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  • #31
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Halleluja!
Ich fühle mich verstanden.
Dank euch beiden!
 
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  • #32
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Andre:
Das hätte sie aber von Anfang an haben können, weil einen das nun wirklich nichts kostet - sondern nur was bringt: Ruhe, Gelassenheit und einen klaren Blick aufs Wesentliche.
Ja, klar! Aber meine Mutter war dazu einfach nicht in der Lage - und hat aus heutiger Sicht damit 53 Ehejahre mit Stress und Streit vergeudet...
 
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  • #33
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Aber meine Mutter war dazu einfach nicht in der Lage ...
Ja, das ist leider ein altbekanntes Phänomen, von dem ich mich auch selbst nicht ganz freisprechen kann. Deshalb plädiere ich ja auch für eine Art von Beziehungsleben, bei dem einem der Blick "uffs Jroße Janze" nicht verlorengeht, also mit einer Art Distanz, wie z.B. Wohnen in getrennten Wohnungen. (Für deine Elern wäre das natürlich keine praktikable Lösung gewesen, aber für uns hier und heute schon.)
 
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  • #34
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Andre:
Das hätte sie aber von Anfang an haben können, weil einen das nun wirklich nichts kostet - sondern nur was bringt: Ruhe, Gelassenheit und einen klaren Blick aufs Wesentliche.
Nein, dass kann man eben nicht von Anfang an haben. So ist nun mal die menschliche Entwicklung, man braucht eine gewisse Lebenserfahrung, ein gewisses Alter, um diese Einsicht zu erlangen. In der Jugen muss der Mensch eben seine Grenzen ausloten und versuchen, sich durchzusetzen. Das ist es doch, was uns zu dem werden lässt, was wir dann später sind. Wer sich als Kind nie die Knie aufgeschlagen hat und sich nie die Finger verbrannt hat, wird im Alter auch nie wissen, wie man mit Gefahren umgeht. Wer sich nie gegen einen anderen Menschen durchgesetzt hat, wird nie eine eigene Persönlichkeit entwickeln.
Ich denke mir auch oft, dass ich in meiner Ehe wegen Kleinigkeiten und Nichtigkeiten gestritten habe und mich geärgert habe. Aber das habe ich gebraucht um heute gelassener mit diesen Kleinigkeiten umzugehen. Es nützt doch nichts, wenn man einem jungen Menschen sagt, er solle sich über Krümel auf dem Frühstückstisch nicht aufregen - er regt sich eben auf, muss sich aufregen und wird in 30 Jahren ebenso zur Erkenntnis kommen, dass man sich darüber nicht aufregen braucht.
 
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  • #35
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von taube54:
Ich denke mir auch oft, dass ich in meiner Ehe wegen Kleinigkeiten und Nichtigkeiten gestritten habe und mich geärgert habe.
Ja, schon klar, und dass man in seinem jungendlichen Idealismus nichts weniger als eine perfekte Welt haben will - zu der natürlich auch korrekt gekochte Eier und die universumsweite Nichtexistenz von Kuchenkrümeln gehören (können). Die Frage ist aber, warum man 53 Jahre braucht, um dem Universum die Existenz von falschgekochten Eiern zu erlauben. Was ich damit sagen will ist:

Mir graut nicht davor, dass wir/ich nicht imstande wären, zu derart simplen Erkenntnissen zu gelangen. Mir graut davor, dass sich die Kontrahenten derart mit ihren Geweihen verhaken, dass sie erst von solchen Dingen lassen können, wenn ein einschneidendes Ereignis sie aus diesem Zustand herausreißt - Fenster zum Hof hat ja von einem solchen berichtet; ein anderer Augenöffner sind Trennungen, wo man sich hinterher die Augen reibt und sich entsetzt fragt: Wie konnte ich nur so kleinlich sein! Wie konnte ich nur vergessen, was für einen Schatz ich da in den Händen hatte!

Mir graut also davor, dass diese Erkenntnis zu spät kommt. Darum wehret den Anfängen.
 
J

Jenny Treibel

  • #36
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Andre:
Mir graut davor, dass sich die Kontrahenten derart mit ihren Geweihen verhaken, dass sie erst von solchen Dingen lassen können, wenn ein einschneidendes Ereignis sie aus diesem Zustand herausreißt

Wie konnte ich nur vergessen, was für einen Schatz ich da in den Händen hatte!

Mir graut also davor, dass diese Erkenntnis zu spät kommt. Darum wehret den Anfängen.
Wie wehrt man diesen Anfängen, indem man versucht, sich über die Eier nicht zu ärgern? Ich möchte mich keinesfalls mit Geweihen verheddern, es ist das Wichigste, daß man den Schatz erkennt und würdigt, aber Kleinigkeiten können nagen. Aber man doch nicht alles gleich am Anfang verbalisieren und thematisieren. Ich würde auch erschrecken, wenn mir ein Mann sagen würde: "Wasch Deine Haare bitte nicht im Waschbecken, roll die Schnur des Föns wieder zusammen, benutze nur die grünen Handtücher, krümel den Tee nicht auf den Fußboden, trenne den Müll sorgsam"
 
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  • #37
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

sanibel 241 und taube 54: Änderungsbereitschaft!
eure Meinung kann ich nicht ganz verstehen. Das ist doch das schöne, dass mit einem neuen Partner etwas ganz neues ins Leben bricht: Neue Interessen, neue Gewohnheiten, neue ideen, neue Gefühle. Genau auf das freue ich mich. Eine neue Beziehung ist eine Bereicherung und wird auch das eigene Leben verändern, d.h. jeder wird sich verändern. Das wünsche ich mir und ich habe es hier schon gefunden.
 
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  • #38
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Jenny Treibel:
Wie wehrt man diesen Anfängen, indem man versucht, sich über die Eier nicht zu ärgern?
Indem man versucht, gemeinsam darüber zu schmunzeln, ironisch damit umzugehen. Und zwar so früh wie möglich. Denn wenn man erstmal soweit ist, sich gegenseitig Böswiligkeit oder Trotz zu unterstellen, dann ist es eigentlich schon zu spät. – Und wie gesagt, mein Favorit der hilfreichen Strategien sind getrennte Wohnungen, meinetwegen auch im selben Haus.
 
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  • #39
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  • #40
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

hallo, für mich liegt der entscheidende unterschied im bezug auf partnerschaften, zw den 30-ern und den 40-ern daran, dass man mit 30 herum, voll in der aufbauphase ist. das merkt man wohl nicht bewusst, es steuert aber unser verhalten. familie gründen bedeutet auch, viele fehler des anderen zu übersehen, weil man ein starkes ziel hat. und dieses ziel ist der motor, der uns immer wieder zueinander führt. dann ist der erhalt der jungen familie mit kleinen kindern. ich habe auch so viele, so viele sachen runter geschluckt, nur um die familie zusammen zu halten.
wenn dieser zweck nicht mehr aktuell ist, fällt einem schwerer, über die eigenen gewohnheiten zu gehen, weil es nicht mehr so sonderlich notwendig ist, weil man getrennt, auch existieren kann. in 2 wohnungen, auch eine lockere partnerschaft führen kann-was wesentlich schwerer ist, wenn man kleine kinder hat.
also, ich sehe es bei mir so, dass mein großer wunsch nach einem gemeinsamen leben, nicht deswegen abgeschwächt ist, dass ich starke gewohnheiten habe, sondern, weil die dringende notwendigkeit dazu nicht mehr da ist.
kommt dazu, dass man oft lange phasen des zusammenseins, erlebt hat, wo einem schmerzen zugefügt wurden. wo man sich daran gesehnt hat, nach einem eigenen reich, das man nach seinem wunsch gestaltet, wo man sich jederzeit, zurückziehen kann.
ich hab sehr gelitten, im haus kein eck für mich zu haben, ich hatte keinen schreibtisch, keine private sphere. jetzt in meiner wohnung bin ich sehr froh, mein zimmer nach meinen vorstellungen, eingerichtet zu haben. männliche besuche, schöne 2-er stunden hätte ich da gerne. aber ich glaube nicht, dass ich dieses zimmer, ganz mit jemanden teilen könnte, ihm das recht geben könnte, veränderungen da zu führen..ich habe zu lange darauf gewartet..
 
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  • #41
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

:D "Angstfrei töpfern" - lach mich weg...

Ansonsten ist mir - als Frau - aus ähnlichen Gründen wie Deinen (auch in dem anderen Thread erwähnten) das Lachen schon oft vergangen. Nur sage ich mir bei jedem, der mich wieder unter der Gürtellinie anschreibt oder mich wegklickt, weil ich nur ein Mensch statt einer Superwoman bin oder mich als Endvierzigerin "hübsches Mädchen" nennt oder oder oder... Ich sage mir: Jau, wieder ein Kelch an Dir vorübergegangen. Der Kelch-Test bewahrt vor Fehlinvestitionen des wertvollsten Gutes, das wir haben: Zeit.

Du, ich habe mir das bisher nie eingestanden, aber ich hab tatsächlich sehr große Angst beim Töpfern. Wo gibt es diesen Kurs? Den will ich. Sofort ^^
 
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  • #42
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Klar, jede Beziehung hat ihre Herausforderungen.

Das Witzige dabei ist, dass sich ganz andere Herausforderungen stellen, als man im Vorfeld meint, bereits (durch "Fangfragen"?) abgeklopft zu haben.

Kurz:
Es bringt nicht wirklich was, im Profil zu schreiben, wie man selbst ist und was man sich wünscht.

Bedeutet:
Trotz Parship-Profil muss man sich erst auf den Menschen einlassen.

Und dann stellt sich z.B. heraus, dass man sich nach 40 Jahren Disco-Zeit nach Familienanschluss (incl. sonntags Tierpark) beim Alleinerziehenden sehnt und dieser offenbart, dass man gerade wie gerufen kommt und man ihm die einschlägigen Orte zum Feiern zeigen möge.

Klar, man kann einen Menschen nicht verändern.
Klar, man sollte auf sein Gefühl vertrauen.
Und trotzdem sieht die Realität oft anders aus. Positiver und negativer (als erahnt / erhofft).

Fazit: Schwerpunkte setzen!
Nur Tierpark, ist genauso öde, wie nur Disco.

Will sagen: Vielleicht stellt sich der Töpferkurs als Bereicherung für dich heraus, ihr geht gemeinsam hin, oder er fällt flach, weil ihr gemeinsam die Grillzange auspackt.

Mit jedem Partner eröffnen sich neue Möglichkeiten.
Man selbst kann doch daher nur schreiben, wie man sein Leben bisher gestaltet hat.
Was sich ergibt, wenn Töpfern und Grillen zusammen fällt, ist wieder etwas ganz neues.
 
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  • #43
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Die unromantische Zusammenfassung:

Man muss eine Beziehung WIRKLICH wollen!

Einer der besten hier gelesenen Sätze:
"...ich habe mich in einer Beziehung noch nie verbessert..."
---------> Man wählt nur das geringere Übel.
Stichwort "Perfekt" --------> Das ist nämlich (zum Glück) niemand.

Anders: Man muss es TROTZDEM wollen!

Und DIE Gründe dafür sind meist sehr unromantisch. Die lassen sich selbst mit einer Parship-Mitgliedschaft nicht wegbezahlen.
 
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  • #44
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

@Fenster_zum_Hof
"Ich kann mich noch verlieben, auch wenn es seltener passiert - aber ich bin vorsichtiger und "nur" weil ich mich verliebe, bin ich mir nicht automatisch sicher, dass der Mann "der Richtige" ist."

Noch nie in meinem Leben hatte ich diesen überdenkenswerten Gedanken. :) Bislang war für mich immer logisch, wenn ich verliebt bin, will ich auch mit ihm zusammen sein. Aber Du hast Recht. Das eine muss das andere nicht regelhaft bedingen.
 
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  • #45
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Spontan habe ich mich gefragt, ob hier von denen, die sich selbst als wenig flexibel, anpassungsfähig schildern, einige keine Kinder haben oder aber diese schon lange aus dem Haus sind. Kinder, Jugendliche erst recht bringen jeden Tag neue Impulse, halten sich eher weniger an die Hausregeln und verhindern mit ihrem frischen Blick auf die Welt, das Leben und ja auch auf die Eltern beispielsweise:), dass sich so ein Trott richtig einschleichen könnte. Meine Erfahrung jedenfalls, die ich nicht missen möchte. Offenheit für Neues, Neugierde sind wohl Voraussetzungen für neue Erfahrungen.

Bei manchen ist da aber sicher der Bedarf gedeckt, aus welchen Gründen auch immer.

Ansonsten halte ich Lösungen, wie zwei Wohnungen zu haben für einen sehr guten Kompromiss.
 
G

Gast

  • #46
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von sanibel241:
und dann noch zum VHS-Kurs "Angstfrei töpfern" mitkommt.
:D "Angstfrei töpfern" - lach mich weg...

Ansonsten ist mir - als Frau - aus ähnlichen Gründen wie Deinen (auch in dem anderen Thread erwähnten) das Lachen schon oft vergangen. Nur sage ich mir bei jedem, der mich wieder unter der Gürtellinie anschreibt oder mich wegklickt, weil ich nur ein Mensch statt einer Superwoman bin oder mich als Endvierzigerin "hübsches Mädchen" nennt oder oder oder... Ich sage mir: Jau, wieder ein Kelch an Dir vorübergegangen. Der Kelch-Test bewahrt vor Fehlinvestitionen des wertvollsten Gutes, das wir haben: Zeit.

Hab mir jetzt einem Tipp aus einem Literaturempfehlungs-Thread hier folgend das Buch mit dem "Partner in den Warenkorb" besorgt. Ich rücke meine Erfahrungen damit wieder ein Stück in den allgemeinen (Gesellschafts)Kontext zurück. Sonst ist es (mir) zu schmerzhaft und ich gebe womöglich noch meinen ♥Wunsch nach einer liebevollen Partnerschaft aus lauter Frust wegen des online Erlebten auf.

P.S.:
Du, ich habe mir das bisher nie eingestanden, aber ich hab tatsächlich sehr große Angst beim Töpfern. Wo gibt es diesen Kurs? Den will ich. Sofort ^^
 
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  • #47
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Mit Mitte 40 geht doch das Leben erst richtig los (wer Interesse hat, sollte den Artikel dazu im aktuellen Focus lesen; sehr empfehlenswert).

Ich denke, wenn man mit Mitte 20 jemanden kennenlernt, dann steht bei vielen das Thema "Familie, Kinder, Hausbauen,..." im Vordergrund.

Mit Mitte 40 haben die meisten das hinter sich (sprich: sie haben Kinder und / oder wollen keine mehr, Immobilie ist da oder kommt auch keine mehr usw.). Die Erwartungen an eine Beziehung, die man in diesem Alter anfängt, sind bei vielen ganz andere. Der (neudeutsch) Benefit, den ich daraus ziehe, dass ich mich auf jemanden einlasse, muss deutlich höher sein - weil ich meine gewohnten Wege aufgeben muss und mich arrangieren.

Das, und das Vorhandensein von Altlasten (eben weil oft Kinder da sind), macht die Sache nicht einfacher. Andererseits kann ich zumindest von mir sagen, dass ich deutlich entspannter an das Ganze rangehe. Ich brauche keinen Mann, um mich im Leben wohlzufühlen. Ich wohne gerne in meinem Leben, es geht mir gut, ich habe meine Kinder, einen guten Beruf und finanziell läuft es auch gut.

Ein Mann wäre sozusagen das Sahnehäubchen dafür. Und wenn's nicht klappt, ja mei, dann mache ich halt weiter wie bisher.


Mit Mitte 20 hätte ich diese Gelassenheit NIE gehabt.
 
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  • #48
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Butterkeks:
Mit Mitte 40 geht doch das Leben erst richtig los (wer Interesse hat, sollte den Artikel dazu im aktuellen Focus lesen; sehr empfehlenswert).

Ich denke, wenn man mit Mitte 20 jemanden kennenlernt, dann steht bei vielen das Thema "Familie, Kinder, Hausbauen,..." im Vordergrund.

Mit Mitte 40 haben die meisten das hinter sich (sprich: sie haben Kinder und / oder wollen keine mehr, Immobilie ist da oder kommt auch keine mehr usw.). Die Erwartungen an eine Beziehung, die man in diesem Alter anfängt, sind bei vielen ganz andere. Der (neudeutsch) Benefit, den ich daraus ziehe, dass ich mich auf jemanden einlasse, muss deutlich höher sein - weil ich meine gewohnten Wege aufgeben muss und mich arrangieren.

Das, und das Vorhandensein von Altlasten (eben weil oft Kinder da sind), macht die Sache nicht einfacher. Andererseits kann ich zumindest von mir sagen, dass ich deutlich entspannter an das Ganze rangehe. Ich brauche keinen Mann, um mich im Leben wohlzufühlen. Ich wohne gerne in meinem Leben, es geht mir gut, ich habe meine Kinder, einen guten Beruf und finanziell läuft es auch gut.

Ein Mann wäre sozusagen das Sahnehäubchen dafür. Und wenn's nicht klappt, ja mei, dann mache ich halt weiter wie bisher.


Mit Mitte 20 hätte ich diese Gelassenheit NIE gehabt.
Hallo butterkeks,
gut geschrieben... dem kann ich voll zustimmen.
Wenn man jung ist hat man ganz - teilweise unbewusst - andere Vorstellungen vom Partner. Jetzt im "Alter" ändern sich die Prioritäten und Ansprüche.
LG Anida
 
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  • #49
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Butterkeks:
Mit Mitte 40 geht doch das Leben erst richtig los (wer Interesse hat, sollte den Artikel dazu im aktuellen Focus lesen; sehr empfehlenswert).
herrlich, wie sehr man sich selber in die tasche lügen kann :)
was geht denn los? rheuma, herzprobleme, haarausfall, augenprobleme, der gesamte körper verfällt immer mehr.
solche sprüche sind, mit verlaub gesagt, opium fürs volk.
 
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  • #50
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Freitag:
herrlich, wie sehr man sich selber in die tasche lügen kann :)
was geht denn los? rheuma, herzprobleme, haarausfall, augenprobleme, der gesamte körper verfällt immer mehr.
solche sprüche sind, mit verlaub gesagt, opium fürs volk.
Das Leben kann sich in viele Richtungen abwärts oder aufwärts entwickeln - und jeder hat seine subjektiven Sichtweisen darauf. Traurig für dich, wenn deine so negativ ist. Lass doch aber anderen auch ihre positive Wahrnehmung (genauso subjektiv ...) :)
 
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  • #51
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Freitag:
herrlich, wie sehr man sich selber in die tasche lügen kann :)
was geht denn los? rheuma, herzprobleme, haarausfall, augenprobleme, der gesamte körper verfällt immer mehr.
solche sprüche sind, mit verlaub gesagt, opium fürs volk.
Wie alt bist Du?
 
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Löwefrau_geloescht

  • #52
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Freitag:
herrlich, wie sehr man sich selber in die tasche lügen kann :)
was geht denn los? rheuma, herzprobleme, haarausfall, augenprobleme, der gesamte körper verfällt immer mehr.
solche sprüche sind, mit verlaub gesagt, opium fürs volk.

Äh...nein....noch nicht mit vierzig.....da war ich fitter als mit dreissig.

Ich hoffe nicht vor 70... Und wenn ich meine Familie so ansehe, dann ist meine Hoffnung berechtigt.

Ach stop...die Lesebrille habe ich vergessen ;-)
 
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  • #53
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von goldmarie:
(...) Wenn der gemeinsame Weg dann immer länger wird und die Vertrautheit immer größer, wird es wohl zu genau dem, was wir uns alle wünschen: Verbindlichkeit, Vertrauen und Liebe.
Sehe ich ganz ganz ganz genau so. Ich glaube auch, dass sich diese "Liebe des ersten Augenblicks" deutlich von der Liebe unterscheidet, die sich in einer Beziehung mit den Jahren langsam entwickelt und aufbaut. Ich vertraue auf diese langsame Entwicklung. Doch eine solche Entwicklung braucht eine gemeinsame Basis. Deshalb ist es gut und richtig, wenn man mit 40+ seine Bedürfnisse (Ansprüche klingt so fordernd) kennt und auch seinem Partner gegenüber formulieren kann.

Denn: dieser gemeinsame Weg - den man theoretisch noch zurücklegen kann - wird mit zunehmendem Alter zwangsläufig immer kürzer wird. Da ist es gut, wenn die gemeinsame Basis am Anfang möglichst groß ist.

Ob hier das Konzept der "matching points", der Fragebögen und Analysen hilft, mag jeder für sich entscheiden. (Howlith, 40+)
 
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  • #54
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von sanibel241:
Ein Seelenpartner, ein Freund, oder auch ein Sexualpartner, mit dem ich ein Stück des Weges gemeinsam gehe. Der hat zwar nicht mehr den Stellenwert wie einst die große Liebe, aber immerhin. Den zu finden, wäre schon ein echter Gewinn. Oder?
Da gebe ich Dir absolut Recht. Idealerweise alles zusammen - was sich aber auch erst mit der Zeit dazu entwickeln kann.
Es ist doch auch die Frage - wie definieren wir die "große Liebe"? Heben wir sie nicht zu sehr in den Himmel, weil wir doch auch in unserem sonstigen Leben wer weiß was für Möglichkeiten haben?
Warum sollte aus dem Seelenpartner nicht auch eine (mehr oder weniger gigantische) Liebe werden?
Das mit dem "Stück des Weges" würde ich persönlich gerne offen lassen (mich würde das vorweg genommene Ende etwas stören, das wäre mir zu desillusionierend).
 
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  • #55
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Freitag:
herrlich, wie sehr man sich selber in die tasche lügen kann :)
was geht denn los? rheuma, herzprobleme, haarausfall, augenprobleme, der gesamte körper verfällt immer mehr.
solche sprüche sind, mit verlaub gesagt, opium fürs volk.
Nun, mit dem Blick auf den Zustand des Körpers magst Du recht haben. Der verfällt und hat mit kurz über 20 seinen Zenith überschritten. Aber der Mensch besteht nicht nur aus seinem Körper, selbst Du vermutlich nicht. Da gibt es diese Mischung aus Wissen, Erfahrungen, Gefühlen, die sich im Laufe des Lebens ansammeln und gewissermaßen verdichten und uns zu der Persönlichkeit machen, die wir sind. Bei vielen scheint ein Verständnis dafür und für sich selbst so ab 40+ einzutreten. Was die Partnersuche einerseits schwieriger, weil selbstbewusster und weniger kompromissbereit, macht, oder aber auch genau aus denselben Gründen erleichtern kann. Vielleicht haben darum manche das Gefühl, mit 40+ gelassener zu sein, oder dass es eben erst los geht.
 
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  • #56
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Freitag:
herrlich, wie sehr man sich selber in die tasche lügen kann :)
was geht denn los? rheuma, herzprobleme, haarausfall, augenprobleme, der gesamte körper verfällt immer mehr.
solche sprüche sind, mit verlaub gesagt, opium fürs volk.
Warum lügt man sich in die Tasche, wenn man diesen Lebensabschnitt positiv sieht?
Mir käme es ziemlich jämmerlich und unbefriedigend vor, würde ich lebenslang meiner 'Jugend' nachtrauern. Und damit auch: Akne, Kummerspeck, wenig Geld und was weiß ich.
Ich mag mich heute lieber als damals.
 
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  • #57
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Weib:
Es ist doch auch die Frage - wie definieren wir die "große Liebe"? Heben wir sie nicht zu sehr in den Himmel, weil wir doch auch in unserem sonstigen Leben wer weiß was für Möglichkeiten haben?
Warum sollte aus dem Seelenpartner nicht auch eine (mehr oder weniger gigantische) Liebe werden?
Eine Freundin machte mich darauf aufmerksam, dass es bezeichnend für uns ist, alles zu idealisieren, speziell Fragen der Liebe und Beziehung. Wir wollen 100%. Und nicht weniger. Man hat es uns ja auch so eingetrichtert, dass es für jeden von uns das perfekte Gegenstück in Form eines Traumprinzen, Mr Right oder Mrs Perfect gibt. Wir müssen eben nur danach suchen. Also gibt sich niemand mit 70, 80 oder 90% Glück zufrieden. Egal wie glücklich er oder sie sein könnte. Es MÜSSEN 100% sein.

Man stelle sich vor, man hätte uns von Anfang an erklärt, dass man mit einem Partner, mit dem man "nur 70 oder 80%" teilt, auch glücklich ist. - Dann wäre die Partnersuche wahrscheinlich einfacher - auch mit 40+. - Ich fürchte dieses 100%-Ideal, das steckt in vielen von uns drin ... oft genug ohne dass wir es merken.

(Und damit hier keine falschen Vorstellungen aufkommen, ich habe sehr wohl hohe Erwartungen, Hoffnungen, Träume was eine Partnerschaft betrifft. Ich glaube nur nicht mehr, dass jemals alle in Erfüllung gehen. Denn diese Erwartung würde jede Beziehung, jeden Partner maßlos überfordern, dann frustrieren und letztendlich die Flucht ergreifen lassen.
 
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  • #58
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Warum ist die Natur so schön? Weil sie eben nicht Perfekt ist. Perfektion ist langweilig. Das ist jetzt kein Witz, sondern wissenschaftlich nachgewiesen. Es sind die kleinen "Macken" die eine Schönheit ausmachen.

Leider meinen wir Menschen aber immer noch, alles muss perfekt sein und merken gar nicht, wie sie uns andererseits langweilt.

Leider steigern sich aber viele mit dem älter werden immer weiter da rein und wollen es jetzt absolut perfekt haben, perfekter als es überhaupt noch realistisch möglich ist.
 
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  • #59
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Else:
Nun, mit dem Blick auf den Zustand des Körpers magst Du recht haben. Der verfällt und hat mit kurz über 20 seinen Zenith überschritten. Aber der Mensch besteht nicht nur aus seinem Körper, selbst Du vermutlich nicht. Da gibt es diese Mischung aus Wissen, Erfahrungen, Gefühlen, die sich im Laufe des Lebens ansammeln und gewissermaßen verdichten und uns zu der Persönlichkeit machen, die wir sind. Bei vielen scheint ein Verständnis dafür und für sich selbst so ab 40+ einzutreten. Was die Partnersuche einerseits schwieriger, weil selbstbewusster und weniger kompromissbereit, macht, oder aber auch genau aus denselben Gründen erleichtern kann. Vielleicht haben darum manche das Gefühl, mit 40+ gelassener zu sein, oder dass es eben erst los geht.
ach elslein, es geht mit jedem tag den bach weiter runter und die hirnzellen sterben auch ab.
wer sucht denn hier ernsthaft besonders viel erfahrung?
PS ist voll mit profilen die betonen wie jugendlich sie angeblich sind. tausendfach begegnen und im forum schilderungen, wie schwer ist wird mit zunehmendem alter noch jemanden zu finden. was geht denn ab 40 so richtig los, was vorher nicht ging? es mag ja sein dass es vielen da besser geht als mit 30. aber der 50., 60., 70. geburtstag kommt immer näher und immer näher kommt der senseNmann und nette dinge wie inkontinenz, alzheimer, impotenz, sexuelle unlust, schwerhörigkeit. das sind wirklich ganz tolle verheissungsvolle aussichten!
altersheim rockt! :)
 
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  • #60
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Freitag:
ach elslein, es geht mit jedem tag den bach weiter runter und die hirnzellen sterben auch ab.
wer sucht denn hier ernsthaft besonders viel erfahrung?
PS ist voll mit profilen die betonen wie jugendlich sie angeblich sind. tausendfach begegnen und im forum schilderungen, wie schwer ist wird mit zunehmendem alter noch jemanden zu finden. was geht denn ab 40 so richtig los, was vorher nicht ging? es mag ja sein dass es vielen da besser geht als mit 30. aber der 50., 60., 70. geburtstag kommt immer näher und immer näher kommt der senseNmann und nette dinge wie inkontinenz, alzheimer, impotenz, sexuelle unlust, schwerhörigkeit. das sind wirklich ganz tolle verheissungsvolle aussichten!
altersheim rockt! :)
Ich seh schon bzw. noch (!), wir zwei hätten Spass in unserm Altersheimzimmer, zur Not auch ganz ohne Sensenmann ;-)