Else

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  • #1

Politische Einstellung - wichtig?

Wie wichtig ist Euch bei einem/r potentiellen Partner/in, dass Ihr in Euren politischen Ansichten in etwa übereinstimmt? Oder was geht für Euch gar nicht? (Ich habe zwar in meinem Profil geschrieben, dass Intoleranz für mich nicht geht, aber bei bestimmten Ansichten bin ich sehr intolerant.) Hattet Ihr schon einmal Auseinandersetzungen deswegen?
 

SineNomine

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  • #2
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Zitat von Else:
Wie wichtig ist Euch bei einem/r potentiellen Partner/in, dass Ihr in Euren politischen Ansichten in etwa übereinstimmt?

Hmm, interessante Frage.
Ich bin ein recht politischer Mensch mit klaren gesellschaftlichen und politischen Wert- und Zielvorstellungen. Einer Partnerin, die ganz ohne eigenes gesellschaftliches oder politisches Wertesystem auskäme würde eine für mich sehr wichtige Persönlichkeitsfacette fehlen. Insofern ist mir ein eigenes "Weltbild" einer Partnerin durchaus wichtig. Aber dieses muss nicht notwendigerweise mit dem meinen identisch sein, genau genommen wäre das sogar eher langweilig und kontraproduktiv.

Ein paar wesentliche fundamentale politische und gesellschaftliche Grundüberzeugungen sollte man als Paar durchaus teilen, ja, aber in den Details darf man durchaus auch gänzlich unterschiedlicher Ansicht sein, solange man die Haltung des anderen nachvollziehen und entsprechend respektieren kann.
 

Freitag

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  • #3
AW: Politische Einstellung - wichtig?

eine partnerschaft in der beide konträre ansichten über politische oder weltanschauliche dinge haben, halt ich für nicht dauerhaft tragfähig.
 
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  • #4
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Ich bin oft nicht auf dem neusten Stand, was Tagespolitik angeht, aber im Sinne von allgemeiner Weltanschauung und Menschenbild würde es für mich GAR NICHT gehen, mit jemandem zusammen zu sein, der völlig andere Sichtweisen hat als ich. Genausowenig, wie ich es mit jemandem aushalten könnte, der aktiv in einer Kirche engagiert ist...
 

Ebbe

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  • #5
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Ich finde es nicht schlimm, wenn die Partnerin andere Ansichten hat, da ich es mag über solche Dinge zu reden. Was mir allerdings wichtig ist, wären sachliche Begründungen warum man die & die Einstellung hat. Ansonsten fällt es mir sehr schwer diese Meinung & auch den Menschen ernst zu nehmen, auch wenn sich sowas nicht gehört
 

Polly

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  • #6
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Mir ist gleich und gleich gesellt sich gern lieber.

Der Stellenwert des Themas kann eventuell noch was ausbügeln. Wenn beide alle 4 Jahre das Kreuz machen und +/- war es das, dann ist das was anderes, als wenn tages- oder wochenaktuell das Thema gedreht wird. Und wo. In den eigenen vier Wänden oder im Bekannten- und Freundeskreis.
 

Heike

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  • #8
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Ach, die politische Mitte ist breit. Und innerhalb dessen stelle ich meist sehr wenig an Verbindungen zwischen politischer Orientierung und für mich wichtigen Persönlichkeitsmerkmalen fest.
Politik ist für viele eher so was wie ein Hobby. Und ich muß nicht die Hobbys mit meinen Partnern teilen, Vorlieben für irgendwelche Schauspieler oder Fußballklubs.
 

Freitag

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  • #9
AW: Politische Einstellung - wichtig?

es soll beziehungen geben wo nichts ein thema ist außer was es zu essen gibt und daß es im bett gut klappt. da spielt es natürlich keine rolle welche weltanschaulichen oder ethischen ansichten man hat. es soll auch ganz verzweifelte geben die alles mitmachen und denen alles egal ist bloß um nicht alleine zu sein.
 

Freitag

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  • #10
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Zitat von Heike:
Politik ist für viele eher so was wie ein Hobby. Und ich muß nicht die Hobbys mit meinen Partnern teilen, Vorlieben für irgendwelche Schauspieler oder Fußballklubs.
so ein dummes statement. es geht nicht um schauspieler sondern um den ganz normalen alltag in dem in jedem halbwegs gebildetetn haushalt politik eine rolle spielt. kürzungen des opernetats, bildungswesen, krankenversicherungsleistungen, wirtschaftstendenzen, wahl des fernsehprogrammes, ob man bei kik kauft und kinderarbeit in kambodscha gutheißt oder auf faire produktionsarten der konsumgüter achtet. intelligente und interessierte menschen sprechen darüber in beziehungen. nicht nur über kochrezepte und bundeliga :)
 

iceage

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  • #11
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Alles was sich um die Mitte verteilt - sei es links - sei es rechts, wird gut miteinander auskommen! Es geht auch vielmehr, wie wir zu Politik stehen - ein interesserierter, vielleicht ein wenig aktiver Rechter, wird sich auch mit einer interessierten linken Politikerin verstehen; eine solche Partnerschaft kann sehr viele interessante Gesprächs-Rallyes mit sich bringen!

Grundsätzlich gilt für mich, extrem Rechts ist noch mehr als als extrem Links abzulehnen, aber letzendlich ist alles Extreme schlecht!
 

Mrs

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  • #12
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Ich komme aus einem sehr politischen Elternhaus inklusive Parteizugehörigkeit und Engagement, meine Eltern und meine Oma sprachen oft über Politik. Mir selbst ist das auch wichtig, ich könnte nicht mit jemandem zusammenleben der eine politische Meinung vertritt die mir überhaupt nicht entspricht. Ähnlich gestaltet sich auch mein Freundeskreis, hat sich seit der Schulzeit einfach so ergeben (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel!).
Wenn mir jemand beim ersten Date klar sagt, er wählt xxx, dann kommt das negativ bei mir an.
Das ist aber ganz klar meine persönliche Meinung!!!

Aber es gibt auch Menschen, denen ist das weniger wichtig. Da wird brav gewählt (oder vielleicht auch gar nicht), aber nicht groß darüber geprochen. Ich denke, da ist es dann durchaus nicht hinderlich für eine Partnerschaft wenn der eine CDU und der andere die Grünen wählt o.Ä:
 

Rauna

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  • #14
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Mir persönlich wär das schon wichtig, dass man halbwegs auf einer Wellenlänge schwimmt. Ich habe eher unkonventionelle Ansichten. Da wäre ein erzkonservativer Mann bei mir genauso falsch an der Adresse wie einer mit rechten oder ganz linken Ansichten.
 

Else

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  • #15
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Ich sehe es zitiere mal einen alten Spruch "Das Private ist politisch", den ich in Freitags Sinne für richtig halte. Insofern ist die politische Einstellung eines Menschen für mich schon relevant. Da kann es manch spannende Debatte geben über unterschiedliche Ansichten und Überzeugungen, die den Alltag bereichern, aber auch Konflikte bei meinen no-go's
 

youri2000

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  • #16
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Zitat von Freitag:
[...] intelligente und interessierte menschen sprechen darüber in beziehungen. nicht nur über kochrezepte und bundeliga :)

Eyyyy... Ich behaupte, dass Bundesliga und Rezepte intelligent und interessiert nicht ausschließt. Das nur am Rande.

Und ich könnte mit Extremität Rechts nicht leben. Links besser. Völlig uninteressiert ist schrecklich, daher ist dumpfe Mitte ist schnöde. Aber naja...
 
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  • #17
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Politik ist wahrlich KEIN Hobby, Politik beschreibt die Umstände, das System in welchem wir leben. Und selbstredend ist es von Bedeutung dass Partner zumindest tendenziell ähnliche Wertvorstellungen haben, anderweitig wird das doch keine nachhaltige Beziehung.
Persönliche Meinung

Grüße
 
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  • #18
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Ich hatte mal eine angeregte Korrespondenz mit einem, der sich - wie ich beim Googeln herausfand - politisch in einer mir unsympathischen Partei engagierte (nichts extremistisches). Als ich ihn darauf ansprach, dass wir da weltanschaulich nicht auf der gleichen Linie wären, fing er an, sich dahingehend zu 'verteidigen', dass er ja quasi noch in Studententagen von einer Mentorin quasi zur Mitgliedschaft gedrängt worden sei. Das lag nun gute 25 Jahre zurück. Und der betreffende Herr war auch bei einer Stiftung angestellt, die der Partei sehr nahe steht. Aber anstatt nun offensiv zu vertreten, dass er da mitmacht, weil er deren Ideen, Köpfe oder was auch immer gut findet, hat er sich gewunden wie ein Aal und eine 'Entschuldigung' nach der anderen vorgetragen. DAS fand ich dann wirklich unmöglich.
(Mal davon abgesehen, dass sich sein Status "getrennt lebend" auch als gelogen herausstellte.)
 

Heike

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  • #19
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Zitat von Else:
Wie wichtig ist Euch bei einem/r potentiellen Partner/in, dass Ihr in Euren politischen Ansichten in etwa übereinstimmt? Oder was geht für Euch gar nicht? (Ich habe zwar in meinem Profil geschrieben, dass Intoleranz für mich nicht geht, aber bei bestimmten Ansichten bin ich sehr intolerant.) Hattet Ihr schon einmal Auseinandersetzungen deswegen?

Ich find interessant, daß hier von Politik die Rede war, und viele Kommentatoren von Weltanschauung, Moral und dergleichen sprechen. Inmitten all der beschworenen Politikverdrossenheit die Enklave der Unentwegten!
Aber die Lösung kam ja auch schon vor: einfach alles zum Politikum deklarieren, auch das Privateste. Um den Trick zu vervollständigen, aber bitte noch "Ansichten" durch "Tätigkeiten" ersetzen. Wir sind ja schließlich tätige Menschen und haben nicht nur Fernansichten!
 
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  • #20
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Hab noch mal nachgedacht (passiert mir hier in letzter Zeit öfter...:)) : obwohl ich mich da wirklich nicht im Tagesgeschäft ständig auf dem Laufenden halte, würde ich fast sagen, dass es für mich sogar EXTREM wichtig ist, wie jemand politisch denkt. Und da hört für mich Weltanschauung und Ansichten natürlich dazu - wie soll man das denn trennen ???!!
Was jemand in unserer Gesellschaft als gerecht oder nicht gerecht empfindet, inwiefern jemand unkritisch Vorgaben von oben akzeptiert, ob jemand "Dünkel" hat oder Menschen unvoreingenommen gegenübertritt -das alles zeigt sich doch in der ganzen Art des sozialen Umgangs miteinander und in der Regel sitzt das Wahlkreuzchen auch an der entsprechenden Stelle. Politische Vorgaben bestimmen sehr direkt mein berufliches Tätigkeitsfeld - da habe ich irgendwie nur eine niedrige Toleranzschwelle, wenn sich da jemand in meinen Augen unqualifiziert und aus einer bestimmten Ecke zu äußert. Wenn das beruflich anders wäre, würde ich es vielleicht lockerer nehmen.
 

Freitag

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  • #21
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Zitat von Heike:
Ich find interessant, daß hier von Politik die Rede war, und viele Kommentatoren von Weltanschauung, Moral und dergleichen sprechen. Inmitten all der beschworenen Politikverdrossenheit die Enklave der Unentwegten!
Aber die Lösung kam ja auch schon vor: einfach alles zum Politikum deklarieren, auch das Privateste. Um den Trick zu vervollständigen, aber bitte noch "Ansichten" durch "Tätigkeiten" ersetzen. Wir sind ja schließlich tätige Menschen und haben nicht nur Fernansichten!
Tja heikilein, soviel naivität kommt davon wenn man immer nur den schönen künsten und der philosphierere fröhnt und die bildung vernachlässigt.:)

Das Wort Politik bezeichnet sämtliche Institutionen, Prozesse, Praktiken und Inhalte, die die Einrichtung und Steuerung von Staat und Gesellschaft im Ganzen betreffen.

In der Politikwissenschaft hat sich allgemein die Überzeugung durchgesetzt, dass Politik „die Gesamtheit aller Interaktionen definiert, die auf die autoritative [durch eine anerkannte Gewalt allgemein verbindliche] Verteilung von Werten [materielle wie Geld oder nicht-materielle wie Demokratie] abzielen“. Politisches Handeln kann durch folgenden Merksatz charakterisiert werden: „Soziales Handeln, das auf Entscheidungen und Steuerungsmechanismen ausgerichtet ist, die allgemein verbindlich sind und das Zusammenleben von Menschen regeln“.
 

Heike

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  • #22
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Zitat von Schreiberin:
Hab noch mal nachgedacht (passiert mir hier in letzter Zeit öfter...:)) : obwohl ich mich da wirklich nicht im Tagesgeschäft ständig auf dem Laufenden halte, würde ich fast sagen, dass es für mich sogar EXTREM wichtig ist, wie jemand politisch denkt. Und da hört für mich Weltanschauung und Ansichten natürlich dazu - wie soll man das denn trennen ???!!
Was jemand in unserer Gesellschaft als gerecht oder nicht gerecht empfindet, inwiefern jemand unkritisch Vorgaben von oben akzeptiert, ob jemand "Dünkel" hat oder Menschen unvoreingenommen gegenübertritt -das alles zeigt sich doch in der ganzen Art des sozialen Umgangs miteinander und in der Regel sitzt das Wahlkreuzchen auch an der entsprechenden Stelle. Politische Vorgaben bestimmen sehr direkt mein berufliches Tätigkeitsfeld - da habe ich irgendwie nur eine niedrige Toleranzschwelle, wenn sich da jemand in meinen Augen unqualifiziert und aus einer bestimmten Ecke zu äußert. Wenn das beruflich anders wäre, würde ich es vielleicht lockerer nehmen.

Nicht trennen, aber unterscheiden.
Die Tendenz ist, die Frage so umzuverstehen, daß heraus kommt, daß wir natürlich alle ständig Politik betreiben und daran unglaublich interessiert sind und deswegen natürlich auch höchst wichtig ist, daß wir uns da mit unserem Partner verstehen.
Es scheint dann so, als sei gefragt worden: "Was meint ihr, ist es gut, wenn Partner sich in wichtigen und Alltagsbelangen einigermaßen verstehen?"
Jeder darf daraufhin "ja!" antworten und hat zugleich ein bestes Gewissen, weil er sich als so politisches Wesen mitbestätigt hat.
Erkenntnisgewinn hingegen: null.
Wer tatsächlich mal in der Politik war, also sich im Betrieb engagiert hat und nicht nur auf Stammtisch oder beim Kaffeekränzchen, der weiß, daß das ziemlich wenig mit der Frage zu tun hat, ob man Dritten ohne oder mit Dünkel gegenübertritt, Vorgaben kritisch übernimmt oder nicht usw. - Das hat ziemlich wenig mit der politischen Einstellung zu tun.
Und man betrachte die Korelationen: ich bemerken etwa hier im Forenverhalten vieler die starke TEndenz, Gemeinschaft herstellen durch Diffamierung Dritter, und zugleich das gebetsmühlenartige Insistieren, man verabscheue nichts so sehr, wie eine rechte Grundgesinnung usw.
Da sieht man, wie gut manche das Politische von sich abspalten und als Alibi mißbrauchen.
 

iceage

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  • #23
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Zitat von Heike:
... ich bemerken etwa hier im Forenverhalten vieler die starke TEndenz, Gemeinschaft herstellen durch Diffamierung Dritter, und zugleich das gebetsmühlenartige Insistieren, man verabscheue nichts so sehr, wie eine rechte Grundgesinnung usw.
Da sieht man, wie gut manche das Politische von sich abspalten und als Alibi mißbrauchen.

Liebe Heike, dass jemand eine extreme Rechte (übrigens auch Linke) sein Eigen nennt und hier mobbt ist nicht ausgeschlossen, korreliert aber in keinster Weise! Das Enzige was hier entsteht ist Gruppendynamik; Gruppendynamik ist eine Tatsache die überall auf der Welt stattfindet und Auswüchse im Guten wie im Schlechten hat; die handelnden Personen einer Gruppe, jetzt automatisch dem "Rechten Rand" zuzuordnen oder auch nur paralellen hiezu herstellen ist eine Fehlleistung aller erster Güte, letztendlich auch Schall und Rauch im Universum der Buchstabenwelt, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass dies doch wer liest und für auch noch für Glaubhaft hält!

Weißt du übrigens was aktiv Politik betreiben auch bedeutet? Eine politisch orientierte Gruppe von Menschen haben unterschiedliche Meinung und die Mehrheit (oder der Vorsitzende) beschließen eine Meinung für die Gruppe nach Außen u n d genau diese Menung müssen jetzt alle vertreten, argumentieren und verteidigen - auch wenn sie persönlich dagegen sind! Und auch das ist ein großer Unterschied zu hier, hier wir gepostet was das Zeug hält, mal Unsinn, mal Schlaues, manchnmal auch Intelligentes, aber immer nur seine eigene Überzeugung ...
 

Tlaloc

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  • #24
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Zitat von Heike:

Ich glaube nicht, dass im Sinne dieses Themas zwischen "Weltanschauung" und "politischen Einstellungen" getrennt werden kann. Oder glaubst du, es geht der TE um Fragen der politischen Praxis? Wie regiere ich? ;)
Das hat dann auch mit Politikverdrossenheit nix zu tun. Politische Einstellungen haben vermutlich die meisten Leute, ganz egal, ob sie sich gegenwärtig von den Parteien angemessen repräsentiert fühlen oder nicht. Ob Politik für besagte Leute wiederum wichtig ist, ist ein anderes Thema.

Von daher - ganz ohne mich im Dünkel zu wähnen, mit diesem Beitrag mein oder gar das Gruppengewissen zu beruhigen: Ich finde eine grundsätzliche Übereinstimmung in diesem Gebiet schon ziemlich wichtig. Im Detail (gern auch im gröberen Detail) kann man sich da fein fetzen, aber die Ausrichtung sollte schon kompatibel sein. Wenn er Marktradikalität predigt, sie hingegen endlich das kommunistische Paradies errichten will, wird das wohl in den seltensten Fällen auf Dauer gut gehen. Beziehungstechnisch.

Andererseits gibt's immer wieder die erstaunlichsten Paar-Konstellationen...
 

Heike

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  • #25
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Zitat von iceage:
Liebe Heike, dass jemand eine extreme Rechte (übrigens auch Linke) sein Eigen nennt und hier mobbt ist nicht ausgeschlossen, korreliert aber in keinster Weise! Das Enzige was hier entsteht ist Gruppendynamik; Gruppendynamik ist eine Tatsache die überall auf der Welt stattfindet und Auswüchse im Guten wie im Schlechten hat
Ja, so ist es mit ziemlich allem, daß es zwei Seiten hat. Im Sinne von Zivilpolitik finde ich es sinnvoller, die negativen Auswüchse von Gruppendynamik im konkreten Handlungsfeld hinzuweisen (HIER), als sich in stammtischmäßigen "Ansichten" über braune Sümpfe in Vorpommern zu gefallen, wo man sich primär in irgendwelchen Klischees bewegt. Genau da sehe ich einen Unterschied zwischen gelebter Politik im weiten Sinn und hobbymäßigen Sesselansichten über Dinge, auf die man ziemlich geringen Einfluß hat, aber sich umso mehr als sogenannt politisch interessierter Gutbürger bestätigt fühlen möchte.

Wenn ich bei jemandem folgendes einschätzen möchte:
Zitat von Schreiberin:
inwiefern jemand unkritisch Vorgaben von oben akzeptiert, ob jemand "Dünkel" hat oder Menschen unvoreingenommen gegenübertritt -das alles zeigt sich doch in der ganzen Art des sozialen Umgangs miteinander und in der Regel sitzt das Wahlkreuzchen auch an der entsprechenden Stelle.
,
dann hilft mir in der Regel der Blick auf sein Sozialverhalten, etwa hier im Forum, mehr als eine Kenntnis davon, welches Kästchen er in der Kabine ankreuzt.

Weißt du übrigens was aktiv Politik betreiben auch bedeutet? Eine politisch orientierte Gruppe von Menschen haben unterschiedliche Meinung und die Mehrheit (oder der Vorsitzende) beschließen eine Meinung für die Gruppe nach Außen u n d genau diese Menung müssen jetzt alle vertreten, argumentieren und verteidigen - auch wenn sie persönlich dagegen sind! Und auch das ist ein großer Unterschied zu hier, hier wir gepostet was das Zeug hält, mal Unsinn, mal Schlaues, manchnmal auch Intelligentes, aber immer nur seine eigene Überzeugung ...

Ja, das kenne ich. Und auch hier gibt es wieder (mindestens) zwei Seiten. Der "Vorteil" von Fraktionszwang ist, daß man gerade im Fall von Zähneknirschen noch ein Bewußtsein dafür hat, wenn sich Parteimeinung und eigene Meinung reiben. Während hier die Gruppendynamik oft zu solchen Uniformierungen von Überzeugungen führen, welche die Überzeugten gar nicht mehr bemerken. Das ist schließlich ohnehin die zeitgemäße Form von Manipulation. Äh, ich meine: von Gruppendynamik. Gleichschaltung des Innenlebens. So darf sich jeder darüber freuen, seine eigene und ganz ausdrücklich persönliche Überzeugung zu haben.
 

iceage

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  • #27
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Hast du das Wort "Zivilpolitik" soeben erfunden? Vielleicht meinst du ja "Zivilcourage" - aber genau darum geht es ja - du leitest alles und jedes, das nicht in deine Weltanschauung passt dem rechten Sumpf zu und das ist unzulässig und stimmt eben nicht! Du erwähnst in einem Satz den brauen Sumpf mit dem HIER im Form - und diese Assoziation ist einfach nur einäugig, naiv und falsch! Lass die Kirche im Dorf! Wir können gerne über das braune Pack diskutieren, aber lass einfache Diskussionen, einfach das sein was sie sind - vielleicht dumm, vielleicht heftig, viele auch intelligent, aber letztendlich nur "farblose" Forumsposts ...
 

Heike

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  • #28
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Zitat von iceage:
Hast du das Wort "Zivilpolitik" soeben erfunden? Vielleicht meinst du ja "Zivilcourage" - aber genau darum geht es ja - du leitest alles und jedes, das nicht in deine Weltanschauung passt dem rechten Sumpf zu und das ist unzulässig und stimmt eben nicht! Du erwähnst in einem Satz den brauen Sumpf mit dem HIER im Form - und diese Assoziation ist einfach nur einäugig, naiv und falsch! Lass die Kirche im Dorf! Wir können gerne über das braune Pack diskutieren, aber lass einfache Diskussionen, einfach das sein was sie sind - vielleicht dumm, vielleicht heftig, viele auch intelligent, aber letztendlich nur "farblose" Forumsposts ...

Das Wort ist eine Neubildung, ja. Wir könnten lange darüber diskutieren, was wir jetzt hier unter "Politik" verstehen wollen, Begrifflichkeiten wie "Mikropolitik" usw. erörtern. Da mir das wenig sinnvoll zu sein scheint, hab ich das Wort gebildet, als Entgegensetzung zu institutionalisierter Parteienpolitik.

Und ziemlich mißverstanden hast du wohl den Rest. Ich sage: wenn man einen weiten Sinn von Politik hat und Politik in diesem Sinne so wichtig findet und sie nicht nur als ein Fernansichtshobby begreift, dann sollte sich das beispielsweise darin zeigen, wie man HIER agiert.

Kühl doch mal ein bißchen ab und lies meine Beiträge noch mal. Vielleicht erkennst du deine Mißverständnisse.
 

Mrs

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  • #29
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Meine Güte. Endlich mal wieder ein Thread, dessen Ausgangsfrage ich interessant fand, und schon endet es wieder in kleinkarierten und kindischen Diskussionen über Dinge, die mit der Ausgangsfrage REIN GAR NICHTS MEHR zu tun haben. Ist ja furchtbar. Leute, benehmt ihr euch auch so wenn ihr Euch nicht in der Anonymität des Internets verstecken könnt?
Ich bin hier eben reingegangen, weil ich an den weiteren Antworten interessiert war, aber so macht das keinen Spaß.

Noch mal zur Erinnerung: die Ausgangsfrage war "Politische Einstellung - wichtig?".
 
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  • #30
AW: Politische Einstellung - wichtig?

Zitat von Mrs:
Meine Güte. Endlich mal wieder ein Thread, dessen Ausgangsfrage ich interessant fand, und schon endet es wieder in kleinkarierten und kindischen Diskussionen ....

Ach, wenn man das in Ruhe im Suppenkoma liest, dann ist das gar nicht so schlimm....
Einmal noch OT :
Wenn ich Heike richtig verstanden habe, beklagt sie, dass hier ein bisschen mit zwei Zungen geredet wird - einerseits geben wir uns ganz sozial, liberal und aufgeschlossen, andererseits wird mit ihr auf eine Art kommuniziert, die immer wieder sehr grenzwertig ist.
Da hat sie doch nicht ganz unrecht , oder ?
Ganz ehrlich - wenn ich mir vorstelle, mancher Seitenhieb und Gelächter, was in ihre Richtung geht, wäre an mich adressiert - das fände ich ganz schön schlimm.
Sch...egal, ob das nun Gruppendynamik oder schlechte Manieren sind.

Liebe Heike, ich glaube schon, dass du eine ziemlich schlaue Frau bist, wahrscheinlich mit viel Rückgrat - sonst hättest du hier längst aufgegeben. Wenn wir aber schön bei den zwei Seiten bleiben : dass so auf dir rumgehackt wird, liegt nicht nur an den bösen anderen. Du hast eine Art, dich manchmal in Feinheiten zu verbeißen und dich sehr kompliziert auszudrücken - das ist einfach ziemlich anstrengend zu lesen und polarisiert inhaltlich auch immer wieder. Man muss doch nicht immer das letzte Wort haben und damit so was von "Ich habe die Moral gepachtet" ausstrahlen.
Einige übertreiben hier sicher mit ihren "Scherzen" , aber das jetzt so zu drehen, als wären das alles verkappte Sesselpuper mit rechtem Gedankengut, das halte ich auch für etwas übertrieben...