Flux-us

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  • #61
Lustig wie Ping Pong SPIELEN auch assoziiert werden kann.
Also mit Geiz hab ich es noch nie verbunden:)
Es ist immer klasse wenn gleich starke Spieler aufeinander treffen und es Schlag auf Schlag geht.
Auch schön wenn man durch den anderen Spieler dazu lernt...egal wer der bessere Ping-er ist.
Hab es leider auch schon erlebt, dass ein rasantes Spiel plötzlich stoppte, weil der Ball kaputt ging.
 

Flux-us

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  • #62
...oder eben gar kein Spiel zu Stande kam, weil Können und Wollen nicht zusammen passen.
 
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Töltine

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  • #63
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BellaDonna

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  • #64
Wenn das Pong ausbleibt, dann ist beim Ping der Ball vielleicht ins Aus geschlagen worden.
 
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Heike

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  • #65
Zitat von BellaDonna:
Wenn das Pong ausbleibt, dann ist beim Ping der Ball vielleicht ins Aus geschlagen worden.

Oder man hat vorbeigeschlagen. Darüber und darüber, daß der andere sich so freut, einen Punkt gemacht zu haben, ist man nun so verstimmt, daß man beleidigt keinen Aufschlag mehr macht.
 
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Hafensänger

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  • #66
Vermutlich läuft das (die Kommunikation) oft so in diesen mich erschütternd bescheidenen Bahnen ab. Wenn schon Ping Pong als Beispiel, dann sollte man das TT-Doppel heranziehen, bei dem bei einer gemeinsam zu lösenden Aufgabe, dem Spielgewinn, innerhalb des Doppel zwingend abwechselnd das Bällchen gespielt werden muss. In einer Kommunikation haben die beiden das gemeinsame Ziel herauszufinden ob und wie weit sie miteinander können.
Viel besser ist das Beispiel des Badmintondoppels bei dem beide Teilnehmer des Doppels frei im Ballspiel sind, d.h. situationsbedingt jener den Ball schlägt, der besser steht. Beide sind an einem gemeinsamen Ziel interessiert und jeder bringt sich nach seinen Möglichkeiten ein. An dem Beispiel wird dann auch klar wie das mit unterschiedlicher "Spielstärke" geregelt ist - der Stärkere bringt sich mehr ein, aber ohne den Schwächeren funktioniert es nicht.


Dieses erbärmliche Herausstellen der Wichtigkeit von Augenhöhe, das ist sie nicht! Das Zusammenspiel ist der Schlüssel für das Funktionieren eines Doppels, die Spielstärke des Einzelnen nur in Grenzen. Es gibt Doppel die in Ergänzung einander relativ viel stärker spielen als es die gut messbare Spielstärke der Einzelnen annehmen ließe. Das ist auf Beziehung übertragbar und funktioniert.
Allerdings haben die meisten von intensivem Teamsport herzlich wenig Ahnung. TT und Badminton gelten als Individualsportarten, die Doppel erweitern das eindeutig zum Teamsport. Das Badmintondoppel ist das anspruchsvollste, die Königsdisziplin, was die beiden Sportarten zu bieten haben. Da stehen zwei ausgeprägte Individualspieler zusammen auf dem Platz und erreichen beste Leistung über bedingungsloses(!) Zusammenspiel ohne persönliche Eitelkeiten, Augenhöhe und so ein Quatsch! So will ich das! Und ich sehe es so selten. Es ist mein Pech mich mit diesen Scheißeitelkeiten herumschlagen zu müssen. Mich interessieren sie einfach nicht, sie stören nur! Aber, bitte schön, pflegt weiterhin eure ...
 
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Töltine

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  • #67
@Boiled Frog: irgendwie stimmt das schon auch. Ich kann sowohl mit deiner Sichtweise als auch mit dem Augenhöhe was anfangen, ohne dabei notwendigerweise 1:1 Pingpong haben zu müssen oder zu wollen. Ich denke, die Probleme fangen dann an, wenn man nicht weiss, woran man beim Anderen ist.
Wo ist dann die Grenze zwischen Bedrängen (einer Person, die das nicht möchte) und die eigene Eitelkeit hintenanstellen (macht ja nichts, wenn ich mich öfter melde)? Was aber tun, wenn der/die Andere einem nicht sagen möchte oder kann (weil er/sie es selber nicht weiss), woran man ist?
 
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Hafensänger

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  • #68
Ich verstehe dich möglicherweise nur teilweise, vom Bedrängen habe ich weder geschrieben noch auch nur einen Gedanken daran verwendet. Bedrängen kann mir aber auch passieren, weil ich mir wünsche was nicht kommen wird. Wenn einer nicht Doppel spielen kann - und es gibt definitiv bessere und schlechtere Doppelspieler - dann wird man nicht zusammenkommen.Hier ist es ja Kommunikation um abzuklären ob man einander lieben kann, könnte aber auch eine Kommunikation mit dem Ziel einer Problemlösung sein. Das geht ohne persönliche Eitelkeiten wunderbar, je mehr Dünkel um so schlimmer! Manchmal gebe ich da auch auf, denn zuerst müsste man die lösen, dann wird Kommunikation schon mal einfach. Ein Ziel auch mit guter Kommunikation zu erreichen, ist dann schon ein bisschen komplexer.

Wenn ich irgendwie "Augenhöhe", die für das Funktionieren einer Beziehung sinnvoll wäre, etwas zuordnen könnte, dann ist das die Teamfähigkeit als grundsätzliches Merkmal und in Ergänzung die Eigenschaften der Partner. Ich kann mit einem im Wesen echten Sportler gar nicht aneinander geraten! Die vielen sonst üblichen persönlichen Eitelkeiten gehen mir dagegen einfach nur - wegen ihrer eindeutigen Überflüssigkeit - erheblich auf die Testikeln. Wenn jemand seine Eitelkeiten an mir austobt, dann werde ich schon mal deutlich. Mich interessiert aber schon lange nicht mehr "Everybodies Darling" zu sein noch dass ich mich als Individuum präsentieren muss. Ich bin ich bin Ich bin ich! Das weiß ich und es ist das natürlichste es jedem anderen zuzugestehen. Mir muss sich niemand in seiner Pracht präsentieren! Ich will nur mit ihm gelassen umgehen. Diese Gelassenheit, die weitgehend unabhängig von einer persönlichen Leistungsfähigkeit ist, ist selten. Solche Menschen sind selten und finden sich eher unter den leistungsfähigeren, Intelligen scadet nicht immer. Das kann nur eine partielle Leistungsfähigkeit sein, ist es in der Regel auch und führt dann dazu solche Sachen wie den hier im Forum belegten Begriff der Augenhöhe oder Intelligenz oder Durchsetzungswille oder was auch immer nicht mehr zum Maß zu machen sondern primär die "Teamfähigkeit". und erst dann die Eigenschaften - ohne daraus Überlegenheitsphantasien entwickeln zu müssen.
Die Leistungsfähigkeit ist geradezu hässlich hierarchisch und keiner der Beteiligten hat ein Problem damit, wenn sie damit umgehen können. Es ist ein Abbild der Gegebenheiten mit dem man idealerweise bestmöglich umgeht.Auf diese Weise kommen alle bestmöglich "auf ihre Kosten".


Ich denke in einem Kontakt niemals darünber nach ob ich mich zum Affen mache, weil ich ein Ziel verfolgend den Kontakt aufrecht erhalte oder auch abbreche. Für mich sind die Kontakte an sich wichtig, weil sich daraus schon die Teamfähigkeit eines Menschen oder auch der Umfang seiner "Eitelkeiten" erkennen lässt. Deshalb schreibe ich lieber länger, das ist mir weit weniger anstrengend als Dates mit Menschen, die Eitelkeiten, eine geringere Teamfähigkeit und auch keine mich anregenden Eigenschaften haben. Das ist alles eindeutig, das meint, so wie mich nicht alle anregen können, kann ich auch nicht jeden anderen anregen.

Mir ist es deshalb unfassbar, wie Kommunikation ob seiner temporälen oder quantitativen Zählbarkeit diskutiert wird. Wenn ich jemanden ansprechen will, dann tue ich das. Will ich das nicht, dann lasse ich es.Für das eine als auch andere brauche ich Gründe, die ich mir selbst ausdenken oder sinnvollerweise in Erfahrung bringen kann.
 
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lisalustig

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  • #71
Zitat von Jett Rink:
Kurzer Zwischenstand...Heute Abend wollen wir beide das hier machen >> http://www.escapeventure.com/

PS: Ich denke, sie ist es nicht, wird bestimmt trotzdem ein schöner Abend ;)

Frage >> Sollte man sich daten, auch wenn man vorher schon weiß/ahnt, dass es nichts wird ?
Habt ihr das schon einmal gemacht?

Na, das ist ja mal ausgefallen. Bin auf Deine Nachbetrachtung gespannt ;-)

Ich habe mich auch schon getroffen, wo vorher klar war, dass es nix wird. Einer war zu Besuch in Berlin und wollte nicht allein zu Abend essen, er hatte mich dann zum Essen eingeladen. Es war ein netter Abend. Mehr nicht.

Bei anderen lag der Verdacht der Nichtpassung nahe, aber erst nach dem Treffen hat man Gewissheit.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Töltine

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  • #72
@Boiled Frog: Keine Sorge, ich hab dich schon richtig verstanden (glaube ich) und das mit dem Bedrängen kam von mir. Es ergab sich für mich als eventuelle Konsequenz dessen, wenn man alle Eitelkeiten zurückstellt.
Also nicht abwechselnd schreiben, sondern auf einmal schreibe ich zum Beispiel täglich und mein Kontakt antwortet nur einmal die Woche. Der mittelmässig eitle Mensch wird schnell damit aufhören, den anderen täglich zu "beglücken" und auch nur noch einmal wöchentlich schreiben, ausser es kommt wieder mehr zurück.
So, nun nehmen wir an, man ist völlig frei von Eitelkeit und Egoismus, dann würde ich dem spärlich antwortenden Kontakt vielleicht weiterhin täglich schreiben, weil ich denke, er freut sich (was aber vielleicht nicht der Fall ist). Dränge ich mich dann auf und sollte doch lieber weniger schreiben oder weiterhin viel Kontakt suchen?
Das war meine Überlegung gewesen...
 

Töltine

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  • #73
Ob man sich treffen soll, wenn man weiss, es wird nix? Hmm, warum nicht, wenn man nix Besseres vorhat, aber in gewisser Weise Zeitverschwendung. Und wenn man danach sicher ist, dass es nix wird, definitiv kein 2. Mal treffen - nicht, dass der andere dann doch auf einmal meint, dass wird was...
 
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Philippa

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  • #74
Diese Forderung nach dem Einhalten eines ausgeglichenen Kommunikationsverhaltens ist vielleicht eine Facette einer inneren Buchhaltung des Gebens und Nehmens, die sich auch noch anders und nicht nur während des Dating, sondern auch in einer Partnerschaft zeigen könnte.

Ich habe dazu eine Frage an euch: Ist bei euch diese Buchhaltung immer ein Thema, will immer beachtet und nachgeführt werden, oder gibt es auslösende Faktoren? Habt ihr grundsätzlich das Gefühl, dass es ein gutes und ständiges Gleichgewicht im Geben und Nehmen braucht, oder kommt die Buchhaltermentalität erst dann auf, wenn irgendein Zweifel an euch nagt? Z.B. ob die Gefühle des (Dating-)Partners ebenso stark sind wie eure? Kommt das Verlangen, dass sich der Partner mehr meldet oder sich stärker engagiert erst dann auf, wenn sich eigentlich etwas problematisch anfühlt?

Bei einigen von euch habe ich ja eher das Gefühl, dass es so um grundsätzliche Prinzipien geht, die schon im Voraus einzuhalten sind. Ist das so, oder täusche ich mich da?

Wenn es die Tendenz hat, zum immer zu erfüllenden Prinzip erhoben zu werden, hat das dann mit weniger grundsätzlichem Vertrauen zu tun? Mit gemachten negativen Erfahrungen? Hat sich die Stärke der "Buchhaltermentalität" bei euch im Verlaufe des Lebens, im Verlaufe einer Beziehung gewandelt?

Werden solche Dinge vielleicht dann zum Prinzip erhoben, wenn man die Erfahrung gemacht hat, dass man sonst zu lange in als ungleichgewichtig empfundenen Beziehungen verharrt ohne dies zu thematisieren? So etwa: Weil man es schwierig findet, frühzeitig ein Problem bewusst wahrzunehmen und zu thematisieren, oder weil man sich nicht zutraut, dass dadurch das Problem gelöst werden könnte, stellt man präventive Prinzipien auf. In dem Sinne wäre dann das Festhalten an Prinzipien eher ein Ausdruck mangelnden Selbstvertrauens als ein Ausdruck von Misstrauen gegenüber dem (Dating-)Partner. Oder gehört das sowieso immer zusammen?

Ich habe bei mir schon den Gedanken bemerkt, eine Weile lang mal abzuwarten und mich nicht zu melden, wenn ich unsicher war, ob das Gegenüber wirklich so engagiert dabei war wie ich mir das wünschte. So als Test irgendwie. Gleichzeitig kam bei mir dann aber auch das Gefühl auf, dass das der Anfang einer Abwärtsspirale wäre.

Was meint ihr dazu?
 
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fafner

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  • #75
Zitat von Philippa:
Ich denke, es hat mit dem Grad an Zufriedenheit zu tun. Das ist ja auch ein wichtiges Thema hier. Zufriedenheit und Großzügigkeit / Geiz sind eng korreliert. Je zufriedener, desto großzügiger und je unzufriedener desto geiziger. Das ist jedenfalls, was ich bei mir beobachte.

Allerdings ist es so einfach nur mit materiellem. In der Kommunikation ist es komplizierter. Manchmal, wenn ich down bin, dann hab ich mitunter großes Kommunikationsbedürfnis, manchmal will ich lieber allein in meiner Nothing Box sitzen...

Und "großes Kommunikationsbedürfnis" heißt dann primär "großes Mitteilungsbedürfnis". Vielleicht muß man da eben auch noch mal unterscheiden. Will ich nur mitteilen, dann braucht es nicht so viele Pongs.

Ich denke, hier im Forum ist ein Pongmangel - da es ums Dating geht - synonym mit mangelndem Interesse. Mit gefühltem mangelndem Interesse. Und dieses Gefühl kommt eben auch in (längeren) Beziehungen vor und stellt zweifellos eine Bedrohung dar.

Und da kommt die Frage auf: welche Relevanz hat gefühltes Interesse? Offenbar eine erhebliche.

Andererseits gibt es immer wieder Berichte von Menschen, die jemand anderen lieben, obwohl der sich gar nicht interessiert oder sogar ablehnend ist. In jungen Jahren hatte ich das auch schon mal.

Also Du siehst, so richtig schlüssig ist das alles bisher nicht für mich. :-/
 
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Hafensänger

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  • #76
Zitat von Töltine:
@Boiled Frog: Keine Sorge, ich hab dich schon richtig verstanden (glaube ich) und das mit dem Bedrängen kam von mir. Es ergab sich für mich als eventuelle Konsequenz dessen, wenn man alle Eitelkeiten zurückstellt.
Also nicht abwechselnd schreiben, sondern auf einmal schreibe ich zum Beispiel täglich und mein Kontakt antwortet nur einmal die Woche. Der mittelmässig eitle Mensch wird schnell damit aufhören, den anderen täglich zu "beglücken" und auch nur noch einmal wöchentlich schreiben, ausser es kommt wieder mehr zurück.
So etwas steht in einem Gesamtkontext, Partnerschaft ist für jeden ein persönlich interpretiertes, eben auch unterschiedliches Ziel. und ich denke, es macht keinen, besser einen zu erläuternden Sinn, das in der auch von Phillippa erwähnten buchhalterischen Art und Weise zu betrachten.

Im Grunde will jeder eine eine mehr oder weniger gut funktionierende Partnerschaft. Das hat in der Gesamtbetrachtung sicherlich einen buchhalterischen Aspekt, aber ich halte es für überdenkenswert ob ich damit schon beim Zählen der Mails anfange. Für die Partnerschaft ist es sicher wichtiger ob man sich liebt, miteinander wohlfühlt und dann ist die "Ruhe" des Einen und die "Lebhaftigkeit" des Anderen sowohl mögliches Problem als auch Chance und dann nähme man sich mit solcher Zählerei Chancen.

Partnerschaft halte ich für eine Mischung aus Gemeinsamkeiten und Gegensätzen. Sich über Gemeinsamkeiten auszulassen gibt nicht viel her, vielleicht nur insofern, als dass mehr oder weniger hohe Gemeinsamkeiten durchaus entspannend bis hin zu "unspannend" sein können. Spannung, Anregung ergäbe sich aus den Gegensätzen. Ich zöge eine Ausgewogenheit vor, aber auch das ist eine subjektive Sicht, die jeder anders beurteilen mag.

Jede/r kann sich über Partnerschaft Gedanken machen so viel sie/er will, geschieht hier ja exzessiv, es wird niemand für sich in Anspruch nehmen können, die für sich ideale Partnerschaft am lebenden Subjekt beurteilen zu können und deshalb braucht es die im Grunde erst einmal unbedingte Chance Partnerschaft erleben zu können. Den Weg zur Partnerschaft verhindernde Zwänge hat es genug, das muss man nicht noch mit persönlichen Eitelkeiten belasten. Ich habe es schon erlebt, was für eine Ansammlung von Glück, Zufällen, Spontaneität, Entscheidungen und sogar Bedrängen es sein kann, was letztendlich zur Partnerschaft führte. Das sind "alle Farben" und wäre mit - sorry - Erbsen zählen nichts geworden.

So, nun nehmen wir an, man ist völlig frei von Eitelkeit und Egoismus, dann würde ich dem spärlich antwortenden Kontakt vielleicht weiterhin täglich schreiben, weil ich denke, er freut sich (was aber vielleicht nicht der Fall ist). Dränge ich mich dann auf und sollte doch lieber weniger schreiben oder weiterhin viel Kontakt suchen?
Das war meine Überlegung gewesen...
Okay. Es hängt sicherlich davon ab ob es ein vielversprechender Kontakt ist. Tue ich nicht erst einmal alles dafür einen solchen zu erkennen? Bringt irgendwie auch zwangsläufig mit sich, dass man sich selbst zeigen muss. Ist er interessant, dann ist Bedrängen durchaus legitim. Jeder hat für sich schon erlebt, dass "bedrängt werden" mitunter zu einer besseren Lösung führte. Das richtige Maß zu finden ist wieder abhängig von "Glück, Zufällen, Spontaneität, Entscheidungen und sogar Bedrängen". Und das würde ich mit solcher Mails zählender "Gerechtigkeit" verunmöglichen. BTW, das Leben an sich ist ungerecht, das ist ein zu akzeptierendes.
Ein Schwank aus meiner Kindheit. Ich werde nie vergessen wie akribisch mein Vater die kleinen Zuckereier für uns Kinder zu Ostern abzählte - und damit Spannungen vermeidenden "Gerechtigkeitsinn" zelebrierte. Aber wir Geschwister waren unterschiedlich in unseren Vorlieben und die Spannungen entstanden in den nachträglichen Tauschereien. Gerecht ist möglicherweise auch mal anders als schlichtes Abzählen.
 

Heike

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  • #77
Zitat von Philippa:
Ist bei euch diese Buchhaltung immer ein Thema, will immer beachtet und nachgeführt werden, oder gibt es auslösende Faktoren? Habt ihr grundsätzlich das Gefühl, dass es ein gutes und ständiges Gleichgewicht im Geben und Nehmen braucht, oder kommt die Buchhaltermentalität erst dann auf, wenn irgendein Zweifel an euch nagt? Z.B. ob die Gefühle des (Dating-)Partners ebenso stark sind wie eure? Kommt das Verlangen, dass sich der Partner mehr meldet oder sich stärker engagiert erst dann auf, wenn sich eigentlich etwas problematisch anfühlt?

Bei einigen von euch habe ich ja eher das Gefühl, dass es so um grundsätzliche Prinzipien geht, die schon im Voraus einzuhalten sind. Ist das so, oder täusche ich mich da?

Wenn es die Tendenz hat, zum immer zu erfüllenden Prinzip erhoben zu werden, hat das dann mit weniger grundsätzlichem Vertrauen zu tun? Mit gemachten negativen Erfahrungen? Hat sich die Stärke der "Buchhaltermentalität" bei euch im Verlaufe des Lebens, im Verlaufe einer Beziehung gewandelt?

Gute Punkte! Vielleicht ergänzend, daß man das buchhalterischen 1:1 auch von der entgegengesetzetn Seite aus anzielen könnte. Jemandem könnte es so sehr (erworbene) Natur sein, mehr zu brauchen als zu geben, daß eine Buchhaltungsaufmerksamkeit dafür, es auf ein ungefähr gleiches Maß zurückzufahren, die Gestalt eines Fairnessimpulses hätte.

Wenn ich mich so umlese, vermute ich das doch in nicht wenigen Fällen, daß so eine Ungleichgewichtsausgangssituation zwischen Brauchen und Gebenkönnen besteht. Meine Empfehlung wäre generell, damit offen umzugehen, also etwa es einfach zuzugestehen.
Stattdessen wird es häufig, so offensichtlich es auch ist, bestritten, umso heftiger von "ich verlange nur was ich auch selber biete" gesprochen, dabei umso stärker selbstbetrogen.
Oder die Sache auch gendermäßig verbrämt und als allgemeine Maxime ausgegeben, Angehörige des einen Geschlechts müßten dies, die des anderen jenes.
Was kann man dafür tun, damit diese Manöver nicht so nötig sind? Ein Klima dafür schaffen, daß es doch völlig ok sein kann, wenn jemand einfach mehr Sicherheit braucht als er geben kann.
 

Mentalista

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  • #78
Zitat von Töltine:
Wo ist dann die Grenze zwischen Bedrängen (einer Person, die das nicht möchte) und die eigene Eitelkeit hintenanstellen (macht ja nichts, wenn ich mich öfter melde)? Was aber tun, wenn der/die Andere einem nicht sagen möchte oder kann (weil er/sie es selber nicht weiss), woran man ist?

Weder bedrängen noch die Eitelkeit, wieso Eitelkeit? heraus lassen. Sondern inne halten, auf sein Bauchgefühl hören und auf das Verhalten des Anderen achten, nicht auf die Worte.

Wenn eine/r nicht will oder kann, dann seinen eigenen Weg gehen. So weh es auch tut.
 

Mentalista

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  • #79
Zitat von Philippa:
Ich habe dazu eine Frage an euch: Ist bei euch diese Buchhaltung immer ein Thema, will immer beachtet und nachgeführt werden, oder gibt es auslösende Faktoren? Habt ihr grundsätzlich das Gefühl, dass es ein gutes und ständiges Gleichgewicht im Geben und Nehmen braucht, oder kommt die Buchhaltermentalität erst dann auf, wenn irgendein Zweifel an euch nagt? Z.B. ob die Gefühle des (Dating-)Partners ebenso stark sind wie eure? Kommt das Verlangen, dass sich der Partner mehr meldet oder sich stärker engagiert erst dann auf, wenn sich eigentlich etwas problematisch anfühlt?

Bei einigen von euch habe ich ja eher das Gefühl, dass es so um grundsätzliche Prinzipien geht, die schon im Voraus einzuhalten sind. Ist das so, oder täusche ich mich da?

Wenn es die Tendenz hat, zum immer zu erfüllenden Prinzip erhoben zu werden, hat das dann mit weniger grundsätzlichem Vertrauen zu tun? Mit gemachten negativen Erfahrungen? Hat sich die Stärke der "Buchhaltermentalität" bei euch im Verlaufe des Lebens, im Verlaufe einer Beziehung gewandelt?

Werden solche Dinge vielleicht dann zum Prinzip erhoben, wenn man die Erfahrung gemacht hat, dass man sonst zu lange in als ungleichgewichtig empfundenen Beziehungen verharrt ohne dies zu thematisieren? So etwa: Weil man es schwierig findet, frühzeitig ein Problem bewusst wahrzunehmen und zu thematisieren, oder weil man sich nicht zutraut, dass dadurch das Problem gelöst werden könnte, stellt man präventive Prinzipien auf. In dem Sinne wäre dann das Festhalten an Prinzipien eher ein Ausdruck mangelnden Selbstvertrauens als ein Ausdruck von Misstrauen gegenüber dem (Dating-)Partner. Oder gehört das sowieso immer zusammen?

Ich habe bei mir schon den Gedanken bemerkt, eine Weile lang mal abzuwarten und mich nicht zu melden, wenn ich unsicher war, ob das Gegenüber wirklich so engagiert dabei war wie ich mir das wünschte. So als Test irgendwie. Gleichzeitig kam bei mir dann aber auch das Gefühl auf, dass das der Anfang einer Abwärtsspirale wäre.

Was meint ihr dazu?

Erstmal frage ich mich, was es dir bringen könnte, zu wissen, wie andere Menschen es so handhaben.

Für mich kann ich nur sagen, je älter ich wurde, desto mehr habe ich auf eine ausgewogene Bilanz geachtet, weil ich früher die Fehler gemacht habe, zu freigiebig, zu viel, zu bedrängend gehandelt zu haben.

Wenn du unsicher bist, ist es immer sinnvoll stehen zu bleiben, zu schauen was passiert. Weil es ja die sogenannte Resonanz gibt. Wenn du dein Verhalten änderst, wird die andere Seite auch ihr Verhalten ändern. Daran wirst du erkennen, was der Mann wirklich will.

Eine Freundin macht das seit geraumer Zeit sehr erfolgreich. Sie achtet sehr geschicktt darauf, dass die Dates sie mit Respekt behandeln, sich was ausdenken, sich zeigen, verbal wie auch durch Taten, Interesse zeigen usw. Wenn die Männer da nicht mit Taten glänzen, sondern nur einfach daher gesagte Sprüche kommen, sortiert sie aus. Sie hält sich mit Absicht etwas zurück, "belohnt" positives Verhalten des Mannes, ignoriert negatives Verhalten bzw. spricht es 1 x klar an, wenn sich dann nichts ändern, geht sie, sie handelt mehr, als sie redet.. Und..... es funktioniert sehr gut.

Sie testet nicht, sie zeigt ihr Verhalten, entweder es "harmoniert" mit dem Mann, oder nicht.

Ohne gesundes Selbstvertrauen sollte man m.E. eh nicht daten. Misstrauen finde ich als Begriff nicht passend, sondern eine gesunde Portion Vorsicht und Entspanntheit. Vertrauen muss man sich erarbeiten.
 

fafner

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  • #80
Zitat von Mentalista:
Wenn eine/r nicht will oder kann, dann seinen eigenen Weg gehen. So weh es auch tut.
Wenn es Dir weh tut, warum gehst Du dann? Das überzeugt mich jetzt nicht so.

Nur, weil rein buchhalterisch zu wenige Pongs kommen? Ernsthaft?

Zitat von Mentalista:
Und..... es funktioniert sehr gut.

Sie testet nicht, sie zeigt ihr Verhalten, entweder es "harmoniert" mit dem Mann, oder nicht.
Wenn es wirklich gut funktionierte, dann hätte sie eine Partnerschaft. Tatsächlich verbringt sie offenbar ihre Zeit mit Dates. Eins nach dem andern. Seit "geraumer Zeit". Also, ist ja ok, wenn es das ist, was sie will...
 
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G

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  • #81
Wenn ihr euch wundert, wieso auf ein Ping kein Pong mehr kommt, geht mal in den J..club (siehe Thread Swimming with the sharks).
Ich habe dort einige "Bekannte" gesehen. Selbe Bilder wie woanders, aber wundersam jünger geworden und einer schrieb da ganz klar, daß er passiv-devot ist und eine Domina sucht. Bei dem hatte ich mich schon gewundert, was der für ein lahmer Mann ist und wieso der nicht in die Puschen kommt. :)
 
P

Philippa

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  • #82
Zitat von Mentalista:
Eine Freundin macht das seit geraumer Zeit sehr erfolgreich. Sie achtet sehr geschicktt darauf, dass die Dates sie mit Respekt behandeln, sich was ausdenken, sich zeigen, verbal wie auch durch Taten, Interesse zeigen usw. Wenn die Männer da nicht mit Taten glänzen, sondern nur einfach daher gesagte Sprüche kommen, sortiert sie aus. Sie hält sich mit Absicht etwas zurück, "belohnt" positives Verhalten des Mannes, ignoriert negatives Verhalten bzw. spricht es 1 x klar an, wenn sich dann nichts ändern, geht sie, sie handelt mehr, als sie redet.. Und..... es funktioniert sehr gut.

Hat sie eine Dating-Schule für Männer? :)
 
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Philippa

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  • #83
Zitat von Heike:
Was kann man dafür tun, damit diese Manöver nicht so nötig sind? Ein Klima dafür schaffen, daß es doch völlig ok sein kann, wenn jemand einfach mehr Sicherheit braucht als er geben kann.

Ja, das finde ich gut. Und geduldig sein, weil nicht jeder dasselbe Tempo hat.
 

Jett Rink

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  • #86
Ich habe heute als Team Wallrink Undercover in Sachen Ping Pong ermittelt. 1 Telefonnummer, 1 Date und 2 Körbe waren das ernüchternde Ergebnis dieser Studie im Selbstversuch.
Einsatzort heute war das heimische Spaß- und Erlebnisbad in Begleitung des Sohnes meiner Ex ;)
Eigentlich fing es sehr gut an. Ich schwimme ins Freibecken und komme mit einem (mir unbekanntem Mann-auch mit einem Jungen da) ins Gespräch, wie schade es doch sei, dass die anderen Außenbecken (wahrscheinlich wegen Eis)gesperrt sind. Männergespräche halt...grins...beim reinschwimmen kommen wir dann auf die grandiose Idee, Klimmzüge an einer Brücke zu machen. Just in dem Augenblick kommt eine junge Frau mit ihrer Tochter im Schlepptau und meint zu dieser "Na das wird ja nicht so lange dauern" ;) Hallo???? ;)
Ich dann zu ihr "10 für einen Kaffee mit dir und 20 für deine Nummer" worauf sie schmunzelnd leicht nickte. 16 Züge wurden es (nicht vergessen, ich hatte mich vorher schon verausgabt und die Fliesen der Brücke waren zudem wirklich glatt ;) und dann noch mein altes Schulterleiden ) und so kam ich zu meinem Date. Dienstag, 18.00 Uhr vorm...... Bin gespannt, ob sie kommt.
Die Telefonnummer gab es von der Bedienung an der Essensklappe. 3 mal was bestellt, 3 mal leicht anzüglichen Smalltalk, zum Schluss der Klassiker "Sonst noch irgendetwas?" "Nein, nur den Kaffee und deine Telefonnummer" ;) Telefonnummer stimmt, mal schauen...
Körbe waren auch so nach dem Ping Pong Prinzip, womit wir wieder am Anfang stehen und nicht wirklich etwas ableiten können. ;)
 

lisalustig

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  • #87
@JR, ist doch eine gute Ausbeute. 50 % Erfolg. Wolltest Du 100 %?
Mal schön bescheiden bleiben ;-)
Was war denn nun mit Deinem Date gestern?
 
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Philippa

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  • #89
Zitat von Mentalista:

Menta, es war ein Witz, weil sich deine Beschreibung ihres Dating-Verhaltens nicht nach Dating sondern nach Oberlehrerin anhörten. Und weil du schriebst es sei erfolgreich. Wenn Dating erfolgreich ist, dann hat es rasch ein Ende.
 
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sugar

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  • #90
Unmittelbar stellt sich die Frage, ab wann ein Date als erfolgreich betrachtet wird. Was ist ein erfolgreiches Date? Gibt es Kriterien, die auf den Erfolg verweisen? Welche sind das?