AtomicOne

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Ich habe allen Anlass anzunehmen, daß "therapeutische Leistung" (also Verringerung seelischer Probleme, Stärkung des Wohlergehens usw.)
für nicht wenige ein starkes Motiv sowohl bei der Partnersuche als auch bei der Forumsteilnahme darstellt.

Trifft das nicht auf ALLES zu was wir im Leben tun?
Hobbys machen wir doch auch als eine Art "Massage für die Seele".
Genauso wie "Partnerschaft" (nicht alleine sein).
Freunde oder von mir aus auch mal das Bier / Cocktail oder der Joint (wenn man drauf steht).
Und auch Konsum (von Netflix, Pokemon Go, Computerspiele, Filme, Serien, usw.)

Alles dient doch am Ende der Stimulation des Geistes und somit der inneren Zufriedenheit.
 

syntagma

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Trifft das nicht auf ALLES zu was wir im Leben tun?
Hobbys machen wir doch auch als eine Art "Massage für die Seele".
Genauso wie "Partnerschaft" (nicht alleine sein).
Freunde oder von mir aus auch mal das Bier / Cocktail oder der Joint (wenn man drauf steht).
Und auch Konsum (von Netflix, Pokemon Go, Computerspiele, Filme, Serien, usw.)

Alles dient doch am Ende der Stimulation des Geistes und somit der inneren Zufriedenheit.
Es ging um "therapeutische Leistung". Das ist nicht so eng wie "Besuch eines zertifzierten Psychotherapeuten", aber auch nicht so weit, daß da jede "Stimulation des Geistes" drunter zu führen wäre.
Und daß etwas eine bestimmte positive Wirkung hat, bedeutet nicht, daß man es deswegen gemacht hat.
 

AtomicOne

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Kommunizierst du im realen Leben, im Berufsleben, mit Kollegen und Kolleginnen auch so? Welche Erfahrungen hast du da gemacht?

Ich weiß nicht. Das kann ich nicht 100% beurteilen.
Ich achte da nicht gesondert drauf. Zumindest unterscheide ich nicht dazwischen.

Mich irritiert schon, dass du seit so vielen Jahren keinen Erfolg bei Frauen hast. Ich vermute ganz stark, dass das an deiner Art des Denkens und der Kommunikation liegt.

Auch hier, keine Ahnung.
Aber es klingt plausibel.
Mich irritiert es aber genauso. Zumal ich mir wirklich versuche Mühe zu geben.

Nun stellt sich mir die Frage, warum du es nie gelernt, verstanden hast, das lernt man doch zu Hause, in der Schule, beim Hobby, im Freundeskreis, wie man mit Mädchen/Frauen umgehen sollte.

Was meinst du zu meinen Gedanken?

Ebenfalls, keine Ahnung.
Ja, vermutlich sollte man das lernen.
Ich habe es scheinbar nicht gelernt.
Ich weiß nicht warum.

Ich habe aber eine Gegenfrage.
Ist es zwingend erforderlich dass man mit Frauen / Mädchen anders umgehen muss?
Eigentlich sind doch heute alle "Gleichgestellt". Und man wird nicht müde uns dies immer und immer wieder in die Köpfe zu prügeln.
Auch solche Debatten um #metoo tragen dazu bei.
Ich möchte zumindest keine besonderen Unterschiede machen müssen.
Deswegen denke ich auch nicht jedes mal über jedes gesprochene oder geschriebene Wort nach wenn ich mit Frauen kommuniziere.
 

Mentalista

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Ich weiß nicht. Das kann ich nicht 100% beurteilen.
Ich achte da nicht gesondert drauf. Zumindest unterscheide ich nicht dazwischen.

Auch hier, keine Ahnung.
Aber es klingt plausibel.
Mich irritiert es aber genauso. Zumal ich mir wirklich versuche Mühe zu geben.

Ebenfalls, keine Ahnung.
Ja, vermutlich sollte man das lernen.
Ich habe es scheinbar nicht gelernt.
Ich weiß nicht warum.

Ich habe aber eine Gegenfrage.
Ist es zwingend erforderlich dass man mit Frauen / Mädchen anders umgehen muss?
Eigentlich sind doch heute alle "Gleichgestellt". Und man wird nicht müde uns dies immer und immer wieder in die Köpfe zu prügeln.
Auch solche Debatten um #metoo tragen dazu bei.
Ich möchte zumindest keine besonderen Unterschiede machen müssen.
Deswegen denke ich auch nicht jedes mal über jedes gesprochene oder geschriebene Wort nach wenn ich mit Frauen kommuniziere.

Sorry, sind deine Fragen ernst gemeint? Umgang mit Mädchen?

Du bist doch durch die Schule, Berufsausbildung, Studium? gegangen. Da bekommt man doch viel mit, wie das so geht mit Frau und Mann und der allgemeinen Kommunikation. Ist das wirklich alles an dir spurlos vorbei gegangen, dass du da keine Ahnung hast?

Sorry für meine folgenden Empfehlung. Informiere dich bitte über das Asperger Syndrom, vielleicht findest du dich da wieder.
 

AtomicOne

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Das verstehe ich zum Beispiel nicht.

Auf so etwas reagiert man entweder spielerisch oder wenn man das nicht schafft gar nicht.

Gilt das nicht umgekehrt genauso?
Aber sie hat daraufhin den Kontakt abgebrochen.
Aus meiner Sicht empfinde ich es so dass ich sogar lockerer damit umgehe als meine weiblichen Gegenspieler.

Wenn sie dir mit einem 4-Zeiler antwortet, dann schreibe ihr keinen Roman! Du kannst 6 oder 7 Zeilen schreiben, aber nicht 10x so viel wie sie. Wenn sie selber einen Roman schreibt, dann kannst du auch so viel schreiben.

Das ist für mich eine Art "Absurdum".
Wenn jeder nur so viel schreibt wie der andere käme gar nicht erst eine Konversation zustande. Denn irgendeiner muss ja den Anfang machen (meist dummer Weise immer der Mann).
Wenn ich also nur so viel schreibe wie sie, dann schreibe ich anfangs also gar nichts und es kommt gar kein Gespräch zustande.
Und angenommen man überwindet diese Hürde und sie folgt den gleichen "Regeln", dann schreibt man sich permanent nur 6 oder 7 Zeiler, weil niemand sich traut mal mehr zu schreiben als der andere.

Finde ich unlogisch.
 

AtomicOne

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Sorry, sind deine Fragen ernst gemeint? Umgang mit Mädchen?

Du bist doch durch die Schule, Berufsausbildung, Studium? gegangen. Da bekommt man doch viel mit, wie das so geht mit Frau und Mann und der allgemeinen Kommunikation. Ist das wirklich alles an dir spurlos vorbei gegangen, dass du da keine Ahnung hast?

Ja, die Fragen sind durchaus ernst gemeint.

Ich war in der Grundschule (inkl. ein Jahr extra), auf der Realschule (+1 Jahr extra), Ausbildung und Meisterschule.
Nicht jedoch im Kindergarten / Vorschule.
Ich war dort nur einen einzigen Tag. Es war danach nicht möglich mich dort festzuhalten.
Ich war dort abgehauen und 8km alleine wieder zurück nach Hause gelaufen. Am dritten Tag war es nicht mal möglich mich in das Gebäude zu bringen. Danach war ich dann Vormittags bei meiner Oma geblieben die direkt nebenan wohnte.

Sorry für meine folgenden Empfehlung. Informiere dich bitte über das Asperger Syndrom, vielleicht findest du dich da wieder.

Keine Entschuldigung nötig.
Ja, habe ich selbst schon drüber nachgedacht.
Und ich wurde auch mal in einem kurzen Abstand von zwei Menschen unabhängig voneinander als "kleiner Autist" bezeichnet.
Danach habe ich dann mal ein wenig darüber gelesen und viele Übereinstimmungen gefunden. Und auch bei einem Online-Test (Vergleichstest, KEINE verlässliche Diagnose!!!) hatte ich 80% - 90% Übereinstimmung.

Allerdings habe ich in dieser Richtung noch nichts weiter unternommen. Ich sehe noch nicht wie mir dies helfen könnte.
Es ist nicht "heilbar", anderen kann ich es ja auch nicht jedes mal vorher auf die Nase binden und es gibt auch nur sehr sehr wenige Ärzte die überhaupt bereit sind dies bei Erwachsenen zu untersuchen und zu diagnostizieren.
 

syntagma

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Ist es zwingend erforderlich dass man mit Frauen / Mädchen anders umgehen muss?
Nein, man muß nicht anders mit ihnen umgehen. Das sind auch keine Wesen aus einem anderen All.
Es geht nicht so sehr um den Unterschied von Frauen und Männern hier, sondern darum, daß es unterschiedliche Sprechsituationen gibt. Und daß es für eine bestimmte Form von Kennenlernen förderlich sein kann, auf den Modus "Flirt" umzuschalten.
Was das ist, lernt man so im Leben, etwa Filme gucken.
Wenn mans nicht mag, dann macht man es nicht. Dann kann man vielleicht mit anderen Pfunden wuchern.
Kommt halt auf Passung an.
Und lass dich nicht verrückt machen von Leuten hier, die genauso wie du jahrzehntelang partnerlos sind, aber glauben ganz genau wissen, wie man sein muß, um einen Partner zu bekommen.
 
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Reactions: Fraunette, Ungezähmt, Deleted member 7532 und ein anderer User

Ungezähmt

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Und wenn ich es mal versucht habe wurde ich ebenfalls recht grob angegangen.
Oder auch Frauen die sich in der Disco einen Spaß daraus gemacht haben.
Mich immer angelächelt haben, und als ich dann hin bin und sie angesprochen habe, wurde ich veralbert, vor ihren Freunden oder sogar beleidigt.

Lieber @AtomicOne
...das hab´ ich auch schon oft mitgekriegt.
Manche Frauen sind wirklich un-mög-lich, wie sie den Männern da die Körbe regelrecht an den Kopf werfen.

Da nimmt der Mann seinen ganzen Mut zusammen und spricht die Frau an - und dann bekommt er eine Reaktion darauf, als wäre er ein völlig unmögliches Etwas und ein "Wie könne er es überhaupt nur in Betracht ziehen, er könne ihr gefallen" - Gefühl vermittelt.

Ich war mal mit einer Freundin zum Tanzen, da kam ein - zugegeben mal wieder viel zu alter - Herr zu uns mit zwei Gläsern Sekt und hat sie ganz höflich dazu eingeladen
Super nett. Und sie hat ihn dann total schroff abgewiesen, völlig übertrieben und mit Blicken, die hätten töten können.
Ich wär´ dem armen Kerl am liebsten hinterher gegangen und hätt´ mich für sie bei ihm entschuldigt.
Habe sie danach ordentlich zurechtgestutzt. Das geht auch höflicher.....

Aber umgekehrt ist´s auch nicht besser.
Wenn ich mal ´nem Mann Interesse signalisiere, entweder mit ´nem kleinen Lächeln oder sogar mit Worten, ergreift der die Flucht....:D
 

Ulla2

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Das ist für mich eine Art "Absurdum".
Wenn jeder nur so viel schreibt wie der andere käme gar nicht erst eine Konversation zustande.
Das sollte eine sehr grobe Regel sein, die es dir erleichtert, die Länge deiner Nachrichten besser einzuschätzen. Der Kontakt ist ja gut gestartet und dann hast du sie leider komplett überrollt. Das finde ich schade.

Und ich wurde auch mal in einem kurzen Abstand von zwei Menschen unabhängig voneinander als "kleiner Autist" bezeichnet.
Danach habe ich dann mal ein wenig darüber gelesen und viele Übereinstimmungen gefunden. Und auch bei einem Online-Test (Vergleichstest, KEINE verlässliche Diagnose!!!) hatte ich 80% - 90% Übereinstimmung.

Allerdings habe ich in dieser Richtung noch nichts weiter unternommen. Ich sehe noch nicht wie mir dies helfen könnte.
Ich glaube, dass es eine Hilfe ist, wenn man Menschen kennenlernt, die ähnlich ticken wie man selber. Du musst nicht zwangsläufig wieder zu einem Therapeuten, wenn du darauf keine Lust hast. Aber ein Treffen mit anderen Aspergern wo du nicht als seltsam, sondern als ganz normal wahrgenommen wirst, könnte dir gut tun.
 

Julianna

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Das ist leider ein Trugschluss. Meist verhält es sich im OD genauso. Man bringt sich als Mensch ja auch "mit" aus dem RL ins OD. Und wird nicht urplötzlich beliebter oder besser in irgendwas.

Ich habe einfach immer gewartet bis mich mal eine anspricht.[...]
Aber da passiert überhaupt nichts von alleine.
Den Frauen geht es da oft auch nicht anders.
Dieses "Ansprechen" mit der Absicht auf Kennenlernen/Beziehungsanbahnung ist eh oft eine heikle Sache, vor allem, wenn es einem selbst gar nicht als Typ Mensch entspricht. Ein anderer Weg ist es, einfach viel zu unternehmen, Interessen zu entwickeln, Hobbies zu haben, die man ACHTUNG: nicht alleine macht! D.h. viel unter Menschen zu gehen und so unverbindliche Kontakte zu knüpfen. Freundschaften zu entwickeln und über Freunde neue Freund kennenlernen. Ein "Netz" aufzubauen. Dann wird man automatisch auf Geburtstage eingeladen, zu Veranstaltungen, zum gemeinsamen Sport machen usw. Und so lernst du dann ganz unverfänglich auch Frauen kennen. Vorallem ganz ohne tiefere Absicht. Einfach ins Gespräch kommen. Keine Anmachsprüche, keine Telefonnummer-Frage oder ähnliches. Übe das Gespräch, den Smaltalk, das Kennenlernen. Zeig Interesse. Google mal den Similarity Attraction Effect. Belese dich in Themen wie "Was ist Sympathie, wer hat sie und wer nicht und warum." Oder belese dich in der Frage "wie wirke ich interessanter".

Oder auch Frauen die sich in der Disco einen Spaß daraus gemacht haben. Mich immer angelächelt haben, und als ich dann hin bin und sie angesprochen habe, wurde ich veralbert, vor ihren Freunden oder sogar beleidigt.
Du steckst tief in einer Verunsicherung. Die dann auch noch bestätigt wird von außen. Ich empfehle auch hier, sich zu belesen, wie man sein Selbstvertrauen stärkt und optional auch einen "Coach" zu suchen (einen seriösen). Ein Coaching kann dir garantiert helfen und vorallem dich auch motivieren, endlich die Kurve zu bekommen - hin zu einem selbstbewussten und interessanten Menschen.


Ich habe schon mindestens 6 oder 7 Arbeitskolleginnen angesprochen und es dort versucht. Ohne Erfolg.
WOW.
Das geht gar nicht!
Keine Frau möchte die Frau sein, die "JA" sagt, wenn alle anderen "NEIN" sagen und das Gefühl haben, da geht einer "wahllos" eine Liste durch. Sie will die Eine sein, nicht irgendeine.

Sowieso gilt: Never fuck the company.
Also: Pfoten weg! ;)

Ich will einfach nicht mehr die ganzen Dinge alleine unternehmen.
Reisen, Essen(gehen), Kochen, mein Garten, spazieren gehen, Vergnügungspark, ... usw. hunderte Dinge.
Genau. Deswegen suche dir Unternehmungen, wo du nicht alleine bist. Im besten Fall mit Freunden/Freundinnen. Wenn du wenig bis keine Freundschaften hast, musst du dort ansetzen und schauen, dass du nach und nach zumindest erstmal 4-5 gute Freundschaften ausbaust. (Hilfe dazu gibt es auch massenhaft).

Das geht in die Richtung der Fragen die auch mein Therapeut gestellt hatte (wenn er denn überhaupt mal etwas gefragt hat). Solche Fragen kann ich nicht beantworten. Wenn das wichtig ist bräuchte ich zunächst entsprechende "Werkzeuge" um diese Fragen zu beantworten.
Achso, du hast einen Therapeuten. (Ich hatte nicht alles gelesen).
Seit ihr euch gegenseitig sympathisch? Fühlst du dich wohl bei deinem Therapeuten? Oder anders formuliert "Stimmt die Chemie" ? Das ist nämlich der wichtigste Grundbaustein, um erfolgreich eine Therapie abzuschließen.
Machst du Verhaltenstherapie oder eine andere Form der Therapie?

Ich war dort nur einen einzigen Tag. Es war danach nicht möglich mich dort festzuhalten. Ich war dort abgehauen und 8km alleine wieder zurück nach Hause gelaufen. Am dritten Tag war es nicht mal möglich mich in das Gebäude zu bringen. Danach war ich dann Vormittags bei meiner Oma geblieben die direkt nebenan wohnte.
Ja, irgendwas scheint da bei dir "vergraben" zu sein. Etwas aus der Kindheit?
Warum bist du aus dem Kindergarten abgehauen, kannst du dich noch erinnern? Angst vor der Trennung (Trennungsangst) von dir wichtigen Personen (Mutter, Oma)?
Google mal "Trennungsangst" und "Verlustangst".

Versuche die Dinge so gut es eben geht für dich aufzuarbeiten.
Arbeite an deinem Selbstwertgefühl und versuche herauszufinden, wie es dazu kam, dass du dich (wie mir scheint) viele Jahre stark isoliert hast und so eine Art Einzelgänger geworden bist. Good Luck!
 
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AtomicOne

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Da nimmt der Mann seinen ganzen Mut zusammen und spricht die Frau an - und dann bekommt er eine Reaktion darauf, als wäre er ein völlig unmögliches Etwas und ein "Wie könne er es überhaupt nur in Betracht ziehen, er könne ihr gefallen" - Gefühl vermittelt.

Ich wurde auch schon non-verbal verscheucht.
Wie eine lästige Fliege ... mit der Hand.

Das ist leider ein Trugschluss. Meist verhält es sich im OD genauso. Man bringt sich als Mensch ja auch "mit" aus dem RL ins OD. Und wird nicht urplötzlich beliebter oder besser in irgendwas.

Das stimmt. Deswegen habe ich ja auch in beiden "Welten" die gleichen Probleme. Und ich denke inzwischen auch dass die Tipps die dem einen im RL helfen auch beim OD helfen.
Demjenigen dem es aber eben NICHT hilft, dem hilft es in beiden Varianten nicht.

Den Frauen geht es da oft auch nicht anders.
Dieses "Ansprechen" mit der Absicht auf Kennenlernen/Beziehungsanbahnung ist eh oft eine heikle Sache

Und wieso muss das überhaupt so sein?
Ich käme mit einem viel kürzeren und direkterem Weg viel besser klar.
Wenn ich eine Frau sehe die mir gefällt würde ich sie gerne einfach ansprechen, fragen ob wir gemeinsam essen gehen.
Angenommen sie sagt ja, man geht essen, versteht sich und dann wäre das für mich schon fast ausreichend um zu sagen man ist zusammen.
Von meiner Seite würde ich dann direkt für den nächsten Tag das nächste Date ausmachen.

Aber dann muss man erst warten ... nicht direkt nach dem Treffen eine Nachricht schicken.
Nicht bedürftig wirken.

Meine Güte ... ich schaue da doch nicht auf die Uhr oder den Terminplaner.
Was für alberne Regeln!?
Wenn ich glücklich damit bin und es nicht erwarten kann, dann schreibe ich eben.
Ich würde es umgekehrt genauso erwarten und mir wünschen dass sie so sehr darauf brennt mir mitzuteilen dass es ein schöner Abend war und mich so schnell wie möglich wiedersehen möchte.

Auch bezogen auf den von @syntagma erwähnten "Flirt-Modus".
Ich passe mich doch dann in der Situation nicht einfach an.
Das finde ich total komisch.
 

Julianna

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Wenn ich eine Frau sehe die mir gefällt würde ich sie gerne einfach ansprechen, fragen ob wir gemeinsam essen gehen.
Angenommen sie sagt ja, man geht essen, versteht sich und dann wäre das für mich schon fast ausreichend um zu sagen man ist zusammen.
Nein, so funktioniert das nicht.
Hier sind Frauen eben doch anders gestrickt als Männer (obwohl ich ungerne Gendering betreiben möchte).
Männer achten sehr stark auf visuelle Reize. Frauen zwar auch, aber das allein löst bei ihnen nicht das Bedürfnis aus, sich auf einen Mann einzulassen. Frauen wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Müssen erst den Menschen kennenlernen, um sich zu verlieben. Und viele (nicht alle) brauchen auch erstmal eine Art "Freundschaftsbasis", um sich überhaupt näher einzulassen oder in jemanden zu verlieben.

Das was du schreibst, oder es die Art, wie du formulierst, klingt leider sehr wahllos :oops::(
 

AtomicOne

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Ein "Netz" aufzubauen. Dann wird man automatisch auf Geburtstage eingeladen, zu Veranstaltungen, zum gemeinsamen Sport machen usw. Und so lernst du dann ganz unverfänglich auch Frauen kennen. Vorallem ganz ohne tiefere Absicht. Einfach ins Gespräch kommen. Keine Anmachsprüche, keine Telefonnummer-Frage oder ähnliches.

Habe ich ja auch immer mal wieder versucht.
Ich hatte eine Art Freundschafts-Anbahnung mit einem Nachbarn.
Habe öfters auch mal versucht sie zum Grillen einzuladen, aber es passte Zeitlich nie. Nach dem 3. Versuch ohne Zustimmung oder Gegenvorschlag höre ich dann grundsätzlich immer auf, weil ich nicht betteln möchte und ich dann annehme dass kein Interesse besteht.
Ich wurde dann mal zu seinem Geburtstag eingeladen.
Aber ich bin eher ruhig, spreche nicht so laut, kann mich besser auf einen bis zwei Menschen konzentrieren.
Ich scheine nie die richtigen Momente zu finden wo ich auch mal etwas sagen kann. Entweder muss ich so lange warten bis dass was ich sagen wollte schon drei Themen vorher relevant war, oder ich rede dazwischen ...
Andere finden die Lücken deutlich besser als ich und sind dann lauter und setzen sich besser durch.
Angenommen jemand redet und ist mit seinem Absatz den er sagen wollte durch, dann fange ich mit einer anderen Person zeitgleich einen Satz an. Aber ich bin leiser und gelte dann als der der zwischen gequatscht hat oder sich einmischt in ein Gespräch, während der der lauter und durchchsetzungsstärker ist, als der gewertet wird der gerade "am Zuge war". Obwohl es absolut zeitgleich war.
Also bin ich da dann immer eher ruhig.
Ich mag auch so Krach nicht und wenn alle durcheinander reden usw.

Danach wurde ich nie wieder von ihm eingeladen.

Nur ein Beispiel, aber es ist schon oft vorgekommen dass ich mal eingeladen wurde und danach nie wieder.
Umgekehrt, wenn ich mal etwas machen wollte und andere eingeladen habe hat es nie geklappt.
Ich habe dann halt in deren Leben eher geringere Priorität.
Ich bin da zu uninteressant als dass die Leute sich dann einen solchen Termin freihalten würden.
Ich habe ca. 2 - 3 Mal in meinem Leben versucht einzuladen und es war am Ende nie jemand gekommen.

Geburtstage habe ich nur zwei mal bisher gefeiert.
Mit 6 und mit 7 (geschätzt).
Das war furchtbar. Danach habe ich nie wieder Geburtstag gefeiert und es ist mir auch nicht mehr wichtig. Ich muss sogar manchmal überlegen wann ich Geburtstag habe.

Als ich mich letztens mit einer Frau getroffen habe und wir uns ca. 3 Stunden sehr gut unterhalten haben hatte sie mal gefragt wie alt meine Eltern sind und wann sie Geburtstag haben.
Ich wusste es nicht.
Es ist mir schlicht egal.
Kam nicht gut an. Mir wäre umgekehrt eine Frau die genauso denkt aber total sympathisch.

Einfach ins Gespräch kommen. Keine Anmachsprüche, keine Telefonnummer-Frage oder ähnliches. Übe das Gespräch, den Smaltalk, das Kennenlernen. Zeig Interesse. Google mal den Similarity Attraction Effect. Belese dich in Themen wie "Was ist Sympathie, wer hat sie und wer nicht und warum." Oder belese dich in der Frage "wie wirke ich interessanter".

Wie ein riesen Berg an Aufgaben und Anforderungen.
Das überfordert mich schon wieder.
Ich habe keine Ahnung wo ich überhaupt anfangen soll.
Ich bräuchte einen 96 Stunden Tag um das irgendwie alles zu bewältigen.
Ich bräuchte eine Art konkreten "Trainingsplan" jemanden der mir sagt was ich jetzt als nächstes machen soll.
Mit einem konkreten Plan was das Ziel der jeweiligen Maßnahme ist und wie lange es dauern soll bis ich dort angekommen bin.

WOW.
Das geht gar nicht!
Keine Frau möchte die Frau sein, die "JA" sagt, wenn alle anderen "NEIN" sagen und das Gefühl haben, da geht einer "wahllos" die Liste durch. Sie will die Eine sein, nicht irgendeine.

Sowieso gilt: Never fuck the company.
Also: Pfoten weg!

Wieso "geht das gar nicht"?
Ich arbeite in einer Firma mit knapp 8000 Beschäftigten.
Soll ich die alle kategorisch ausschließen?
Finde ich eine blödsinnige Regel.
Und ich kenne mindestens 5 oder 6 Paare innerhalb der Firma die bestens funktionieren.
Außerdem stellst du es so dar als wenn die alle gegenseitig voneinander wüssten. Dem ist nicht so.
Und einige davon arbeiten auch schon gar nicht mehr bei uns oder sind inzwischen neu dazugekommen.

Diese Regel die du genannt hast ist für mich der aller letzte Mist.
Wenn ich die Liebe meines Lebens gefunden habe, dann ist mir das aber so was von egal ...
Oder bist du mit deiner Arbeit verheiratet?
Da würde ich mich dann doch sehr fragen was dieser Person wirklich wichtiger ist.

Wenn du wenig bis keine Freundschaften hast, musst du dort ansetzen und schauen, dass du nach und nach zumindest erstmal 4-5 gute Freundschaften ausbaust.

Das gelingt mir ja eben nicht.
Meine letzten Freunde waren die aus der Schule.
Aber das hat sich dann nun schon seit einigen Jahren alles komplett aufgelöst.
Ich war ja bei Kursen, Workshops, Ehrenamt, usw.
Über die sachbezogene Tätigkeit ging es nie hinaus.
Auch bei Arbeitskollegen nicht.
Ich weiß von Kollegen die sich auch privat treffen.
Aber egal ob ich signalisiere ich wäre auch interessiert oder ob ich selbst einlade. Ich bekomme nie positives Feedback.
Auch zum Mittagessen. Wenn ich die Kollegen frage ob und wann sie essen gehen, und somit signalisiere dass ich gerne mitkommen würde, gehen trotzdem einfach alle los ohne mich dann zu fragen ob ich mitkomme.
Es denkt niemand daran zu sagen, "Moment, er wollte doch mitkommen. Ich frage mal, er ist bestimmt in Arbeit vertieft und hat es vergessen."

Also gehe ich schon seit ca. 15 Jahren jeden Tag alleine essen.

Achso, du hast einen Therapeuten. (Ich hatte nicht alles gelesen).
Seit ihr euch gegenseitig sympathisch? Fühlst du dich wohl beim Therapeuten? Oder anders formuliert "Stimmt die Chemie" ? Das ist nämlich der wichtigste Grundbaustein, um erfolgreich eine Therapie abzuschließen.
Machst du Verhaltenstherapie oder eine andere Form der Therapie?

Nein, ich mache derzeitig keine Therapie.
Das war in der Vergangenheit.
Nein, wir waren uns wohl nicht sympathisch.
Ich fühlte mich auch nicht wohl, sondern unter Druck gesetzt.
Ich kann dir nicht mal sagen welche Art von Therapie das war.
Er hat es mir nie erklärt.

Ja, irgendwas scheint da bei dir "vergraben" zu sein. Etwas aus der Kindheit?
Warum bist du aus dem Kindergarten abgehauen, kannst du dich noch erinnern? Angst vor der Trennung (Trennungsangst) von dir wichtigen Personen (Mutter, Oma)?

Ich hatte doch gesagt dass ich es nicht weiß.
Trennungsangst sicher nicht.
Ich hänge nicht besonders an meiner Mutter oder allgemein meinen Eltern.
Ich bin zwar dieses Wochenende bei ihnen, aber eigentlich nur mangels Alternativen.
Ich bin schon seit Donnerstag Mittag einfach nur noch genervt und würde am liebsten wieder nach Hause fahren.
Heute geht es zum Glück wieder zurück.
 

AtomicOne

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Männer achten sehr stark auf visuelle Reize. Frauen zwar auch, aber das allein löst bei ihnen nicht das Bedürfnis aus, sich auf einen Mann einzulassen. Frauen wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Müssen erst den Menschen kennenlernen, um sich zu verlieben. Und viele (nicht alle) brauchen auch erstmal eine Art "Freundschaftsbasis", um sich überhaupt näher einzulassen oder in jemanden zu verlieben.

Das was du schreibst, oder es die Art, wie du formulierst, klingt leider sehr wahllos :oops:

Nein, das Äußerliche ist da gar nicht so entscheidend.
Da hast du mich falsch verstanden.
Und wahllos ... Na, wonach sollte ich den wählen wenn ich keinerlei Erfahrungen habe und überhaupt entscheiden könnte wonach ich wählen sollte.
Deswegen kann ich auch mit der Redewendung, "ein Mann der weiß was er will" nichts anfangen.
 

syntagma

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Und wieso muss das überhaupt so sein?
Ich käme mit einem viel kürzeren und direkterem Weg viel besser klar.
Wenn ich eine Frau sehe die mir gefällt würde ich sie gerne einfach ansprechen, fragen ob wir gemeinsam essen gehen.
Angenommen sie sagt ja, man geht essen, versteht sich und dann wäre das für mich schon fast ausreichend um zu sagen man ist zusammen.
Von meiner Seite würde ich dann direkt für den nächsten Tag das nächste Date ausmachen.
Ich find das ja seltsam, mit diesen ganzen Regeln. Mit der Rede von "date" undso. Wenn ich mit jemandem essen gehe und mich gut verstehe, dann hat das mit Anbahnung von Zusammensein ja erstmal gar nichts zu tun. Das hat es nur, wenn die Situation eindeutig als eine Partnersuchveranstaltung markiert ist. Wenn kein Schild "Hier Partnersuchveranstaltung" auf dem Tisch steht, muß diese Markierung irgendwie implizit sein. Da schwirren dann wie selbstverständlich also eine ganze Menge von Erwartungen und Regeln im Kopf herum. Und die Frau? Der müssen entweder bereits ähnliche Erwartungen und Regeln in Kopf herumschwirren. Oder du müßtest ihr kommunzieren, daß und welche Regeln Erwartungen und Regeln dir da im Kopf herumschwirren und sie müßte das dann attraktiv finden.
 

Rise&Shine

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Ich sehe noch nicht wie mir dies helfen könnte.
Zumindest helfen mir die Antworten bislang nicht weiter.
Dann kann ich mich auch gleich erschießen wenn ich eh alleine bleiben werde ...
Ich sage lediglich dass ich die Ratschläge zum Teil widersprüchlich empfinde und dass sie mir auch nicht helfen (ich betone, es waren einige gute dabei).
Ich habe scheinbar einfach ein schlechtes Timing und keinen Sinn dafür wann man was sagen kann oder ich betone es falsch ... keine Ahnung.
Und ich bin nicht beratungsresistent (finde ich schon fast beleidigend). Ich möchte anständige Erklärungen die ich nachvollziehen kann.
Ich befinde mich halt aufgrund meiner etwas anderen Denkweise fast immer in der "Verteidigung" (hier ich und da die "normalen" Menschen).
Ich möchte halt verstehen warum dieses oder jenes nicht gut ist und wie ich es verbessern kann, ohne eben genau diese Besonderheit komplett zu neutralisieren.
Ich schreibe doch ganz normal.
Oder bin ich irgendwie beleidigend?
Ich bin halt nüchtern, ruhig und sachlich.
Gelegentlich ein wenig Ironisch / Sarkastisch.
Ansonsten bin ich total harmlos.
Es mag so wirken als würde ich Tipps ablehnen, aber das ist nicht der Fall.
Ich muss sie bloß auf einer anderen Ebene verstehen (durch weitere Detailfragen oder leichte Provokation um den eigentlichen Kern zu erhalten der eben bei allen "normalen" Menschen vorausgesetzt wird dass sie es verstehen) und dann muss ich schauen ob ich daraus für mich etwas ableiten kann das analog dazu passt.

Mh. Ich würde Dir ja gerne raten, dass Du einen Kurs im Flirten belegen solltest, oder wie man eine lockere, freundliche Konversation betreibt, aber es scheint mir so, dass Du - selbst wenn Du es gerne verstehen möchtest - gar nicht in der Lage sein wirst, die subtilen Feinheiten, Untertöne zu erfassen und vor allem in Deine Logik und Gedankenwelt zu integrieren oder in Form einer Transferleistung zu erfassen, denn Dir scheint darüber hinaus auch die Fähigkeit zur Selbstreflektion zu fehlen. Insofern bist Du wohl in Deiner Logik gefangen. Was dieser nicht entspricht, kann von Dir nicht erfasst werden. Und auch nicht reflektiert werden, da andere Sichtweisen Deine Logik nicht zulässt. Wahrscheinlich brauchst Du ganz präzise Aussagen, die keine andere Deutung zulassen. Dazu wahrscheinlich auch bestimmte Tagesroutinen und Abläufe.
Das macht es für Dich bestimmt in allen Lebenslagen sehr schwer.
Da Du aber sehr gut in der Lage bist, Deine Schwierigkeiten zu artikulieren, gibt es bestimmt doch mal einen Therapeuten, der Dir weiterhelfen könnte. Vielleicht weiß Dein Hausarzt einen guten. Oder Deine Krankenkasse.
Wie auch schon andere Foristen bemerkt haben, ist es vielleicht hilfreich, wenn Du erst einmal verstehst, wo Du von der modernen Gesprächskultur abweichst, um Deine Kommunikation im Allgemeinen an die gesellschaftliche Norm anzupassen. Das heißt nicht, dass Du Dich ändern musst, aber Du musst anderen helfen, Dich besser zu verstehen und Du solltest lernen, wie Du das erreichen kannst (inkl. Selbstreflektion erlernen).
Viel Erfolg.
 
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Mentalista

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Ja, die Fragen sind durchaus ernst gemeint.
Allerdings habe ich in dieser Richtung noch nichts weiter unternommen. Ich sehe noch nicht wie mir dies helfen könnte.

Es ist nicht "heilbar", anderen kann ich es ja auch nicht jedes mal vorher auf die Nase binden und es gibt auch nur sehr sehr wenige Ärzte, die überhaupt bereit sind dies bei Erwachsenen zu untersuchen und zu diagnostizieren.

Woher weist du, dass es sehr wenig Ärzte gibt, die sich auf dem Gebiet Asperger/Autismus auskennen, wenn du bisher nicht weiter was unternommen hast? Bist du durch die Schule/Ausbildung nicht "aufgefallen" und durch Lehrer/Schulpsychologen beraten worden bzw. hat man mit deinen Eltern damals nicht gesprochen und die auf das Thema Asperger/Autismus hingeweisen?

Es gibt div. Verbände/Regionalverbände für Autismus/Asperger. Die können dir bei der Suche nach passenden Ärzten, Therapeuten und Selbsthilfegruppen bestimmt helfen. Du kannst da Menschen treffen, die dich verstehen, die du verstehst, vielleicht auch eine Frau kennenlernen und kannst von ähnlich betroffenen Menschen lernen, die schon einen Schritt weiter sind als du, dass man noch viel dazu lernen und ändern kann.
 
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Julianna

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Habe ich ja auch immer mal wieder versucht.
Ich hatte eine Art Freundschafts-Anbahnung mit einem Nachbarn.
Habe öfters auch mal versucht sie zum Grillen einzuladen, aber es passte Zeitlich nie. Nach dem 3. Versuch ohne Zustimmung oder Gegenvorschlag höre ich dann grundsätzlich immer auf, weil ich nicht betteln möchte und ich dann annehme dass kein Interesse besteht.
Ich wurde dann mal zu seinem Geburtstag eingeladen.
Aber ich bin eher ruhig, spreche nicht so laut, kann mich besser auf einen bis zwei Menschen konzentrieren.
Ich scheine nie die richtigen Momente zu finden wo ich auch mal etwas sagen kann. Entweder muss ich so lange warten bis dass was ich sagen wollte schon drei Themen vorher relevant war, oder ich rede dazwischen ...
Andere finden die Lücken deutlich besser als ich und sind dann lauter und setzen sich besser durch.
Angenommen jemand redet und ist mit seinem Absatz den er sagen wollte durch, dann fange ich mit einer anderen Person zeitgleich einen Satz an. Aber ich bin leiser und gelte dann als der der zwischen gequatscht hat oder sich einmischt in ein Gespräch, während der der lauter und durchchsetzungsstärker ist, als der gewertet wird der gerade "am Zuge war". Obwohl es absolut zeitgleich war.
Also bin ich da dann immer eher ruhig.
Ich mag auch so Krach nicht und wenn alle durcheinander reden usw.

Danach wurde ich nie wieder von ihm eingeladen.

Nur ein Beispiel, aber es ist schon oft vorgekommen dass ich mal eingeladen wurde und danach nie wieder.
Umgekehrt, wenn ich mal etwas machen wollte und andere eingeladen habe hat es nie geklappt.
Ich habe dann halt in deren Leben eher geringere Priorität.
Ich bin da zu uninteressant als dass die Leute sich dann einen solchen Termin freihalten würden.
Ich habe ca. 2 - 3 Mal in meinem Leben versucht einzuladen und es war am Ende nie jemand gekommen.

Geburtstage habe ich nur zwei mal bisher gefeiert.
Mit 6 und mit 7 (geschätzt).
Das war furchtbar. Danach habe ich nie wieder Geburtstag gefeiert und es ist mir auch nicht mehr wichtig. Ich muss sogar manchmal überlegen wann ich Geburtstag habe.

Als ich mich letztens mit einer Frau getroffen habe und wir uns ca. 3 Stunden sehr gut unterhalten haben hatte sie mal gefragt wie alt meine Eltern sind und wann sie Geburtstag haben.
Ich wusste es nicht.
Es ist mir schlicht egal.
Kam nicht gut an. Mir wäre umgekehrt eine Frau die genauso denkt aber total sympathisch.



Wie ein riesen Berg an Aufgaben und Anforderungen.
Das überfordert mich schon wieder.
Ich habe keine Ahnung wo ich überhaupt anfangen soll.
Ich bräuchte einen 96 Stunden Tag um das irgendwie alles zu bewältigen.
Ich bräuchte eine Art konkreten "Trainingsplan" jemanden der mir sagt was ich jetzt als nächstes machen soll.
Mit einem konkreten Plan was das Ziel der jeweiligen Maßnahme ist und wie lange es dauern soll bis ich dort angekommen bin.



Wieso "geht das gar nicht"?
Ich arbeite in einer Firma mit knapp 8000 Beschäftigten.
Soll ich die alle kategorisch ausschließen?
Finde ich eine blödsinnige Regel.
Und ich kenne mindestens 5 oder 6 Paare innerhalb der Firma die bestens funktionieren.
Außerdem stellst du es so dar als wenn die alle gegenseitig voneinander wüssten. Dem ist nicht so.
Und einige davon arbeiten auch schon gar nicht mehr bei uns oder sind inzwischen neu dazugekommen.

Diese Regel die du genannt hast ist für mich der aller letzte Mist.
Wenn ich die Liebe meines Lebens gefunden habe, dann ist mir das aber so was von egal ...
Oder bist du mit deiner Arbeit verheiratet?
Da würde ich mich dann doch sehr fragen was dieser Person wirklich wichtiger ist.



Das gelingt mir ja eben nicht.
Meine letzten Freunde waren die aus der Schule.
Aber das hat sich dann nun schon seit einigen Jahren alles komplett aufgelöst.
Ich war ja bei Kursen, Workshops, Ehrenamt, usw.
Über die sachbezogene Tätigkeit ging es nie hinaus.
Auch bei Arbeitskollegen nicht.
Ich weiß von Kollegen die sich auch privat treffen.
Aber egal ob ich signalisiere ich wäre auch interessiert oder ob ich selbst einlade. Ich bekomme nie positives Feedback.
Auch zum Mittagessen. Wenn ich die Kollegen frage ob und wann sie essen gehen, und somit signalisiere dass ich gerne mitkommen würde, gehen trotzdem einfach alle los ohne mich dann zu fragen ob ich mitkomme.
Es denkt niemand daran zu sagen, "Moment, er wollte doch mitkommen. Ich frage mal, er ist bestimmt in Arbeit vertieft und hat es vergessen."

Also gehe ich schon seit ca. 15 Jahren jeden Tag alleine essen.



Nein, ich mache derzeitig keine Therapie.
Das war in der Vergangenheit.
Nein, wir waren uns wohl nicht sympathisch.
Ich fühlte mich auch nicht wohl, sondern unter Druck gesetzt.
Ich kann dir nicht mal sagen welche Art von Therapie das war.
Er hat es mir nie erklärt.



Ich hatte doch gesagt dass ich es nicht weiß.
Trennungsangst sicher nicht.
Ich hänge nicht besonders an meiner Mutter oder allgemein meinen Eltern.
Ich bin zwar dieses Wochenende bei ihnen, aber eigentlich nur mangels Alternativen.
Ich bin schon seit Donnerstag Mittag einfach nur noch genervt und würde am liebsten wieder nach Hause fahren.
Heute geht es zum Glück wieder zurück.
Du hast da einges, was es noch für dich aufzuarbeiten gibt. Nach und nach- Stück für Stück. Auch die Ablehung, die dir permanent widerfahren ist in deinem Leben, das ist ja unsagbar schrecklich. Es tut mir so leid für dich, dass dir niemand (Familie/Eltern/Verwandte/Lehrer/etc.) die nötigen Kompetenzen im Laufe deiner Entwicklung an die Hand gegeben hat.

Du schreibst, dass dich das alles überfordert. Was absolut verständlich ist. Du musst und kannst nicht von jetzt auf gleich alle Punkte angehen, sondern brauchst tatsächlich eine Art Plan. Und dass du nicht weißt, wo du eigentlich ansetzen sollst, ist auch absolut nachvollziehbar.
Deswegen der Rat, einen Coach oder einen Therapeuten zu suchen. Hier bei gilt, dass die Krankenkasse es unterstützt, dass man erstmal ein paar "Kennenlern-Termine" hat und zwischen Therapeut und Klient die Chemie stimmen muss. Wenn dem nicht so ist, sucht man weiter. Ist das passende Gegenüber gefunden, fängt eigentlich erst die Therapie an.
Ohne dich demotivieren zu wollen, du siehst ja selbst, wie viel du aufzuarbeiten hast. Allein die Tatsache, dass du immer einsam warst oder allein, also ein Einzelgänger und es dir schwer fällt, ins kommunikative Leben zu starten, ist eine Baustelle. Was auch immer dich in deiner Kindheit verletzt hat, was dir das Urvertrauen in das schöne Leben genommen hat, du hast eine reale Chance es zu ändern. Mit einem guten Therapeuten oder einem guten Coach, der dir einen Plan erstellt, der mit dir Stück für Stück, Schritt für Schritt voran geht und dich unterstützt. Was du schreibst finde ich unfassbar traurig und so schade. Deswegen: geh es an! Ändere es. Hol dir Hilfe - und gibt nicht auf. Sich "Sozialkompetenz" im Erwachsenenalter zu erarbeiten ist nicht einfach, aber möglich. Leider haben es deine Erziehungsberechtigten nicht geschafft, dir diese Kompetenz spielerisch im Kindesalter beizubringen. Was auch immer du als Kind erlebt hast (vielleicht auch inzwischen verdrängt wurde) - es kann sein, dass du vernachlässigt worden bist, oder überbehütet, zu stark kontrolliert und sanktioniert wurdest, die Erwartungen an dich unerfüllbar waren oder du permanent doppeldeutigen Botschaften ausgesetzt warst, dir zu wenig Liebe und Fürsorge entgegengebracht wurde oder oder oder... Das muss dann mit dem Therapeuten oder einer Therapeutin geklärt werden. Meist ist es bei mangelnder Sozialkompetenz so, dass die Eltern ihr(e) Kind(er) zu stark vernachlässig haben. Zu wenig mit ihnen geredet/verhandelt/diskutiert/gespielt haben. Damit oft auch einhergehend, hat das Kind keine vertrauensvolle Bezugebene, an die es sich weden kann bei Problemen und Sorgen. Es bleibt damit allein. Hat aber aus entwicklungstechnischen Gründen gar keine Strategien an der Hand, wie es damit umgehen kann.
Sei mutig und geh es neu an. Mach einen Termin bei deinem Hausarzt oder einem Arzt zu dem du Vertrauen hast und/oder ruf Mal deine Krankenkasse an und lass dich beraten, welche Möglichkeiten sie dir anbieten können.
Überleg dir vorher, wie genau du formulierst, dass du psychologische Unterstützung benötigst (der Partnerschaftswunsch allein wird wohl nicht ausreichen).
Ich wünsche dir viel Mut und dass du die Hoffnung nicht aufgibst.

Edit: Du könntest auch unter der Rubrik "Expertenrat" hier im Forum noch mal schreiben, dann wird der Psychologe @Markus Ernst sicherlich auch noch mal auf dein Thema eingehen. Außerdem ist der Expertenrat moderiert und die Beiträge der Foristen erst nach Durchsicht freigeschaltet. Markus Ernst ist Psychologe und auch u.a. für PS tätig.
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AtomicOne

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Ich find das ja seltsam, mit diesen ganzen Regeln. Mit der Rede von "date" undso. Wenn ich mit jemandem essen gehe und mich gut verstehe, dann hat das mit Anbahnung von Zusammensein ja erstmal gar nichts zu tun. Das hat es nur, wenn die Situation eindeutig als eine Partnersuchveranstaltung markiert ist. Wenn kein Schild "Hier Partnersuchveranstaltung" auf dem Tisch steht, muß diese Markierung irgendwie implizit sein. Da schwirren dann wie selbstverständlich also eine ganze Menge von Erwartungen und Regeln im Kopf herum. Und die Frau? Der müssen entweder bereits ähnliche Erwartungen und Regeln in Kopf herumschwirren. Oder du müßtest ihr kommunzieren, daß und welche Regeln Erwartungen und Regeln dir da im Kopf herumschwirren und sie müßte das dann attraktiv finden.

Verstehe ich überhaupt nicht.
Was meinst du?
 

AtomicOne

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Woher weist du, dass es sehr wenig Ärzte gibt, die sich auf dem Gebiet Asperger/Autismus auskennen, wenn du bisher nicht weiter was unternommen hast?

Das sind genau die Dinge in der Kommunikation die mir Probleme bereite ...
Ich hatte nie behauptet dass es wenige Ärzte gibt die sich auf dem Gebiet auskennen.
Ich sagte es gibt wenige die Erwachsene Behandeln oder diesen eine Diagnose stellen.

Durch solche kleinen Unschärfen fühle ich mich permanent missverstanden.

Bist du durch die Schule/Ausbildung nicht "aufgefallen" und durch Lehrer/Schulpsychologen beraten worden bzw. hat man mit deinen Eltern damals nicht gesprochen und die auf das Thema Asperger/Autismus hingeweisen?

Nein, das war in den 80er noch nicht so Thema.
Ich hatte meiner Mutter mal davon erzählt. Sie war extrem überrascht und nachdenklich danach. Als wenn es ihr in dem Moment wo ich es sagte selbst erst aufgefallen war.
 

Mentalista

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Das sind genau die Dinge in der Kommunikation die mir Probleme bereite ...
Ich hatte nie behauptet dass es wenige Ärzte gibt die sich auf dem Gebiet auskennen.
Ich sagte es gibt wenige die Erwachsene Behandeln oder diesen eine Diagnose stellen.

Durch solche kleinen Unschärfen fühle ich mich permanent missverstanden.

Nein, das war in den 80er noch nicht so Thema.
Ich hatte meiner Mutter mal davon erzählt. Sie war extrem überrascht und nachdenklich danach. Als wenn es ihr in dem Moment wo ich es sagte selbst erst aufgefallen war.

Gut, du hast geschrieben, dass es kaum Ärzte gibt, die bei Erwachsenen Asperger usw. Spielt letztendlich keine Rolle.

Dann frage ich anders, woher willst du so genau wissen, ich formuliere mit deinen Worten "es gibt auch nur sehr sehr wenige Ärzte, die überhaupt bereit sind dies bei Erwachsenen zu untersuchen und zu diagnostizieren.", dass dem wirklich so ist?

Ich möchte dich mit meinen Gedanken anregen, dich selber zu hinterfragen, warum du dir noch nicht ausreichend Hilfe geholt hast, obwohl die es in Deutschland sehr wohl gibt. Es sei denn, du lebst auf der Alm und weit und breit ist keine Stadt.

Das deiner Mutter damals in den 80er nicht aufgefallen ist, dass du ein Problem hast, finde ich unfassbar. Das es aber in der Grundschule bzw. den weiterführenden Schulen, Ausbildung nicht aufgefallen ist, dass ist für mich als ehem. Ost-Deutsche, die in den 70er in die Schule gegangen, unvorstellbar.

Nun, es ist wie es ist. Die Zeiten haben sich geändert, du kannst was tun, viel tun, es gibt das Internet, es gibt sogar inzwischen Beratung/Therapie per Skype und eigentlich müsste dir selber klar sein, da du dich mit dem Thema Autismus/Asperger schon beschäftigt hast, dass die Probleme mit den Frauen, die du hier schilderst allein an deiner verdrehten Gedankenwelt und Kommunikationsstil zu tun hat. Demzufolge deine Form der Kommunikation in einem Singleforum zu keinem Erfolg führen kann.

Julianne hat noch gute Gedanken geschrieben, die ich auch schon im Kopf hatte, mir aber dann doch zu direkt und dir zu Nahe kommend waren.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du dir schnell Hilfe suchst und nicht aufgibst und an gute Stellen triffst und gute Therapeuten findest.
 

AtomicOne

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Es tut mir so leid für dich, dass dir niemand (Familie/Eltern/Verwandte/Lehrer/etc.) die nötigen Kompetenzen im Laufe deiner Entwicklung an die Hand gegeben hat.

Ich bin oft wütend auf meine Eltern dass sie mir nicht beigebracht haben wie ich mit Mädchen zurecht kommen kann.
Und ich habe immer das Gefühl dass sie bei mir keine große Lust mehr hatten.
Meine Schwester ist 4 Jahre älter.
Ich habe noch mitbekommen wie wir gemeinsam Spiele gespielt haben und weggefahren sind usw.
Meine Schwester hat das alles 4 Jahre länger genießen können als ich.
Bei mir, hatte ich das Gefühl war die Luft raus bei meinen Eltern.

Ich habe aber auch mit 5 schon stundenlang alleine in meinem Zimmer gespielt.
Ich konnte mich ewig alleine beschäftigen.
Mit technischen Dingen, Lego Technik, Elektronik, Computer, usw.
Ich habe mit 9 schon Programmieren gelernt und konnte elektronische Schaltungen bauen.
Es war auch Sinnlos mich ins Bett zu bringen.
Ich habe eh immer noch weiter gemacht.
Ich war schon immer irgendwann alleine ins Bett gegangen wenn ich müde war.

Was auch immer dich in deiner Kindheit verletzt hat, was dir das Urvertrauen in das schöne Leben genommen hat, du hast eine reale Chance es zu ändern.

Ich wüsste eigentlich nichts was das sein könnte.
Ich kann mich an nichts schlimmes erinnern.

Aber man durfte mich z.B. als Kind auch schon nie anfassen.
Nicht mal meine Mutter durfte das.

Aber ich weiß nicht ob ich überhaupt noch Lust habe das alles anzugehen.
Jetzt wo ihr mir das alles so sagt ...
Das dauert ja mindestens noch mal 10 - 20 Jahre.
Da bin ich fast 60.
Was hat das noch für einen Sinn?

Ich hatte mir immer gewünscht als Jugendlicher mit 15 / 16 die erste Freundin (13 - 16) zu finden.
Mit ihr alles entdecken.
Küssen, Sex, allgemein zusammen sein.
Dann irgendwann ausziehen (evtl. dann mit einer anderen Partnerin).
Ausbildung / Studium, Spaß, Party, erste gemeinsame Wohnung, sich etwas aufbauen, Kinder, Haus, ...

So.

Das ist alles unmöglich. Alleine schon weil ich nicht mehr 16 bin.
Ich möchte mich JETZT verlieben.
Bis zum Herbst 2020.
Ansonsten ist es für mich eh alles vorbei. Dann will ich das auch nicht mehr. Weil ich merke dass ich langsam "alt" werde.
Wie der Körper nachlässt.
Und die ganzen Dinge die ich gerne gemeinsam machen würde sind dann irgendwann nicht mehr möglich.
Auch das Fliegen machen uns die ganzen Umwelt-Kasper madig.
Ich kann theoretisch für seeeeehr günstiges Geld Fliegen.
Aber ich habe es bisher kaum genutzt. 2 mal in 20 Jahren.
Weil ich nicht alleine verreisen möchte. Ich will diese Dinge mit jemandem teilen.
Bis ich jemanden gefunden habe ist Fliegen unbezahlbar.
Dann bekomme ich das eine, und das andere wird mir wieder genommen. Und wieder nur, weil ich es nicht rechtzeitig geschafft habe.
Ich habe auch noch nichts für's Alter.
Es ist immer schwer zu glauben, aber als Single sind viele Dinge wirklich extrem teuer.
Wenn ich sehe was Paare übrig haben sobald sie sich eine Wohnung teilen ... Um mich herum kaufen alle Häuse oder bauen. Und die sind jünger und verdienen auch nicht mehr als ich.
Ich habe meine Wohnung und 4000,- Puffer. Mehr nicht.
Und ich verdiene schon recht gut (zwischen 75.000 und 50.000).

Wenn es jetzt nicht bald klappt, da bin ich ganz ehrlich, dann will ich nicht mehr leben.
Weil es für mich dann nur noch ein Warten auf den Tod ist.
Und 30 Jahre Wartezeit sind verdammt lang.

Ich denke immer noch an verschiedene Momente mit meinen Kumpels damals aus der Schule.
Kommt mir vor wie gestern.
Ich habe das Gefühl ich könnte jetzt raus gehen und mich mit ihnen im Park treffen, wie damals, und gemeinsam 'n Bier trinken und quatschen.

Ich war ja auch nicht immer so alleine.
Ich hatte so etwas wie Freunde (ob es echte Freunde waren weiß ich nur leider nicht). Und ich war immer in den Cliquen der "Coolen-Kids".
Und zwischen 18 und 32 war ich praktisch jedes Wochenende in den Discotheken der Umgebung unterwegs. Die Gebäude gibt es noch nicht mal mehr.
Die Jugendlichen von heute können sich gar nicht mehr vorstellen wie es war damals in eine Großraum-Discothek zu kommen und das Gefühl zu haben man befindet sich in einem gelandeten UFO.
Oder damals die Love-Parade in Berlin mit knapp 2 Mio. Menschen.

Kein Terror, keine Sorgen, alles was perfekt.

Aber ich habe trotzdem nie jemanden kennengelernt.
Und fühlte mich trotz Freunden immer irgendwie isoliert und oft habe ich auch scheinbar wesentliche Dinge nicht mitbekommen.
Wer mit wem zusammen war oder im Bett gewesen ist ...
Viele Dinge wurden mir dann erst 10 - 15 Jahre später erzählt.
"Was ??? Das wusstest du nicht?"
Da waren Mädchen dabei die offenbar mit jedem aus unserer Clique im Bett waren. Nur mit mir nicht. Ich hatte nicht mal davon gewusst, während alle anderen Bescheid wussten.

Vielleicht wäre es gut gewesen wenn ich das damals auch erlebt hätte...

Sei mutig und geh es neu an. Mach einen Termin bei deinem Hausarzt oder einem Arzt zu dem du Vertrauen hast und/oder ruf Mal deine Krankenkasse an und lass dich beraten, welche Möglichkeiten sie dir anbieten können.
Überleg dir vorher, wie genau du formulierst, dass du psychologische Unterstützung benötigst (der Partnerschaftswunsch allein wird wohl nicht ausreichen).
Ich wünsche dir viel Mut und dass du die Hoffnung nicht aufgibst.

Ich muss mir überhaupt erst mal einen Hausarzt suchen.
Krankenkasse ... Keine Ahnung wo ich da anrufen sollte.
Und was sage ich da am Telefon? Keine Ahnung.
Ich bräuchte dafür bereits jemanden der mir hilft.
 

AtomicOne

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Dann frage ich anders, woher willst du so genau wissen, ich formuliere mit deinen Worten "es gibt auch nur sehr sehr wenige Ärzte, die überhaupt bereit sind dies bei Erwachsenen zu untersuchen und zu diagnostizieren.", dass dem wirklich so ist?

Sieht man überall im Internet bei den entsprechenden Ärzten dass sie sich ausschließlich als Kinder und Jugendärzte verstehen und dass eine Diagnose bei Erwachsenen auch nicht mehr hilfreich ist.
Nun, es ist wie es ist. Die Zeiten haben sich geändert, du kannst was tun, viel tun, es gibt das Internet, es gibt sogar inzwischen Beratung/Therapie per Skype

Nicht in Deutschland.
Das ist nach wie vor nicht erlaubt.

Meine Erfahrungen mit Ärzten sind allgemein sehr schlecht.

Sie hören nicht zu, schauen einen nicht an, sondern nur auf ihren Bildschirm, schreiben einen pauschal krank (viel zu schnell und zu lasten der übrigen "ehrlichen" Arbeitnehmer), Termine sind hier teilweise nur 3 - 6 Monate im Voraus zu bekommen.
Und selbst mit Termin wartet man 3 Stunden im Wartezimmer.
Da habe ich keine Lust drauf.
Ich gehe kaum zu Ärzten.
Ich wüsste auch gar nicht was ich dem dann sagen sollte.
Ich müsste dem erst alles erzählen was hier im Thread steht.
Solche Dinge kann ich nicht in einem Satz auf den Punkt bringen.
Und wenn er dann eine Frage stellt auf die ich keine Antwort weiß?

Ich habe schon ähnliche Gespräche geführt und wurde abgespeist, weil ich da auch nicht so gut kommunizieren kann wie beim Flirten.
Ich bekomme dann ein komplett anderes Ergebnis als das was ich wollte.

Ich glaube ich lasse das lieber alles.
Es überfordert mich alles.
Am liebsten würde ich irgendwo in Russland oder Finnland ganz weit draußen in der Natur leben.
Ohne ALLES.
Nur Wald um mich herum.
Und dann ist alles um das ich mich kümmern muss, Holz hacken für den Winter und Jagen für ausreichend Nahrung.

Oder ein Leben wie bei den Amish-People (bloß ohne den Religions-Kram). Auch das ganze drumherum hier bei uns macht mich irgendwie zunehmend verrückt.
Und 90% dessen was wir hier so alles machen und tun dient nur dazu dass wir dieses Leben so wie wir es leben überhaupt leben können.
Wenn ich 40% meines Gehalt für eine Wohnung aufwende, die ich nur deswegen habe, damit ich dicht genug bei meiner Arbeit wohne, die ich brauche um eben diese Wohnung zu finanzieren ...
Dann geht der Rest für Life-Style drauf den man "braucht" um an der Gesellschaft teilnehmen zu können.
Und obendrauf werden die Menschen in den Ballungsräumen immer unfreundlicher und aggressiver.

Ich habe ein kaum genutztes Auto für knapp 40.000,- im Keller, dass ich seit 5 Jahren habe und nur für 3000km im Jahr nutze.
Weil ich es nicht mehr ertrage Auto zu fahren und die aggressiven Menschen um mich herum zu tolerieren.
Die zu schnell fahren, einen in den Graben drängen, zu dicht auffahren, nicht blinken, einem die Vorfahrt nehmen, usw.
Als Radfahrer bin ich auch schon über den Haufen gefahren worden.
Und als Fußgänger schon mehrfach.

Ich brauche jemanden der mir dafür Kraft gibt.
Wenn ich weiß dass da jemand ist für den ich abends wieder Gesund nach Hause kommen muss.
Und der mir dann sagt, dass das alles da draußen nicht so schlimm ist, solange man zusammen ist.

Aber so jemanden habe ich nicht.