Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
L

Löwefrau

  • #31
Pragmatisch wie ich bin: Nenn mir deine Chiffre, damit ich dich nicht anschreibe...denn für so etwas habe ich gar keine Zeit.
Und anhand dieses Post habe ich wieder mal gemerkt, dass Philosophen zu mir nicht passen.
 
Beiträge
1
Likes
0
  • #32
Polyamorie ernst gemeint

Seid mittlerweile knapp 3 Jahren suchen meine Partnerin(25) und ich(28) eine feste Partnerin für eine polyamore Dreierbeziehung. Anfangs war es nicht leicht das offen zuzugeben, aber mittlerweile haben wir festgestellt, dass es sogar sehr viele Paare gibt, die danach gucken. Eine Anfrage bei der Hamburger Morgenpost für eine Anzeige in deren Singlebörse zu schalten endete mit: "Bei uns werden nur ernstgemeinte Beiträge zugelassen". Beim Hamburger Abendblatt war es kein Problem die Anzeige zu schalten, nur hatte das keinen wirklichen Erfolg ;-)

Eine echte Hoffnung besteht immernoch bei Parship, dass der Persönlichkeitstest vielleicht die richtigen Menschen zusammenführen könnte. Aber leider gibt es bisher keine Möglichkeit, als Paar auf die Suche zu gehen.

Das wäre doch mal eine echte Herausforderung für Parship oder?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Beiträge
12
Likes
0
  • #33
Dankeschön!

Hallo Curioface,

Danke für diesen guten Beitrag, um nichts anderes ging es mir! Vielleicht lesen ja einige Parship-Admins mit und nehmen das in ihre firmeninternen Diskussionen mit auf, dort wird es ja sicherlich wie in jeder anderen Firma auch "Meetings" über die Geschäftliche - Strategische Ausrichtung geben. Da es ja auch schon ein "gay-parship" gibt, bin ich zuversichtlich, dass genügend Verständnis dafür vorliegt, dass es mehr gibt als die Schwarz-Weiß-Schubladen der Hollywoodbeziehungsmodelle, die uns via Kino und TV täglich vorgeführt werden. So gesehen könnte hier Parship ein echter Vorreiter werden u. ggf. eine noch offene Marktnische für sich erschließen. Das Problem dabei könnte aber eben das von mir - bewusst scharf - skizzierte u. hier angerissene sein, dass es schnell eine Verwechslung mit diversen Swingerportalen gibt. Das wäre sicherlich ein Image dass sich Parship nicht geben möchte, da ihr Konzept auf Seriösität setzt und die reinen "Sexanbahnungsseiten" mit einem gewissen Abenteuer aber auch Schmuddelimage versehen sind, das nur schwer zu PS. passen würde. Deswegen aber so zu tun als Gäbe es nur Schwarz-Weiß, hetero-homo, "sauber" und "Schmuddelkarm" (wenn es den überhaupt real gibt - oder nur als normative Kategorie in diversen Köpfen) wird der Sache nicht gerecht. Wie schon zuvor geschildert - viele Dinge in dieser Welt sind gradueller Natur - und evt. finden sich genau in diesen Grauzonen neue Marktnischen für ein Unternehmen wie P.S.

Polyamorie müsste dafür gut geeignet sein, da es eben tendenziell für viele auf feste Beziehungen angelegt ist (wenngleich es auch hier fließende Übergänge zum Swingerleben gibt - aber, soweit ich das verstanden habe, darf man Polyamorie als Beziehungsmodell nicht mit Freier Liebe bzw. Swingerverhalten gleich setzen) - und darin liegt meines -erachtens die Chance - sowohl für PS. als Unternehmen, als auch für Menschen die Polyamore Beziehungen mittels neuer Kommunikationsmedien suchen wollen.
 
Beiträge
3
Likes
0
  • #34
AW: Polyamorie

@LogicoPhilosophicus
und
@Curioface:

danke für eure beiträge.
ich bin absolut neu und unerfahren was partnersuche per internet betrifft und habe mich im zusammenhang mit der tatsache, jetzt mal konkret formulieren zu müssen, welche idealvorstellung ich von beziehung und partnerschaft habe, ausgiebig mit dem thema "beziehungsformen" beschäftigt.
der begriff "polyamorie", so wie er bisher allgemein von den "fachleuten" verstanden wird, trifft auf meine wünsche an ein tiefes, über feundschaft und sexualität hinausgehendes beziehungsmodell ziemlich gut zu.
nun weiss ich aber aus meinem leben jenseits des www, dass bei vielen frauen, denen ich begegne, erstmal der "ofen aus" ist, wenn ich offen und ehrlich darüber spreche.
unter anderem deshalb möchte ich gerne das internet bemühen, damit die quantität der kontakte zunimmt und damit die in dieser zeit relative unwahrscheinlichkeit auf "erfolge" wenigstens etwas abnimmt.
viele, wie ich bis vor kurzem, wissen gar nicht, dass sie polyamor leben oder leben wollen, obwohl sie es bereits tun (wenn auch evtl verkappt als "seriell monogame").
ich stimme zu, dass zu befürchten ist, dass der begriff "polyamor" leicht missverstanden werden kann, wenn er nicht in kurzen worten neben einem kästchen, in das man sein häkchen bei der anmeldung setzt, erläutert wird.
technisch denkbar wäre zb ein kleines pop-up fenster oder ein hyperlink.
parship, als großer, marktführender und seriöser anbieter könnte sich damit zum einen einen neuen (wenn auch bisher kleinen) markt erschliessen und zum anderen sein image als vorreiter beim individuellen "matching" weiter ausbauen. beides hätte sicherlich positive wechselwirkung aufeinander. ...von der positiven gesellschaftlichen wirkung mal ganz abgesehen.

erfahrungen auf parship habe ich, wie gesagt, bisher keine.
freue mich aber sehr, über erfolge und misserfolge -nennen wir es mal erfahrungen- diesbezüglich zu erfahren.
ich selbst werde es demnächst nicht übermäßig in meinem profil thematisieren, aber es zu verschweigen macht für mich keinen sinn.

=)


ps. als "verschwörungstheorie" kann ich euch natürlich auch noch anbieten, dass parship, als konzept eines materiell-gewinnorientierten unternehmens, evtl. nur an unglücklichen menschen geld verdient und deshalb lieber einen zustand aufrechterhalten wird, in dem immer wieder EIN mensch genau EINEN anderen menschen sucht, der ihm ALLE wünsche an beziehung und partnerschaft erfüllen soll. genau, wie unsere "medizin" evtl davon lebt, krankheiten zu kurieren, anstatt an unserer "heilung" mitzuwirken.
 
Beiträge
3
Likes
0
  • #35
AW: Polyamorie

sorry für eventuelle schreibfehler etc
bei unverständlichkeit einfach nochmal nachfragen um missverständnissen vorzubeugen.
 
Beiträge
3
Likes
0
  • #37
AW: Polyamorie

"was" geht denn los?
und warum "wieder"?

hast du das gefühl, ich sei dir oder irgendwem zu nahe getreten?
war nicht meine absicht...
 
Beiträge
3.855
Likes
53
  • #38
AW: Polyamorie

Blätere in diesem Thread mal auf Seite 3 zurück, da hab ich mich schonmal dazu geäußert.
 

a3a

Beiträge
56
Likes
0
  • #39
AW: Polyamorie

Was ich nicht verstehe:
Ist für einen Polyamoristen, der gerade alleinstehend ist, "Monoamorie" grundsätzlich undenkbar? Und muss das schon vor Beginn einer (!) neuen Beziehung geklärt werden? (Ok, ein paar Grundeinstellungen müssen wohl frühzeitig angesprochen werden.) An sich könnte der Klassiker doch für den Anfang ok sein, und ob man die Beziehung später auf andere erweitert, könnte man dann sehen? Oder ist Polyamorie eine Lebenshaltung, die grundsätzlich ausschließt, auch mal nur mit einem Partner eine Beziehung zu haben? Werden weitere Beziehungen unbedingt angestrebt oder ergeben sie sich eher zufällig etwa aufgrund größerer Offenheit?
Wird wohl wieder mal recht individuell sein ...
 
Beiträge
404
Likes
1
  • #40
AW: Polyamorie

ich denke auch, daß es da viele varianten gibt. und wundere mich ein bißchen, daß man auch solche "alternativen" liebesentwürfe wieder so sehr in ein marketingetikett zu pressen versucht ist.
aber ich glaube, oft ist es eine haltung. wer niemanden hat, muß sicherlich nicht gleich zwei partner auf einen schlag kennenlernen, weil er mit nur einem partner ja ein anderes, eben monogames modell leben müßte.
 
Beiträge
3.855
Likes
53
  • #41
AW: Polyamorie

Mehrere Partner/innen zu haben, sieht aus der eigenen Perspektive ja sehr schön aus. Ich kenne diese Perspektive selbst, vor 20 Jahren hatte ich auch für ein 2-3 Jahre zwei "Geliebte". Ich höre mich da noch ganz toll daherreden: "Such dir doch auch einen zweiten Mann" und "Ein Mensch allein kann doch gar nicht alle Wünsche des anderen abdecken" usw. Aus heutiger Sicht alles faule Ausreden -- ersteres, um mein Gewissen zu beschwichtigen und zweiteres, um nicht konstatieren zu müssen, dass keine der beiden Frauen "die Richtige" ist. (Aus einer kurz vorhergehenden Beziehung wusste ich aber nur zu genau, dass *eine* Frau durchaus in der Lage ist, "alle meine Wünsche abzudecken".)

Wie man schon erahnen kann, sah die Sache aus der Perspektive zumindest einer der beiden Frauen alles andere als schön aus. Sie wollte nämlich nur mich, ich war ihre große Liebe, ich habe "alle ihre Wünsche abgedeckt". Wozu sollte sie sich da noch "einen zweiten Mann" suchen? -- Sie hat aber sehr wohl erkannt, dass sie mir nicht "reicht" und hat sich dann jemanden gesucht, dem sie reicht. So einfach ist das.

Jahre später habe ich diese Geschichte dann umgekehrt erlebt. Da war ich dann am Ende derjenige, der niemand anderen brauchte und wollte als nur diese eine Frau. So kann's gehen.

Und wenn man dem Wikipedia-Artikel zu Polyamorie Glauben schenken darf, dann ist Eifersucht auch dort ein Thema, und -- und das finde ich ja geradezu entlarvend -- es besteht auch in polyamoren Mehrfachbeziehungen die Tendenz, "überzählige" Partner abzuspalten, sodass sich "Zweier-Paare" herauskristallisieren.

Für mich ist Polyamorie eine Kopfgeburt. Die einzige Version, die in meinen Augen funktionieren könnte, ist, wenn alle Beteiligten soviel gefühlsmäßige Distanz zueinander haben, dass keine Neigung besteht, dass sich Zweier-Paare herauskristallisieren. Oder auf gut deutsch gesagt: dass alle nur mit halbem Ursch bei der Sache sind.

Aber wer kann garantieren, dass so ein "Dreick" oder "Mehreck" auf Dauer im Gleichgewicht bleibt? Dass nicht doch einer soviele Gefühle entwickelt, dass er mit ganzem Ursch dabei sein will? Für den wird das ganze rückwirkend zur Falle. Das ist allerdings keine Besonderheit von Mehrfachbeziehungen, auch eine Zweierbeziehung, die nur als "lockere Affäre" angelegt ist, kann für einen von beiden zur Falle werden.
 
Beiträge
404
Likes
1
  • #42
AW: Polyamorie

wieso kopfgeburt? es ist eine kulturelle konstruktion, wie die lebenslange ehe auch.
daß mit solchen entwürfen probleme verbunden sind, ist doch klar. aber das entlarvt sie nicht schon.
ehen werden auch oft geschieden. entlarvt dieser umstand notwendig die vorstellung der ehe?
man muß um die gefahrenzonen wissen. wie sollte es anders sein als daß eifersucht ein thema ist?
ich glaube, einige bedenken gegenüber einer solchen alternativen liebeslebensform (die ich in der form nicht favorisiere) rühren daher, daß man glaubt, da glaube der verfechter dieser form, die ultimative lösung aller liebesprobleme gefunden zu haben.
verklärung auf der einen seite und entlarvung von der anderen gingen hand in hand.
aber beides ist doch nicht nötig.
mir scheint, andre, du legst an ein solches modell viel schärfere maßstäbe an als an dein eigenes. etwa wenn du von "garantien" sprichst. auch dir garantiert keiner das bleibende glück einer monogamen liebesbeziehung. es wäre vermessen, von anderen entwürfen mehr an garantien zu fordern.
 
Beiträge
324
Likes
3
  • #43
AW: Polyamorie

Ich denke auch, dass polyamore Konzepte Kopfgeburten sind, die letztlich nicht funktionieren. Wenn ich für einen Menschen sehr tiefe, ihm zugewandte Gefühle entwickle, dann bekommt er dadurch für mich einen ganz besonderen Wert. Natürlich mag es in dieser intimen Beziehung “Überschüsse“ geben, aber reichen diese aus, um weitere intime Beziehungen aufzubauen, die von mir und den anderen Partnern als gleichermaßen positiv und individuell wertschätzend erlebt werden? Letzteres wäre für mich das entscheidende Kriterium.
 
Beiträge
3.855
Likes
53
  • #44
AW: Polyamorie

@mil: ob Ehe und Scheidung sich ebenfalls "entlarven" oder nicht, sei wie es wolle. Und selbst wenn: Nur weil etwas in A auch so ist, wird B dadurch nicht besser. B steht für sich, ein kausaler Zusammenhang zu A existiert nicht. Also werde ich B als das kritisieren, was es ist oder sein will, und nicht danach, was es sonst noch so alles gibt.

Polyamorie ist in meinen Augen ein -ismus. Und ich kann -ismen generell nicht ausstehen, weil sie Ideologien sind, die einen "neuen Menschen" erschaffen wollen, indem sie ihm Eigenschaften/Wesenszüge an- oder abtrainieren wollen, die von dieser Ideologie "per Dekret" zu gut oder schlecht erklärt werden.

Polyamorie erklärt beispielsweise Eifersucht für schlecht. Zum einen wird sie denunziert, ja geradezu pathologisiert als Besitzdenken oder andere ewiggestrige Spießigkeiten, die zum anderen lediglich angelernt ist und deswegen auch wieder abtrainiert ("geheilt") werden kann. -- Ideologien zeichnen sich nun aber dadurch aus, dass sie nicht genehme Teile der Wirklichkeit ausblenden -- in diesem Falle zum Beispiel den angeborenen "Futterneid" bei frischgeschlüpften/neugeborenen Tieren. Dieser Futterneid ist ein Überlebensvorteil, denn wer sich bei Mama keine freie Zitze erkämpft, wird verhungern. Es gibt noch weitere Beispiele.

Nun kann man natürlich wunderbar herumtheoretisieren, dass wir Menschen keine Tiere sind und mit unserer Vernunft unsere Instinkte bändigen können. Kann sein, aber ist es auch in jedem Falle erstrebenswert? Ist es nicht besser, mit seinen Instinkten gut umzugehen anstatt sie zu unterdrücken?

Wir müssten doch nun mittlerweile wissen, wohin es führt, wenn Individuen einer Ideologie unterworfen sind oder sich ihr freiwillig unterwerfen -- nämlich zu Doppelzüngigkeit und Doppelmoral. Nach außen hin tun alle so, wie es die Ideologie und der Gruppendruck verlangen, hinter den zugezogenen Gardinen läuft es jedoch so, wie es auch ohne Ideologie laufen würde.

Es ist dieser Widerspruch zwischen hehrem Selbstanspruch und armseliger Wirklichkeit, der so entlarvend ist.

Zu den Garantien. Da hab ich mich ungeschickt ausgedrückt. Natürlich garantieren mir auch andere Beziehungsformen nichts -- allerdings beinhalten ideologisierte Lebensentwürfe wegen der Natur der Sache immer eine Art "Heilsversprechen": wenn du nach unserer Ideologie lebst, wirst du besser leben. Ich fordere also keine Garantien, sondern stelle diese angeblichen Garantien nur infrage.

Am Ende gibt es nur eine Kraft, die die tiefstmögliche Bindung herzustellen vermag, nämlich die Liebe. Und dazu gehört eben auch die Möglichkeit der Eifersucht. Alles hat zwei Seiten. Wer das eine will, muss das andere "mitkaufen". Aber genau das glaubt Polyamorie austricksen zu können. Sie will quasi eine Medaille erschaffen, die nur eine Seite hat.
 
Beiträge
324
Likes
3
  • #45
AW: Polyamorie

Diesen Gedanken der “tiefstmögliche[n] Bindung“ halte ich in diesem Zusammenhang für so wichtig. Aber die Eifersucht dann “mitzukaufen“, klingt wie ein notwendiges Übel. Die tiefstmögliche Bindung ist ja kein Status quo, sondern ein sehr fragiler Prozess. Eifersucht kann doch gerade in diesem Prozess ein sehr lebendiges Signal sein, dass nichts sicher ist.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Themenersteller Ähnliche Fragen Forum Beiträge Datum
Maud Expertenrat 32
A Beziehung 20