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  • #16
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Jenny Treibel:
Wie kommst Du darauf, daß ich etwas nicht in Erwägung ziehe? Glaubst Du, ich ignoriere die Bedürfnisse des anderen und verweigere ihm den Tee? Ich habe doch lediglich gesagt, daß es mir schwerfällt, ich mich unbehaglich fühle angesichts solcher ungewohnter Dinge und ich habe mir gewünscht, daß ich mich darüber mit anderen austauschen kann. Um es sehr deutlich zu sagen, es geht um meine Gefühle und nicht um mein Verhalten, falls Dir das bislang nicht deutlich geworden ist.
Ich behaupte nicht, dass Du etwas nicht in Erwägung ziehst und ich "glaube" rein gar nichts über Dich, schon gar keine beispielhaften Handlungen. Ich sehe ein, dass es Dir und anderen Langzeitsingles schwerfällt, euch wieder auf jemanden einzulassen. Aber es ist doch so, dass ihr es ganz allein in der Hand habt, diese Hürde zu nehmen, egal ob es sich nun um Gefühle oder Verhalten handelt. Wenn Du mit dieser Tatsache ein Problem hast, tut es mir leid.
 
J

Jenny Treibel

  • #17
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Leider verstehst Du überhaupt nicht, worum es mir geht. Ich wiederhole mich ungerne. Oder besser: Ich frage Dich konkret, wie ich meine Gefühle ändern kann.
 
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  • #18
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Jenny Treibel:
Leider verstehst Du überhaupt nicht, worum es mir geht. Ich wiederhole mich ungerne. Oder besser: Ich frage Dich konkret, wie ich meine Gefühle ändern kann.

Ich verstehe sehr wohl, worum es Dir geht. Und ich habe keine Ahnung, wie DU DEINE Gefühle ändern kannst. Ich weiß nur, dass der Wille zur Veränderung ein guter Anfang ist. Und diesen Willen sehe ich bei Dir nicht. Korrigiere mich, wenn ich falsch liege.

Ich habe eher den Eindruck, dass Du Dich auf Deinen Gefühlen ausruhst und Dich mit "Leidensgenossen" zusammentun möchtest, um mit ihnen zusammen die Tatsache Deiner verminderten Beziehungsfähigkeit zu beweinen.

Hab ich auch lange gemacht, wenn auch in einer etwas anderen Sache. Hat wenig geholfen.
 
J

Jenny Treibel

  • #19
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von goldmarie:
Ich verstehe sehr wohl, worum es Dir geht. Und ich habe keine Ahnung, wie DU DEINE Gefühle ändern kannst. Ich weiß nur, dass der Wille zur Veränderung ein guter Anfang ist. Und diesen Willen sehe ich bei Dir nicht. Korrigiere mich, wenn ich falsch liege.

Ich habe eher den Eindruck, dass Du Dich auf Deinen Gefühlen ausruhst und Dich mit "Leidensgenossen" zusammentun möchtest, um mit ihnen zusammen die Tatsache Deiner verminderten Beziehungsfähigkeit zu beweinen.

Hab ich auch lange gemacht, wenn auch in einer etwas anderen Sache. Hat wenig geholfen.
Man sollte nicht immer von sich auf andere schließen. Laß uns teilhaben, wie der Baum der Erkenntnis Dich mit Weisheit befruchtet hat.
Ich möchte sehr gerne, nein, ich WILL es, daß ich mich nicht mehr über Teekrümel in der Küche ärgern muß und ich WILL, daß ich abends Appetit auf schweres Essen habe und ich WILL, daß sich die Berufe mit den Arbeitszeiten ändern.
 
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  • #20
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Jenny Treibel:
Man sollte nicht immer von sich auf andere schließen. Laß uns teilhaben, wie der Baum der Erkenntnis Dich mit Weisheit befruchtet hat.
Ich möchte sehr gerne, nein, ich WILL es, daß ich mich nicht mehr über Teekrümel in der Küche ärgern muß und ich WILL, daß ich abends Appetit auf schweres Essen habe und ich WILL, daß sich die Berufe mit den Arbeitszeiten ändern.

Merkwürdige Sachen, die Du so willst. Das einzige, was ich will, ist, mit dem Mann zusammen sein, bei dem ich mich fallen lassen kann. Und da spielen unsere unterschiedlichen Ess- und Schlafgewohnheiten keine besonders große Rolle für mich. Ich hätte nichts dagegen, wenn es leichter wäre. Da wir aber nunmal einen vollkommen unterschiedlichen und nicht angleichbaren Lebensrhytmus haben, nehme ich es, wie es ist.
Es gibt für all diese Nebensächlichkeiten eine Lösung. Vor allem für Teekrümel und fehlenden Appetit auf schweres Essen.Wenn man eine finden will. Es ist eine Frage des Umgangs damit.
Meine Erkenntnis ist eine ganz profane: ich konzentriere mich auf das, was ich persönlich für wesentlich halte. Und nur das allein empfehle ich weiter.
 
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  • #24
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Ich möchte mich doch auch noch einmal zu Wort melden.
Ja, es ist schwer, seine Gewohnheiten zu ändern. Aber darum geht es (mir) nicht. Ich möchte meine Gewohnheiten auch nicht ändern müssen, erwarte aber von einem neuen Partner auch nicht, dass er seine Gewohnheiten ändert. Es bedarf ein wenig Toleranz und Gelassenheit.
Ich nehme mal ein Beispiel aus meiner letzten Beziehung.
Mein Partner hatte die Angewohnheit, beim Frühstück Holzbretter und Kaffeebecher zu nutzen, ich bin gewohnt Teller und Tassen zu nehmen. Wenn ich nun bei ihm war, dann war es einfach so, dass wir nach seinem Stil gefrühstückt haben - kein Problem für mich. Als er jedoch bei mir war, bemängelte er das Fehlen von Holzbrettchen. Das nächste Mal kaufte er mir 2 Brettchen, damit wir ordentlich frühstücken können. Das habe ich als Einengung empfunden, ich war stocksauer. So oder ähnlich ging es öfter. Es musste das "richtige" Shampoo gekauft werden und auch nur der richtige Kaffee, Margarine statt Butter usw. Das geht nicht, ich passe mich an, wenn ich bei ihm bin und erwarte, dass er sich anpasst, wenn er bei mir ist.
Ist das zu viel verlangt?
 
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  • #25
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

@ Sanibel: Ohne dass ich die Antworten gelesen habe, direkt eine Reaktion auf Dein Eingangsposting (die Antworten lese ich dann gleich erst):

Ich bin 45 Jahre alt und somit "Betroffene" von dem Phänomen "Partnersuche über 40".

Für mich stellt es sich so dar, dass die Partnersuche primär dadurch erschwert wird, dass man mit 40+ in einem "Soziotop" bewegt als dieses noch in den Zwanzigern der Fall war. DAmit meine ich, dass man weniger ausgeht, weniger häufig "neue Leute" kennenlernt, weniger auf Partys geht und vor allem, dass weniger deutlich und klar ist, dass man Single ist.
In den Zwanzigern sind die meisten Leute irgendwie Single oder sind es demnächst wieder. Alle sind "auf der Suche", man hat vielleicht grad die Stadt gewechselt für Studium oder Ausbildung, alles ist in Bewegung.
In den Vierzigern sind die meisten Menschen festgelegt, haben eine Familie gegründet, gehen weniger aus usw. - das heißt, der "Suchradius" wird kleiner oder zumindest komplizierter.

Was die "Anforderungen" an einen Partner angeht: ich würde sagen, dass ich heute genauer weiß, wer zu mir passen könnte und wer nicht. Ich kann mich noch verlieben, auch wenn es seltener passiert - aber ich bin vorsichtiger und "nur" weil ich mich verliebe, bin ich mir nicht automatisch sicher, dass der Mann "der Richtige" ist.
Früher habe ich mich Hals über Kopf in die absurdesten Männer verliebt und mich dann "gewundert", dass es nicht geklappt hat - und ich habe so sehr gelitten, ich habe bergeweise Taschentücher vollgeheult.
Heute bin etwas abgeklärter und versuche, mich trotz großer Gefühle runterzutakten, bis klar ist, ob das auch Bestand haben kann.

Und mir ist klar geworden, dass neben Anziehung und ähnlichen Interessen und einer "gleichen Welle" etwas anderes sehr wichtig ist: dass man das selbe von einer Beziehung will. Wie man z.B. zum Maß an Nähe, Abenteuerlust, Zusammenziehen, Kinderkriegen steht - das sollte übereinstimmen. So etwas wäre mir früher viel zu profan gewesen.
 
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  • #26
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Nochmal durchlesen wäre gut gewesen: gemeint ist, das man sich mit über Vierzig in einem ANDEREN Soziotop bewegt als man das in den Zwanzigern tut.
 
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  • #27
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von taube54:
Das geht nicht, ich passe mich an, wenn ich bei ihm bin und erwarte, dass er sich anpasst, wenn er bei mir ist.
Ist das zu viel verlangt?
Nein, und ich verstehe auch nicht, warum er damit nicht einfach spielerisch/augenzwinkernd umgehen konnte. Hat doch was, sich in die Welt des anderen zu begeben. Seine eigene geht ihm doch nicht verloren!
 
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  • #28
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Frank:
Steht das auch in deinem Parship Profil? Wovon du dich nicht trennen könntest? Partnerschaft bedeutet auch Lösungen finden. Sehe es doch nicht als Einschränkung wenn der Partner kommt. Er bereichert doch auch dein Leben. Man ist eben kein Single mehr...
Ja genau!
Eine Partnerschaft ist immer eine Bereicherung. Mit Mitte zwanzig war ich z.B. mit jemandem zusammen, der gern Ski fuhr - für mich war das eine furchtbare Vorstellung, bei Kälte Berge runterfahren. Ich habe es probiert und eine wunderbare Sache kennengelernt. Durch einen anderen Expartner habe ich die Band "Gotan Project" kennengelernt, die ich heute sehr mag. Und gelernt, dass die von mir anfangs skeptisch beäugte "Salatkrönung Gartenkräuter" durchaus eine schnelle und leckere Alternative zu meinem liebevoll selbstgemachtem Dressing sein kann.

Ich probiere sowieso gern Neues aus, so kann mich auch kein ungewohnter Fernsehsender, keine andersartigen Frühstücksgewohnheiten oder kein exotisches Haustier verschrecken. Das ist doch grade toll an einer neuen Beziehung, dass man seinen Horizont erweitert....

Aber mir ist natürlich wichtig, dass mein Partner das genauso sieht und meine Hobbys/Interessen/kulinarischen Vorlieben etc genauso offen annimmt.
 
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  • #29
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Jenny Treibel:
Man sollte nicht immer von sich auf andere schließen. Laß uns teilhaben, wie der Baum der Erkenntnis Dich mit Weisheit befruchtet hat.
Ich möchte sehr gerne, nein, ich WILL es, daß ich mich nicht mehr über Teekrümel in der Küche ärgern muß und ich WILL, daß ich abends Appetit auf schweres Essen habe und ich WILL, daß sich die Berufe mit den Arbeitszeiten ändern.
Jenny, genauso, wie Du es schreibst, ist meine Mutter.
Sie ärgert sich mittlerweile 53 Ehejahre darüber, wie mein Vater die Eier kocht, wie er die Sachen in den Kühlschrank stellt, wie er kommuniziert, wie er sich kleidet, dass er zu selten duscht usw.

Jetzt ist meine Mutter 78 Jahre alt und fast ein Pflegefall. Mein VAter kümmert sich rührend um meine Mutter. Und plötzlich ist ihr Problem mit all diesen Kleinigkeiten nicht mehr da. Weil ihre Augen für das Wesentliche plötzlich geöffnet wurden: dass er einfach für sie da ist. Das ist etwas ganz Großes. Und alles andere ist dagegen sehr unwichtig.
 
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  • #30
AW: Partnersuche ab 40+: Schwierig?

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Und plötzlich ist ihr Problem mit all diesen Kleinigkeiten nicht mehr da.
Das hätte sie aber von Anfang an haben können, weil einen das nun wirklich nichts kostet - sondern nur was bringt: Ruhe, Gelassenheit und einen klaren Blick aufs Wesentliche.