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  • #31
AW: Politische Einstellung - wichtig?

P.S. : Sagt mal, müsst ihr eigentlich gar nicht arbeiten, oder seid ihr in der Firma alle aufs Klo gegangen und habt da gepostet wie die Weltmeister ??!!.....
:)))
 

iceage

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  • #32
AW: Politische Einstellung - wichtig?

nein, war keine "Toilettenrallye" - wir schütteln das einfach so raus ;-) und wollten nur anhand unseres Praxisbeispiels zeigen, wie "Politische Diskussion am Montagmorgen" den Kreislauf in Schwung bringen kann ;-))) und Schwups - schon passt's wieder zum Threadtitel *g*
 

wind

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  • #33
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Um die Ausgangsfragestellung auch mal aufzugreifen:

Ist die politische Einstellung wichtig?

Zuerst sollte man einmal feststellen, ob die betreffende Person überhaupt eine eigene politische Einstellung hat. (Die Betonung liegt dabei auf "eigene politische Einstellung"!) Heutzutage scheint es leider so zu sein, daß ein Großteil der Bevölkerung gar nicht über so etwas verfügt und nur lautstark die Parolen anderer wiederholt. Man könnte dies als Form der Politikverdrossenheit ansehen, es stellt sich aber die Frage, ob es sich dabei auch darum handelt. Ist es nicht eigentlich eine Form der Denkverdrossenheit? Wer über ein Thema nicht nachdenkt, kann auch zu keiner eigenen Meinung darüber kommen! Es ist also nur eine Form geistiger Faulheit, die Ansichten einer politischen Gruppierung zu übernehmen, ohne diese zumindestens teilweise in Frage zu stellen. Dabei ist es egal, ob diese Ansichten aus der Mitte oder von einer extremen Seite kommen. Letztendlich wird es immer einen sehr großen Anteil der Bevölkerung geben (,wenn nicht die Mehrheit), der nur den Papagei der zeitgemäßen Pressemeinung gibt. Bei diesen Menschen muß man noch zwischen denen unterscheiden, die gar keine eigene Meinung haben und denen, die zwar eine Meinung haben, aber zu feige sind sie auch zu vertreten. Stellen wir diesen beiden Gruppen nun noch die Leute gegenüber, die eine eigene politische Meinung haben und diese auch noch vertreten können wir zu verschiedenen Schlüssen für die Ausgangsfragestellung kommen.
Die Art und Weise, auf die eine Person ihre politische Meinung bildet, formuliert und vertritt hängt eng mit ihrer Sozialisierung zusammen. Der Bildungsgrad der jeweiligen Person kann auch nicht vernachlässigt werden. Aus diesen beiden Gründen ist es unmöglich zu behaupten, daß eine Beziehung nur aus politischen Gründen nicht funktionieren kann und umgekehrt. Es hängt jeweils von den an der Beziehung beteiligten Charakteren ab! Ein Mensch, dem seine politische Meinung sehr wichtig ist, der diese bei jeder Gelegenheit offen und wehement vertritt, wird einen Menschen, der gänzlich ohne politische Meinung ist, in den Wahnsinn treiben. Gänzlich gegensätzliche politische Meinungen müssen demgegenüber nicht zwangsläufig zum Ende einer Beziehung führen, wenn die Protagonisten ausreichend gebildet sind, um ihre Meinungen offen miteinander zu diskutieren und auch in der Lage, abweichende Meinungen zu respektieren.
Letztendlich wird es also bei einem Großteil aller Beziehungen so sein, daß sie eh nur dann entstehen, wenn die jeweiligen Beziehungspartner ähnliche Grundeinstellungen haben. Sie können also entweder eine abweichende politische Haltung des Partners von Haus aus akzeptieren, oder (in den Fällen wo dies nicht zutrifft,) haben von Haus aus eine ähnliche politische Grundhaltung wie der Partner. Die Eingangsfragestellung stellt sich demnach gar nicht (oder nur untergeordnet), denn Leute die aus politischen Gründen absolut nicht miteinander können, können auch aus vielfältigen anderen Gründen absolut nicht miteinander (,auch wenn sie es bis dahin noch nicht festgestellt haben)!
 

Heike

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  • #34
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Zitat von Schreiberin:
Ach, wenn man das in Ruhe im Suppenkoma liest, dann ist das gar nicht so schlimm....
Einmal noch OT :
Wenn ich Heike richtig verstanden habe, beklagt sie, dass hier ein bisschen mit zwei Zungen geredet wird - einerseits geben wir uns ganz sozial, liberal und aufgeschlossen, andererseits wird mit ihr auf eine Art kommuniziert, die immer wieder sehr grenzwertig ist.
Da hat sie doch nicht ganz unrecht , oder ?
Ganz ehrlich - wenn ich mir vorstelle, mancher Seitenhieb und Gelächter, was in ihre Richtung geht, wäre an mich adressiert - das fände ich ganz schön schlimm.
Sch...egal, ob das nun Gruppendynamik oder schlechte Manieren sind.

Liebe Heike, ich glaube schon, dass du eine ziemlich schlaue Frau bist, wahrscheinlich mit viel Rückgrat - sonst hättest du hier längst aufgegeben. Wenn wir aber schön bei den zwei Seiten bleiben : dass so auf dir rumgehackt wird, liegt nicht nur an den bösen anderen. Du hast eine Art, dich manchmal in Feinheiten zu verbeißen und dich sehr kompliziert auszudrücken - das ist einfach ziemlich anstrengend zu lesen und polarisiert inhaltlich auch immer wieder. Man muss doch nicht immer das letzte Wort haben und damit so was von "Ich habe die Moral gepachtet" ausstrahlen.
Einige übertreiben hier sicher mit ihren "Scherzen" , aber das jetzt so zu drehen, als wären das alles verkappte Sesselpuper mit rechtem Gedankengut, das halte ich auch für etwas übertrieben...

Naja, fast. :) Ich habe von der Diffamierung Dritter gesprochen und nicht von mir als Adressat. Ich bin ja anwesend. Es ging um das Muster, einander “Gutes” zu tun, indem man Dritten, Abwesenden Schlechtes antut. Das ist natürlich ein unter Menschen weit verbreitetes Muster. In manchen politischen Systemen wird es zur Perfektion betrieben, faschistische Systeme treiben es ganz offen und direkt zur Spitze. Und im Forum ist es recht beliebt, natürlich mit auch nicht im Entferntesten ähnlich negativen Konsequenzen. Aber wenn politisches Bewußtsein primär im Entrüstungspathos des selbstverständlich Bösen zu bestehen, dann wäre das eine doch wirklich merkliche Verkümmerung. Ganz zum Threadthema. Um was zu verstehen, empfehle ich statt der ewigen Wiederholung des Unverstandenen mal den Blick auf was Konkretes, das man begreifen könnte, einen Mikrokosmos, etwa wie den dieses Forums hier, gerade wegen seiner Miniaturbedeutung. Aber mit demselben Personal an Angst, Schwächen, Gehabe, Initiatoren, Mitläufern, Bedürftigen, mangelnder Courage usw. - Ist ja alles ok, alles menschlich. Und wenn man dann zugleich sich seiner bürgerlichen politischen Gutmenschigkeit versichert, dann ists wie so häufig hier Zeichen für mangelnde Selbstreflexion. Wie im Falle derjenigen, die ständig an die falschen Männer geraten statt sich mal zu fragen, weshalb das so ist. Und sich stattdessen mit dem Urteil beruhigen: die anderen sind Schweine. Wie hier im “politischen” Verhalten. Politik als Ausrede und Alibi. Aufklärung verboten!

Komisch, daß es jetzt wieder persönlich wird, also um meine Person gehen soll. Es geht weder darum, ob ich schlau noch ob ich dumm oder naiv bin. Meine Statements gingen ja darüber, was politisches Tun ausmacht. Und nachdem einige Foristen den Begriff des Politischen sehr weit ausgedehnt haben und recht allgemein von sozialem Handeln und von Werten gesprochen haben, hab ich das einfach im Hinblick auf Forenverhalten konkretisiert. Offenbar zu konkret für so manchen, Politik ist schließlich immer woanders, aber doch nicht hier!

Wenn jemand nicht sieht, inwiefern das gerade zum Thema gehört, oder wenn er es aus sonstigen Gründen nicht verstehen zu können glaubt, oder er ratlos ist bezüglich meiner Schreibmotivation und Sätze ja nur verstehen kann, wenn ihm zugleich in einer Plastiktüte die Motive ihrer Erstellung mitgegeben wurden - hab ich kein Problem, wenn er nicht auf mein Post reagiert. Gern! Bitte! Am besten einfach zu lesen aufhören. Achtung: jetzt!
Schwierig hingegen wirds, wenn er sein eigenes Nicht- oder Mißverstehen mißversteht und dieses Mißverständnis umso heftigeren Ausdruck finden soll und dann auch noch andere ansteckt. Schade ists auch, wenn Foristen, die was verstehen und auch noch Interessantes zu sagen hätten, das nicht tun, weil das Klima dem nicht förderlich ist. Das ist dann die Frage nach dem sogenannten Niveau. Mit dem interessanten Effekt, daß oftmals diejenigen, die das Niveau runterziehen, nicht das Erkenntnisniveau haben, das auch bemerken zu können.

Also, um die Frage, Übeltäter auszumachen, gehts doch gar nicht, sondern ums Begreifen. Etiketten wie “brauner Sumpf” haben die Tendenz, das zu umgehen. Man genügt sich mitdem Etikett, je häufiger man es hört und selbst verwendet, desto weniger muß man was verstehen - und kann zugleich nicht mal die geringsten Vorstellungen davon haben, was mit dem Etikett eigentlich bezeichnet ist, wie das so funktioniert und was eigentlich das Perfide daran ist. Die glauben vermutlich auch noch, daß die bösen Faschisten immer mit dem “Ich bin böser Faschist”-Etikett an die Tür klopfen. Aber statt zum zwanzigsten Mal zu schreiben, daß stark divergierende Wertvorstellungen einer Partnerschaft nicht unbedingt zuträglich sind, könnte man ja zur Abwechslung, insbesondere wenn das Threadthema doch von Politik handelt, mal gucken, was Politik mit Werten zu tun hat und in welcher Weise sich welche “politischen” Differenzen wie auswirken.
Wenn das jemandem zu fein, komplex oder sonstwie überfordernd ist oder er meint, das Leben sei doch schon anstrengend genug, so daß man nicht auch noch in seiner Freizeit nachdenken müsse, kann er auch als einundzwanzigster sagen: “Ach übrigens, ich finde, daß stark divergierende Wertvorstellungen einer Partnerschaft nicht guttun, und Rechtsradikale mag ich nicht, aber das ist nur meine persönliche Meinung.” Er mag das seine eigene Meinung nennen, weils ja eben ne Meinung ist und irgendwie seine, oder man mag wie Wind davon sprechen, daß er dann keine eigene Meinung hat. Eigene Meinung entwickeln ist ja anstrengend. Muß man doch schon im Beruf genug, oder? Ist nicht so wichtig, ob eigene Meinung. Hauptsache, richtige Meinung! Also gegen die Bestie von rechts sein. Oder auch gegen alles sogenannte Radikale. Oder halt sonst so die bekannten Etikettierungen.
Mich persönlich interessiert das beim einundzwanzigsten Lesen nicht mehr besonders. Aber die Geschmäcker sind ja verschieden.

Weil du es angesprochen hast: Die Unverständnis-Anfeindungen, tja, die lassen sich tatsächlich als eine gewisse Art von Fremdenfeindlichkeit begreifen.
Wer grob denkt, kann jetzt sagen: Wie, trägt die Heike denn Kopftuch?
Andere hingegen dürften imstande sein, einen klitzekleinen Transfer zu vollziehen. Fremdes macht oft Angst. Wer was nicht gut einordnen kann und sehr auf das Einordnen angewiesen ist und zugleich wenig offen, der muß umso stärker abwerten, um von sich fernzuhalten, was ihn so irritiert - mit dem Resultat, daß diese Fremdenfeinde umso stärker an den ihnen so suspekten Fremden festkleben. Hier im Forum gibts ja auch ein Beispiel, wo ich den Eindruck habe, daß der die Wände seines Schuppens mit Bildschirmcopys meiner Beiträge ausgestattet hat und fleißig mit Filzer Pfeile malt, Phantombilder erstellt und sonstwas. Solche Stalkerei find ich wenig schmeichelhaft, auch wenn sie aus einer Form von Interesse heraus geschieht, die mancher “Liebe” nennen mag. Scherz zu vermuten, ehrt dich vielleicht; vielleicht ist diese Deutung aber auch eine Form von Wegsehen. Machen wir uns nichts vor: nicht alles, woran ein Smiley gehängt ist, ist auch ein Scherz.

Übrigens, ja, es gibt fremde Lebensformen. Es gibt seltsame Wesen, die nicht in einer “Firma” arbeiten und an einem restringierten Netzzugang hängen oder denen ein Aufpasser im Nacken sitzt. Toiletten besuchen allerdings auch diese Wesen, wenn auch nciht vordringlich zum Tippen. Und ja, dieses Post hat mehr als fünf Zeilen. Auch davor muß man nicht Angst haben, so fremd einem das auch sein mag, falls man selbst pro Wort ne Minute braucht. Ugh!

Übrigens, eins möchte ich noch erwähnen, weil Threadthema: Es scheint mir gut möglich, daß zwei Menschen, die in wichtigen moralischen, weltanschaulichen, politischen, ästhetischen usw. Fragen wie auch in den ganzen Alltagsbelangen ziemlich weit auseinander liegen, Probleme miteinander bekommen, wenn sie eine Partnerschaft eingehen.
Das sollte doch nun wirklich auch mal gesagt sein!
 
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  • #35
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Heike, das ist mir einfach zu viel Text. Hab den A... voll Arbeit und kann mich jetzt nicht auf so was konzentrieren - nichts für ungut, auch wenn es billig klingt. Vielleicht ein andernmal... :)
 

Freitag

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  • #36
AW: Politische Einstellung - wichtig?

:)