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  • #256
Männer achten sehr stark auf visuelle Reize. Frauen zwar auch, aber das allein löst bei ihnen nicht das Bedürfnis aus, sich auf einen Mann einzulassen. Frauen wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Müssen erst den Menschen kennenlernen, um sich zu verlieben. Und viele (nicht alle) brauchen auch erstmal eine Art "Freundschaftsbasis", um sich überhaupt näher einzulassen oder in jemanden zu verlieben.

Das was du schreibst, oder es die Art, wie du formulierst, klingt leider sehr wahllos :oops:
Nein, das Äußerliche ist da gar nicht so entscheidend.
Da hast du mich falsch verstanden.
Und wahllos ... Na, wonach sollte ich den wählen wenn ich keinerlei Erfahrungen habe und überhaupt entscheiden könnte wonach ich wählen sollte.
Deswegen kann ich auch mit der Redewendung, "ein Mann der weiß was er will" nichts anfangen.
 
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  • #257
Und wieso muss das überhaupt so sein?
Ich käme mit einem viel kürzeren und direkterem Weg viel besser klar.
Wenn ich eine Frau sehe die mir gefällt würde ich sie gerne einfach ansprechen, fragen ob wir gemeinsam essen gehen.
Angenommen sie sagt ja, man geht essen, versteht sich und dann wäre das für mich schon fast ausreichend um zu sagen man ist zusammen.
Von meiner Seite würde ich dann direkt für den nächsten Tag das nächste Date ausmachen.
Ich find das ja seltsam, mit diesen ganzen Regeln. Mit der Rede von "date" undso. Wenn ich mit jemandem essen gehe und mich gut verstehe, dann hat das mit Anbahnung von Zusammensein ja erstmal gar nichts zu tun. Das hat es nur, wenn die Situation eindeutig als eine Partnersuchveranstaltung markiert ist. Wenn kein Schild "Hier Partnersuchveranstaltung" auf dem Tisch steht, muß diese Markierung irgendwie implizit sein. Da schwirren dann wie selbstverständlich also eine ganze Menge von Erwartungen und Regeln im Kopf herum. Und die Frau? Der müssen entweder bereits ähnliche Erwartungen und Regeln in Kopf herumschwirren. Oder du müßtest ihr kommunzieren, daß und welche Regeln Erwartungen und Regeln dir da im Kopf herumschwirren und sie müßte das dann attraktiv finden.
 
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  • #258
Ich sehe noch nicht wie mir dies helfen könnte.
Zumindest helfen mir die Antworten bislang nicht weiter.
Dann kann ich mich auch gleich erschießen wenn ich eh alleine bleiben werde ...
Ich sage lediglich dass ich die Ratschläge zum Teil widersprüchlich empfinde und dass sie mir auch nicht helfen (ich betone, es waren einige gute dabei).
Ich habe scheinbar einfach ein schlechtes Timing und keinen Sinn dafür wann man was sagen kann oder ich betone es falsch ... keine Ahnung.
Und ich bin nicht beratungsresistent (finde ich schon fast beleidigend). Ich möchte anständige Erklärungen die ich nachvollziehen kann.
Ich befinde mich halt aufgrund meiner etwas anderen Denkweise fast immer in der "Verteidigung" (hier ich und da die "normalen" Menschen).
Ich möchte halt verstehen warum dieses oder jenes nicht gut ist und wie ich es verbessern kann, ohne eben genau diese Besonderheit komplett zu neutralisieren.
Ich schreibe doch ganz normal.
Oder bin ich irgendwie beleidigend?
Ich bin halt nüchtern, ruhig und sachlich.
Gelegentlich ein wenig Ironisch / Sarkastisch.
Ansonsten bin ich total harmlos.
Es mag so wirken als würde ich Tipps ablehnen, aber das ist nicht der Fall.
Ich muss sie bloß auf einer anderen Ebene verstehen (durch weitere Detailfragen oder leichte Provokation um den eigentlichen Kern zu erhalten der eben bei allen "normalen" Menschen vorausgesetzt wird dass sie es verstehen) und dann muss ich schauen ob ich daraus für mich etwas ableiten kann das analog dazu passt.
Mh. Ich würde Dir ja gerne raten, dass Du einen Kurs im Flirten belegen solltest, oder wie man eine lockere, freundliche Konversation betreibt, aber es scheint mir so, dass Du - selbst wenn Du es gerne verstehen möchtest - gar nicht in der Lage sein wirst, die subtilen Feinheiten, Untertöne zu erfassen und vor allem in Deine Logik und Gedankenwelt zu integrieren oder in Form einer Transferleistung zu erfassen, denn Dir scheint darüber hinaus auch die Fähigkeit zur Selbstreflektion zu fehlen. Insofern bist Du wohl in Deiner Logik gefangen. Was dieser nicht entspricht, kann von Dir nicht erfasst werden. Und auch nicht reflektiert werden, da andere Sichtweisen Deine Logik nicht zulässt. Wahrscheinlich brauchst Du ganz präzise Aussagen, die keine andere Deutung zulassen. Dazu wahrscheinlich auch bestimmte Tagesroutinen und Abläufe.
Das macht es für Dich bestimmt in allen Lebenslagen sehr schwer.
Da Du aber sehr gut in der Lage bist, Deine Schwierigkeiten zu artikulieren, gibt es bestimmt doch mal einen Therapeuten, der Dir weiterhelfen könnte. Vielleicht weiß Dein Hausarzt einen guten. Oder Deine Krankenkasse.
Wie auch schon andere Foristen bemerkt haben, ist es vielleicht hilfreich, wenn Du erst einmal verstehst, wo Du von der modernen Gesprächskultur abweichst, um Deine Kommunikation im Allgemeinen an die gesellschaftliche Norm anzupassen. Das heißt nicht, dass Du Dich ändern musst, aber Du musst anderen helfen, Dich besser zu verstehen und Du solltest lernen, wie Du das erreichen kannst (inkl. Selbstreflektion erlernen).
Viel Erfolg.
 
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  • #260
Ja, die Fragen sind durchaus ernst gemeint.
Allerdings habe ich in dieser Richtung noch nichts weiter unternommen. Ich sehe noch nicht wie mir dies helfen könnte.

Es ist nicht "heilbar", anderen kann ich es ja auch nicht jedes mal vorher auf die Nase binden und es gibt auch nur sehr sehr wenige Ärzte, die überhaupt bereit sind dies bei Erwachsenen zu untersuchen und zu diagnostizieren.
Woher weist du, dass es sehr wenig Ärzte gibt, die sich auf dem Gebiet Asperger/Autismus auskennen, wenn du bisher nicht weiter was unternommen hast? Bist du durch die Schule/Ausbildung nicht "aufgefallen" und durch Lehrer/Schulpsychologen beraten worden bzw. hat man mit deinen Eltern damals nicht gesprochen und die auf das Thema Asperger/Autismus hingeweisen?

Es gibt div. Verbände/Regionalverbände für Autismus/Asperger. Die können dir bei der Suche nach passenden Ärzten, Therapeuten und Selbsthilfegruppen bestimmt helfen. Du kannst da Menschen treffen, die dich verstehen, die du verstehst, vielleicht auch eine Frau kennenlernen und kannst von ähnlich betroffenen Menschen lernen, die schon einen Schritt weiter sind als du, dass man noch viel dazu lernen und ändern kann.
 
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  • #261
Habe ich ja auch immer mal wieder versucht.
Ich hatte eine Art Freundschafts-Anbahnung mit einem Nachbarn.
Habe öfters auch mal versucht sie zum Grillen einzuladen, aber es passte Zeitlich nie. Nach dem 3. Versuch ohne Zustimmung oder Gegenvorschlag höre ich dann grundsätzlich immer auf, weil ich nicht betteln möchte und ich dann annehme dass kein Interesse besteht.
Ich wurde dann mal zu seinem Geburtstag eingeladen.
Aber ich bin eher ruhig, spreche nicht so laut, kann mich besser auf einen bis zwei Menschen konzentrieren.
Ich scheine nie die richtigen Momente zu finden wo ich auch mal etwas sagen kann. Entweder muss ich so lange warten bis dass was ich sagen wollte schon drei Themen vorher relevant war, oder ich rede dazwischen ...
Andere finden die Lücken deutlich besser als ich und sind dann lauter und setzen sich besser durch.
Angenommen jemand redet und ist mit seinem Absatz den er sagen wollte durch, dann fange ich mit einer anderen Person zeitgleich einen Satz an. Aber ich bin leiser und gelte dann als der der zwischen gequatscht hat oder sich einmischt in ein Gespräch, während der der lauter und durchchsetzungsstärker ist, als der gewertet wird der gerade "am Zuge war". Obwohl es absolut zeitgleich war.
Also bin ich da dann immer eher ruhig.
Ich mag auch so Krach nicht und wenn alle durcheinander reden usw.

Danach wurde ich nie wieder von ihm eingeladen.

Nur ein Beispiel, aber es ist schon oft vorgekommen dass ich mal eingeladen wurde und danach nie wieder.
Umgekehrt, wenn ich mal etwas machen wollte und andere eingeladen habe hat es nie geklappt.
Ich habe dann halt in deren Leben eher geringere Priorität.
Ich bin da zu uninteressant als dass die Leute sich dann einen solchen Termin freihalten würden.
Ich habe ca. 2 - 3 Mal in meinem Leben versucht einzuladen und es war am Ende nie jemand gekommen.

Geburtstage habe ich nur zwei mal bisher gefeiert.
Mit 6 und mit 7 (geschätzt).
Das war furchtbar. Danach habe ich nie wieder Geburtstag gefeiert und es ist mir auch nicht mehr wichtig. Ich muss sogar manchmal überlegen wann ich Geburtstag habe.

Als ich mich letztens mit einer Frau getroffen habe und wir uns ca. 3 Stunden sehr gut unterhalten haben hatte sie mal gefragt wie alt meine Eltern sind und wann sie Geburtstag haben.
Ich wusste es nicht.
Es ist mir schlicht egal.
Kam nicht gut an. Mir wäre umgekehrt eine Frau die genauso denkt aber total sympathisch.



Wie ein riesen Berg an Aufgaben und Anforderungen.
Das überfordert mich schon wieder.
Ich habe keine Ahnung wo ich überhaupt anfangen soll.
Ich bräuchte einen 96 Stunden Tag um das irgendwie alles zu bewältigen.
Ich bräuchte eine Art konkreten "Trainingsplan" jemanden der mir sagt was ich jetzt als nächstes machen soll.
Mit einem konkreten Plan was das Ziel der jeweiligen Maßnahme ist und wie lange es dauern soll bis ich dort angekommen bin.



Wieso "geht das gar nicht"?
Ich arbeite in einer Firma mit knapp 8000 Beschäftigten.
Soll ich die alle kategorisch ausschließen?
Finde ich eine blödsinnige Regel.
Und ich kenne mindestens 5 oder 6 Paare innerhalb der Firma die bestens funktionieren.
Außerdem stellst du es so dar als wenn die alle gegenseitig voneinander wüssten. Dem ist nicht so.
Und einige davon arbeiten auch schon gar nicht mehr bei uns oder sind inzwischen neu dazugekommen.

Diese Regel die du genannt hast ist für mich der aller letzte Mist.
Wenn ich die Liebe meines Lebens gefunden habe, dann ist mir das aber so was von egal ...
Oder bist du mit deiner Arbeit verheiratet?
Da würde ich mich dann doch sehr fragen was dieser Person wirklich wichtiger ist.



Das gelingt mir ja eben nicht.
Meine letzten Freunde waren die aus der Schule.
Aber das hat sich dann nun schon seit einigen Jahren alles komplett aufgelöst.
Ich war ja bei Kursen, Workshops, Ehrenamt, usw.
Über die sachbezogene Tätigkeit ging es nie hinaus.
Auch bei Arbeitskollegen nicht.
Ich weiß von Kollegen die sich auch privat treffen.
Aber egal ob ich signalisiere ich wäre auch interessiert oder ob ich selbst einlade. Ich bekomme nie positives Feedback.
Auch zum Mittagessen. Wenn ich die Kollegen frage ob und wann sie essen gehen, und somit signalisiere dass ich gerne mitkommen würde, gehen trotzdem einfach alle los ohne mich dann zu fragen ob ich mitkomme.
Es denkt niemand daran zu sagen, "Moment, er wollte doch mitkommen. Ich frage mal, er ist bestimmt in Arbeit vertieft und hat es vergessen."

Also gehe ich schon seit ca. 15 Jahren jeden Tag alleine essen.



Nein, ich mache derzeitig keine Therapie.
Das war in der Vergangenheit.
Nein, wir waren uns wohl nicht sympathisch.
Ich fühlte mich auch nicht wohl, sondern unter Druck gesetzt.
Ich kann dir nicht mal sagen welche Art von Therapie das war.
Er hat es mir nie erklärt.



Ich hatte doch gesagt dass ich es nicht weiß.
Trennungsangst sicher nicht.
Ich hänge nicht besonders an meiner Mutter oder allgemein meinen Eltern.
Ich bin zwar dieses Wochenende bei ihnen, aber eigentlich nur mangels Alternativen.
Ich bin schon seit Donnerstag Mittag einfach nur noch genervt und würde am liebsten wieder nach Hause fahren.
Heute geht es zum Glück wieder zurück.
Du hast da einges, was es noch für dich aufzuarbeiten gibt. Nach und nach- Stück für Stück. Auch die Ablehung, die dir permanent widerfahren ist in deinem Leben, das ist ja unsagbar schrecklich. Es tut mir so leid für dich, dass dir niemand (Familie/Eltern/Verwandte/Lehrer/etc.) die nötigen Kompetenzen im Laufe deiner Entwicklung an die Hand gegeben hat.

Du schreibst, dass dich das alles überfordert. Was absolut verständlich ist. Du musst und kannst nicht von jetzt auf gleich alle Punkte angehen, sondern brauchst tatsächlich eine Art Plan. Und dass du nicht weißt, wo du eigentlich ansetzen sollst, ist auch absolut nachvollziehbar.
Deswegen der Rat, einen Coach oder einen Therapeuten zu suchen. Hier bei gilt, dass die Krankenkasse es unterstützt, dass man erstmal ein paar "Kennenlern-Termine" hat und zwischen Therapeut und Klient die Chemie stimmen muss. Wenn dem nicht so ist, sucht man weiter. Ist das passende Gegenüber gefunden, fängt eigentlich erst die Therapie an.
Ohne dich demotivieren zu wollen, du siehst ja selbst, wie viel du aufzuarbeiten hast. Allein die Tatsache, dass du immer einsam warst oder allein, also ein Einzelgänger und es dir schwer fällt, ins kommunikative Leben zu starten, ist eine Baustelle. Was auch immer dich in deiner Kindheit verletzt hat, was dir das Urvertrauen in das schöne Leben genommen hat, du hast eine reale Chance es zu ändern. Mit einem guten Therapeuten oder einem guten Coach, der dir einen Plan erstellt, der mit dir Stück für Stück, Schritt für Schritt voran geht und dich unterstützt. Was du schreibst finde ich unfassbar traurig und so schade. Deswegen: geh es an! Ändere es. Hol dir Hilfe - und gibt nicht auf. Sich "Sozialkompetenz" im Erwachsenenalter zu erarbeiten ist nicht einfach, aber möglich. Leider haben es deine Erziehungsberechtigten nicht geschafft, dir diese Kompetenz spielerisch im Kindesalter beizubringen. Was auch immer du als Kind erlebt hast (vielleicht auch inzwischen verdrängt wurde) - es kann sein, dass du vernachlässigt worden bist, oder überbehütet, zu stark kontrolliert und sanktioniert wurdest, die Erwartungen an dich unerfüllbar waren oder du permanent doppeldeutigen Botschaften ausgesetzt warst, dir zu wenig Liebe und Fürsorge entgegengebracht wurde oder oder oder... Das muss dann mit dem Therapeuten oder einer Therapeutin geklärt werden. Meist ist es bei mangelnder Sozialkompetenz so, dass die Eltern ihr(e) Kind(er) zu stark vernachlässig haben. Zu wenig mit ihnen geredet/verhandelt/diskutiert/gespielt haben. Damit oft auch einhergehend, hat das Kind keine vertrauensvolle Bezugebene, an die es sich weden kann bei Problemen und Sorgen. Es bleibt damit allein. Hat aber aus entwicklungstechnischen Gründen gar keine Strategien an der Hand, wie es damit umgehen kann.
Sei mutig und geh es neu an. Mach einen Termin bei deinem Hausarzt oder einem Arzt zu dem du Vertrauen hast und/oder ruf Mal deine Krankenkasse an und lass dich beraten, welche Möglichkeiten sie dir anbieten können.
Überleg dir vorher, wie genau du formulierst, dass du psychologische Unterstützung benötigst (der Partnerschaftswunsch allein wird wohl nicht ausreichen).
Ich wünsche dir viel Mut und dass du die Hoffnung nicht aufgibst.

Edit: Du könntest auch unter der Rubrik "Expertenrat" hier im Forum noch mal schreiben, dann wird der Psychologe @Markus Ernst sicherlich auch noch mal auf dein Thema eingehen. Außerdem ist der Expertenrat moderiert und die Beiträge der Foristen erst nach Durchsicht freigeschaltet. Markus Ernst ist Psychologe und auch u.a. für PS tätig.
http://markusernst.com
 
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  • #262
Ich find das ja seltsam, mit diesen ganzen Regeln. Mit der Rede von "date" undso. Wenn ich mit jemandem essen gehe und mich gut verstehe, dann hat das mit Anbahnung von Zusammensein ja erstmal gar nichts zu tun. Das hat es nur, wenn die Situation eindeutig als eine Partnersuchveranstaltung markiert ist. Wenn kein Schild "Hier Partnersuchveranstaltung" auf dem Tisch steht, muß diese Markierung irgendwie implizit sein. Da schwirren dann wie selbstverständlich also eine ganze Menge von Erwartungen und Regeln im Kopf herum. Und die Frau? Der müssen entweder bereits ähnliche Erwartungen und Regeln in Kopf herumschwirren. Oder du müßtest ihr kommunzieren, daß und welche Regeln Erwartungen und Regeln dir da im Kopf herumschwirren und sie müßte das dann attraktiv finden.
Verstehe ich überhaupt nicht.
Was meinst du?
 
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  • #264
Woher weist du, dass es sehr wenig Ärzte gibt, die sich auf dem Gebiet Asperger/Autismus auskennen, wenn du bisher nicht weiter was unternommen hast?
Das sind genau die Dinge in der Kommunikation die mir Probleme bereite ...
Ich hatte nie behauptet dass es wenige Ärzte gibt die sich auf dem Gebiet auskennen.
Ich sagte es gibt wenige die Erwachsene Behandeln oder diesen eine Diagnose stellen.

Durch solche kleinen Unschärfen fühle ich mich permanent missverstanden.

Bist du durch die Schule/Ausbildung nicht "aufgefallen" und durch Lehrer/Schulpsychologen beraten worden bzw. hat man mit deinen Eltern damals nicht gesprochen und die auf das Thema Asperger/Autismus hingeweisen?
Nein, das war in den 80er noch nicht so Thema.
Ich hatte meiner Mutter mal davon erzählt. Sie war extrem überrascht und nachdenklich danach. Als wenn es ihr in dem Moment wo ich es sagte selbst erst aufgefallen war.
 
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  • #265
Das sind genau die Dinge in der Kommunikation die mir Probleme bereite ...
Ich hatte nie behauptet dass es wenige Ärzte gibt die sich auf dem Gebiet auskennen.
Ich sagte es gibt wenige die Erwachsene Behandeln oder diesen eine Diagnose stellen.

Durch solche kleinen Unschärfen fühle ich mich permanent missverstanden.

Nein, das war in den 80er noch nicht so Thema.
Ich hatte meiner Mutter mal davon erzählt. Sie war extrem überrascht und nachdenklich danach. Als wenn es ihr in dem Moment wo ich es sagte selbst erst aufgefallen war.
Gut, du hast geschrieben, dass es kaum Ärzte gibt, die bei Erwachsenen Asperger usw. Spielt letztendlich keine Rolle.

Dann frage ich anders, woher willst du so genau wissen, ich formuliere mit deinen Worten "es gibt auch nur sehr sehr wenige Ärzte, die überhaupt bereit sind dies bei Erwachsenen zu untersuchen und zu diagnostizieren.", dass dem wirklich so ist?

Ich möchte dich mit meinen Gedanken anregen, dich selber zu hinterfragen, warum du dir noch nicht ausreichend Hilfe geholt hast, obwohl die es in Deutschland sehr wohl gibt. Es sei denn, du lebst auf der Alm und weit und breit ist keine Stadt.

Das deiner Mutter damals in den 80er nicht aufgefallen ist, dass du ein Problem hast, finde ich unfassbar. Das es aber in der Grundschule bzw. den weiterführenden Schulen, Ausbildung nicht aufgefallen ist, dass ist für mich als ehem. Ost-Deutsche, die in den 70er in die Schule gegangen, unvorstellbar.

Nun, es ist wie es ist. Die Zeiten haben sich geändert, du kannst was tun, viel tun, es gibt das Internet, es gibt sogar inzwischen Beratung/Therapie per Skype und eigentlich müsste dir selber klar sein, da du dich mit dem Thema Autismus/Asperger schon beschäftigt hast, dass die Probleme mit den Frauen, die du hier schilderst allein an deiner verdrehten Gedankenwelt und Kommunikationsstil zu tun hat. Demzufolge deine Form der Kommunikation in einem Singleforum zu keinem Erfolg führen kann.

Julianne hat noch gute Gedanken geschrieben, die ich auch schon im Kopf hatte, mir aber dann doch zu direkt und dir zu Nahe kommend waren.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du dir schnell Hilfe suchst und nicht aufgibst und an gute Stellen triffst und gute Therapeuten findest.
 
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  • #266
Es tut mir so leid für dich, dass dir niemand (Familie/Eltern/Verwandte/Lehrer/etc.) die nötigen Kompetenzen im Laufe deiner Entwicklung an die Hand gegeben hat.
Ich bin oft wütend auf meine Eltern dass sie mir nicht beigebracht haben wie ich mit Mädchen zurecht kommen kann.
Und ich habe immer das Gefühl dass sie bei mir keine große Lust mehr hatten.
Meine Schwester ist 4 Jahre älter.
Ich habe noch mitbekommen wie wir gemeinsam Spiele gespielt haben und weggefahren sind usw.
Meine Schwester hat das alles 4 Jahre länger genießen können als ich.
Bei mir, hatte ich das Gefühl war die Luft raus bei meinen Eltern.

Ich habe aber auch mit 5 schon stundenlang alleine in meinem Zimmer gespielt.
Ich konnte mich ewig alleine beschäftigen.
Mit technischen Dingen, Lego Technik, Elektronik, Computer, usw.
Ich habe mit 9 schon Programmieren gelernt und konnte elektronische Schaltungen bauen.
Es war auch Sinnlos mich ins Bett zu bringen.
Ich habe eh immer noch weiter gemacht.
Ich war schon immer irgendwann alleine ins Bett gegangen wenn ich müde war.

Was auch immer dich in deiner Kindheit verletzt hat, was dir das Urvertrauen in das schöne Leben genommen hat, du hast eine reale Chance es zu ändern.
Ich wüsste eigentlich nichts was das sein könnte.
Ich kann mich an nichts schlimmes erinnern.

Aber man durfte mich z.B. als Kind auch schon nie anfassen.
Nicht mal meine Mutter durfte das.

Aber ich weiß nicht ob ich überhaupt noch Lust habe das alles anzugehen.
Jetzt wo ihr mir das alles so sagt ...
Das dauert ja mindestens noch mal 10 - 20 Jahre.
Da bin ich fast 60.
Was hat das noch für einen Sinn?

Ich hatte mir immer gewünscht als Jugendlicher mit 15 / 16 die erste Freundin (13 - 16) zu finden.
Mit ihr alles entdecken.
Küssen, Sex, allgemein zusammen sein.
Dann irgendwann ausziehen (evtl. dann mit einer anderen Partnerin).
Ausbildung / Studium, Spaß, Party, erste gemeinsame Wohnung, sich etwas aufbauen, Kinder, Haus, ...

So.

Das ist alles unmöglich. Alleine schon weil ich nicht mehr 16 bin.
Ich möchte mich JETZT verlieben.
Bis zum Herbst 2020.
Ansonsten ist es für mich eh alles vorbei. Dann will ich das auch nicht mehr. Weil ich merke dass ich langsam "alt" werde.
Wie der Körper nachlässt.
Und die ganzen Dinge die ich gerne gemeinsam machen würde sind dann irgendwann nicht mehr möglich.
Auch das Fliegen machen uns die ganzen Umwelt-Kasper madig.
Ich kann theoretisch für seeeeehr günstiges Geld Fliegen.
Aber ich habe es bisher kaum genutzt. 2 mal in 20 Jahren.
Weil ich nicht alleine verreisen möchte. Ich will diese Dinge mit jemandem teilen.
Bis ich jemanden gefunden habe ist Fliegen unbezahlbar.
Dann bekomme ich das eine, und das andere wird mir wieder genommen. Und wieder nur, weil ich es nicht rechtzeitig geschafft habe.
Ich habe auch noch nichts für's Alter.
Es ist immer schwer zu glauben, aber als Single sind viele Dinge wirklich extrem teuer.
Wenn ich sehe was Paare übrig haben sobald sie sich eine Wohnung teilen ... Um mich herum kaufen alle Häuse oder bauen. Und die sind jünger und verdienen auch nicht mehr als ich.
Ich habe meine Wohnung und 4000,- Puffer. Mehr nicht.
Und ich verdiene schon recht gut (zwischen 75.000 und 50.000).

Wenn es jetzt nicht bald klappt, da bin ich ganz ehrlich, dann will ich nicht mehr leben.
Weil es für mich dann nur noch ein Warten auf den Tod ist.
Und 30 Jahre Wartezeit sind verdammt lang.

Ich denke immer noch an verschiedene Momente mit meinen Kumpels damals aus der Schule.
Kommt mir vor wie gestern.
Ich habe das Gefühl ich könnte jetzt raus gehen und mich mit ihnen im Park treffen, wie damals, und gemeinsam 'n Bier trinken und quatschen.

Ich war ja auch nicht immer so alleine.
Ich hatte so etwas wie Freunde (ob es echte Freunde waren weiß ich nur leider nicht). Und ich war immer in den Cliquen der "Coolen-Kids".
Und zwischen 18 und 32 war ich praktisch jedes Wochenende in den Discotheken der Umgebung unterwegs. Die Gebäude gibt es noch nicht mal mehr.
Die Jugendlichen von heute können sich gar nicht mehr vorstellen wie es war damals in eine Großraum-Discothek zu kommen und das Gefühl zu haben man befindet sich in einem gelandeten UFO.
Oder damals die Love-Parade in Berlin mit knapp 2 Mio. Menschen.

Kein Terror, keine Sorgen, alles was perfekt.

Aber ich habe trotzdem nie jemanden kennengelernt.
Und fühlte mich trotz Freunden immer irgendwie isoliert und oft habe ich auch scheinbar wesentliche Dinge nicht mitbekommen.
Wer mit wem zusammen war oder im Bett gewesen ist ...
Viele Dinge wurden mir dann erst 10 - 15 Jahre später erzählt.
"Was ??? Das wusstest du nicht?"
Da waren Mädchen dabei die offenbar mit jedem aus unserer Clique im Bett waren. Nur mit mir nicht. Ich hatte nicht mal davon gewusst, während alle anderen Bescheid wussten.

Vielleicht wäre es gut gewesen wenn ich das damals auch erlebt hätte...

Sei mutig und geh es neu an. Mach einen Termin bei deinem Hausarzt oder einem Arzt zu dem du Vertrauen hast und/oder ruf Mal deine Krankenkasse an und lass dich beraten, welche Möglichkeiten sie dir anbieten können.
Überleg dir vorher, wie genau du formulierst, dass du psychologische Unterstützung benötigst (der Partnerschaftswunsch allein wird wohl nicht ausreichen).
Ich wünsche dir viel Mut und dass du die Hoffnung nicht aufgibst.
Ich muss mir überhaupt erst mal einen Hausarzt suchen.
Krankenkasse ... Keine Ahnung wo ich da anrufen sollte.
Und was sage ich da am Telefon? Keine Ahnung.
Ich bräuchte dafür bereits jemanden der mir hilft.
 
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  • #270
Dann frage ich anders, woher willst du so genau wissen, ich formuliere mit deinen Worten "es gibt auch nur sehr sehr wenige Ärzte, die überhaupt bereit sind dies bei Erwachsenen zu untersuchen und zu diagnostizieren.", dass dem wirklich so ist?
Sieht man überall im Internet bei den entsprechenden Ärzten dass sie sich ausschließlich als Kinder und Jugendärzte verstehen und dass eine Diagnose bei Erwachsenen auch nicht mehr hilfreich ist.
Nun, es ist wie es ist. Die Zeiten haben sich geändert, du kannst was tun, viel tun, es gibt das Internet, es gibt sogar inzwischen Beratung/Therapie per Skype
Nicht in Deutschland.
Das ist nach wie vor nicht erlaubt.

Meine Erfahrungen mit Ärzten sind allgemein sehr schlecht.

Sie hören nicht zu, schauen einen nicht an, sondern nur auf ihren Bildschirm, schreiben einen pauschal krank (viel zu schnell und zu lasten der übrigen "ehrlichen" Arbeitnehmer), Termine sind hier teilweise nur 3 - 6 Monate im Voraus zu bekommen.
Und selbst mit Termin wartet man 3 Stunden im Wartezimmer.
Da habe ich keine Lust drauf.
Ich gehe kaum zu Ärzten.
Ich wüsste auch gar nicht was ich dem dann sagen sollte.
Ich müsste dem erst alles erzählen was hier im Thread steht.
Solche Dinge kann ich nicht in einem Satz auf den Punkt bringen.
Und wenn er dann eine Frage stellt auf die ich keine Antwort weiß?

Ich habe schon ähnliche Gespräche geführt und wurde abgespeist, weil ich da auch nicht so gut kommunizieren kann wie beim Flirten.
Ich bekomme dann ein komplett anderes Ergebnis als das was ich wollte.

Ich glaube ich lasse das lieber alles.
Es überfordert mich alles.
Am liebsten würde ich irgendwo in Russland oder Finnland ganz weit draußen in der Natur leben.
Ohne ALLES.
Nur Wald um mich herum.
Und dann ist alles um das ich mich kümmern muss, Holz hacken für den Winter und Jagen für ausreichend Nahrung.

Oder ein Leben wie bei den Amish-People (bloß ohne den Religions-Kram). Auch das ganze drumherum hier bei uns macht mich irgendwie zunehmend verrückt.
Und 90% dessen was wir hier so alles machen und tun dient nur dazu dass wir dieses Leben so wie wir es leben überhaupt leben können.
Wenn ich 40% meines Gehalt für eine Wohnung aufwende, die ich nur deswegen habe, damit ich dicht genug bei meiner Arbeit wohne, die ich brauche um eben diese Wohnung zu finanzieren ...
Dann geht der Rest für Life-Style drauf den man "braucht" um an der Gesellschaft teilnehmen zu können.
Und obendrauf werden die Menschen in den Ballungsräumen immer unfreundlicher und aggressiver.

Ich habe ein kaum genutztes Auto für knapp 40.000,- im Keller, dass ich seit 5 Jahren habe und nur für 3000km im Jahr nutze.
Weil ich es nicht mehr ertrage Auto zu fahren und die aggressiven Menschen um mich herum zu tolerieren.
Die zu schnell fahren, einen in den Graben drängen, zu dicht auffahren, nicht blinken, einem die Vorfahrt nehmen, usw.
Als Radfahrer bin ich auch schon über den Haufen gefahren worden.
Und als Fußgänger schon mehrfach.

Ich brauche jemanden der mir dafür Kraft gibt.
Wenn ich weiß dass da jemand ist für den ich abends wieder Gesund nach Hause kommen muss.
Und der mir dann sagt, dass das alles da draußen nicht so schlimm ist, solange man zusammen ist.

Aber so jemanden habe ich nicht.