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  • #31
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Halleluja!
Ich fühle mich verstanden.
Dank euch beiden!
 
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  • #32
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Andre:
Das hätte sie aber von Anfang an haben können, weil einen das nun wirklich nichts kostet - sondern nur was bringt: Ruhe, Gelassenheit und einen klaren Blick aufs Wesentliche.
Ja, klar! Aber meine Mutter war dazu einfach nicht in der Lage - und hat aus heutiger Sicht damit 53 Ehejahre mit Stress und Streit vergeudet...
 
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  • #33
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Aber meine Mutter war dazu einfach nicht in der Lage ...
Ja, das ist leider ein altbekanntes Phänomen, von dem ich mich auch selbst nicht ganz freisprechen kann. Deshalb plädiere ich ja auch für eine Art von Beziehungsleben, bei dem einem der Blick "uffs Jroße Janze" nicht verlorengeht, also mit einer Art Distanz, wie z.B. Wohnen in getrennten Wohnungen. (Für deine Elern wäre das natürlich keine praktikable Lösung gewesen, aber für uns hier und heute schon.)
 
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  • #34
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Andre:
Das hätte sie aber von Anfang an haben können, weil einen das nun wirklich nichts kostet - sondern nur was bringt: Ruhe, Gelassenheit und einen klaren Blick aufs Wesentliche.
Nein, dass kann man eben nicht von Anfang an haben. So ist nun mal die menschliche Entwicklung, man braucht eine gewisse Lebenserfahrung, ein gewisses Alter, um diese Einsicht zu erlangen. In der Jugen muss der Mensch eben seine Grenzen ausloten und versuchen, sich durchzusetzen. Das ist es doch, was uns zu dem werden lässt, was wir dann später sind. Wer sich als Kind nie die Knie aufgeschlagen hat und sich nie die Finger verbrannt hat, wird im Alter auch nie wissen, wie man mit Gefahren umgeht. Wer sich nie gegen einen anderen Menschen durchgesetzt hat, wird nie eine eigene Persönlichkeit entwickeln.
Ich denke mir auch oft, dass ich in meiner Ehe wegen Kleinigkeiten und Nichtigkeiten gestritten habe und mich geärgert habe. Aber das habe ich gebraucht um heute gelassener mit diesen Kleinigkeiten umzugehen. Es nützt doch nichts, wenn man einem jungen Menschen sagt, er solle sich über Krümel auf dem Frühstückstisch nicht aufregen - er regt sich eben auf, muss sich aufregen und wird in 30 Jahren ebenso zur Erkenntnis kommen, dass man sich darüber nicht aufregen braucht.
 
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  • #35
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von taube54:
Ich denke mir auch oft, dass ich in meiner Ehe wegen Kleinigkeiten und Nichtigkeiten gestritten habe und mich geärgert habe.
Ja, schon klar, und dass man in seinem jungendlichen Idealismus nichts weniger als eine perfekte Welt haben will - zu der natürlich auch korrekt gekochte Eier und die universumsweite Nichtexistenz von Kuchenkrümeln gehören (können). Die Frage ist aber, warum man 53 Jahre braucht, um dem Universum die Existenz von falschgekochten Eiern zu erlauben. Was ich damit sagen will ist:

Mir graut nicht davor, dass wir/ich nicht imstande wären, zu derart simplen Erkenntnissen zu gelangen. Mir graut davor, dass sich die Kontrahenten derart mit ihren Geweihen verhaken, dass sie erst von solchen Dingen lassen können, wenn ein einschneidendes Ereignis sie aus diesem Zustand herausreißt - Fenster zum Hof hat ja von einem solchen berichtet; ein anderer Augenöffner sind Trennungen, wo man sich hinterher die Augen reibt und sich entsetzt fragt: Wie konnte ich nur so kleinlich sein! Wie konnte ich nur vergessen, was für einen Schatz ich da in den Händen hatte!

Mir graut also davor, dass diese Erkenntnis zu spät kommt. Darum wehret den Anfängen.
 
J

Jenny Treibel

  • #36
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Andre:
Mir graut davor, dass sich die Kontrahenten derart mit ihren Geweihen verhaken, dass sie erst von solchen Dingen lassen können, wenn ein einschneidendes Ereignis sie aus diesem Zustand herausreißt

Wie konnte ich nur vergessen, was für einen Schatz ich da in den Händen hatte!

Mir graut also davor, dass diese Erkenntnis zu spät kommt. Darum wehret den Anfängen.
Wie wehrt man diesen Anfängen, indem man versucht, sich über die Eier nicht zu ärgern? Ich möchte mich keinesfalls mit Geweihen verheddern, es ist das Wichigste, daß man den Schatz erkennt und würdigt, aber Kleinigkeiten können nagen. Aber man doch nicht alles gleich am Anfang verbalisieren und thematisieren. Ich würde auch erschrecken, wenn mir ein Mann sagen würde: "Wasch Deine Haare bitte nicht im Waschbecken, roll die Schnur des Föns wieder zusammen, benutze nur die grünen Handtücher, krümel den Tee nicht auf den Fußboden, trenne den Müll sorgsam"
 
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  • #37
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

sanibel 241 und taube 54: Änderungsbereitschaft!
eure Meinung kann ich nicht ganz verstehen. Das ist doch das schöne, dass mit einem neuen Partner etwas ganz neues ins Leben bricht: Neue Interessen, neue Gewohnheiten, neue ideen, neue Gefühle. Genau auf das freue ich mich. Eine neue Beziehung ist eine Bereicherung und wird auch das eigene Leben verändern, d.h. jeder wird sich verändern. Das wünsche ich mir und ich habe es hier schon gefunden.
 
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  • #38
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Jenny Treibel:
Wie wehrt man diesen Anfängen, indem man versucht, sich über die Eier nicht zu ärgern?
Indem man versucht, gemeinsam darüber zu schmunzeln, ironisch damit umzugehen. Und zwar so früh wie möglich. Denn wenn man erstmal soweit ist, sich gegenseitig Böswiligkeit oder Trotz zu unterstellen, dann ist es eigentlich schon zu spät. – Und wie gesagt, mein Favorit der hilfreichen Strategien sind getrennte Wohnungen, meinetwegen auch im selben Haus.
 
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  • #39
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  • #40
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

hallo, für mich liegt der entscheidende unterschied im bezug auf partnerschaften, zw den 30-ern und den 40-ern daran, dass man mit 30 herum, voll in der aufbauphase ist. das merkt man wohl nicht bewusst, es steuert aber unser verhalten. familie gründen bedeutet auch, viele fehler des anderen zu übersehen, weil man ein starkes ziel hat. und dieses ziel ist der motor, der uns immer wieder zueinander führt. dann ist der erhalt der jungen familie mit kleinen kindern. ich habe auch so viele, so viele sachen runter geschluckt, nur um die familie zusammen zu halten.
wenn dieser zweck nicht mehr aktuell ist, fällt einem schwerer, über die eigenen gewohnheiten zu gehen, weil es nicht mehr so sonderlich notwendig ist, weil man getrennt, auch existieren kann. in 2 wohnungen, auch eine lockere partnerschaft führen kann-was wesentlich schwerer ist, wenn man kleine kinder hat.
also, ich sehe es bei mir so, dass mein großer wunsch nach einem gemeinsamen leben, nicht deswegen abgeschwächt ist, dass ich starke gewohnheiten habe, sondern, weil die dringende notwendigkeit dazu nicht mehr da ist.
kommt dazu, dass man oft lange phasen des zusammenseins, erlebt hat, wo einem schmerzen zugefügt wurden. wo man sich daran gesehnt hat, nach einem eigenen reich, das man nach seinem wunsch gestaltet, wo man sich jederzeit, zurückziehen kann.
ich hab sehr gelitten, im haus kein eck für mich zu haben, ich hatte keinen schreibtisch, keine private sphere. jetzt in meiner wohnung bin ich sehr froh, mein zimmer nach meinen vorstellungen, eingerichtet zu haben. männliche besuche, schöne 2-er stunden hätte ich da gerne. aber ich glaube nicht, dass ich dieses zimmer, ganz mit jemanden teilen könnte, ihm das recht geben könnte, veränderungen da zu führen..ich habe zu lange darauf gewartet..
 
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  • #41
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

:D "Angstfrei töpfern" - lach mich weg...

Ansonsten ist mir - als Frau - aus ähnlichen Gründen wie Deinen (auch in dem anderen Thread erwähnten) das Lachen schon oft vergangen. Nur sage ich mir bei jedem, der mich wieder unter der Gürtellinie anschreibt oder mich wegklickt, weil ich nur ein Mensch statt einer Superwoman bin oder mich als Endvierzigerin "hübsches Mädchen" nennt oder oder oder... Ich sage mir: Jau, wieder ein Kelch an Dir vorübergegangen. Der Kelch-Test bewahrt vor Fehlinvestitionen des wertvollsten Gutes, das wir haben: Zeit.

Du, ich habe mir das bisher nie eingestanden, aber ich hab tatsächlich sehr große Angst beim Töpfern. Wo gibt es diesen Kurs? Den will ich. Sofort ^^
 
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  • #42
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Klar, jede Beziehung hat ihre Herausforderungen.

Das Witzige dabei ist, dass sich ganz andere Herausforderungen stellen, als man im Vorfeld meint, bereits (durch "Fangfragen"?) abgeklopft zu haben.

Kurz:
Es bringt nicht wirklich was, im Profil zu schreiben, wie man selbst ist und was man sich wünscht.

Bedeutet:
Trotz Parship-Profil muss man sich erst auf den Menschen einlassen.

Und dann stellt sich z.B. heraus, dass man sich nach 40 Jahren Disco-Zeit nach Familienanschluss (incl. sonntags Tierpark) beim Alleinerziehenden sehnt und dieser offenbart, dass man gerade wie gerufen kommt und man ihm die einschlägigen Orte zum Feiern zeigen möge.

Klar, man kann einen Menschen nicht verändern.
Klar, man sollte auf sein Gefühl vertrauen.
Und trotzdem sieht die Realität oft anders aus. Positiver und negativer (als erahnt / erhofft).

Fazit: Schwerpunkte setzen!
Nur Tierpark, ist genauso öde, wie nur Disco.

Will sagen: Vielleicht stellt sich der Töpferkurs als Bereicherung für dich heraus, ihr geht gemeinsam hin, oder er fällt flach, weil ihr gemeinsam die Grillzange auspackt.

Mit jedem Partner eröffnen sich neue Möglichkeiten.
Man selbst kann doch daher nur schreiben, wie man sein Leben bisher gestaltet hat.
Was sich ergibt, wenn Töpfern und Grillen zusammen fällt, ist wieder etwas ganz neues.
 
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  • #43
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Die unromantische Zusammenfassung:

Man muss eine Beziehung WIRKLICH wollen!

Einer der besten hier gelesenen Sätze:
"...ich habe mich in einer Beziehung noch nie verbessert..."
---------> Man wählt nur das geringere Übel.
Stichwort "Perfekt" --------> Das ist nämlich (zum Glück) niemand.

Anders: Man muss es TROTZDEM wollen!

Und DIE Gründe dafür sind meist sehr unromantisch. Die lassen sich selbst mit einer Parship-Mitgliedschaft nicht wegbezahlen.
 
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  • #44
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

@Fenster_zum_Hof
"Ich kann mich noch verlieben, auch wenn es seltener passiert - aber ich bin vorsichtiger und "nur" weil ich mich verliebe, bin ich mir nicht automatisch sicher, dass der Mann "der Richtige" ist."

Noch nie in meinem Leben hatte ich diesen überdenkenswerten Gedanken. :) Bislang war für mich immer logisch, wenn ich verliebt bin, will ich auch mit ihm zusammen sein. Aber Du hast Recht. Das eine muss das andere nicht regelhaft bedingen.
 
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  • #45
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Spontan habe ich mich gefragt, ob hier von denen, die sich selbst als wenig flexibel, anpassungsfähig schildern, einige keine Kinder haben oder aber diese schon lange aus dem Haus sind. Kinder, Jugendliche erst recht bringen jeden Tag neue Impulse, halten sich eher weniger an die Hausregeln und verhindern mit ihrem frischen Blick auf die Welt, das Leben und ja auch auf die Eltern beispielsweise:), dass sich so ein Trott richtig einschleichen könnte. Meine Erfahrung jedenfalls, die ich nicht missen möchte. Offenheit für Neues, Neugierde sind wohl Voraussetzungen für neue Erfahrungen.

Bei manchen ist da aber sicher der Bedarf gedeckt, aus welchen Gründen auch immer.

Ansonsten halte ich Lösungen, wie zwei Wohnungen zu haben für einen sehr guten Kompromiss.