Antilover

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Ich hatte kürzlich ein Date und mein Gegenüber meinte irgendwann im Verlauf des Gesprächs dass seine Partnerin zugleich auch seine beste Freundin sein solle.
Seit dem hat er ein paar Mal geschrieben und wir haben telefoniert. Ich habe beim Schreiben und auch Telefonieren immer wieder das Gefühl, dass er mich einfach als gute Freundin sieht. Sein Schreibstil hat etwas kumpelhaftes. Als wir ein neues Date ausgemacht haben, habe ich geschrieben, dass ich mich darauf freue ihn wieder zu sehen. Von ihm kommt da irgendwie wenig. Er hat mir den konkreten Treffpunkt und die Zeit vorgeschlagen und schrieb dann: Passt, bis dann.
Ich nehme das nicht tragisch, finde es einfach ungewöhnlich. Was ich mich jetzt aber wirklich frage: Kann ich mich in jemanden verlieben, der mich wie seinen besten Kumpel behandelt?
Seinen Aussagen kann ich entnehmen, dass er zum einen auf der Suche nach einer Beziehung ist und zum anderen, dass er Interesse an mir hat. Aber romantisch ist es irgendwie nicht.

Angeblich soll das ja hilfreich für eine langfristige glückliche Beziehung sein, wenn der Partner zugleich als bester Freund gesehen wird. Aber was ich mich einfach frage: Wie soll ich mich denn bei dieser ganzen Freundschaftsschiene verlieben?

Wie seht ihr das? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Ich hatte bis jetzt nur eine Beziehung, bei der wir auch beste Freunde waren. Das Ende war, dass jede Anziehung zwischen uns verloren gegangen ist. Vielleicht ist es auch das, was mir jetzt Sorgen macht.
Hmm. Ich finde diese Überlegungen in so Rateberkolumnen immer sehr verkopft/verkomplizierend. Auch hier denke ich, kann keiner eine für dich gültige Antwort geben. Überhaupt der Verstand.. Das kann doch nur dein Herz entscheiden. Und dem kann es wahrscheinlich egal sein, was deine Ratio für Begriffe und Kategorien für dein Gegenüber findet. Mir ist es zumindest egal, ob die, in die ich mich verliebe "Kumpel", "Freundin", "Komplizin" oder "geile Sau" heißt. Sind doch nur Begriffe - Situative Formen.
Die mit meinem Gefühl erstmal nichts zu tun haben.
Meist scheinen Menschen in Entweder-Oder zu denken und dabei zu trennen. Dabei schließt sich das doch gar nicht aus. Meist sind die Dinge viele Auchs. Alles hat so viele Aspekte und ist nicht nur ein Einzelnes.

Darüber hinaus ist eine tiefe Freundschaft zu einer Partnerin für mich unverzichtbar. Verliebtes Anschauen ist weniger wichtig für mich als in dieselbe Richtung schauen und Visionen haben. Ich finde es da eher unverständlich, wie Leute das immer so trennen wollen. Schienendenken. Als würde man nicht "auch" Freundschaft für sich empfinden. Ja was denn sonst? Ob es dann die "beste" ist, ist ja egal.
 
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