Beiträge
906
Likes
1.545
  • #61
Wir alle? Warum schreibt du in der Wir-Form? Kann es sein, dass du deine blinden Flecke auf Andere übertragen willst?;)
Haha, ich vermute nicht, dass er "seine" übertragen möchte, da hat schon jede/r ihre/seine eigenen. Du auch :D, ich auch :rolleyes:.

Ja, die du bereits erkannt hast, sind nicht mehr blind, das liegt in der Natur der Sache…

Ich würde das
Die Annahme, dass wir alle Fehler und Schwächen haben, scheint für dich - auf dich selbst bezogen - eine eher abstrakte Vorstellung zu sein (große blinde Flecken!).
eher so formulieren: Wir alle haben Fehler und Schwächen und blinde Flecken :) - gehört zum Menschsein. Sonst würden wir als Erleuchtete über die (der) Erde schweben (die alte Sache mit den Heiligenscheinen) ...

Beziehungen allgemein und im speziellen Partnerschaften sind ein gutes Mittel, blinde Flecken sichtbar zu machen, das ist oft die große Herausforderung ;).

Ich frage mich nur dann eher, warum fällt mir etwas extrem auf, was nervt mich daran, was sagt das über mich selbst aus...so war's gemeint :)
Ja, das ist eine gute "Schule" ;) hier. Deutlich verlangsamt gegenüber "normaler" Kommunikation.

dass da ein Wille gewesen ist, der nur eben in die völlig falsche Richtung ging
. Tja, wer darf die "Richtigkeit" der Richtung bestimmen?
 
S

Sandbank

  • #62
Ja, das ist eine gute "Schule" ;) hier. Deutlich verlangsamt gegenüber "normaler" Kommunikation.
ja, das ist es für mich, eine Art Spiegel...und nicht nur deutlich verlangsamt, sondern auch ohne Ton und Mimik - ein deutlicher Nachteil ...aber um den Umgang mit Worten zu schulen, trotzdem hilfreich. :)

. Tja, wer darf die "Richtigkeit" der Richtung bestimmen?
hm, die Frage stellt sich für mich ehrlich gesagt so nicht, denn ich gehe davon aus, dass Robert Enke es im Moment seines Entschlusses anders gesehen hat als seine Frau, seine Familie, seine Ärzte, seine Kollegen usw. ....aber du hast Recht, 'richtig' war in diesem Fall eine persönliche Sicht - als Nichtbetroffene- mit Blick auf eine Entscheidung für und nicht gegen das Leben....auch wenn ich seine Entscheidung verstehen und nachvollziehen kann.
 
Beiträge
1.512
Likes
2.371
  • #63
Du unterliegst da einer gewaltigen Fehleinschätzung.

Niemand muß mit mir verhandeln, denn ich weigere mich überhaupt nicht, Ratschläge von Fachleuten zur Persönlichkeitsentwicklung anzunehmen oder Seminare zu besuchen. Ganz im Gegenteil. Finde diese Unterhaltungen und den Austausch mit anderen sehr unterhaltsam und aufschlußreich. Solltest Du vielleicht auch mal probieren. Da lernt man noch so einiges. ;)

Wenn man sonst alles hat im Leben, dann ist das einfach wie ein neues Hobby, was man "im Alter" anfängt. :D

Ich bin noch nicht mal depressiv, was Du anscheinend annimmst. Das ist wirklich Nonsens, und ich frage mich, wie Du auf den kommst. Bloß weil ich die Ex-Freundin des TE in Schutz genommen habe? Mei, mei, mei. Dieses Forum hier überrascht immer wieder damit, was sich da so alles zusammengereimt wird.

Ich vertrete hier lediglich die These, daß es Leute gibt, die so schwer depressiv sind, daß sie eben diesen Willen zum Ausprobieren gar nicht aufbringen können und daß man die m.E. nicht fallenlassen sollte.

Ja, sei damit mal lieber vorsichtiger in Zukunft... o_O

Bitte entschuldige, sollte ich Dir zu nahe getreten sein.
@Eureka Offensichtlich war mein post #53 nicht hilfreich, ich bitte, ihn zu löschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
6.100
Likes
6.616
  • #64
@AlexBerlin :
1)
Findest Du das nicht etwas überzogen ?
2)
Eine Löschung macht den thread praktisch unlesbar, weil Folgepostings, die sich darauf beziehen, dann völlig in der Luft hängen.
3)
Ich denke, @fafner kann das ab ! ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
12.638
Likes
6.873
  • #68
Kann er. ;)
Es ist ziemlich persönlich und sollte hilfreich sein, ist es aber offensichtlich nicht.
Ja, irgendwie ein Mißverständnis. Kommt vor in einem Forum. Von mir aus kann der Beitrag drinbleiben, ich hab ja meine Position dazu geschrieben.

Wenn Du ihn trotzdem gelöscht haben möchtest, melde den einfach selbst mit Kommentar. Das funktioniert hier ganz gut. ;)
Vermutlich besser als so ein Hinweis an Mods mittendrin.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: Sandbank and Traumichnich
Beiträge
1.512
Likes
2.371
  • #69
@fafner
Ich denke, wir lassen am besten alles so.
 
P

Philippa

  • #70
@fafner Du bist schlau und starrsinnig, willst zwar eigentlich was ändern, aber wenn es konkret und für Dich unangenehm wird, weil Du wirklich was ändern müsstest, bewegst Du Dich letztlich doch nicht.
@fafner Du stellst dich hier gegen die These, dass man selbst Einsicht und Bereitschaft mitbringen muss, um Heilung zu ermöglichen. Das ist genau das, was ich bei dir sehe, dass Einsicht und Bereitschaft zur Veränderung fehlen, jedenfalls an dem Punkt, wo es ans Eingemachte geht.
Ich finde, Ihr seid hier zu hart mit @fafner. Ich jedenfalls nehme durchaus positive Veränderungen bei ihm wahr, manchmal macht's richtig Freude! Dass solche Veränderungen viel Arbeit und daher auch viel Zeit brauchen, dünkt mich verständlich. Es geht halt immer nur Schrittchen für Schrittchen vorwärts. Aber es ist wichtig, das zu sehen (vor allem selbst, die anderen sind da manchmal etwas betriebsblind) und zu anerkennen. Denn nur das gibt die Motivation zum Weitermachen. Aber ich denke, je mehr man schon verändert hat, desto besser und schneller und einfacher geht es weiter. Allen, die in solchen Prozessen drin stecken, wünsche ich viel Mut, Kraft und Ehrlichkeit mit sich selbst! Und freut euch über das, was gelingt!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • Like
Reactions: Mentalista and Deleted member 21128
Beiträge
1
Likes
0
  • #71
Habt ihr Erfahrungen mit psychischen Störungen in euren Partnerschaften gemacht? Was habt ihr gelernt, was würdet ihr heute anders machen als damals? Was genauso?

Ja, habe ich. Ich habe mein derzeitige Partner 7 Jahren bei einer schweren Post Traumatischen Stressstörung in Kombination mit ernsthafte Depression (totes Wisch) unterstutzt. Zur Zeit sind wir geschieden weil es letztendlich einfach keine richtige Bilanz gibt. Ich verstehe warum du dieser Fragen stellst. Im kurzen finde ich dass du das Richtige gemacht hast und nichts anders tun hätten könnte. Wir haben alle unserer Grenzen und wer überfragt wird und das fortdauern lässt, hat, oder bekommt, selbst ein Problem. Für mich war das eine riesiger Burn Out.

Ich konnte damit sein, dass sie Probleme hatte und ich war bereit mit ihr daran zu arbeiten. Aber nur daneben zu stehen und zuzusehen, das konnte ich nicht. Und das wollte ich auch nicht. Es machte mich richtiggehend innerlich wütend, dass diese Krankheiten sie so beutelten und sie nicht dagegen kämpfen wollte.

Wut ist keine Basisemotion. Hinter Wut steckt Trauer und Angst. Zusehen und nichts machen ist in solche fälle keine Option. Man hilft wo man kann aber die Psychische Erkrankungen können nur mit Hilfe einer gut ausgebildete Psychologen oder Psychiater unter Kontrolle gebracht werden.
 
D

Deleted member 20013

  • #72
"Ich kann nicht ertragen, was für ein Arschloch Du bist". Ist das "bei sich bleiben", echt? ;)
Ja, in meinen Augen sehr wohl.
Genau so wie, "ich kann nicht ertragen, dass du rauchst."
"Ich kann nicht ertragen, dass du Steuern hinterziehst."
"Ich kann nicht ertragen, wie du deine Familie belügst."

Denn diese Aussagen bleiben beim Sagenden, weil sie ausschließlich benennen, was der Sagende
1) wahrnimmt,
2) wie er es wertet und
3) was es mit ihm macht.

Sie sagen aber im gleichen Atemzug auch "Du kannst das alles gern weiterhin tun, dann aber ohne mich an deriner Seite, weil ich nämlich am Ende dessen bin, was für mich ertragbar ist."
Solche Aussagen respektieren somit, für welche Handlungen der Hörende sich entschieden hat. Sie geben ihm Entscheidungsfreiheit
1) abzuwägen dazwischen das beizubehalten, was der Sagende nicht ertragen kann und somit ohne den Sagenden zu sein, oder
2) seine Handlungen zu erklären, in einem anderen Licht darzustellen, als das was aktuell darauf fällt, oder
3) versuchen etwas an dem zu ändern, was der Andere nicht ertragen kann.
4) usw.
5) usf.
6) etc.
7) pp.
Sie geben ihm auch Verantwortung, weil der Hörende Gestaltungsspielraum hat (s.o.). Sie lassen ihn mündigen und selbstbestimmten Mensch sein.

Leicht sind solche Aussagen bei nicht negierbaren Fakten (z.B. Rauchen oder Kaugummi kauen).
Bei anderem (z.B. "Vernachlässigung der eigenen Gesundheit") muss eine Interpretation erst zu dieser Einschatzung führen und diese Interpretation tut gut daran Gegenstand einer Auseinandersetzung zu werden.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • Like
Reactions: MaryLu, Deleted member 21128, Monk und ein anderer User
Beiträge
619
Likes
659
  • #73
Für mich klingt es sehr unberechenbar und schwer nachvollziehbar, daß jemand so aus dem Nichts, plötzlich so einen Anfall bekommt. So nach dem Motto, wir haben gerade einen lustigen Film gesehen, das Wetter ist super, alle sind prima gelaunt und auf einmal fängt sie an zu zittern und zu weinen.

Sowas gibt es tatsächlich, die Betroffenen wissen nur leider oft selbst nicht, was dieses Verhalten auslöst und, woher es kommt.
Irgendwer hat mir mal erzählt, dass in seinem Bekanntenkreis jemand mit einer Phobie war, die sich beim Anblick von Luftballons so zeigte, dass Angstzustände, Zittern am ganzen Körper und Schweißausbrüche auftraten.
Ein Psychologe kam dem Auslöser auf die Spur, wenn auch nicht der Ursache.
Diese Person hatte offenbar irgendein schreckliches Erlebnis, bei welchem Luftballons in der Nähe waren. Jedes Mal, wenn sie nun Luftballons sah, wurde sie an das Erlebte erinnert.
Sowas ist nicht leicht in den Griff zu bekommen, doch kennt man erst mal den Auslöser, kann man dagegen angehen.
Verdammt solche Menschen nicht, doch wenn Ihr selber nicht damit umgehen könnt, ja, dann hat eine Beziehng hier keinen Sinn.
 
Beiträge
1.415
Likes
847
  • #74
Ich fand es eine sehr schöne Geste, dass du sie in dem Moment in den Arm nahmst. Schade, dass dies nicht anhielt.
 
Zuletzt bearbeitet: