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Gast

  • #46
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von sanibel241:
und dann noch zum VHS-Kurs "Angstfrei töpfern" mitkommt.
:D "Angstfrei töpfern" - lach mich weg...

Ansonsten ist mir - als Frau - aus ähnlichen Gründen wie Deinen (auch in dem anderen Thread erwähnten) das Lachen schon oft vergangen. Nur sage ich mir bei jedem, der mich wieder unter der Gürtellinie anschreibt oder mich wegklickt, weil ich nur ein Mensch statt einer Superwoman bin oder mich als Endvierzigerin "hübsches Mädchen" nennt oder oder oder... Ich sage mir: Jau, wieder ein Kelch an Dir vorübergegangen. Der Kelch-Test bewahrt vor Fehlinvestitionen des wertvollsten Gutes, das wir haben: Zeit.

Hab mir jetzt einem Tipp aus einem Literaturempfehlungs-Thread hier folgend das Buch mit dem "Partner in den Warenkorb" besorgt. Ich rücke meine Erfahrungen damit wieder ein Stück in den allgemeinen (Gesellschafts)Kontext zurück. Sonst ist es (mir) zu schmerzhaft und ich gebe womöglich noch meinen ♥Wunsch nach einer liebevollen Partnerschaft aus lauter Frust wegen des online Erlebten auf.

P.S.:
Du, ich habe mir das bisher nie eingestanden, aber ich hab tatsächlich sehr große Angst beim Töpfern. Wo gibt es diesen Kurs? Den will ich. Sofort ^^
 
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  • #47
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Mit Mitte 40 geht doch das Leben erst richtig los (wer Interesse hat, sollte den Artikel dazu im aktuellen Focus lesen; sehr empfehlenswert).

Ich denke, wenn man mit Mitte 20 jemanden kennenlernt, dann steht bei vielen das Thema "Familie, Kinder, Hausbauen,..." im Vordergrund.

Mit Mitte 40 haben die meisten das hinter sich (sprich: sie haben Kinder und / oder wollen keine mehr, Immobilie ist da oder kommt auch keine mehr usw.). Die Erwartungen an eine Beziehung, die man in diesem Alter anfängt, sind bei vielen ganz andere. Der (neudeutsch) Benefit, den ich daraus ziehe, dass ich mich auf jemanden einlasse, muss deutlich höher sein - weil ich meine gewohnten Wege aufgeben muss und mich arrangieren.

Das, und das Vorhandensein von Altlasten (eben weil oft Kinder da sind), macht die Sache nicht einfacher. Andererseits kann ich zumindest von mir sagen, dass ich deutlich entspannter an das Ganze rangehe. Ich brauche keinen Mann, um mich im Leben wohlzufühlen. Ich wohne gerne in meinem Leben, es geht mir gut, ich habe meine Kinder, einen guten Beruf und finanziell läuft es auch gut.

Ein Mann wäre sozusagen das Sahnehäubchen dafür. Und wenn's nicht klappt, ja mei, dann mache ich halt weiter wie bisher.


Mit Mitte 20 hätte ich diese Gelassenheit NIE gehabt.
 
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  • #48
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Butterkeks:
Mit Mitte 40 geht doch das Leben erst richtig los (wer Interesse hat, sollte den Artikel dazu im aktuellen Focus lesen; sehr empfehlenswert).

Ich denke, wenn man mit Mitte 20 jemanden kennenlernt, dann steht bei vielen das Thema "Familie, Kinder, Hausbauen,..." im Vordergrund.

Mit Mitte 40 haben die meisten das hinter sich (sprich: sie haben Kinder und / oder wollen keine mehr, Immobilie ist da oder kommt auch keine mehr usw.). Die Erwartungen an eine Beziehung, die man in diesem Alter anfängt, sind bei vielen ganz andere. Der (neudeutsch) Benefit, den ich daraus ziehe, dass ich mich auf jemanden einlasse, muss deutlich höher sein - weil ich meine gewohnten Wege aufgeben muss und mich arrangieren.

Das, und das Vorhandensein von Altlasten (eben weil oft Kinder da sind), macht die Sache nicht einfacher. Andererseits kann ich zumindest von mir sagen, dass ich deutlich entspannter an das Ganze rangehe. Ich brauche keinen Mann, um mich im Leben wohlzufühlen. Ich wohne gerne in meinem Leben, es geht mir gut, ich habe meine Kinder, einen guten Beruf und finanziell läuft es auch gut.

Ein Mann wäre sozusagen das Sahnehäubchen dafür. Und wenn's nicht klappt, ja mei, dann mache ich halt weiter wie bisher.


Mit Mitte 20 hätte ich diese Gelassenheit NIE gehabt.
Hallo butterkeks,
gut geschrieben... dem kann ich voll zustimmen.
Wenn man jung ist hat man ganz - teilweise unbewusst - andere Vorstellungen vom Partner. Jetzt im "Alter" ändern sich die Prioritäten und Ansprüche.
LG Anida
 
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  • #49
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Butterkeks:
Mit Mitte 40 geht doch das Leben erst richtig los (wer Interesse hat, sollte den Artikel dazu im aktuellen Focus lesen; sehr empfehlenswert).
herrlich, wie sehr man sich selber in die tasche lügen kann :)
was geht denn los? rheuma, herzprobleme, haarausfall, augenprobleme, der gesamte körper verfällt immer mehr.
solche sprüche sind, mit verlaub gesagt, opium fürs volk.
 
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  • #50
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Freitag:
herrlich, wie sehr man sich selber in die tasche lügen kann :)
was geht denn los? rheuma, herzprobleme, haarausfall, augenprobleme, der gesamte körper verfällt immer mehr.
solche sprüche sind, mit verlaub gesagt, opium fürs volk.
Das Leben kann sich in viele Richtungen abwärts oder aufwärts entwickeln - und jeder hat seine subjektiven Sichtweisen darauf. Traurig für dich, wenn deine so negativ ist. Lass doch aber anderen auch ihre positive Wahrnehmung (genauso subjektiv ...) :)
 
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  • #51
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Freitag:
herrlich, wie sehr man sich selber in die tasche lügen kann :)
was geht denn los? rheuma, herzprobleme, haarausfall, augenprobleme, der gesamte körper verfällt immer mehr.
solche sprüche sind, mit verlaub gesagt, opium fürs volk.
Wie alt bist Du?
 
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Löwefrau_geloescht

  • #52
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Freitag:
herrlich, wie sehr man sich selber in die tasche lügen kann :)
was geht denn los? rheuma, herzprobleme, haarausfall, augenprobleme, der gesamte körper verfällt immer mehr.
solche sprüche sind, mit verlaub gesagt, opium fürs volk.

Äh...nein....noch nicht mit vierzig.....da war ich fitter als mit dreissig.

Ich hoffe nicht vor 70... Und wenn ich meine Familie so ansehe, dann ist meine Hoffnung berechtigt.

Ach stop...die Lesebrille habe ich vergessen ;-)
 
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  • #53
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von goldmarie:
(...) Wenn der gemeinsame Weg dann immer länger wird und die Vertrautheit immer größer, wird es wohl zu genau dem, was wir uns alle wünschen: Verbindlichkeit, Vertrauen und Liebe.
Sehe ich ganz ganz ganz genau so. Ich glaube auch, dass sich diese "Liebe des ersten Augenblicks" deutlich von der Liebe unterscheidet, die sich in einer Beziehung mit den Jahren langsam entwickelt und aufbaut. Ich vertraue auf diese langsame Entwicklung. Doch eine solche Entwicklung braucht eine gemeinsame Basis. Deshalb ist es gut und richtig, wenn man mit 40+ seine Bedürfnisse (Ansprüche klingt so fordernd) kennt und auch seinem Partner gegenüber formulieren kann.

Denn: dieser gemeinsame Weg - den man theoretisch noch zurücklegen kann - wird mit zunehmendem Alter zwangsläufig immer kürzer wird. Da ist es gut, wenn die gemeinsame Basis am Anfang möglichst groß ist.

Ob hier das Konzept der "matching points", der Fragebögen und Analysen hilft, mag jeder für sich entscheiden. (Howlith, 40+)
 
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  • #54
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von sanibel241:
Ein Seelenpartner, ein Freund, oder auch ein Sexualpartner, mit dem ich ein Stück des Weges gemeinsam gehe. Der hat zwar nicht mehr den Stellenwert wie einst die große Liebe, aber immerhin. Den zu finden, wäre schon ein echter Gewinn. Oder?
Da gebe ich Dir absolut Recht. Idealerweise alles zusammen - was sich aber auch erst mit der Zeit dazu entwickeln kann.
Es ist doch auch die Frage - wie definieren wir die "große Liebe"? Heben wir sie nicht zu sehr in den Himmel, weil wir doch auch in unserem sonstigen Leben wer weiß was für Möglichkeiten haben?
Warum sollte aus dem Seelenpartner nicht auch eine (mehr oder weniger gigantische) Liebe werden?
Das mit dem "Stück des Weges" würde ich persönlich gerne offen lassen (mich würde das vorweg genommene Ende etwas stören, das wäre mir zu desillusionierend).
 
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  • #55
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Freitag:
herrlich, wie sehr man sich selber in die tasche lügen kann :)
was geht denn los? rheuma, herzprobleme, haarausfall, augenprobleme, der gesamte körper verfällt immer mehr.
solche sprüche sind, mit verlaub gesagt, opium fürs volk.
Nun, mit dem Blick auf den Zustand des Körpers magst Du recht haben. Der verfällt und hat mit kurz über 20 seinen Zenith überschritten. Aber der Mensch besteht nicht nur aus seinem Körper, selbst Du vermutlich nicht. Da gibt es diese Mischung aus Wissen, Erfahrungen, Gefühlen, die sich im Laufe des Lebens ansammeln und gewissermaßen verdichten und uns zu der Persönlichkeit machen, die wir sind. Bei vielen scheint ein Verständnis dafür und für sich selbst so ab 40+ einzutreten. Was die Partnersuche einerseits schwieriger, weil selbstbewusster und weniger kompromissbereit, macht, oder aber auch genau aus denselben Gründen erleichtern kann. Vielleicht haben darum manche das Gefühl, mit 40+ gelassener zu sein, oder dass es eben erst los geht.
 
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  • #56
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Freitag:
herrlich, wie sehr man sich selber in die tasche lügen kann :)
was geht denn los? rheuma, herzprobleme, haarausfall, augenprobleme, der gesamte körper verfällt immer mehr.
solche sprüche sind, mit verlaub gesagt, opium fürs volk.
Warum lügt man sich in die Tasche, wenn man diesen Lebensabschnitt positiv sieht?
Mir käme es ziemlich jämmerlich und unbefriedigend vor, würde ich lebenslang meiner 'Jugend' nachtrauern. Und damit auch: Akne, Kummerspeck, wenig Geld und was weiß ich.
Ich mag mich heute lieber als damals.
 
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  • #57
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Weib:
Es ist doch auch die Frage - wie definieren wir die "große Liebe"? Heben wir sie nicht zu sehr in den Himmel, weil wir doch auch in unserem sonstigen Leben wer weiß was für Möglichkeiten haben?
Warum sollte aus dem Seelenpartner nicht auch eine (mehr oder weniger gigantische) Liebe werden?
Eine Freundin machte mich darauf aufmerksam, dass es bezeichnend für uns ist, alles zu idealisieren, speziell Fragen der Liebe und Beziehung. Wir wollen 100%. Und nicht weniger. Man hat es uns ja auch so eingetrichtert, dass es für jeden von uns das perfekte Gegenstück in Form eines Traumprinzen, Mr Right oder Mrs Perfect gibt. Wir müssen eben nur danach suchen. Also gibt sich niemand mit 70, 80 oder 90% Glück zufrieden. Egal wie glücklich er oder sie sein könnte. Es MÜSSEN 100% sein.

Man stelle sich vor, man hätte uns von Anfang an erklärt, dass man mit einem Partner, mit dem man "nur 70 oder 80%" teilt, auch glücklich ist. - Dann wäre die Partnersuche wahrscheinlich einfacher - auch mit 40+. - Ich fürchte dieses 100%-Ideal, das steckt in vielen von uns drin ... oft genug ohne dass wir es merken.

(Und damit hier keine falschen Vorstellungen aufkommen, ich habe sehr wohl hohe Erwartungen, Hoffnungen, Träume was eine Partnerschaft betrifft. Ich glaube nur nicht mehr, dass jemals alle in Erfüllung gehen. Denn diese Erwartung würde jede Beziehung, jeden Partner maßlos überfordern, dann frustrieren und letztendlich die Flucht ergreifen lassen.
 
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  • #58
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Warum ist die Natur so schön? Weil sie eben nicht Perfekt ist. Perfektion ist langweilig. Das ist jetzt kein Witz, sondern wissenschaftlich nachgewiesen. Es sind die kleinen "Macken" die eine Schönheit ausmachen.

Leider meinen wir Menschen aber immer noch, alles muss perfekt sein und merken gar nicht, wie sie uns andererseits langweilt.

Leider steigern sich aber viele mit dem älter werden immer weiter da rein und wollen es jetzt absolut perfekt haben, perfekter als es überhaupt noch realistisch möglich ist.
 
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  • #59
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Else:
Nun, mit dem Blick auf den Zustand des Körpers magst Du recht haben. Der verfällt und hat mit kurz über 20 seinen Zenith überschritten. Aber der Mensch besteht nicht nur aus seinem Körper, selbst Du vermutlich nicht. Da gibt es diese Mischung aus Wissen, Erfahrungen, Gefühlen, die sich im Laufe des Lebens ansammeln und gewissermaßen verdichten und uns zu der Persönlichkeit machen, die wir sind. Bei vielen scheint ein Verständnis dafür und für sich selbst so ab 40+ einzutreten. Was die Partnersuche einerseits schwieriger, weil selbstbewusster und weniger kompromissbereit, macht, oder aber auch genau aus denselben Gründen erleichtern kann. Vielleicht haben darum manche das Gefühl, mit 40+ gelassener zu sein, oder dass es eben erst los geht.
ach elslein, es geht mit jedem tag den bach weiter runter und die hirnzellen sterben auch ab.
wer sucht denn hier ernsthaft besonders viel erfahrung?
PS ist voll mit profilen die betonen wie jugendlich sie angeblich sind. tausendfach begegnen und im forum schilderungen, wie schwer ist wird mit zunehmendem alter noch jemanden zu finden. was geht denn ab 40 so richtig los, was vorher nicht ging? es mag ja sein dass es vielen da besser geht als mit 30. aber der 50., 60., 70. geburtstag kommt immer näher und immer näher kommt der senseNmann und nette dinge wie inkontinenz, alzheimer, impotenz, sexuelle unlust, schwerhörigkeit. das sind wirklich ganz tolle verheissungsvolle aussichten!
altersheim rockt! :)
 
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  • #60
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Freitag:
ach elslein, es geht mit jedem tag den bach weiter runter und die hirnzellen sterben auch ab.
wer sucht denn hier ernsthaft besonders viel erfahrung?
PS ist voll mit profilen die betonen wie jugendlich sie angeblich sind. tausendfach begegnen und im forum schilderungen, wie schwer ist wird mit zunehmendem alter noch jemanden zu finden. was geht denn ab 40 so richtig los, was vorher nicht ging? es mag ja sein dass es vielen da besser geht als mit 30. aber der 50., 60., 70. geburtstag kommt immer näher und immer näher kommt der senseNmann und nette dinge wie inkontinenz, alzheimer, impotenz, sexuelle unlust, schwerhörigkeit. das sind wirklich ganz tolle verheissungsvolle aussichten!
altersheim rockt! :)
Ich seh schon bzw. noch (!), wir zwei hätten Spass in unserm Altersheimzimmer, zur Not auch ganz ohne Sensenmann ;-)