelligen ist.
Wie also muntert man eine Freundin auf der es gerade schlecht geht?
Da habe ich schon gute Vorschläge gesehen. Zeigen dass man für sie da ist und ein offenes Ohr hat. Nicht penetrant sein sondern einfühlsam. Hatten wir schon erwähnt dass Lachen die beste Medizin ist und dass die Zeit alle Wunden heilt?
Man muss vor allem aufpassen dass man die Freundin nicht noch weiter runter zieht.

Das sind prima Ideen, wenn es jemandem mal "mies" geht, er oder sie schlecht drauf ist und man wie du schreibst: aufmuntern möchte.
Bei tiefschürfenden Grenzverletzungen allerdings, die durchaus traumatisierend sein können (klar, wir wissen es nicht), braucht es mehr bzw. etwas völlig anderes als Lachen und Zeit.
So etwas sich selbst zu überlassen und es mit künstlichem Humor zu nehmen wäre kontraproduktiv.
 
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fleurdelis*

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  • #25
Für die, die ohne hinreichende Informationen einen Dumm-Dom vermuten.
Für die, die ohne hinreichende Informationen eine bewusste Grenzüberschreitung vermuten.
Für die, die ohne hinreichende Informationen aufgebrochene Traumata vermuten und eine Traumatherapie empfehlen.

Da der/die TE eventuell eh nicht mehr da ist (weil Schweigen im Walde von der Seite) lohnt eine Auseinandersetzung, in meinen Augen, nicht.

Dann kurz zur Erklärung: mein Kommentar an Trial war auf seine Art der Kommunikation gemünzt, nicht auf seinen Inhalt. Es ist mir aber inzwischen bewusst, dass dieser kleine Hauch eines schelmischen Gedankens auf seine Schreibweise hier nicht angebracht ist.
 
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t.b.d.

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  • #26
Bei tiefschürfenden Grenzverletzungen allerdings, die durchaus traumatisierend sein können (klar, wir wissen es nicht), braucht es mehr..

Wenn und nur dann. Das in Erfahrung zu bringen braucht es Einfühlung seinerseits, Vertrauen ihrerseits und Zeit. Dramatisieren würde sie nur weiter runterziehen.

Ihr Vertrauen zu ihm ist der Schlüssel. Es geht ja um sehr intime Dinge in einem Bereich sexueller Spielarten von denen auch nicht jeder Ahnung hat oder dafür ausreichend Verständnis aufbringt. In diesem Fall müsste er beides haben und sie muss das auch wissen.
 
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Friederike84

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  • #28

Auch das halte ich für schwierig. Rangiert für mich auf einem ähnlichen Level wie "Das verhält sich immer genau so" - mit Ausschließlichkeit wird man meist niemandem gerecht...
Was den Rest betrifft, gebe ich dir Recht - auch wenn ich nach den Ausführungen hier kaum glaube, dass dieses Verhältnis noch existiert und vom geschilderten Vertrauen geprägt war.