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  • #1

Pech mit Kontakten (?)

Es gibt sicherlich haufenweise Einträge wie diesen, aber ich würde trotzdem mal ein Problem in den Raum stellen. Ich habe so langsam den Eindruck, dass ich mit meinen Bekanntschaften grundsätzlich Pech habe, und so langsam nervt es ziemlich.
Eine Partnerin zu finden war für mich schon in meiner Teenagerzeit sehr wichtig. Ich war immer mal wieder verliebt, bin aber grundsätzlich abgewiesen worden. Eine Mitschülerin wollte in der Oberstufe unbedingt mit mir befreundet sein, und wir bildeten schnell einen guten Freundeskreis, der sich oft traf. Auch die Mitschülerin und ich hatten viele sehr lange Gespräche und verstanden uns gut. Irgendwann sagte ich ihr, dass ich sie mag, aber sie offenbarte mir, dass sie sich in meinen besten Freund, der auch in der Gruppe war, verliebt hatte (später erfuhr ich, dass sie den Freundeskreis von Anfang an aufbauen wollte, um dem Freund näher zu kommen).
Eine andere Schulfreundin, mit der ich mich sehr gut verstand, offenbarte mir irgendwann wie nebensächlich, dass sie am Wochenende auf einer Party einen Jungen kennen gelernt hatte, mit dem sie bis zum Morgen gesprochen hatte und am Ende mit ihm geweint habe, weil er eine Freundin hatte und nun gemerkt hatte, dass er eigentlich sie lieben würde. Die beiden waren dann eine Woche später zusammen.
Im Studium hatte ich eine Kommilitonin, die ich sehr mochte, und sie wusste das auch. Aber sie sah mich mehr als Freund, obwohl sie immer eifersüchtig wurde, wenn ich anfing, mich für andere zu interessieren. Irgendwann traf ich sie im Treppenhaus eines Uni-Gebäudes. Sie lief Arm in Arm mit einem Studenten herum, den sie vor wenigen Tagen kennen gelernt und sich sofort verliebt hatte.
Im Studium hatte ich auch einen Freundeskreis, in dem meine erste und bisher einzige Freundin war. Die gesamte Story ist komplizierter, aber unter'm Strich war ich zufällig greifbar, als sie einen neuen Freund brauchte, und obwohl ich wusste, dass ich ihr dritter Freund in diesem Jahr war, ließ ich mich darauf ein und versuchte, ein guter Freund zu sein. Sie war aber nicht konfliktfähig und keineswegs beziehungsfähig, ließ ihre Launen an mir aus und zeigte keinerlei Verständnis wenn ich dann irgendwann einmal auch schlecht gelaunt war. Die ganze Beziehung hielt kaum ein halbes Jahr, bis ich, um nicht einzugehen, ein Gespräch mit ihr führte, das mit ihrer Äußerung endete, dass sie kein Interesse daran hat, mich zu verstehen oder mich sie verstehen zu lassen, sondern nur wollte, dass ich mich für sie ändere.
Das hat mir für vier Jahre das Interesse an Beziehungen gänzlich genommen. Im Referendariat hatte ich eine Kollegin, mit der ich, weil wir zusammen durch eine harte Ausbildung gingen, gut befreundet war. Wir gingen mehrfach essen (sie ließ sich von mir einladen), ich half ihr beim Umzug, und als ihr Auto geklaut wurde bot ich ihr an, sie von der Arbeit nach Hause zu fahren, was ein gewaltiger Umweg war. Letztlich stellte sich heraus, dass sie einen Freund hatte. Sie hatte sich dann bei mir entschuldigt, weil sie wusste, dass ich mich für sie interessiert hatte, mir aber auch gesagt, dass sie mich nie angeleitet oder falsche Hoffnungen gemacht habe.
Nochmal vier Jahre später habe ich nun überlegt, ob ich vielleicht jemanden auf einem Dating-Portal kennen lernen könnte. Bislang ist das aber ein sehr ernüchterndes Erlebnis. Die meisten Profile, die ich sehe, sind überhaupt nicht informativ, und wenn ich jemanden anspreche oder sogar angesprochen werde bekomme ich ganz schnell den Eindruck, dass ich das Gespräch mit aller Kraft am Leben erhalten muss, weil die Gesprächspartnerin nur Konversationskiller hervorbringt. Zweimal habe ich trotzdem eine nette Frau getroffen, einmal auf Parship, einmal auf xxxxx. Die Begegnung auf Parship war kurz und seltsam. Sie sprach mich auf einen Tanzkurs an, den ich gerne mal belegen wollte, wir suchten uns etwas heraus, buchten den Kurs und trafen uns zwei Mal zu diesem Kurs. Wir verstanden uns sehr gut, aber dann kam eine Nachricht von ihr, sie habe einen Mann kennen gelernt, mit dem sie nun zusammen sei, und er sei sehr eifersüchtig und wolle nicht, dass sie weiter mit mir tanzt. Die Nachricht kam zwei Tage nach dem letzten Treffen, deswegen vermute ich, dass es entweder ein Vorwand war, mir nicht ins Gesicht zu sagen, dass sie das Interesse verloren hatte, oder so ein Fall wie bei der einen Schulfreundin.Jetzt habe ich eine sehr interessante Person kennen gelernt, mit der ich ganze Bücher voller Gespräche geführt habe und mit der ich seit einer Woche verabredet bin, um uns am nächsten Samstag persönlich zu begegnen. Aber seit drei Tagen fängt auch sie an, nur noch Konversationskiller zu benutzen, obwohl unser Austausch immer noch freundlich ist. Ich rechne inzwischen damit, dass sie das Treffen irgendwann absagen wird. Bis dahin muss ich jetzt überlegen, wie ich mich verhalte...
 
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  • #2
Philister, was erwartest Du hier im Forum? Dass wir Dir ein wenig die Seele streicheln? Und Dir bestätigen, dass immer die Frauen Schuld sind/waren?

Irgendetwas muss es ja auch mit Dir zu tun haben, wenn es nie klappen will. Vielleicht gehst Du zu unsicher / zögerlich auf die Frauen zu? Das kann ganz schnell ganz langweilig sein. Weil möglicher Weise der Eindruck entsteht, dass Dein Interesse nicht sehr groß ist (auch wenn das falsch sein mag).

Wenn Du im RL jemanden kennenlernst, wäre es schon angebracht, zu fragen, ob diejenige schon vergeben ist (wie bei der Referendarin). Du machst und tust - und sie hat bereits einen Freund.

Sich allerdings mit einem neuen Kontakt gleich beim Tanzkurs anzumelden, nimmt schon sehr viel vorweg - nämlich, dass man sich gut verstehen wird und daraus minimal eine Freundschaft entsteht. Wie Du siehst, wurde es nix. Zuviel ist eben auch nicht gut - zumal, wenn man sich noch gar nicht kennt.
 
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  • #3
Wenn einem die Schei.ße bis zum Hals steht, sollte man den Kopf nicht hängen lassen. :)
 
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  • #4
Interessantes Thema, was könnten die Frauen an Dir finden in Zukunft?
 
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  • #5
Sorry aber liegt an einem selber, lass den Kopf nicht hängen
 
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Marlene

  • #6
Warte mal ab, Philister, manchmal braucht man zwischen Büchern voller Gespräche auch Luft, kann auch anstrengend sein, und hält den Kontakt wenigstens mit "Konservationskillern" aufrecht. Immerhin. Du kommst sehr schreibfreudig und ausdrucksfähig rüber, vielleicht ist das auf der anderen Seite nicht ganz so angesiedelt. Freue Dich einfach auf das Treffen und schreibe jetzt nicht mehr so viel.
 
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  • #7
Ich vermute, Du bietest sehr häufig nur den Freund an. So entsteht kein weiteres Interesse an Dir. Das gilt auch für Frauen. Es klingt vielleicht bescheuert, ist aber so. Tiefe Beziehungen haben auch etwas Archaisches und Irrationales und beziehen Attraktion und Faszination daraus. So hat es mehr Ganzheit.
 
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Marlene

  • #8
Zitat von chiller7;n263146 Tiefe Beziehungen haben auch etwas Archaisches und Irrationales und beziehen Attraktion und Faszination daraus. So hat es mehr Ganzheit.[/QUOTE:
Über diesen Satz kann ich lange nachdenken - das Archaische in einer Beziehung - was meinst Du damit, chiller? So eine tiefe Verwurzelung des Einen im Anderen? Oder - das Gespür der gleichen Wurzel?
 
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  • #9
Denke ganz einfach mal nicht in Beziehungen, sondern in Affären und Verhältnissen. So fängt es nämlich im RL an.
Und wenn schon schriftlich kein vernünftiger Dialog zustande kommt - wie soll es dann im RL gehen?
Ebenso solltest Du berücksichtigen, dass mit der EDV und dem Netz auf fürchterlichem Kriegsfuß stehen - und es zumindest im Privatleben eher anders nutzen als Männer.
In den Singlebörsen gibt es einen enormen Männerüberschuß! Deshalb ist auch der Ton dort sehr rau. Die Koversation ist deshalb auch oft so anstrengend, weil das Gegenüber noch mit diversen anderen schreibt.

Ein paar Empfehlungen hätte ich auch für Dich: geh dorthin, wo es Frauenüberschuss gibt. Da fallen mir gleich zwei Kristallisationspunkte ein:

1. Yoga
2. Chor

und wie gesagt: In Verhältnissen und Affären denken! Dann die die Fallhöhe nicht so groß. Achte genau drauf, WEM Du wann und überhaupt Dein Herz bei virtuellen Kontakten öffnest! Das ist wichtig für Deine eigene Psychohygiene.
Singlebörsen sind eben für viele bitterer Ernst und kein Spaß. Ein lockeres Kennenlernen, wie im RL ist da nicht möglich.
 
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Marlene

  • #10
Ich finde das mit der Psychohygenie interessant. Ich war bis jetzt der Meinung, dass es auf die Dauer gesünder und im Endeffekt dann "hygienischer" ist, auch mit "Dreck" in Berührung zu kommen. Im übertragenen Sinne. Also, hier jetzt: über das zu schreiben, was einem am Herzen liegt und so schreibt der Andere dann nämlich auch zurück, habe ich festgestellt. Die sind nämlich alle gar nicht so berechnend hier, die sind ziemlich sich selbst und das erfährt man aber nur, wenn man sich auch darauf einlässt.
 
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  • #11
Zitat von Marlene:
Ich finde das mit der Psychohygenie interessant. Ich war bis jetzt der Meinung, dass es auf die Dauer gesünder und im Endeffekt dann "hygienischer" ist, auch mit "Dreck" in Berührung zu kommen. Im übertragenen Sinne. Also, hier jetzt: über das zu schreiben, was einem am Herzen liegt und so schreibt der Andere dann nämlich auch zurück, habe ich festgestellt. Die sind nämlich alle gar nicht so berechnend hier, die sind ziemlich sich selbst und das erfährt man aber nur, wenn man sich auch darauf einlässt.
Mein Erleben ist, dass die allermeisten Frauen mehr oder weniger bewusst, oft auch unbewusst, sehr berechnend sind. Das hat etwas mit tradierten Denkweisen zu tun. Ich kenne es aus meinem familiären und berfuflichen Umfeld und auch aus der Nachbarschaft nur so, dass Frau sofort sich trennt und die Scheidung einreicht, wenn der Mann z.B. schwer erkrankt. Ist mir auch so ergangen. Hier finde ich dann solche Haltungsweisen auch wieder.
Sicherlich sind nicht alle Frauen so - aber die, die nicht so sind, sind in der Regel keine Singles.
 
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  • #12
Zitat von zauberer:
Sicherlich sind nicht alle Frauen so - aber die, die nicht so sind, sind in der Regel keine Singles.
Quatsch, es gibt KEINE Ausnahmen.
Frauen sind berechnend, schlimmer gehts nicht.....
Und die, die keine Singles sind, warten nur drauf, dass der Partner endlich krank wird (oder ähnliches), um sich trennen zu können!!!

Zum Glück gibt es ja die Männer - die retten die Menschheit, haben nur gute Eigenschaften - ohne Ausnahme....
 
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  • #13
Zitat von zauberer:
Mein Erleben ist, dass die allermeisten Frauen mehr oder weniger bewusst, oft auch unbewusst, sehr berechnend sind. Das hat etwas mit tradierten Denkweisen zu tun. Ich kenne es aus meinem familiären und berfuflichen Umfeld und auch aus der Nachbarschaft nur so, dass Frau sofort sich trennt und die Scheidung einreicht, wenn der Mann z.B. schwer erkrankt. Ist mir auch so ergangen. Hier finde ich dann solche Haltungsweisen auch wieder.
Sicherlich sind nicht alle Frauen so - aber die, die nicht so sind, sind in der Regel keine Singles.

Du hast ja ein stimmiges Frauenbild..und DU bist auf Suche? Warum das?
 
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  • #14
Zitat von zauberer:
Mein Erleben ist, dass die allermeisten Frauen mehr oder weniger bewusst, oft auch unbewusst, sehr berechnend sind. Das hat etwas mit tradierten Denkweisen zu tun. Ich kenne es aus meinem familiären und berfuflichen Umfeld und auch aus der Nachbarschaft nur so, dass Frau sofort sich trennt und die Scheidung einreicht, wenn der Mann z.B. schwer erkrankt. Ist mir auch so ergangen. Hier finde ich dann solche Haltungsweisen auch wieder.
Sicherlich sind nicht alle Frauen so - aber die, die nicht so sind, sind in der Regel keine Singles.
Wie oft hast du das denn erlebt? Ich noch nie und habe auch noch nie über sowas im Umfeld gehört.
Aber wenn du das so oft erlebst, gibt es denn auch den umgekehrten Fall? Frau wird krank und Mann läßt sie sitzen?
 
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  • #15
Zitat von Nolita:
Wie oft hast du das denn erlebt? Ich noch nie und habe auch noch nie über sowas im Umfeld gehört.
Aber wenn du das so oft erlebst, gibt es denn auch den umgekehrten Fall? Frau wird krank und Mann läßt sie sitzen?

Ich schätze, Letzteres ist weitaus häufiger..
 
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  • #16
Zitat von Nolita:
Wie oft hast du das denn erlebt? Ich noch nie und habe auch noch nie über sowas im Umfeld gehört.
Aber wenn du das so oft erlebst, gibt es denn auch den umgekehrten Fall? Frau wird krank und Mann läßt sie sitzen?
Ich habe mehrere Kollegen und Bekannte, die ihre erkrankten Frauen pflegen bzw. gepflegt haben. Die sind nicht gleich weggelaufen. Den umgekehrten Fall habe ich zur Genüge erlebt. Auch in der Reha nach einem Unfall, den ich vor einigen Jahren hatte. Und zwar nicht nur bei mir selbst. Mein Ex hat einen Krankenhaushalt als Gelegenheit genutzt. Als die Diagnose da war - es hieß auch erst einmal, mit mir würde das nichts mehr mit der Arbeite, ich würde dauerverrentet - war sie inklusive unsere Sohns weg. Den habe ich erst wieder treffen können, als er 18 war.
 
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  • #17
Zitat von zauberer:
3. Line Dance :))

Zitat von Marlene:
Ich finde das mit der Psychohygenie interessant. Ich war bis jetzt der Meinung, dass es auf die Dauer gesünder und im Endeffekt dann "hygienischer" ist, auch mit "Dreck" in Berührung zu kommen. Im übertragenen Sinne. Also, hier jetzt: über das zu schreiben, was einem am Herzen liegt und so schreibt der Andere dann nämlich auch zurück, habe ich festgestellt. Die sind nämlich alle gar nicht so berechnend hier, die sind ziemlich sich selbst und das erfährt man aber nur, wenn man sich auch darauf einlässt.
Sehr guter Beitrag.
 
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  • #18
Zitat von zauberer:
Ich habe mehrere Kollegen und Bekannte, die ihre erkrankten Frauen pflegen bzw. gepflegt haben. Die sind nicht gleich weggelaufen. Den umgekehrten Fall habe ich zur Genüge erlebt. Auch in der Reha nach einem Unfall, den ich vor einigen Jahren hatte. Und zwar nicht nur bei mir selbst. Mein Ex hat einen Krankenhaushalt als Gelegenheit genutzt. Als die Diagnose da war - es hieß auch erst einmal, mit mir würde das nichts mehr mit der Arbeite, ich würde dauerverrentet - war sie inklusive unsere Sohns weg. Den habe ich erst wieder treffen können, als er 18 war.
Ein Klassenkamerad von mir mußte eine Niere entfernt werden, darauf hin hat sich seine Verlobte von ihm getrennt mit der Begründung. Sie müsste ja das ganze Leben mit ihm verbringen und mit einer Niere bestünde die Gefahr, dass er kränkeln würde. Da war wohl keine Liebe sondern Berechnung im Spiel.
Mir selbst ist es auch paasiert. Ich war damals schon chronisch krank, aber meine gesundheitliche Situation sah aus als würde eine Besserung eintreten. Als das nicht schnell genug wie erhofft eintrat, war auch ihre Liebe beendet und ich wurde auch noch immer wieder beschuldigt, sie bezüglich meiner Gesundheit absichtlich hinters Licht geführt zu haben. Wir waren danach zwar noch befreundet, ich hatte massive Verlustängste, aber ich hatte den Eindruck, dass sie mich nicht so ganz für voll nahm. So nach dem Motto: Wer körperlich gehandicaped ist, hat zwangsläufig auch einen an der Klatsche.
Ich weiß von keinem Mann der seine Frau wegen einer Mammaamputation verlassen hätte. Allerdings sagt,mir meine Erfahrung, daß die Gschlechter sich in ihrer Ethik nicht groß unterscheiden.
 
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  • #20
Das ist ein sehr schöner Beitrag von Philister. Das kommt mir alles sehr bekannt vor, da es mir jahrelang genauso erging. Mir fällt allerdings in Philisters Beitrag auf, wie oft Wörter wie Freund, Freundeskreis oder befreundet fallen. Ich glaube das ist hier der Knackpunkt. Ich war selber fast mein ganzes Leben davon überzeugt, dass Liebe aus Freundschaft entsteht. Nach meinem früheren Denken geht dem Verlieben eine längere Freundschaft vorraus. Hat man also Interesse an einer Frau, so ist die beste Strategie erstmal eine Freundschaft mit ihr und ihrem Freundeskreis aufzubauen, so schafft man die nötige Nähe und der Rest wird sich dann vielleicht ergeben.
Heute weiss ich dass dem nicht so ist. Mit jemandem befreundet sein oder eine Beziehung führen, sind zwei grundlegend verschiedene Dinge. Immer wenn man eine neue Person, die als potentielle(r) Partner(in) in Frage kommt, in seinem Leben kennenlernt, steht man vor eine Weggabelung. Es gibt dann drei Möglichkeiten. Jeder kann z.B. seinen eigenen Weg gehen. Beschließt man gemeinsam einen Weg zu gehen, gibt es zwei, den der Freundschaft und den der Beziehung. Hat man sich nun für Freundschaft entschieden, gibt es keinen Weg mehr in die Beziehung. Man müsste zurück zu dieser Gabelung also die Zeit zurückdrehen und das geht nicht. Ist der Weg der Freundschaft betreten worden, gibt es keinen Weg in die Beziehung und umgekehrt wird es auch nicht klappen.
Hat man sich z.B. in die neue Kollegin verkuckt und führt ein freundschaftliches Miteinander, träumt von einer Beziehung, das Kennelernen liegt bereits einige Monate zurück, dann ist ein Verlieben sehr unwahrscheinlich.

@Philister
Um dir einen Tipp für Dates mit auf den Weg zu geben, versuche nicht krampfhaft eine Freundschaft aufzubauen. Die Dame will sich verlieben und ist nicht auf der Suche nach einer männlichen besten Freundin. Verhalte dich auch nicht so als hättest du eine Personalcheffin vor dir die du überzeugen mußt, dass du der Richtige für die freie Stelle bist.
Wenn die Dame dir gefällt, schaue ihr in die Augen und stelle dir einfach vor wie du sie küsst und dabei innig umarmst. NICHT gleich machen nur Denken! Deine Körpersprache wird sich dadurch entscheidend ändern und es wird dann auch nicht mehr zu "Konversationskillern" kommen.
 
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  • #21
@ Zauberer und Dominicus: Ich will den Wahrheitsgehalt eurer Geschichten nicht diskutieren, aber der Plural von Anekdote ist nicht Tatsache.

Hier mal Daten (!) zur Hilfsbereitschaft von Männern verglichen mit Frauen am Beispiel von Nierenlebendspenden (Schweiz und USA, Deutschland habe ich nicht gefunden):

http://www.lebendspende.ch/de/register_sol_dhr_statistik_nierenspenden.php
https://www.kidney.org/news/newsroom/factsheets/Organ-Donation-and-Transplantation-Stats

Wie man sieht, gibt es WEIT mehr lebende Frauen, die eine Niere spenden, als Männer. Besonders interessant ist auch, dass bei den Schweizer Daten nach Geschlecht getrennt aufgeführt ist, wem die Niere gespendet wurde. Und – Überraschung – mehr als doppelt so viele Frauen haben ihren Männern eine Niere gespendet, als umgekehrt.

DAS sind Tatsachen. Daran ändern auch zwei Männer, die mit immer wilderen Geschichten auf den Putz hauen, wie furchtbar selbstsüchtig Frauen im Vergleich mit Männern doch sind, nichts.
 
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  • #22
Zitat von Laou:
@ Zauberer und Dominicus: Ich will den Wahrheitsgehalt eurer Geschichten nicht diskutieren, aber der Plural von Anekdote ist nicht Tatsache....
Und auch die Fakten sagen nichts über einen einzelnen, nur weil er Mann oder sie Frau ist, ob tot oder lebendig - finde ich :p
Können wir uns nicht darauf einigen, dass Menschen furchtbar selbstsüchtig im Vergleich mit anderen Menschen sind? Oder so ähnlich :D
 
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  • #23
Seit wann geht es hier um "Fakten", es geht um diese forumsspezifische Kombination von Erfahrung und Meinung und Selbstwertimperativ. Also: man selbst ist toll, sagt einem der Imperativ, und wenn also irgendwas nicht klappt, liegt das dann halt daran, daß der andere schlecht ist. Das ist die Erfahrung und daraus bildet man seine Meinung: die anderen (also die vom anderen Geschlechte) sind schlecht.
Wenn jemand diese "Schlußkette" nicht so toll findet, dann wird empört reagiert, man habe ja seine Erfahrungen und man dürfe ja wohl eine Meinung haben und jede Meinung sei gleich wertig.

Und nun ist das Spiel, das für das Forum noch lebenswichtiger zu sein scheint als eine Niere für einen Menschen, eben beim Auszählen von Spendernieren angekommen.
Zu den Fakten gehört natürlich auch, daß Männer einen deutlichen höheren Bedarf an Spendernieren haben. Und Männer im Schnitt noch immer zu höherem Anteil fürs Paar- und Familieneinkommen aufkommen und die Erhaltung der Arbeitskraft ökonomisch natürlich sinnvoll ist. Beides zusammengenommen mag vielleicht die unterschiedlichen Spenderzahlen erklären.
Damit will ich natürlich niemand das lebensnotwendige Frau-gegen-Mann-Mann-gegen-Frau-Thema nehmen. Ein bißchen wundert mich übrigens schon, daß hier überhaupt Spenderzahlen positiv gesehen werden. Eine Konstante ist hier doch eher der Aufruf zum Egoismus. Also so: tue nichts deinem Partner zuliebe. Und wer seinem Partner zuliebe sich nicht mal die Haare färben soll, der darf ihm zuliebe ja wohl auch keine Niere spenden. Stattdessen eben: heirate dich selbst und tu dir selbst was gutes, indem du deiner linken Seite deine rechte Niere spendierst!
 
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  • #24
Ich habe mich am Ende meines posts durchaus relativierend über das geschlechtsspezifische Verhalten geäussert, aber im feministischen Rausch überliest man schon mal, was nicht ins Weltbild passt. :)
Ist anderen ebenfalls aufgefallen, dass in letzter Zeit zunehmend neue, alte Foristen unterwegs sind?
 
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  • #25
Zitat von Heike:
Zu den Fakten gehört natürlich auch, daß Männer einen deutlichen höheren Bedarf an Spendernieren haben. Und Männer im Schnitt noch immer zu höherem Anteil fürs Paar- und Familieneinkommen aufkommen und die Erhaltung der Arbeitskraft ökonomisch natürlich sinnvoll ist.
Es wird in unserer Gesellschaft von Männern ganz schlicht und ergreifend erwartet, dass sie den höheren Anteil vom Paar- und Familieneinkommen bringen. Ist das auf Grund gesundheitlicher Einschränkungen nicht der Fall, gibt es mehr oder weniger großen Erklärungsbedarf. Und das steckt halt tief in vielen Köpfen noch drin, auch wenn nach vorne raus etwas anderes gesagt wird.
 
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  • #26
Zitat von Laou:
@ Zauberer und Dominicus: Ich will den Wahrheitsgehalt eurer Geschichten nicht diskutieren, aber der Plural von Anekdote ist nicht Tatsache.

Hier mal Daten (!) zur Hilfsbereitschaft von Männern verglichen mit Frauen am Beispiel von Nierenlebendspenden (Schweiz und USA, Deutschland habe ich nicht gefunden):

http://www.lebendspende.ch/de/register_sol_dhr_statistik_nierenspenden.php
https://www.kidney.org/news/newsroom/factsheets/Organ-Donation-and-Transplantation-Stats

Wie man sieht, gibt es WEIT mehr lebende Frauen, die eine Niere spenden, als Männer. Besonders interessant ist auch, dass bei den Schweizer Daten nach Geschlecht getrennt aufgeführt ist, wem die Niere gespendet wurde. Und – Überraschung – mehr als doppelt so viele Frauen haben ihren Männern eine Niere gespendet, als umgekehrt.

DAS sind Tatsachen. Daran ändern auch zwei Männer, die mit immer wilderen Geschichten auf den Putz hauen, wie furchtbar selbstsüchtig Frauen im Vergleich mit Männern doch sind, nichts.
Wahr ist auch: es sind die Frauen, die mehrheitlich die Scheidung einreichen. Bis vor gut 10 Jahren konnte man da auch noch richtig Kasse machen. Es hat seinen Grund, warum das Unterhaltsrecht so deutlich verschärft worden ist - auch wenn das in manchen Fällen die Falschen getroffen hat. Aber damit wurde nun einmal über viele Jahre richtig Missbrauch betrieben.
Zu meiner Zeit gab es im Studium den Spruch, die Frau, die im dritten Semester noch nicht den Doktor hätte, müsste ihn selber machen.
 
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  • #27
@Zauberer, ja die Welt ist schlecht - und am schlechtesten sind die Frauen.
Heike schrieb weiter oben: "heirate dich selbst und tu dir selbst was gutes"..... Geht bestimmt auch ohne Nierenspende.

Wenn Du dann noch bewirkst, dass viele Frauenberufe besser bezahlt (z. B. in der Altenpflege / Dienstleistungsgewerbe) und durchs Kinderkriegen nicht finanziell benachteiligt werden, läuft demnächst alles prima.....
 
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Marlene

  • #28
Zitat von zauberer:
Wahr ist auch: es sind die Frauen, die mehrheitlich die Scheidung einreichen.
Du hast das "warum" vergessen. Das ist nämlich ganz einfach zu erklären: Männer profitieren immer noch mehr innerhalb einer Ehe und irgendwann zieht die Frau dann die Konsequenzen. Ohne Trauschein ist die Statistik bez. "wer" sich trennt, nämlich 50/50.
 
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  • #29
Zitat von lisalustig:
Wenn Du dann noch bewirkst, dass viele Frauenberufe besser bezahlt (z. B. in der Altenpflege / Dienstleistungsgewerbe) und durchs Kinderkriegen nicht finanziell benachteiligt werden, läuft demnächst alles prima.....
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - da bin ich ganz bei Dir.
 
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  • #30
Zitat von Marlene:
Du hast das "warum" vergessen. Das ist nämlich ganz einfach zu erklären: Männer profitieren immer noch mehr innerhalb einer Ehe und irgendwann zieht die Frau dann die Konsequenzen. Ohne Trauschein ist die Statistik bez. "wer" sich trennt, nämlich 50/50.
Eine Scheidung schafft in der Regel zwei Sozialfälle.