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  • #31
AW: Menschen verhalten sich nicht in allen Lebensbereichen gleich.

Zitat von Ingenieur:
Ist schon witzig, wenn eine Frau in der Küche verbissen darum kämpft, einen(!) Teller weniger abwaschen zu müssen, und mir eine Viertel Stunde später bereitwillig die Füße küsst, um nur einmal das harmloseste Beispiel explizit zu beschreiben.
...oder ist es "nur" die Macht - die Vollmacht - die das Lustgefühl macht?
und bei der Frau die Ohnmacht? Oder - bei der Frau ihr Gefühl der Macht, da sie diese dem Mann verleiht, indem sie sich ausliefert?
...was gibt das alles für Welten in dieser einen - irre!

Ich frage mich gerade, ob die ganz "handelsübliche" Lust beim ganz normalen Sex auch so viel mit Machtgefühlen zu tun hat - grübel...
 
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  • #32
AW: Partnerschaftliche Liebe und BDSM

Zitat von Elli:
Danke, Charina - Deine Ausführungen sind für mich hochinteressant, denn ich wußte gar nicht, daß das Leben einer Frau solche - mir fällt wieder nur der Ausdruck "Farben" ein - haben kann.
Ich hatte mit BDSM die Vorstellung verknüpft von irgendetwas "Moribundem", mir kam das so unnormal oder sogar krank im Sinne von zwanghaft, vor (ich hoffe, dich und Ingenieur damit nicht zu verletzen)
Freut mich, wenn ich dazu beitragen kann, wenigstens anderen zumindest ein wenig die Angst und Berührungsängste damit zu nehmen.

Nein, es ist nicht verletztend, ich kann es sogar nachvollziehen. Das Problem ist, dass die meisten Menschen sich von dem was nach außen suggeriert wird, durch SM Pornos (oder sei es nur die klassische Werbung "Ruf mich an" *Peitscheknall*) beeinflussen lassen und dadurch ein völlig falsches Bild entsteht.

Jetzt, durch deine und Ingenieurs Beschreibungen weht mich ein Hauch von LEBEN an - natürlich ganz anders, als alles, was ich kenne - aber diese neu eröffnete Aussicht beschreibt keine "Hölle".
Es ist alles andere als eine Hölle. Es ist ja von beiden freiwillig gewollt! Etwas anderes ist die (unfreiwillige) Unterdrückung der Frau in der Beziehung, Missbrauch und häusliche Gewalt. Das hat aber rein garnichts mit BDSM zu tun und ich würde jeder Frau raten ihren Mann anzuzeigen und das nicht zu ertragen.
Das wird häufig in einen Topf geschmissen. Auch herrscht das Vorurteil, das gerade Frauen die sich unterwerfen ein Problem mit ihrem Selbstbewusstsein hätten und sonst auch recht devot wären. Meiner Erfahrung nach, ist es genau das Gegenteil. Die meisten sexuell devoten Frauen sind erfolgreich, sogar recht dominant in ihrem sonstigen Leben.


Ich stell mir das ähnlich vor wie das comingout eines Homosexuellen - bestimmt ein schwieriger Prozess.
Genauso würde ich es auch beschreiben.

Während ich das hier hinschreibe, fällt mir gerade die Frage ein, warum es in unserer Gesellschaft gerade im sexuellen Lebensbereich so zementierte Festlegungen gibt - was normal und akzeptabel ist - ? Und warum ist das Thema immer noch moralisch so aufgeladen?
Weil "wir" Menschen gerne moralisch sind. Wir mögen den Durchschnitt, das Normale, auch wenn man selbst irgendwie nie so bezeichnet werden möchte. ;)

Momentan gibt es aber sogar eine "Modewelle" was BDSM angeht, ausgelöst durch 50 Shades of Grey, was ich zum Teil sehr bedenklich finde, da Menschen dieses Buch (von einer Autorin, die selbst nie BDSM praktiziert hat) lesen und meinen sie könnten direkt "durchstarten". Die haben von dem BDSM-Kodex (Safe, Sane and Consensual) noch nie etwas gehört, benutzen keine Safewörter und das Elend nimmt seinen Lauf. Habe erst im letzten halben Jahr mehrere Artikel in Zeitungen gelesen, wo darüber berichtet wird, dass sich Menschen teils schwer verletzt haben, weil sie es einfach mal ausprobieren wollten (und das aber auf dumme und extreme Arten).

Wenn ich da in mich hineinhorche, ist es hauptsächlich Angst, die mich dieses Thema auf Abstand halten läßt.
Vielleicht lässt sich diese ja sogar noch ein wenig verringern. :)

..liest sich für mich sehr glaubwürdig und überzeugend! (ganz schön starke Frau!)
Danke :)

Zitat von Elli:
...oder ist es "nur" die Macht - die Vollmacht - die das Lustgefühl macht?
und bei der Frau die Ohnmacht? Oder - bei der Frau ihr Gefühl der Macht, da sie diese dem Mann verleiht, indem sie sich ausliefert?
...was gibt das alles für Welten in dieser einen - irre!

Ich frage mich gerade, ob die ganz "handelsübliche" Lust beim ganz normalen Sex auch so viel mit Machtgefühlen zu tun hat - grübel...
Es ist nicht nur die Ohnmacht/Vollmacht. Es ist sicher ein Teil davon, aber nicht alleine.
Ein Zusammenspiel von vielen Gefühlen. Ich werde da mal etwas genauer drüber nachdenken und eine hoffentlich befriedigendere Antwort schreiben können.

Und natürlich gibt es auch beim "handelsüblichen" Sex Machtgefühle, aber eher im kleinen. Wenn der Mann oder die Frau die "Führung" übernimmt, vielleicht etwas bestimmender ist. Alleine manche Sexstellungen, die dem einen oder anderen Part aktiver und "dominanter" sein lässt.
 
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  • #33
AW: Menschen verhalten sich nicht in allen Lebensbereichen gleich.

Zitat von Elli:
Soll ich's jetzt wieder löschen - ach ne, ich lass das jetzt so stehen.
Weiß zwar nicht, was du mir oder anderen mit deinem Post sagen wolltest, ist aber vielleicht auch nicth so wichtig.
Um beliebten Mißverständnisketten vorzubeugen: mit Emma meinte ich die gleichnamige Zeitschrift, und in "submisse" fehle natürlich ein "iv".


Zitat von Ingenieur:
Ist schon witzig, wenn eine Frau in der Küche verbissen darum kämpft, einen(!) Teller weniger abwaschen zu müssen, und mir eine Viertel Stunde später bereitwillig die Füße küsst, um nur einmal das harmloseste Beispiel explizit zu beschreiben.
Im Sex gibts so ziemlich alles. Manche können oder wollen nur in grünrosagestreifter Unterwäsche, andere bevorzugen beim Sex ihren Staubsauger.
Über das Wesen des Menschen erfährt man dabei, daß Menschen zuweilen recht ausgefuchste Dinge tun.
Und von deinem Klischeebild der füßeküssenden Emanze erfährt man über das Wesen von Frau und Mann etwa so viel oder vielmehr wenig wie von dem vielleicht noch populäreren Klischeebild des Topmanagers, der einem Straßenmädchen die Absätze lutscht.
Ich glaub, am meisten erfährt man was über dich. Und das ist ja auch ok. Aber weswegen immer diese Ausflüge in die Weltgeschichte, das Wesen von Frau und Mann und andere nicht bewältigte Themen?
Warum solche abstrusen Rechtfertigungsbemühungen? Also mir gegenüber sind die nicht nötig. Ich finds völlig ok, wenn du deine privaten Vorlieben hast und die auslebst. Wenn du selbst projizierst und gerne Projektionsfläche für Phantasien mancher Frauen bist. Ist doch völlig ok. Aber bei diesen Rechtfertigungsorgien und Verwechslungen von Realität und Projektion bekomme ich nur den Eindruck, du selbst könntest nicht einfach zu ihnen stehen als dem, was sie sind.
 
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  • #34
AW: Menschen verhalten sich nicht in allen Lebensbereichen gleich.

Zitat von Heike:
Und von deinem Klischeebild der füßeküssenden Emanze erfährt man über das Wesen von Frau und Mann etwa so viel oder vielmehr wenig wie von dem vielleicht noch populäreren Klischeebild des Topmanagers, der einem Straßenmädchen die Absätze lutscht.
Ich glaub, am meisten erfährt man was über dich. Und das ist ja auch ok. Aber weswegen immer diese Ausflüge in die Weltgeschichte, das Wesen von Frau und Mann und andere nicht bewältigte Themen?
Warum solche abstrusen Rechtfertigungsbemühungen? Also mir gegenüber sind die nicht nötig. Ich finds völlig ok, wenn du deine privaten Vorlieben hast und die auslebst. Wenn du selbst projizierst und gerne Projektionsfläche für Phantasien mancher Frauen bist. Ist doch völlig ok. Aber bei diesen Rechtfertigungsorgien und Verwechslungen von Realität und Projektion bekomme ich nur den Eindruck, du selbst könntest nicht einfach zu ihnen stehen als dem, was sie sind.
Ich habe wahrheitsgemäß erzählt, was ich zwei Jahre lang fast täglich erlebt habe. Und dass ich das irgendwie witzig fand.
Alles andere, was Du mir vorwirfst, entsteht beim Lesen in deinem Kopf. Deshalb betrifft es Dich, nicht mich.
 
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Löwefrau_geloescht

  • #35
AW: Menschen verhalten sich nicht in allen Lebensbereichen gleich.

Zitat von Ingenieur:
Ich habe wahrheitsgemäß erzählt, was ich zwei Jahre lang fast täglich erlebt habe. Und dass ich das irgendwie witzig fand.
Alles andere, was Du mir vorwirfst, entsteht beim Lesen in deinem Kopf. Deshalb betrifft es Dich, nicht mich.
Nein, - selten genug - ich stimme Heike zu.
Es ist absolut i.O. Dass Du diese Neigungen ausleben willst.
(Ein anderes Thema als dieses und große Brüste habe ich von Dir noch nicht gelesen ;)

Aber dass du von diesen Neigungen und den Neigungen deiner Partnerinnen auf "DIE" Frauen und "DIE" Männer schließt und das ganze mit einem millionenfach bewährtem Rollenmuster belegen willst, liegt auch mir quer.

Vor ca. 2 Jahren war ich selbst so unterwegs. Dachte, ich könnte Sex gar nicht mehr anders als erfüllend empfinden.
Hintergrund war: mir ging es seelisch so schlecht in der Zeit, dass ich komplett abgestumpft in meinen Gefühlen war. Ich brauchte dieses Extrem, um überhaupt noch etwas zu empfinden.
Heute geht es mir wieder psychisch sehr gut und ich könnte mir diese Art von Sex nur noch sehr eingeschränkt vorstellen.

Und eine solche Beziehung als "witzig" zu betiteln, finde ich auch abschreckend. Hast du die ganze Zeit gelacht?
 
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  • #36
AW: Menschen verhalten sich nicht in allen Lebensbereichen gleich.

Zitat von Ingenieur:
Ich habe wahrheitsgemäß erzählt, was ich zwei Jahre lang fast täglich erlebt habe. Und dass ich das irgendwie witzig fand.
Alles andere, was Du mir vorwirfst, entsteht beim Lesen in deinem Kopf. Deshalb betrifft es Dich, nicht mich.
Nice try. Ich habe im Kopf, was du auf den letzten Seiten geschrieben hast. Das heißt: lesen. Wenn du es nicht mehr im Kopf hast, weil du dich nicht erinnerst, was du geschrieben hast: einfch nachlesen. Es steht noch da. All die abstrusen Äußerungen zur richtigen Frau, Hirschen, Wesen, Natur usw. - Wenn du sie aus Scham vergessen haben solltest: sei stark und ein echter Mann und stehe dazu! :)
Erzählen von irgendwelchen Begebenheiten aus deinem Alltagsleben darfst du natürlich gerne so viel du begehrst. Die interessieren mich nahezu Null. Folgerungen daraus über Weltgeschichten und Wesen von Bevölkerungsgruppen zu ziehen, ist was anderes. Seltsam, daß dir das immer neu gesagt werden muß. Da frag ich mich allmählich: Möchtest du unartig sein oder kannst du nur nicht anders?
 
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  • #37
AW: Partnerschaftliche Liebe und BDSM

Ich hatte zwei Bekannte mit BDSM-Neigungen.

Beiden Männern war gemeinsam, dass sie unsicher waren, große Probleme mit Nähe hatten und nicht nur in Beziehungsfragen Konflikten konsequent aus dem Weg gegangen sind.

Zufall?
 
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  • #38
AW: @ Dreamerin

Zitat von Dreamerin:
Ok, ich frage ja auch wegen einer möglichen integrierbarkeit in einen familienalltag. Vier Stunden Sex pro "mal", ist nicht grad wenig und es erscheint dir zu kurz. Von wieviel mal pro Woche reden wir denn in deinem fall? Kriegt man da den Alltag (mit Kindern z.b.) überhaupt noch gebacken? Oh Gott, ich mag schon gar nicht mehr weiterfragen. Du sagst schon, wenns zuviel wird, oder?
Ist doch bestimmt ein Unterschied, ob die Beziehung mit oder ohne Kinder ist, oder?
@ingenieur
Hast du meine fragen überlesen oder möchtest du sie nicht beantworten?
 
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  • #39
@ Heike

Ich schlage vor, wir einigen uns darauf, dass wir ganz gegensätzlicher Meinung sind und von den moralischen und intellektuellen Fähigkeiten des/der Anderen keine allzu hohe Meinung haben.
 
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  • #40
AW: @ Dreamerin

Zitat von Dreamerin:
@ingenieur
Hast du meine fragen überlesen oder möchtest du sie nicht beantworten?
Ich sehe in Bezug auf Kinder keinen Unterschied, ob man nun ein intensives Vanilla-Sexleben hat oder ein BDSM-Sexleben. Ich hatte in zwei Partnerschaften Kinder im Kindergarten- und Volksschulalter um mich. Der Umgang mit Kindern hat mir viel Freude gemacht, deshalb habe ich die zeitlichen Einschränkungen gerne in Kauf genommen. Klar, Mütter erwachsener Kinder hatten mehr Zeit für Sex. Aber Unvereinbarkeit sehe ich da bestimmt keine.

Du hast nach der Frequenz der der 4 Stunden Sex gefragt. In der Beziehung, in der BDSM am häufigsten gelebt wurde, hatten wir einen Wecker, der täglich um Mitternacht läutete. Um uns daran zu erinnern, dass wir auch zu ein paar Stunden Schlaf kommen sollen, um am nächsten Arbeitstag einigermaßen fit zu sein. Also ein Tag ohne Sex war die Ausnahme, die es auch immer wieder gegeben hat, aber nicht die Regel. Ich glaube, dass zumindest ich in einer BDSM-Beziehung viel öfter und länger Sex habe, weil es ja neben Liebe und körperlicher Anziehung noch ein drittes, sehr starkes Stimulans gibt.
 
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  • #41
AW: Partnerschaftliche Liebe und BDSM

Zitat von phia:
Ich hatte zwei Bekannte mit BDSM-Neigungen.

Beiden Männern war gemeinsam, dass sie unsicher waren, große Probleme mit Nähe hatten und nicht nur in Beziehungsfragen Konflikten konsequent aus dem Weg gegangen sind.

Zufall?
Nach dem ja einige Prozent der Bevölkerung BDSM praktizieren, wirst Du da für jede schlechte Eigenschaft ein paar Beispiele finden. Lügner, Idioten, Gewalttäter, Schmarotzer, ...

Und was mich betrifft, kannst ja einmal darüber nachdenken, ob meine Beiträge hier sehr dafür sprechen, dass ich unsicher bin (würde ich mich dann als Vertreter einer gesellschaftlichen Außenseiterposition outen?), Probleme mit Nähe habe (warum würde ich dann Sex nur in einer Partnerschaft leben? Warum würde ich dann Angebote für ONS ablehnen?), Konflikten aus dem Weg gehe (dann hätte ich keine 2 Jahre mit meiner devoten Emanze zusammengelebt, denn Konflikte im Alltag gab es da mit schöner Regelmäßigkeit).
 
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  • #42
AW: @ Dreamerin

Zitat von Ingenieur:
Ich sehe in Bezug auf Kinder keinen Unterschied, ob man nun ein intensives Vanilla-Sexleben hat oder ein BDSM-Sexleben. Ich hatte in zwei Partnerschaften Kinder im Kindergarten- und Volk
.....und die haben von 20 - 24 Uhr stillgehalten? Das geht doch nur mit einem Eierlikörchen im Abendbrei........

Klar, Mütter erwachsener Kinder hatten mehr Zeit für Sex. Aber Unvereinbarkeit sehe ich da bestimmt keine.

Ich schon. Ich habe eine 19-jährige Tochter, die schon mal nachfragen würde, was Mami denn stundenlang im Schlafzimmer so treibt

Du hast nach der Frequenz der der 4 Stunden Sex gefragt. In der Beziehung, in der BDSM am häufigsten gelebt wurde, hatten wir einen Wecker, der täglich um Mitternacht läutete. Um uns daran zu erinnern, dass wir auch zu ein paar Stunden Schlaf kommen sollen, um am nächsten Arbeitstag einigermaßen fit zu sein. Also ein Tag ohne Sex war die Ausnahme, die es auch immer wieder gegeben hat, aber nicht die Regel.

Jedem Tierchen sein Pläsierchen!
 
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  • #43
AW: Partnerschaftliche Liebe und BDSM

Zitat von Ingenieur:
Nach dem ja einige Prozent der Bevölkerung BDSM praktizieren, wirst Du da für jede schlechte Eigenschaft ein paar Beispiele finden. Lügner, Idioten, Gewalttäter, Schmarotzer, ...

Und was mich betrifft, kannst ja einmal darüber nachdenken, ob meine Beiträge hier sehr dafür sprechen, dass ich unsicher bin (würde ich mich dann als Vertreter einer gesellschaftlichen Außenseiterposition outen?),

beide Männer waren intelligent und studiert und hatten sehr bürgerliche Berufe.

Probleme mit Nähe habe (warum würde ich dann Sex nur in einer Partnerschaft leben?

Man kann auch in einer Partnerschaft große Probleme mit Nähe haben. Da ist doch BDSM ein gutes Mittel, diese Angst abzureagieren


Warum würde ich dann Angebote für ONS ablehnen?),
ach komm, machen wir uns doch nix vor. Sooo oft wirst du nun keine Angebote für ONS bekommen. Du wärst eine große Ausnahme!
 
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  • #44
AW: Partnerschaftliche Liebe und BDSM

@Heike
wenn ich recht verstehe: du distanzierst dich trotz Unvoreingenommenheit von einem männlich-weiblichen Urgrundmuster, das in der von Ingenieur beschriebenen Weise sozusagen "gesetzmässig" verwirklicht wird.
Auf jeden Fall distanziere ich mich diesbezüglich, Im Sinne von: yin -yang, wenn wir wollen, ich meine damit die Einsicht, dass männlich und weiblich ja auch ihre counterparts enthalten und es dementsprechend schwierig ist, die Legitimität (male/ female attitude) polarisiert zu verankern.
Die grossbrüstige und breithüftige weibliche Ur"gottheit" würde ich nicht wirklich als devot beschreiben, z.B. ich sehe sie als powerful. merciless and mercifull, gebend nd nehmend; creating and destroying.
Und das männliche Dominanzsyndrom könnte durchaus auch okkulte ängstliche Ursachen haben.
Usw. alles sehr unvollständig.

Ha, geht schon wieder alles zu weit nach hinten.:) und dann noch fragmentarisch.

Wahrscheinlich suchen wir alle nach einem für uns möglichen möglichen Gleichgewicht. paradoxalem Ausgleich, (Selbstverständnis). Diesbezüglich legt ja Ingenieur die "eigentliche" Macht in die Hände der Submissivität, wenn ich ihn recht verstehe.

Hingabe kann ja auch anders ausgelebt werden. Man kann sich auch hingeben um dem anderen seine Angst zu nehmen. und ihm gleichzeitig eine Schutzfunktion zusprechen. und damit etwas gegen die eigene Angst tun. It ain't easy. Wir sind alle stark und schwach - genderunabhängig.
Wie bewusst, extrem oder mild - man das auslebt?
Hauptsache bewusst, letztlich.
 
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  • #45
AW: Partnerschaftliche Liebe und BDSM

Oh ah, ganz schön viel los hier. :)

Ich verbinde mit "Dom und Sub" ein komplett anderes Bild als mit "BDSM". Bei "Dom und Sub" interessiert mich die Beziehung der beiden - der Umgang, insbesondere diese starke Abhängigkeit... bei dem Begriff "BDSM" denke ich immer an irgendwelche Extreme, um noch das Gefühl (welches auch immer) um jeden Preis aufs Maximum zu bringen. Was ich aber nicht weiß: Sind die Begriffe so unterschiedlich? Zählt zu BDSM nicht mehr der gesamte Umgang zwischen Dom und Sub? Stehen da Sex bzw. sexuelle Reize so stark im Vordergrund? Hatte es bisher immer anders vernommen...

Frau vs. Mann: Ich glaube, dass es hier gerade so krass wirkt, weil Ingenieur als Mann auch den Dom-Part mag - und folglich natürlich auch in diesem Sinne argumentiert. Ich habe aber das Gefühl, dass die neuen Generationen da komplett anders sind: Ich sehe in meinem Umfeld kaum noch Unterschiede zwischen Mann und Frau - und ich glaube auch nicht, dass der Dom-Part so stark dem Mann zufällt. Kann aber auch ne verzerrte Wahrnehmung sein.

Die füßeküssende Emanze: Ich fand das gar nicht so unlogisch. Es gibt garantiert viele Menschen, die auch mal loslassen möchten und nicht immer die ganze Verantwortung tragen wollen. Ich denke nicht, dass das bei jedem so ist und noch weniger denke ich, dass es aus jedem einen Sub macht. ;) Ich weiß es nur von mir persönlich, dass ich total froh wäre, wenn ich eine Frau hätte, die an bestimmten Punkten einfach mal Entscheidungen trifft und sich um diverse Sachen kümmert. Solange sie meinen Rahmen kennt und akzeptiert, ist das einfach nur genial. Aber: Das würde sich bei mir nicht im Sinne von BDSM äußern, sondern in ganz anderen Alltagsdingen. Das Grundprinzip dürfte aber ähnlich sein (daher finde ich den Topmanager, der einer Dame die Absätze lutscht, gar nicht so komisch - in doppelter Hinsicht: Sowohl bezogen auf die Bewertung seines Verhaltens als auch bezüglich der Einschätzung der Häufigkeit einer solchen Konstellation).

Gerade der erste Punkt würde mich interessieren (BDSM/ Dom+Sub/ nur Sex?) - eventuell auch noch von anderen als Ingenieur (ich liebe Sex ja total... wohl auch zu oft... aber 4 Stunden am Stück... so viel Freizeit muss man erst mal haben *g*). Es fühlt sich da gerade so einseitig an - vielleicht kann das noch jemand ergänzen? Charina etc.?

Zitat von Ingenieur:
Nach dem ja einige Prozent der Bevölkerung BDSM praktizieren, wirst Du da für jede schlechte Eigenschaft ein paar Beispiele finden. Lügner, Idioten, Gewalttäter, Schmarotzer, ...
Es ging um unsichere Menschen... wieso diese stark negativen Assoziationen? Ich dachte eher, dass es phia darum ging, dass dominante Männer (oh ah - sie hat nie von dominant gesprochen und ich assoziiere es ;)) im Alltag auch sehr unsicher sein können.
btw: Wobei der Hinweis zu "dominant" wohl eher aus der gefühlt angestrebten kognitiven Dissonanz abgeleitet (sie betonte ja "unsicher)... :)

Zitat von faraway:
Wahrscheinlich suchen wir alle nach einem für uns möglichen möglichen Gleichgewicht. paradoxalem Ausgleich, (Selbstverständnis). Diesbezüglich legt ja Ingenieur die "eigentliche" Macht in die Hände der Submissivität, wenn ich ihn recht verstehe.

Hingabe kann ja auch anders ausgelebt werden. Man kann sich auch hingeben um dem anderen seine Angst zu nehmen. und ihm gleichzeitig eine Schutzfunktion zusprechen. und damit etwas gegen die eigene Angst tun. It ain't easy. Wir sind alle stark und schwach - genderunabhängig.
Wie bewusst, extrem oder mild - man das auslebt?
Hauptsache bewusst, letztlich.
Das mit dem Ausgleich ging mir auch durch den Kopf (daher oben auch noch der Absatz). Wer nun Macht und Kontrolle hat, ist auch fragwürdig - ich würde dies dennoch nicht beim Part "Sub" sehen. Er hat zwar genauso die Chance zur Kontrolle, aber er nimmt sie ja nicht wahr (also er sieht sie auch wirklich gar nicht - nicht nur, dass er sie nicht nutzt).
 
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