anaj

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  • #61
Zitat von IMHO:
Genau das meinte ich ja: Der Entscheidungsträger denkt eben ÜBERHAUPT NICHT darüber nach.

Sprichst Du hier fuer alle Hartz IV-Empfaenger, die noch ein Kind in die Welt setzen?! Woher willst Du eigentlich wissen, ob der Entscheidungstraeger nachdenkt oder nicht oder worueber? Ziemlich anmassend, es sei denn, dass Du von Dir redest (nicht wertend gemeint).

Aber selbst wenn man davon ausgehen koennte, dass die Hartz IV-Empfaenger in Deinem Beispiel nicht nachdenken, passt Dein Beispiel trotzdem nicht in den Kontext.
 

Victor

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  • #62
Zitat von IMHO:
...stelle ich die Frage, ob mit zunehmendem Alter der Anspruch an das Gefühl der Verliebtheit (Schmetterlinge) mehr und mehr der Erkenntnis weicht, dass man pragmatischer denken sollte/muss und die eigenen Ansprüche stark auf die wesentlichen Grundpfeiler einer Beziehung (welche sind das eigentlich?) reduzieren sollte.
Mir selber kommt es komisch vor, die Liebe mittels Ansprüchen definieren zu wollen. Es erscheint mir, als würde man etwas Grossartiges in einen kleines Kästchen sperren und ein Preisschild daran hängen. Liebe lässt nicht mit sich verhandeln, sondern offenbart dort, wo man es am wenigsten erwartet. Ich war zweimal in meinem Leben richtig verliebt und beide Male musste ich feststellen, dass meine eigenen Ansprüche lediglich dumme Vorurteile waren.

Ich für meinen Teil halte es für einen Fehler, lediglich nach einer Person ausschau zu halten, für die man am wenigsten vom eigenen Weg abweichen muss. Liebe hat die Macht, das eigene Leben in eine Richtung zu lenken, die man unmöglich vorausahnen kann. Wenn man sich davor fürchtet, ist man noch nicht wirklich bereit dafür.

Auch ist es falsch, die Liebe als eine Art der Absolution zu betrachten. Wer mit sich selber und seiner Welt nicht einverstanden ist, der muss zuerst an sich etwas ändern. Denn die grosse Liebe macht das Leben nicht einfacher, sondern um Einiges komplizierter und aufregender. Wer ohnehin schon viele Probleme hat, der wird durch sie einfach noch mehr Probleme bekommen und es schwerer haben, die Eigenen zu lösen.

Ich für meinen Teil habe zudem festgestellt, dass ich ein Grossteil der Anerkennung und Zuneigung, die ich mir von einer Beziehung erhoffte, auch ohne Weiteres von den Menschen bekomme, denen ich tagtäglich begegne. Sei es Familie, Freunde, Arbeitskollegen oder auch völlig Fremde. Es ist nicht so, dass das Leben ohne Partner oder Partnerin gleichzeitig ein Leben in völliger Einsamkeit ohne jegliche Zuneigung wäre.

Natürlich wäre auch mein Leben schöner mit einer Partnerin, doch ich schätze das Leben, das ich heute habe, denn ich habe es selbst gewählt und es gefällt mir, so wie es ist. Eine Partnerschaft "muss" also nicht sein, und somit steht es mir offen, mich für die Liebe zu entscheiden, wann und wo immer ich sie auch antreffen mag.

Vielleicht liege ich ja mit meiner Meinung völlig daneben, aber je mehr ich nach der Liebe suche, desto eher treffe ich auf Menschen, die das scheinbar völlig anders sehen wie ich. Geht es nur mir so oder liegt das einfach in der Natur des Suchens?
 
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  • #63
Kommt drauf an, was das für praktische Gründe wären, die mich dazu bewegen sollten, mit einem Mann, den ich intellektuell, sexuell und vom Typ her nicht anziehend finde, eine Beziehung aufbauen sollte. Als einzigen praktischer Grund sehe ich im Augenblick, dass der Mann viel Kohle hat und auch im Alter gut für sich sorgen kann. Bin gespannt auf andere Gründe, die es so geben könnte.
Aha, also mit Geld könnte dich jemand ködern. Ich habe es fast vermutet.
 
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Deleted member 25040

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  • #66
Liegt es nicht auch am Frauenbild, welches sich stark gewandelt hat in den letzten Jahrzehnten? Männer treffen auf Frauen, die ihnen zum Großteil auf Augenhöhe (oder darüber) begegnen und eben nicht mehr zu ihnen aufschauend. Selbstbewusste Frauen, erfolgreich im Beruf, sozial engagiert, dynamisch, "nebenbei" die Kinder erziehend (womöglich noch allein).

Mögen/wollen Männer derartige Frauen überhaupt? Ich glaube nicht wirklich, auch wenn einige das Gegenteil beteuern.
Interessant.
Wie passt das mit deinen heute vertretenen Ansichten zusammen?
Was ist in der Zwischenzeit passiert?
 
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  • #67
Mann-O-Mann, ist die Moderation wieder soooo langsam? Ich kann mich kaum noch an den Inhalt meiner Beiträge erinnern, auf den du dich beziehst. Aber ich glaube, dass einige Fragen beantwortet wurden. Zwar nicht zu meiner "Zufriedenheit", aber ja. Es ist und bleibt meiner Ansicht nach eine Gratwanderung mit der Tendenz zu "besser ganz oder gar nicht", als "lieber nur ein bisschen".
 
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  • #68
Wie passt das mit deinen heute vertretenen Ansichten zusammen?
Ich glaube, dass das ziemlich gut passt. Mein Eindruck ist, dass viele Männer erzählen, dass sie eine Partnerin auf Augenhöhe haben möchten, finden es aber dennoch nicht gerade schlecht, wenn die Frau dann eben doch (und wenn es nur ein klitzekleines bisschen ist) "unter ihnen rangiert" - Thema: Downdating.
Ich bin der festen Überzeugung, dass nicht gerade viele Männer damit klarkommen, mit einer wesentlich erfolgreicheren Frau zusammen zu sein.
 
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  • #69
Ich glaube, dass das ziemlich gut passt. Mein Eindruck ist, dass viele Männer erzählen, dass sie eine Partnerin auf Augenhöhe haben möchten, finden es aber dennoch nicht gerade schlecht, wenn die Frau dann eben doch (und wenn es nur ein klitzekleines bisschen ist) "unter ihnen rangiert" - Thema: Downdating.
Ich bin der festen Überzeugung, dass nicht gerade viele Männer damit klarkommen, mit einer wesentlich erfolgreicheren Frau zusammen zu sein.

darum mag ich Feministen so gern, da fällt dieses...."du willst immer recht haben" einfach weg, weil es auch nicht so ist und jeder mal recht hat.
 

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  • #70
Ich glaube, dass das ziemlich gut passt. Mein Eindruck ist, dass viele Männer erzählen, dass sie eine Partnerin auf Augenhöhe haben möchten, finden es aber dennoch nicht gerade schlecht, wenn die Frau dann eben doch (und wenn es nur ein klitzekleines bisschen ist) "unter ihnen rangiert" - Thema: Downdating.
Ich bin der festen Überzeugung, dass nicht gerade viele Männer damit klarkommen, mit einer wesentlich erfolgreicheren Frau zusammen zu sein.

Wow. Du setzt ein klitzekleines bisschen mit wesentlich gleich und niemand sagt etwas deswegen, bloß weil du ein Klischee bedienst?
Prospekt, Prospekt! :D

Aber mal zu deiner eigentlichen Frage: Was ist denn nun vorzuziehen? Heiraten nach Matchingpunkten ohne Ansehen der Person oder die Entscheidung dem Rausch der Hormone überlassen?

Ich hatte tolles Matching und Schmetterlinge.
Ist zwar auch keine Erfolgsgarantie, aber ich würd's wieder tun. :)
 

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  • #71
Wow. Du setzt ein klitzekleines bisschen mit wesentlich gleich und niemand sagt etwas deswegen, bloß weil du ein Klischee bedienst?
Prospekt, Prospekt! :D

Aber mal zu deiner eigentlichen Frage: Was ist denn nun vorzuziehen? Heiraten nach Matchingpunkten ohne Ansehen der Person oder die Entscheidung dem Rausch der Hormone überlassen?

Ich hatte tolles Matching und Schmetterlinge.
Ist zwar auch keine Erfolgsgarantie, aber ich würd's wieder tun. :)

Wieso heiraten?

Du hattest Glück mit deinem Matching. Ich gönns dir von Herzen!

Die Hormone halten doch gar nicht mehr lange, erst recht nicht, wenn man älter ist, von daher glaube ich schon inzwischen das manche Beziehungen nur deswegen so gut und lange halten, weil Beide mit einer gewissen Portion Pragmatismus oder gutes Matching an das Thema Beziehung heran gehen bzw. es pflegen.
 
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  • #72
Wow. Du setzt ein klitzekleines bisschen mit wesentlich gleich und niemand sagt etwas deswegen, bloß weil du ein Klischee bedienst?
Prospekt, Prospekt! :D

Aber mal zu deiner eigentlichen Frage: Was ist denn nun vorzuziehen? Heiraten nach Matchingpunkten ohne Ansehen der Person oder die Entscheidung dem Rausch der Hormone überlassen?

Ich hatte tolles Matching und Schmetterlinge.
Ist zwar auch keine Erfolgsgarantie, aber ich würd's wieder tun. :)

Für mich nützt diese Diskussion gar nichts. Ich kann mir nicht vornehmen, mich in eine Frau zu verlieben, egal wie viele Matchinpunkte wir haben oder wie hübsch sie ist. Ich bin ein sehr rationaler und pragmatischer Mensch, kann aber ohne Funken die Frau weder küssen geschweige denn mit ihr schlafen.
In meiner aktiven Parship-Zeit hatte ich viele Dates und leider gab es zu keiner Zeit einen Funken, so hatte ich mir vorgenommen es irgendwie mit Einer auch ohne Funken zu probieren, aber es ging nicht, zumal ich auch ein sehr schüchterner Mensch bin.
Als ich ein Date mit meiner jetzigen Freundin hatte, fühlte ich mich am ersten Abend trotz großer Schüchternheit gezwungen ihr mitzuteilen, dass ich einen großen Drang habe, sie zu küssen und alles lief von alleine, ab dann kann man ja pragmatisch sein, aber diesen Funken kann ich zumindestens nicht planen und leider ist es auch so, dass wenn er beim ersten Date nicht kommt, dann kommt er auch nicht mehr. Ich hätte mir einige Zweit- und Drittdates sparen können.
 
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IMHO

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  • #73
Wow. Du setzt ein klitzekleines bisschen mit wesentlich gleich und niemand sagt etwas deswegen, bloß weil du ein Klischee bedienst?
Nee, ich setze das nicht "gleich". Meiner Meinung nach gefällt es der Mehrheit der Männer, wenn die Frau "unter ihnen rangiert" (auch, wenn es nur ein bisschen ist). Mit wesentlich erfolgreicheren Frauen kommen nach meinem Empfinden die wenigsten Männer gut zurecht.
Aber mal zu deiner eigentlichen Frage: Was ist denn nun vorzuziehen? Heiraten nach Matchingpunkten ohne Ansehen der Person oder die Entscheidung dem Rausch der Hormone überlassen?
Ich glaube, dass eine Bauchentscheidung (zumindest in Liebesdingen) oftmals besser ist. Diese vermeintlichen Passungen nach M-Points (oder das Abwägen von eventuellen Gemeinsamkeiten) kommt eher einer pragmatischen Entscheidung gleich, denn einer emotionalen und mit tieferen Gefühlen verbundenen.

Wobei nicht ausgeschlossen ist, dass man auch eine Partnerin, für die man sich seinerzeit aufgrund von nüchternen "Fakten" entschieden hat, im Laufe der Zeit lieben "lernt".
 

IMHO

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  • #74
Als ich ein Date mit meiner jetzigen Freundin hatte, fühlte ich mich am ersten Abend trotz großer Schüchternheit gezwungen ihr mitzuteilen, dass ich einen großen Drang habe, sie zu küssen und alles lief von alleine, ab dann kann man ja pragmatisch sein, aber diesen Funken kann ich zumindestens nicht planen und leider ist es auch so, dass wenn er beim ersten Date nicht kommt, dann kommt er auch nicht mehr. Ich hätte mir einige Zweit- und Drittdates sparen können.
Oh, ist das so? Ich meine (auch hier) schon mal gelesen zu haben, dass durchaus nicht wenige diese "Liebe auf den zweiten/dritten" Blick für möglich halten. Dieser Punkt, an dem es plötzlich "Klick" macht, ist doch nicht nur auf das erste Date beschränkt, oder?
Klar, in den ersten 10 Sekunden (o.ä.) entscheidet man, ob man den anderen attraktiv/anziehend oder eben nicht findet. Der Rest, also z.B. das Verlieben muss, meiner Meinung nach, nicht zwingend auch in diesem Moment stattfinden.
 
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  • #75
Oh, ist das so? Ich meine (auch hier) schon mal gelesen zu haben, dass durchaus nicht wenige diese "Liebe auf den zweiten/dritten" Blick für möglich halten. Dieser Punkt, an dem es plötzlich "Klick" macht, ist doch nicht nur auf das erste Date beschränkt, oder?
Klar, in den ersten 10 Sekunden (o.ä.) entscheidet man, ob man den anderen attraktiv/anziehend oder eben nicht findet. Der Rest, also z.B. das Verlieben muss, meiner Meinung nach, nicht zwingend auch in diesem Moment stattfinden.
Lieber IMHO,
ich habe nur von mir gesprochen und keine Allgemeingültigkeit postuliert, könnte mir aber vorstellen, dass allgemein beim ersten Date mindestens eine Hintergrundverliebtheit entstehen sollte, damit es funktioniert.
 
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equinox

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  • #76
@IMHO:
Ich bin der festen Überzeugung, dass nicht gerade viele Männer damit klarkommen, mit einer wesentlich erfolgreicheren Frau zusammen zu sein.
Wie definierst du 'erfolgreich'? Erfolgreich im ökonomischen Sinn, im Sinn sozialer Anerkennung, im Sinn eines formalen Bildungsabschlusses, im Sinn einer Position innerhalb einer Hierarchie, im Sinn eigener Zielvorstellungen, der Anzahl früherer Sexualpartner ... ? Das dürfte doch sehr von den jeweiligen Wertvorstellungen abhängen.

Ich glaube, dass eine Bauchentscheidung (zumindest in Liebesdingen) oftmals besser ist. ( ...) in den ersten 10 Sekunden (o.ä.) entscheidet man, ob man den anderen attraktiv/anziehend oder eben nicht findet.
Dem ist so. Schließlich gibt es Merkmale, die sich weder über Matching-Konzepte noch Selbstbeschreibungen eruieren lassen. Aber: für eine auf Dauer angelegte und erfolgreiche Beziehung braucht es neben der physischen Anziehung eben auch eine intellektuelle. Die zumindest lässt sich im Vorfeld eingrenzen. Wenn eine Passung auf dieser Ebene dann aber automatisch auch die Erwartung einer physischen Anziehung mit einschließt, ist der Frust zwangsläufig vorprogrammiert.
 
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  • #77
Nee, ich setze das nicht "gleich". Meiner Meinung nach gefällt es der Mehrheit der Männer, wenn die Frau "unter ihnen rangiert" (auch, wenn es nur ein bisschen ist). Mit wesentlich erfolgreicheren Frauen kommen nach meinem Empfinden die wenigsten Männer gut zurecht.

Verstehe. Und mit Erfolg meinst du wahrscheinlich das verfügbare Vermögen/Einkommen?
 

IMHO

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  • #78
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Wie definierst du 'erfolgreich'? Erfolgreich im ökonomischen Sinn, im Sinn sozialer Anerkennung, im Sinn eines formalen Bildungsabschlusses, im Sinn einer Position innerhalb einer Hierarchie, im Sinn eigener Zielvorstellungen, der Anzahl früherer Sexualpartner ... ? Das dürfte doch sehr von den jeweiligen Wertvorstellungen abhängen.
Ich glaube, dass das in jedweder Hinsicht so ist. Möglicherweise mit Abstrichen in Bereichen, in denen sich der jeweilige Mann tatsächlich eigene Schwächen zugesteht.
Aber: für eine auf Dauer angelegte und erfolgreiche Beziehung braucht es neben der physischen Anziehung eben auch eine intellektuelle.
Die von mir angeführte "Anziehung" schloss keinen Bereich aus. Dementsprechend bezieht sich "Attraktivität" selbstverständlich auf das Gesamtbild der Frau - und nicht nur auf physische Aspekte.